Das südkoreanische Atomkraftwerk Hanbit (bis 2013 Atomkraftwerk Yonggwang genannt, ausgesprochen [ˈjɔŋɡwaŋ]) befindet sich an der Westküste am Gelben Meer, im äußersten Nordwesten der Provinz Jeollanam-do.
Es verfügt über insgesamt 6 Blöcke mit Druckwasserreaktoren (DWR/PWR). Die Blöcke 1 und 2 wurden zusammen mit Hanul 1 und 2 und Gori 3 und 4 im Rahmen der zweiten Phase des koreanischen Nuklearprogramms gebaut. Waren es in Phase 1 noch schlüsselfertige Kraftwerke, so kamen hier koreanische Hersteller im großen Maß zu Zuge.
Bei Hanbit 3 und 4 handelt es sich um 950 MW-Druckwasserreaktoren vom Typ CE System 80. Sie sind die Prototypen für das „Korean Standard Nuclear Power Plant“ und bilden die Phase 3 des koreanischen Atomprogramms. Dabei werden alle Komponenten in Korea gefertigt.
Hanbit 5 und 6 sind 1000 MW-Druckwasserreaktoren im „Korean Standard Nuclear Power Plant“-Design. Die geplanten Kosten lagen bei vier Milliarden Dollar. Zum Einsatz kommt die Weiterentwicklung System 80+ des Systems 80 der Blöcke 3 und 4.
Geschichte
4. Juni 1981. Baubeginn Block 1. Er bekommt einen Druckwasserreaktor von Westinghouse mit einer elektrischen Bruttoleistung von 985 MWe und einer elektrischen Nettoleistung von 942 MWe. Die thermische Leistung beträgt 2787 MWth.
1. Dezember 1981. Baubeginn Block 2. Er bekommt einen Druckwasserreaktor von Westinghouse mit einer elektrischen Bruttoleistung von 978 MWe und einer elektrischen Nettoleistung von 936 MWe. Die thermische Leistung beträgt 2787 MWth.
5. März 1986. Reaktor 1 wird erstmals mit dem Stromnetz synchronisiert.
25. August 1986. Block 1 geht in den kommerziellen Leistungsbetrieb.
11. November 1986. Reaktor 2 wird erstmals mit dem Stromnetz synchronisiert.
10. Juni 1987. Block 2 geht in den kommerziellen Leistungsbetrieb.
23. Dezember 1989. Baubeginn Block 3. Er bekommt einen Druckwasserreaktor vom Typ CE System 80 mit einer elektrischen Bruttoleistung von 1039 MWe und einer elektrischen Nettoleistung von 987 MWe. Die thermische Leistung beträgt 2825 MWth.
26. Mai 1990. Baubeginn Block 4. Er bekommt einen Druckwasserreaktor vom Typ CE System 80 mit einer elektrischen Bruttoleistung von 1039 MWe und einer elektrischen Nettoleistung von 987 MWe. Die thermische Leistung beträgt 2825 MWth.
1994. Block 1 vermeldet ein Rekordergebnis von 103,02 % Kapazität.
13. Oktober 1994. Reaktor 3 wird erstmals kritisch.
30. Oktober 1994. Reaktor 3 wird erstmals mit dem Stromnetz synchronisiert.
31. März 1995. Block 3 geht in den kommerziellen Leistungsbetrieb.
7. Juli 1995. Reaktor 4 wird erstmals kritisch.
18. Juli 1995. Reaktor 4 wird erstmals mit dem Stromnetz synchronisiert.
1. Januar 1996. Block 3 geht in den kommerziellen Leistungsbetrieb.
29. Juni 1997. Baubeginn Block 5. Er bekommt einen Druckwasserreaktor mit einer elektrischen Bruttoleistung von 1046 MWe und einer elektrischen Nettoleistung von 990 MWe. Die thermische Leistung beträgt 2825 MWth.
20. November 1997. Baubeginn Block 6. Er bekommt einen Druckwasserreaktor mit einer elektrischen Bruttoleistung von 1050 MWe und einer elektrischen Nettoleistung von 993 MWe. Die thermische Leistung beträgt 2825 MWth.
24. November 2001. Reaktor 5 wird erstmals kritisch.
19. Dezember 2001. Reaktor 5 wird erstmals mit dem Stromnetz synchronisiert.
21. Mai 2002. Block 3 geht in den kommerziellen Leistungsbetrieb.
1. September 2002. Reaktor 6 wird erstmals kritisch.
16. September 2002. Reaktor 6 wird erstmals mit dem Stromnetz synchronisiert.
24. Dezember 2002. Block 3 geht in den kommerziellen Leistungsbetrieb.
27. Dezember 2003. Bei Routineuntersuchungen in Reaktor 5 wird ein Leck entdeckt. Der Reaktor muss bis April 2004 abgeschaltet bleiben.
Atomkraftwerke in Südkorea
Quellen