Gar Nix

Freitag, 20. Januar 2012

Radioaktives Material aus ägyptischem AKW Dabaa geklaut

Position von El-Dabaa








In Ägypten ist bei Protesten offenbar vor etwa einer Woche eine unbekannte Menge radioaktiven Materials aus einem Tresor (oder Container?) des im Bau befindlichen AKW Dabaa verschwunden. Auch über die Art des entwendeten Materials wurden keine Angaben gemacht. Laut IAEO handelt es sich bei den radioaktiven Stoffen um nicht sehr radioaktive Stoffe in geringen Mengen die zum Eichen von Messgeräten benutzt wurden.
Anwohner haben offenbar beobachtet wie Fremde von Sicherheitskräften in die Anlage gelassen wurden. Diese Fremden sollen keine Verwüstung hinterlassen, sondern genau gewusst haben, was sie tun. Wegen dem Vorfall soll die Regierung die Sicherheitsbehörden alarmiert und Spezialteams mit der Suche beauftragt haben. Von westlichen Geheimdiensten wird befürchtet dass islamische Terroristen mit dem radioaktiven Material eine schmutzige Bombe bauen.
Mehrere hundert Demonstranten, meist Beduinen, hatten eine Verlegung des AKWs gefordert. Sie werfen dem Staat vor, dass er unrechtmäßig ihr Land konfisziert habe. Bei Zusammenstößen mit Soldaten waren mehr als 10 Aktivisten verletzt worden. Es kam zu Schießereien und es wirde geplündert. Ingenieure haben offenbar Anfang dieser Woche angefangen, ihre für den Bau notwendigen Werkzeuge, abzuziehen.
Ägypten ist mit etwa 80 Mio. Menschen das bevölkerungsreichste Land in der arabischen Welt. Innerhalb von 30 Jahren hat sich die Bevölkerung fast verdoppelt. Zwischen 1997 und 2004 ist die Nachfrage nach Strom in Ägypten um durchschnittlich 7% pro Jahr angestiegen. Die Ölförderung wird in den nächsten Jahren nicht ausreichen um die Inlandsnachfrage zu erfüllen. Ägypten ist zu einem Importeur von Rohöl geworden. Besonders im Sommer leidet die Bevölkerung unter langen und häufigen Stromausfällen wegen einem alten unzureichenden Stromnetz.
Neben Atomkraft setzt Ägypten auch auf Erneuerbare Energien. Bis 2020 will das Land 20% seines Strom mit Solaranlagen und Windmühlen erzeugen.
1981 hat Ägypten den Vertrag über die Nichtverbreitung von Atomwaffen (Nuclear Non Proliferation Treaty - NPT) ratifiziert. Das Land unterstützt die Beseitigung von Atomwaffen im Nahen Osten und kritisiert regelmäßig Israel. Es weigert sich jedoch, ein Zusatzprotokoll für erweiterte Befugnisse der IAEO-Inspektoren zu unterschreiben.
In den Jahren vor der Katastrophe von Fukushima hat die Atomlobby ganze Arbeit geleistet und viele arabische Länder, darunter auch Libyen und die Vereinigten Arabischen Emirate, beim Starten von Atomprogrammen bestärkt.
Ägypten plant schon lange den Bau von Atomkraftwerken. Bereits Präsident Gamal Abd al-Nasser, der 1970 gestorben ist, wollte sein Land mit Atomenergie beglücken.  Erst 2006 nahmen die Pläne konkrete Formen an und nachdem im Juni 2007 Yukiya Amano (Chef der IAEO) bei einem Besuch die Zusage gegeben hat, Ägypten beim Bau von AKWs zu unterstützen kündigte Husni Mubarak (Präsident von Ägypten) im Oktober 2007 den Neustart des nach der Katastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 eingefrohrenen Atomprogramms an. Er wollte unter Aufsicht der IAEO 4 zivile Atomkraftwerke bauen. Unterstützt wurde er dabei von Beratern der Firmen Areva und Westinghouse. Laut Kamal el-Gansuri, derzeit [Januar 2011] amtierender Premierminister, ist ein AKW in El Dabaa der Traum eines jeden Ägypters.
Die Entscheidung für den Standort El-Dabaa wurde im August 2010 bekanntgegeben. Das AKW Dabaa befindet sich westlich von Alexandria. Direkt an der ägyptischen Mittelmeerküste. Es soll zwei Atomreaktoren vom Typ SSE-500 mit jeweils 1000 MW Bruttoleistung und 600 MW Nettoleistung bekommen. Die Kosten werden von Hassan Younis (Minister für Elektrizität) auf 4 Mrd. US-Dollar geschätzt. 2019 sollte es in Betrieb genommen werden. Die Planungen sind wegen miesem Management und wegen des Sturzes von Mubarak 2011 eingefroren worden.

