Mittwoch, 29. Februar 2012

Atomwaffenbasis "Thule Air Base"















Die Thule Air Base wurde ab dem 1. März 1951 als geheime Atomwaffenbasis im südlichen Teil der Haves-Halbinsel in Avanersuag in Grönland errichtet.
Der am nächsten gelegene Ort ist in einer Entfernung von 108 Kilometern Qaanaag mit etwa 600 Einwohnern im Norden der Basis. Dorthin wurden die Bewohner des ehemaligen Ortes Thule im Jahr 1953 zwangsumgesiedelt. Erst 1999 bekamen sie dafür eine finanzielle Entschädigung.
Seit 1961ist dort auch das Detachment 3 des 22d Space Operations Squadron angesiedelt. Dabei handelt es sich um die nun größte und nördlichste von 8 weltweiten Satellitenbodenstationen der US Air Force. Sie besitzt auch einen Schleppkahn um Eisberge aus der Einflugschneise abzuschleppen.
Bekannt wurde die damals "geheime" Thule Air Base nach dem 21. Januar 1968. Damals stürzte ein B52-Langstreckenbomber mit 4 Wasserstoffbomben in einer Entfernung von 11 Kilometern nördlich der Basis ab. Die Piloten waren John Hauf und Joe D'Amario. Drei der Bomben stürzten ins Eismeer und wurden von den Suchtrupps gefunden und eingefroren geborgen. 
Erst nach massiven Protesten der dänischen Regierung wurde von den USA auch eine aufwendige Suche nach der vierten Bombe unternommen. Angeblich wurde sie 1979 von der US-Spezialeinheit Navy Seals gefunden. Nach jüngeren Recherchen des BBC kann das jedoch getrost bezweifelt werden. Die Wahrscheinlichkeit ist groß dass sie mit mehreren mehreren Kilogramm Plutonium Inhalt im ewigen Eis vor sich hinrostet. Von den an der Suche beteiligten Grönländern sind viele durch die Strahlung erkrankt oder an Krebs gestorben.
1995 wurde vom dänischen Außenminister zugegeben, dass Dänemark im Jahr 1957 den USA erlaubte in Grönland Atomwaffen zu lagern und Grönland zu überfliegen.
Heute befinden sich dort u.a. Radaranlagen die zum NORAD-Frühwarnsystem gehören und ein 407 Meter hoher, gegen Erde isolierter Sendemast für militärischen Langwellenfunk. Dabei handelt es sich um den höchsten Mast nördlich des Polarkreises in der westlichen Hemisphäre. Das Fundament erforderte wegen des gefrorenen Bodens besondere Maßnahmen.
Vom 12th Space Warning Squadron wird dort ein Frühwarnsystem gegen ballistische "Atom-"Raketen betrieben. Geplant ist auch einen Teil des von Ex-Präsident G.W.Bush initiierten Raketenabwehrprogramms "National Missile Defense (NMD) in Thule zu installieren.

Bilder
Thule Radar Domes Detachment 3, Lizenz: Gemeinfrei, Original uploader was MissParker at de.wikipedia


Quellen
29.02.2012, Spiegel, Nordgrönland im Winter, Warten aufs erste Sonnenlicht
Wikipedia - Thule Air Base

Dienstag, 28. Februar 2012

Hochrisiko-AKW Oldbury
















Das Hochrisiko-AKW Oldbury macht seinem Namen alle negative Ehre. Es besteht aus 2 Reaktoren des Typs Magnox der ersten Generation. Block 1 ist mit 44 Jahren Betriebsdauer der derzeit älteste genutze Atomreaktor weltweit. Nach seiner Abschaltung am 29. Februar 2012 wird dieser zweifelhafte Ruhm an das Schweizer AKW Beznau übergehen. Block 2 wurde am 30. Juni 2011 abgeschaltet.
Die Stillegung erfolgt nicht aus sicherheitstechnischen Gründen sondern weil das Reaktordesign aus den 1950er und 1960er Jahren nicht standardisiert war und für jedes AKW dieser Baureihe unterschiedliche Brennelemente benötigt werden.
Die Anlage liegt im Vereinigten Königreich an der Mündung des Severn, ca. 20 Kilometer nördlich von Bristol in South Gloucestershire. Das Gelände hat eine Größe von 71 Hektar. Der Betreiber des AKWs ist das Unternehmen Magnox Electric welches wiederum zur British Nuclear Group gehört. Diese gehört wiederum zur British Nuclear Fuels (BNFL).
Gebaut wurde das AKW zwischen 1961 und 1967. Am 1. August 1967 wurde Reaktor A1 zum ersten Mal kritisch. Reaktor A2 wurde am 1. Dezember 1967 zum ersten Mal hochgefahren. Ausgelegt war es ursprünglich für eine Laufzeit von 20 Jahren. Später war die Abschaltung für 2008 geplant. Am 18. Dezember 2008 gab die Nuclear Decommissioning Authority (NDA) jedoch bekannt dass das AKW auch über das Jahr 2009 in Betrieb bleiben wird.
Der Rückbau der Anlage wird auf die Jahre 2092 bis 2101 verschoben und damit auf unsere Nachkommen verschoben "um die Radioaktivitätswerte abklingen zu lassen" und sich jetzt die Kosten für einen Abriss mit teuren Robotern zu ersparen.
E.on plante zusammen mit RWE mit dem Gemeinschaftsunternehmen "Horizon Nuclear Power" für den Standort den Bau von 5 bis 6 Europäischen Druckwasserreaktoren (EPR). Die Inbetriebnahme des ersten Reaktors war für 2020 geplant. Der Rest bis 2025. Plankosten waren 17 Mrd. Euro. Zum Vergleich: In Finnland liegt man im Moment mit dem Bau eines EPR bei 6,6 Mrd. Euro. Im Juli 2011, nach der Katastrophe von Fukushima, wurde das Projekt jedoch erst einmal auf Eis gelegt.

Störfälle und andere Misslichkeiten

Insgesamt kam es während der Betriebszeit zu 44 Stör- und Zwischenfällen. Durch die hohen Temperaturen im Reaktor wurde die Masse der Moderatorblöcke aus Graphit um ein Drittel verringert. Laut Untersuchungen von Professor Dr. Chris Busby ist das Leukämierisiko in Chepstow, das am gegenüberliegenden Ufer des Severn liegt, um das Elffache erhöht. Ebenso liegen offenbar die Fälle von Blutkrebs und Prostatakrebs signifikant über dem englischen Durchschnitt.

Mai 2005: Reaktor 2 muss wegen starker Korrosion am Reaktorkern abgeschaltet werden.
August 2006. Reaktor 1 muss wegen starker Korrosion am Reaktorkern abgeschaltet werden.
2007. Zuerst wurde wegen einem Generatorbrand die Reaktorschnellabschaltung von Reaktor 2 ausgelöst. Später kam es wegen Vibrationen einer Turbine zur Reaktorschnellabschaltung.

Bilder aus Wikimedia Commons
AKW Oldbury, Creative-Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert), Urheber: David Bowd-Exworth

Quellen
01.03.2012, contrAtom, Ältestes AKW der Welt abgeschaltet
27.02.2012, contrAtom, Weltältestes AKW wird endlich abgeschaltet

05.07.2011, Der Westen, RWE und Eon stoppen AKW-Projekte in England
Wikipedia - Kernkraftwerk Oldbury 
Wikipedia - Kernkraftwerk Olkiluoto

Montag, 27. Februar 2012

Wikileaks, Paypal, Anonymous und die Meinungsfreiheit

 
Da es mit der Unabhängigheit der Medien in unserem Land ziemlich hapert (siehe auch meine Kommentare zur GEZ) schließt sich Gar Nix dem Aufruf der Bewegung.taz an und fordert ausdrücklich die Freilassung von Hr. Assange, dem Chef von Wikileaks. Wenn die Medien ihrer Arbeit nachkommen würde wäre Wikileaks nicht notwendig.
Ein derart konstruierter Versuch das Recht auf Meinungsfreiheit und Information der Bevölkerung über die Taten ihrer Angestellten zu beschneiden ist völlig inakzeptabel und zeigt wieder einmal dass auch der Westen nicht wirklich etwas mit Rechtsstaat zu tun hat.
Kurz nachdem bekannt wurde dass Wikileaks als nächstes Unterlagen über  ungeheuerliche Vorgänge bei Banken veröffentlichen möchte haben MasterCard, PayPal und Amazon ihre Zusammenarbeit mit Wikileaks abgebrochen obwohl es bisher keine Anklage gibt. Die Verantwortlichen von Wikileaks werden als Terroristen bezeichnet. Einige fordern ihren Tod.
Die Justiz soll sich gefälligst um die wahren Verbrecher die dank Wikileaks bekannt geworden sind kümmern und nicht um diejenigen welche Verbrechen aufdecken.
Bei dem ganzen Trubel darf man den US-amerikanischen IT-Spezialisten und Angehörigen der Streitkräfte der USA, Bradley E. Manning (Wikipedia), nicht vergessen. Er wurde im Mai 2010 verhaftet und ihm droht eine Gefängnisstraffe von bis zu 52 Jahren. Er steht unter dem Verdacht Videos und Dokumente kopiert zu haben und sie als Whistleblower Wikileaks zugespielt zu haben. Auch seine Freilassung wird von Gar Nix gefordert.
Zum Schluss meines Kommentars zitiere ich noch Patrik Horvath der über den grossen Denker Immanuel Kant folgendes geschrieben hat:

Um Dummheit in der Politik zu verhindern, empfiehlt sich nach Kant die kritische Überprüfung aller Maßnahmen durch die Öffentlichkeit. Diese hat das Gesamtwohl ständig vor Augen; aus ihrer Billigung und Missbilligung erhält man einen Maßstab für Angemessenheit, aber auch Moralität politischer Handlungen. Diese Sichtweise ist eine Absage an alle Geheimdiplomatie, Geheimbündnisse, Geheimabsprachen etc. in der internationalen Politik. Meinungsfreiheit (v.a. auch der Intellektuellen) ist ebenfalls im Sinne des Friedens wichtig; nur in einem solchen Klima kann berechtigte Kritik an Vorgängen rund um Angelegenheiten von Krieg und Frieden vorgebracht werden. So entsteht eine Kontrollinstanz gegen grobe Machtmissbräuche. 

Weitere Chronik


27.02.2012. Bradley Manning wurde für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen (Focus).


24.02.2012. Bradley Manning ist nach 635 Tagen Untersuchungshaft zum ersten Mal vor Gericht. Er hält sich die Option zwischen schuldig und nicht schuldig weiter offen. Die nächste Anhörung soll am 15. März stattfinden (Handelsblatt).


