Donnerstag, 3. Mai 2018

SCL Group / Cambridge Analytica / Facebook / Emerdata

Veranschaulichung von „Big Data“ mit einer Visualisierung
SCL (Strategic Communication Laboratories) Group ist ein britisches Unternehmen für Verhaltensforschung und strategische Kommunikation. SCL nutzt Datamining und Datenanalyse, um Kommunikationsmaßnahmen auf bestimmte Zielgruppen maßgerecht zuschneiden zu können und so Verhaltensänderungen (wie etwa Wahlentscheidungen) im Sinne der Kunden von SCL zu bewirken.

Der Beratungskonzern SCL Group ist bekannt für seine Techniken der psychologischen Kriegsführung im Anti-Terrorkampf.

Cambridge Analytica (CA)

Das Data-Mining-Unternehmen Cambridge Analytica mit Hauptsitz in New York City wurde im Jahr 2012 von der britischen SCL Group gegründet um in den USA Fuß zu fassen. Es arbeitet nach ihrem Slogan Data drives all we do. („Daten treiben alles an, was wir tun.“) mit großen Bevölkerungsdatensätzen.

Es soll auch Verbindungen zwischen Cambridge Analytica und dem zweitgrößten russischen Öl-Konzern Lukoil geben.

Aus diesen Big Data versucht sie, Schlüsse über die soziale Stellung und politische Einstellung von Individuen zu ziehen. Das soll es möglich machen sollen, Werbung sehr genau auf die Menschen zuzuschneiden und eine personalisierte, passende Ansprache zu finden. Das Angebot richtet sich sowohl an Firmenkunden, als auch an Politiker im Wahlkampf.

CA war anfangs überwiegend in den USA tätig, weil dort die Datenschutzbestimmungen weniger streng sind als in Europa und in großem Stil mit Daten gehandelt werden kann.

Der Name rührt von der Zusammenarbeit mit Psychometrikern der University of Cambridge her. Die Firma ist mit der Muttergesellschaft eng vernetzt. Viele der insgesamt etwa 200 Mitarbeiter arbeiten für beide Unternehmen zugleich, und man nutzt gemeinsame Büros an verschiedenen Standorten. Die Leitung übernahm Alexander Nix, einer der bisherigen Direktoren von SCL.

Der Hauptfinancier, der rechtskonservative Informatiker und Hedgefonds-Milliardär Robert Mercer, hat sein Vermögen durch Software gemacht, die mit „Predictive Modeling“ („Vorhersagende Modellierung“, -> Wahrscheinlichkeitsrechnung) Kursverläufe prognostiziert. Im Aufsichtsrat der Firma saß zeitweilig Stephen Bannon (Ex-Chefstratege von Donald Trump, dem designierten 45. Präsidenten der USA), der zudem die rechtspopulistische Nachrichtenseite Breitbart News Network betrieben hat. Bannon war mit den Mercers befreundet, und sie verfolgten gemeinsam das Ziel, das politische Establishment in der US-Hauptstadt Washington zu entmachten.

Cambridge Analytica hat offenbar mit sogenannten psychometrischen Methoden, die auch Blue-Ocean-Strategie genannt werden, den Wahlkampf um das Amt des US-Präsidenten zu Gunsten Donald Trumps stark beeinflusst.

„Wir haben Millionen von Facebook-Profilen abgeschöpft, um aus den Daten Modelle zu erstellen. Damit haben wir dann gezielt auf die inneren Dämonen der jeweiligen Nutzer abgestellt. Das war das Fundament, auf dem die ganze Firma aufgebaut war“, zitiert der Observer den Whistleblower Christopher Wylie. Wylie arbeitete als Datenanalyst bei Cambrigde Analytica.

Das Unternehmen ist auch wiederholt im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu einer möglichen russischen Einmischung in den US-Wahlkampf 2016 genannt worden.

Unterstützer der Brexit-Kampagne in Großbritannien (Leave.eu) nutzten angeblich ebenfalls die Dienste von Cambridge Analytica, was die Firma allerdings dementierte, nachdem die britische Datenschutzbeauftragte eine Untersuchung der Vorgänge eingeleitet hatte.

Geschichte

2002 bis 2005. Mark Zuckerberg brüstet sich einem Freund gegenüber damit, was er alles über mehr als viertausend Harvard-Kommilitonen weiß, kurz nachdem er im Studentenwohnheim das zunächst universitätsinterne Netzwerk „The Facebook“ veröffentlicht hat. Die Leute haben sie einfach geschickt, antwortet Zuckerberg auf die Frage, wie er an die Daten gekommen sei, keine Ahnung, warum. „Sie ‚vertrauen mir‘. Schwachköpfe.“

2012. SCL gründet Cambridge Analytica und betritt damit den Markt in den Vereinigten Staaten.

2013. Der im Silicon Valley lebende russisch-amerikanische Neurowissenschaftler Dr. Aleksandr Kogan wendet sich an Facebook. Seine Idee: Infos über Facebook-Nutzer mit Hilfe einer App zu sammeln - für wissenschaftliche Zwecke. "Thisisyourdigitallife" heisst die App. Es ist eine Art Psychotest. Die Nutzer der App geben Kogan ihr Okay, auf Informationen wie Wohnort und verteilte Likes zuzugreifen. Kogan erhält offenbar Geld aus der russischen Stadt St. Petersburg für seine Forschung.

2014. In diesem Jahr ist Cambridge Analytica an 44 US-Wahlen zum Kongress, Senat und auf Ebene von Bundesstaaten beteiligt.

Ab Juni 2014. Kogan lässt seine Firma Global Science Research zusammen mit Cambridge Analytica etwa 270.000 wahlberechtigte US-Amerikaner mit seiner App an bezahlten Persönlichkeitstests teilnehmen und wertet diese aus – was im Einklang mit Facebooks Richtlinien steht. Die Befragten hätten ihr Einverständnis gegeben, dass ihre Daten zu akademischen Forschungszwecken gespeichert würden und Daten aus ihrem Profil, ihren geteilten Content sowie gegebenenfalls weitere Daten ihrer Facebook-"Freunde" an Kogan übermittelt.

Was die Befragten nicht wissen, ist, dass die App nicht nur ihre Daten sammelt - sondern auch die all ihrer Facebook-Freunde - was Kogan und seinen Kumpanen letztlich Zugriff auf private Angaben in rund 50 Millionen Facebook-Profilen verschafft. Rund 30 Millionen dieser Profile hätten genug Informationen enthalten, um sie mit anderen Daten zu kombinieren und sogenannte psychografische Profile zu erstellen.

Besonderes Augenmerk wird laut "Observer" auf Persönlichkeitsmerkmale wie Rasse, Geschlecht, sexuelle Orientierung, den geschätzten IQ und Kindheitstraumata gelegt, dazu zieht die Software Rückschlüsse auf politische Überzeugungen und zahlreiche charakterliche Eigenschaften - offenbar mit dem Ziel, bestimmte Zielgruppen mit Wahlkampfwerbung besonders persönlich anzusprechen.

Damit wird gegen Facebooks Entwicklerrichtlinien verstoßen. Facebook entfernt daraufhin die App und verlangt von allen Beteiligten, die gesammelten Daten zu löschen.

2015. Während der Vorwahlen der Republikaner ist CA tätig für die Nominierung von Ted Cruz als Präsidentschaftskandidat. Sie wird dabei vom Milliardär Robert Mercer bezahlt. CA nimmt für sich in Anspruch, Cruz von einem „No-Name“ zu einem weithin bekannten, wählenswerten Kandidaten nach vorn gearbeitet zu haben.

