Ionisierende (radioaktive) Strahlung zerstört Zellen die von ihr getroffen werden. Alle auf Zellen aufgebauten Lebenwesen und damit Menschen, Tiere und Pflanzen sind empfindlich gegen ionisierende Strahlung.
Die Atomlobby versucht mit vielen Scheinargumenten niedrige Strahlenwerte als ungefährlich oder sogar als gesund darzustellen was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Gegensatz zur Internationalen Atomanergieorganisation (IAEO) nicht mehr mitmachen möchte. Anfang Mai 2011 kommt von der WHO die klare Aussage dass es bei Strahlung keine Niedrigstwerte gibt die ungefährlich sind. Davor hat man sich nach einem Maulkorbabkommen von 1959 gerichtet laut dem die WHO ausschließlich das wiedergeben darf was die IAEO vorbetet.
Wie weit die Herrschaften der Atomlobby mit der Verharmlosung gehen zeigt Hr. Shunichi Yamashita, seines Zeichens ein sogenannter Strahlenexperte, Professor für Biomedizin an der Universität Nagasaki. Um nach Beginn der Katastrophe von Fukushima Strahlendosen von 100 Millisievert pro Stunde zu verharmlosen war er sich nicht zu schade folgendes zu behaupten:
"Strahlenschäden kommen nicht zu Menschen, die glücklich sind und lächeln. Sie kommen zu Leuten, die verzagt sind".
Die Atomlobby versucht mit vielen Scheinargumenten niedrige Strahlenwerte als ungefährlich oder sogar als gesund darzustellen was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Gegensatz zur Internationalen Atomanergieorganisation (IAEO) nicht mehr mitmachen möchte. Anfang Mai 2011 kommt von der WHO die klare Aussage dass es bei Strahlung keine Niedrigstwerte gibt die ungefährlich sind. Davor hat man sich nach einem Maulkorbabkommen von 1959 gerichtet laut dem die WHO ausschließlich das wiedergeben darf was die IAEO vorbetet.
Wie weit die Herrschaften der Atomlobby mit der Verharmlosung gehen zeigt Hr. Shunichi Yamashita, seines Zeichens ein sogenannter Strahlenexperte, Professor für Biomedizin an der Universität Nagasaki. Um nach Beginn der Katastrophe von Fukushima Strahlendosen von 100 Millisievert pro Stunde zu verharmlosen war er sich nicht zu schade folgendes zu behaupten:
"Strahlenschäden kommen nicht zu Menschen, die glücklich sind und lächeln. Sie kommen zu Leuten, die verzagt sind".
Verwiesen wird in dem Zusammenhang oft auf Studien die im Zusammenhang mit den Atombombenabwürfen in Hiroshima und Nagasaki gemacht wurden und auf Studien im Zusammenhang mit der Atomkatastrophe von Tschernobyl. Bei den Studien an denen Personen wie Hr. Shunichi Yamashita mitgearbeitet haben wurde jedoch nicht ordentlich gearbeitet. Menschen aus angeblich nicht kontaminierten Kontrollgruppen waren in Wirklichkeit - ob absichtlich oder aus Schlamperei ist mir bisher nicht bekannt - oft auch radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Daher kann man diese in die Tonne klopfen. Die Statistiken bezüglich der Katastrophe von Tschernobyl werden bis heute massiv manipuliert indem beispielsweise private Statistiken verboten werden und für genehme offizielle Statistiken Prämien winken, für unangenehme Statistiken muss der Urheber dagegen mit Sanktionen rechnen.
Was verursacht ionisierende (radioaktive) Strahlung im menschlichen Körper?
Die Desoxyribonukleinsäure (DNA) ist bei allen Lebewesen und bei vielen Viren (DNA-Viren, Pararetroviren) der Träger der Erbinformation, also die materielle Basis der Gene. Sie hat die Form einer Doppelhelix und ist in der Form sehr stabil.
In dem Moment wo sich eine Zelle teilt wird die Doppelhelix zu Einzelstängen, doppelt sich und wird zu 4 Strängen. Das ist das gefährdete Stadium. Daher sind auch Föten und kleine Kinder, deren Zellen sich schnell teilen am meisten durch Strahlung gefährdet. Aber auch bei Erwachsenen gibt es Zellen die sich rasch teilen (z.B. Haar, Blutzellen und Darmepithel) und dadurch sehr gefährdet sind.
