Der Neonazi Ralf Wohlleben wurde 1975 in Jena geboren. Er war stellvertretender Landesvorsitzender der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) Thüringen und Vorsitzender des Reisverbandes der NPD Jena. Ursprünglich machte er eine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration. Seine Kenntnisse setzte er danach für die rechtsradikale Szene ein. Er kümmerte sich neben der Betreuung von Internet-Domains auch um einen "Netzspeicher". Laut einem Aussteiger ist er ein Vertrauter von Frank Schwerdt (Vizevorsitzender der NPD).
Wohlleben unterhielt laut Tagesschau.de auch enge Kontakte zu Neonazis im Raum Karlsruhe. Das wiederum könnte im Zusammenhang mit dem Polizistenmord von Heilbronn von Bedeutung sein. Neonazis aus Baden-Württemberg besuchten wiederholt ihre Bekannten in Thüringen. Besonders angesagt waren Szene-Großveranstaltungen wie "Rock für Deutschland".
Laut Verfassungsschutz gehörte er auch zur "Braunen Aktionsfront" (BAF). Gegen Mitglieder dieser Gruppe wurde wegen Verdachts der Gründung einer bewaffneten Gruppe (§127 StGB) ermittelt. Auch da gab es laut internen Papieren des Geheimdienstes Querverbindungen nach Baden-Württemberg. Das Verfahren gegen die Gruppe wurde jedoch ergebnislos eingestellt.
Er sitzt seit November 2011 in Untersuchungshaft und schweigt. Er gilt als wichtigstern Unterstützer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Ihm wird vorgeworfen den Terroristen im Jahr 2001 oder 2002 eine Schusswaffe und Munition verschafft zu haben. Das soll als Beihilfe zu 6 vollendeten Morden und einem versuchten Mord zu werten sein. Am 8. November 2012 wurde Anklage gegen ihn und vier weitere Beschuldigte, darunter Beate Zschäpe, erhoben.
Laut Verfassungsschutz gehörte er auch zur "Braunen Aktionsfront" (BAF). Gegen Mitglieder dieser Gruppe wurde wegen Verdachts der Gründung einer bewaffneten Gruppe (§127 StGB) ermittelt. Auch da gab es laut internen Papieren des Geheimdienstes Querverbindungen nach Baden-Württemberg. Das Verfahren gegen die Gruppe wurde jedoch ergebnislos eingestellt.
Er sitzt seit November 2011 in Untersuchungshaft und schweigt. Er gilt als wichtigstern Unterstützer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Ihm wird vorgeworfen den Terroristen im Jahr 2001 oder 2002 eine Schusswaffe und Munition verschafft zu haben. Das soll als Beihilfe zu 6 vollendeten Morden und einem versuchten Mord zu werten sein. Am 8. November 2012 wurde Anklage gegen ihn und vier weitere Beschuldigte, darunter Beate Zschäpe, erhoben.
Lebenslauf
1991/92. Ralf Wohlleben lernt im Winzerclub in Jena-Winzerla Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt, Beate Zschäpe, André Kapke und Holger Gerlach kennen. Sie bildeten die Kameradschaft Jena. Mit nur 6 Mitgliedern wohl die kleinste rechtsextreme Gruppe in Thüringen. Zudem gab es Kontakte zum militanten Neonazi-Netzwerk "Blood & Honour".
Herbst 1994. In Thüringen formiert sich eine Anti-Antifa Mundlos und Böhnhardt waren stellvertretende Leiter der Sektion Jena. Neben Zschäpe waren auch André Kapke, Ralf Wohlleben und Holger Gerlach mit dabei. Wohlleben steigt schnell zu einer führenden Person auf.
1996/97. Der Thüringer Heimatschutz (THS) geht aus der "Anti-Antifa Ostthüringen" hervor. Maßgeblich aufgebaut wurde der Thüringer Heimatschutz durch Tino Brandt, dem stellvertretenden Vorsitzenden des NPD-Landesverbandes Thüringen, Ralf Wohlleben und André Kapke. Daneben waren auch die 3 späteren Terroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe mit an Bord. Brandt ist offiziell Pressesprecher des THS. Der THS trug entscheidend zur bundesweiten Vernetzung der Thüringer Neonaziszene bei.
Juni 1996. Bei Beate Zschäpe werden Bilder beschlagnahmt die belegen dass Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Ralf Wohlleben an Kreisverbrennungen nach Manier des Ku-Klux-Klan teilgenommen haben. Auf der Wache befragt verpfiff Zschäpe 18 Kameraden indem sie die Namenmit Kugelschreiber an den Rand der Bilder schrieb. Auch der damalige Leiter des "Winzerclubs" ist bei der Verbrennung dabei.
17. August 1996. Beate Zschäpe, Uwe Mundlos, Ralf Wohlleben und Holger Gerlach von der "Kameradschaft Jena" reisen zusammen nach Worms. Sie wollen an einer unangemeldeten Demo zum Gedenken an den Tod von Rudolf Heß teilnehmen. Diese wurde von Thomas Wulff, Holger Apfel und Jens Pühse (Bundesorganisationsleiter der JN) organisiert.
Juni 1996. Bei Beate Zschäpe werden Bilder beschlagnahmt die belegen dass Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Ralf Wohlleben an Kreisverbrennungen nach Manier des Ku-Klux-Klan teilgenommen haben. Auf der Wache befragt verpfiff Zschäpe 18 Kameraden indem sie die Namenmit Kugelschreiber an den Rand der Bilder schrieb. Auch der damalige Leiter des "Winzerclubs" ist bei der Verbrennung dabei.
17. August 1996. Beate Zschäpe, Uwe Mundlos, Ralf Wohlleben und Holger Gerlach von der "Kameradschaft Jena" reisen zusammen nach Worms. Sie wollen an einer unangemeldeten Demo zum Gedenken an den Tod von Rudolf Heß teilnehmen. Diese wurde von Thomas Wulff, Holger Apfel und Jens Pühse (Bundesorganisationsleiter der JN) organisiert.