Tatsächlich wird die Zusammenarbeit mit CA allerdings vorzeitig durch Cruz' Wahlkampfteam beendet, als sich herausstellt, dass die erarbeiteten Vorhersagen über das Wahlverhalten bei den Vorwahlen nicht zutreffen. Dass CA überhaupt herangezogen wurde, geht auf das Drängen von Rebekah Mercer zurück, die mit ihrem Vater, dem Milliardär Robert Mercer, die Wahlkampagne von Cruz mit Millionenbeträgen unterstützte und mit dem bisherigen Verlauf sehr unzufrieden war. Die Mercers sind auch die Hauptfinanziers von CA. Rebekkah Mercer sitzt später in Donald Trumps Übergangsteam.

Als Ted Cruz im Vorwahlkampf ausscheidet, setzen die Mercers auf den zu diesem Zeitpunkt chancenlos erscheinenden Außenseiter Donald Trump und richten ihr zur Unterstützung von Cruz geschaffenes Super-PAC darauf aus.

Dezember 2015. Facebook erfährt von der Datenschieberei zwischen Kogan und CA.

Juni 2016. Cambridge Analytica wird von Jared Kushner angeheuert um den Onlinewahlkampf von Donald Trump präziser zu steuern. Die Firma nimmt später für sich in Anspruch, eine „entscheidende Rolle“ beim Zustandekommen des überraschenden Wahlsiegs Trumps gespielt zu haben.

CA bietet dafür laut dem Chef Alexander Nix angeblich psychologische Profile von mehr als 230 Millionen nach dem OCEAN-Modell entwickelt und damit Profile von 220 Millionen US-Bürgern erstellt. Also fast allen potentiellen Wählern an. Gesammelt wurden diese mit den bei vielen Online-Nutzern beliebten Persönlichkeitstests. CA behauptet, dass es über jeden erfassten Nutzer 3000 bis 5000 Datenpunkte gespeichert hat.

Diese Behauptungen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Es sind weder alle US-Amerikaner online, geschweige denn bei Facebook. Wie genau eine Methode sein kann, mit der mittels Facebook-Posts und Likes die Persönlichkeit bestimmt wird, ist sehr umstritten. Dazu kommt, dass die Methode der Firma offenbar zu anderen Ergebnissen als die Forschungen führt.

Kritiker äußerten allerdings schon bald Zweifel, ob dieses „Geheimrezept“ („our secret sauce“) überhaupt existiert. Es sei fraglich, ob die Anwendung des Modells für Vorhersagen des Wählerverhaltens funktionieren könne. Nach diversen Aussagen Beteiligter ist CA nur mit relativ unbedeutenden Aufgaben betreut, und es seien insbesondere keine Persönlichkeitsprofile erstellt worden.

Ab Sommer 2016. Brad Parscale und Jared Kushner organisieren in einem Bürohaus in San Antonio, Texas, mit einem einhundertköpfigen Team den gesamten Social-Media-Auftritt der Trump-Kampagne. Dabei ist auch Cambridge Analytica mit an Bord.

In dem großen Kushner-Porträt in "Forbes" wird die Rolle der Firma ausdrücklich gewürdigt. Als "Targeting Partner" habe sie geholfen, herauszufinden, welche Trump-Themen für die Wähler am wichtigsten seien, heißt es da. Bald hätte die Daten aus dem Social-Media-Team fast jede Entscheidung des Wahlkampfteams beeinflusst: Wohin Trump reist, welche Werbung geschaltet wird, welche Themen er in seinen Reden erwähnen soll.

Zur gleichen Zeit nutzt auch eine russische Troll-Farm in Sankt Petersburg Facebook und andere Social-Media-Kanäle, um den Kandidaten Trump zu unterstützen und Hillary Clinton madig zu machen. Laut Ermittlern sollen die Russen zudem gezielt Anzeigen bei Facebook gebucht haben. Ob es womöglich einen verborgenen Austausch von Nutzerdaten zwischen dem Trump-Team und den Russen gab ist bisher nicht bekannt.

Juli bis Dezember 2016. Nach offiziellen Berichten überweist das Trump-Team insgesamt 5,9 Millionen US-Dollar an Cambridge Analytica. Insgesamt soll CA mehr als 6,2 Millionen Dollar von Trumps Leuten erhalten haben.

August 2016. Das Technologie-Magazin WIRED berichtet, die Zusammenarbeit bei der Brexit-Kampagne mit CA kommt aus finanziellen Gründen nicht zustande.

März 2017. Bezüglich aktueller Aktivitäten gibt Nix an, dass die Firma derzeit in vier Kampagnen in Asien, Afrika und Südamerika tätig ist.

September 2017. Nix beschreibt auf einem Innovationstag der Serviceplan Gruppe für innovative Kommunikation in München die Arbeit der Firma für Trump, darunter das Kategorisieren von Persönlichkeiten und die Ansprache mit individuell zugeschnittenen Botschaften im Internet. Außerdem habe man gezielt Bundesstaaten identifiziert, die als Hochburgen der Demokratischen Partei galten, aber aus Sicht von CA potenzielle Swing States waren. Als Beispiel nennt Nix Wisconsin, wo Hillary Clinton im Wahlkampf keinen Auftritt hatte, Trump hingegen aufgrund der Analyse von CA schon, und Trump gewann den Staat überraschend mit knappem Vorsprung. Die unerwarteten Siege Trumps in einer Reihe von Swing States waren entscheidend für das Gesamtergebnis.

Oktober 2017. Es wird bekannt, dass Nix sich während des Wahlkampfes im Sommer 2016 mit der Bitte an WikiLeaks gewendet hat, ihm E-Mails von Hillary Clinton aus ihrer Zeit als Außenministerin zur Verfügung zu stellen, um sie für Trumps Wahlkampf verwenden zu können. Dies geschah zu einer Zeit, als Trump zunehmend Vorwürfe erhob, Clinton habe Tausende Mails von ihrem Server gelöscht. Julian Assange, der Leiter von WikiLeaks, bestätigt die Anfrage und gibt an, man habe sie zurückgewiesen.

In diesem Monat wird bekannt, dass der Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses die Rolle von CA im Wahlkampf untersucht.

Februar 2018. Nix sagt in einer Anhörung vor dem britischen Parlament: "Wir arbeiten nicht mit Facebook-Daten und wir haben keine Facebook-Daten". Ob Nix absichtlich nur das Präsens wählt, ist unklar.

17. März 2018. Facebooks stellvertretender Chefjustiziar Paul Grewal teilt in einem Blogbeitrag mit, dass die SCL Group (Strategic Communication Laboratories) sowie dessen Tochterfirma Cambridge Analytica wegen Verletzung seiner Entwicklerrichtlinien von Facebook ausgeschlossen wird. Beide sollen 2015 über die App des Psychologieprofessor Dr. Aleksandr Kogan unzulässigerweise Nutzerdaten erhalten und diese nach Aufforderung nicht gelöscht haben. Auch ein Unternehmen namens Eunoia Technologies soll die Daten erhalten haben.

Die Staatsanwaltschaft des US-Bundesstaates Massachusetts hat inzwischen Ermittlungen gegen Cambridge Analytica eingeleitet. „Die Bewohner von Massachusetts erwarten umgehend Antworten von Facebook und Cambridge Analytica. Wir beginnen mit Ermittlungen“, teilt die Generalstaatsanwältin Maura Healey mit.

Vor dem Kongress in Washington haben mittlerweile Anhörungen von Vertretern von Facebook und anderer Unternehmen wie Twitter und Google stattgefunden. Diese mussten sich dabei scharfe Kritik anhören. Politiker fragten etwa, warum diese sonst als so innovativ geltenden Unternehmen es nicht verstanden hätten, sich gegen eine solche Instrumentalisierung ihrer Plattformen zu wappnen.

Cambridge Analytica bestreitet, die übermittelten Facebook-Daten in irgendeiner Form für Trumps Kampagne genutzt zu haben. Das Unternehmen sagt außerdem, es habe alle Daten gelöscht.