Ionisierende Strahlung die auf eine Zelle trifft kann Elektronen aus anderen Molekülen herausschlagen. In der Regel führt das nicht zum sofortigen Tod der bestrahlten Zellen sondern zum Verlust der Teilungsfähigkeit. Das passiert im menschlichen Körper auch mit der DNA bei der es dann zu Brüchen kommen kann. Diese erste genetische Mutation ("driver mutation") durch Strahlung verursacht jedoch noch keinen Krebs..
Reparaturmechanismen versuchen im nächsten Schritt diese Brüche zu reparieren. Dabei können jedoch viele Fehler passieren. Der Schaden der in der Zelle festgestellt werden kann ist das Ergebnis einer fehlerhaften Reparatur der Zerstörungen ("passenger mutation"), die ursprünglich von der Strahlung angerichtet wurden. So ziemlich am Schlimmsten ist es wenn die Zellen nicht zerstört, sondern in ihrer Funktion betroffen werden. Dadurch können Krebsgene (Onkogen) oder Proteine eingeschaltet werden, die den Zellzyklus kontrollieren oder Zelltod (Apoptose) auslösen . Oder es kann sich eine Zelle bilden, die sich unkontrolliert teilt und zu einer Krebszelle wird (Tumorsuppressoren).
Strahlung ist in jeder Dosis schädlich und lokal kaum einzugrenzen. Ausgelöst werden kann eine Schädigung bereits durch ein einzelnes Teilchen, z.B. ein Photon, welches auf eine Zelle trifft. Daher kann auch, wie die WHO jetzt bestätigt hat, keine Schwellendosis ab der Strahlung gefährlich wird angegeben werden. Mit zunehmender Strahlendosis steigt das Risiko an, da ionisierende Strahlung so genannte stochastische Schäden (Stochastik) verursacht. Umgekehrt ist es natürlich auch so dass Strahlung nicht immer Schäden verursacht. Man kann das nicht voraussagen bei wem und wann es passiert.
In der Diskussion zur Wirkung niedriger Strahlendosen von Atomanlagen auf die menschliche Gesundheit kommt immer wieder die Argumentation dass sich in Gegenden erhöhter natürlicher Strahlung ein derartiger Effekt zeigen müsste. Eine Formulierung aus der man schließen könnte dass dies nicht der Fall wäre. Dr. Alfred Körblein hat in Bayern wo es ausgeprägte Unterschiede in der Höhe der terrestrischen Gammastrahlung gibt jedoch eine Studie durchgeführt die genau diesen Zusammenhang zwischen Strahlendosis, Krebsrate und Säuglingssterblichkeit aufzeigt. Bei einer Erhöhung der Hintergrundstrahlung um 1 mSv/a erhöht sich die Krebsrate der Studie nach um 10%, die Säuglingssterblichkeit sogar um 21%.
Kosmische Strahlung, die bei durchschnittlich gerade mal 0,4 mSv/Jahr liegt, kann offenbar bei Astronauten Gedächtnisstörungen, Lernschwierigkeiten und plötzliche Ängste in Stresssituationen auslösen und den Alterungsprozess beschleunigen wie US-amerikanische Wissenschaftler bei Versuchen mit Ratten festgestellt haben.
Abhängig ist die Ausprägung der Schädigung durch ionisierende Strahlung auch von der Art der radioaktiven Strahlung und ob sie nur von außen auf den Körper wirkt oder durch inkorporierte radioaktive Substanzen direkt im Körper wirkt. Wie schädlich sich Strahlung auswirkt hängt auch von der Höhe, Dauer und Art der Strahlenexposition ab. Das hat dann wieder einen Einfluss auf die Gefährdung bestimmter Organe. Die Empfindlichkeit eines Organs oder Gewebesystems hängt von der Lebensdauer der Funktionszellen und der Größe der Stammzellenfraktion ab. Menschliches und tierisches Gewebe weist gegenüber ionisierender Strahlung eine unterschiedliche Strahlensensibilität auf.
