Der Neonazi-Sänger und Bassist Daniel Giese wurde 1970 in Meppen geboren. Er gilt in der rechten Szene als Star und wirkt u.a. bei der Band Stahlgewitter mit.
Seine Karriere startete er zusammen mit seinen beiden Cousins Norbert "Nünne" Schaffer und Matthias "Matze" Tönjes" bei der 1986 gegründeten Metal-Band Saccara.
1990 entstand nach diversen Demos das unpolitische Debütalbum "Urbi et Orbi". Es erschien über Metal Enterprises. Bereits das Zweitwerk "Der letzte Mann" das 1994 erschien brachte der Gruppe eine Indizierung ein.
Im Jahr 1995 erschienen 2 Alben mit rechtsextremen Texten. Danach machte die Gruppe eine Pause bis 2001 als das Album "Weltvergifter" erschien.
1996 gründete er mit Frank Krämer (später Halgadom) die Rechtsrockgruppe Stahlgewitter. Diese veröffentlichte bis jetzt [2012] 5 Tonträger die alle auf dem Index stehen. Die Gruppe beteiligte sich zudem im Jahr 2004 an der ersten Projekt Schulhof-CD welche der Freien Kameradschafts-Szene entstammte.
Ab 1997 singt Giese auch bei Kahlkopf mit. Die Veröffentlichungen ähneln bis auf ein Schlageralbum mit Liedern aus den 1930ern alle dennen von Stahlgewitter.
1998 sang Giese zusammen mit Michael Regener unter dem Projektnamen "Goldhagens willige Speichellecker" (Anspielung auf Daniel Goldhagen und dessen Buch "Hitlers willige Vollstrecker") ein Duett ein welches auf der Kompilation "Die Deutschen kommen Vol. 1" veröffentlicht wurde und später auch auf diversen Veröffentlichungen von Stahlgewitter landete.
2005 wurde ein Verfahren der Staatsanwaltschaft eingestellt weil man Giese nicht der Gruppe "Zillertaler Türkenjäger" zuordnen konnte.
Im eigenen Projekt "Gigi & die braunen Stadtmusikanten" brachte Giese alte Schlager, Neue Deutsche Welle Hits und Lieder des politischen Gegners im Rechtsrock-Gewand coverte heraus. Die Lieder bleiben knapp unter der "Schwelle zur Strafbarkeit". Es gibt bisher 3 Alben. Die Gruppe ist bei verschiedenen Veranstaltungen der NPD aufgetreten. Bereits vor dem Bekanntwerden eines Zusammenhangs zwischen den Morden des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) feierte die Band 2010 auf dem indiszeirten Album "Adolf Hitler lebt!" die Morserie und weitere Anschläge.
2006 tritt Giese beim zweiten "Fest der Völker" auf.
Giese hat Verbindungen zu den Plattenfirmen PC-Records und Metal-Enterprises. Bis zur Auflösung hatte er auch Beziehungen zum Nibelungenversand der zum deutschen Blood & Honour-Netzwerk gehörte.
2007 erscheint unter dem Titel "Die Maske" ein Trash-Album seines Projekts "In Tyrannos". Es beinhaltet antifreimaurerische Verschwörungstheorien, Antiamerikanismus und Antisemitismus. Im Metal-Webzine Amboss-Mag wurde das positiv rezensiert.
2008. Ingo Steimel schreibt in seiner Doktorarbeit "Musik und die rechte Subkultur" davon dass die "Band Synonym von menschenverachtende Hetztiraden" ist. Im niedersächsischen Verfassungsschutzbericht des Jahres 2008 heißt es "bekannte und erfolgreiche (Schlager-)Melodien werden mit Texten u.a. über Aussteiger, Israel, Panzer, Kinderschänder und Staatsschutz versehen und transportieren jetzt extremistische Inhalte.