19. März 2018. Der britische Sender Channel 4 strahlt eine Reportage aus, die Aufnahmen des Chefs von Cambridge Analytica zeigen, die mit versteckter Kamera aufgenommen wurden. Darin erklärt Nix dem verdeckt agierenden Reporter, seine Firma könne gegnerischen Kandidaten Geld anbieten und ein Video der Korrumpierbarkeit schnell im Internet verbreiten. Oder man könne "einige Mädchen zu seinem Haus schicken", ukrainische Frauen seien etwa besonders schön: "Ich finde, das funktioniert immer sehr gut."

An anderer Stelle sagt Nix: "Wir können auf falsche Identitätskarten und Websites zurückgreifen, wir können als Studenten mit Forschungsprojekten auftreten oder als Touristen, da gibt es viele Möglichkeiten." Nix rät dazu, nicht so sehr darauf zu achten, "was genau ich sage, ich gebe euch nur Beispiele, davon, was man machen könnte und was bereits gemacht wurde".

In den Gesprächen mit dem Reporter von Channel 4, der sich als potenzieller reicher Kunde aus Sri Lanka ausgegeben hat, prahlen die Verantwortlichen von Cambridge Analytica, Wahlkämpfer in aller Welt unterstützt zu haben. Darunter auch die umstrittene Präsidentschaftswahl in Kenia, nach der unter anderem Hackingvorwürfe laut geworden waren. In den versteckt aufgenommen Gesprächen versichert zuerst Mark Turnbull von Cambridge Analytica, dass man mit unlauteren Methoden nichts am Hute habe. Firmenchef Alexander Nix widerspricht dem später und zählt verschiedene Taktiken auf, die in einigen Staaten illegal sind. Da viele Kunden nicht direkt mit seiner Firma in Verbindung gebracht werden wollten, sei man sehr gut darin, die eigene Beteiligung etwa durch gefälschte Dokumente zu verschleiern.

Als Reaktion auf die Channel-4-Enthüllungen teilt CA mit, sie führe routinemäßig Gespräche mit potenziellen Kunden, um bei ihnen mögliche unethische oder illegale Absichten aufzudecken.

Nach Ausstrahlung der Reportage beantragt die Leiterin der britischen Datenaufsichtsbehörde, Elizabeth Denham, einen Durchsuchungsbefehl für die Londoner CA-Büros.

Sicherheitschef Alex Stamos wird Facebook verlassen. Hintergrund sollen Auseinandersetzungen darüber sein, wie Facebook mit den Berichten darüber umgeht, dass andere Staaten über Facebook versucht haben sollen, Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl zu nehmen. Das Sicherheitsteam um Stamos habe immer für mehr Transparenz plädiert, sich aber nicht durchgesetzt.

Der Kurs der Facebook-Aktie gibt um sieben Prozent nach, was rund 35 Milliarden Dollar Börsenwert vernichtet.

20. März 2018. Es wird bekannt, dass die von Facebook beauftragten Datenforensiker bei Cambridge Analytica waren, bevor die britische Datenschutzaufsicht sie aufforderte, ihre Arbeit einzustellen.

Cambridge Media suspendiert den Chef Alexander Nix bis zu einer vollständigen, unabhängigen Untersuchung mit sofortiger Wirkung. Er stehe nicht für die Werte oder Tätigkeiten der Firma.

Der Facebook-Aktionär Fan Yuan reicht stellvertretend für eine ungenannte Zahl weiterer Investoren eine erste Klage gegen Facebook ein. Die Aktionäre machen bei einem Bundesgericht in San Francisco geltend, dass die Konzernführung sie über die Fähigkeiten in die Irre geführt habe, die Daten der Nutzer zu schützen.

Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar kündigt eine datenschutzrechtliche Prüfung von Facebook an. Die Prüfung wird sich speziell auf die Schnittstellen zu Facebook-Apps und Facebook-Spielen konzentrieren, deren Nutzer einen Zugriff auf die Daten der mit ihnen über Facebook befreundeten Nutzer erlauben.

Darüber können die Anbieter der Apps umfassend auf sämtliche Beiträge und persönliche Angaben wie etwa zu Ausbildung und Beruf, Familie und Beziehungen, Wohnort und Heimatstadt oder individuelle Aktivitäten und Interessen aller mit den App-Nutzern befreundeten Profile zugreifen. Ein direkter Aufruf des befreundeten Profils oder dessen explizite Zustimmung ist dafür technisch nicht erforderlich. Ebenso wenig wird der Nutzer über den Datenzugriff informiert.

Nur die beiden auch in den USA brisanten Datenfelder zur sexuellen Orientierung oder zu religiösen und politischen Einstellungen sind derzeit nicht voraktiviert und müssen vom Nutzer per Opt-In aktiv freigegeben werden.

Wylie berichtet in einem Interview mit der „Washington Post“, dass es Stephen Bannon selbst war, der im Jahr 2014 den Ankauf von Facebook-Daten und Facebook-Profilen für knapp eine Million US-Dollar abgesegnet hat. Bannon und Robert Mercers Tochter Rebekah haben seiner Aussage nach im Jahr 2014 an einer Telefonkonferenz teilgenommen, in der die Pläne zum Ankauf der Facebook-Daten von Psychologieprofessor Aleksandr Kogan diskutiert wurden. Wylie sagt aber auch, dass nicht klar ist, ob Bannon oder Mercer informiert waren, auf welche Weise die Facebook-Daten gesammelt worden waren, nämlich mit illegalen Mitteln.

Es wird heute viel von "Datenklau", "Diebstahl", "Panne", oder "Missbrauch" geschrieben. Das sind jedoch die falschen Worte. Das richtige Wort für das was Facebook betrifft lautet "Geschäftsmodell". Facebook erstellt Profile seiner Nutzer und verkauft sie an werbetreibende Unternehmen, Dienstleister, politische Parteien, Unterschriftensammler. Dieses Werbeprofil kann man sogar einsehen und bearbeiten, zwar versteckt in den Tiefen meines Facebook-Kontos, aber das alles geschieht nicht geheim.

Der Kurs der Facebook-Aktie sackt um weitere 2,6 Prozent ab.

21. März 2018. Facebook-Chef Mark Zuckerberg meldet sich in einem Facebook-Post zum Skandal und räumt Fehler ein. Er erklärt, das Facebook das Vertrauen der Nutzer, die ihre Daten dem Online-Netzwerk anvertraut und dort für sicher gehalten hätten, enttäuscht worden seien. In einem CNN-Interview fügte er dann eine Entschuldigung hinzu: "Das war ein grober Vertrauensbruch und es tut mir sehr leid, dass das passiert ist ... Ich bedaure das sehr. Unsere Aufgabe ist es, die Daten unserer Nutzer zu schützen. Wenn wir das nicht schaffen, haben wir es nicht verdient, den Menschen zu dienen."

Zuckerberg verweist in seiner Stellungnahme jedoch darauf, dass die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica unrechtmäßig an die Daten gekommen sei. Er verspricht, die Nutzerdaten künftig besser schützen zu wollen. Ein Großteil der von ihm dafür angekündigten Maßnahmen zielt darauf, den Zugriff von App-Entwicklern einzuschränken. So sollen Facebook-Apps, die man drei Monate lang nicht genutzt hat, automatisch die Zugangsberechtigung verlieren.

Zuckerberg schreibt: "Ich habe Facebook gestartet und am Ende des Tages trage ich die Verantwortung dafür, was auf unserer Plattform geschieht." In dem CNN-Interview fügt er hinzu, dieser Verantwortung wolle er sich - falls nötig - auch vor dem Kongress stellen und dort aussagen.

Am Ende des CNN-Interviews wird Zuckerberg emotional, seine Stimme zittert. Früher habe er mit Facebook die Welt verbessern wollen. Doch seit er Vater von zwei Töchtern sei, lasse er sich abends, wenn er nach Hause komme, von der Frage leiten, ob seine beiden Mädchen stolz darauf sein könnten, was er tagsüber im Büro zustande gebracht habe.