Besonders empfindlich sind DNA und andere Bestandteile der Zellen in Darm, Knochenmark, Lunge, Leber, Nerven und Gehirn. Im Blut kann Strahlung zu Gerinnungsproblemen und damit zu unstillbaren inneren Blutungen führen. Werden weiße Blutkörperchen beschädigt droht der Verlust des kompletten Schutzes vor Entzündungen so dass ansonsten harmlose Bakterien zu Killern werden.
Haut und Schleimhaut haben zum Beispiel eine sehr hohe tägliche Zellaustauschrate. Wird der Nachschub aus den Stammzellen durch Strahlung ausgeschaltet geht innerhalb weniger Tage die gesamte Haut zugrunde. Bei Knochen bei denen der Austausch langsam vor sich geht kommt es dagegen erst nach vielen Monaten zu Strahlenschäden.
Diabetes tritt vor allem wegen der Niedrigstahlung von Cäsium bei Kindern häufiger auf. Wenn es über die Nahrungskette in den Darm einer schwangeren Frau gelangt wird die Bauchspeicheldrüse der Kinder in den Entwicklung gestört. Die Bauchspeicheldrüse ist wiederum eines der sensibelsten Organe des Menschen und für die Produktion von Insulin zuständig.
Das Gehirn gehört nach der Geburt zu den Organen in denen es am häufigsten zu Zellteilungen kommt. Das führt das bei Strahlengeschädigten zu Nervosität und anderen diffusen Persönlichkeitsstörungen wie Konzentrationsschwäche.
In der ersten Generation sind strahlengeschädigte Ehepaare zu 30% ungewollt kinderlos. Die Schäden am Erbgut führen zu Frühaborten und Frühgeburten die zum Tode der Kinder, die noch nicht lebensfähig sind, führen.
Das Kontrastmittel Thorotrast, ein alpha-strahlendes Nuklid (angewendet in Deutschland seit 1890, in Japan seit 1930), führte dazu dass 25 bis 30% der Menschen 20 bis 30 Jahre später Krebs bekamen. Alpha-Strahlung verletzt nahe gelegene Zellen. Besonders betroffen ist das GEN "P53".
Nach Tschernobyl wurde 1991 in "Nature" behauptet dass es keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Strahlung und dem erhöhten Auftreten der Schilddrüsenkrebsfälle geben würde und zwar nur aus dem Grund weil es keine Daten aus der Zeit vor 1986 gegeben hat. Die statistische Signifikanz wurde jedoch etwa 20 Jahre später doch festgestellt als der Kurvenausschlag der 1986 begonnen hat wieder verschwunden ist.
Weiteres zum Thema habe ich auch schon unter Atomkraft und Krankheiten geschrieben.
Was verursacht ionisierende (radioaktive) Strahlung im menschlichen Körper?
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| Ausschnitt aus der DNA |
In dem Moment wo sich eine Zelle teilt wird die Doppelhelix zu Einzelstängen, doppelt sich und wird zu 4 Strängen. Das ist das gefährdete Stadium. Daher sind auch Föten und kleine Kinder, deren Zellen sich schnell teilen am meisten durch Strahlung gefährdet. Aber auch bei Erwachsenen gibt es Zellen die sich rasch teilen (z.B. Haar, Blutzellen und Darmepithel) und dadurch sehr gefährdet sind.
Ionisierende Strahlung die auf eine Zelle trifft kann Elektronen aus anderen Molekülen herausschlagen. In der Regel führt das nicht zum sofortigen Tod der bestrahlten Zellen sondern zum Verlust der Teilungsfähigkeit. Das passiert im menschlichen Körper auch mit der DNA bei der es dann zu Brüchen kommen kann. Diese erste genetische Mutation ("driver mutation") durch Strahlung verursacht jedoch noch keinen Krebs..
Reparaturmechanismen versuchen im nächsten Schritt diese Brüche zu reparieren. Dabei können jedoch viele Fehler passieren. Der Schaden der in der Zelle festgestellt werden kann ist das Ergebnis einer fehlerhaften Reparatur der Zerstörungen ("passenger mutation"), die ursprünglich von der Strahlung angerichtet wurden. So ziemlich am Schlimmsten ist es wenn die Zellen nicht zerstört, sondern in ihrer Funktion betroffen werden. Dadurch können Krebsgene (Onkogen) oder Proteine eingeschaltet werden, die den Zellzyklus kontrollieren oder Zelltod (Apoptose) auslösen . Oder es kann sich eine Zelle bilden, die sich unkontrolliert teilt und zu einer Krebszelle wird (Tumorsuppressoren).
