Dienstag, 6. November 2018

Griechenland in der Krise


Durch die Sparpolitik infolge des Kriegs von Reich gegen Arm (genannt Finanzkrise), der Rezession, Waffeneinkäufen, und von der Empörung über "illegale Einwanderung", die sie selbst mit ihrem Fremdenhass kräftig schüren erhalten rechtsradikale Organisationen wie die Partei Chrysi Avgi starken Zulauf. Es kommt zunehmend zu Gewalttätigkeiten gegen Ausländer.

09. Mai 2013. Die Jugendarbeitlosigkeit bei 15- bis 24-jährigen ist im Februar auf 64% angestiegen. Im Januar waren es noch 59%, im März 2012 waren es 54%. Der Mindestlohn für unter 25-jährige wurde auf 500 Euro gesenkt. Insgesamt liegt die Arbeitslosenquote nun auf 27%. 2009 waren es "nur" etwa 9% (Welt).

17. März 2013. Griechen haben offenbar etwa 3 Mrd. Euro auf Konten in Zypern gebunkert. Die EU zwingt nun alle Anleger dieser Banken, sich an der "Rettung" Zyperns zu beteiligen. Oberhalb 100.000 Euro werden 9,9 % der Einlagen abgezogen und unterhalb 6,75 %. Damit sollen vor allem reiche Russen und Briten die u.a. auch Schwarzgeld auf Zypern bunkern getroffen werden. Es trifft jedoch auch Griechen die etwas zur Seite bringen konnten (Spiegel).

13. März 2013. Die Wirtschaft Griechenlands ist um weitere 6,4 Prozent geschrumpft. Seit 2008 ist die Kaufkraft der Bevölkerung um 30% geringer geworden (Telepolis).

11. Februar 2013. Ein neuer Rundfunkerlass verbietet in Griechenland das Zeigen von Bildern mit verwahrlosten Bürgern. Damit soll verhindert werden dass die Krisenfolgen anhand personifizierte Beispiele präsentiert werden (Telepolis).

10. Februar 2013. Leonidas Chrysanthopoulos verkündete bereits im Dezember 2012 davon dass die griechische Regierung mit der privaten US-amerikanischen Sicherheitsfirma Academi (früher Blackwater) einen Vertrag zum Schutz des Parlaments und der Regierung vor inneren Unruhen geschlossen hat (Telepolis, Wikipedia - Academi).

08. Februar 2013. Mehr als 90% der Griechen haben einen Einkommensverlust von durchschnittlich 38% hinnehmen müssen. Der Index für das Wirtschaftsklima ist von 86,9 (Dezember 2012) weiter auf derzeit 85,8 Punkte gefallen (Welt).

02. Februar 2013. Während es Island langsam wieder besser geht, sind in Griechenland die Gefängnisse überbelegt, die Arbeitslosigkeit liegt offiziell bei 26,8% bei einer Jugendarbeitslosigkeit von 57,6% und 34% Arbeitslosen im Alter von 35 bis 45 Jahren. Nach einem Jahr fallen sie aus der Arbeitslosenhilfe und sind auf Hilfen der Kirche angewiesen die derzeit 250.000 Menschen versorgt.
Während die kleinen, wenn sie 1000 Euro Steuern nicht bezahlen sind in den Knast wandern kommen Personen die das Finanzamt um mehr als 1 Mio. Euro betrogen haben mit "Haft auf Bewährung" davon. In der Pressefreiheitsstatistik ist Griechenland (u.a. durch zahlreiche von Polizisten verletzte Journalisten) auf Platz 84 gesunken (Telepolis).