Bilder aus der Wikipedia
Position von El Dabaa, Lizenziert unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 License, User:Mohamed Magdy, Original: Mark Dingemanse

Quellen
19.01.2011, Spiegel, Angst vor schmutziger Bombe, Ägypten fahndet nach radioaktivem Material
19.01.2011, Welt, El Dabaa, Radioaktives Material aus ägyptischem AKW gestohlen
19.01.2011, Spiegel, Ägypten, Radioaktives Material aus Atomkraftwerk gestohlen
19.01.2011, Telepolis, Radioaktives Material aus einer ägyptischen Kernkraftanlage entwendet
19.01.2011, SR DRS, Ägypten, Radioaktives Material aus AKW verschwunden
19.01.2011, Focus, Ägypten, Radioaktives Material aus Atomkraftwerk gestohlen
25.08.2010, African News Archiv, Atomstrom, Ägypten wählte den Standort der ersten Anlage
Wikipedia, Liste von Kernkraftanlagen
Wikipedia, El Dabaa (englisch)
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Dienstag, 17. Januar 2012

Sri Lanka



17. Januar 2012. Demütigungen für die Besiegten (taz).
02. Mai 2011. In dem Krieg sollen laut einem Bericht der UN alleine zwischen Januar und Juni 2009 40.000 Zivilisten getötet worden sein. Die meisten davon in den letzten Tagen des Krieges (Telepolis).

20. Juni 2010. Die Lage hat sich etwas verbessert. Ungefähr 200.000 Flüchtlinge sind in ihre Heimat zurückgekehrt. Viele leben aber immer noch in Flüchtlingslagern (Tagesschau).

09. April 2010. Bei einer niedriegen Wahlbeteiligung von etwa 55% liegt die Regierungspartei nach den ersten Auszählungen in 21 von 28 Bezirken vorne (Tagesschau).

08. April 2010. Heute findet die erste Parlamentswahl nach dem Krieg statt. Der Präsident Rajapakse will eine Zweidrittelmehrheit erreichen um die Verfassung ändern zu können (Tagesschau).

9. Februar 2010. Der ehemalige Armeechef und Oppositionsführer Sarath Fonseka wird festgenommen weil er angeblich einen Staatsstreich geplant haben soll (Tagesschau).

28. Januar 2010. Soldaten umstellen die Zentrale des Oppositionskandidaten Sarath Fonseka (Telepolis).

27. Januar 2010. Der bisherige Staatschef Mahinda Rajapakse bleibt nach den Wahlen im Amt. Er gewann mit 58% der Stimmen vor dem Herausforderer Sarath Fonseka (Tagesschau, taz).

24. Januar 2010. Schlammschlacht auf der Palmeninsel. Die Tamilen werden umworben weil sie das Zünglein an der Wahlwaage sein scheinen (Spiegel).

23. Dezember 2009. Zaghafter Wiederaufbau nach dem Krieg (taz).

20. November 2009. Es sind ungefähr noch 130.000 Menschen in streng bewachten Lagern eingesperrt (Tagesschau).

22. Oktober 2009. Sechs Monate nach dem Krieg sind immer noch 250.000 Tamilien eingesperrt (Tagesschau).

11. Juni 2009. Unklarheit über Pottu Amman, die Nummer 2 der Rebellen (Sueddeutsche).

29. Mai 2009. Die UN verhinderte die Aufklärung von Kriegsverbrechen in Sri Lanka (taz). In den letzten Wochen des Kampfes starben täglich etwa 1000 Zivilisten (Tagesschau).

