| Nachbildungen der Vereinstrophäen im Museum der Eintracht Frankfurt |
Der deutsche Sportfunktionär und Unternehmer Peter Fischer wurde am 14. März 1956 in Lich geboren.
Seit August 2000 ist er Präsident von Eintracht Frankfurt e. V.
Fischer ist geschieden und hat zwei Söhne.
Leben
14. März 1956. Peter Fischer wird in Lich geboren.
Später macht er eine Ausbildung zum Werbekaufmann.
Ab 1979. Er ist als Unternehmer in verschiedensten Bereichen tätig. Neben einer Werbeagentur war bzw. ist er Inhaber zweier Modeboutiquen, mehrerer Clubs im In- und Ausland, Buchautor und ist als Unternehmensberater tätig.
Ab August 2000. Fischer ist Präsident von Eintracht Frankfurt e.V. und in seiner Position Mitglied des Aufsichtsrates der Eintracht Frankfurt Fußball AG.
Dezember 2004. Er überlebt den Tsunami im Indischen Ozean. Danach engagiert er sich für die Hinterbliebenen und Opfer in Ko Phuket.
Ab 2005. Er ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender.
2015. Er wird mit 99,1 % der Stimmen als Präsident bestätigt.
Januar 2018. Nach einer emotionalen Rede, in der er die Unvereinbarkeit zwischen einer Eintracht-Frankfurt-Mitgliedschaft und einer Wahlentscheidung für die AfD bekräftigt, bestätigt die Jahreshauptversammlung des Vereins Fischer mit über 99 % der Stimmen für vier Jahre im Amt.
28. Dezember 2017. Fischer positioniert sich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit Blick auf die Mitgliederversammlung der Eintracht Frankfurt deutlich gegen die politische Partei Alternative für Deutschland (AfD):
Ich traue niemandem mehr in diesem Land, wenn Nationalpopulisten 13 Prozent der Stimmen bekommen können. Ich werde auf der Mitgliederversammlung eine deutliche Position beziehen, dass es sich mit unserer Satzung nicht verträgt, AfD zu wählen. Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt.
Wir als Eintracht Frankfurt sind als Gegner der Antisemiten bekannt und von unserer Geschichte geprägt, die jedem bekannt sein sollte, der sich mit uns identifizieren möchte: Wir wurden in der NS-Zeit als "Juddebube" verunglimpft. Heute verlegen wir zusammen mit Matthias Thomas vom Eintracht Frankfurt Museum Stolpersteine in der Stadt. Ich habe aus Anlass der Erinnerung an die Befreiung der Häftlinge aus dem KZ Auschwitz vor der jüdischen Gemeinde Frankfurt gesprochen.
Wir haben gegenwärtig Mitglieder aus mehr als 70 Nationen, bei uns gibt es in der Boxabteilung junge Israelis, die gegen Palästinenser im sportlichen Wettstreit antreten. Wir sind klar aufgestellt: Wir sind absolut weltoffen, Rassismus hat bei uns keinen Platz. Dafür stehe ich als Präsident ein.
Wir als Eintracht Frankfurt sind als Gegner der Antisemiten bekannt und von unserer Geschichte geprägt, die jedem bekannt sein sollte, der sich mit uns identifizieren möchte: Wir wurden in der NS-Zeit als "Juddebube" verunglimpft. Heute verlegen wir zusammen mit Matthias Thomas vom Eintracht Frankfurt Museum Stolpersteine in der Stadt. Ich habe aus Anlass der Erinnerung an die Befreiung der Häftlinge aus dem KZ Auschwitz vor der jüdischen Gemeinde Frankfurt gesprochen.
Wir haben gegenwärtig Mitglieder aus mehr als 70 Nationen, bei uns gibt es in der Boxabteilung junge Israelis, die gegen Palästinenser im sportlichen Wettstreit antreten. Wir sind klar aufgestellt: Wir sind absolut weltoffen, Rassismus hat bei uns keinen Platz. Dafür stehe ich als Präsident ein.