21. Januar 2013. Seit 2010 wurden 183,1 Mrd. Euro an Griechenland ausgezahlt:
- 41 Mrd. für einheimische Bankenrettung
- 30 Mrd. für Haircuts (Schuldenstreichungen im Frühjahr 2012)
- 10 Mrd. für die "Kasse für die Stabilität des Finanzsystems"
- 11,3 Mrd. für Rückkauf von Schuldverschreibungen (Dezember 2012)
- 0 Mrd. Euro für die griechische Bevölkerung
Das sind insgesamt 92,3 Mrd. Euro die unmittelbar oder mittelbar ans Bankensystem gingen.
Mit einem Teil der restlichen 90,8 Mrd. Euro wurde ein Teil der fälligen Staatsschulden von 201,5 Mrd. Euro bezahlt. Die restlichen 110,7 Mrd. wurden dem griechischen Wirtschaftssystem entzogen (durch Steuern, Rechnungen der öffentlichen Hand und kurzfristige Bankanleihen bei griechischen Geldhäusern wurden nicht bezahlt).
Insgesamt werden durch die Maßnahmen im Moment in Griechenland etwa 1000 Jobs pro Tag vernichtet (Telepolis).

4. Dezember 2012. Griechenland kauft Staatsanleihen von "privaten Gläubigern" im Wert von 10 Mrd. Euro zu einem Nennwert zwischen 32,2% und 40,1% des Nennwerts zurück (taz). Das Interessante Detail an der Stelle ist dass sich "private Gläubiger" wie die "Profi-Investoren" Greylock, Third Point, Fir Tree Partners, Appaloosa Management ... nach dem Schuldenschnitt im Sommer zum Kurs von weniger als 15 Punkte eingedeckt haben und nun einen schönen Reibach machen können (FAZ).

24. November 2012. Die Anzahl der Suizidversuche und Suizide in Griechenland steigt immer weiter an. 2009 waren es 677, 2010 waren es 830 und 2011 waren es 927. Die Zahl steigt auch weiterhin an. Bis August waren es 2012 bereits 690 Fälle. Wie viele der Suizidversuche tödlich endeten ist nicht klar (Spiegel).

15. November 2012. Nach mehreren Jahren herumeiern kommen die "Äxpärten" bezüglich Griechenland darauf dass man Schulden nicht mit neuen Krediten abzahlen kann. Aus Verhandlungskreisen heisst es "Ohne direkte Transferzahlungen oder einen Teilschuldenerlass ist Griechenland nicht zu retten" (Sueddeutsche).

28. Oktober 2012. Die Troika schlägt - was man ja absolut nicht kommen sehen konnte - einen Schuldenschnitt vor der die Steuerzahler der EU deutlicher als bisher daran beteiligt. Die bereits im letzten Sommer auferleigten Kreditbedingungen haben bereits dazu geführt dass etwa 600.000 von 1,2 Mio. Langzeitarbeitslosen nicht mehr versichert sind (Spiegel, Telepolis).

22. Oktober 2012. In Griechenland werden manche Schwerkranke nicht operiert weil es an allem fehlt (Tagesschau).

12. Oktober 2012. Konzerne bekommen wegen der Krise feuchte Hosen und hauen aus Griechenland ab. Die Molkerei Fage wird nach Luxemburg verlegt, Coca Cola Hellenic geht in die Schweiz (Sueddeutsche).

04. Oktober 2012. Auf das Gelände des Verteidigungsministeriums sind heute 150 Werftarbeiter vorgedrungen um gegen ausbleibende Löhne zu protestieren. Der griechische Staat gibt der Werft von Skramangas wegen der Krise keine Aufträge mehr. Polizeibeamte setzten Schlagstöcke ein um die Menschen aus dem Ministerium zu drängen  (Spiegel).

13. September 2012. Die Arbeitslosenquote ist zwischenzeitlich auf 23,6% angestiegen. Bei unter 24-järigen liegt die Arbeitslosigkeit nun bei 53,9% (Welt).

06. September 2012. Die Arbeitslosigkeit im Juli lag bei 23,1%. Die Griechen leiden im Stillen (Tagesschau).

18. August 2012. Die Schulden Griechenlands sind trotz dem Gehampel von März bis Ende Juni um mehr als 23 Mrd. Euro weiter angestiegen (Spiegel).

12. Juli 2012. Wegen dem Sparkurs haben innerhalb eines Jahres 307.775 Menschen in Griechenland ihren Arbeitsplatz verloren. Die Arbeitslosenquote im April lag bei 22,5%. Arbeitslosengeld gibt es in Griechenland nur für ein Jahr. Danach sollen die Menschen dort offensichtlich von nix leben  (Sueddeutsche).