16. September 1996 bis 31. August 1997. Beate Zschäpe gehört zu einer Gruppe von Jugendlichen, die in der Jugendwerkstatt am Steinbach in Jena-Nord in einer Malerwerkstatt arbeiten. Auch Ralf Wohlleben und André Kapke waren zeitweise auch dort zu finden.
26. September 1996. Der Holocaustleugner Manfred Roeder wird wegen der Sachbeschädigung an der Wehrmachtsausstellung vom 9. Juni zu einer Geldstrafe von 4500 DM (ca. 2250 Euro) verurteilt. Die Verhandlung wurde von Kapke, Mundlos, Böhnhardt und Wohlleben begleitet von weiteren Anhängern besucht. Sie waren mit Bomberjacken und Springerstiefeln bekleidet. Im Gerichtsgebäude vor dem Vehandlungssaal entrollten sie ein Transparent mit der Aufschrift "Unsere Großväter waren keine Verbrecher".
Sommer 1997. Der Neonazi David F., Bruder von Jacqueline, der späteren Frau von Wohlfahrt will in diesem Sommer ein Verhältnis mit Beate Zschäpe gehabt haben. Er wohnte zu dem Zeitpunkt in Nürnberg. Im November 2011 animierte er Jörg Zierke, beim Mord an Michèle Kiesewetter von einer "Beziehungstat" zu sprechen. Zwischen 2005 und 2007 betrieb er den Gasthof "Zur Bergbahn" in Obeweißbach, dem Heimatort von Kiesewetter.
1998. Wohlleben organisiert offenbar die Flucht des NSU-Trios.
1998/99. Wohllebens Freundin berichtet als "Gewährsperson" (angeblich nicht als V-Frau) unter dem Decknamen "Jule" dem Thüringer Verfassungsschutz. Dabei wurden offenbar mehr als 10 Quittungen ausgestellt.
Sommer 1997. Der Neonazi David F., Bruder von Jacqueline, der späteren Frau von Wohlfahrt will in diesem Sommer ein Verhältnis mit Beate Zschäpe gehabt haben. Er wohnte zu dem Zeitpunkt in Nürnberg. Im November 2011 animierte er Jörg Zierke, beim Mord an Michèle Kiesewetter von einer "Beziehungstat" zu sprechen. Zwischen 2005 und 2007 betrieb er den Gasthof "Zur Bergbahn" in Obeweißbach, dem Heimatort von Kiesewetter.
1998. Wohlleben organisiert offenbar die Flucht des NSU-Trios.
1998/99. Wohllebens Freundin berichtet als "Gewährsperson" (angeblich nicht als V-Frau) unter dem Decknamen "Jule" dem Thüringer Verfassungsschutz. Dabei wurden offenbar mehr als 10 Quittungen ausgestellt.
1999. Wohlleben tritt der NPD bei und gründet den Kreisverband Jena dessen Vorsitzender er wird. Wohlleben und André Kapke begehen an zwei jungen Frauen gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung und Nötigung. Das Bundesamt für Verfassungsschutz überlegt Wohlleben als V-Mann anzuwerben. Der Thüringer Verfassungsschutz hat offenbar davon abgeraten "weil er mit der Idee voher schon gescheitert" war.
1999 bis 2001. Wohllebenes Zukünftige Jacqueline F. wohnt derweil in München. Laut einem Vermerk des BKA in einer Entfernung von 11 Kilometern vom Tatwort München, Bad-Schachener Str. 14 wo am 29.08.2001 der türkische Lebensmittelhändler Kilic ermordet wurde.
Februar 1999. Der Thüringer Verfassungsschutz und das Landeskriminalamt sprechen laut einer Gesprächsnotiz Wohlleben an um ihn möglicherweise als V-Mann anzuwerben. Die Versuche waren jedoch offenbar ergebnislos.
März 1999. Wohlleben wird observiert um das NSU-Trio aufzuspüren.
2000. Die NPD wählt ihn ins Landespräsidium Thüringen.
1999 bis 2001. Wohllebenes Zukünftige Jacqueline F. wohnt derweil in München. Laut einem Vermerk des BKA in einer Entfernung von 11 Kilometern vom Tatwort München, Bad-Schachener Str. 14 wo am 29.08.2001 der türkische Lebensmittelhändler Kilic ermordet wurde.
Februar 1999. Der Thüringer Verfassungsschutz und das Landeskriminalamt sprechen laut einer Gesprächsnotiz Wohlleben an um ihn möglicherweise als V-Mann anzuwerben. Die Versuche waren jedoch offenbar ergebnislos.
März 1999. Wohlleben wird observiert um das NSU-Trio aufzuspüren.
2000. Die NPD wählt ihn ins Landespräsidium Thüringen.
16. März 2000. In Gera wird in zweiter Instanz das Urteil gegen Ralf Wohlleben und André Kapke wegen gefährlicher Körperverletzung und Nötigung zweier junger Frauen im Jahr 1999 bestätigt.
18. Juni 2000. Wohlleben, der offiziell als parteiloser Kandidat angetreten war, wird in den zehnköpfigen Ortschaftsrat von Jena-Winzerla gewählt. Dort übernahm er die Zuständigkeit für den Bereich Jugend. Zwei Tage vor der Wahl wurde von Neonazis Werbematerial verteilt weches keinen Rückschluss auf die politische Ausrichtung von Wohlleben zuließ. Im Ortschaftsrat von Jena-Winzerla war er bis 1. Dezember 2002 tätig.
Februar 2001. Wohlleben tritt den Job als Pressesprecher der NPD an.
Februar 2001. Wohlleben tritt den Job als Pressesprecher der NPD an.
21 März 2001. Ralf Wohlleben (Pressesprecher der NPD) gibt nach dem Auffliegen von Tino Brandt als V-Mann des Thüringer Verfassungsschutzes die Erklärung ab dass "weder der Landesvorstand der NPD Thüringen noch der Parteivorstand Kenntnis von der Tätigkeit Tino Brandts hatten. Es ist auch nicht eine einzige Mark vom Salär in die Parteikassen geflossen."