04.02.2012. Bradley Manning wird auf Empfehlung der US-amerikanischen Justiz wegen Geheimnisverrats vor ein Militärgericht gestellt. Es werden ihm 22 Anklagepunkte vorgeworfen (Golem, Tagesschau).

03.02.2012. Die Berufung gegen den Freispruch von Theodor Reppe (Ex-Inhaber von wikileaks.de) wurde von der Staatsanwaltschaft Dresden zurückgenommen. 2009 wurde erfolglos wegen seiner Domain eine Hausdurchsuchung bei ihm vorgenommen. Der Freispruch ist damit rechtskräftig (Telepolis).

01.02.2012. Wikileaks wird seine Server möglicherweise auf eine Offshore-Ölinsel ausserhalb der Hoheitsgewässer und damit ausserhalb der Reichweite der US-Justiz aufstellen (Golem).

15.12.2011. Bradley Manning soll heute vor ein Militärgericht gestellt werden. Ihm droht eine lebenslange Haft (Heise).

19.10.2011. Paypal fällt mal wieder negativ auf indem willkürlich das Konto der Betreiber des sozialen Netzwerks Diaspora gesperrt wurde. Diaspora startete aus Sorge um den mangelnden Datenschutz bei Facebook und Co. im September 2010. Die Softwarequellen sind offen und das Netzwerk ist dezentral organisiert. Programmiert wurde es von 4 Informatikstudenten in den USA (Golem).

30.09.2011. Wegen der brutalen Polizeiübergriffe in New York werden die Proteste immer stärker (Telepolis). Indessen jährt sich der "Schwarze Donnerstag", an dem im Stuttgarter Schlosspark von der Polizei Kinder mit Pfefferspray angegriffen wurden und Dietrich Wagner, einem Demonstranten, mit Wasserwerfern das Auge herausgeschossen wurde, zum ersten Mal (SWR, Sueddeutsche).

29.09.2011. Der brutalstmögliche Herr Kauder, der anderen wegen Urheberrechtsverletzungen das Internet sperren will, verwendet auf seiner Homepage selbst geklaute Ware (Telepolis, Tagesschau).

26.09.2011. Die USA kämpfen brutalstmöglich gegen die Meinungsfreiheit und verknasten 80 Demonstraten die in New York einem Aufruf von Anonymous zum Protest für eine bessere Welt gefolgt sind (Sueddeutsche). Siegfried Kauder (CDU) will innerhalb von 2 Monaten (sonst ist man doch nicht so schnell: Deutschland hat derzeit kein gültiges Wahlgesetz, bei Hartz 4 hat es mehr als 2 Jahre gedauert bis man ein genau so mießes Werk wie vorher verabschiedet hat  ...) dagegen einen Gesetzentwurf zur Sperrung des Internetanschlusses bei Urheberrechtsverstössen vorlegen (Heise, Spiegel).

21.07.2011. Seit "Anonymous" häufen sich die Berichte über Hackerangriffe im Internet. Dabei macht vor allem eine Gruppe mit dem Namen LulzSec mit Attacken gegen den US-Rundfunksender PBS, den US-amerikanischen Senat, den CIA, den Internetauftritt der brasilianischen Regierung ... von sich Reden. Daneben gibt es noch kleinere Gruppierungen wie AntiSec, No Name Crew. Auch staatliche Akteure spielen eine Rolle. Das bekannteste Beispiel dafür ist der Wurm "Stuxnet" der möglicherweise das Anfahren des AKW Busher im Iran verhindern sollte (Tagesschau, Nixblog - Atomenergie im Iran).

11.06.2011. Bradley Manning sitzt nun seit etwa einem Jahr im Gefängnis. Die Zahl seiner Unterstützer wächst (Sueddeutsche).

25.04.2011. Offenbar ohne Beteiligung der etwas mysteriösen Organisation Wikileaks veröffentlichen der britische Guardian, die New York Times und das National Public Radio (USA) 750 Dateien über Verhöre die zwischen 2002 und 2009 auf Guantánamo Bay stattgefunden haben. Daraus geht hervor dass viele der als Terroristen gefangen gehaltenen psychisch krank, altersschwach und unschuldig sind. Obwohl sie mit Al Khaida nichts zu tun hatten und vom US-amerikanischen Militär für ungefährlich gehalten wurden, hat man dort Verdächtige oft über mehrere Jahre lang gefangen gehalten (Heise, Telepolis, Nixblog - Gefangenenlager nicht nur der USA, Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel, Golem).

11.03.2011. Eines der sogenannten Vergewaltigungsopfer soll mit einer Ermittlungsleiterin bei der Stockholmer Polizei befreundet sein (Sueddeutsche).

15.02.2011. Geheimverträge zwischen Politik und Wirtschaft sind schädlich für die Gesellschaft. Die Kosten werden dem Bürger aufgehalst (taz). Der AKW-Betreiber E.ON war offensichtlich Kunde des US-amerikanischen Sicherheitsunternehmens HB Garry um frühzeitig Aktivitäten von Öko-Aktivisten auszuspähen (Spiegel).

10.02.2011. Zwischen Assange und dem ehemaligen Sprecher von Wikileaks, Daniel Domscheit-Berg eskaliert ein Streit. Offensichtlich hat Hr. Domscheit-Berg bei seinem Ausstieg Daten und Software mitgenommen. Nun hat Hr. Domscheit-Berg ja eine Konkurrenzseite mit den Namen Open Leaks aufgemacht. Verwunderlich ist für mich an der Stelle dass die Daten nun weder auf der Einen noch auf der Anderen Plattform erscheinen. Im übrigen scheint es im Moment von Seiten des Hr. Domscheit-Berg mehr darum zu gehen sein Buch zu promoten welches demnächst erscheinen soll (Spiegel, Sueddeutsche, Heise).
Nun gibt es offensichtlich von der ARD eine Doku in der Wikileaks und Hr. Assange schlecht wegkommt. Mich wundert das nicht wirklich bei der Verquickung von Wirtschaft und Politik mit den Sendern (Nixblog).

08.02.2011. Das US-amerikanische Sicherheitsunternehmen HB Garry brüstete sich damit die Köpfe von "Anonymus" welches Payback und Co. boykottierte herausgefunden zu haben. "Anonymus" hat kurze Zeit später die Internetseite der Firma geändert, das Twitterkonto gehackt und einige vertrauliche Daten kopiert. Dass eine IT-Lastige Seite wie Golem allerdings davon berichtet dass "Anonymus" enttarnt worden sei finde ich etwas seltsam. Es mögen einige die sich für eine Aktion an "Anonymus" beteiligt haben in den USA aufgeflogen sein. Aber da "Anonymus" davon lebt dass irgend jemand was vorschlägt wofür er entweder ausgelacht wird oder andere mitziehen kann jeder einmal eine Anonymus-Aktion starten. "Anonymus" kann also nie auffliegen (Golem, Heise).
Während dessen gerät das Verfahren um Hr. Assange immer mehr zum Debakel - für Schweden. Laut der schwedischen Juristin, Professorin und Richterin Brita Sundberg-Weitmann handelt es sich bei der Staatsanwältin Marianne Ny "um eine militante Feministin die ein gestörtes Verhältnis zu Männern hat". Sie ist ihrer Aussage nach erschüttert über den Machtmissbrauch und den Missbrauch des Verfahrens (Tagesschau).

03.02.2011. Der Osloer Parlamentsabgeordnete Snorre Valen hat Wikileaks offiziell als Kandidat für den Friedensnobelpreis 2011 vorgeschlagen weil Wikileaks "einer der wichtigsten Beiträge dieses Jahrhunderts zu Meinungsfreiheit und Transparenz" ist (Heise).

08.01.2011. Das US-amerikanische Justizministerium verlangt von Twitter die Herausgabe der kompletten Benutzerdaten der Unterstützer von Wikileaks. An der Stelle stellt sich natürlich auch die Frage ob diese Anforderung nicht auch an Facebook und Google ging (Spiegel, Telepolis).



18.12.2010. Die Bank of America stellt die Zahlungen an Wikileaks ein weil sie "glaubt" dass Wikileaks gegen die Geschäftsbedingungen verstösst. Interessant dabei ist dass der Ku Klux Klan weiter Kreditkartengeschäfte mit  Visa und Mastercard machen darf und Banken auch gar keine Bedenken haben wenn es um Geschäfte mit der Mafia geht (Heise, Der Standard, Orf.at).


Dienstag, 21. Februar 2012

Japan strahlt - Fukushima Buch vermarkten














Das Buch "Japan strahlt" ist nun fertig und kann beim Verlag als eBook oder gedruckt im Softcover bestellt werden (Nixblog  - Japan strahlt und wie man Buchautor wird). Es gibt wohl kein anderes Buch welches die Katastrophe von Fukushima in dem Umfang dokumentiert und die geschichtlichen Hintergründe, warum es dazu kommen musste, was radioaktive Strahlung verursacht mit betrachtet. Als Lektüre ist es geradezu ein Muß für jeden der mitreden möchte.
Da mein "Werbe"-Budget jedoch bekanntlicherweise im Gegensatz zu dem der Atomindustrie gegen Null tendiert ist zur Vermarktung des Buches sicher vor allem meine eigene Kreativität und einiges an Zeit verlangt. Der Verlag stellt zwar die Plattform zur Vermarktung zur Verfügung. Für Werbung wird er aber sicher nicht sehr viel tun - außer die Verkaufszahlen würden explodieren was ja sehr erfreulich wäre *träum* (epubli - Gar Nix).
Die ersten Schritte sind nun sicher das Trommeln in den großen sozialen Netzwerken. Ganz vorne dabei sind Facebook (Gar Nix), Google+ (Gar Nix) und Twitter (GarNix1). Wer möchte kann mich dort nun "verfolgen" - Einladungen nehme ich gerne entgegen ;o). MeinVZ wird auch noch drankommen.
Daneben finden sich im Netz auch diverse andere Seiten auf denen man Links setzen kann oder kostenlose Kleinanzeigen  (z.B. eBay) angenommen werden. Blogeinträge wie dieser können auch bei Blogger-United (Nixblog - Blogger-United) veröffentlicht werden.