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| DNA-Teilung |
In der Diskussion zur Wirkung niedriger Strahlendosen von Atomanlagen auf die menschliche Gesundheit kommt immer wieder die Argumentation dass sich in Gegenden erhöhter natürlicher Strahlung ein derartiger Effekt zeigen müsste. Eine Formulierung aus der man schließen könnte dass dies nicht der Fall wäre. Dr. Alfred Körblein hat in Bayern wo es ausgeprägte Unterschiede in der Höhe der terrestrischen Gammastrahlung gibt jedoch eine Studie durchgeführt die genau diesen Zusammenhang zwischen Strahlendosis, Krebsrate und Säuglingssterblichkeit aufzeigt. Bei einer Erhöhung der Hintergrundstrahlung um 1 mSv/a erhöht sich die Krebsrate der Studie nach um 10%, die Säuglingssterblichkeit sogar um 21%.
Kosmische Strahlung, die bei durchschnittlich gerade mal 0,4 mSv/Jahr liegt, kann offenbar bei Astronauten Gedächtnisstörungen, Lernschwierigkeiten und plötzliche Ängste in Stresssituationen auslösen und den Alterungsprozess beschleunigen wie US-amerikanische Wissenschaftler bei Versuchen mit Ratten festgestellt haben.
Abhängig ist die Ausprägung der Schädigung durch ionisierende Strahlung auch von der Art der radioaktiven Strahlung und ob sie nur von außen auf den Körper wirkt oder durch inkorporierte radioaktive Substanzen direkt im Körper wirkt. Wie schädlich sich Strahlung auswirkt hängt auch von der Höhe, Dauer und Art der Strahlenexposition ab. Das hat dann wieder einen Einfluss auf die Gefährdung bestimmter Organe. Die Empfindlichkeit eines Organs oder Gewebesystems hängt von der Lebensdauer der Funktionszellen und der Größe der Stammzellenfraktion ab. Menschliches und tierisches Gewebe weist gegenüber ionisierender Strahlung eine unterschiedliche Strahlensensibilität auf.
Besonders empfindlich sind DNA und andere Bestandteile der Zellen in Darm, Knochenmark, Lunge, Leber, Nerven und Gehirn. Im Blut kann Strahlung zu Gerinnungsproblemen und damit zu unstillbaren inneren Blutungen führen. Werden weiße Blutkörperchen beschädigt droht der Verlust des kompletten Schutzes vor Entzündungen so dass ansonsten harmlose Bakterien zu Killern werden.
Haut und Schleimhaut haben zum Beispiel eine sehr hohe tägliche Zellaustauschrate. Wird der Nachschub aus den Stammzellen durch Strahlung ausgeschaltet geht innerhalb weniger Tage die gesamte Haut zugrunde. Bei Knochen bei denen der Austausch langsam vor sich geht kommt es dagegen erst nach vielen Monaten zu Strahlenschäden.
Unter Ärzten wird die Zunahme der Krebssterblichkeit auf 10% pro Sievert geschätzt. Das sind 2,5% pro 250 Millisievert. Die normale Krebssterblichkeit liegt in Deutschland bei etwa 25%. Bei einer Belastung von 250 Millisievert steigt das Risiko einer Krebserkrankung von 25% auf 27,5% um etwa 10% an
Die Folgen der radioaktiven Verstrahlung nehmen mit dem Abstand zur Katastrophe zu.
Bis zum 3 Lebensjahr haben Kinder kein Immunsystem das Schäden reparieren kann. Außerdem haben sie im Gegensatz zu Erwachsenen eine hohe Zellteilungsrate. Daher sind Kinder noch empfindlicher als Erwachsene gegen ionisierende Strahlung.Diabetes tritt vor allem wegen der Niedrigstahlung von Cäsium bei Kindern häufiger auf. Wenn es über die Nahrungskette in den Darm einer schwangeren Frau gelangt wird die Bauchspeicheldrüse der Kinder in den Entwicklung gestört. Die Bauchspeicheldrüse ist wiederum eines der sensibelsten Organe des Menschen und für die Produktion von Insulin zuständig.