Auf Twitter macht der Hashtag #deletefacebook die Runde.#

23. März 2018. Ein Richter am Londoner High Court stellt einen Durchsuchungsbefehl für die Büros der Analysefirma Cambridge Analytica aus. Die Behörde Information Commissioner's Office (ICO) hat vor Gericht einen Durchsuchungsbefehl beantragt, weil die betroffene Firma innerhalb einer gesetzten Frist nicht auf eine Anfrage reagiert habe. Am Abend verschaffen sich etwa 20 Beamte per Gerichtsbeschluss Zugang zu den Räumen des Unternehmens.

Facebook schickt nur Vertreter des Berliner Büros zu einer Anhörung im Bundestag. Aufschluss wird vor allem erwartet, inwiefern auch Profilinformationen deutscher Nutzer an die Big-Data-Firma weitergeleitet und für Manipulationen missbraucht worden sein könnten. Dies sei ihr bislang nicht bekannt, lässt sich eine Vertreterin des Berliner Büros des US-Konzerns nach mehrmaligem Nachhaken der Parlamentarier entlocken. Dem widerspricht der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar: Bei 50 Millionen betroffenen Personen sei das sehr wahrscheinlich: "Was passiert ist, war absehbar." Thomas Jarzombek (Digitalexperte der CDU/CSU-Fraktion) findet es "unterirdisch" wie sich Facebook verhält. Er kündigt an, dass die Volksvertreter deshalb nach Ostern Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg in den Ausschuss einladen würden.

Das Raumfahrt-Unternehmen SpaceX und der Elektroauto-Hersteller Tesla legen ihre Facebook-Accounts still.  Zuvor haben schon die Commerzbank und das Internet-Unternehmen Mozilla wegen des Daten-Skandals bei Facebook ihre Werbung in dem Online-Netzwerk gestoppt.

24. März 2018. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Nachrichtenmagazins „Focus“ haben 49 Prozent über einer Abmeldung aus Facebook aus Sorge um den Datenschutz nachgedacht. Männer (53 Prozent) tendieren demnach eher zu einer Abmeldung als Frauen (44 Prozent).

25. März 2018. Vera Jourová (EU-Justizkommissarin) fordert in einem Brief an Sheryl Sandberg (Geschäftsführerin von Facebook) eine Stellungnahme: "Ich verlange von Facebook weitere Klarstellungen, etwa inwieweit europäische Nutzer betroffen sind".  Sie spricht im Zusammenhang mit der Affäre um geklaute Daten von einem "Weckruf für uns alle". Der Umgang mit persönlichen Daten könne massive Auswirkungen haben. "Da geht es letztlich um die Grundfesten unserer Demokratie". Sie verweist auf die verschärften europäischen Datenschutzregeln, die im Mai in Kraft treten: "Bei möglichen Strafen bis zu vier Prozent des weltweiten Umsatzes wird sich auch Facebook sehr genau überlegen, wie Datenmissbrauch künftig verhindert werden kann".

Zuckerberg entschuldigt sich mit ganzseitigen Anzeigen in mehreren Zeitungen, darunter der "Boserver", die "Sunday Times", "Washington Post", "New York Times" und im Wall Street Journal, für den Datenskandal in seinem Unternehmen:

"Wir haben die Verantwortung, Ihre Daten zu schützen. Wenn wir das nicht können, haben wir sie nicht verdient", heißt es in der von Zuckerberg unterschriebenen Anzeige, die nur mit einem kleinen Facebook-Logo im unteren Bereich gekennzeichnet ist.

Wie sich nun herausstellt, sammelte Facebook jahrelang Anrufmetadaten von Android-Nutzern ein, wie Ars Technica berichtet und selbst bestätigt. Wer die App in den vergangenen Jahren installiert hat und ihr die Rechte gab, auf Logdateien des Kurznachrichtenservices SMS sowie auf die Logs von Telefonaten zuzugreifen, der findet diese Daten offenbar später auch in seinen Facebook-Daten. Diese Informationen werden an das soziale Netzwerk hochgeladen.

In einer Stellungnahme von Facebook auf Nachfrage von Ars Technica stellt das Unternehmen dies als normalen Vorgang dar. Facebook nutzte die Kontaktdaten auch aktiv zur Manipulation von Kontakteinträgen in Smartphones. Dass allerdings Logs kopiert werden, dürfte nur wenigen Anwendern bewusst sein. Die Daten bleiben auch bei Facebook, wenn der Anwender seine Facebook-App vom Telefon löscht. Ob Daten auch von anderen Facebook-Diensten, dazu gehören auch Instagram und Whatsapp, verstärkt gesammelt wurden, ist bisher nicht bekannt.

Ars Technica fand auch heraus, dass das Verhalten des Sammelns von Logdaten abgestellt wurde. Seit Oktober 2017 unterstützt Google eine wichtige API nicht mehr aktiv (Status: Deprecated), die für das Sammeln der Daten notwendig ist. Facebook selbst hat mit dem Wechsel einer API ebenfalls schon vorher mit dem Sammeln aufgehört. Laut Ars Technica sind die jüngsten Daten, die Facebook bei einzelnen Nutzern sammelte, vom Oktober 2017. Nutzer von Apple-Smartphones sind grundsätzlich nicht betroffen.

26. März 2018. Einem Bericht des britischen "Observer" zufolge hat Cambridge Analytica auch im Brexit-Referendum über Umwege eine Rolle gespielt. CA ist demnach eng mit dem kanadischen Datenanalyse-Unternehmen AggregateIQ (AIQ) verbunden, das maßgeblich an der Kampagne zum EU-Austritt von Außenminister Boris Johnson, "Vote Leave", beteiligt war. Beide Firmen und das Wahlkampfteam bestreiten das allerdings.

Der "Observer" beruft sich auf den ehemaligen CA-Mitarbeiter Christopher Wylie. Demnach wurde AIQ mit seiner Hilfe gegründet und zeitweise intern als Abteilung von Cambridge Analytica bezeichnet. AIQ widerspricht dem. Auf der Webseite der Firma heißt es, AIQ sei nie ein Teil von Cambridge Analytica oder deren Muttergesellschaft SCL gewesen.

Unbestritten ist die erhebliche Rolle, die AIQ im Brexit-Wahlkampf spielte. Bis vor kurzem schmückte sich das Unternehmen auf seiner Webseite mit einem Zitat des Vote-Leave-Wahlkampfleiters Dominic Cummings: "Ohne Zweifel schuldet die Vote-Leave-Kampagne einen großen Teil ihres Erfolgs der Arbeit von AggregateIQ, ohne sie hätten wir es nicht schaffen können." Die Brexit-Kampagne des heutigen Außenministers Boris Johnson hatte 40 Prozent ihres Budgets in die Arbeit von AggregateIQ gesteckt. Die Beträge sind auf der Webseite der britischen Wahlkommission einsehbar.

Katarina Barley (Bundesjustizministerin) empfängt am Nachmittag Richard Allan und weitere ranghohe Facebook-Vertreter aus Europa. Barley will nach eigenen Worten eine "umfassende Aufklärung" darüber, ob deutsche Nutzer betroffen seien und was Facebook tun wolle, um so etwas in Zukunft zu verhindern. Barley sagt, sie halte es für realistisch, Facebook zur Offenlegung seiner Rechenvorgänge zu bringen.

Bis zum Schluss hält Richard Allan nicht durch. Als Katarina Barley am frühen Montagabend in Berlin vor die Presse tritt, ist er nicht mehr dabei. Barley entschuldigt sich erst mal für die Verspätung: "Es war ein sehr intensives Gespräch." Sie teilt mit, Facebook wolle gnädigerweise "wohlwollend prüfen", ob es seinen Algorithmus offen legen werde. Alle Nutzer sollen künftig leichter erkennen, warum ihnen welche Inhalte präsentiert werden.