Kubakrise - Die Welt am Rande des Atomkriegs



Die Kubakrise war einer der Höhepunkte im Kalten Krieg zwischen der Sowjetunion und den USA. Sie dauerte offiziell vom 16. Oktober bis zum 28. Oktober 1962. Die Welt stand kurz vor einem Atomkrieg.
Nach dem Zweiten Weltkrieg standen sich die USA und die Sowjetunion als Weltmächte gegenüber. Sie vertraten zwei völlig unterschiedliche Wirtschaftssysteme und Ideologien. Mit neuen Waffentechnologien wurde versucht die eigene Überlegenheit zu demonstrieren. Ein atomarer Erstschlag zur Vernichtung des Gegners wurde dabei nicht ausgeschlossen. Die Interkontinentalraketen der Zeit hatten eine Reichweite von bis zu 18.000 kim. Damit wäre es möglich gewesen den Gegner von heimischem Boden aus zu beschiessen. Durch die relativ langen Vorwarnzeiten hätte der Gegner aber für einen Gegenschlag genügend Zeit gehabt. Daher wurde versucht die Raketen näher am Ziel zu installieren.
Die Krise führte zu ersten Verhandlungen über eine Rüstungskontrolle. Der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy entzog den Militärs die eigenständige Verfügung über die Atomwaffen. Es wurde für einen Atomschlag ein zwingend erforderlicher Freischaltcode für den Präsidenten eingeführt. In der Sowjetunion wurde dann auch ein derartiges System eingeführt. 1963 wurde zum besseren Informationsaustausch zwischen dem Weißen Haus und dem Kreml eine direkte Fernschreibverbindung, der sogenannte "Heisse Draht", eingeführt.

Chronik

21. Februar 2012. Kuba war offensichtlich als potentieller Sündenbock im Falle eines Scheiterns von John Glenns Mission als erster Astronaut angedacht (Telepolis).

08. Februar 2012. Von der CIA wird ein 50 Jahre alter Bericht zur Invasion in der Schweinebucht weiterhin unter Verschluss gehalten (Telepolis).

03. Februar 2012. Auch nach dem 50. Jahrestag der US-amerikanischen Blockade gegen Kuba geht das Embargo weiter. Das Ziel ist jedoch weit verfehlt. Treffen tut es nur das Volk, die Castros sind immer noch an der Macht (Tagesschau).
02. November 2011. Im Streit um den Boykott von Online-Händlern die Waren aus Kuba verkaufen haben die gegnerischen Parteien offenbar einen Vergleich erzielt. Die Sperre des PayPal-Kontos von Bardealer.de wird aufgehoben. Bardealer.de rechnet Waren aus Kuba auf andere Weise ab (Heise).
10. September 2011. Die Drogeriekette Rossman löscht Paypal als Bezahlungsabwickler aus seinem Onlineangebot. Paypal wollte Rossmann verbieten über Paypal kubanische Waren zu bezzahlen (Golem).

30. Juli 2011. Rum & Co, ein deutsches Online-Unternehmen möchte mit 20 anderen Internetfirmen zusammen eine Klage gegen Paypal anzustrengen. Paypal hatte zuvor versucht das Unternehmen zu zwingen sämtliche Waren wie Zigarren, Rum und Aschenbecher aus Kuba aus dem Programm zu nehmen (Golem, Telepolis).

28. Juli 2011. Der Finanzdienstleister Paypal, ein Tochterunternehmen von eBay, verschickt seit einigen Tagen Aufforderungen an deutsche Unternehmen, das US-amerikanische Embargo gegen Kuba umzusetzen, indem sie kubanische Waren aus dem Angebot nehmen. Dazu wurden bereits einigen Shops die Paypal-Konten gesperrt. Damit zeigt dieser Finanzdienstleister nach der Sperre des Wikileaks-Kontos wieder einmal deutlich dass das Geld das man ihm anvertraut nicht unbedingt am Ziel ankommt (Golem, Nixblog - Wikileaks).
25. Februar 2011. Die neueste Simulation eines Atomkriegs wurde vorgestellt. Viele Menschen würden nicht überleben (Nixblog).

22. Juli 2008. Die russische Regierung droht wegen der US-amerikanischen Pläne um ein Raketenabwehrsystem in Polen und Tschechien mit der Errichtung einer Flugzeugflotte in Übersee (Welt).

1996. Im "Helms-Burton Act" wird das Embargo gegen Kuba bekräftigt. Seither müssen auch ausländische Unternehmen bei Geschäften mit Kuba mit Sanktionen rechnen (Heise).

31. Juli 1991. George Bush (US-Präsident) und Michail Gorbatschow (Präsident der Sowjetunion) unterzeichnen den START-Vertrag (Strategic Arms Reduction Treaty) mit dem sich die USA und die Sowjetunion darauf geeinigt haben, die Anzahl ihrer Atomwaffen zu verringern (Focus).

 26. September 1983. Stanislaw Petrow rettet durch eine eigenmächtige Entscheidung die Menschheit nachdem der ein Jahr alte sowjetische Spionagesatellit Kosmos 1382 die Falschmeldung gebracht hatte dass US-amerikanische Rakten im Anflug wären (Spiegel).
28. Oktober 1962. Chruschtschow lenkt offiziell ein und erklärt sich für den Abzug der Raketen von Kuba bereit. Dafür erklären die USA dass es keine Invasion auf Kuba geben würde. Der Abzug der Raketen aus der Türkei wird verheimlicht. Die Krise ist damit offiziell beendet.

27. Oktober 1962. Die US-Airforce ist bereit dazu 3.500 Atomwaffen gegen 1077 Ziele in der Sowjetunion und in Chian einzusetzen. 
Auf Cape Canaveral wird ein Test der neuen Interkontinentalrakete LGM-25C Titan 2 durchgeführt.
Über Kuba wird ein US-amerikanisches Aufklärungsflugzeug vom Typ U2 von eineer SA-2 Guideline-Flugabwehrrakete abgeschossen. Der Pilot Rudolf Anderson wird dabei getötet.
Auf See versuchten sowjetische Atom-U-Boote die Seeblockade zu durchbrechen. Durch einen US-amerikanischen Zerstörer wird mit einer Granate ein sowjetisches U-Boot zum Auftauchen gezwungen. Einer der drei Offiziere, Wassili Alexandrowitsch Archipow weitert sich jedoch einen Torpedo ohne weiteren Befehl aus Moskau abzuschiessen.
Ein US-amerikanisches Aufklärungsflugzeug das sich in den sowjetischen Luftraum "verirrt" hat kann den aufgestiegenen Kampfflugzeugen um Haaresbreite entkommen.
In einem weiteren Brief von Chruschtschow wird der Raketenabzug mit einem Nichtangriffsversprechen der USA und dem Abzug der US-amerikanischen Jupiter-Raketen aus der Türkei verbunden.
Bei einem Geheimtreffen zwischen Robert Kennedy und dem sowjetischen Botschafter Dobrynin lässt John F. Kennedy seinen Bruder erklären dass er auch einem Abzug der US-amerikanischen Raketen aus der Türkei zustimmen würde. Die Nachricht wird sofort an Chruschtschow weitergeleitet. Dieser entscheidet sich daraufhin für die Annahme des Angebots von Kennedy.

26. Oktober 1962. Die Stationierung der sowjetischen Raketen auf Kuba geht trotz der Blockade weiter. Der US-amerikanische Beraterstab ExComm diskutiert militärische Schritte. Chruschtschow bietet in einem Schreiben an Kennedy den Abzug der Raketen von Kuba an wenn eine Invasion der USA auf Kuba ausgeschlossen werden würde. Kennedy sicherte das zu.
Ein Frachter der von der US-amerikanischen Marine blockiert wurde hatte einen Begleitschutz von mehreren U-Booten die teilweise mit Atomwaffen bestückt und zur Verteidigung damit autorisiert waren.
Auf dem Johnston Atoll wird im Rahmen der Operation Dominic der Atombombentest "Bluegill Tripple Prime" durchgeführt (Nixblog).
Die Sowjetunion trifft Vorkehrungen für einen Nuklearangriff auf den US-amerikanischen Stützpunkt Guantanamo. Beim Transport kommt es zu einem tödlichen Unfall.
Castro fordert für den Fall einer Invasion der USA auf Kuba den atomaren Erstschlag auf das US-amerikanische Territorium. Der wird aber von Chruschtschow vier Tage später in einem Brief zurückgewiesen weil "dies nicht ein einfacher Schlag, sondern der Beginn des thermonuklearen Krieges wäre".

25. Oktober 1962. Im UN-Sicherheitsrat findet ein Schlagabtausch zwischen den Botschaftern Walerian Sorin (Sowjetunion) und Adlai Stevenson (USA) statt. Der Weltöffentlichkeit werden von der US-amerikanischen Delegation erstmals eindeutige Aufklärungsfotos der sowjetischen Raketenstellungen präsentiert. Die Zahl der Atomraketen wurde von der US-amerikanischen Seite offensichtlich weit unterschätzt. Auf einer Historikerkonferenz im Jahr 2002 erklärte der damalige Oberbefehlshaber der sowjetischen Streitkräfte dass 40.000 sowjetische Soldaten und 42 Atomraketen auf Kuba installiert waren.

24. Oktober 1962, 10 Uhr Washingtoner Zeit. Die als Quarantäne bezeichnete Seeblockade beginnt. Die sowjetischen Schiffe drehen ab.

23. Oktober 1962. Chruschtschow verkündet dass er die Blockade nicht akzeptiert. Er versichert aber dass die auf Kuba stationierten Raketen nur der Verteidigung dienen würden.

22. Oktober 1962. US-Präsident John F. Kennedy gibt in einer Rede durch die Massenmedien bekannt dass die Raketenabschussrampen der USA kurz vor der Einsatzbereitschaft stehen. Er verlangt den sofortigen Abbau der Raketenbasen. Für den Angriffsfall wird mit einem atomaren Gegenschlag gedroht. Der UN-Sicherheitsrat wurde angerufen. Die USA verhängt ab dem 24. Oktober 1962 eine Seeblockade gegen Kuba. Alle US-amerikanischen Streitkräfte werden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. US-Soldaten werden zur Vorbereitung einer Invasion nach Florida verlegt. Etwa 200 US-amerikanische Kriegsschiffe gehen um Kuba in Stellung.

21. Oktober 1962. Die Berater vom Tactical Air Command (TAC) erklären, dass durch einen Luftangriff nicht alle sowjetischen Raketen auf Kuba ausgeschaltet werden können. Kennedy genehmigt daraufhin die Seeblokade und telefoniert mit den Herausgebern der grossen Zeitungen um eine verfrühte Berichterstattung zu verhindern.

20. Oktober 1962. Robert Kennedy gelingt es eine Mehrheit im Beraterstab für die Blockade zu bekommen. Die Optionen für einen Luftangriff oder eine Invasion hält man sich jedoch offen.