1. April 2001. Wie bereits Thomas Starke am 13. November 1999 lehnt nun auch Wohlleben eine Spende an das NSU-Trio ab weil diese "nach seinen Informationen kein Geld mehr benötigen, weil sie in der Zwischenzeit schon wieder so viele Sachen/Aktionen gemacht" haben." Zwischenzeitlich hat der NSU weitere Banken überfallen und das Sprengstoffattentat auf ein iranisches Lebensmittelgeschäft in Köln verübt.
1. April 2001. Wie bereits Thomas Starke am 13. November 1999 lehnt nun auch Wohlleben eine Spende an das NSU-Trio ab weil diese "nach seinen Informationen kein Geld mehr benötigen, weil sie in der Zwischenzeit schon wieder so viele Sachen/Aktionen gemacht" haben." Zwischenzeitlich hat der NSU weitere Banken überfallen und das Sprengstoffattentat auf ein iranisches Lebensmittelgeschäft in Köln verübt.
2002. Zusammen mit Maximilian Lemke (Rechtsextremer Liedermacher) und André Kapke übernimmt Wohlleben in Jena-Altlobeda die ehemalige Gaststätte "Zum Löwen". Inoffiziell wird es nach dem Vorbild der NSDAP-Parteizentrale in München "Braunes Haus" genannt. Es entwickelte sich schnell zu einem rechtsextremen Wohn- und Schulungsprojekt mit überregionaler Bedeutung. Zudem finden dort auch regelmäßige Veranstaltungen der NPD, Jungen Nationaldemokraten, der Freien Kameradschaftsszene sowie Konzerte von Rechtsrock-Bands und rechtsextremen Liedermachern statt.
12. Januar 2002. Die "Nationale Jugend Jena" demonstriert. Auf der Homepage des NPD-Kreisverbandes ließ Wohlleben im Vorfeld dafür werben. Er trat dort auch als Redner auf und stellte einen Kontakt zum NPD-Verband Greifswald her. Daraufhin verteilten die Greifswalder an Jenaer Schulen die rechstsextreme Schülerzeitung "Norddeutsches Sprachrohr". In Jena wurde nach dem Vorbild dann eine Schülerzeitung "Mitteldeutsches Sprachrohr" gegründet. Von dieser wiederum wurden mindestens 6 Nummern verbreitet.
1. Juni 2002. Wohlleben übernimmt die Versammlungsleitung der "Nationalen Jugend Jena" weil der ursprüngliche Anmelder Christian K. für ungeeignet erachtet wurde.
2003. Wohllebens spätere Frau Jacqueline wird Schatzmeisterin des NPD-Kreisverbandes Jena während Ralf Wohlleben Kreisvorsitzender ist. Er prägt die Linie der Partei entscheidend mit. Sie kümmert sich um Gerichtskosten, Mahnungen und Rechtenschaftsberichte.
2003. Wohllebens spätere Frau Jacqueline wird Schatzmeisterin des NPD-Kreisverbandes Jena während Ralf Wohlleben Kreisvorsitzender ist. Er prägt die Linie der Partei entscheidend mit. Sie kümmert sich um Gerichtskosten, Mahnungen und Rechtenschaftsberichte.
2004. Wohlleben zieht in den Jenaer Stadtteil Lobeda-Altstadt um und kandidiert dort als Ortsbürgermeister und Kandidat der NPD zur Ortschaftsratswahl. Mit 5,83% wird er in den 8-köpfigen Ortschaftsrat gewählt. Im selben Jahr noch stand er auf dem ersten Platz der Landesliste der NPD zur Landtagswahl in Thüringen.
2005. Der Thüringer Landesverband der NPD bringt auf Betreiben von Wohlfahrts das Informationsblatt "Thüringen-Stimme" heraus. Auf den ersten Blick war es nicht als rechtsextrem zu erkennen.
Wohlleben heiratet seine Frau Jacqueline. Sie ist Erzieherin und gelernte Speditionskauffrau. In Jena hat sie neue Geschichte und Erziehungswissenschaften studiert. Sie haben [2013] zwei gemeinsame Töchter.
2005. Der Thüringer Landesverband der NPD bringt auf Betreiben von Wohlfahrts das Informationsblatt "Thüringen-Stimme" heraus. Auf den ersten Blick war es nicht als rechtsextrem zu erkennen.
Wohlleben heiratet seine Frau Jacqueline. Sie ist Erzieherin und gelernte Speditionskauffrau. In Jena hat sie neue Geschichte und Erziehungswissenschaften studiert. Sie haben [2013] zwei gemeinsame Töchter.
11. Juni 2005. Wohlleben organsisiert in Jena das "Fest der Völker" mit ca. 500 Teilnehmern. Als Redner treten Frank Schwerdt (NPD-Funktionär) und Patrik Wieschke (Mitglied der NPD) auf. Wieschke wiederum war im Sommer 2000 an einem Anschlag auf einen türkischen Imbiss in Eisenach beteiligt und wurde 2002 wegen Beihilfe zur Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Auf dem "Fest der Völker" traten auch Bands aus dem internationalen Neonazi-Netzwerk Blood&Honour auf.
18. September 2005. Bei der Bundestagswahl 2005 steht er auf dem dritten Platz der Landesliste. Auf Abgeordnetenwatch wollte ein potentieller Wähler von Wohlleben folgendes wissen: "In unserem Land gibt es neben Neonazis leider auch Rechtsterroristen, die Sprengstoff horten, Bomben bauen, Frauen entführen um Informationen über die antifaschistische Szene bekommen, Schlägerskins die in Gruppen auf Jagd gehen u.s.w. Mit welchen Mitteln möchte die NPD gegen solche Schwerkriminellen vorgehen?". Antwort gabs keine. Als Direktkandidat der NPD im Wahlkreis 196 (Greiz-Altenburger Land) erziehlte er ein Ergebnis von 4,5%.