10. Juli 2012. Wegen der prekären Lage kam es alleine im Juni zu 350 Selbstmordversuchen in Griechenland. Dabei starben 50 Menschen. Seit Griechenland um internationale Finanzhilfen gebeten hat haben sich laut Statistiken in der zwischenzeit mehr als 2000 Menschen das Leben genommen (Deutsche Wirtschaftsnachrichten).

19. Juni 2012. Griechenlands Wirtschaft implodiert. Die Wirtschaftsleistung wird voraussichtlich 2012 um 6,7% (2011 waren es 9,6%) einbrechen (Focus).

13. Juni 2012. Der griechische Reeder Harrys Vafias ist ein Schnellmerker. Er kommt nun darauf dass Reiche sich in Zukunft vor "Menschen die sich bewaffnen" Angst haben müsste weil die Missgunst der Griechen langsam lebensgefährliche Formen annehmen würde. Er hat leider nicht begriffen dass das nix mit Missgunst zu tun hat wenn man aller anderen Möglichkeiten seine Familie zu ernähren beraubt wurde (Focus).

29. Mai 2012. Christine Lagarde (Chefin des IWF) fordert die Griechen auf gefälligst Steuern zu zahlen und hat ihren Worten nach mehr Mitleid mit den Menschen in Afrika als mit den Menschen in dem verschuldeten Land. Richtig interessant wird diese Aussage jedoch erst vor dem Hintergrund dass Frau Lagarde als internationale Beamtin von Steuern freigestellt ist (Artikel 34 - Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen vom 18. April 1961) und das gesamte Einkommen von 467.940 Euro unversteuert auf ihrem Konto landet. Dazu kommen Spesen pro Jahr in Höhe von ca. 83.760 Euro. Ebenfalls unversteuert. Das ist deutlich höher als das Einkommen des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama der jedoch davon Steuern zahlt. Das ist aber immer noch nicht genügend. Dazu kommen Anspruch auf Mietzuschuss, Entschädigung für Kinderbetreuung, Reisekostenerstattung und ermäßigte Krankenversicherung. Der fünfjährige Arbeitsvertrag von Lagarde sieht dazu noch eine jährliche Gehaltserhöhung zum 1. Juli vor (Hamburger Abendblatt, Lost in EUrope, BILD, Telepolis).

24. Mai 2012. Laut den "Deutschen Wirtschaftsnachrichten" sollen die Europäische Union (EU) und die Europäische Zentralbank (EZB) sich für einen Austritt Griechenlands aus dem Euro entschieden haben. Die Steuereinnahmen Griechenlands brechen weiter ein. Die Übergangsregierung stellt etwa 4 Wochen vor den Neuwahlen die Spar- und Strukturreformen ein (GodmodeTrader, Spiegel, FAZ).

15. Mai 2012. Nach den Wahlen und der gescheiterten Regierungsbildung versuchen die Griechen ihre Ersparnisse zu retten. Innerhalb eines Tages wurden 700 Mio. Euro abgehoben (Sueddeutsche).

26. April 2012. Griechenlands Wahlen sind in Gefahr weil das Geld für Wahlzettel fehlt (Focus). Die Einkommen der Griechen sind im Jahr 2011 um ein Viertel eingebrochen. Vollzeitbeschäftigte bekommen dort durchschnittlich gerade noch 12.53 Euro netto pro Jahr (Focus).

24. April 2012. Griechenlands Wirtschaft wird 2012 wohl um mindestens weitere 5% kleiner gemacht werden nachdem man sie bereits 2011 um 6,9% eingeschrumpft hat. Für den Waffenhandel werden von Griechenland auch heute noch etwa 7 Mrd. Euro pro Jahr ausgegeben. Fast 15% der deutschen Waffenexporte gehen nach Griechenland. 2 Mrd. Euro gingen für defekte U-Boote die es gar nicht braucht raus. Von 2002 bis 2006 war Griechenland der viertgrößte Waffenimporteur weltweit (Spiegel, Freitag).