19. Oktober 1962. Um kein Aufsehen zu erregen reist Kennedy wie geplant zum Wahlkampf nach Ohio und Illinois. Sein Bruder Robert soll im Beraterstab für ihn eine Mehrheit für die Blockade-Option zustande bringen. Der Beraterstab teilt sich auf. Auf der einen Seite stehen die Falken (Falcons), die einen Luftangriff bevorzugen, auf der anderen die Tauben (Doves) welche für die "friedlichere" Blockade eintreten. Es werden für beide Optionen Pläne ausgearbeitet.

18. Oktober 1962. Der sowjetische Aussenminister Andrej Gromyko macht einen seit längerer Zeit geplanten Besuch bei Kennedy. Aus taktischen Gründen wird er von Kennedy jedoch nicht auf die Situation auf Kuba angesprochen. Gromyko fordert dagegen wieder die Entmilitarisierung West-Berlins.

17. Oktober 1962. Sechs weitere Aufklärungsflüge mit den U-2 Flugzeugen  beweisen die Existenz von 16 bis 32 Mittelstreckenraketen des Typs SS-4 und SS-5 mit Reichweiten von bis zu 4.500 Kilometern. Damit wären mit einer Vorwarnzeit von nur 5 Minuten neben der US-amerikanischen Hauptstadt Washington auch die wichtigsten Industriestädte der USA erreichbar gewesen. Ausserdem wurden auch IL-28-Bomber entdeckt.

16. Oktober 1962. US-Präsident Kennedy wird informiert. Er beruft einen Beraterstab ein. Unterschiedliche Reaktionsmöglichkeiten werden in mehreren Treffen erörtert: Hinnehmen der Stationierung, Luftangriff, Invasion und Seeblockade. Die Beratungen werden geheim gehalten.

15. Oktober 1962. Die ausgewerteten Fotos zeigen dass die Raketenabschussrampen existieren. Die Raketen selbst wurden nicht gefunden. Der Sicherheitsberater McGeorge Bundy entscheidet sich dazu, den Präsidenten erst am nächsten Morgen zu informieren.

14. Oktober 1962. Der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy genehmigt weitere Luftaufnahmen durch die U-2 Aufklärungsflugzeuge. Zweimal werden die Raketenstellungen auf Kuba überflogen. Dabei wurden in der Nähe von San Cristobal sowjetische Techniker und Soldaten entdeckt. Diese sind im Begriff Abschussrampen für sowjetische Mittel- und Langstreckenraketen des Typs SS-4 (Sandal) und SS-5 (Skean) zu bauen. Es werden mehrere Fotos geschossen. Die Sowjets entdecken das Flugzeug haben aber keinen Befehl für Gegenmaßnahmen.

3. Oktober 1962. Der US-amerikanische Kongress gibt dem Präsidenten freie Hand für einen Krieg gegen Kuba.

15. September 1962.  Die USA macht im Atlantik Aufklärungsfotos von dem sowjetischen Frachtschiff Poltava auf dem Weg nach Kuba. Es hatte Militärgüter geladen.

8. September 1962. Das sowjetische Frachtschiff Omsk legt mit einer Ladung Mittelstreckenraketen vom Typ SS-4 in Havanna an. Die Ladung wird jedoch nicht an Land gebracht.

5. und 29. August 1962. Auf Fotos des Aufklärungsflugzeugs U-2 werden in der kubanischen Provinz Pinar del Rio Raketenabschussrampen entdeckt.

10. Juli 1962. Die Sowjetunion beginnt unter dem Decknamen "Operation Anadyr" heimlich mit der Stationierung von Militär auf Kuba. Mit 183 Fahrten von 86 Schiffen wurden mehr als 42.000 Soldaten und 230.000 Tonnen Ausrüstung nach Kuba gebracht. Darunter waren auch 40 R-12 (Sprengkraft 0,65 Megatonnnen) und 24 R-14 (Sprengkraft 1,65 Megatonnen) Mittelstreckenraketen mit Atomsprengköpfen.

April 1962. Die US-amerikanischen Thor- und Jupiter Atomraketen in der Türkei werden einsatzbereit gemacht. Sie sind wegen ihrer ungeschützten Aufstellung sehr leicht angreifbar und können im Ernstfall nur zu einem atomaren Erstschlag genutzt werden.

7. Februar 1962. Die USA verhängen ein Embargo gegen Kuba (Heise).

Anfang 1962. Die USA lässt zieht die Truppen in einem gewaltigen Aufmarsch zusammen um Castro zu stürzen. Ein Schiff wurde selbst versenkt um die Schuld Kuba in die Schuhe zu schieben um einen Vorwand zum Einmarsch auf Kuba zu haben.

5. September 1961. Erstmal werden Aufnahmen von Flugabwehrraketen  vom Typ SA-2 Guideline und von Kampfflugzeugen des Typs MiG Fishbed gemacht.

17. April 1961. Es kommt zur Schweinebuchtinvasion. Ein Debakel für die USA (Wikipedia).

26. und 27. Oktober 1960. Die USA starten von der Laughlin Air Force Base in Texas zum ersten mal Aufklärungsflüge über Kuba mit Flugzeugen vom Typ U2.

19. Oktober 1960. Die Regieurng der USA verbietet per Dekret den Export von Erdöl nach Kuba und gleichzeitig jegliche Import aus Kuba. Daraufhin sagte die sowjetische Regierung unter Nikita Sergejewitsch Chruschtschow wirirtschaftliche und militärische Unterstützung zu.

Mai 1960. Die Sowjetunion ist hocherfreut über diese Entwicklung und nimmt diplomatische Beziehungen zu Kuba auf. Castro hofft durch die Unterstützung der wirtschaftsstarken Sowjetunion zu einem Vorbild für die nationale Unabhängigkeit in Lateinamerika zu werden. Von den USA wird das als inakzeptabler Versuch zur Verbreitung des Kommunismus in Süd- und Mittelamerika gewertet.

Januar 1959. Auf Kuba kommt der Diktator Fidel Castro an die Macht. Er wollte zunächst die Beziehungen mit den USA aufrechterhalten und bat um ein Darlehen. Der US-amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower lehnte das jedoch ab. Die USA unterstützte die kubanische Opposition durch Terror- und Sabotageakte. Auch Mordanschläge und fingierte Terrorakte und militärische Zwischenfälle wurden erwogen um einen Vorwand für eine Invasion zu bekommen.

1959. Die sowjetischen Atomraketen aus der DDR werden überraschend nach Kaliningrad (Königsberg) verlegt. Die USA beginnt in Italien und der Türkei mit der Aufstellung von jeweils 25 Mittelstreckenraketen mit Atomsprengköpfen des Typs Thor und Jupiter.

1958. Die Sowjetunion beginnt mit der Aufstellung von Mittelstreckenraketen mit Atomsprengköpfen des Typs SS-3 Shyster in der DDR. Sie waren gegen Ziele in Westeuropa, vor allem in der Bundesrepublik Deutschland gerichtet.

Quellen: Welt, Wikipedia

Weitere Kommentare zum Thema Energie

05.03.2011. Uranabbau
03.03.2011. Atomkraftwerk Biblis
27.02.2011. Atomenergie in Frankreich
27.02.2011. Atomkrieg - Simulation - Nuklearer Winter
26.02.2011. Atomkraft in Libyen
20.02.2011  Energieautaarke Gemeinde Freiamt
18.02.2011. Atomkraft in Spanien
17.02.2011. CCS-Technologie - CO2 Endlagerung
12.02.2011. Atommüllbeseitigung durch Transmutation
12.02.2011. Atomkraft in Pakistan
06.02.2011  Atomkraftwerke im Lastfolgebetrieb
02.02.2011. Schmutzige "Atom"-Bombe
02.02.2011. Atomkraftwerk Neckarwestheim
27.01.2011. Erneuerbare und Energiespeicher 2011
27.01.2011. Atomtransporte
23.01.2011. Atomkraftwerk Grafenrheinfeld
16.01.2011. Wasserstoffbomben explodieren über Palomares
13.01.2011. Atomwaffentestgelände Bikini-Atoll
11.01.2011. Energieautarke Insel Samsø
28.11.2010. Atomkraft und Krankheiten
22.10.2010. Atomkraftwerk Krümmel
22.10.2010. Atom-U-Boote
29.08.2010. Uranmunition
25.08.2010. Kernwaffenversuche
24.08.2010. Die Katastrophe von Tschernobyl
23.08.2010. Energieautarkes Städtchen Güssing
22.08.2010. Atombombenabwurf auf Hiroshima
21.08.2010. Atomkomplex Sellafield
20.08.2010. Brennstäbe und Brennelemente für Atomkraftwerke
19.08.2010. Strahlung von Kühlwasser aus Siedewasserreaktoren
05.06.2010. Deutlich erhöhte Kohlesubventionen
03.06.2010. Laufzeitverlängerung für AKWs ohne Bundesrat ist grundgesetzwidrig
19.05.2010. Deutschland darf Atomwaffen entwickeln und bauen
09.05.2010. Atomenergie in den USA
01.05.2010. Explosion der "Deepwater Horizon" verursacht Ölpest nicht nur im Mississippidelta
17.04.2010. Atomendlager Gorleben
12.04.2010. Atomstaat Nordkorea
11.04.2010. Atommacht Israel
09.04.2010. Atomwaffen werden in Amarillo zu Brennstoff
08.04.2010. Atommüllager XXL in der russischen Sajda-Bucht
05.04.2010. Atomkraft im Ausland
27.03.2010. Atomlager ASSE