Laut Verfassungsschutz sind in Niedersachsen im Moment 5 rechte Bands aktiv. Darunter "Gigi und die Braunen Stadtmusikanten", "Stahlgewitter" (Meppen), "Nordfront" (Hannover). 2011 gab es in Niedersachsen 4 Konzerte. Deutschlandweit 131 Konzerte von etwa 170 rechten Bands. In Niedersachsen gibt es 11 rechte Vertriebe von Musik, Bekleidung und Accessoires. Sie spielen jedoch laut Verfassungsschutz "in der Szene eine eher ungeordnete Rolle".
20. Februar 2012. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück klagt auf Anzeigen der "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten" (VVN-BdA e.V.) und Stephan Kuhn (Rechtsanwalt aus Frankfurt am Main) vor dem Amtsgericht Meppen gegen Daniel Giese aus Meppen der in dem Lied "Döner-Killer" die Morde des NSU offenbar gutgeheisen hat.
Die Anklage bezieht sich auf die CD "Adolf Hitler lebt". Die CD erschien bereits im Jahr 2010 also bevor die Mordserie der Öffentlichkeit bekannt wurde und noch gar nicht im rechtsradikalen Umfeld gesucht wurde. Es geht um die Titel "Bis nach Istanbul", Geschwulst am After" und das Lied "Döner Killer" mit dem laut Anklage die Mordserie des NSU gutgeheisen wird. In dem Lied welches von der Hamburger Rechtsanwältin Gisa Pahl geprüft worden sein soll heisst es u.a.:
2008. Ingo Steimel schreibt in seiner Doktorarbeit "Musik und die rechte Subkultur" davon dass die "Band Synonym von menschenverachtende Hetztiraden" ist. Im niedersächsischen Verfassungsschutzbericht des Jahres 2008 heißt es "bekannte und erfolgreiche (Schlager-)Melodien werden mit Texten u.a. über Aussteiger, Israel, Panzer, Kinderschänder und Staatsschutz versehen und transportieren jetzt extremistische Inhalte.
Laut Verfassungsschutz sind in Niedersachsen im Moment 5 rechte Bands aktiv. Darunter "Gigi und die Braunen Stadtmusikanten", "Stahlgewitter" (Meppen), "Nordfront" (Hannover). 2011 gab es in Niedersachsen 4 Konzerte. Deutschlandweit 131 Konzerte von etwa 170 rechten Bands. In Niedersachsen gibt es 11 rechte Vertriebe von Musik, Bekleidung und Accessoires. Sie spielen jedoch laut Verfassungsschutz "in der Szene eine eher ungeordnete Rolle".
20. Februar 2012. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück klagt auf Anzeigen der "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten" (VVN-BdA e.V.) und Stephan Kuhn (Rechtsanwalt aus Frankfurt am Main) vor dem Amtsgericht Meppen gegen Daniel Giese aus Meppen der in dem Lied "Döner-Killer" die Morde des NSU offenbar gutgeheisen hat.
Die Anklage bezieht sich auf die CD "Adolf Hitler lebt". Die CD erschien bereits im Jahr 2010 also bevor die Mordserie der Öffentlichkeit bekannt wurde und noch gar nicht im rechtsradikalen Umfeld gesucht wurde. Es geht um die Titel "Bis nach Istanbul", Geschwulst am After" und das Lied "Döner Killer" mit dem laut Anklage die Mordserie des NSU gutgeheisen wird. In dem Lied welches von der Hamburger Rechtsanwältin Gisa Pahl geprüft worden sein soll heisst es u.a.:
"Neun Mal hat er es jetzt schon getan,
die SoKo Bosporus, sie schlägt Alarm,
die Ermittler stehen unter Strom.
die SoKo Bosporus, sie schlägt Alarm,
die Ermittler stehen unter Strom.
Eine blutige Spur und keiner stoppt das Phantom
am Dönerstand herrschen Angst und Schrecken
kommt er vorbei, müssen sie verrecken.