28. Mai 2009. Sri Lanka wird vom UN-Menschenrechtsrat gelobt (Tagesschau).

22. Mai 2009. Wettrennen um Einfluss in Sri Lanka. China überwies 2008 mehr als eine Milliarde US-Dollar damit die Rebellen besiegt werden konnten. Mehr als Japan. Aus den USA kamen 7,4 Millionen US-Dollar (Sueddeutsche).

21. Mai 2009. Die geschätzte Zahl der Toten des Krieges wurde von 70.000 auf 100.000 hochgesetzt. Die Lage der Flüchtlinge ist problematisch. Weitere Gewalt droht da sich die Bevölkerungsgruppen der Singhalesen und Tamilen so feindlich wie nie zuvor gegenüberstehen (Tagesschau, Spiegel, Zeit).

19. Mai 2009. Die Regierung und Rebellen streiten gerade darum ob der Rebellenführer nun lebt oder tot ist (Tagesschau). Die Armee zeigt Bilder des Toten Rebellenführers (Zeit).

17. Mai 2009. Die Regierung erklärt den Bürgerkrieg für beendet. Die Rebellen der LTTE sollen geschlagen sein. Der Aufenthaltsort von Rebellenchef Velluppilai Prabhakaran ist unbekannt. Er soll sich in dem umstellten Gebiet aufgehalten haben (Tagesschau). Die Rebellen veröffentlichen auf ihrer Internetseite Tamilnet dass "die Schlacht am bitteren Ende" ist (Tagesschau). Die Leiche von Rebellenchef Prabhakaran wurde anscheinend gefunden (Heute). Der Frieden ist trotzdem in weiter Ferne (Sueddeutsche).

"Diese Schlacht ist an ihrem bitteren Ende", hieß es in einer Erklärung der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) auf ihrer Internetseite Tamilnet.

16. Mai 2009. Die Rebellen sind von der Küste abgedrängt worden und auf einer Fläche von etwa einem Quadratkilometer zusammengedrängt. Bis morgen will man die Zivilisten befreit haben (Tagesschau).

14. Mai 2009. Etwa 5000 Zivilisten fliehen aus der Kampfzone und werden laut UN-Angaben von den Rebellen beschossen (Tagesschau). Die Staatsführung kündigt an die eingschlossenen Zivilisten innerhalb der nächsten 48 Stunden aus dem Kampfgebiet herauszuholen (Welt).

13. Mai 2009. Bei einem Artillerieangriff auf das einzige Krankenhaus im Kampfgebiet sterben mindestenss 45 Zivilisten (Tagesschau).

11. Mai 2009. Bei einer Offensive der Regierungstruppen sind laut UNO mindestens 378 Menschen ums Leben gekommen. Dabei waren mehr als 100 Kinder (Spiegel, Tagesschau).

10. Mai 2009. Bei einem Artillerie sollen 257 Menschen ums Leben gekommen sein. Man geht davon aus dass sich in dem Kampfgebiet immer noch bis zu 50.000 Zivilisten befinden (Tagesschau).

05. Mai 2009. Rebellen haben noch 5 Quadratkilometer Platz (Stern).

29. April 2009. Entgegen der Aussagen der Regierung setzt die reguläre Armee auch weiterhin schwere Waffen gegen die Rebellen ein (Tagesschau).


28. April 2009. Wegen wachsendem internationalen Druck wurde der Einsatz schwerer Waffen und von Luftangriffen gegen die eingekesselten Rebellen gestoppt. In der Kampfzone befinden sich noch zwischen 15.000 und 50.000 Menschen (Tagesschau).


24. April 2009. Der Weltsicherheitsrat kündigt die sofortige Entsendung eines humanitären Teams an welches die Lage beobachten soll, humanitäre Hilfe unterstützen und tun was immer zum Schutz der Zivilibevölkerung getan werden soll.
Nach Angaben der Regierungstruppen sind die restlichen Rebellen auf einem Küstenstreifen mit einer Länge vorn 8 Kilometern umzingelt (Tagesschau, taz).