Montag, 20. Februar 2012

Japan strahlt - Fukushima und wie man Buchautor wird














Es sind jetzt nur noch wenige Wochen bis zum 11. März 2012. Dem traurigen ersten Jahrestag vom Beginn der Katastrophe von Fukushima (Nixblog -Der Tag des Bebens) die niemals ein Ende finden wird. Im Rahmen dieses Blogs bin ich damals so in die Berichterstattung darüber hineingerutscht. Nach einiger Zeit ist es schließlich so viel Stoff geworden dass der Rahmen den ein Blog bieten kann damit völlig gesprengt wurde. Zwischendurch habe ich den Fehler gemacht und beim aktuellen Nachrichtenticker (Nixblog - Aktueller Energie-, Klima- und Rohstoffticker) nicht regelmäßig Texte ausgelagert so dass mir doch mehrere Wochen verlorengingen weil blogger.com bei Texten die zu lang werden einfach ohne Warnung das Ende abschneidet.
Als es schließlich im Sommer um Fukushima etwas ruhiger in den Medien geworden ist habe ich mich daran gemacht einmal alles was ich bisher über die Themen Energie, Atomkraft ... mit dem kostenlos erhältlichen LibreOffice in einem Textdokument zu sortieren. Das war auch deshalb genial weil dieses Programm auch vom USB-Stick läuft und die Dokumente auf Windows und unter Linux fast gleich aussehen so dass es zu keinen Formatierungsproblemen gekommen ist. 
Die unaufbereiteten Daten, die ich von meinem Blog geholt habe hatten schließlich einen Umfang von fast 600 DIN A4 Seiten. Damit war klar dass der Stoff zu umfangreich für ein einziges Buch ist. Ich musste mich mehr oder weniger für ein Thema entscheiden. Zur Wahl standen Japan und Fukushima gegen Deutschland und Energiewende. Das Rennen hat dann Japan gemacht.
Nun ging es daran die Daten aufzubereiten und erst einmal mit der Rechtschreibprüfung die gröbsten Fehler aus den Texten zu entfernen. Schließlich hatte ich etwa 140 Seiten Chronologie über die Katastrophe von Fukushima, den Artikel über das Thema Japan und Atomwaffen (Nixblog - Atomwaffen in Japan) und noch ein wenig über die Atombomben von Nagasaki und Hiroshima (Nixblog - Atombombenabwurf auf Hiroshima).
Zu einem kompletten Buch fehlte also doch noch manches. Die Kapitel über die Energieversorgung von Japan, konventionelle Stromerzeugung, Erneuerbare Energien, Atomkraftwerke, Persönlichkeiten und Organisationen mussten neu geschrieben werden. Dabei war mir Wikipedia eine große Hilfe. Wie immer habe ich jedoch so gut es in der kurzen Zeit möglich war andere Quellen angezapft.
Schließlich gefiel mir der Umfang des Buches ganz gut. Damit die Katastrophe verstanden werden kann fehlte jedoch noch ein sehr wichtiger Baustein. Das schwierige Thema Strahlung, Radioaktivität und was sie so alles anrichtet. In zwei Blogeinträgen habe ich ja schon darüber geschrieben (Nixblog - Atomkraft und Krankheiten, Nixblog - Auch niedrigste Strahlenwerte sind gefährlich). Durch die Informationen die nach dem großen Beben bekannt wurden konnte ich diese Kapitel stark ausbauen.
Schließlich hatte ich ungefähr 320 Seiten Text die noch mit etwa 200 Grafiken und Bildern (die meisten von Wikimedia Commons) gefüttert werden wollten. Um das Buch zu publizieren stellte sich dann die Frage wie ich das Dokument neben dem problemlosen PDF-Export auch in eine Epub-Datei bringe. Auch bei dieser Wahl die mich auf das OpenSource-Programm Sigil (Wikipedia Sigil) brachte hat mir Wikipedia geholfen. Das Übertragen der Texte aus Libre Office und Einfügen der Bilder klappte reibungslos. Etwas gefehlt hat mir allerdings die Möglichkeit, andere Verlinkungen als Überschriften und Inhaltsverzeichnis zu erstellen.
Schließlich war auch die Epub-Datei fertig und es ging an das Veröffentlichen des Buches. Dabei kam mir ein Fehler in die Quere. Innerhalb des Epub-Dokuments sind die Texte in sogenannten Xhtml-Files abgelegt. In diesen darf kein Umlaut auftauchen. Das Validierungsprogramm von Sigil merkt das in der frühen Version (0.52) jedoch genau so wenig wie die Betrachter Calibre und FB Reader. Daher hat das Programm von Amazon "kindlegen" und das Hochladen bei epubli abgebrochen. Erst nach mehreren Stunden konnte ich das Problem mit dem Programm "pagina-EPUB-Checker_Win-0.6.1" lokalisieren und damit den Weg zur Veröffentlichung des Buches vollends freimachen: Gar Nix - Japan strahlt bei epubli - Gedruckt und als eBook.

Freitag, 17. Februar 2012

Brand auf dem russischen Atom-U-Boot "Jekaterinburg"

Russisches Atom-U-Boot der Delta-IV-Klasse
 













Bei Reaparaturarbeiten am russischen Atom-U-Boot K-84 "Jekaterinburg" der Delta-IV-Klasse wurde am 29. Dezember 2011 durch ein Feuer auf dem Trockendock der Rumpf des Schiffes in Brand gesetzt.
Auf dem Kriegsschiff soll es keine Atomwaffen geben. Der abgeschaltete Atomreaktor soll in Sicherheit sein, die Strahlenwerte normal. Es wurden offenbar 9 Personen verletzt. Das Boot liegt in der Werft Rosljakowo in der Region Murmansk auf der Halbinsel Kola. Der Brand brach offenbar wegen Missachtung von Vorschriften bei Schweißarbeiten aus. Um 15 Uhr 45 hat ein Baugerüst aus Holz auf dem Dock Feuer gefangen das dann auf die äußere Hülle des Schiffes übergriff. Der Rumpf brannte bereits um 16 Uhr lichterloh. Um das Feuer zu löschen wurde das Boot teilweise unter Wasser gesetzt. Zudem wurde von Hubschraubern tonnenweise Wasser abgeworfen. Der Löscheinsatz von mehr als 100 Feuerwehrleuten dauerte etwa 24 Stunden.
Die Reparatur des Atom-U-Bootes wird voraussichtlich mehrere Monate dauern. Ob die Hitzeeinwirkung dem Druckkörper des Schiffes geschadet hat wird noch untersucht. Möglicherweise muss es aus dem Bestand genommen werden. Der russische Präsident Dmitri Anatoljewitsch Medwedew fordert für die Schuldigen eine strenge Bestrafung.
Bei der Jekatarinburg handelt es sich um ein Atom-U-Boot der Delta-IV-Klasse. Es wurde am 17. Februar 1982 auf der Werft 402 mit der Baunummer 380 auf Kiel gelegt. Am 17. März 1985 lief es vom Stapel und gehört zur zweiten Generation (Projekt 667-BDRM "Delfin" (NATO-Code: "Delta-IV") der sowjetischen Atom-U-Boote. Russland hat insgesamt 7 Schiffe dieses Typs im aktiven Dienst.
Die Jekaterinburg hat eine Länge von 167 Metern und eine Breite von 12 Metern. Es hat ein Gewicht von 11.740 kg. Das Schiff kann mit 16 Interkontinentalraketen vom Typ R-29RMU "Sinewa" mit jeweils 4 Atomsprengköpfen bestückt werden. Außerdem sollen sich "um Zeit zu sparen" entgegen ersten Aussagen der russischen Behörden 12 Torpedos und zahlreiche Minen an Bord befunden haben. Die äußere, brennbare, Hülle besteht aus schalldichtem Gummi damit das Kriegsschiff schwerer zu orten ist.
1996 kam das Schiff zur Reparatur ins Dock. Am 9. Februar 1999 bekam das Atom-U-Boot den Namen "Jekaterinburg". 2002, nach Abschluss der Instantsetzung wurde es wieder der Nordflotte zugeteilt. Mit dem U-Boot wurden mehrere Testabschüsse mit Raketen durchgeführt. Der bisher letzte Abschuss erfolgte 2011 in der Nähe vom Franz-Josef-Land im Nordmeer. Der getroffene Zielpunkt lag auf Kamtschatka.

14.02.2012. Die Jekaterinenburg soll laut der russischen Wochenzeitschrift "Kommersant-Wlast" mit atomaren Sprengkörpern beladen gewesen sein. Russland stand offenbar kurz vor einer Katastrophe. Um eine Explosion zu vermeiden wurden während des Brandes offenbar alle Torpedos von Matrosen entladen. Das U-Boot wurde bereits Anfang Januar, nur wenige Tage nach dem Brand, so schwerbeschädigt wie es war eilig von der Werft in die Bucht Okolnaja gebracht. Kurz danach ging es weiter in die Bucht "Jagelnaja" an der Kola-Halbinsel. In diesen beiden Buchten liegen Militärbasen wo Raketen und Sprengkörper gelagert und Atom-U-Boote be- und entladen werden. Zudem wurde offenbar aus mehreren Quellen in der Marineführung bestätigt, dass die "Jekatarinenburg" Raketen an Bord hatte.
Das Atom-U-Boot soll laut Dimitri Rogosin (Russischer Vize-Premierminister / Ex-Botschafter der NATO) bis Mitte 2014 repariert werden. Kosten wird das schätzungsweise 500 Mio. Rubel (12,5 Mio. Euro).

Bilder von Wikimedia Commons
Russisches Atom-U-Boot der Delta-IV-Klasse, Gemeinfrei, von Victor12 at en.wikipedia

Quellen
17.02.2012, taz, Brand auf Atom-U-Boot in Nordeuropa, Tschernobyl unter Wasser war möglich
14.02.2012, Welt, Brennendes Atom-U-Boot, Russland stand kurz vor einer Nuklearkatastrophe
31.12.2011, Welt, Russland, Medwedjew fordert harte-Strafen fuer U-Boot-Brand
30.12.2011, Tagesschau, Offenbar kein Austritt von Radioaktivität, Brand auf russischem Atom-U-Boot gelöscht
29.12.2011, Spiegel, Dock bei Murmansk, Feuer an russischem Atom-U-Boot ausgebrochen
Nixblog - Atom-U-Boote
Wikipedia, Atomstreitkraft
Wikipedia, Projekt 667BDRM

Haiti - Erdbeben 2010

















13.01.2010. Haiti ist ein Inselstaat der zu den Grosssen Antillen gehört. Das Land hat etwa 9 Millionen Einwohner. Die Wirtschaft ist relativ schwach. Die politische Lage ist relativ instabil. Es kommt immer wieder zu Unruhen (Wikipedia).
Vier von fünf Menschen müssen in Haiti mit 1,50 Euro am Tag auskommen. 40% davon haben nur annähernd 75 Cent / Tag.

08.03.2012. Nahe der Hauptstadt Port-au-Prince gab es ein Erdbeben der Stärke 4,6. Schäden soll es keine gegeben haben (Focus).
17.02.2012. Auch mit dem Aufbau des Bildungswesen des Landes geht es kaum vorwärts (Spiegel).

13.01.2012. Gedenken auf Haiti am zweiten Jahrestag des großen Bebens (Focus).

09.01.2012. Laut UNO-'Schätzungen wurde bis jetzt erst etwa die Hälfte der vom Erdbeben verursachten Trümmer weggeschafft (Spiegel, Sueddeutsche, taz).