17. April 2012. Laut EU und IWF braucht Griechenland keine weiteren Hilfen mehr. Die Einkommen sollen um weitere 15% gesenkt werden (Sueddeutsche).

05. April 2012. Nachdem ein 77-jähriger Rentner wegen seiner Schulden keinen Ausweg mehr gesehen hat erschoss er sich selbst im morgendlichen Berufsverkehr. Vor seinem Tod soll er gerufen haben: "Ich habe Schulden, ich halte das nicht mehr aus!". Bei der Leiche wurde ein Abschiedsbrief gefunden in der er seinen Selbstmord mit der Schuldenkrise begründete. Danach kommt es in Athen zu Ausschreitungen.  Wegen der Krise sind die Selbstmorde in Griechenland um 40% angestiegen (Sueddeutsche, Spiegel).

24. Februar 2012. Wolfgang Schäuble (Bundesfinanzminister) macht die Aussage dass die Zeit nach dem Hilfspaket für Griechenland die Zeit vor dem Hilfspaket für Griechenland sein wird (Welt). Für Arme kein Geld aber für Armee. Davon profitiert wiederum die deutsche Waffenindustrie (Stern).

20. Februar 2012. Der nächste Schuß in Höhe von 130 Mrd. Euro wurde von den EU-Finanzministern freigegeben. Die Rezession wird weiter angeheizt (Spiegel).

13. Februar 2012. Die Insolvenzverschleppung geht weiter. Nach der Zustimmung des griechischen Parlaments zum Sparpaket (welches die Einkommen von denen die nix haben weiter kürzt - Der Mindestlohn sinkt um 22% und 150.000 Staatsangestellte werden bis 2015 hinausgekickt) werden von der Regierungskoalition 43 "Abweichler" die dagegen gestimmt haben ausgeschlossen. So geht Demokratie heute :-(. In Athen gibt es eine Straßenschlacht es brennt an mindestens 40 Stellen. Etwa 150 Läden wurden aufgebrochen, geplündert und verwüstet. Auch andere Städte wie Thessaloniki und Chania wurden verwüstet. Es gab mehr als 100 Verletzte und 67 Verhaftungen. Ändern wird das alles nix. Das Geld wandert weiterhin zum Großteil an Großkonzerne im Ausland die aus der Korruption ihre Gewinne ziehen. *gell Herr Ackermann* (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel, Handelsblatt, Telepolis, Telepolis).

05. Januar 2012. In der Zwischenzeit leben 20% der Menschen in Griechenland unter der Armutsgrenze (Welt) und Ministerpräsident Papademos fordert schon den nächsten Lohnverzicht (Welt).

26. November 2011. Immer mehr Griechen stecken sich aus Verzweiflung absichtlich mit AIDS an weil die staatlichen Leistungen für Infizierte weit über denen von Arbeitslosen liegen (Focus).

17. November 2011. Die griechische Privatbank Prokon hat offensichtlich bis zu 700 Mio. Euro unterschlagen. Danach wurde sie mit 900 Mio. Euro von der EU "gerettet" (Sueddeutsche).

07. November 2011. Als Papandreous Nachfolger ist offenbar einer der Verantwortlichen für die Krise, ein Banker, im Gespräch (Focus).

03. November 2011. Papandreou hat offensichtlich der Bildung einer Notregierung an der nur Experten aber keine Politiker teilnehmen zugestimmt. Warscheinlich wird es in diesem Jahr in Griechenland noch Wahlen geben. Davor will man das "Rettungspaket" ohne Volksabstimmung durchboxen (Focus).

01. November 2011. Giorgos Papandreou (Ministerpräsident Griechenlands) will eine Volksabstimmung über das "Rettungspaket" durchziehen. Das Parlament stärkt ihm den Rücken. Die Börsen gehen steil bergab (Focus).

27. Oktober 2011. Die Banken müssen auf 50% der Forderungen an Griechenland verzichten. Man spricht von 100 Mrd. Euro. Ist allerdings ein gutes Geschäft. Die Papiere sind nur noch 30% wert (Tagesschau, Sueddeutsche, Nachdenkseiten).