...
Neunmal hat er bisher brutal gekillt,
doch die List am Töten ist noch nicht gestillt.
Profiler rechnen mit dem nächsten Mord.
Die Frage ist nur wann und in welchem Ort.
Neunmal hat er bisher brutal gekillt,
doch die List am Töten ist noch nicht gestillt.
Profiler rechnen mit dem nächsten Mord.
Die Frage ist nur wann und in welchem Ort.
...
Wer ist der Nächste?
Wann ist es so weit?
...
Bei allen Kebabs herrschen Angst und Schrecken.
Der Döner bleibt im Halse stecken,
denn er kommt gerne spontan zu Besuch,
am Dönerstand,
Bei allen Kebabs herrschen Angst und Schrecken.
Der Döner bleibt im Halse stecken,
denn er kommt gerne spontan zu Besuch,
am Dönerstand,
denn neun sind nicht genug"
Eine weitere Anzeige wegen Volksverhetzung, Billigung von Straftaten und Verunglimpfung des Andenkens Verstrobener wurde von RA Kuhn und der VVN-BdA gegen den rechten Versandhandel "Reconquista" erstattet. Sie haben offenbar T-Shirts mit der Aufschrift "Killer Döner nach Thüringer Art" hergestellt. Die Räumlichkeiten wurden durchsucht. Bis jetzt gibt es offenbar aber noch kein Ergebnis.
15.10.2012. Verhandlung vor dem Amtsgericht Meppen. Die Verhandlung fundet im Sall 2 statt. Von den 40 Sitzplätzen ist die Hälfte von Gesinnungsgenossen besetzt.
Experten halten es für unwahrscheinlich dass die Band Täterwissen besessen hat. Auch die Richterin wollte dem Angeklagten kein Detailwissen unterstellen. Zum Auftakt der Verhandlung lässt Giese von seiner Verteidigerin erklären dass er von der Beteiligung des NSU an der Mordserie nichts gewusst und auch keine Kenntnisse über die Gruppe gehabt habe. Selbst äußerte er sich nicht vor Gericht.
Die Einschätzung der Anwältin Gisa Pahl dass der umstittene Liedtext "rechtlich einwandfrei" ist wurde von der Richterin als "absolut fernliegend" abgeschmettert. Der Text ist ihrer Einschätzung nach "strafrechtlich durchaus relevant".
Gisa Pahl soll als "szenebekannte Anwältin von Rechtsradikalen" bekannt und im niedersächsischen Verfassungsschutzbericht des Jahres 2010 aufgeführt sein. Sie vertritt die NPD auch im Verfahren gegen den NPD-Aussteiger Uwe Luthardt.
Daniel Giese wird wegen Volksverhetzung und Billigung von Straftaten zu einer Freiheitsstrafe von 7 Monaten, für 3 Jahre auf Bewährung ausgesetzt, und einer Geldstrafe in Höhe von 600 Euro verurteilt. Giese hat vor Gericht alle Vorwürfe zurückgewiesen. Seine Verteidigern plädierte auf Freispruch. Seine Kameraden nahmen das Urteil ohne Proteste auf.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben bereits Rechtsmittel angekündigt.
07.06.2013. Daniel Giese wurde vom Landgericht Osnabrück wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocaust zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt. Das Berufungsverfahren war von Giese selbst nach dem Urteil vom Oktober 2012 angestrebt worden.
Verurteilt wurde er dieses Mal allerdings nicht wegen dem Lied "Döner-Killer" sondern wegen "Geschwür am After":
Experten halten es für unwahrscheinlich dass die Band Täterwissen besessen hat. Auch die Richterin wollte dem Angeklagten kein Detailwissen unterstellen. Zum Auftakt der Verhandlung lässt Giese von seiner Verteidigerin erklären dass er von der Beteiligung des NSU an der Mordserie nichts gewusst und auch keine Kenntnisse über die Gruppe gehabt habe. Selbst äußerte er sich nicht vor Gericht.