Facebook soll sich verpflichtet haben, alle Betroffenen des Datenleaks zu informieren. Unklar ist immer noch, wie viele Deutsche darunter sind. Barley weiß nur, dass es anscheinend nicht allzu viele sein dürften. Zumindest hätten ihr das die Facebook-Abgesandten zugesichert.

In den USA lädt der Justizausschuss des Senats Unternehmenschef Zuckerberg derweil zu einer Befragung ein. Der Vorsitzende des Komitees, Charles Grassley, teilt mit, er habe Zuckerberg sowie die Chefs des Google-Mutterkonzerns Alphabet und Twitter für den 10. April zu einer Anhörung eingeladen. Zuckerberg solle sich darüber auslassen, wie Facebook in der Vergangenheit und künftig mit dem Schutz und der Überwachung von Kundendaten umgehe.

27. März 2018. Facebook schaltet unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine ganzseitige von Zuckerberg unterzeichnete Anzeige: „Du hast vermutlich gehört, dass die Quiz-App eines Wissenschaftlers im Jahr 2014 unerlaubt die Facebook-Daten von Millionen von Menschen weitergegeben hat ... Das war ein Vertrauensbruch, und ich möchte mich dafür entschuldigen, dass wir damals nicht mehr dagegen getan haben.“ Facebook unternehme nun die notwendigen Schritte um sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passiere.

Die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) bestätigt Ermittlungen gegen Facebook.

Zuckerberg will nicht persönlich vor einem britischen Parlamentsausschuss erscheinen. Stattdessen bietet er den Abgeordneten an, seinen Technischen Direktor (CTO) Mike Schroepfer oder den Produktverantwortlichen (CPO) Chris Cox zu schicken.

4. April 2018. Mike Schroepfer (Technologiechef von Facebook) teilt in einem Facebook-Post mit, dass insgesamt die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern "unzulässig" mit der britischen Datenanalysefirma Cambridge Analytica geteilt wurden.

Die meisten Betroffenen seien Nutzer aus den USA. Aus Deutschland könnten etwa 310 000 Nutzer betroffen sein.

Facebook will die Nutzer US-Medienberichten zufolge ab dem 9. April 2018 darüber informieren, ob sie betroffen sind. Als erster Post im News Feed jedes Nutzers soll ein Link erscheinen, der erklärt, an welche Drittanbieter ihre Informationen weitergegeben wurden und ob Cambridge Analytica unter diesen Nutzern ist.

Mark Zuckerberg verneint Fragen zu einem möglichen Rücktritt als Chef oder einer entsprechenden Forderung aus dem Aufsichtsrat. Die jetzt angekündigten Schritte setzten einschneidende Änderungsprozesse in Gang, die ungefähr drei Jahre dauern würden. Bislang habe die Daten-Kontroverse noch "keine nennenswerte Folgen" für das Werbegeschäft der Plattform gehabt.

Wie schon in den Tagen zuvor kündigt das Unternehmen weitere Maßnahmen an, um die Daten seiner Nutzer besser zu schützen. So werden die Programmierschnittstellen weiter eingeschränkt. Außerdem soll es in Kürze nicht mehr möglich sein via Such-Funktion andere Mitglieder zu finden, wenn man nur deren E-Mail-Adresse oder Telefonnummer hat.

6. April 2018. Facebook ist unbekannt, welche Informationen von Cambridge Analytica abgegriffen wurden.

Derweil löscht Facebook einem Medienbericht zufolge nachträglich die Kommunikation von hochrangigen Managern in den Nutzerkonten der Gesprächspartner. Die Empfänger wurden darüber darüber nicht informiert.

7. April 2018. Facebook beendet die Zusammenarbeit mit dem kanadischen Unternehmen AggregateIQ. Es soll eng mit Cambridge Analytica zusammengearbeitet haben und am Brexit bei der „Vote-Leave“-Kampagne beteiligt gewesen sein. Bis vor kurzem schmückte sich das Unternehmen auf seiner Webseite mit einem Zitat des Vote-Leave-Wahlkampfleiters Dominic Cummings: „Ohne Zweifel schuldet die Vote-Leave-Kampagne einen großen Teil ihres Erfolgs der Arbeit von AggregateIQ, ohne sie hätten wir es nicht schaffen können.“

10. April 2018. Alexander Tayler (Chef von Cambridge Analytica (CA)) will "falsche Anschuldigungen" korrifgieren.

Die Firma bestreitet in ihrer Mitteilung abermals: "Cambridge Analytica hat bei den US-Präsidentschaftswahlen weder die GSR-Daten noch irgendwelche Derivate dieser Daten verwendet." Global Science Research (GSR) ist das Forschungsunternehmen, das die Facebook-Datensätze an Cambridge Analytica lizenziert hat. "Es wurden keine Gesetze gebrochen". Das Unternehmen habe Facebook keinesfalls "gehackt".

Für den US-Wahlkampf 2016 hat CA demnach Datensätze aus "öffentlichen Quellen" wie dem Wähler-Verzeichnis verwendet. Außerdem lieferten kommerzielle Datenhändler weitere Informationen zu. Als Quelle dienten auch das Organisationsgremium der Republikanischen Partei (RNC) sowie eigene Erhebungen. "Die Behauptungen, wir hätten GSR-Daten für die Trump-Kampagne verwendet, sind einfach falsch".

Auch beim Brexit-Referendum sollen die Datensätze von GSR nicht zum Einsatz gekommen sein. CA habe zwar Leave.eu und Vote.leave eigene Ideen vorgeschlagen, sei dann aber weder unbezahlt noch bezahlt für die Organisationen tätig gewesen.

Alexander Tayler tritt als kommissarisch amtierender Chef von Cambridge Analytica zurück und übernimmt wieder seinen vorherigen Job als Daten-Verantwortlicher. Laut CA wird er sich im Zusammenhang mit dem aktuellen Facebook-Datenskandal auf diverse technische Untersuchungen und Nachfragen fokussieren.

Mark Zuckerberg im Senat

Die Enthüllungen über Cambridge Analytica haben Facebook zugesetzt. Der Börsenwert stürzte um 14 Prozent ab, die Zustimmungswerte in der US-Öffentlichkeit sanken bisher um fast ein Drittel. Mark Zuckerberg muss heute vor dem US-Senat in Washington aussagen.

Vor den Parlamenten in Großbritannien und der EU will er nicht selbst erscheinen. Dort wolle er seine beiden besten Leute schicken. "Entweder wird das Mike Schropfer, unser Technikchef, oder Chris Cox, unser Produktechef, übernehmen. Das sind die beiden besten Leute, mit denen ich das Unternehmen leite".

Kurz nach 14.30 Uhr betritt er durch eine Seitentür den Sitzungssaal 216 im Hart Senate Office Building. Die Aufregung ist ihm anzusehen. Mit durchgedrücktem Rücken nimmt er die wenigen Schritte zum Zeugentisch, in dunklem Anzug, mit ernster Miene. Kurz lässt er seinen Blick über die voll besetzten Besucherreihen streifen, dreht den Kopf aber schnell wieder weg. Derweil klicken die Kameras der Fotografenwand, die sich vor dem Facebook-Chef aufgebaut hat.

Auf die Befragung im Senat hat sich Zuckerberg minutiös vorbereitet. Gemeinsam mit einem Expertenteam probte er vor seinem Auftritt nicht nur Antworten auf wahrscheinliche Fragen der Kongressabgeordneten, er arbeitete auch an seiner Ausstrahlung.

Zuckerberg bindet die Fehler an seine eigene Person: "Es war mein Fehler, und es tut mir leid. Ich habe Facebook gestartet. Ich leite es und bin verantwortlich." Die eigene Naivität in den Vordergrund zu schieben, dürfte zur Krisenstrategie gehören: Immer wieder erwähnt Zuckerberg in der Anhörung, wie er sich die Facebook-Welt vor 14 Jahren im Studentenwohnheim vorgestellt habe. Die Mission hinter Facebook sei "idealistisch und optimistisch".

