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| Wildpoldsried |
Die Gemeinde Wildpoldsried liegt im schwäbischen Landkreis Oberallgäu. Sie hat 2519 Einwohner (31.12.2011) und verfügt über eine Fläche von 21,4 Quadratkilometern.
In den Ökologischen Umbau der Gemeinde wurden bereits seit Anfang der 1990er Jahre mehr als 24,5 Mio. Euro investiert. Damit wurden kleine Wasserkraftwerke, 11 Windkraftanlagen, 26.400 Quadratmeter Photovoltaikanlagen und Solarthermien (ab 2002), Pelletsheizungen und 5 Biogasanlagen errichtet. Daneben wurden Passivhäuser gebaut und einige Bürger heizen mit Erdwärme. Zwischenzeitlich poduziert das Dorf dreimal so viel Strom, wie es verbraucht.
Seit August 2012 ist Wildpoldsried Windstützpunkt Bayern, auch wenn das vom Bayrischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz nicht mehr aktiv kommuniziert wird und in der aktuelle Webpräsenz nicht mehr auffindbar ist.
Seit August 2012 ist Wildpoldsried Windstützpunkt Bayern, auch wenn das vom Bayrischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz nicht mehr aktiv kommuniziert wird und in der aktuelle Webpräsenz nicht mehr auffindbar ist.
Geschichte
Ab Anfang 1990er Jahre. In den ökologischen Umbau der Gemeinde werden mehr als mehr als 24,5 Mio. Euro investiert.
1999. Unter dem Motto "Wildpoldsried-innovativ -richtungsweisend (WIR)" wird begonnen gemeinsam mit den Bürgern ein ökologisches Profil zu entwickeln. Eines der Ziele besteht darin, die im Gemeindegebiet benötigte Energie regenerativ zu produzieren.
2000. In Wildpoldsried werden die ersten Bürgerwindkraftanlagen errichtet. Wildpoldsrieder Bürger erhalten jeweils die Möglichkeit, sich mit Eigenkapital an den jeweils für die Projekte gegründeten Gesellschaften zu beteiligen.
April 2011. Von Siemens, dem Allgäuer Überlandwerk Kempten, der RWTH Aachen und der Hochschule Kempten wird das auf zwei Jahre angelegte Pilotprojekt "Irene", ein "Smart Grid" zur Integration von Erneuerbarer Energie und Elektromobilität gestartet.
Ab August 2012. Wildpoldsried ist Windstützpunkt Bayern.
Dezember 2013. "Irene" wird abgeschlossen. Das Projekt kommt zum Ergebnis, dass "Elektrofahrzeuge in vergleichbaren Netzen mit der in 2020 für Deutschland erwarteten bzw. gewünschten Dichte ohne weiteren Netzausbau betrieben werden" können. Die ursprünglich geplante Nutzung der Batterien von E-Mobilen als Stromspeicher wird nicht mehr erwähnt. Auch hat sich bei dem im Modellprojekt realisierten Smart Grid gezeigt, dass eine Smart Meter-Infrastruktur dafür nicht nötig ist.
1. Juli 2014. Das Nachfolgeprojekt IREN2 startet und umfasst neben den Kooperationspartnern des Vorläufers Irene zusätzlich die Partner AllgäuNetz und IDKOM. In diesem Projekt geht es um den Aufbau und den Betrieb eines Microgrids oder zellulären Netzes sowohl in Verbindung mit dem überlagerten Netz als auch durch Abkopplung einzelner Netzabschnitte vom überlagerten Netz.
Eines der Ergebnisse des inzwischen abgeschlossenen Projektes ist die Erkenntnis, dass es möglich ist, ein Inselnetz nur mithilfe erneuerbarer Energieerzeugung zu betreiben. Es handelt sich nach vorliegenden Informationen dabei um den ersten Microgrid-Test außerhalb einer Laborumgebung mit realen Kundenanschlüssen.
Das Projekt zeigt zudem, dass Microgrids als Inselnetze die Versorgungssicherheit erhöhen können und mit minimalen Anpassungen der Netz- und Personenschutz auch für Inselnetze gewährleistet werden können. Es zeigt auch, dass ein stabiler Inselnetz-Betrieb auch ohne rotierende Massen möglich ist. Was bislang fehlt ist einerseits die Regelung einer regulierungskonformen Integration von Netzbetriebsführung und Energiemarkt für den Betrieb von netzgekoppelten Microgrids und Verfügbarkeit Hersteller-übergreifend standardisierte Produkte und Lösungen. Auch die Verfügbarkeit einer flächendeckenden, sicheren und robusten IKT zählt noch zu den Herausforderungen für den Aufbau und den Betrieb von Microgrids.
