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| Kirsten Gillibrand |
Die US-amerikanische Politikerin Kirsten Elizabeth Rutnik Gillibrand [ˈkɝːstn̩ ˈdʒɪləbɹænd] wurde am 9. Dezember 1966 in Albany, New York geboren.
Sie ist Mitglied der Demokratischen Partei und seit dem 27. Januar 2009 als Vertreterin des Bundesstaats New York Mitglied des Senats der Vereinigten Staaten. Zuvor gehörte sie seit dem 4. Januar 2007 als Vertreterin des 20. New Yorker Kongresswahlbezirks dem Repräsentantenhaus an.
Im Senat gehört Gillibrand folgenden Ausschüssen an:
- Committee on Foreign Relations
- Committee on Environment and Public Works
- Committee on Agriculture, Nutrition and Forestry
- Special Committee on Aging
Im Repräsentantenhaus gehörte Gillibrand den folgenden Ausschüssen und Unterausschüssen an:
- Committee on Agriculture
- Subcommittee on Horticulture and Organic Agriculture
- Subcommittee on Livestock, Dairy, and Poultry
- Committee on Armed Services
- Subcommittee on Seapower and Expeditionary Forces
- Subcommittee on Terrorism and Unconventional Threats
Sie ist Mitglied der Blue Dog Democrats, einer innerparteilichen Koalition von moderat konservativen Politikern, und Mitgründerin des Congressional High Tech Caucus.
Gillibrand gilt als mögliche Kandidatin bei der Präsidentschaftswahl 2020.
Gillibrand lebt mit ihrem Ehemann Jonathan und den gemeinsamen zwei Söhnen in Brunswick. Ihr Anwesen in Greenport haben sie zuvor an Richard Stengel verkauft.
Leben
9. Dezember 1966. Kirsten Elizabeth Rutnik Gillibrand wird in Albany, New York geboren.
Sie macht später einen Bachelor-Abschluss in Sinologie am Dartmouth College.
1991. Sie schließt ein Studium der Rechtswissenschaft an der University of California, Los Angeles, als Juris Doctor ab. Danach arbeitet sie zunächst als Law Clerk am Second Circuit Court of Appeals.
Während der Präsidentschaft von Bill Clinton ist sie Beraterin des Bauministers Andrew Cuomo.
Anschließend ist sie als Rechtsanwältin in den Kanzleien Davis Polk & Wardwell und Boies, Schiller & Flexner tätig. Zu ihren Mandanten gehört Philip Morris USA.
2006. Bei den Wahlen zum 110. Kongress der Vereinigten Staaten 2006 tritt sie im traditionell konservativen 20. Kongressbezirk des Bundesstaats New York, der seit 1993 von den Republikanern gehalten wird, gegen den dreimal wiedergewählten Amtsinhaber John E. Sweeney an. Sie profitiert u. a. von Korruptionsvorwürfen gegenüber Sweeney und gewinnt mit 53 % der Stimmen den Sitz im Repräsentantenhaus.
November 2008. Sie stellt sich zur Wiederwahl für den 111. Kongress und kann ihren republikanischen Herausforderer Alexander Treadwell schlagen.
23. Januar 2009. Der New Yorker Gouverneur David Paterson ernennt sie vorübergehend zur Nachfolgerin von Hillary Clinton, die nach ihrer Ernennung zur Außenministerin aus dem Senat ausscheidet.
27. Januar 2009. Gillibrand legt ihren Eid als Senatorin ab. Mit 42 Jahren ist sie das jüngste Mitglied im neuen Senat. Obwohl die Amtszeit von Hillary Clinton ohne ihren Rücktritt erst im Januar 2013 geendet hätte, ist Gillibrand zunächst nur bis zu einer am 2. November 2010 stattfindenden Nachwahl als Senatorin ernannt.
2. November 2010. Sie gewinnt die Nachwahl gegen Joseph J. DioGuardi mit 62 % deutlich.
2012. Bei der regulären Wiederwahl gegen Wendy Long wird sie mit einem komfortablen Stimmenanteil von 72 % bestätigt, was das beste Ergebnis in der New Yorker Geschichte darstellt.
12. Dezember 2017. In der NBC-Sendung Megyn Kelly Today wiederholen Jessica Leeds, Samantha Holvey und Rachel Crooks ihre Beschuldigungen Donald Trump habe sie sexuell belästigt. Insgesamt werfen 16 Frauen Trump sexuelle Belästigung vor.
- Leeds wurde nach ihren Angaben vor drei Jahrzehnten von Trump während eines Fluges betatscht, als sie zufällig neben ihm saß. Leeds sagt, der Fall Weinstein zeige, dass manche Männer inzwischen für ihr sexuelles Fehlverhalten zur Rechenschaft gezogen würden. "Aber unseren Präsidenten ziehen wir nicht zur Rechenschaft".
- Holvey war 2006 Kandidatin beim Schönheitswettbewerb "Miss USA", als dieser zum Trump-Imperium gehörte. Laut ihrer Schilderung kam der Unternehmer damals ohne Ankündigung in die Umkleideräume, als die Frauen dabei waren, sich umzuziehen.
- Crooks beschuldigt ihn, sie 2005 in einem Fahrstuhl auf den Mund geküsst zu haben.
Nach der Sendung fordern mehrere Senatoren, eine davon Kirsten Gillibrand, Trumps Rücktritt.
Trump attackiert die Demokratin daraufhin massiv auf Twitter. Die Vertreterin des Bundesstaats New York in der Kongresskammer sei ein "Leichtgewicht." Vor "nicht so langer Zeit" habe sie bei ihm noch um Wahlkampfspenden "gebettelt". Er kenne die Frauen, die ihn beschuldigten, nicht "und/oder habe sie nie getroffen", behauptet Trump. Es handle sich um "Falschnachrichten".
Politiker und Beobachter liberaler US-Medien werten das als Andeutung, Gillibrand sei auch zu sexuellen Handlungen bereit gewesen.
Senatorin Gillibrand bezeichnet den Trump-Tweet als "sexistische Schmiererei", mit der versucht werde, sie zum Schweigen zu bringen. Schweigen werde sie aber nicht. Trump könne nicht "Millionen von Frauen" den Mund verbieten, die anprangerten, welche Schande er ins Oval Office gebracht habe.
Elizabeth Warren springt Gillbrand zur Seite: "Versuchen Sie ernsthaft, Senatorin Gillibrand zu schikanieren, einzuschüchtern und sie als Schlampe hinzustellen?", schrieb sie auf Twitter an die Adresse des Präsidenten. Warren gilt als mögliche nächste Kandidatin der Demokraten fürs Weiße Haus.
Das Massenblatt „USA Today“ schreibt: „Mit seinem Tweet, der eindeutig nahelegt, dass eine Senatorin der Vereinigten Staaten sexuelle Gefälligkeiten gegen Wahlkampfmittel eintauschen würde, hat Präsident Trump gezeigt, dass er des Amtes nicht würdig ist“. Ein Präsident, der Gillibrand beinahe schon als Prostituierte bezeichne, sei „nicht würdig, die Toiletten der Barack-Obama-Präsidentenbibliothek zu putzen oder George W. Bush die Schuhe zu polieren.“
Bilder aus Wikimedia Commons
Kirsten Gillibrand, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic, Urheber: Gillibrand2010, Senator Gillibrand's official 2010 campaign Flickr account
Quellen