24. Oktober 2011. ("Wer häb au des denkt?") Griechenland braucht vieel mehr Geld und länger um die Krise in den Griff zu bekommen (Welt).

20. Oktober 2011. In Griechenland soll das Militär die Müllabfuhr übernehmen weil sich durch die Streiks die Müllberge in Athen derart stapeln dass die Gefahr einer Typhusepidemie besteht (Sueddeutsche).

11. Oktober 2011. In Griechenland zerfällt das staatliche Gesundheitswesen. Die Zahl von Suiziden und Krankheitsfällen steigt rapide an (Spiegel).

04. Oktober 2011. Nachdem das nächste Milliardengeschenkpäckchen verschoben wurde taucht so mir nix dir nix so viel Geld in Griechenland auf dass man auch locker noch einen Monat länger warten kann (Sueddeutsche, Spiegel). Die belgisch-französische Dexia Bank, die erst 2008 mit Steuergeldern in Höhe von 6,8 Mrd. Euro "gerettet" *LOL* soll mit 4,8 Mrd. Euro einer der größten Gläubiger von Griechenland sein. Bei einem Börsenwert von gerade mal 2,5 Mrd. Euro. Nun steht die Dexia Bank kurz vor der Pleite und soll wieder mit Steuergeldern gerettet werden. Sie ist offenbar vor kurzem in Kritik geraten weil sie 5500 Gemeinden giftige Kredite angedreht und sie so fast in den Ruin getrieben hat (Welt).

03. Oktober 2011. In Griechenland werden bis Jahresende 28.000 Menschen mit reduzierten Bezügen beurlaubt und in eine sogenannte "Arbeitsreserve" versetzt. In den nächsten 4 Jahren sollen 150.000 Stellen abgebaut werden. Das "Ziel" wird trotzdem nicht erreicht und die Börsen rasseln nach unten (Tagesschau, Spiegel).

22. September 2011. In Griechenland sollen aus Sparmassnahmen 50.000 Menschen entlassen, Renten und Gehälter von Staatsangestellten gekürzt werden. 117 bisher staatlich unterstützte Unternehmen sollen geschlossen werden (Welt).

16. September 2011. Wer zahlts? Nein, natürlich nicht die Banken sondern wie immer der Steuerzahler (Sueddeutsche).

12. September 2011. In Griechenland leben immer mehr Menschen die früher einen guten Job und hohen Lebensstandard hatten auf der Strasse. Da es keine Grundsicherung gibt sind sie auf Almosen von Hilfsorganisationen angewiesen (Tagesschau).

11. September 2011. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble bereitet sich auf die Pleite Griechenlands vor. Von seinen Beamten werden die Folgen durchgerechnet (Spiegel).

22. Juli 2011. Griechenland bekommt wie erwartet den nächsten Schuss von Europa in Höhe von 109 Mrd. Euro (Telepolis, Sueddeutsche).

16. Juli 2011. In Griechenland droht Massenarmut. Bei Armenspeisungen können nicht mehr alle Hungernden versorgt werden. Die Vermögenden bleiben verschont (Spiegel).

29. Juni 2011. Bei einer namentlichen Abstimmung bringt Papandreou das umstrittene Sparpaket mit 155 der 300 Stimmen im Parlament knapp durch. Politiker in aller Welt sind erleichtert. Die Bürger von Griechenland nicht. Die Steuern steigen dort weiter stark an und die Sozialleistungen des Landes sinken. In Athen kommt es zu Strassenschlachten zwischen Demonstranten und der Polizei. Auf mehrere Gebäude wurden Brandanschläge verübt. Mehr als 200 Menschen sollen verletzt worden sein. 38 Personen wurden offenbar festgenommen (Tagesschau, Tagesschau, Sueddeutsche, Sueddeutsche).

22. Juni 2011. Die griechische Regierung unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou gewinnt knapp mit 155 Stimmen gegen 143 Stimmen eine Vertrauensabstimmung im Parlament während vor dem Parlament wie seit den letzten 28 Tagen die Bürger gegen das "Sparpaket" zu Lasten der Bevölkerung protestierten (Telepolis, Tagesschau, Spiegel, Stern).