Er bedauert, die russische Wahl-Beeinflussung 2016 zu spät erkannt zu haben und enthüllt, dass Facebook-Mitarbeiter von Sonderermittler Robert Mueller befragt wurden, der eine mögliche russische Einflussnahme im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 untersucht. Er selbst sei nicht darunter gewesen.

"Würden Sie sich damit wohlfühlen, uns hier zu erzählen, in welchem Hotel Sie in der vergangenen Nacht geschlafen haben?", fragt Dick Durbin, Senator aus Illinois, den Facebook-Chef. Zuckerberg stockt. "Ehm, nein", antwortet er nach einer langen Pause. Auch mit wem er in der vergangenen Woche private Nachrichten ausgetauscht habe, will er lieber nicht verraten. Durbin lässt die Worte kurz wirken. Dann hebt er den Blick und schaut Zuckerberg direkt an. "Ich denke, darum geht es hier", sagt er schließlich. "Um das Recht auf Privatsphäre, die Grenzen des Rechts auf Privatsphäre und wie viel man im modernen Amerika von sich preisgeben will."

Während seines Auftritts profitiert Zuckerberg auch vom hohen Altersdurchschnitt im Senat: Die meisten der 44 Senatoren haben ihre Fragen offensichtlich von Assistenten erhalten, wissen aber zu wenig über IT-Systeme oder das Facebook-Geschäftsmodell, um die richtigen Nachfragen zu stellen. Zuckerberg muss mehrmals wiederholen, dass Facebook keine Nutzerdaten verkauft, kann aber gleichzeitig Fragen über die Datenlöschung und Details des Nutzertrackings ausweichen oder angeben, die Informationen nicht parat zu haben.

Die zentrale Botschaft Zuckerbergs: Einen zweiten Fall wie den um Cambridge Analytica dürfe und werde es nicht geben. Auf die Fragen zu diesem Komplex wirkt Zuckerberg gut vorbereitet. Facebook habe schon jetzt eine Reihe von Maßnahmen getroffen und werde sie weiter durchführen. Eine Regulierung unterstütze er zwar "im Prinzip", doch es müsse "die richtige Regulierung sein".

Zugleich weist Zuckerberg routiniert darauf, mit diversen Daten-Zugangsbeschränkungen für App-Entwickler und der Fahndung nach politischen Clickbait-Fabriken bereits reagiert zu haben. Besonders oft geht er auf die Rolle künstlicher intelligenter Systeme ein. Sie sollen in Zukunft dafür sorgen, problematische Inhalte von der Plattform zu verbannen. Facebook wolle sich nicht mehr allein auf Meldungen seiner Nutzer verlassen. Dass sich das Netzwerk damit neue Probleme schafft, erwähnt Zuckerberg nicht. Denn Maschinen, die mit automatisierten Filtersystemen überprüfen, was online zu sehen sein darf, wären ebenfalls gefährlich für den demokratischen Diskurs.

Während der Anhörung bleibt er oft im Ungefähren. Auf Fragen danach, welchen Weg die Daten nehmen, die Facebook speichert, antwortet Zuckerberg zum Beispiel, man habe über die Privatsphäre-Einstellungen die Kontrolle darüber, welche Menschen welche Inhalte sehen dürfen.

Dass Facebook selbst trotzdem Zugriff auf alle Daten hat und sie zur Profilbildung nutzt - egal, ob sie öffentlich oder nur für die eigenen Freunde sichtbar sind - lässt er unerwähnt.

Zu den kritischsten Stimmen gehört John Kennedy von den Republikanern, der gegen Ende der Anhörung an der Reihe ist. „Eure Nutzerbedingungen sind beschissen,“ sagt er zum Facebook-Chef, sie dienten nur dazu, „Facebooks Hintern zu schützen“ anstatt die Nutzer zu informieren. Er zeigt sich enttäuscht vom Verlauf der Anhörung und fordert Zuckerberg auf, bei der Entwicklung von Regulierungen zu helfen.

Zuckerberg zeigt sich bei einer Annäherung an die europäischen Datenschutz-Standards wie einer expliziten Zustimmung zur Datenweitergabe schmallippig. Er begrüßt das im Prinzip, sagt aber auch, die Regeln für Amerikaner würden wohl wegen „unterschiedlicher Sensibilitäten“ ein Stück weit anders ausfallen. Zuckerberg betrachtet auch die Blanko-Zustimmung für den Kontaktdaten-Zugriff bei der Installation des Messengers als "Opt-In". Hat der Nutzer einmal sein Häkchen gesetzt, hat Facebook in Sachen Daten quasi freie Hand.

Mehrere Senatoren fragen Zuckerberg, warum die Firma nach Bekanntwerden des Datenabflusses 2014 weder die Millionen betroffenen Nutzer, noch die Handelsbehörde FTC informierte, die seit 2011 die Privatsphären-Politik des Konzerns überwacht. Hier zieht sich Zuckerberg auf die Geschäftsbedingungen zurück: In diesen sei eine Daten-Weitergabe an Drittparteien erwähnt gewesen. Als die Nutzer sich bei Facebook angemeldet hätten, "haben sie sich auch dafür angemeldet". Ob die Nutzungsbedingungen wirklich die ungefragte Daten-Weitergabe an Apps von Freunden deckten, ist derzeit Gegenstand von FTC-Ermittlungen, die eine Milliardenstrafe zur Folge haben könnten.

Kurz darauf ist es geschafft. Zuckerberg springt von seinem Sitz auf, schüttelt allen verbliebenen Senatoren die Hände. Dann verschwindet er mit ihnen durch den Hinterausgang des Anhörungsraums.

Während der Anhörung legte der Aktienkurs von Facebook um 4,5 Prozent zu. Zyniker errechnen daraus eine Vermögenssteigerung von 2,8 Milliarden US-Dollar für den Firmengründer.

Derweil haben die ersten Facebook-Nutzer die von Mark Zuckerberg angekündigte Nachricht erhalten, dass ihre Daten an Cambridge Analytica abgeflossen sein könnten.

11. März 2018. Mark Zuckerberg muss vor dem US-Kongress aussagen.  In der Anhörung antwortet Zuckerberg auf eine entsprechende Frage, dass auch seine Informationen an das umstrittene Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica gegangen seien.

Wenn sich ein Nutzer ausloggt, kann Facebook dann trotzdem noch sehen, was er im Internet tut? Zuckerberg antwortet darauf nur vage. Er spricht von „Cookies“, die es im Internet gebe – kleine Dateien, die Informationen über das Surfverhalten speichern.

Sieht Facebook, was wir auf unseren Handys tun, selbst wenn wir dort nicht in dem Netzwerk angemeldet sind? Zuckerberg spricht nur davon, es könne aus „technischen Gründen“ durchaus so sein. Den Vorwurf, Facebook würde Gespräche abhören weist er zurück.

Was genau wusste Zuckerberg zu welchem Zeitpunkt über Cambridge Analytica? War er im Jahr 2015 an der Entscheidung beteiligt, die 87 Millionen Facebook-Nutzer nicht darüber zu informieren, dass ihre Daten abgezweigt worden sind? Nach kurzem Überlegen verneint Zuckerberg diese Frage.

Einige Republikaner versuchen, die Facebook-Nutzung durch Obamas Wiederwahlkampagne 2012 mit der 2013 erfolgten Datensammlung Kogans gleichzustellen. Die Obama-Kampagne hat sich mit Sympathisanten mit deren Zustimmung auf Facebook verbunden, und kam so auch an deren Facebook-Freunde heran. Für Zuckerberg ist das aber nicht mit Kogans Datensammlung vergleichbar:  "Der große Unterschied zwischen diesen Fällen ist, dass sich die User im Falle Kogans bei einer App angemeldet haben, um Kogan Daten zu geben, und dann hat er diese Daten entgegen unserer Richtlinien und entgegen der Erwartung der User an Dritte verkauft." Auch eine insinuierte parteiische Unterstützung Obamas stellt Zuckerberg in Abrede: "Wir haben Obama nichts erlaubt, was nicht auch jeder andere Developer hätte tun können." Und Obama habe sich an die damaligen Facebook-Regeln gehalten, Kogan nicht.