Das Gehirn gehört nach der Geburt zu den Organen in denen es am häufigsten zu Zellteilungen kommt. Das führt das bei Strahlengeschädigten zu Nervosität und anderen diffusen Persönlichkeitsstörungen wie Konzentrationsschwäche.
In der ersten Generation sind strahlengeschädigte Ehepaare zu 30% ungewollt kinderlos. Die Schäden am Erbgut führen zu Frühaborten und Frühgeburten die zum Tode der Kinder, die noch nicht lebensfähig sind, führen.
Das Kontrastmittel Thorotrast, ein alpha-strahlendes Nuklid (angewendet in Deutschland seit 1890, in Japan seit 1930), führte dazu dass 25 bis 30% der Menschen 20 bis 30 Jahre später Krebs bekamen. Alpha-Strahlung verletzt nahe gelegene Zellen. Besonders betroffen ist das GEN "P53".
Nach Tschernobyl wurde 1991 in "Nature" behauptet dass es keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Strahlung und dem erhöhten Auftreten der Schilddrüsenkrebsfälle geben würde und zwar nur aus dem Grund weil es keine Daten aus der Zeit vor 1986 gegeben hat. Die statistische Signifikanz wurde jedoch etwa 20 Jahre später doch festgestellt als der Kurvenausschlag der 1986 begonnen hat wieder verschwunden ist.
Weiteres zum Thema habe ich auch schon unter Atomkraft und Krankheiten geschrieben.
Argumente der Atomlobby:
1. Natürliche Hintergrundstrahlung, z.B. durch Radon das sich vor allem in schlecht belüfteten Wohnungen ansammeln kann und damit auch eine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Das stabilste Radon-Isotop ist das Radon 222 mit einer Halbwertszeit von 3,8 Tagen.
Das ist nicht wirklich ein Argument für Atomenergie weil ja von vorneherein schon klar ist dass Radon nicht unschädlich ist. Es kann auch kein Argument dafür sein dass man die Hintergrundstrahlung weil es ja schon "natürliche Strahlung" gibt einfach künstlich erhöhen sollte. Außerdem wird Radon 222 zumindest teilweise wieder ausgeatmet und hat "nur" eine Halbwertszeit von 3,8 Tagen während selbst eines der kurzlebigsten Elemente die bei der Nutzung der Atomenergie entstehen, Jod 131, bereits eine Halbwertszeit von 8 Tagen hat und einmal in den Körper aufgenommen fast komplett auch in Organe eingebaut wird. Jod in die Schilddrüse, Cäsium in die Knochen .... Wenn man die kurze Halbwertszeit von Radon in Diskussionen erwähnt wird gleich auf die Spaltprodukte die danach entstehen verwiesen. Aber auch das ist nicht stichhaltig. Die Spaltprodukte von Jod, Cäsium ... sind nicht wirklich gesünder.
2. Die Anwendung ionisierender Strahlung bei Strahlentherapien die manche Menschen gesünder macht ist laut Atomlobby ein Zeichen dafür dass Strahlung nicht schadet.
Das ist natürlich völliger Unsinn. Diese Anwendungen sind speziell für die Krankheiten ausgerichtet. Das ist so ähnlich wie mit Tabletten bei denen Menschen die gesund sind auch krank werden und sterben können wenn sie ohne Grund eingenommen werden.
3. Ohne ionisierende Strahlung kann der Mensch nicht leben.
Mit mehr als unbedingt notwendig auch nicht. Siehe auch die Körblein Studie die einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Höhe der Niedrigstrahlung, Krebsrate und Säuglingssterblichkeit ergibt.