20. Juni 2011. Die EU-Finanzminister sind bei Verhandlungen in Luxemburg zu dem Schluss gekommen dass sie über neue Milliardenhilfen erst entscheiden wenn vom griechischen Parlament Sparzusagen beschlossen wurden. In Athen gehen die Menschen auf die Strasse die für die Misswirtschaft anderer aufkommen sollen (Sueddeutsche).

13. Juni 2011. Die Demokratie Griechenlands wird ausgehebelt (taz).

09. Juni 2011. Die privaten deutschen Banken und Versicherer verkaufen ihre griechischen Anleihen. Von 16 Mrd. waren Ende April noch 10,3 Mrd. Euro übrig. Dafür hat Griechenland beim deutschen Steuerzahler nun Schulden in Höhe von 18,1 Mrd. Euro. Laut Angabe von EU-Diplomaten benötigt Griechenland nun weitere 90 Mrd. Euro. Wirtschaftswissenscharftler sprechen sich für einen Schuldenerlass aus (Boerse.ARD.de, Sueddeutsche, Spiegel, Telepolis)

28. Mai 2011. Die griechischen Parteien können sich nicht auf weitere Sparmaßnahmen einigen (Tagesschau). Der IWF will Griechenland den Geldhahn zudrehen (Telepolis). Zumindest die deutschen Banken konnten offenbar aus dem letzten Hilfspaket so viel ihrer Spielgelder wieder herausholen dass sie von einer Griechenlandpleite nur noch am Rande getroffen werden (Spiegel).

27. Mai 2011. Nachdem die Hilfspakete wie erwartet zumindest Griechenland nix genützt haben und in die Rachen der Spekulaten gewandert sind will man wieder an den Menschen sparen. Diese gehen nun vermehrt auf die Strasse (Telepolis).

03. November 2010. Weil aus Griechenland per Luftpost mindestens 11 Paketbomben unter anderem ins deutsche Bundeskanzleramt, an Italiens Premierminister Belusconi, Nicolas Sarkozy, den Europäischen Gerichtshof und Interpol verschickt worden sein sollen wird von Griechenland die komplette Luftfracht für 2 Tage gestoppt (Stern, Focus, taz). Misteriös daran ist dass es nur Tage her ist als Bomben aus dem Jemen per Luftpost verschickt worden sein sollen (Nixblog).

09. Mai 2011. Wie von Gar Nix erwartet ist das Loch in Griechenlands Haushalt nicht geschrumpft aber man träumt in der EU und bei der EZB immer noch davon die Lage ohne Schuldenschnitt in den Griff zu bekommen (Welt).

18. August 2010. Griechenland in der Rezession. Arbeitslosigkeit steigt auf bis zu 70%. Den Läden brechen die Umsätze weg (Spiegel).

24. Juni 2010. Bei der Explosion einer Paketbombe im 7. Stock des Ministeriums für Zivilschutz in der Nähe des Büros des Ministers Michalis Chrysohoidis ist ein Mensch ums Leben gekommen, ein Zweiter wurde verletzt (Spiegel).

15. Mai 2010. Griechenland ist laut Rating-Agentur Moodys nur noch Ramsch (Spiegel).

13. Mai 2010. Die Schulden Griechenlandes sollen größer als bisher bekannt sein (Welt).

08. Mai 2010. Bundespräsident Köhler hat unterschrieben dass die Steuergelder unserer Kinder nach Griechenland verschoben werden dürfen (Tagesschau) um damit Waffenlieferungen aus Frankreich und Deutschland zu bezahlen (Focus).

07. Mai 2010. Die japanische Zentralbank stützt die fallenden Märkte mit etwa 17,4 Mrd Euro (Zwei Billionen Yen) (Welt). Im Bundestag stimmen Schwarzgeld und Grüne für die Verschiebung der Steuergelder unserer Kinder nach Griechenland (Sueddeutsche).

