Sonntag, 8. April 2018

Michelle Müntefering

Herne
Die deutsche Journalistin und Politikerin Michelle-Jasmin Müntefering (geb. Schumann) wurde am 9. April 1980 in Herne geboren.

Sie gehört der politischen Partei Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) an. Seit dem 14. März 2018 ist sie Staatsministerin (parlamentarische Staatssekretärin) beim Bundesminister des Auswärtigen.

Michelle Müntefering ist Mitglied in der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt. Des Weiteren ist sie  Vorsitzende des Kuratoriums der Deutschen Orient-Stiftung, Berlin.

Sie ist mit dem Ex-Bundestagsabgeordneten, Ex-SPD-Vorsitzenden und Ex-Vizekanzler Franz Müntefering verheiratet.

Leben

9. April 1980. Michelle-Jasmin Schumann wird in Herne geboren.

1997 bis 1998. Während ihrer Schulzeit an der Hiberniaschule in Herne absolviert Michelle Müntefering von  eine im Konzept der Schule mögliche Ausbildung mit Abschluss zur Kinderpflegerin.

2000. Sie macht ihr Abitur. Daraufhin folgt ein Praktikum in einer Lokalredaktion und in einer Nachrichten- und Presseagentur.

2002. Sie wird in Herne mit 22 Jahren zur stellvertretenden Parteivorsitzenden des SPD-Unterbezirks Herne.

2002 bis 2007. Sie beginnt ein Journalismus-Studium mit dem Schwerpunkt Wirtschaft  das sie mit dem akademischen Grad Bachelor of Arts beendet.

2004. Sie wird als jüngstes Mitglied in den Landesvorstand der SPD Nordrhein-Westfalen gewählt. Im gleichen Jahr kandidiert sie erstmals für den Rat der Stadt, wird zur ehrenamtlichen Stadtverordneten gewählt und übt diese Funktion bis September 2013 aus.

2007. Sie arbeitet freiberuflich in der Medienarbeit.

2008 bis 2009. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Bundestag.

2008 bis 2010. Sie absolviert ein Volontariat bei der Vorwärts-Verlagsgesellschaft in Berlin.

Ab 2010. Sie ist freie Journalistin.

2012. Im seit 1961 von der SPD gehaltenen Bundestagswahlkreis Herne – Bochum II von ihrer Partei wird sie als Kandidatin für die Bundestagswahl 2013 nominiert. In einer Kampfabstimmung setzt sie sich mit 77:55 Stimmen gegen die Herner Stadtverordnete Anke Hildenbrand durch. Ein dritter Kandidat, der vorwärts-Chefredakteur Uwe Knüpfer, hat seine Kandidatur nach einem schlechten Ergebnis in einer Vorabstimmung im Unterbezirk Herne zurückgezogen.

22. September 2013. Sie wird als Nachfolgerin von Gerd Bollmann, mit Direktmandat (48,88 %) zum Mitglied des Deutschen Bundestages gewählt.

In der 18. Wahlperiode ist Michelle Müntefering im Deutschen Bundestag ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik.und (mindestens stellvertretendes) Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz und weiteren Ausschüssen.

Außerdem ist sie Vorsitzende der Parlamentariergruppe Deutschland-Türkei im Deutschen Bundestag.

Ab Juni 2015. Sie ist Vizepräsidentin der Deutsch-Türkischen Gesellschaft e. V. Berlin und Mitglied im European Council on Foreign Relations (ECFR). 

21./22. August 2017. In der Nacht werden Brandanschläge auf Münteferings Privat- und ein SPD-Wahlkampfauto vor ihrem Haus verübt. Zwei schwarz gekleidete Männer, einer mit Sturmhaube, laufen vom Tatort weg. Die Polizei setzt auch einen Hubschrauber und einen Hundeführer ein um Täter zu finden. Die Ermittlungen übernimmt der Staatsschutz.

24. September 2017. Bei der Bundestagswahl verliert die SPD 5,2 Prozent der Stimmen und erreicht nur noch 20,5 Prozent. Ein Rekordtief seit 1949. Die CDU verliert 8,6 Prozent und erreicht nur noch 32,9 Prozent. Die CSU kommt in Bayern nur auf 38,8 Prozent. Die SEHR GUTE Die PARTEI erreicht 0,97 Prozent. Neu in den Bundestag kommt die AfD mit 12,6 Prozent.

Müntefering gewinnt das Direktmandat für den Bundestagswahlkreis Herne – Bochum II.

Ab 14. März 2018. Müntefering ist Staatsministerin beim Kabinett Merkel IV im Auswärtigen Amt.

Bilder aus Wikimedia Commons
Herne, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic, Urheber: Arnoldius

Quellen