4. Kohlekraftwerke stoßen deutlich mehr radioaktive Stoffe aus als AKWs.
Jo, wenn beim AKW nix passiert stimmt das erst einmal. Bei Fukushima, Tschernobyl und Gundremmingen hätte es dagegen viele Kohlekraftwerke benötigt um radioaktive Emissionen dieser Größenordungen freizugeben. Ausserdem ist es mit dem Ausstoss bei Kohlekraftwerken in dem Moment vorbei wenn sie abgeschaltet werden, während dann bei Atomkraftwerken erst die Frage wohin man den mit dem radioaktiven Müll hin soll beginnt. Ausserdem wird nachdem die AKWs abgeschaltet sind daran gearbeitet dass auch die Kohlekraftwerke durch Erneuerbare Energien ersetzt werden. Es gibt heute schon Orte die Energieautark ohne Atom- und Kohlestrom sind.
5. In Fukushima ist bis jetzt [Mai 2011] kein Mensch an radioaktiver Strahlung gestorben.
Jo, das ist aber auch nicht zu erwarten. Atomkraft tötet langsam und schmerzhaft. Meist über Jahre und Jahrzehnte. Gestorben sind dort allerdings ganz sicher Menschen weil die Hilfsmannschaften wegen der hohen Radioaktivität in einem grossen Bogen um Fukushima herumgeleitet wurden und dadurch logischerweise Menschen in Not, bei denen es auf Stunden ankam, deshalb nicht helfen konnten. Pflegebedürftige Menschen wurden von den Betreuern alleine gelassen. Menschen ohne Strahlenzertifikat durften nicht in Notunterkünfte. Man ist teilweise erst Monate später in die Evakuierungszone mit Schutzanzügen einmarschiert um die Toten zu bergen. Man geht davon aus dass etwa 1 Million Tiere in dem Gebiet verhungert und verdurstet sind.
6. Aber Sternchen Sowieso und andere Hirnis liegen stundenlang in der Sonne und kriegt deshalb Krebs.
Wenn Sternchen Sowieso das tut gibt das trotzdem niemandem das Recht, mir eine extra Strahlendosis zu verpassen. Siehe auch die Körblein Studie die einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Höhe der Niedrigstrahlung, Krebsrate und Säuglingssterblichkeit ergibt.
7. Aber der Reparaturmechanismus des Körpers repariert das alles wieder.
Tut er nicht. Er repariert wie bei der natürlichen Strahlung auch einen Teil aber eben nicht alles. Siehe auch die Körblein Studie die einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Höhe der Niedrigstrahlung, Krebsrate und Säuglingssterblichkeit ergibt.
8. Aber die Chemieindustrie und ... machen weit gefährlicheren Müll und verbuddeln ihn auch einfach wo sie wollen.
Über das gefährlicher kann man sich streiten. Um Tschernobyl herum gibt es nach Aussage von Ärzten kein einziges Kind mehr ohne Genschaden, um Gundremmingen hat offenbar die Lebenserwartung um 2 bis 2,5 Jahre abgenommen, die Häufigkeit der Missbildungen ist fast doppelt so hoch wie im Landesdurchschnitt und die Krebsrate ist signifikant erhöht. Im Übrigen sollten normalerweise bereits kleine Kinder lernen dass man nicht auf andere zeigt um seine Untaten zu rechtfertigen. Wenn ein anderer einen Menschen tötet darf man das trotzdem nicht nachmachen. Außerdem haben nur wenige etwas dagegen wenn man auch gegen diese Untaten angeht.
9. Durch Erderwärmung sterben mehr Menschen als durch Kernkraftwerke.
Was das miteinander zu tun haben soll ist mir etwas schleierhaft. Die Fakten sind jedoch folgende. Die weltweit 400 Atomreaktoren liefern gerade mal etwa 6% des Stroms und sparen dabei maximal 1 bis 2 % CO2 ein. Statistisch gesehen kommt es aber bereits alle 25 Jahre zu einem Super-GAU was bedeutet dass im Umkreis von Tschernobyl heute kein einziges Kind mehr ohne GEN-Schäden lebt wobei nicht abzusehen ist was das ausmacht wenn sich diese Schäden über mehrere Generationen aufsummieren.