06. Mai 2010. Das griechische Parlament stimmt über das Sparpaket ab (Tagesschau). Auf Deutschland können noch viel höhere Zahlungen zukommen (Tagesschau). Der Dow Jones verliert wegen der Griechenlandkrise zeitweise mehr als 9% (Sueddeutsche).

05. Mai 2010. Die Streiks in Athen eskalieren. 3 Toten und eine Bank steht in Flammen. Die Polizei geht mit Tränengas gegen die Demonstranten vor (Sueddeutsche, Spiegel). Die griechische Regierung will Stärke zeigen und soll einen Katalog für die Strafverfolgung von Steuerhinterziehern, Betrügern und Subventionsschwindlern aufsetzen (Sueddeutsche). Als wenn es damit getan wäre. Das Problem liegt ja nicht an der Stelle sondern daran dass sich das Großkapital mit Hilfe der Politik und damit der Gesetze aus der Verantwortung stielt.

04. Mai 2010. Der Protest in Griechenland soll sich ausdehnen (Tagesschau).

03. Mai 2010. Aus dem Nix für Griechenland sind jetzt für Deutschland über die 8 Milliarden Euro die Kleinigkeit von 22,4 Milliarden geworden. Insgesamt sollen 110 Mrd. in 3 Jahren Griechenland vor der Pleite bewahren (Tagesschau).

02. Mai 2010. Giorgos Papandereu, Ministerpräsident von Griechenland verkündet die Einigung zu seinem Hilfspaket. Der Finanzbedarf Griechenlands soll jährlich bei ca. 60 Milliarden Euro liegen (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel).

01. Mai 2010. Einschnitte und Steuererhöhungen für Griechenland. Man geht im Moment von 135 Mrd aus wobei man ja sieht dass es sich innerhalb einer Woche verdreifacht hat und Gar Nix der Meinung ist dass wir da noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angelangt sind (Telepolis). Unternehmen wie die Deutsche Bank die massiv von der Pleite profitiert haben schnüren ein Rettungspaket (Sueddeutsche).

29. April 2010. Der Murks der Schwarzgeldregierung (Spiegel). In Griechenland kommt es wegen den Sparmaßnahmen zu Ausschreitungen von Demonstranten (Sueddeutsche).

27. April 2010. Griechenland steht auf Status "Ramsch" (Spiegel).

25. April 2010. Experten meinen dass auch 45 Mrd. nicht zur Rettung ausreichen würden (Sueddeutsche).

23. April 2010. Das Loch in Griechenland ist noch viel größer als gedacht. Der Notfallplan wird ausgelöst (Welt, Telepolis, Sueddeutsche, Spiegel).

14. April 2010. Griechenland hat Geld vom Kapitalmarkt bekommen (Telepolis).

8. April 2010. Nach schwarzem Donnerstag Diskussion über den Notfallplan (Tagesschau).

1. April 2010. Griechenpleite kaum mehr aufzuhalten (Welt).

26. März 2010. Die 16 EU-Länder haben sich auf einen Hilfsplan für das verschuldete Griechenland geeinigt. Demnach sollen hochverschuldete Länder mit einer Kombination aus bilateralen Krediten der Euroländer und mit Hilfen des Internationalen Währungsfonds kombiniert werden (Tagesschau, Sueddeutsche).

16. März 2010. EU hat sich auf einen Notfallplan für Griechenland geeinigt (Tagesschau).

11. März 2010. Die Gewerkschaften wollen Griechenland lahmlegen (Spiegel). Nix geht mehr (Focus).

09. März 2010. Arbeitlose besetzen Regierungsgebäude (Focus).

06. März 2010. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Hinweise bekommen dass durch Spekulaten verstärkt gegen Griechenland vorgegangen wird. Im Februar 2010 hatten Anleger Kreditausfallversicherungen für griechische Anleihein mit Wert von 85 Mrd. Euro. Ein Jahr davor waren es noch halb so viele (Spiegel).

05. März 2010. 10.000 Demonstranten rufen in Athen und Thessaloniki zum "Krieg gegen den Krieg der Kapitalisten" auf (Sueddeutsche).

04. März 2010. Griechenland bekommt über eine Anleihe innerhalb weniger Stunden mehre Milliarden Euro zusammen (Sueddeutsche).

