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| Annette Widmann-Mauz |
Die deutsche Politikerin Annette Widmann-Mauz (geb. Widmann) wurde am 13. Juni 1966 in Tübingen geboren.
Sie gehört der politischen Partei Christlich Demokratische Union (CDU) an.
Seit 14. März 2018 ist sie Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration im Kanzleramt im Kabinett Merkel IV.
Zuvor war sie seit 2009 parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit im Kabinett Merkel II und Kabinett Merkel III.
Sie gehört seit 1998 dem Deutschen Bundestag an und wurde seit 2002 ununterbrochen im Bundestagswahlkreis Tübingen direkt gewählt. Seit 2015 ist sie Vorsitzende der Frauen-Union.
Widmann-Mauz ist Schirmherrin folgender Organisationen
- Initiative Kinder brauchen Frieden e. V., Hechingen
- Arche Noah – Förderverein Betreutes Wohnen dauerbeatmeter Kinder e. V., Tübingen
- Bundesverband Niere e. V., Berlin
- ZERVITA e. V., Tübingen
Sie ist Mitglied folgender Organisationen
- Irma-West-Gemeinschaft e. V., Hechingen
- Förderverein Schwäbischer Dialekt e. V., Tübingen
- Eugen-Bolz-Stiftung e. V., Rottenburg
- donum vitae e. V., Bonn
- Ein Hospiz für Tübingen
Widmann-Mauz ist katholisch und verheiratet.
Leben
13. Juni 1966. Annette Widmann wird in Tübingen geboren.
Nach dem Abitur am Gymnasium Balingen studiert Annette Widmann-Mauz acht Jahre lang Politik- und Rechtswissenschaften an der Eberhard Karls Universität Tübingen, macht aber keinen Abschluss.
1984. Annette Widmann-Mauz wird Mitglied der Jungen Union (JU) und der CDU.
1985 bis 1989. Sie gehört sie dem JU-Landesvorstand in Baden-Württemberg an.
1985 bis 2005. Sie ist Mitglied des CDU-Kreisverbandes Zollernalb.
Ab 1986. Sie ist stellvertretende Landesvorsitzende der JU in Baden-Württemberg.
Ab 1991. Sie gehört dem Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg an.
1993 bis 1998. Sie ist studentische Mitarbeiterin am Projekt European Studies Program (ESP) der Universität Tübingen.
1993 bis 2005. Sie ist stellvertretende Vorsitzende im Vorstand des CDU-Kreisverbandes Zollernalb.
Ab 1995. Sie ist Landesvorsitzende der Frauen Union in Baden-Württemberg.
1998. Bei den Bundestagswahlen wird sie über die Landesliste Baden-Württemberg in den Deutschen Bundestages gewählt.
1999 bis 2009. Widmann-Mauz gehört dem Kreistag des Zollernalbkreises an.
Ab 1999. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des CDU-Bundesfachausschusses Frauenpolitik.
Ab 2000. Sie gehört dem Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an.
2000 bis 2005. Sie ist Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag.
2001 bis 2002. Sie ist Fraktionsbeauftragte für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.
2002. Sie zieht als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Tübingen in den Bundestag ein.
Ab 2002. Annette Widmann-Mauz ist gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Ab 2003. Sie ist stellvertretende CDU-Landesvorsitzende.
Ab 29. November 2005. Sie ist Vorsitzende der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion..
August 2008. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, dass Annette Widmann-Mauz zusammen mit weiteren Bundestagsabgeordneten, namentlich Martina Bunge (Die Linke) als Delegationsleiterin, Hubert Hüppe (CDU), Carola Reimann (SPD), Margrit Spielmann (SPD), Konrad Schily (FDP) und Birgitt Bender (Bündnis 90/Die Grünen), aus dem Gesundheitsausschuss im Mai 2008 auf einer Dienstreise nach Kanada und Kalifornien hauptsächlich Freizeitbeschäftigungen nachgegangen seien.