23. April 2009. Die Armee konnte die LTTE nur mit dem Wissen von 2 hochrangigen Überläufern und einer sehr starken Aufrüstung des Militärs so in die Enge treiben. Auch wenn der konventionelle Krieg demnächst zu Ende ist wird der Bürgerkrieg wahrscheinlich weitergehen. Die Rebellen der LTTE haben überall auf der Insel ihre Kader. Wenn die Kommandostruktur und Führung durch den Krieg zerschlagen wird besteht die Möglichkeit dass diese gut trainierten Kämpfer ausschwärmen werden um die Insel weiter zu destabilisieren. Die finanzielle Situation des Landes ist misserabel. Die Bevölkerung zahlt eine Wiederaufbausteuer. Die Inflationsrate liegt bei über 20%.
Nach dem Willen von Frankreich soll das Thema nun vor den Weltsicherheitsrat der UNO. Im Moment sind in dem umkämpften Gebiet von etwa 15 Quadratkilometern noch ungefähr 20.000 Zivilisten. Seit dem 20. Januar starben nach UN-Angaben mindestens 2800 Zivilisten (Tagesschau, Heute, taz, Sueddeutsche).

22. April 2009. Nach eigenen Angaben der Regierungstruppen wurden seit Montag (20. April) mindestens 35 tamilische Rebellen getötet und ca. ein Drittel des von den Rebellen besetzten Gebiets erobert (Tagesschau).

21. April 2009. Rebellen lassen 24stündiges Ultimatum verstreichen und kapitulieren nicht. Seit Mitternacht sind weitere 10.000 Menschen aus dem Gebiet geflohen nachdem bereits gestern etwa 40.000 Zivilisten das Gebiet verlassen haben. Je nach Schätzung sind noch 30.000 bis 60.000 Menschen in dem Gebiet. Bei den kommenden Kämpfen droht ein Blutbad. Seit gestern hat es mehrere hundert Tote gegeben (Tagesschau, Welt).


20. April 2009. Regierungstruppen stürmen das Dorf Puthumathalan und ermöglichen nach eigenen Angaeben mehr als 35.000 Menschen die Flucht (Tagesschau).


16. April 2009. Nach dem Ende der zweitägigen Waffenruhe sind 100.000 Menschen in Lebensgefahr (Tagesschau). Die Rebellen sind von der regulären Armee in einem 14 Quadratkilometer grossen, dicht besiedelten Gebiet eingeschlossen. Dem Aufruf das Kampfgebiet zu verlassen sind nur wenige hundert Menschen gefolgt.


13. April 2009. Die Regierung will die Angriffe zum traditionellen Neujahrsfest offenbar für 2 Tage aussetzen um damit mehreren 10.000 eingeschlossenen Menschen die Flucht zu ermöglichen (Tagesschau).


10. März 2009. Bei einem Selbstmordanschlag vor einer Moschee im Süden des Landes kommen mindestens zehn Menschen ums Leben (Tagesschau). Mindestens 20 Menschen wurden verletzt. Unter den Verletzten sollen laut Angaben von Ärzten der Postminister Mahinda Wijesekara und der Kulturminister Mahinda Yapa Abeywardena sein.


01. März 2009. Sri Lanka wird rechtsfrreie Zone (Spiegel). In den letzten 3 Jahren wurden auf Sri Lanka mindestens 9 Journalisten ermordet und 27 mit dem Tod bedroht. Nach den im Moment geltenden Notstandsgesetzen kann ein Journalist dort bis zu 18 Monaten ohne Anklage festgehalten werden. Das Land wird im Bezug auf Pressefreiheit von der Organisation "Reporter ohne Grenzen" auf Platz 165 eingestuft.
In dem Konflikt sollen nach Angaben der Opposition bereits 15.000 Regierungssoldaten gestorben sein. Bei einzelnen Schlachten sind wohl hunderte von Menschen gestorben. In den letzten Wochen sollen in dem relativ kleinen Gebiet in dem sich die Rebellen verschanzt haben tausende von Zivilisten ums leben gekommen sein.