07.01.2012. Seit dem Ausbruch der Cholera im Oktober 2010 sind auf Haiti knapp 7000 Menschen daran gestorben. Etwa 520.000 Menschen wurden bisher infiziert. Täglich kommen etwa 200 Neuerkrankungen dazu (Sueddeutsche).

19.10.2011. In der Zwischenzeit sind mehr 450.000 Menschen auf Haiti an Cholera erkrankt. Vor dem Erdbeben galt das Land noch als cholerafreie Zone. Man geht davon aus dass es mindestens 3 Jahre dauert bis die Krankheit eingedämmt ist (taz).

17.10.2011. An der Cholera sind 6.500 Menschen gestorben. Sie wurde von UN-Soldaten aus Nepal eingeschleppt. UN-Soldaten aus Uruguay sollen einen Jungen sexuell missbraucht haben. Von den versprochenen Milliardenspenden ist weit und breit nichts zu sehen (Sueddeutsche).

03.08.2011. Das Parlament lehnt den Juristen und ehemaligen Justizminister Gernard Gousse, der von Präsident Michel Martelly vorgeschlagen worden war, mit 16 von 30 Stimmen als Regierungschef ab (Spiegel).

17.07.2011. Der deutsche Aussenminister Westerwilli besucht heute Haiti. Präsident Martelly weiß nicht wo 4 Milliarden an Hilfsgeldern hingeflossen sind. Die Cholera breitet sich wegen der Regenzeit und der katastrophalen hygienischen Zustände wieder aus. Einziger Pluspunkt: Ab Herbst sollen alle Kinder in die Schule gehen können. Wegen Schulgebühren konnte bis jetzt nur jedes zweite Kind am Unterricht teilnehmen (Tagesschau).

12.07.2011. Eine funktionierende Regierung gibt es nicht. Michel Martelly scheitete bei dem Versuch, seinen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten durchzusetzen weil die bisherige Regierungspartei das Abgeordnetenhaus dominiert. Daher führt die laufenden Regierungsgeschäfte der bisherige Premierminister Jean-Max Bellerive weiter.
Immer noch ungefähr 500.000 Menschen leben auf Haiti in Notunterkünften. Die Zahl sexueller Übergriffe hat nach dem Beben offenbar stark zugenommen. In den Notungerkünften sollen bereits mehrere tausend Frauen vergewaltigt worden sein  (Spiegel).

07.06.2011. Laut Dokumenten, die Wikileaks demnächst offenbar veröffentlichen will, wurde auf Betreiben von Kleidungsherstellern (z.B. der Jeans Firma Levis, Hanes) im Jahr 2009 durch die US-Regierung eine Erhöhung des Mindestlohns von 24 Cent (ca. 2 US-Dollar) auf etwa 61 Cent (ca. 5 US-Dollar) verhindert (Sueddeutsche).

09.05.2011. Die Cholera-Erreger wurden von offenbar aus Nepal von Truppen der UN auf Haiti eingeschleppt. Bis jetzt sind etwa 5000 Menschen daran gestorben. Ein Ende ist nicht in Sicht  (Telepolis, Sueddeutsche).

26.04.2011. Die United Nation Foundation würdigt in einem Bericht die Bedeutung des Humanitarian OpenStreetMap Teams und der sogenannten Crisismapper (Golem).
16.04.2011.Von Berliner Pädophilen wurde offenbar ein Projekt für Strassenkinder genutzt um Kinder aus Haiti zu verschleppen um sie an Pädophile für den sexuellen Missbrauch zu vermitteln (Welt).

05.04.2011. Michel Martelly (Musiker) gewinnt die Wahlen mit 67,57 % der Stimmen gegen die Mitbewerberin Mirlande Manigat und wird damit Präsident (Spiegel).

19.03.2011. Die Cholara-Epidemieauf Haiti nimmt immer größere Ausmaße an. Bis Ende des Jahres werden 800.000 Infizierte befürchtet (Welt).

04.02.2011. Am 20. März wird es einen zweiten Wahlgang um das Präsidentenamt geben in dem der Musiker Michel Martelly und die Juristin Mirlande Manigat gegeneinander antreten (taz).

26.11.2010. Alleine in Port-ou-Prince gibt es etwa 11 Monate nach dem Erdbeben etwa 1000 Zeltstätte in denen etwa eine halbe Million Menschen leben. Insgesamt leben derzeit 1,5 Millionen Menschen auf Haiti in Zelten (taz).

25.11.2010. Bisher sind mehr als 1400 Menschen an der Cholera-Epidemie gestorben. Landesweit arbeiten die "Ärzte ohne Grenzen in 27 Behandlungszentrum mit insgesamt 2500 Betten oft 16 bis 18 Stunden täglich wobei diese Kapazitäten bei weitem nicht ausreichen. Vor zwei Wochen lag die Sterblichkeitsrate in Cap Hitien bei 15%, inzwischen ist sie auf 1,6% gesunken (Spiegel).

24.11.2010. Auf Haiti gibt es eine Choleraepidemie mit vielen Todesfällen durch die es zu massiven Gewaltausschreitungen kommt. Am Sonntag 26.11.2010 sind Wahlen. Die meisten Haitianer haben allerdings das Vertrauen in die Politik verloren (Tagesschau).

12.08.2010. Haitis Behörden blockieren Erdbebenhilfe (Tagesschau).

15.07.2010. Helfen und missionieren (Tagesschau).

14.07.2010. Bezahlte Arbeit gibts nicht viel (Tagesschau).

12.07.2010. Der Wiederaufbau geht wegen Korruption, Bürokratie und ungeklärten Eigentumsverhältnissen nur sehr langsam voran. Mehr als 700.000 Menschen leben in Camps (Tagesschau, Sueddeutsche).

30.05.2010. Die Prioritäten beim Aufbau liegen bei den Ministerien, öffentlichen Einrichtungen und Privatleuten mit viel Kleingeld. Der zwischen 1914 und 1921 gebaute Präsidentenpalast wird für 120 Millionen Euro wieder aufgebaut (taz).


22.05.2010. Korruption ist der grösste Feind (Tagesschau).

14.05.2010. Die US-amerikanische Baptistin Laura Silsby steht vor Gericht weil sie mit 33 Kindern Haiti verlassen wollte. Die Justiz fordert 6 Monate Haft. Entgegen der Behauptung der Missionare hatten viele der Kinder Angehörige. Alle sind in der Zwischenzeit zu ihren Familien zurückgekehrt.
Nach offiziellen Angaben wurden durch das Erdbeben mindestens 217.000 Menschen getötet. Mehr als 1 Million Menschen wurden obdachlos (Spiegel).

11.05.2010. Von Spendengeldern keine Spur (Sueddeutsche). Der Blick aus der Ferne (Stern).

22.04.2010. Haiti 100 Tage nach dem Erdbeben (Sueddeutsche).

11.04.2010. Port-au-Prince - Die Hauptstadt der verlorenen Kinder (Focus).

02.04.2010. Jacmel in Trümmern (Welt).

01.04.2010. Knapp 9,9 Mrd. Euro wurden von der internationalen Gemeinschaft zum Aufbau versprochen (Tagesschau, Heute, Sueddeutsche).

31.03.2010. Hoffen auf die Geberkonferenz in New York (Tagesschau). Die UN und die USA wollen in den nächsten 18 Monaten 3,9 Mrd. US-Dollar für den Wiederaufbau sammeln (Tagesschau).

24.03.2010. Die DHL und das OLPC wollen 2.000 XO-Notebooks nach Haiti schicken damit der Unterricht wieder normale Wege gehen kann (Pro-Linux, Heise).

23.03.2010. Bilderstrecke Bush und Clinton auf Haiti (Sueddeutsche).

22.03.2010. Jorge Aníbal Torres Puello, seines Zeichens Mädchenhändler, wurde verhaftet. Er trat am 12. Januar als Anwalt einer Gruppe US-amerikanischer Baptisten auf die 33 Kinder in die Dominikanische Republik schmuggeln und dort zur Adoption anbieten wollte (taz).

20.03.2010. Haitianer die in die Dominikanische Republik flüchteten sind nicht willkommen. Viele Flüchtlinge müssen jetzt die Dominikanische Republik wieder verlassen da Einwanderung nicht gewünscht ist. In dem Land gibt es auch viele Probleme. Die Hälfte der Menschen dort lebt unter der Armutsgrenze (Tagesschau).

17.03.2010. Der erste Plan für einen Wiederaufbau liegt vor. Er würde 11,5 Milliarden US-Dollar kosten (Sueddeutsche).

10.03.2010. Mit der nahenden Regenzeit droht die nächste Katastrophe (Spiegel).

08.03.2010. Bilderstrecke: Die Menschen geben nicht auf (Spiegel).

03.03.2010. In Port-ou-Prince sind nur 40% der Gebäude nach dem Beben noch benutzbar. 60% sind so zerstört dass sie aus Sicherheitsgründen abgerissen werden müssen (Focus).

01.03.2010. Die Aufräumarbeiten sind auch nach etwa 1,5 Monaten noch in vollem Gang (taz). Bei dem Beben wurden in Port-ou-Prince ca. 100.000 Gebäude völlig beschädigt und etwa 510.000 Gebäude schwer beschädigt. Die Zahl der geborgenen Toten liegt bei 225.000. Sie könnte sich noch auf 300.000 erhöhen. Grössere Verletzungen erlitten 310.900 Menschen wobei die Dunkelziffer sehr hoch ist. Mehr als 510.000 Menschen wirden durch das Erdbeben obdachlos.

25.02.2010. Hamburgs Schüler haben 50.000 Euro Spenden gesammelt (Focus).

22.02.2010. Man geht von bis zu 300.000 Toten aus. Die wirkliche Anzahl wird sich jedoch nie ermitteln lassen (taz).

19.02.2010. Die UN ruft zu einer 1,5 Mrd. US-Dollar Spende für Haiti auf (Stern, Sueddeutsche). Leider sind aber bei so grossen Summen diejenigen die sie in die eigene Tasche umleiten meistens ganz vorne dran (Sueddeutsche). Das erste reguläre Passagierflugzeug seit dem Erdbeben ist heute auf Haiti gelandet (Spiegel).

18.02.2010. Acht der wegen mutmasslicher Kindesfestgenommenen US-Bürger sind wieder auf freien Fuß gesetzt (Tagesschau).

16.02.2010. Menschenhändler in Aktion. Am letzten Wochenende wurden 22 Kinder aus den Händen von Schleppern befreit (Focus). Kinderarbeit auf Haiti (taz). Die Kosten für den Wiederaufbau Haitis werden auf 10 Mrd. Euro geschätzt (Focus).