Robert Lambrou und Klaus Herrmann (Landessprecher der AfD Hessen) weißen die Äußerungen zurück: „Wer in haltloser Art und Weise der AfD Antisemitismus unterstellt, begibt sich ins demokratische Abseits“. Sie erklären, Fischer instrumentalisiere den Fußball und Eintracht Frankfurt als Sportverein für seine eigenen politischen Ansichten und geben an, wegen der Äußerungen Fischers einen Mitgliedsantrag bei der Eintracht gestellt zu haben. Auch die frühere CDU-Politikerin und bekennende AfD-Wählerin Erika Steinbach kritisiert den Eintracht-Präsidenten.
Januar 2018. Nach einer emotionalen Rede, in der er die Unvereinbarkeit zwischen einer Eintracht-Frankfurt-Mitgliedschaft und einer Wahlentscheidung für die AfD bekräftigt, bestätigt die Jahreshauptversammlung des Vereins Fischer mit über 99 % der Stimmen für vier Jahre im Amt.
3. Januar 2018. Axel Hellmann (Finanzvorstand bei der Eintracht Frankfurt) erklärt Hintergründe von Hr. Fischers Aussage: Wir beobachten schon seit Monaten mit Sorge, dass die Rechten ihre Parolen in unseren Foren im Internet platzieren. Wir beschäftigen teilweise sechs, sieben Mitarbeiter, die unsere Foren schnellstmöglich von diesen schlimmen Parolen vor allem gegen Ausländer säubern."
3. Februar 2018. Peter Fischer beschreibt im ZDF-"Sportstudio" , wie die Reaktionen waren auf seine Aussage, AfD-Wähler könnten keine Eintracht-Mitglieder sein: "Unterschiedlich. Es ist klar, dass es tausende von Hass-Mails gibt. Aber es gibt ganz, ganz viel Solidarität. In einer Woche sind etwa 500 Mitglieder in den Verein eingetreten."
Weiter kommentiert Fischer die AfD-Reaktionen: "Die sind gut organisiert. Das ist sehr populistisch. Da werden dann eine Menge Dinge kommuniziert, die einfach nicht stimmen, das merke ich am eigenen Leib: 200 Leute rausgeschmissen, Stadionverbote und all diese Dinge. Das ist natürlich totaler Schwachsinn."
Weiter kommentiert Fischer die AfD-Reaktionen: "Die sind gut organisiert. Das ist sehr populistisch. Da werden dann eine Menge Dinge kommuniziert, die einfach nicht stimmen, das merke ich am eigenen Leib: 200 Leute rausgeschmissen, Stadionverbote und all diese Dinge. Das ist natürlich totaler Schwachsinn."
Bilder aus Wikimedia Commons
Nachbildungen der Vereinstrophäen im Museum der Eintracht Frankfurt, Lizenz: Public Domain, Urheber: Matthias Thoma
Quellen
04.02.2018, Focus, "Totaler Schwachsinn!", Eintracht Frankfurt: Präsident Fischer legt live im ZDF gegen die AfD nach
03.01.2018, FAZ, KOMMENTAR, Fischers Pflicht gegen den Angriff über rechts
03.01.2018, Focus, "Beobachten in Sorge...", Eintracht kämpft gegen AfD-Unterstützer: Vorstand erklärt, was den Verein dazu brachte
30.12.2017, Telepolis, Stimmung für die AfD
28.12.2017, Welt, PRÄSIDENT PETER FISCHER, „AfD-Wähler können bei Eintracht Frankfurt nicht Mitglied sein“
03.01.2018, FAZ, KOMMENTAR, Fischers Pflicht gegen den Angriff über rechts
03.01.2018, Focus, "Beobachten in Sorge...", Eintracht kämpft gegen AfD-Unterstützer: Vorstand erklärt, was den Verein dazu brachte
30.12.2017, Telepolis, Stimmung für die AfD
28.12.2017, Welt, PRÄSIDENT PETER FISCHER, „AfD-Wähler können bei Eintracht Frankfurt nicht Mitglied sein“