Grundlage des Artikels, den weitere namhaften Zeitungen aufgreifen, sei ein „Brandbrief“ des deutschen Generalkonsuls von San Francisco Rolf Schütte an das Auswärtige Amt, in dem dieser sich über das Verhalten der Abgeordneten beschwert. Weiterhin hätten die Parlamentarier zwei US-amerikanischen Ausschussvorsitzenden kurzfristig eine Absage erteilt und stattdessen San Francisco besichtigt. Zur Begründung hierfür gibt Annette Widmann-Mauz an, dass der Delegation nur Gespräche mit den Mitarbeitern von Abgeordneten zugesichert worden seien. Die Delegation habe aber Wert auf „gleiche Augenhöhe“ gelegt.
In einer gemeinsamen Erklärung weisen die Reiseteilnehmer die Darstellung des Spiegel zwar zurück. Die Mitglieder hätten sich korrekt und angemessen verhalten, der Artikel stelle Tatsachen verzerrend und tendenziös dar. Juristisch erfolgreich gehen die Reiseteilnehmer nicht gegen die Darstellung des Nachrichtenmagazins Der Spiegel vor.
2009. Bei der Bundestagswahl erhält sie 38,9 % der Erststimmen.
Ab 29. Oktober 2009. Widmann-Mauz ist Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit (Kabinett Merkel II, Kabinett Merkel III).
3. Dezember 2012. Auf dem 25. Bundesparteitag der CDU Deutschlands wird sie mit 80,84 % als Mitglied des CDU-Bundesvorstandes gewählt.
2013. Bei der Bundestagswahl erhält sie 46,9 % der Erststimmen.
2017. Die Politikerin ist Schirmherrin des Weltärztekongresses Homöopathie und beantwortet eine kritische Anfrage des Informationsnetzwerks Homöopathie zu ihrer Schirmherrschaft für diese Veranstaltung mit dem Verweis auf den Stellenwert des „wissenschaftlichen Diskurs[es] in der Gesundheitsversorgung“.
24. September 2017. Bei der Bundestagswahl verliert die SPD 5,2 Prozent der Stimmen und erreicht nur noch 20,5 Prozent. Ein Rekordtief seit 1949. Die CDU verliert 8,6 Prozent und erreicht nur noch 32,9 Prozent. Die SEHR GUTE Die PARTEI erreicht 0,97 Prozent. Neu in den Bundestag kommt die AfD mit 12,6 Prozent.
Annette Widmann-Mauz zieht mit einem Ergebnis von 46,9 % (70.310 Stimmen) bzw. 35,7 % (56.448 Stimmen) mit Direktmandat in den Bundestag ein.
Mitte März 2018. Widmann-Mauz wird zur Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration im Kanzleramt im Kabinett Merkel IV ernannt. In dieser Position folgt sie auf die SPD-Politikerin Aydan Özoğuz. Zuvor ist Widmann-Mauz als mögliche Gesundheitsministerin gehandelt worden. Diesen Ministerposten erhält jedoch Jens Spahn (CDU).
19. März 2018. In einem Interview mit der Rheinischen Post äußert sie sich zu zentralen Fragen ihres neuen Fachgebietes:
Vom Begriff Leidkultur distanziert sie sich: „Ich mag den Begriff nicht sonderlich, denn er führt uns nicht weiter ... Wir müssen uns vielmehr konkret darüber verständigen, was Gleichberechtigung von Mann und Frau, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Gewaltlosigkeit als Grundfesten unseres Zusammenlebens bedeuten.“
Im Bezug auf den Wert von Flüchtlingen für den Arbeitsmarkt sagt sie: „Anerkannte Flüchtlinge haben alle Möglichkeiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Und viele nutzen diese ja auch, etwa indem sie eine Ausbildung zur Fachkraft machen ... Die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen sollte aber nicht mit der Fachkräftezuwanderung vermischt werden.“
Bereits vor ihrem Amt als Integrationsbeauftragte betonte sie die Bedeutung von Frauen im Zuge der Flüchtlingsdebatte: „Ohne die Frauen kann Integration nicht gelingen. Die Teilhabe von Frauen in allen Lebensbereichen ist auch Voraussetzung dafür, dass eine Gesellschaft ihr demokratisches und auch wirtschaftliches Potenzial voll ausschöpfen kann. Außerdem nehmen Frauen in den Familien eine wichtige Rolle ein. Das Frauenbild, das dort gelebt wird, prägt auch die nächste Generation“
Bilder aus Wikimedia Commons
Annette Widmann-Mauz, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany, Urheber: Laurence Chaperon
Quellen