2014 habe Facebook die Regeln für den Datenzugriff Dritter geändert. Seither könnten sie nur noch die Daten jener Nutzer sehen, die ihre Zustimmung erteilt haben, nicht mehr Informationen über deren Facebook-Freunde. Mehrere datengierige App-Betreiber hätten damals den Anstoß zu diesen Änderungen gegeben.

Lindsey Graham aus South Carolina möchte wissen, wer Facebooks Rivalen sind. Zuckerberg bleibt die Antwort schuldig.

Die EU-Abgeordneten Sven Giegold und Jan Philipp Albrecht sowie EU-Justizkommissarin Věra Jourová fordern, dass Zuckerberg persönlich zu einer Anhörung im EU-Parlament erscheinen soll.

2. Mai 2018. Cambridge Analytica stellt nach übereinstimmenden Medienberichten den Betrieb ein. Auch die britische Dachgesellschaft SCL Group wird offenbar dicht gemacht weil die Firma Kunden verloren hat und zugleich die Anwaltskosten im Zuge der Ermittlungen zum Datenskandal in die Höhe schnellen.

Auf der Homepage von Cambridge Analytica heißt es, das Unternehmen werde unverzüglich alle Aktivitäten einstellen. Das Geschäftsmodell sei nicht länger rentabel. Im Zuge des Datenskandals seien praktisch alle Cambrigde-Analytica-Kunden abgesprungen. Auch die Muttergesellschaft SCL werde in die Insolvenz gehen.

3. Mai 2018. Unter den Adressen von Cambridge Analytica wurde ein weiteres Unternehmen  Emerdata im Handelsregister eingetragen. Es heißt Emerdata und wird betrieben von den gleichen Leuten, die bisher hinter Cambridge Analytica standen, darunter der Technologiechef Alexander Tayler und Rebekah Mercer, die mit ihrer Familienstiftung im US-Wahlkampf 2016 zu den einflussreichsten Unterstützern von Donald Trump gehörte.

Möglicherweise versuchen Cambridge Analytica und die Muttergesellschaft SCL, per Insolvenz der weiteren Verfolgung durch britische und US-Behörden zu entgehen, betreiben die Geschäfte aber unter neuem Namen weiter.

Bilder aus Wikimedia Commons
Veranschaulichung von „Big Data“ mit einer Visualisierung, Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic, Urheber: Fernanda B. Viégas