2006. Auf dem "Fest der Völker" soll die Neonazi-Band "Gigi und die braunen Stadtmusikanten" auftreten. Es wird jedoch abgesagt weil es wegen der Fußballweltmeisterschaft in dem Jahr zu wenig Polizei gegeben haben soll.
Der "NPD-Familienbetrieb" Wohlleben führt unterdessen zu Misstrauen. André Kapke wirft dem Ehepaar bei der Kontoführung "Mauscheleien" vor. Weil Ralf Wohlleben gegenüber dem Kreisvorstand keine genauen Angaben über die finanziellen Überschüsse vom "Fest der Völker" machen in Jena machen konnte vermutet er die private Verwendung von Parteigeldern.
Sommer 2006. Ein Punk läuft mit einem Freund nahe dem sogenannten Braunen Haus in Jena-Altlobeda über eine Fußgängerbrücke und ruft dabei "Good Night white Pride". Die Rechtsextremen saßen im Garten an einem Lagerfeuer. Sie hatten bereits einiges getrunken. Der Ausruf des Punks der bei den Neonazis als "Zecke" galt scheuchte sie auf. Etwa ein Dutzend ist auf die Straße gestürmt und verprügelten ihn wie von Sinnen. Von den Frauen wurden sie angefeuert: "Zieht ihn aus! Macht ihn nackig!" Die betrunkenen Männer gehorchten. Der Mann wurde krankenhausreif geschlagen. Seine Kleidung verbrannt. Passanten haben daraufhin die Polizei gerufen. Der Staatsschutz befragte später die Teilnehmer der Party. Die meisten schwiegen. Uwe Luthardt (zu der Zeit Vorstansmitglied des Kreisverbands der NPD) hat jedoch als Zeuge gegen seine Ex-Gesinnungsgenossen ausgesagt weil ihn der Vorfall zutiefst schockierte.
2006. Auf dem "Fest der Völker" soll die Neonazi-Band "Gigi und die braunen Stadtmusikanten" auftreten. Es wird jedoch abgesagt weil es wegen der Fußballweltmeisterschaft in dem Jahr zu wenig Polizei gegeben haben soll.
Der "NPD-Familienbetrieb" Wohlleben führt unterdessen zu Misstrauen. André Kapke wirft dem Ehepaar bei der Kontoführung "Mauscheleien" vor. Weil Ralf Wohlleben gegenüber dem Kreisvorstand keine genauen Angaben über die finanziellen Überschüsse vom "Fest der Völker" machen in Jena machen konnte vermutet er die private Verwendung von Parteigeldern.
Sommer 2006. Ein Punk läuft mit einem Freund nahe dem sogenannten Braunen Haus in Jena-Altlobeda über eine Fußgängerbrücke und ruft dabei "Good Night white Pride". Die Rechtsextremen saßen im Garten an einem Lagerfeuer. Sie hatten bereits einiges getrunken. Der Ausruf des Punks der bei den Neonazis als "Zecke" galt scheuchte sie auf. Etwa ein Dutzend ist auf die Straße gestürmt und verprügelten ihn wie von Sinnen. Von den Frauen wurden sie angefeuert: "Zieht ihn aus! Macht ihn nackig!" Die betrunkenen Männer gehorchten. Der Mann wurde krankenhausreif geschlagen. Seine Kleidung verbrannt. Passanten haben daraufhin die Polizei gerufen. Der Staatsschutz befragte später die Teilnehmer der Party. Die meisten schwiegen. Uwe Luthardt (zu der Zeit Vorstansmitglied des Kreisverbands der NPD) hat jedoch als Zeuge gegen seine Ex-Gesinnungsgenossen ausgesagt weil ihn der Vorfall zutiefst schockierte.
Juni 2007. Wohlleben wird wegen gemeinschaftlicher übler Nachrede zusammen mit Gordon Richter gegen einen Aussteiger aus der NPD in Gera zu einer Zahlung von 60 Tagessätzen verurteilt.
Januar 2009. Horst Mahler (Ex-RAF-Terrorist) der später zum Rechtsextremismus wechselte hält im Braunen Haus einen Vortrag mit dem Titel "Die Kernschmelze der judaisierten Welt ist der Welt Auferstehung zum Nationalsozialismus".
Juni 2009. Der "8. Thüringentag der nationalen Jugend" in Arnstadt, der von 300 Neonazis besucht wurde von Wohlleben organisiert.
Januar 2009. Horst Mahler (Ex-RAF-Terrorist) der später zum Rechtsextremismus wechselte hält im Braunen Haus einen Vortrag mit dem Titel "Die Kernschmelze der judaisierten Welt ist der Welt Auferstehung zum Nationalsozialismus".
Juni 2009. Der "8. Thüringentag der nationalen Jugend" in Arnstadt, der von 300 Neonazis besucht wurde von Wohlleben organisiert.
September 2010. Ralf Wohlleben ist aus der NPD ausgetreten. Zuletzt war er stellvertretender Landesvorsitzender.
Oktober 2010. Jacqueline Wohlleben ist als Verfügungsberechtigte des NPD-Kontos ausgeschieden.
Juli 2011. Die Wohllebens planen einen einwöchigen Familienurlaub auf einem Reiterhof auf Fehmarn. Zufällig genau zu dem Zeitpunkt an dem auch das NSU-Trio dort Urlaub macht. Die angefragte Ferienwohnung war jedoch nicht frei.
Oktober 2010. Jacqueline Wohlleben ist als Verfügungsberechtigte des NPD-Kontos ausgeschieden.
Juli 2011. Die Wohllebens planen einen einwöchigen Familienurlaub auf einem Reiterhof auf Fehmarn. Zufällig genau zu dem Zeitpunkt an dem auch das NSU-Trio dort Urlaub macht. Die angefragte Ferienwohnung war jedoch nicht frei.
