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| Udo Pasteurs |
Der Politiker und Uhrmacher Udo Michael Wilhelm Pastörs (NPD) wurde am 24. August 1952 in Wegberg geboren. Pastörs ist verheiratet und hat eine Tochter.
Vom 10. Januar 2014 bis 1. November 2014 war er Bundesvorsitzender der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NDP). Sein Nachfolger ist Frank Franz.
Nach seiner Lehre war er Zeitsoldat in der Bundeswehr. Danach erwarb er den Meistertitel seines Handwerks und war anschließend einige Jahre als Kaufmann tätig.
Er war Mitglied der 1994 verbotenen neonazistsichen "Wiking-Jugend" und der "Deutschen Liga für Volk und Heimat".
Eine Aussage von Pastörs über Hitler: "Er ist ja ein Phänomen gewesen dieser Mann, militärisch, sozial, ökonomisch - er hat ja wahnsinnige Pflöcke eingerahmt auf fast allen Gebieten."
Im Schweriner Landttag sagte er einmal: "Unser erstes Augenmerk hat dem Gesunden und Starken zu gelten. Dieses ist zuallererst zu fördern und zu unterstützen. Dies ist keine Selektion, sondern einfache Logik."
Er war Mitglied der 1994 verbotenen neonazistsichen "Wiking-Jugend" und der "Deutschen Liga für Volk und Heimat".
Eine Aussage von Pastörs über Hitler: "Er ist ja ein Phänomen gewesen dieser Mann, militärisch, sozial, ökonomisch - er hat ja wahnsinnige Pflöcke eingerahmt auf fast allen Gebieten."
Im Schweriner Landttag sagte er einmal: "Unser erstes Augenmerk hat dem Gesunden und Starken zu gelten. Dieses ist zuallererst zu fördern und zu unterstützen. Dies ist keine Selektion, sondern einfache Logik."
Ende der 1990er Jahre. Pastörs zieht aus den alten in die neuen Bundesländer nach Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern und betreibt dort bis Juni 2006 einen Uhren- und Schmuckladen.
Deutsche Wende. Ende der 1980er Jahre und Anfang der 1990er Jahre entstand im Osten Deutschlands ein Machtvakuum. Nach dem Fall der Mauer gab es dort viele, vor allem auch junge Leute, die anfällig für Hassbotschaften waren. Michael Kühnen (Leitfigur der westdeutschen Ultranazis) nannte die Aufnahmebereitschaft für Extremistisches Gedankengut welche das DDR-Regime hinterlassen hatte "Traumhaft". In den folgenden Jahrzehnten wird die NPD im Osten von Leuten wie Udo Pastörs (NPD-Chef von Mecklenburg-Vorpommern) und Udo Voigt (NPD-Ex-Parteichef), Holger Apfel, Thorsten Heise, Karl-Heinz Hoffmann (Gründer der "Wehrsportgruppe Hoffmann") geprägt.
Deutsche Wende. Ende der 1980er Jahre und Anfang der 1990er Jahre entstand im Osten Deutschlands ein Machtvakuum. Nach dem Fall der Mauer gab es dort viele, vor allem auch junge Leute, die anfällig für Hassbotschaften waren. Michael Kühnen (Leitfigur der westdeutschen Ultranazis) nannte die Aufnahmebereitschaft für Extremistisches Gedankengut welche das DDR-Regime hinterlassen hatte "Traumhaft". In den folgenden Jahrzehnten wird die NPD im Osten von Leuten wie Udo Pastörs (NPD-Chef von Mecklenburg-Vorpommern) und Udo Voigt (NPD-Ex-Parteichef), Holger Apfel, Thorsten Heise, Karl-Heinz Hoffmann (Gründer der "Wehrsportgruppe Hoffmann") geprägt.
1998. Pastörs fällt als Unterzeichner einer 22-seitigen Schrift auf, die sich unter dem Titel "Völkermord am deutschen Volk" gegen Ausländer und sogenannte Ausländerfreunde in der Politik richtet und in der die Abschaffung des Asylrechts und die Abschiebung aller Asylbewerber und Gastarbeiter verlangt wird.
2000. Pastörs tritt nach eigenen Angaben der NPD bei und ist mehrere Jahre im NPD-Kreisverband Ludwigslust aktiv. Zunächst agiert er aus dem Hintergrund und tritt gelegentlich als Schulungsleiter der Bundes-NPD und als Referent bei NPD-Veranstaltungen auf.
Seit 2005. Pastörs ist stellvertretender Landesvorsitzender der NPD Mecklenburg-Vorpommern.