2015. Mit den beiden erbauten Enercon-Anlagen des Typs E-115 ( "Albratsmoos" und "In der Höll Nord") der WildKraft GmbH & Co.KG, an der auch der regionale Energieversorger Allgäuer Überlandwerk GmbH beteiligt ist, werden die ersten interkommunalen Anlagen realisiert.
2016. Der gesamte Netzbezug der Gemeinde Wildpoldsried beträgt in diesem Jahr 6.294.000 kWh. Regenerativ erzeugt werden im Gemeindegebiet 43.300.000 kWh Strom.
2017. Die neun Anlagen auf Wildpoldsrieder Gemarkung produzieren insgesamt 36.670.351 kWh Strom.
Ab August 2012. Wildpoldsried ist Windstützpunkt Bayern.
Dezember 2013. "Irene" wird abgeschlossen. Das Projekt kommt zum Ergebnis, dass "Elektrofahrzeuge in vergleichbaren Netzen mit der in 2020 für Deutschland erwarteten bzw. gewünschten Dichte ohne weiteren Netzausbau betrieben werden" können. Die ursprünglich geplante Nutzung der Batterien von E-Mobilen als Stromspeicher wird nicht mehr erwähnt. Auch hat sich bei dem im Modellprojekt realisierten Smart Grid gezeigt, dass eine Smart Meter-Infrastruktur dafür nicht nötig ist.
1. Juli 2014. Das Nachfolgeprojekt IREN2 startet und umfasst neben den Kooperationspartnern des Vorläufers Irene zusätzlich die Partner AllgäuNetz und IDKOM. In diesem Projekt geht es um den Aufbau und den Betrieb eines Microgrids oder zellulären Netzes sowohl in Verbindung mit dem überlagerten Netz als auch durch Abkopplung einzelner Netzabschnitte vom überlagerten Netz.
Eines der Ergebnisse des inzwischen abgeschlossenen Projektes ist die Erkenntnis, dass es möglich ist, ein Inselnetz nur mithilfe erneuerbarer Energieerzeugung zu betreiben. Es handelt sich nach vorliegenden Informationen dabei um den ersten Microgrid-Test außerhalb einer Laborumgebung mit realen Kundenanschlüssen.
Das Projekt zeigt zudem, dass Microgrids als Inselnetze die Versorgungssicherheit erhöhen können und mit minimalen Anpassungen der Netz- und Personenschutz auch für Inselnetze gewährleistet werden können. Es zeigt auch, dass ein stabiler Inselnetz-Betrieb auch ohne rotierende Massen möglich ist. Was bislang fehlt ist einerseits die Regelung einer regulierungskonformen Integration von Netzbetriebsführung und Energiemarkt für den Betrieb von netzgekoppelten Microgrids und Verfügbarkeit Hersteller-übergreifend standardisierte Produkte und Lösungen. Auch die Verfügbarkeit einer flächendeckenden, sicheren und robusten IKT zählt noch zu den Herausforderungen für den Aufbau und den Betrieb von Microgrids.
2015. Mit den beiden erbauten Enercon-Anlagen des Typs E-115 ( "Albratsmoos" und "In der Höll Nord") der WildKraft GmbH & Co.KG, an der auch der regionale Energieversorger Allgäuer Überlandwerk GmbH beteiligt ist, werden die ersten interkommunalen Anlagen realisiert.
2016. Der gesamte Netzbezug der Gemeinde Wildpoldsried beträgt in diesem Jahr 6.294.000 kWh. Regenerativ erzeugt werden im Gemeindegebiet 43.300.000 kWh Strom.
2017. Die neun Anlagen auf Wildpoldsrieder Gemarkung produzieren insgesamt 36.670.351 kWh Strom.
Weitere Kommentare bei Garnix zum Thema
Wildpoldsried, Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder später, Urheber: Richard Mayer
Quellen
26.05.2018, Telepolis, Von der Windkraft zum Microgrid
03.08.2012, Neue Zürcher Zeitung, Regenerative Energiewende, Ein Dort im Allgäu schafft die Energiewende
02.07.2012, ZDNET, Das Dorf Wildpoldsried lebt die Zukunft im Smart Grid vor
RWTH-Aachen, Irene2, Wildpoldsried - Das Energiedorf
Wildpoldsried, Homepage
Wildpoldsried, Homepage, Energiedorf
Wikipedia, Wildpoldsried
