Montag, 23. August 2010

Energieautarkes Städtchen Güssing

 
Das Städtchen Güssing mit 3742 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2010) liegt in Österreich und ist die Bezirkshauptstadt des Bezirks Güssing (Wikipedia, Güssing).

Anfang der 1990er Jahre wurde unter dem Bürgermeister Peter Vadasz ein Energiekonzept zur unabhängigen und nachhaltigen Energiegewinnung entwickelt. Mit Fördergeldern der EU wurde das "Europäische Zentrum für erneuerbare Energie Güssing" (EEE) gegründet um Arbeitsplätze in der Region zu schaffen und den Kaufkraftabfluss durch Energieimporte zu bremsen.
Mit Holzvergasung wurde in den vergangenen Jahren auf der Basis erneuerbarer Energieträger Strom und Wärme im Wert von 20 Millionen Euro selbst hergestellt. Das Kraftwerk mit Holzvergasung in Güsing beinhaltet eine Versuchsanlage die mittels Fischer-Trops-Synthese (Wikipedia) aus dem Produktgas einen dieselähnlichen Biokraftstoff erzeugt.

2006. In Deutschland im Landkreis Göttingen erzeugt das Örtchen Jühnde seinen Energiebedarf komplett mit Bioenergie von Äckern und Gülle (Wikipedia).
2005 erzeugte Güssing mit 57,5 GWh bereits weit mehr Wärme und mit 14 GWh mehr Strom aus nachwachsenden Rohstoffen als durch die Stadt selbst benötigt werden.

11.01.2004. Die Stadt Güssing hat ihr Energiesystem völlig auf heimische und erneuerbare Energieträger umstellt und wurde damit von einer der ärmsten Regionen Österreichs zur Ökomusterstadt (Oekonews).

2001. Das Biomassekraftwerk nimmt in Güssing den Betrieb auf. Dabei kommt ein kombiniertes Holzvergasungs/Verbrennungsverfahren zum Einsatz. Aus 1760 kg Holz / Stunde entstehen so 2000 kW Strom und 4500 kW Fernwärme.

1996. In Güssing entsteht das Europäische Zentrum für Erneuerbare Energien (EEE) mit dem Ziel Güssing zu einem Mekka der erneuerbaren Energien zu verwandeln (Europäische Zentrum für Erneuerbare Energien).

Vor 1991. Güssing gibt jährlich 8 Millionen Euro für fossile Energieträger aus.

Artikel zum Thema Energie im Nixblog

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