21. Februar 2009. In den letzten 2 Wochen wurden in Sri Lanka durch den Krieg 2000 Zivilisten getötet und 5000 verletzt (Telepolis). Gestern wurde die Hauptstadt Colombo von den Rebellen mit 2 Kleinflugzeugen angegriffen. Dabei wurde das Hauptquartier der Luftwaffe bombardiert bevor die Flugzeuge abgeschossen wurden. Es gab 53 Verletzte und 4 Tote.

20. Februar 2009. Angst vor den schwarzen Tigern (Spiegel).


18. Februar 2009. Zensur und Propagandaschlacht (taz).


10. Februar 2009. Hoffen auf Frieden. Urlaub auf Sri Lanka (Focus).


07. Februar 2009. Bei den schweren Kämpfen im Nordosten (Tagesschau) starben in den letzten Tagen mehr als 2000 Zivilisten, dabei auch mehrere hundert Kinder. Ausserdem gab es mindestens eben so viele Verletzte.


05. Februar 2009. Die Armee hat ein sehr grosses Trainingslager für Selbstmordattentäter der "Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) erobert (Welt). Diese Gruppe soll weltweit als erstes weibliche Selbstmordattentäter eingesetzt und Sprengstoffgürtel entwickelt haben.


04. Februar 2009. Präsident Mahinda Rajapakse kündigt bei der Militärparade zum 61. Unabhängigkeitstag in Colombo "den baldigen Sieg über die Rebellen" (Welt) an. Währenddessen starben bei den Kämpfen gestern mindestens 52 Zivilisten und die letzte Klinik in dem umkämpften Gebiet (ZDF) gerädt immer wieder unter Beschuss.


01. Februar 2009. Sri Lanka wirft Deutschland Panikmache vor (Welt) und droht mit der Ausweisung von Diplomaten.

27. Januar 2009. Auf Sri Lanka gibt es immer mehr Opfer unter der Zivilbevölkerung (Tagesschau).

25. Januar 2009. In dem seit 25 Jahren andauernden Krieg haben die Rebellen ihre letzte Stadt "Mullaittivu" verloren (Tagesschau). Das Militär rechnet damit dass die Rebellen sich in die Dschungelgebiete zurückziehen und einen Guerillakrieg führen werden. Bisher starben in dem Krieg mindestens 70.000 Menschen.
Seit 2006 als Präsident Rajapakse sein Amt angetreten hat wurden in dem Land 15 Journalisten ermordet (Tagesschau). Viele Berichterstatter haben das Land schon verlassen, der Rest zensiert sich selbst.
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Freitag, 13. Januar 2012

Energie-, Klima- und Rohstoffticker - Dezember 2011


+++ Aktueller Energie-, Klima- und Rohstoffticker +++

Samstag, der 31. Dezember 2011

9 Uhr 00, MEZ. Die neuseeländische Stadt Christchurch wird von einem Erdbeben der Stärke 4,8 erschüttert. Das Hypozentrum lag 10 Kilometer östlich der Stadt in einer Tiefe von 10 Kilometern. Schäden wurden bisher nicht bekannt (Focus).
...
Erdbeben: Weiteres Beben erschüttert Christchurch - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/panorama/welt/erdbeben-weiteres-beben-erschuettert-christchurch_aid_698454.html

8 Uhr 00, MEZ. Nach dem Abschuss von Langstreckenraketen bietet der Iran der EU Gespräche über das Atomprogramm an (Spiegel).

4 Uhr 00, MEZ. Die USA waren offenbar überrascht als 1981 die Nachricht vom erfolgreichen Luftschlag Israels auf das irakische AKW Osirak eintraf. Es war mit französischer Hilfe gebaut worden (Telepolis).