5. Februar 2006. Er wird auf dem Landesparteitag der NPD Mecklenburg-Vorpommern ohne Gegenkandidaten mit 95,35% auf Platz 1 der Landesliste zur Landtagswahl gewählt. Hintergrund ist ein laufendes Ermittlungsverfahren gegen Stefan Köster (Landesvorsitzender der NPD). Dieses führte dazu dass Köster nicht als Spitzenkandidat zur Verfügung stand und die Wahl auf seinen Stellvertreter Pastörs fiel. Danach nimmt seine Präsenz in der Öffentlichkeit deutlich zu. In seiner Heimatgemeinde Lübtheen engagiert er sich stark im kommunalen Alltagsleben.
Seit 2006. Die Räumlichkeiten des bisherigen Uhren- und Schmuckladens dienen als Wahlkreisbüro der NPD. Pastörs besitzt mehr als 50 Hektar Land in der Gegend, auf denen sich nach seinen Vorstellungen "deutsche Familien" ansiedeln sollen. Pastörs hat zudem Kontakte zur umstrittenen deutschen Siedlung Colonia Dignidad in Chile. Diese soll er laut Stern bereits zweimal besucht haben.
Sommer 2006. Wahlkampf der NPD mit Blaskapelle und Kuchen auf dem Kirchplatz von Lübtheen. Pastörs tritt ans Mikrofon und bellt: "Ich verspreche Ihnen - In 10 bis 15 Jahren machen wir uns frei von diesem Gaunerstaat. Dann bestücken wir unsere Besen mit Eisenborsten und fegen die Mächtigen aus den Ämtern".
Sommer 2006. Wahlkampf der NPD mit Blaskapelle und Kuchen auf dem Kirchplatz von Lübtheen. Pastörs tritt ans Mikrofon und bellt: "Ich verspreche Ihnen - In 10 bis 15 Jahren machen wir uns frei von diesem Gaunerstaat. Dann bestücken wir unsere Besen mit Eisenborsten und fegen die Mächtigen aus den Ämtern".
September 2006. Nach den Wahlen zieht die NPD in den Schweriner Landtag ein und Pastörs wird Landtagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender der NPD.
16. Oktober 2006. Pastörs wird aus der 2005 in Lübtheen gegründeten Bürgerinitiative "Braunkohle Nein e.V." durch einen Vorstandsbeschluss ausgeschlossen.
25. Februar 2009. In seiner Rede beim politischen Aschermittwoch der NPD in Saarbrücken bezeichnet Pastörs die Bundesrepublik Deutschland als "Judenrepublik", türkische Männer als "Samenkanonen" und Alan Greenspan (Ex-Vorstand der US-amerikanischen Notenbank) als "Krummnase".
4. April 2009. Pastörs kandidiert gegen Udo Voigt für das Amt des Parteivorsitzenden der NDP. In der Abstimmung unterliegt er jedoch deutlich.
28. Januar 2010. In der Landtagssitzung zum Holocaustgedenktag, der die übrigen Abgeordneten der NDP ferngeblieben sind, nennt Norbert Nieszery (SPD-Fraktionsvorsitzender) in seiner Rede als eines der Ziele die Hitlers die "Vernichtung des jüdischen Bolschewismus". Daraufhin ruft Pastörs dazwischen dass dies doch eine "gute Idee" gewesen wäre. Zudem spricht er in seiner eigenen Rede von einer "Ausschwitzprojektion" der Demokraten und einem Sieg der Lüge über die Wahrheit". Anteilnahme am Leid der Opfer bezeichnet er als "Betroffenheitstheater und "Schuldkult".
6. Mai 2010. Das Amtsgericht Saarbrücken verurteilt Pastörs wegen der Volksverhetzung vom 25. Februar 2009 nach §130 StGB zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten. Deren Vollstreckung wird mit einer Geldauflage von 6000 Euro nach §59a Abs. 2 Nr. 3 StGB zur Bewährung ausgesetzt.
19. Oktober 2010. Das Landgericht Saarbrücken weist die Berufung von Pastörs gegen das Urteil vom 6. Mai 2010 zurück.
Anfang 2011. Pastörs wird zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der NPD gewählt.
Anfang 2011. Pastörs wird zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der NPD gewählt.
28. Juni 2011. Das Saarländische Oberlandesgericht bestätigt bei der Revision den Schuldspuch vom 6. Mai 2010 wegen Volksverhetzung. Die Sache wird allerdings zu neuer Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht insofern zurückgewiesen "als die Feststellungen zum subjektiven Tatbestand einer der beiden von dem Landgericht straferschwerdend angenommenen Alternativen der Volksverhetzung lückenhaft waren und deshalb auch der Strafausspruch keinen Bestand haben könnte.
4. September 2011. Als Spitzenkandidat der NPD wird er bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern wieder in den Landtag gewählt..
13. November 2011. Pastörs wird bei einem Bundesparteitag in Neuruppin zu einem von 3 Stellvertretenden Bundesvorsitzenden der NPD gewählt.
