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| Simone Lange |
Die deutsche Politikerin Simone Lange wurde am 24. Oktober 1976 in Rudolstadt geboren.
Lange gehört der politischen Partei Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) an.
Im April 2018 kandidierte sie für das Amt der Bundesvorsitzenden der SPD.
Sie ist ehemalige Abgeordnete im Landtag von Schleswig-Holstein und seit dem 15. Januar 2017 Oberbürgermeisterin von Flensburg.
Sie ist getrennt lebende Mutter zweier schulpflichtiger Töchter. Über ihren Partner kam sie mit der dänischen Volksgruppe in Südschleswig in Kontakt, die Kinder gehen auf eine örtliche dänische Schule.
Leben
24. Oktober 1976. Simone Lange wird im thüringischen Rudolstadt (Kreisstadt im Bezirk Gera (DDR)) geboren und wächst dort auf.
1995. Sie macht ihr Abitur am Gymnasium Fridericianum.
1995 bis 1998. Sie studiert an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz und macht einen Abschluss als Diplom-Verwaltungswirtin (FH) im Fachbereich Polizei.
1999 bis 2012. Sie ist als Sachbearbeiterin bei der Kriminalpolizei in Flensburg beschäftigt.
2003. Sie tritt in die SPD ein und bekleidet in Flensburg verschiedene Parteiämter.
2005 bis 2007. Nach eigenen Angaben studierte sie Allgemeines Management.
2008 bis 2012. Sie ist im Rat der Stadt Flensburg und dort Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses.
2012. Vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein nominiert die SPD sie im Landtagswahlkreis Flensburg als Direktkandidatin.
6. Mai 2012. Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstrein erhält sie 34,2 % der abgegebenen Stimmen und damit 8,9 Prozentpunkte mehr als die bisherige Wahlkreisabgeordnete Susanne Herold (CDU), die nur 25,3 % erhält. Damit zieht Simone Lange in den Landtag von Schleswig-Holstein ein.
In der SPD-Landtagsfraktion nimmt sie die Funktionen der Polizeipolitischen Sprecherin und der Sprecherin für Gleichstellungspolitik wahr. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Innen- und Rechtsausschusses des Landtags und stellvertretendes Mitglied im Sozial- und Gesundheitsausschuss. In ihrer politischen Laufbahn setzt sie sich unter anderem für die Kennzeichnungspflicht von Polizeibeamten und für die Einführung eines Polizeibeauftragten ein.
2013 bis 2016. Sie ist Kreisvorsitzende der SPD Flensburg.
28. Juli 2015. Es wird bekanntgegeben, dass Lange bei der Wahl des Flensburger Oberbürgermeisters im Jahr 2016 gegen Amtsinhaber Simon Faber (SSW) antreten wird.
5. Juni 2016. Bei der Oberbürgermeisterwahl unterstützen sie neben ihrer eigenen Partei auch die CDU und das Bündnis 90/Die Grünen. Lange erhält im ersten Wahlgang 51,4 Prozent der Stimmen. Der bis zum 15. Januar 2017 amtierende Oberbürgermeister Faber (SSW) erhält 22,8 Prozent der Stimmen.
November 2016. Lange legt wegen der bevorstehenden Vereidigung als Oberbürgermeisterin von Flensburg ihr Landtagsmandat nieder.
15. Januar 2017. Sie leistet ihren Amtseid und tritt ihr Amt als Oberbürgermeisterin an.
12. Februar 2018. Lange gibt ihre Kandidatur für den Bundesvorsitz der SPD bekannt. Sie tritt gegen Andrea Nahles an und erklärt: „Ich werbe für eine Basiskandidatur und möchte den Mitgliedern wieder eine Stimme geben und sie an diesem Entscheidungsprozess ernsthaft beteiligen“.
20. Februar 2018. Simone Lange verbindet ihre Bewerbung um den Bundesvorsitz mit einem Votum gegen die GroKo, einem Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD: „Ich glaube, der Geist des Koalitionsvertrages ist weder gut für das Land noch für die SPD. […] Ich werde beim Entscheid gegen den Vertrag und damit auch gegen die Große Koalition stimmen.“ Sie begründet: „Ich finde auf den 180 Seiten zu viel Unverbindlichkeit. In dieser Vereinbarung stehen zu oft die Wörter ‚wollen’ und ‚beabsichtigen’ statt ‚werde’.“ Und: „Wir leben in einer Zeit, in der die Armut in Deutschland so groß ist wie noch nie. Und da hat die Sozialdemokratie ihre Aufgabe. Der Koalitionsvertrag, der uns jetzt vorliegt, ist keine Abkehr von der Agenda-Politik. Es gibt noch einen zweiten Grund: Ich befürchte, dass das Erstarken der AfD damit dann auch vorgezeichnet ist.“
2. März 2018. Simone Lange gibt bekannt, dass sie die in der SPD-Satzung vorgeschriebene Unterstützung von mindestens drei Ortsvereinen besitze und damit offiziell für den Parteivorsitz kandidieren könne. Sie fordert ein neues Grundsatzprogramm für die SPD und äußert sich zu der unter Kanzler Gerhard Schröder beschlossenen Hartz-IV-Gesetzgebung mit „Wer Fehler macht, muss sich dafür entschuldigen. Das müssen wir auch.“
2. März 2018. Simone Lange gibt bekannt, dass sie die in der SPD-Satzung vorgeschriebene Unterstützung von mindestens drei Ortsvereinen besitze und damit offiziell für den Parteivorsitz kandidieren könne. Sie fordert ein neues Grundsatzprogramm für die SPD und äußert sich zu der unter Kanzler Gerhard Schröder beschlossenen Hartz-IV-Gesetzgebung mit „Wer Fehler macht, muss sich dafür entschuldigen. Das müssen wir auch.“
Ende März 2018. Führende Politiker der SPD wie Hubertus Heil (Bundesarbeitsminister), Michael Müller (Regierender Bürgermeister von Berlin) und Malu Dreyer (Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz) schlagen ein sogenanntes solidarisches Grundeinkommen vor das angeblich Hartz 4 ablösen soll. Dabei handelt es sich um eine bewusste Wählertäuschung. Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen hat dieser Begriff nichts zu tun. Unter anderem Hausmeister und Ernährungsberater sollen zum Mindestlohn beschäftigt werden. Es handelt sich also wieder einmal um Lohndumping.
Olaf Scholz (Kommissarischer Vorsitzender der SPD und Vizekanzler) beharrt dagegen ebenso wie Detlef Scheele (Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit) auf Hartz IV: Es sei nicht die Zeit für eine Grundsatzdiskussion über das Für und Wider des gesamten Systems. „Ich glaube nicht, dass das dem einzelnen Arbeitslosen weiterhilft“
Lange reagiert empört auf die Intervention von Scholz. „Ich erwarte von einem Parteivorsitzenden, das ist er aktuell ja noch, dass wir über dieses Thema offen diskutieren“, sagt sie. „Es ist ein fataler Fehler, das so abzuwürgen.“ Man müsse frei über eine grundlegende Reform der Sozialgesetzgebung reden.
22. April 2018. Auf dem außerordentlichen Parteitag in Wiesbaden unterliegt Lange Nahles mit 172 von 631 abgegebenen Stimmen, was einem Anteil von 27,6 Prozent entspricht.
22. April 2018. Auf dem außerordentlichen Parteitag in Wiesbaden unterliegt Lange Nahles mit 172 von 631 abgegebenen Stimmen, was einem Anteil von 27,6 Prozent entspricht.
Bilder aus Wikimedia Commons
Simone Lange, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany, Urheber: Sven Teschke
Quellen