03. März 2010. Anzeichen für die Krise waren schon lange da (Tagesschau). Das Volk soll für die kriminellen Machenschaften bluten (Sueddeutsche).

02. März 2010. Griechenland in den Händen der Korrupten (Heute).

27. Februar 2010. Die Europäischen Regierungen haben hart am Untergang Griechenlands mitgearbeitet (Sueddeutsche).

26. Februar 2010. Die Nerven liegen blank (Sueddeutsche). In Griechenland wird zum Boykott deutscher Waren aufgerufen (Heute).

24. Februar 2010. Generalstreik gegen Sparmassnahmen (Sueddeutsche).

20. Februar 2010. Die deutschen Banken, voran die HRE stecken so tief in dem Debakel um Griechenland mit drin das ihre Existenz gefährdet ist (Spiegel) und sollen von der EU mit 25 Milliarden Euro (davon 5 Millarden vom deutschen Steuerzahler) gerettet werden (Sueddeutsche).

17. Februar 2010. Die EU verlangt größere Sparanstrengungen (Telepolis).

16. Februar 2010. Die EU billigt Griechenlands Sparpaket vorerst (Tagesschau).

15. Februar 2010. Goldman Sachs half Griechenland die Pleite zu verschleiern (Sueddeutsche).

03. Februar 2010. Griechenland wird von der EU an die Kandarre genommen (Tagesschau).

30. Januar 2010. Griechenland könnte das erste Dominosteinchen sein das die Wirtschaft wieder nach unten zieht und die Blase die man sich soeben aufgebaut hat zum Platzen bringt (Spiegel).

13. Januar 2010. Griechenland schummelt wahrscheinlich wieder bei der Staatsverschuldung (Stern).

17. Dezember 2009. Griechenland steht laut den Ratingagenturen kurz vor der Pleite (Focus).

07. Dezember 2009. In Griechenland kommt es am Jahrestag zu massiven Ausschreitungen (Spiegel).

05. Oktober 2009. In Griechenland wurde die alte Regierung wegen Korruption abgewählt (Tagesschau, Spiegel, Sueddeutsche).

04. Oktober 2009. Das System der Gefälligkeiten (Sueddeutsche).

31. März 2009. Banken, Geschäfte und Autos brennen (Heute).

13. März 2009. Eine Gruppe von ca. 50 Vermummten Jugendlichen zieht durch das Einkaufsviertel Kolonaki in Athen (Focus) und zertrümmert mit Eisenstangen und Vorschlaghämmern die Fenster von etwa 50 Geschäften, Cafes und Banken. Auch etwa 10 Autos wurden beschädigt. nach wenigen Minuten ist die Aktion vorbei. Die Täter flüchteten laut Polizei auf das Gelände der juristischen Fakultät wo Sicherheitskräfte keinen Zutritt haben.

09. März 2009. In den Medien ist es zwar ziemlich still geworden aber die Lage in Griechenland und insbesondere Athen scheint ziemlich explosiv zu sein (Welt).

05. Februar 2009. Vor einem Büro des stellvertretenden griechischen Innenministers Christos Markoyannakis ist am Morgen ein Sprengsatz explodiert (Spiegel). Dabei wurde niemand verletzt. Es entstand "nur" Sachschaden.

03. Februar 2009. Angreifer nehmen eine Polizeiwache in einem Vorort von Athen mit Schusswaffen und Granaten unter Feuer.

Anfang Januar 2009 wird ein Polizist vor dem Kultusministerium in Athen angeschossen. Die linksextremistische Organisation "Revolutionärer Kampf" (EA) bekennt sich zu dem Attentat.

Anfang Dezember 2008 wurde ein 15jähriger von einem Polizisten erschossen. Danach kommt es immer wieder zu teilweise sehr gewalttätigen Demonstrationen und später auch zu Terroranschlägen.

Bilder:

- Flagge von Griechenland, Wikimedia Commons, -xfi-, Lizenz: Public Domain
- Akropolis von Athen, Wikimedia Commons, LennieZ, GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later