Die Einschätzung der Anwältin Gisa Pahl dass der umstittene Liedtext "rechtlich einwandfrei" ist wurde von der Richterin als "absolut fernliegend" abgeschmettert. Der Text ist ihrer Einschätzung nach "strafrechtlich durchaus relevant".
Gisa Pahl soll als "szenebekannte Anwältin von Rechtsradikalen" bekannt und im niedersächsischen Verfassungsschutzbericht des Jahres 2010 aufgeführt sein. Sie vertritt die NPD auch im Verfahren gegen den NPD-Aussteiger Uwe Luthardt.
Daniel Giese wird wegen Volksverhetzung und Billigung von Straftaten zu einer Freiheitsstrafe von 7 Monaten, für 3 Jahre auf Bewährung ausgesetzt, und einer Geldstrafe in Höhe von 600 Euro verurteilt. Giese hat vor Gericht alle Vorwürfe zurückgewiesen. Seine Verteidigern plädierte auf Freispruch. Seine Kameraden nahmen das Urteil ohne Proteste auf.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben bereits Rechtsmittel angekündigt.
07.06.2013. Daniel Giese wurde vom Landgericht Osnabrück wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocaust zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt. Das Berufungsverfahren war von Giese selbst nach dem Urteil vom Oktober 2012 angestrebt worden.
Verurteilt wurde er dieses Mal allerdings nicht wegen dem Lied "Döner-Killer" sondern wegen "Geschwür am After":
"Heute weiß ein jeder stümperhafte Schreiberling:
Wess Brot ich ess', dessen Lüge ich sing.
All die geschmierten "Historikerkommissionen" mit den Lieblingsthemen:
Massenmord und Perversionen
...
In einer Endlosschleife zeigt man nach wie vor
Bilder von den Schienen und vom Eingangstor.
Die Nasen immer tief im Dreck, so wie ein Trüffelschwein -
alles andere wäre zu wahr, um schön zu sein.
Unsere Geschichtsbücher werden zu Verbrecheralben."
Auch gegen dieses Urteil kann Berufung eingelegt werden.
Quellen
07.06.2013, taz, Geldstrafe für Rechtsrocker, "Döner-Killer"-Sänger muss zahlen
15.10.2012, taz, Rechtsrocker für NSU-Solisong verurteilt, Eindeutig strafbar
15.10.2012, Spiegel, "Döner-Killer"-Lied, Rechtsrocker bekommt Bewährungsstrafe
15.10.2012, Sueddeutsche, "Döner-Killer"-Lied über NSU-Morde, Neonazi-Sänger zu Bewährungsstrafe verurteilt
15.10.2012, NDR, Bewährung für Sänger des "Döner-Killer"-Songs
15.10.2012, NDR, Meppener Band soll NSU-Morde verherrlicht haben
15.10.2012, taz, Rechtsrocker für NSU-Solisong verurteilt, Eindeutig strafbar
15.10.2012, Spiegel, "Döner-Killer"-Lied, Rechtsrocker bekommt Bewährungsstrafe
15.10.2012, Sueddeutsche, "Döner-Killer"-Lied über NSU-Morde, Neonazi-Sänger zu Bewährungsstrafe verurteilt
15.10.2012, NDR, Bewährung für Sänger des "Döner-Killer"-Songs
15.10.2012, NDR, Meppener Band soll NSU-Morde verherrlicht haben
18.11.2011, Spiegel, Rechtsextreme Musik, Hymne auf die Mörder
18.11.2011, Zeit, "Wir denken oft an Euch" - Wie Nazibands den drei Rechtsterroristen huldigten
Wikipedia, Daniel Giese
18.11.2011, Zeit, "Wir denken oft an Euch" - Wie Nazibands den drei Rechtsterroristen huldigten
Wikipedia, Daniel Giese