29. November 2011. Ralf Wohlleben (Ex-stellvertretender Landesvorsitzender und Pressesprecher der NPD Thüringen und Vorsitzender des Kreisverbandes der NPD Jena) wird verhaftet und kommt in Untersuchungshaft in der JVA Tonna. Ihm wird vorgeworfen der NSU 2001 oder 2002 eine Schusswaffe und Munition verschafft zu haben. Das soll als Beihilfe zu 6 vollendeten Morden und einem versuchten Mord zu werten sein. Zudem soll er die NSU 1998 bei der Flucht und anschließend finanziell unterstützt haben. Auch der Kontakt zu Holger Gerlach soll von ihm vermittelt worden sein.
4. Dezember 2011. Am der Aussenfassade des "Braunen Hauses" in Jena ist ein Bettlaken aufgetaucht. Darauf steht: "Einer für Alle - alle für einen. Denn es ist immer ein Angriff auf uns alle!". Thomas Gerlach aus dem Raum Altenburg schreibt unter seinem Pesudonym "Ace" auf Twitter: "Erstes Wochenende hinter Gittern! In Gedanken bei Wolle! S-O-L-I-D-A-R-I-T-Ä-T!".
6. Dezember 2011. Frau Jacqueline Wohlleben hat ein Gespräch mit ihrem Arbeitgeber, der Geschäftsführung des Sozialunternehmens G. Heckel / Kinder- und Jugendhäuser GmbH, sie soll dabei zugegeben haben, selbst in der Szene aktiv gewesen zu sein, sich aber von den Zielen der rechtsextremen Partei nicht distanziert haben.
12. Dezember 2011. Wohllebens Frau und Mutter seiner beiden Töchter wird nach der Festnahme ihres Mannes von ihrem Arbeitgeber fristlos gekündigt. Sie hatte seit September 2010 in einer privaten Kindertagesstätte im Jenaer Ortsteil Kunitz gearbeitet. Sie reicht Klage ein. Ihr Anwald ist Hendrik Lippold. Frau Wohlleben war bis 2009 selbst Mitglied der NPD. Zeitweise war sie Schatzmeisterin im Kreisverband Jena.
14. Dezember 2011. Frau Wohlleben erhält eine fristgerechte Kündigung zum 31. März 2012.
4. Dezember 2011. Am der Aussenfassade des "Braunen Hauses" in Jena ist ein Bettlaken aufgetaucht. Darauf steht: "Einer für Alle - alle für einen. Denn es ist immer ein Angriff auf uns alle!". Thomas Gerlach aus dem Raum Altenburg schreibt unter seinem Pesudonym "Ace" auf Twitter: "Erstes Wochenende hinter Gittern! In Gedanken bei Wolle! S-O-L-I-D-A-R-I-T-Ä-T!".
6. Dezember 2011. Frau Jacqueline Wohlleben hat ein Gespräch mit ihrem Arbeitgeber, der Geschäftsführung des Sozialunternehmens G. Heckel / Kinder- und Jugendhäuser GmbH, sie soll dabei zugegeben haben, selbst in der Szene aktiv gewesen zu sein, sich aber von den Zielen der rechtsextremen Partei nicht distanziert haben.
12. Dezember 2011. Wohllebens Frau und Mutter seiner beiden Töchter wird nach der Festnahme ihres Mannes von ihrem Arbeitgeber fristlos gekündigt. Sie hatte seit September 2010 in einer privaten Kindertagesstätte im Jenaer Ortsteil Kunitz gearbeitet. Sie reicht Klage ein. Ihr Anwald ist Hendrik Lippold. Frau Wohlleben war bis 2009 selbst Mitglied der NPD. Zeitweise war sie Schatzmeisterin im Kreisverband Jena.
14. Dezember 2011. Frau Wohlleben erhält eine fristgerechte Kündigung zum 31. März 2012.
7. Januar 2012. Holger Gerlach hat laut eigener Aussage auf Anweisung des Ex-NPD-Funktionärs Ralf Wohlleben gehandelt als er den Mitgliedern des NSU einen Reisepass und eine Waffe verschafft hat. Ausserdem hat er ihnen kurz nach dem Abtauchen offenbar 3000 DM (ca. 1500 Euro) zur Verfügung gestellt. In der Szene wird zu Spenden für Ralf Wohlleben, Holger Gerlach und André Eminger, die in Untersuchungshaft sitzen aufgerufen. Im Eintrag eines Facebook-Nutzers kann man den Eintrag lesen: "Wir danken allen Kameraden, die sich an den Soli-Aktionen für unseren Kameraden Ralf Wohlleben beteiligt haben. Wir möchten zum Beginn des neuen Jahres noch einmal eine Spende an die Familien überreichen, da die Anwaltskosten vermutlich ins Unermessliche steigen werden und bitten alle Kameraden um Spenden.
21. Januar 2012. In München marschieren 90 Rechtsradikale unter dem Motto "Deutsche Freiräume erkämpfen für ein patriotisches Begegnungszentrum" durch die Innenstadt. Das Ziel ist das linksautonome Kafe Marat. Abgespielt wird von einem 22-järhigen aus Ebersberg die Pink-Panther-Melodie mit dem das NSU-Video unterlegt war. Die Kameraden gröhlen mit: "Heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder, keine Frage".
23. Januar 2012. Ein Gütetermin von Frau Wohlleben vor dem Arbeitsgericht Jena endete ohne Einigung.
24. Januar 2012. Frau Wohlleben hat sich offenbar mit ihrem Ex-Arbeitgeber geeinigt. Details sind nicht bekannt. Der Anwalt Hendik Lippold bestätigt dass die Familie derzeit von Spendern unterstützt wird.
21. Januar 2012. In München marschieren 90 Rechtsradikale unter dem Motto "Deutsche Freiräume erkämpfen für ein patriotisches Begegnungszentrum" durch die Innenstadt. Das Ziel ist das linksautonome Kafe Marat. Abgespielt wird von einem 22-järhigen aus Ebersberg die Pink-Panther-Melodie mit dem das NSU-Video unterlegt war. Die Kameraden gröhlen mit: "Heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder, keine Frage".
