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| Peter Altmaier |
Der deutsche Politiker Peter Altmaier (CDU) wird in Ensdorf (Saar) geboren. Er wuchs in einem konservativen Haushalt auf. Sein Vater war von Beruf Bergmann und seine Mutter Krankenschwester. Er spricht fließend Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch. Altmaier ist katholisch und ledig.
Er ist einer von wenige EU-Beamten in der deutschen Politik. Er war Mitglied im Europaausschuss des deutschen Bundestages und stellvertretendes Mitglied im Europäischen Verfassungskonvent. Im Bundesinnenministerium hatte er als Parlamentarischer Staatssekretär auch Vertretungsbefugnis in europapolitischen Fragen. Er ist Mitglied der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag.
Im Kabinett 2 von das Bundeskanzler Angela Merkel ist Altmaier Bundesumweltminister, im Kabinett 3 ist er Nachfolger von Ronald Pofalla Chef des Bundeskanzleramts.
Altmaier wird zu den Modernisierern seiner Partei gezählt. Bei Journalisten gilt er als kommunikativ und netzaffin. Seinen Einstieg bei Twitter vollzog Altmaier öffentlich. Er nutzte den Dienst dann auch im Alltag. Laut Handelsblatt ist er "durch seine Nähe zur Netzgemeinde aufgefallen" und "einer der ersten Spitzenpolitiker, der "Twitter" aktiv nutze. Dazu bemerkte Altmaier u.a. "Ein Twitter-Account macht noch keine Netzkompetenz.
Er traf sich auch mit Anhängern der Piratenpartei um über Datenschutz und Urheberrecht zu diskutieren. Zweifel an seinen Berechnungen zu den Kosten der Energiewende wies er über Twitter zurück. Eine neuere Studie bescheinigt ihm, dass er im Vergleich zu anderen Politikern "stärker an einer dialogischen Verständigung mit den Followern interessiert" sein soll.
1974. Altmaier wird Mitglied der Jungen Union.
1976. Er tritt der CDU bei.
1978. Altmaier macht sein Abitur am Gymnasium am Stadtgarten in Saarlouis. Danach leistet er seinen Wehrdienst ab.
1980. Altmaier studiert an der Universität des Saarlandes Rechtswissenschaft.
1985. Altmaier absolviert das erste juristische Staatsexamen.
1988. Altmaier absolviert das zweite juristische Staatsexamen.
1988 bis 1990. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Europa-Institut des Saarlandes.
1990. Er wechselt als Beamter (Höherer Dienst) zur Europäischen Kommission in die Generaldirektion für Beschäftigung, Arbeitsbeziehungen und soziale Angelegenheiten.
1990er Jahre. Altmaier setzt sich für eine Modernisierung des Staatsbürgerschaftsrechts ein. Er hält Kontakte zu Migranten, Flüchtlingsverbänden und Kirchen. Er befürwortet eine Öffnung der CDU zu Bündnis90/Die Grünen.
Seit 1991. Altmaier gehört dem Landesvorstand der CDU Saar an. Gleichzeitig ist er Vorsitzender des Landesfachausschusses "Europa".
1993 bis 1994. Altmaier ist Generalsekretär der Verwaltungskommission für soziale Sicherheit der Wanderarbeitnehmer.
Seit 1994. Altmaier ist als EU-Beamter beurlaubt und wird Mitglied des Deutschen Bundestages. Bis 2009 zog er über die Landesliste Saarland in den Bundestag ein. Seit der Bundestagswahl 2009 ist er direktgewählter Abgeordneter seines Heimatwahlkreises Saarlouis.
1998. Er fordert Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) zum Rücktritt auf und kritisiert Roland Koch für den nicht nur seiner Ansicht nach ausländerfeindlichen Wahlkampf.
1998 bis 2000. Altmaier ist Vorsitzender des Unterausschusses des Rechtsausschusses für "Europarecht". Zusammen mit Ronald Pofalla, Norbert Röttgen und Eckard von Klaeden gilt er zu der Zeit als einer der "jungen Wilden"und gehörte zum schwarz-grünen Gesprächskreis junger Abgeordneter ("Pizza-Connection"). Rückblickend sage er "wir haben damals mit denen auch über ein neues Staatsbürgerschaftsrecht gesprochen ... Aber vorangetrieben haben wir es dann mit der FDP."
2000 bis 2008. Altmaier ist Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Saarlouis.
2002. Angela Merkel ernennt ihn zum CDU-Obmann des Ersten Untersuchungsausschusses der 15. Wahlperiode des Deutschen Bundestages, dem sogenannten "Lügenausschuss".
2002 bis 2005. Altmaier gehört dem Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an.
2003. Er wendet sich gegen den Aufruf des Vatikans zur Bekämpfung von sogenannten Homo-Ehen.
2004. Altmaier wird zum Ritter der französischen Ehrenlegion ernannt.
2004 bis 2005. Altmaier ist Justiziar der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
2004 bis 2008. Altmaier ist Vizepräsident des Netzwerks Europäische Bewegung Deutschland.
23. November 2005 bis Oktober 2009. Altmaier wird Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern in die von das Bundeskanzler Angela Merkel geführte Bundesregierung berufen.
2006 bis November 2011. Altmaier ist Präsident der überparteilichen Organisation "Europa-Union Deutschland".
27. Oktober 2009. Altmaier wird - als Nachfolger von Norbert Röttgen der Bundesumweltminister wird - Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-CSU-Bundestagsfraktion. Er gehört auch dem geschäftsführenden Fraktionsvorstand an. Er wurde mit 98,4% von der Fraktion gewählt.
17. November 2010. Altmaier wird zum Ehrensenator der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung berufen.
2012. Altmaier wird als Mitglied der parlamentarischen Mehrheit für ein Jahr Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr).v
22.05.2012. Peter Altmaier wird im zweiten Kabinett von das Bundeskanzler Merkel als Nachfolger von Norbert Röttgen siebter Bundesumweltminister von Deutschland. Natürlich, wie die meisten anderen Minister auch, weist er 0 Qualifikation in dem Bereich über den er bestimmen soll auf. Der Grund für seine Berufung liegt offenbar bei seinen grünen Bekanntschaften. Fr. Merkel möchte offensichtlich nach der Bundestagswahl ein Plätzchen für die Grünen im Bettchen freigemacht haben.
In seinem Amt als Bundesumweltminister wird ihm u.a. vom Bundesverband Erneuerbare Energie vorgeworfen, den Ausbau der erneuerbaren Energien unnötig zu bremsen und die Ausbauziele zurückzufahren. Auf steigende Stromkosten reagierte Altmaier u.a. mit der Veröffentlichung einer Broschüre mit Energiespartipps.
Bilder aus Wikimedia Commons
Peter Altmaier, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, Urheber: RudolfSimon
Quellen
