![]() |
| Juan Orlando Hernández |
Der honduranische Rechtsanwalt und Politiker Juan Orlando Hernández wurde am 28. Oktober 1968 in Gracias, Lempira geboren.
Seit Januar 2014 ist er Präsident von Honduras.
Er gehört der politischen Partei Partido Nacional de Honduras an.
Hernández ist verheiratet.
Leben
28. Oktober 1968. Juan Orlando Hernández wird in Gracias, Lempira geboren.
Später studiert er Rechtswissenschaften an der Universidad Nacional Autónoma de Honduras.
25. Januar 2010 bis 13. Juni 2013. Er ist Nachfolger von José Alfredo Saavedra als Parlamentspräsident des Nationalkongresses von Honduras. Ihm folgt im Amt des Parlamentspräsidenten Mauricio Oliva.
November 2013. Er setzt sich bei der Präsidentschaftswahl gegen Xiomara Castro von der Partido Libertad y Refundación durch.
Ab Januar 2014. Als Nachfolger von Porfirio Lobo Sosa ist Hernández Präsident von Honduras.
26. November 2017. Die Präsidentschaftswahl in Honduras gewinnt Hernández erneut, nachdem unmittelbar nach der Wahl bei der Auswertung der Stimmen sein Herausforderer Salvador Nasralla noch in Führung gelegen hat. Nach Schließung der Wahllokale liegt zunächst Nasralla vorn, doch dann verschiebt sich das Ergebnis zugunsten von Hernández - nach einem angeblichen Computerproblem. Daraufhin führen Verzögerungen bei der Auszählung und Manipulationsvorwürfe immer wieder zu Unruhen und Protesten, woraufhin die Regierung nächtliche Ausgangssperren verhängt.
Die Wahlbeobachter der Europäischen Union kommen zu dem Schluss, dass der Wahlprozess im wesentlichen sauber und transparent organisiert gewesen sei. Als nach der Wahl die ersten Klagen von Seiten der Oppositionsparteien auftauchten, stellt die EU-Mission bei der Wahlbehörde die volle Bereitschaft fest, mit größtmöglicher Transparenz die Ergebnisse zu überprüfen.
Zunächst hegt die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) "Erhebliche Zweifel" und bescheinigt der Wahl eine "schlechte Qualität". Aus ihrer anfänglichen Neuwahlforderung wird jedoch eine windelweiche Anerkennung der neuen Hernández-Regierung.
Padre Melo von Radio "Progreso" erklärt die Kehrtwende der OAS folgendermaßen: Die OAS sei von den USA und den wichtigsten Ländern Lateinamerikas unter Druck gesetzt worden. Die Organisation könne kaum eigenständig handeln. "Es ist unwahrscheinlich, dass die OAS dauerhaft eine Position vertritt, die der der USA widerspricht. Der US-Regierung ist egal, ob eine Regierung im strategisch wichtigen Honduras korrupt oder in den Drogenhandel verwickelt ist. Wichtig ist, dass sie sich der US-Politik unterwirft und loyal ist. Solange das geschieht, werden die USA ihre Zustimmung geben."
Zunächst hegt die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) "Erhebliche Zweifel" und bescheinigt der Wahl eine "schlechte Qualität". Aus ihrer anfänglichen Neuwahlforderung wird jedoch eine windelweiche Anerkennung der neuen Hernández-Regierung.
Padre Melo von Radio "Progreso" erklärt die Kehrtwende der OAS folgendermaßen: Die OAS sei von den USA und den wichtigsten Ländern Lateinamerikas unter Druck gesetzt worden. Die Organisation könne kaum eigenständig handeln. "Es ist unwahrscheinlich, dass die OAS dauerhaft eine Position vertritt, die der der USA widerspricht. Der US-Regierung ist egal, ob eine Regierung im strategisch wichtigen Honduras korrupt oder in den Drogenhandel verwickelt ist. Wichtig ist, dass sie sich der US-Politik unterwirft und loyal ist. Solange das geschieht, werden die USA ihre Zustimmung geben."
17. Dezember 2017. Das Oberste Wahlgericht erklärt Hernández mit knapp 43 Prozent der Stimmen zum Sieger, während Nasralla ca. 41,5 Prozent erreicht haben soll. Die Opposition erkennt das Ergebnis nicht an, obwohl ein Teil der Wahlzettel bereits neu ausgezählt worden ist, ohne dass sich das Ergebnis geändert hat.
Der 2009 durch einen Putsch gestürzte Expräsident Manuel Zelaya, heute eine Führungsfigur von Nasrallas Oppositionsallianz gegen die Diktatur, verlangte die Annullierung der Wahl.
Bilder aus Wikimedia Commons
Juan Orlando Hernández, Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic, Urheber: Presidencia de la República
Quellen