23. Januar 2012. Ein Gütetermin von Frau Wohlleben vor dem Arbeitsgericht Jena endete ohne Einigung.
24. Januar 2012. Frau Wohlleben hat sich offenbar mit ihrem Ex-Arbeitgeber geeinigt. Details sind nicht bekannt. Der Anwalt Hendik Lippold bestätigt dass die Familie derzeit von Spendern unterstützt wird.
01. Februar 2012. Carsten S. (Diplom-Sozialpädagoge) wird in Düsseldorf festgenommen und kommt bald danach in Untersuchungshaft. Er soll sich zusammen mit Ralf Wohlleben zwischen 2001 und 2002 an der Beschaffung einer Waffe beteiligt haben. Im Jahr davor soll er Gelder übergeben und eine Unterkunft für die 3 von der NSU gesucht haben. Die Anklage lautet auf Beihilfe zum Mord. Ob die Waffe zum Einsatz kam ist nicht klar.
24. Februar 2012. Carsten S. gesteht die Lieferung der wichtigsten Tatwaffe des NSU. Er war von Herbst 1998 bis Sommer 2000 die Kontaktperson zwischen den NSU und Ralf Wohlleben. In dieser Zeit hat er nach eigener Aussage die Waffe "bei der es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die Ceska 83 welche bei den Tötungsdelikten zum Einsatz kam handelt" geliefert.
25. Februar 2012. In mehreren Thüringer Tageszeitungen werden verschlüsselte Geburtstagsanzeigen in Gedichtform geschaltet: "Zum Ehrentag für Wolle. Zweifle an der Sonne Klarheit. Zweifle an der Sterne Licht. Zweifle, ob lügen kann dieWahrheit. Nur an unserer Treue nicht." Unterzeichnet von den "Saalfelder Jungs und Mädels".
März 2012. Von einem Neonazi aus Saalfeld wurde ein Rechtsrock-Konzert organisiert. Damit wollte man Geld für die Inhaftierten sammeln. Dazu angereist waren die Rechtsrock-Bands "Barny" aus Sachsen und "Erik" aus Bayern. Das Konzert wurde jedoch untersagt. 67 Platzverweise wurden erteilt.
25. Februar 2012. In mehreren Thüringer Tageszeitungen werden verschlüsselte Geburtstagsanzeigen in Gedichtform geschaltet: "Zum Ehrentag für Wolle. Zweifle an der Sonne Klarheit. Zweifle an der Sterne Licht. Zweifle, ob lügen kann dieWahrheit. Nur an unserer Treue nicht." Unterzeichnet von den "Saalfelder Jungs und Mädels".
März 2012. Von einem Neonazi aus Saalfeld wurde ein Rechtsrock-Konzert organisiert. Damit wollte man Geld für die Inhaftierten sammeln. Dazu angereist waren die Rechtsrock-Bands "Barny" aus Sachsen und "Erik" aus Bayern. Das Konzert wurde jedoch untersagt. 67 Platzverweise wurden erteilt.
14. Mai 2012. Laut MDR das sich auf Ermittlungsakten beruft haben sich die NSU-Mitglieder nach dem Untertauchen noch mehrere Wochen in Jena aufgehalten. Er soll zu der Zeit von Wohlleben und dessen damaliger Freundin unterstützt worden sein.
September 2012. Der Leiter der Justizvollzugsanstalt Tonna in Thürigen schickt einen Brief an den Ermittlungsrichter II am Bundesgerichtshof (BGH). Er schreibt "seit fünf Monaten sitzt Ralf Wohlleben in seiner Heimit in Untersuchungshaft. Er ist kein normaler Gefangener" sondern "durch sein politiisches Vorleben bei gleichgesinnten" Häftlingen "sehr bekannt" daher bestehe die Gefahr, dass sich "persönlich verbundene Gefangene mit ihm solidarisieren.
Es besteht offenbar bereits ein "Unterstützerfeld". Es sollen über Mittelsmänner Kassiber ausgetauscht worden sein. Daher wurden Wohllebens Haftbedingungen verschärft.
5. September 2012. Auch Ringo K. ein Neonazi aus dem Saalfelder Raum, engagiert sich für Wohlleben. Auf Facebook initiierte er dazu die Solidaritätskampagne "Freiheit für Wolle" mit einem virtuellen Button (Badge). Von mehr als 60 Personen wurde der Button mit der Aufschrift "Freiheit für Wolle" auf ihrer Seite veröffentlicht. Dabei waren auch Karsten Höhn und Sebastian Reiche (Mitglieder der NPD Thüringen). Frau Wohlleben hat laut Aussage ihres Anwalts noch keine neue Stelle gefunden.
September 2012. Der Leiter der Justizvollzugsanstalt Tonna in Thürigen schickt einen Brief an den Ermittlungsrichter II am Bundesgerichtshof (BGH). Er schreibt "seit fünf Monaten sitzt Ralf Wohlleben in seiner Heimit in Untersuchungshaft. Er ist kein normaler Gefangener" sondern "durch sein politiisches Vorleben bei gleichgesinnten" Häftlingen "sehr bekannt" daher bestehe die Gefahr, dass sich "persönlich verbundene Gefangene mit ihm solidarisieren.
Es besteht offenbar bereits ein "Unterstützerfeld". Es sollen über Mittelsmänner Kassiber ausgetauscht worden sein. Daher wurden Wohllebens Haftbedingungen verschärft.
5. September 2012. Auch Ringo K. ein Neonazi aus dem Saalfelder Raum, engagiert sich für Wohlleben. Auf Facebook initiierte er dazu die Solidaritätskampagne "Freiheit für Wolle" mit einem virtuellen Button (Badge). Von mehr als 60 Personen wurde der Button mit der Aufschrift "Freiheit für Wolle" auf ihrer Seite veröffentlicht. Dabei waren auch Karsten Höhn und Sebastian Reiche (Mitglieder der NPD Thüringen). Frau Wohlleben hat laut Aussage ihres Anwalts noch keine neue Stelle gefunden.