Freitag, der 30. Dezember 2011

22 Uhr 00, MEZ. Spaniens Regierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy hat sich für Villar de Cañas als Standort eines Zwischenlagers für die Lagerung des Atommülls in den nächsten 60 Jahren entschieden. Die Ortschaft hat ungefähr 500 Einwohner und liegt etwa 130 Kilometer südlich von Madrid. 80% der Bewohner sollen sich angeblich auf das Atomlager freuen. In der Region Kastilien-La Mancha gehören führende Mitglieder der regierenden Volkspartei (PP) der Atomlobby an. Auch der Bürgermeister José María Sáiz soll Mitglied der PP sein.
Im Moment gibt es in Spanien keinen Platz zur Lagerung von Atommüll mehr. Er wird in den AKWs, an einem Ort im Süden Spaniens und in einem französischen Lager abgestellt. Für das letztere bezahlt Spanien im Moment täglich 60.000 Euro (Spiegel, Sueddeutsche).

21 Uhr 00, MEZ.China strebt die weltweite Herrschaft über den Markt für Öko-Energie an (Spiegel).

16 Uhr 00, MEZ. Das Jahr 2011 war das bisher teuerste Öljahr. Ein Liter Heizöl kostete durchschnittlich ca. 0,85 US-Dollar. 2010 waren es noch 0,68 US-Dollar. Der aktuelle Heizölpreis liegt bei 0,88 US-Dollar. Ein Barrel, 159 Liter, der Ölmarke Brent kostete durchschnittlich 110 US-Dollar (Spiegel).

13 Uhr 00, MEZ. Der Iran kündigt ein Manöver mit Langstreckenraketen an (Sueddeutsche, Spiegel).

Donnerstag, der 29. Dezember 2011

16 Uhr 00, MEZ. Bei Reaparaturarbeiten am russischen Atom-U-Boot K84 "Jekaterinburg" der Delta-IV-Klasse wurde durch ein Feuer auf dem Trockendock der Rumpf des Schiffes in Brand gesetzt (Nixblog - Brand auf dem russischen Atom-U-Boot "Jekaterinburg").

13 Uhr 00, MEZ. 2011 wurde 60% mehr Solarstrom als 2010 produziert (Focus).

10 Uhr 00, MEZ. Der Zoo Osnabrück spart dank Energiesparmaßnahmen 1/5 an Ausgaben für Energie ein obwohl er deutlich vergrößert wurde (Presseportal).

2 Uhr 00, MEZ. Die USA wollen keine Blockade der Straße von Hormus durch den Iran zulassen (Tagesschau) und rüsten den Nahen Osten mit dem Verkauf von Waffen im wert von mindestens 31 Mrd. Euro in den Irak und nach Saudi Arabien massiv auf (Spiegel).

Mittwoch, der 28. Dezember 2011

22 Uhr 00, MEZ. Vor der Küste Zyperns wurde offenbar ein großes Erdgasvorkommen entdeckt (Spiegel).

16 Uhr 00, MEZ. Gaspreise steigen 2012 um bis zu 22%, Strom um bis zu 14,6%. Dabei handelt es sich jedoch um wenige Ausnahmen.  Einige Unternehmen senken ihre Preise (Spiegel, taz).

14 Uhr 00, MEZ. Die japanische Präfektur Fukushima will komplett aus der Atomenergie aussteigen. Statt dessen soll auf Erneuerbare Energien gesetzt werden. Yuhei Sato (Gouverneur von Fukushima) hat sich mit Goshi Hosono (Umweltminister) getroffen. Dieser will in der Präfektur Fukushima in Futuba ein Zwischenlager für radioaktiven Boden und Strahlemüll aus dem Katastrophen-AKW bauen lassen. Die Gegend liegt in der Evakuierungszone. In der Umgebung von Futuba wird es bei den geplanten Dekontaminierungsarbeiten gewaltige Mengen Strahlemüll geben. Die Regierung erwägt Kauf oder Pacht von Landstücken von den Besitzern. Bis Ende 2013 soll ein Bauplatz ausgesucht werden. Ab 2015 will man den Strahlemüll dort für 30 Jahre zwischenlagern. Die Endlagerung ist ungeklärt (Spiegel).