August 2012. Pastörs wird vom Amtsgericht Schwerin wegen "Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener" und "Verleumdung von Opfern der nationalsozialistischen Diktatur" am 28. Januar 2010 zu einer achtmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt. Deren Vollsteckung wird mit einer Geldauflage von 6000 Euro nach §59a Abs. 2 Nr. 3 StGB zur Bewährung ausgesetzt.
Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft hat Pastörs hat Pastörs den Holocaust indirekt geleugnet. Als Landtagsabgeordneter genießt er jedoch Indemnität, die ihn grundsätzlich vor strafrechtlicher Verfolgung wegen im Landtag gemachter Äußerungen schützt. Diese betrifft auch die ansonsten strafbare Leugnung des Holocausts. Nicht jedoch verleumderische Beleidigungen.
28. September 2012. Udo Pastörs (NPD - verurteilt zu einer Haftstrafe von 10 Monaten auf Bewährung weil er Deutschland eine "Judenrepublik" nannte) will die Piratenpartei einsperren. Ihm ist besonders "Liquid Democracy" ein Dorn im Auge.
22. Februar 2013. Das Landgericht Saarbrücken lässt die vom Oberlandesgericht bemängelten Feststellungen fallen und reduziert die Freiheitsstrafe auf 7 Monate.
Dezember 2013. Nach dem Rücktritt des amtierenden Bundesvorsitzenden Holger Apfel von seinem Amt und als Vorsitzender der sächsischen Landtagsfraktion der NPD übernimmt Pastörs kommissarisch den Bundesvorsitz.
Seit 10. Januar 2014. Der Bundesvorstand der NPD bestimmt Pastörs zum Bundesvorsitzenden der NPD und damit zum Nachfolger von Holger Apfel. Pastörs kündigt eine "harte Hand" an.
18. Januar 2014. Auf dem Bundesparteitag der NPD in Kirchheim scheitert Pastörs mit seinem Vorhaben, die Partei als Spitzenkandidat in die bevorstehende Europawahl zu führen. In einer Kampfkandidatur um den ersten Listenplatz unterliegt er mit 71 Stimmen dem früheren Parteivorsitzenden Udo Voigt, der 93 Stimmen erhält. Daraufhin zieht Pastörs seine Kandidatur zurück.
November 2014. Beim Bundesparteitag kandidiert Pastörs nicht mehr für den Parteivorsitz, zu seinem Nachfolger wird Frank Franz gewählt.
Seit 10. Januar 2014. Der Bundesvorstand der NPD bestimmt Pastörs zum Bundesvorsitzenden der NPD und damit zum Nachfolger von Holger Apfel. Pastörs kündigt eine "harte Hand" an.
18. Januar 2014. Auf dem Bundesparteitag der NPD in Kirchheim scheitert Pastörs mit seinem Vorhaben, die Partei als Spitzenkandidat in die bevorstehende Europawahl zu führen. In einer Kampfkandidatur um den ersten Listenplatz unterliegt er mit 71 Stimmen dem früheren Parteivorsitzenden Udo Voigt, der 93 Stimmen erhält. Daraufhin zieht Pastörs seine Kandidatur zurück.
November 2014. Beim Bundesparteitag kandidiert Pastörs nicht mehr für den Parteivorsitz, zu seinem Nachfolger wird Frank Franz gewählt.
Bilder aus Wikimedia Commons
Udo Pasteurs, Lizenz: GNU Free Documentation License nur Version 1.2, Urheber: Marek Peters / www.marek-peters.com
Quellen
12.01.2014, taz, NPD-Parteichef, Udo Pastörs Der radikale Biedermann
12.01.2014, Zeit, UDO PASTÖRS, Das wahre Gesicht der NPD
11.01.2014, Focus, Rechtsextremisten in der Krise, Udo Pastörs ist neuer NPD-Vorsitzender
09.01.2014, Zeit, RECHTSEXTREME, Hardliner Pastörs ist neuer NPD-Chef
09.01.2014, Spiegel, Rechtsextreme in der Krise, Hardliner Pastörs ist neuer NPD-Chef
09.01.2014, Sueddeutsche, Udo Pastörs als NPD-Chef, Extrem nach innen und außen
12.01.2014, Zeit, UDO PASTÖRS, Das wahre Gesicht der NPD
11.01.2014, Focus, Rechtsextremisten in der Krise, Udo Pastörs ist neuer NPD-Vorsitzender
09.01.2014, Zeit, RECHTSEXTREME, Hardliner Pastörs ist neuer NPD-Chef
09.01.2014, Spiegel, Rechtsextreme in der Krise, Hardliner Pastörs ist neuer NPD-Chef
09.01.2014, Sueddeutsche, Udo Pastörs als NPD-Chef, Extrem nach innen und außen