Donnerstag, 13. September 2012. Im Landgericht Gera läuft imVerfahren der NPD gegen Uwe Luthardt eine Verhandlung. Erschienen sind alle Geladenen bis auf André Kapke der wiederum mit Uwe Bönhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe und Ralf Wohlleben die "Kameradschaft Jena" gegründet hatte.
Mittwoch, 26. September 2012. Laut Nachrichtenmagazin Spiegel handelt es sich bei dem "neuen" V-Mann um Ralf Wohlleben. Der Bundesanwalt hatte vor dem Wechsel nach Karlsruhe offenbar als Unterabteilungsleiter im Bundesinnenministerium als Zuständiger für das 2003 gescheiterte erste NPD-Verbotsverfahren gearbeitet. In dem Zusammenhang "meint" er den Namen "Wohlleben" im Zusammenhang mit V-Leuten gesehen oder gehört zu haben.
Laut Holger Gerlach (Protokoll des BKA) hat Wohlleben ihn einst mit dem Transport einer Pistole beauftragt und erklärt dass es besser wäre wenn er nicht wissen würde "was die drei damit vorhaben". Laut NSU-Helfer Carsten Sch. und Zeuge Andreas S. (Protokolle des BKA) hat Wohlleben den Waffendeal über einen Neonazi-Laden in Jena eingefädelt. Von ihm wurden demnach 2500 DM (ca. 1250 Euro) bereitsgestellt und der Transport der Pistole vom Typ Ceska nach Chemnitz zum damaligen Versteck des NSU organisiert.
Oktober 2012. Wohlleben wird in den Knast München-Stadelheim verlegt. Seine Anwälte hatten zuvor vergeblich dagegen protestiert weil auch dort Rechtsextremisten einsitzen würden. Kurz zuvor geriet Waffennarr Sven-Kai R., der Mundlos und Böhnhardt einmal in einem Brief als "beste Freunde" bezeichnete, in Tonna in Untersuchungshaft. Die beiden sollen sich jedoch dort nicht begegnet sein.
Dienstag, 09. Oktober 2012. Das Innenministerium hält den V-Mann-Verdacht gegen Wohlleben für ausgeräumt nachdem 345 Aktenordner erfolglos durchstöbert worden sein sollen.
Mittwoch, 07. November 2012. 15 Rechtsrock-Bands, darunter SKD, Uwocaust & alte Freunde, Blitzkrieg, Blutbanner und TäterVolk haben gemeinsam eine CD für Ralf Wohlleben aufgenommen. Auch Michael Regener, der Ex-Sänger der verbotenen Band "Landser", ist auf dem Sampler mit dabei.
Donnerstag, 08. November 2012. Gegen Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben, Carsten S., André Eminger und Holger Gerlach wird vor dem Oberlandesgericht München Anklage erhoben. Wohlleben soll sich wegen Beihilfe zum Mord verantworten.
Mittwoch, 15. November 2012. Oliver-Gerd R. ist aktives Mitglied im Reservistenverband "RK Report Kreisgruppe Südheide / Kreisgruppe Braunschweig" - und wirbt auf der Facebook-Seite der "Gefangenenhilfe Freundeskreis" für den Kauf eines T-Shirts zur Unterstützung von "Wolle". Symbol für die Unterstützung wurde zwischenzeitlich ein Schaf mit großen Augen und dicker Wolle. R. berichtet auch über einen Postwechsel mit Wohlleben "Heilsgrüße von Wolle".
Laut Betreiber der Facebookseite ist die "Gefangenenhilfe Freundeskreis" ein "nationaler Zusammenschluss um Rechtsextremen bei staatlichen Ermittlungen und Verurteilungen zu helfen".
Der Reservistenverband hatte bereits 2011 Probleme mit NPD-Mitgliedern in den eigenen Reihen. Über den Verband ist einfacher an Waffenscheine zu kommen und "im Rahmen der Förderung militärischer Fähigkeiten" wird das "Schießen mit Handwaffen der Bundeswehr" angeboten.
17. April 2013. Der Prozess wurde auf den 6.Mai verschoben.
6. Mai 2013. Vor dem Oberlandesgericht München beginnt der NSU-Prozess. Wohlleben wird von den Anwälten Nicole Schneiders und Olaf Klemke vertreten.
08. Juli 2013. Es wird der Öffentlichkeit bekannt dass Wohllebens damalige Freundin unter dem Decknamen "Jule" in den Jahren 1998/99 an den Thüringer Verfassungsschutz berichtet hat.
Oktober 2012. Wohlleben wird in den Knast München-Stadelheim verlegt. Seine Anwälte hatten zuvor vergeblich dagegen protestiert weil auch dort Rechtsextremisten einsitzen würden. Kurz zuvor geriet Waffennarr Sven-Kai R., der Mundlos und Böhnhardt einmal in einem Brief als "beste Freunde" bezeichnete, in Tonna in Untersuchungshaft. Die beiden sollen sich jedoch dort nicht begegnet sein.
Dienstag, 09. Oktober 2012. Das Innenministerium hält den V-Mann-Verdacht gegen Wohlleben für ausgeräumt nachdem 345 Aktenordner erfolglos durchstöbert worden sein sollen.
Mittwoch, 07. November 2012. 15 Rechtsrock-Bands, darunter SKD, Uwocaust & alte Freunde, Blitzkrieg, Blutbanner und TäterVolk haben gemeinsam eine CD für Ralf Wohlleben aufgenommen. Auch Michael Regener, der Ex-Sänger der verbotenen Band "Landser", ist auf dem Sampler mit dabei.
Donnerstag, 08. November 2012. Gegen Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben, Carsten S., André Eminger und Holger Gerlach wird vor dem Oberlandesgericht München Anklage erhoben. Wohlleben soll sich wegen Beihilfe zum Mord verantworten.