10. Strahlung ist gesund wie man daran sieht dass die Lebenserwartung durch Röntgen, Tracersubstanzen, Bestrahlung angestiegen ist:
Man siehts: 13. September 1987. In Brasilien in Goiânia dringen zwei Diebe, Wagner Mota und Roberto Santos Alves in eine verlassene Klinik ein und stehlen ein seit 2 Jahren ausgedientes Strahlentherapiegerät weil sie das Metall für wertvoll halten. Als Folge starben 4 Menschen. Maria Gabriela Ferreira, 5,4 Gray, 2 Gehilfen eines Schrotthändlers 4,5 und 5,3 Gray, Leide Alves Ferreira. Der Schrotthändler Devair Alves Ferreira überlebte eine Strahlendosis von 7,0 Gray. Teile der Stadt sind für lange Zeit radioaktiv belastet.
11. Es sind mehr Menschen an "Bla bla bla" gestorben als an dem AKW Unfall von Fukushima:
Wie viele Menschen wegen der Katastrophe von Fukushima bis jetzt (Anfang Juni 2011) ums Leben gekommen sind wird man nie wissen. Fakt sind jedoch dass die Rettungskräfte wegen der hohen Radioaktivität einen großen Bogen um Fukushima machen mussten und deshalb sicher schon nicht wenige Menschen wegen der ausgebliebenen Hilfe sterben mussten. Des weiteren wurden Menschen ohne Strahlenzertifikate von Notunterkünften abgewiesen und auch da kann es den Einen oder Anderen Toten gegeben haben. In der Sperrzone wurden hilflose Menschen die auf Pflege angewiesen und nicht weg transportiert werden konnten alleine zurückgelassen wurden.
Die vorhandene Hintergrundstrahlung ist schon ungesund genug. Man braucht sie nicht noch künstlich durch Atomkraftwerke weiter anzuheben um das Leben der Menschen zu verkürzen.
4. Juli 2011. Laut dem japanischen Strahlenexperten Shuntaro Hita besteht die größte Lüge der Atomindustrie darin, mit den Grenzwerten vermeintliche Sicherheiten zu schaffen. Die äußere Strahlenbelastung ist seiner Aussage nach nicht das große Problem. Bei den radioaktiven Partikeln die sich im Innern des menschlichen Körpers ansammeln spielt die Menge kaum eine Rolle.
Nach den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki war den Japanern von den USA verboten worden offen über die Gefahren und das Leid welches die Atombomben verursacht haben zu sprechen. Shuntaro Hita ist der Überzeugung dass sich bei vielen Strahlenopfern in den nächsten 20 bis 40 Jahren Krebs entwickelt hat. Weniger bekannt ist dass viele Menschen keinen Lebenswillen mehr gehabt haben. Ein weiteres Problem war die Diskriminierung der Strahlenopfer (Hibakusha) die selbst jetzt nach der dritten Generation immer noch Probleme macht.
3. September 2012. Mutierte Schmetterlinge beweisen nach Fukushima dass die Aussage der Atomindustrie von wegen "Niedigstrahlung ist harmlos" eine Lüge ist. Das Helmholz-Zentrum welches ASSE zu verantworten hat und das Bfs bestreiten die Vorwürfe weiterhin.
27. Mai 2011. Ionisierende Strahlung hat laut einer Studie von Hagen Scherb und Kristina Voigt vom Helmholtz-Zentrum München Einfluss auf das Geschlechterverhältniss. Ob es mehr männliche Babys oder weniger weibliche Babys gibt ist allerdings noch unklar.
Bilder aus Wikimedia Commons
Aufbau einer Nervenzelle, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, Urheber: Quasar Jarosz at English Wikipedia
Ausschnitt aus der DNA, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, Urheber: Michael Ströck (mstroeck)
DNA-Teilung, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, Urheber: Madprime (original), Woudloper (rotated image)
Quellen
14.12.2016, Sueddeutsche, Gesundheit, Beim Röntgen Nutzen und Risiken abwägen
04.09.2012, taz, Gefahren radioaktiver Niedrigstrahlung, Die späte Wahrheit
03.09.2012, taz, Verstrahlte Schmetterlinge, Mutanten aus Fukushima
05.09.2011, Telepolis, "Nur Menschen, die unglücklich sind und zu wenig lachen, sind von Radioaktivität bedroht"
05.08.2011, Spiegel, FUKUSHIMA, „Es herrscht Strahlenphobie“
07.06.2011, taz, Medikamente für Japan, "Preußischblau" gegen den Strahlentod
27.05.2011, Focus, Ionisierende Strahlung, Einfluss auf die Geburtenstatistik
05.05.2011, taz, WHO-Chefin gibt es erstmals zu, Radioaktive Strahlung immer gefährlich
26.04.2011, n-tv, Region Gomel, Leben mit einem Monster
26.04.2011, Tagesschau, Interview 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe, "Tschernobyl wütet in den Genen"
01.04.2011, Technology Review, „Es ist das Ergebnis einer fehlerhaften Reparatur“
16.03.2011, Karl Weiss, NUR EIN BISSCHEN HARMLOSE RADIOAKTIVITÄT?