13.02.2010. Das Leichenhaus von Port-ou-Prince (Focus).

12.02.2010. Banges Warten auf die ungewisse Zukunft (Tagesschau) und Gedenken an die Opfer (Heute).

08.02.2010. Der Anwalt der wegen Kindesentführung Angeklagten US-amerikanischen Bürger legt sein Mandat einen Tag vor der Verhandlung nieder. Er soll von den Angeklagten Geld zur Bestechung des Richters gefordert haben (Sueddeutsche).

07.02.2010. Die G7-Staaten wollen Haiti die Schulden erlassen welche direkt aufgenommen werden. Die Schulden bei IWF und Weltbank sollen dagegen bestehen bleiben (Spiegel). Ein Kind aus Haiti kostet im Kinderhandel 5000 US-Dollar (Welt).

05.02.2010. Die 10 US-Amerikaner die mit 33 Kindern Haiti verlassen wollten werden wegen Entführung angeklagt (Tagesschau). Der Hype bei Auslandsadoptionen ist keine grosse Hilfe (taz).

03.02.2010. Haiti am Nullpunkt (Welt). Regierung verzweifelt gesucht (Welt).

02.02.2010. In Haiti gab es bereits vor dem Erdbeben etwa 400.000 Waisen. Kinderhändler nützen den Willen zur Hilfe durch Adoption mit äußerster brutalität aus (Tagesschau). Insgesamt sind bei Haiti 19 US-amerikanische Schiffe im Einsatz. Im Moment sind sieben weitere Schiffe auf dem Weg nach Haiti. Abgezogen werden der Flugzeugträger "USS Carl Vinson", der Lenkwaffenkreuzer "USS Bunker Hill" und das Forschungsschiff "USNS Henson" (Focus).

01.02.2010. Das US-amerikanische Militär soll den Transport von Verletzten wieder aufnehmen (Tagesschau, Sueddeutsche). Die ersten Schulen öffnen wieder (Focus).

31.01.2010. Auf Haiti wurden 10 US-Amerikanier festgenommen als sie mit 33 Kindern das Land verlassen wollten (Focus, Sueddeutsche). Die Transporte von Verletzten wurden offensichtlich schon am 27.01. ausgesetzt. Wegen Rangeleien bei den Vergabestellen werden separate Ausgabestellen für Frauen eingerichtet (Tagesschau).

30.01.2010. Präsident René Prévall beklagt sich dass er übergangen wird in die Hilfskräfte äußerst unkoordiniert arbeiten (Tagesschau). Wegen einem Streit um die Kosten werden Transporte von Verletzten in Krankenhäuser in den USA durch das US-amerikanische Militär vorerst ausgesetzt (Spiegel).

29.01.2010. Bis jetzt sind wohl mehr als 2 Mrd. Euro an Hilfen für Haiti zugesagt worden. Mal sehen wieviele davon leere Versprechungen bleiben (Spiegel). Das Leben geht wieder in geregeltere Bahnen über (Focus). Immer mehr obdachlose Frauen werden Opfer von Vergewaltigungen. Es gibt etwa 3500 Polizisten denen rund 7000 Ausbrecher gegenüberstehen (Sueddeutsche).

28.01.2010. Ein 16jähriges Mädchen wurde nach 15 Tagen gerettet (Tagesschau, Stern).

27.01.2010. Ein Mann wurde 12 Tage nach dem Beben aus den Trümmern seines Hauses gerettet. Ausserdem gab es ein Nachbeben der Stärke 4,9 mit einem Epizentrum 65 Kilometer westlich von Port-ou-Prince (Tagesschau, Heute, Suddeutsche).

26.01.2010. Port-ou-Prince wird geräumt. Auch Präsident René Prévall darf zelten (Stern) Viele verlassen Port-ou-Prince und stossen auf Probleme (Tagesschau).

25.01.2010. Die Knochensägen stehen nicht still (taz). Kinderpatienten auf dem US-amerikanischen Lazarettschiff "USNS Comfort" (Spiegel) mit Bilderstrecke (Spiegel). Die Regierung meldet eine Zahl von 150.000 Todesopfern durch das Erdbeben in Port-ou-Prince (Tagesschau). Die UN befürchtet über eine Million Obdachlose (Sueddeutsche) und will 300 paramilitärisch ausgebildete Polizisten aus der EU nach Haiti schicken (Stern) aber nicht alle wollen mitmachen (Sueddeutsche). Daniel Henrys, ehemaliger Gesundheitsminister von Haiti möchte dass Port-ou-Prince an einen Ort verlegt wird der weniger erdbebengefährdet ist (taz). Aus Furcht vor Überschwemmungen zogen viele Haitianer nach Port-ou-Prince. Von dem verheerenden Erdbeben werden sie nun wieder zurückgetrieben (Focus).

24.01.2010. Kampf um Lebensmittel (taz). Einer konnte noch gerettet werden (Spiegel). Elf Tage unter meterhohem Schutt (Stern). Im Epizentrum der Hilfe (Sueddeutsche). Haiti will den Kinderhandel unterbinden und verbietet Adoptionen. Es gibt mehr als 300 Camps mit jeweils mehreren tausend Obachlosen (Heute). Stars in den USA sammeln Spenden in Höhe von etwa 60 Millionen für Haiti (Welt).

23.01.2010. Die Rettungsarbeiten werden für beendet erklärt. 132 Menschen wurden aus den Trümmern gerettet , mehr als 111.500 Tote und 195.000 Verletzte gezählt. Etwa 600.000 Menschen wurden durch das Beben obdachlos und leben in Feldlagern (Heute. Tagesschau, Welt). Port-ou-Prince ist zu voll (Tagesschau). Kanada beruft eine Krisenkonferenz ein auf welcher das weitere Vorgehen geklärt werden soll (Spiegel).

22.01.2010. Teilweise funktioniert Haiti wieder (Stern). Die Hilfe ist zwar da aber immer noch nicht für alle (Tagesschau). Beim Essen gilt das Recht des Stärkeren. Frauen und Kinder kommen zuletzt dran (Heute). 15 Kinder sollen aus Krankenhäusern entführt worden sein (Welt). Die ersten Helfer verlassen erschöpft das Land (Spiegel). Man will 400.000 Obdachlose umsiedeln (Heute, Sueddeutsche, Welt). Die Weltbank ist so überaus großzügig und studet die Schulden von Haiti (Focus). Der IWF fordert einen Marshall-Plan für Haiti (Spiegel).
Die 5 Notfalldepots des Welternährungsprogramms (Tagesschau).

21.01.2010. Hilfe kommt an aber keiner weiss wie es weitergeht (Tagesschau). Bei dem Nachbeben sind mehrere Menschen ums Leben gekommen (Sueddeutsche). Die ersten Teams stellen die Suche nach Überlebenden ein (Tagesschau).
Italienische Gebirgsjäger packen in der Chinotto-Kaserne in Vicenza im Auftrag der EU ihre Koffer um die Sicherheit von Holfskonvois und Lebensmittellieferungen zu gewährleisten (Telepolis). Guantanamo wird als Auffanglager für Flüchtlinge vorbereitet. Die USA wollen weitere 4.000 Soldaten schicken (Stern). Der Flugzeugträger USS Carl Vinson in Aktion (Spiegel).
Die UNO bezahlt Haitianer für Aufräumarbeiten (Spiegel). Der Wiederaufbau soll 25 Jahre dauern. Der IWF ruft zu weltweiter Hilfe auf (Focus). Experten raten von Adoption ab (Sueddeutsche). Das Leid der Haitianer wurde schnell für Betrügereien im Internet ausgenützt. Spenden werden abgezweigt und Viren verteilt (Stern).
Die Menschen lachten nach den Beben aus Hysterie (Sueddeutsche).

20.01.2010. In den Krankenhäusern herrscht Chaos. Die etwa 250.000 Verletzten werden mit minimalsten medizinischen Einrichtungen versorgt (Tagesschau). Ein paar wenige verschüttete Menschen können auch jetzt noch lebend aus den Trümmern geborgen werden (Heute, Sueddeutsche, Spiegel). Die Lage auf Haiti ist laut UN trotz vereinzelter Plünderungen, Schiessereien und Raub stabil. (Stern). Das Risiko für Kinder entführt zu werden steigt (Spiegel). Die Kindernothilfe fordert ein Programm für Waisenkinder und junge Obdachlose (taz). Versklavt vom Elend (Sueddeutsche). UN und USA schicken mehr Militär. Vorher traut man sich nicht mehr Hilfsgüter abzuwerfen (Focus). Steht Haiti vor einer neuen Besatzung durch die USA (Telepolis)? Die Solidarität der "Brüder" in Afrika (Sueddeutsche).
Eine Woche nach dem Erdbeben gedenkt die UNO ihrer Toten (Tagesschau). Italien schickt den neuen Flugzeugträger "Cavour" auf Hilfsmission nach Haiti (Tagesschau).
Das ZDF und BILD hat in einer Spendengala kanpp 18 Millionen Euro gesammelt (Heute, Welt). Bebenvorhersage ist trotz aller Versuche noch nicht möglich (Sueddeutsche). Katastrophenhelfer OpenStreetMap (Heise). Nicht immer haben die stärksten Erdbeben auch die schlimmsten Auswirkungen (Focus). Man sollte nur keine Fehler beim Wiederaufbau machen (Sueddeutsche).
Am frühen Morgen um 6:03 Uhr Ortszeit gab es ein schweres Nachbeben der Stärke 6,1. Das Epizentrum lag 60 Kilometer südwestlich von Port-au-Prince in einer Tiefe von ca. 10 km. Die Menschen rannten in Panik aus den Häusern (Sueddeutsche, Spiegel, Tagesschau).
130 km nördlich der Katastrophe im Ferienparadies Labadee aalen sich die Urlauber in der Sonne (Spiegel).
Es kommt die abenteuerliche Verschwörungstheorie auf dass die USA das Erdbeben ausgelöst haben soll um Haiti zu übernehmen. Aber wie sollte die USA eine Atombombe ohne dass es jemand merkt unterhalb einer Grosstadt in 17 Kilometern platzieren wo das Epizentrum des Bebens lag. Ausserdem hat die Explosion einer Atombombe eine gewisse Charakterisik die sie verraten würde.