Mittwoch, 15. November 2012. Oliver-Gerd R. ist aktives Mitglied im Reservistenverband "RK Report Kreisgruppe Südheide / Kreisgruppe Braunschweig" - und wirbt auf der Facebook-Seite der "Gefangenenhilfe Freundeskreis" für den Kauf eines T-Shirts zur Unterstützung von "Wolle". Symbol für die Unterstützung wurde zwischenzeitlich ein Schaf mit großen Augen und dicker Wolle. R. berichtet auch über einen Postwechsel mit Wohlleben "Heilsgrüße von Wolle".
Laut Betreiber der Facebookseite ist die "Gefangenenhilfe Freundeskreis" ein "nationaler Zusammenschluss um Rechtsextremen bei staatlichen Ermittlungen und Verurteilungen zu helfen".
Der Reservistenverband hatte bereits 2011 Probleme mit NPD-Mitgliedern in den eigenen Reihen. Über den Verband ist einfacher an Waffenscheine zu kommen und "im Rahmen der Förderung militärischer Fähigkeiten" wird das "Schießen mit Handwaffen der Bundeswehr" angeboten.
17. April 2013. Der Prozess wurde auf den 6.Mai verschoben.
6. Mai 2013. Vor dem Oberlandesgericht München beginnt der NSU-Prozess. Wohlleben wird von den Anwälten Nicole Schneiders und Olaf Klemke vertreten.
08. Juli 2013. Es wird der Öffentlichkeit bekannt dass Wohllebens damalige Freundin unter dem Decknamen "Jule" in den Jahren 1998/99 an den Thüringer Verfassungsschutz berichtet hat.
Spenden für Gar Nix sind willkommen
Skrill: https://account.skrill.com/signup/page1?rid=70059833 an ueberhauptgarnix@googlemail.com
Bilder aus Wikimedia Commons
Ralf Wohlleben 2003 in Erfurt, Lizenz: Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland, Urheber: Antifaschistische Aktion Gera [AAG]
Quellen
08.07.2013, Stern, Deckname "Jule", Wohllebens Freundin berichtete an Verfassungsschutz
15.02.2013, Sueddeutsche, Ralf Wohlleben und die NSU-Terroristen, Wie die Spinne im Netz des Rechtsextremismus
14.11.2012, taz, Mutmaßlicher NSU-Helfer Wohlleben, Rechter Reservist wirbt für "Wolle"
08.11.2012, Tagesschau, Anklage gegen Ralf Wohlleben, Der Ex-Parteifunktionär als Strippenzieher
08.11.2012, Tagesschau, Terrorserie des NSU, Bundesanwaltschaft klagt Zschäpe an
07.11.2012, Spiegel, Ralf Wohlleben, Rechte Szene sammelt Geld für mutmaßlichen NSU-Helfer
09.10.2012, taz, V-Mann Verdacht gegen NSU-Helfer, Erfolglose Suche nach Spitzel-Liste
28.09.2012, Spiegel, Ermittlungen zu möglichem V-Mann, Thüringen soll NPD-Funktionär Wohlleben kontaktiert haben
26.09.2012, Stern, Ex-NPD-Funktionär, Mutmaßlicher NSU-Helfer soll V-Mann gewesen sein
26.09.2012, Tagesschau, Innenministerium ordnet Überprüfung an, Weiterer NSU-Helfer war möglicherweise V-Mann
26.09.2012, Spiegel, Neonazi-Zelle, War NSU-Helfer Wohlleben V-Mann
22.09.2012, Spiegel, NSU-Ermittlungen, Das Kreuz mit den Neonazis
05.09.2012, Spiegel, Mutmaßlicher NSU-Helfer, Rechte Szene macht Stimmung für Wohlleben
26.01.2012, Spiegel, Spendenaktion für NSU, Die Treue der Kameraden
23.01.2012, Spiegel, Ralf Wohllebens Ehefrau, Das Erbe des NSU
29.11.2011, Tagesspiegel, Terrorzelle "NSU", Welche Erkenntnisse haben die Ermittler?
29.11.2011, Tagesschau, Mutmaßlicher Terrorhelfer in Untersuchungshaft, Der braune Strippenzieher
15.02.2013, Sueddeutsche, Ralf Wohlleben und die NSU-Terroristen, Wie die Spinne im Netz des Rechtsextremismus
14.11.2012, taz, Mutmaßlicher NSU-Helfer Wohlleben, Rechter Reservist wirbt für "Wolle"
08.11.2012, Tagesschau, Anklage gegen Ralf Wohlleben, Der Ex-Parteifunktionär als Strippenzieher
08.11.2012, Tagesschau, Terrorserie des NSU, Bundesanwaltschaft klagt Zschäpe an
07.11.2012, Spiegel, Ralf Wohlleben, Rechte Szene sammelt Geld für mutmaßlichen NSU-Helfer
09.10.2012, taz, V-Mann Verdacht gegen NSU-Helfer, Erfolglose Suche nach Spitzel-Liste
28.09.2012, Spiegel, Ermittlungen zu möglichem V-Mann, Thüringen soll NPD-Funktionär Wohlleben kontaktiert haben
26.09.2012, Stern, Ex-NPD-Funktionär, Mutmaßlicher NSU-Helfer soll V-Mann gewesen sein
26.09.2012, Tagesschau, Innenministerium ordnet Überprüfung an, Weiterer NSU-Helfer war möglicherweise V-Mann
26.09.2012, Spiegel, Neonazi-Zelle, War NSU-Helfer Wohlleben V-Mann
22.09.2012, Spiegel, NSU-Ermittlungen, Das Kreuz mit den Neonazis
05.09.2012, Spiegel, Mutmaßlicher NSU-Helfer, Rechte Szene macht Stimmung für Wohlleben
26.01.2012, Spiegel, Spendenaktion für NSU, Die Treue der Kameraden
23.01.2012, Spiegel, Ralf Wohllebens Ehefrau, Das Erbe des NSU
29.11.2011, Tagesspiegel, Terrorzelle "NSU", Welche Erkenntnisse haben die Ermittler?
29.11.2011, Tagesschau, Mutmaßlicher Terrorhelfer in Untersuchungshaft, Der braune Strippenzieher