27.09.2006, RP Online, Gefahr für die Raumfahrt? Angst im All: Kosmische Strahlung schädigt Astronauten-Gehirne
Wikipedia, Strahlenkrankheit
4. Juli 2011. Laut dem japanischen Strahlenexperten Shuntaro Hita besteht die größte Lüge der Atomindustrie darin, mit den Grenzwerten vermeintliche Sicherheiten zu schaffen. Die äußere Strahlenbelastung ist seiner Aussage nach nicht das große Problem. Bei den radioaktiven Partikeln die sich im Innern des menschlichen Körpers ansammeln spielt die Menge kaum eine Rolle.
Nach den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki war den Japanern von den USA verboten worden offen über die Gefahren und das Leid welches die Atombomben verursacht haben zu sprechen. Shuntaro Hita ist der Überzeugung dass sich bei vielen Strahlenopfern in den nächsten 20 bis 40 Jahren Krebs entwickelt hat. Weniger bekannt ist dass viele Menschen keinen Lebenswillen mehr gehabt haben. Ein weiteres Problem war die Diskriminierung der Strahlenopfer (Hibakusha) die selbst jetzt nach der dritten Generation immer noch Probleme macht.
3. September 2012. Mutierte Schmetterlinge beweisen nach Fukushima dass die Aussage der Atomindustrie von wegen "Niedigstrahlung ist harmlos" eine Lüge ist. Das Helmholz-Zentrum welches ASSE zu verantworten hat und das Bfs bestreiten die Vorwürfe weiterhin.
27. Mai 2011. Ionisierende Strahlung hat laut einer Studie von Hagen Scherb und Kristina Voigt vom Helmholtz-Zentrum München Einfluss auf das Geschlechterverhältniss. Ob es mehr männliche Babys oder weniger weibliche Babys gibt ist allerdings noch unklar.
Bilder aus Wikimedia Commons
Aufbau einer Nervenzelle, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, Urheber: Quasar Jarosz at English Wikipedia
Ausschnitt aus der DNA, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, Urheber: Michael Ströck (mstroeck)
DNA-Teilung, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, Urheber: Madprime (original), Woudloper (rotated image)
Quellen
14.12.2016, Sueddeutsche, Gesundheit, Beim Röntgen Nutzen und Risiken abwägen
04.09.2012, taz, Gefahren radioaktiver Niedrigstrahlung, Die späte Wahrheit
03.09.2012, taz, Verstrahlte Schmetterlinge, Mutanten aus Fukushima
05.09.2011, Telepolis, "Nur Menschen, die unglücklich sind und zu wenig lachen, sind von Radioaktivität bedroht"
05.08.2011, Spiegel, FUKUSHIMA, „Es herrscht Strahlenphobie“
07.06.2011, taz, Medikamente für Japan, "Preußischblau" gegen den Strahlentod
27.05.2011, Focus, Ionisierende Strahlung, Einfluss auf die Geburtenstatistik
05.05.2011, taz, WHO-Chefin gibt es erstmals zu, Radioaktive Strahlung immer gefährlich
26.04.2011, n-tv, Region Gomel, Leben mit einem Monster
26.04.2011, Tagesschau, Interview 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe, "Tschernobyl wütet in den Genen"
01.04.2011, Technology Review, „Es ist das Ergebnis einer fehlerhaften Reparatur“
16.03.2011, Karl Weiss, NUR EIN BISSCHEN HARMLOSE RADIOAKTIVITÄT?
27.09.2006, RP Online, Gefahr für die Raumfahrt? Angst im All: Kosmische Strahlung schädigt Astronauten-Gehirne
Wikipedia, Strahlenkrankheit