19.01.2010. Die Hilfe kommt langsam an (Sueddeutsche). Dennoch wächst die Verzweiflung. Immer mehr Menschen verlassen die Port-au-Prince (Sueddeutsche). Die Regierung geht jetzt von 200.000 Toten aus (Stern). Man dringt in die Randgebiete vor und kann fast nur noch Leichen bergen. Die Zeit der Rettung ist fast abgelaufen (Tagesschau). Der Süden des Landes wurde vergessen (Welt).
Das Aggressionspotenial der Angst (Focus). 12.000 US-amerikanische Soldaten sollen die drohende Anarchie abwenden (Stern). Für den Wiederaufbau werden 10 Mrd. US-Dollar benötigt. Die USA stellen sich auf eine Flüchtlingswelle ein (Tagesschau, Heute, Focus).
Die Wissenschaft sucht auch weiterhin nach der Möglichkeit Erdbeben vorherzusagen (Spiegel). Die karibische Platte ist besonders Erdbeben gefährdet (Focus). Haiti zeigt den Fluch und den Segen einer globalisierten Welt (Welt). Während der Sendung "Anne Will" wurde 1 Million Euro gespendet (Welt). Es gibt auch Profiteure und Geschäftemacher die ein Geschäft mit der Not machen (Spiegel). Spenden (Sueddeutsche). Die Kritik am Einsatz der UN wird jeden Tag lauter (Sueddeutsche).

18.01.2010. Hilfe wird langsam spürbar (Tagesschau). Die UNO bittet Haitianer um Geduld. Man braucht etwa 2 Wochen um 1 Million Menschen versorgen zu können, 4 Wochen für 2 Millionen (Tagesschau). Die Logistikprobleme frustrieren Retter (Spiegel).
Die Helfer kämpfen sich in die Provinz vor (Spiegel). Ausser der Hauptstadt Port-au-Prince sind auch die Städte in den anderen Landesteilen verwüstet (Sueddeutsche). Mehr als 70.000 Tote wurden bis jetzt geborgen (Focus). Hunderttausende warten immer noch auf Hilfe (Tagesschau). Ärzte amputieren auf der Strasse (Focus). Die Menschen versuchen im Chaos zu überleben (taz). Die Zahl der Plünderungen steigt. Die Gewalt nimmt zu (Stern). Die Anwohner wehren sich mit Lynchjustiz. Die Polizei setzt Tränengas ein (Spiegel. Focus). In den Armenvierteln werden Erschossene gefunden (Welt). Ein Eingreifen des US-amerikanischen Militärs wird erwartet (n-tv). Viele Haitianer suchen in ihrer Verzweiflung Hilfe im Gebet (Sueddeutsche).
Die Elite von Haiti blieb vom Erdbeben weitgehend verschont (Telepolis). Haitis Präsident René Préval kämpft gegen das Chaos. Das Sagen haben jedoch wie meist auf Haiti die USA (Sueddeutsche). Brasilien, die USA und Frankreich streiten sich um die Vorherrschaft im Land (Spiegel). Die UNO will 3.500 Soldaten und Blauhelme nach Haiti schicken (Spiegel).
Es werden noch 23 Deutsche vermisst (Welt). Die EU verspricht Hilfen von mehr als 420 Millionen Euro (Tagesschau, Spiegel). Haitis Ex-Diktator Jean-Claude Duvalier wollte einen Teil von aus Haiti geklautem Geld spenden was von Schweizer Richtern verhindert wurde (Tagesschau, Spiegel). Kriminelle versuchen mit E-Mails und Webseiten die Hilfsbereitschaft der Menschen in ihren eigenen Geldbeutel umzuleiten (Heute).

17.01.2010. Haiti, das Versuchslabor der Hölle (Welt). Hilfe kommt für viele zu langsam (Telepolis). Die Menschen hungern und verzweifeln (Spiegel, taz) und sind wegen der langsamen Bestattung ihrer Angehörigen sehr wütend (Sueddeutsche). Im Machtvakuum wächst die Angst vor Bandenterror (Spiegel). Mit selbst gebauten Äxten rüsten sich einige für den Kampf um Nahrungsmittel (Focus).
Die gesamte Spitze der UN-Mission auf Haiti ist tot. Bis zu 300 Mitarbeiter sind vermisst. Man geht von 25.000 bis 100.000 Todesopfern aus. Etwa 250.000 Menschen wurden verletzt (Sueddeutsche).
Wegen der grossen Zerstörungen in allen Landesteilen sind laut UNO bis zu 1.000.000 Menschen auf Unterkünfte und andere Hilfen angewiesen (Tagesschau, Stern). Mehr als die Hälfte der Häuser und Strassen von Port-ou-Prince liegen in Trümmern (Tagesschau). Die USA haben langfristige Hilfen zugesagt (Tagesschau, Sueddeutsche). Wer irgendwie kann flieht aus Port-ou-Prince (Sueddeutsche). Senegals Präsident Abdoulaye Wade bietet hilfsbedürftigen Haitianern an zu ihren Wurzeln im Senegal zurückzukehren. Weil Haiti von Skalven gegründet wurde sind die Einwohner seiner Ansicht nach Kinder Afrikas (Sueddeutsche). Haiti am Tropf ausländischer Nationen (Telepolis).
Im Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum wurden aktuelle Satellitenbilder der Krisenzone ausgewertet. Mit den Karten die sich daraus ergeben haben werden Rettungsarbeiten koordiniert (Spiegel).

16.01.2010. Der Wettlauf gegen den Tod geht weiter (Spiegel). Die Hilfeschreie werden weniger und leiser (Welt). In Haiti herrscht Angst vor Anarchie. Die Regierung spricht in einer ersten Einschätzung von 140.000 Toten (Telepolis, Heute, Welt). Von bis zu 200.000 Toten wird gesprochen (n-tv). Es fehlen weiterhin Wasser, Nahrungsmittel und Werkzeuge. Die Menschen graben mit blosen Händen in den Trümmern (Tagesschau). Das US-amerikanische Militär übernimmt mit dem Einverständniss der hawaianischen Regierung die Schlüsselrolle (Tagesschau), jedoch nicht ganz ohne eigene Interessen (Tagesschau). Etwa 50.000 Leichen wurden bis jetzt geborgen. Sie werden in einem Massengrab verscharrt (Spiegel, Tagesschau). Wieviele Deutsche auf Haiti leben weiss niemand so genau. Die meisten sind trotz der Gefahr dort geblieben und helfen wo es geht (Spiegel). Ungefähr 6000 Häftlinge sind aus den zerstörten Gefängnissen geflohen (Spiegel). Etwas von dem wenigen das von Haiti noch funktioniert ist die Top Level Domain .ht weil 4 der 6 Server ausserhalb des Landes stehen (Heise). Die Gewalt nimmt zu. Jugendbanden ziehen plündernd durch die Stadt (Welt).
Auch darüber wieviele Deutsche ums Leben gekommen sind ist noch nicht klar (Focus). 30 Deutsche werden vermisst. Ein erstes deutsches Todesopfer wurde offenbar geborgen. Deutschland erhöht die Hilfe auf 7,5 Millionen Euro (Tagesschau, Welt, Stern). Der US-amerikanische Präsident Barack Obama hat mit den beiden Ex-Präsidenten G.W., Bush und Bill Clinton eine Stiftung für Haiti ins Leben gerufen (Focus). Die US-amerikanische Aussenministerin Hillary Clinton ist auf Haiti eingetroffen (Focus).

15.01.2010. Die Hilfe läuft sehr schleppend an die Infrastrutur ist völlig zerstört. Am Flughafen herrscht Chaos. Flugzeuge mit Hilfsgütern können in Port-au-Prince nicht landen (Spiegel). Es fehlen immer noch Wasser, Essen, medizinische Versorgung, Räumgerät und Strom (Tagesschau). Aus Hilflosigkeit und Wut über die fehlende Hilfe werden Strassensperren aus Leichen errichtet (Heute, Sueddeutsche). Die Seuchengefahr wächst Stunde um Stunde (Welt). Es kommt zu ersten Plünderungen (Spiegel). Die Helfer befürchten einen Aufstand der Verzweifelten (Spiegel).
Selten haben die Hilfskräfte solche Zerstörungen erlebt (Sueddeutsche). 23 Menschen werden von chilenischen Hilfskräften aus dem Nobelhotel "Montana" gerettet. Die USA hat 10.000 Soldaten in Marsch gesetzt (Spiegel). Das rote Kreuz rechnet mit 50.000 Toten (Spiegel). Der Masterplan für die Erdbebenhilfe (Spiegel).
Es gibt erste Satellitenbilder und im Internet finden sich immer mehr Nachrichten und Informationen (Telepolis, Tagesschau). Über Twitter und Internet wird versucht an Spendengelder zu gelangen. Von seriösen Anbietern und Abzockern (Heise, Sueddeutsche). Crisismapping im Stundentakt bei OpenStreetMap könnte Leben retten (Golem).
Das Nachbarland, die Dominikanische Republik hat sofort nach dem Erdbeben sämtliche Grenzen geöffnet und Hilfe in das Erdbebengebiet geschickt nachdem erst vor wenigen Wochen 600 zusätzliche Soldaten an der Grenze postiert wurden um die unliebsamen Nachbarn von der Zuwanderung abzuhalten (Spiegel).

14.01.2010. Das Ausmaß der Katastrophe ist immer noch unüberschaubar. Es herrscht Chaos. Strukturen der Regierung und der UN funktionieren nicht mehr (Telepolis). Mindestens 16 UN-Mitarbeiter wurden getötet. Fast alle Krankenhäuser sind zerstört (Tagesschau). Es gibt kein Wasser (taz). Erste Teams der Hilfsorganisationen treffen auf Haiti ein (Heute, Spiegel). Hinter der Hilfe steckt nicht nur Nächstenliebe sondern oft auch politisches Kalkül (Spiegel). Ein Botschafter hofft dass es "nur" 30.000 Tode gegeben hat (Welt). Experten warnen vor Nachbeben (Sueddeutsche).

13.01.2010. Haiti wurde kurz vor 17 Uhr Ortszeit von einem Erdbeben der Stärke 7 erschüttert (Tagesschau, Spiegel, Sueddeutsche, Welt, Stern, Focus). Mit vielen UN-Mitarbeitern kann kein Kontakt mehr aufgenommen ist weil das Stromnetz und die Telefonverbindungen zusammengebrochen sind (Tagesschau). Die Hauptstadt Port-au-Prince ist fast völlig zerstört, es wird mit mehreren tausend Toten gerechnet (Tagesschau). Der Regierungsschef von Haiti, Jean-Max Bellerive, befürchtet mehr als 100.000 Tote. Beim Roten Kreuz wird dagegen davon ausgegangen dass 3 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen sein könnten (Sueddeutsche, Spiegel).
Tourismus auf Haiti (Spiegel).

Bilder:
- Flagge von Haiti, Wikimedia Commons, Myriam Thyes, Public Domain License