Quellen
03.05.2018, Tagesschau, Nach Facebook-Datenskandal, Gestern Cambridge Analytica, heute Emerdata?
02.05.2018, Tagesschau, Nach Facebook-Datenskandal, Cambridge Analytica macht dicht
12.04.2018, Heise, Facebook-Anhörung: Wie Zuckerberg die US-Repräsentanten abblitzen ließ
11.04.2018, Welt, KONGRESS-ANHÖRUNG, TAG II, Diese vier Fragen will Mr. Zuckerberg nicht beantworten
11.04.2018, Sueddeutsche, Datenskandal, EU-Parlament will Zuckerberg befragen
11.04.2018, Sueddeutsche, Facebook, Auch Zuckerbergs Daten gingen an Cambridge Analytica
11.04.2018, Sueddeutsche, Facebook-Chef vor US-Kongress, Zuckerbergs "Sorry" ist nur ein Synonym für "Abgehakt"
11.04.2018, Zeit, Datenmissbrauch, Amtierender Chef vom Cambridge Analytica gibt Posten auf
11.04.2018, Heise, Facebook-Anhörung im US-Senat: Zuckerberg zeigt sich reuig, weicht konkreten Fragen aus
11.04.2018, Zeit, Facebook, Das Pokerface
11.04.2018, FAZ, KONGRESS BEFRAGT FACEBOOK-CHEF, „In welchem Hotel waren Sie gestern Nacht?“
11.04.2018, taz, Debatte Facebook und politische Werbung, Maßgeschneiderte Macht
11.04.2018, Welt, FACEBOOK-CHEF, Zuckerbergs überraschender Triumph über die Senatoren
11.04.2018, Sueddeutsche, Facebook-Chef vor US-Kongress, Zuckerberg präsentiert sich als erfahrener Entschuldiger
11.04.2018, Tagesschau, Zuckerberg vor US-Kongress, Reumütig, selbstbewusst und naiv
10.04.2018, FAZ, ZUCKERBERG VOR ANHÖRUNG, Facebooks Falschheit
10.04.2018, Sueddeutsche, Facebook, So erkennen Sie, ob Sie vom Datenskandal betroffen sind
10.04.2018, Heise, Facebook-Datenskandal, Cambridge Analytica will Fakten schaffen
07.04.2018, FAZ, AGGREGATEIQ, Facebook suspendiert weiteres Datenanalyse-Unternehmen
06.04.2018, Heise, Facebook weiß nicht, welche Daten Cambridge Analytica besitzt
06.04.2018, Golem, FACEBOOK MESSENGER, Zuckerbergs Nachrichten heimlich auf Nutzerkonten gelöscht
05.04.2018, Tagesschau, 87 Millionen Nutzer betroffen, Datenskandal ausgeweitet - Zuckerberg bleibt
04.04.2018, Sueddeutsche, Cambridge Analytica, Etwa 87 Millionen Nutzer von Facebook-Datenskandal betroffen
04.04.2018, Spiegel, Cambridge-Analytica-Skandal, Zahl der Geschädigten deutlich höher als bislang bekannt
27.03.2018, taz, Facebook schaltet Zeitungsanzeige, Sorry für den Datenmissbrauch
27.03.2018, n-tv, Anhörung im Datenskandal, US-Justizausschuss lädt Zuckerberg vor
27.03.2018, Spiegel, Keine Aussage im britischen Parlament, Zuckerberg lässt sich entschuldigen
27.03.2018, Sueddeutsche, Datenskandal um Cambridge Analytica, Facebook-Großkunden drohen mit dem Exodus
27.03.2018, Heise, Facebook-Datenskanda,: US-Handelsbehörde FTC bestätigt Ermittlungen
26.03.2018, Zeit, Katarina Barley, Facebook will deutsche Betroffene des Datenskandals informieren
26.03.2018, FAZ, NACH DATENMISSBRAUCH, Barley: „Schwierig, konkrete Zusagen von Facebook zu bekommen“
26.03.2018, Spiegel, Facebook nach dem Datenskandal, Barley kündigt "deutlich strengere Regulierung" an
26.03.2018, Sueddeutsche, Großbritannien, Cambridge Analytica soll indirekt das Brexit-Votum beeinflusst haben
26.03.2018, Sueddeutsche, Datenskandal um Cambridge Analytica, Facebook will Betroffene informieren
26.03.2018, Sueddeutsche, Datenskandal bei Facebook, Welche Rolle spielte Cambridge Analytica beim Brexit?
26.03.2018, Sueddeutsche, Datenskandal, Barley macht Facebook schwere Vorwürfe
26.03.2018, Sueddeutsche, Datenskandal, Barley zitiert Facebooks Europa-Vize ins Justizministerium
26.03.2018, Tagesschau, Nach Datenskandal, Barley empfängt Vertreter von Facebook
26.03.2018, Telepolis, Cambridge ist überall
26.03.2018, Heise, Bundesjustizministerin Barley: Facebook will alle Betroffenen des Datenskandals informieren
26.03.2018, Heise, "Kontakte synchronisieren", Facebook sammelte jahrelang Anrufdaten
26.03.2018, Heise, Cambridge Analytica möglicherweise in Brexit-Kampagne verstrickt
25.03.2018, Golem, LOGDATEIEN, Facebook sichert sich Anrufmetadaten von Androidnutzern
25.03.2018, Heise, Facebook-Skandal: Zuckerberg entschuldigt sich in Zeitungsanzeigen
25.03.2018, Heise, Datenskandal: EU-Justizkommissarin fordert Klärung von Facebook
25.03.2018, Welt, DATENMISSBRAUCH, Die Menschen kommen von Facebook nicht mehr los
25.03.2018, Tagesschau, Kommissarin fordert Aufklärung, EU macht Druck auf Facebook
24.03.2018, FAZ, NACH FACEBOOK-SKANDAL, Fast jeder zweite deutsche Social-Media-Nutzer denkt über Abmeldung nach
24.03.2018, Tagesschau, Facebook-Datenskandal, Ermittler durchsuchen Cambridge Analytica
23.03.2018, FAZ, NACH DATENSKANDAL, Polizei durchsucht Zentrale von Cambridge Analytica
23.03.2018, FAZ, SHERYL SANDBERG, Bundestag will Facebook-Chefin vorladen
23.03.2018, Welt, DATENSKANDAL, „Dann könnte die wirtschaftliche Grundlage von Facebook bröckeln“
23.03.2018, Spiegel, Facebook-Skandal, Datenschützer durchsuchen Cambridge Analytica
23.03.2018, Sueddeutsche, Großbritannien, Ermittler durchsuchen Cambridge-Analytica-Büros
23.03.2018, Sueddeutsche, Großbritannien, Richter erlaubt Durchsuchung von Cambridge-Analytica-Büros
23.03.2018, Sueddeutsche, Social Media, "Cambridge Analytica wollte die Gesellschaft radikalisieren"
23.03.2018, Sueddeutsche, Wahlkampf in den USA, Daten sammeln für den Wahlsieg? Das machen alle
23.03.2018, Heise, Facebook-Datenskandal, Whistleblower wollte "feuchten Traum der NSA" erschaffen
23.03.2018, Heise, Facebook-Geschäftsführerin soll Datenskandal im Bundestag "wirklich restlos aufklären"
23.03.2018, Tagesschau, Umgang mit Facebook, So kontrolliert man seine Daten
22.03.2018, Zeit, Facebook, Mark will ein bisschen Daten schützen
22.03.2018, Sueddeutsche, Bundesregierung, Barley bestellt Facebook ins Justizministerium
22.03.2018, Sueddeutsche, Facebook-Chef Zuckerberg, "Schwer zu sagen, was wir finden werden"
22.03.2018, Sueddeutsche, Zuckerberg zum Datenmissbrauch, "Am Ende bin ich verantwortlich"
22.03.2018, Tagesschau, Zuckerberg zu Datenskandal, "Das war ein großer Vertrauensbruch"
22.03.2018, Heise, Kommentar: #deletefacebook ist auch nicht die Lösung
22.03.2018, Heise, Datenskandal Cambridge Analytica: Facebook-Chef Mark Zuckerberg räumt Fehler ein
21.03.2018, Sueddeutsche, Datenmissbrauch bei Facebook, Die Heimlichtuerei muss ein Ende haben
21.03.2018, Heise, Cambridge Analytica, Deutsche Datenschutzaufsicht kündigt Facebook-Prüfung an
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21.03.2018, Welt, CAMBRIDGE ANALYTICA, „Unsere Daten haben Trumps Strategie bestimmt“
21.03.2018, Welt, ILLEGALER DATENABFLUSS, Facebook erlebt den großen Kontrollverlust
21.03.2018, Welt, FACEBOOK-ENTHÜLLUNG, Wie die Internetgiganten unsere Demokratie aufs Spiel setzen
21.03.2018, Welt, DATEN-SKANDAL, Der Social Peak läutet das Ende der großen Tech-Konzerne ein
21.03.2018, Sueddeutsche, Datenmissbrauch bei Facebook, Die Heimlichtuerei muss ein Ende haben
21.03.2018, Sueddeutsche, Wegen Datenaffäre, US-Investoren verklagen Facebook
21.03.2018, Tagesschau, Facebook-Datenmissbrauch, Von wegen Panne - das ist das Geschäftsmodell
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21.03.2018, Heise, Datenskandal um Cambrdige Analytica, Facebook sieht sich als Opfer
20.03.2018, Tagesanzeiger, Gab Trumps Team Facebook-Daten an die Russen weiter?
20.03.2018, Zeit, Alex Stamos, Facebook versetzt offenbar seinen Sicherheitschef
20.03.2018, Spiegel, Facebook-Datenskandal, Cambridge Analytica suspendiert Chef
20.03.2018, Spiegel, Datenskandal. Trumps Wahlerfolg und das Facebook-Rätsel
20.03.2018, Spiegel, Skandal um Datensammlung, Was treibt eigentlich Cambridge Analytica?
20.03.2018, Sueddeutsche, Datenmissbrauch bei Facebook, Der blaue Riese wankt
20.03.2018, Sueddeutsche, Datenmissbrauch-Skandal, Cambridge Analytica suspendiert CEO Alexander Nix
20.03.2018, Sueddeutsche, Cambridge Analytica, Die schmutzigen Methoden der Datenfirma
20.03.2018, Tagesschau, Facebook-Datenaffäre, Cambridge Analytica suspendiert Chef
20.03.2018, Stern, Cambridge Analytica, "Präsidentenmacher" Nix plaudert fragwürdige Methoden aus: Schöne Frauen und viel Geld
20.03.2018, Focus, Umstrittene Firma Cambridge Analytica, Es geht um Trump und Datenklau von 50 Millionen Usern: Riesen-Skandal bei Facebook
20.03.2018, Heise, Ex-Manager bei Facebook: Datenskandal um Cambridge Analytica nur Spitze des Eisbergs
20.03.2018, Heise, Cambridge Analytica: Chef prahlt mit Wahlbeeinflussung und Erpressungsversuchen
20.03.2018, Heise, Cambridge Analytica: Facebook verliert Sicherheitschef, Politiker verlangen Antworten
19.03.2018, FAZ, CAMBRIDGE ANALYTICA, CA-Chef soll mit Erpressungsversuchen geprahlt haben
19.03.2018, FAZ, WHISTLEBLOWER WYLIE, „Ich war ein neugieriger und naiver Dreiundzwanzigjähriger“
19.03.2018, Heise, Cambridge Analytica, Mehrere Untersuchungen angekündigt, mögliche Billionenstrafe für Facebook
18.03.2018, FAZ, FACEBOOK UND DATENUNTERNEHMEN, „Wir haben auf ihre inneren Dämonen gezielt“
18.03.2018, Zeit, Cambridge Analytica, Ermittlungen gegen Wahlkampfhelfer von Donald Trump
18.03.2018, Welt, DATENLECK, Trumps Beraterfirma soll 50 Millionen Facebook-Profile angezapft haben
18.03.2018, Sueddeutsche, Cambridge Analytica, Wie eine Firma die Daten von Millionen Facebook-Nutzern missbrauchte
17.03.2018, Spiegel, USA, Spätere Trump-Berater sollen 50 Millionen Facebook-Profile illegal ausgewertet haben
17.03.2018, FAZ, UMSTRITTENE DATENFIRMA, Facebook wirft Cambridge Analytica raus
17.03.2018, Heise, Cambridge Analytica, Facebook schließt umstrittenes Unternehmen aus
09.03.2017, Heise, Cambridge Analytica, Trumps angebliche Datenhelfer wohl nur heiße Luft
08.03.2017, Golem, US-WAHL, Die Luftpumpen von Cambridge Analytica
07.03.2017, Zeit, US-Wahl, Die Luftpumpen von Cambridge Analytica
05.12.2016, FAZ, Trumps digitale Kampagne, Das Ende des Wahlkampfs, wie wir ihn kennen