12 Uhr 00, MEZ. Die Türkei und Russland haben sich bezüglich der Baugenehmigung für die South-Stream-Pipeline geeinigt. Sie wird 15 Mrd. Euro kosten. Ab Ende 2015 soll damit  Erdgas aus Russland nach Europa transportiert werden (Spiegel).

9 Uhr 00, MEZ. Nordkorea hat möglicherweise bis in 2 Jahren eine Atomrakete (Focus).

8 Uhr 00, MEZ. Der Iran droht mit der Sperrung der wichtigsten Ölhandelsroute, der Straße von Hormus wenn der Westen Sanktionen gegen die Ölexporte des Landes verhängt (Spiegel, Tagesschau).

Dienstag, der 27. Dezember 2011

19 Uhr 00, MEZ. Die Ingolstädter Raffinerie Petroplus, Europas größter unabhängiger Raffineriebetreiber, hat offenbar das Vertrauen der Banken verloren. Die notwendige Kreditlinie für das Tagesgeschäft von ca. 1 Mrd. US-Dollar muss nachverhandelt werden so dass nicht so Rohöl gekauft werden kann wie der Konzern das möchte. Neben der Anlage in Ingolstadt gibt es noch Raffinierien in Belgien, Frankreich,  Großbritanien und der Schweiz (Spiegel).

18 Uhr 00, MEZ. Chinas Suntech Power - Der weltgrößte Solarzellenhersteller (Technology Review).

17 Uhr 00, MEZ. Laut der Energieagentur Dena werden die Strompreise bis 2020 um 20% steigen. Angeblich wegen der Umstellung auf Erneuerbare Energien (Welt).

16 Uhr 00, MEZ. China sichert sich das erste Ölförderabkommen mit Afghanistan (Spiegel).

15 Uhr 00, MEZ. China will den Export Seltener Erden weiter beschränken um dem Preisverfall entgegen zu wirken. Im ersten Halbjahr 2012 dürfen bis zu 10.546 Tonnen, 27% weniger als im ersten Halbjahr 2011, ausgeführt werden (Tagesschau, Spiegel).

14 Uhr 00, MEZ. Der Atombranche läuft die Zeit davon (taz).

9 Uhr 00, MEZ. Tepco will weitere 700 Mrd. Yen (ca. 7 Mrd. Euro) für Entschädigungszahlungen von der japanischen Regierung. Bis März 2013 wird mit Entschädigungszahlungen von insgesamt 43 Mrd. Euro gerechnet (Sueddeutsche).

4 Uhr 00, MEZ. Jahresrückblick Energie (Telepolis).

Montag, der 26. Dezember 2011

16 Uhr 00, MEZ. Die Verträge für den Bau eines neuen Atomkraftwerks in Litauen können nicht wie geplant unterschrieben werden. Polen ist als Geldgeber abgesprungen. Auch Investor Hitachi scheint diesem Beispiel folgen zu wollen (taz).

15 Uhr 00, MEZ. CCS-Verklappung soll angeblich sischä sein (Welt).

14 Uhr 00, MEZ. Der 507 Seiten dicke Zwischenbericht zur Atomkatastrophe von Fukushima zeigt (was keine Überraschung ist) große Versäumnisse der Behörden und Tecpos. Demnach gab es ausreichend Hinweise auf die Möglichkeit eines großen Tsunamis. Schutzmaßnahmen wurden aus Kostengründen von Tepco jedoch nicht getroffen. Die Regierung gab zu Beginn offenbar keine klare Evakuierungsforderungen heraus weil das dafür vorgesehene Computerprogramm "Speedi" zunächst nicht genutzt wurde. Allen Beteiligten fehlte der Bick für das große Ganze.
Es sollen zudem zu wenige gut ausgebildete Arbeiter von Tepco vorort gewesen sein. Daher wurden die Zeichen bezüglich der Notkühlsysteme in Block 1 und 3 falsch interpretiert. Entsprechend geschultes Personal hätte angeblich die Kernschmelzen begrenzen können. Das Gremium soll keine Hinweise gefunden haben dass Raktorblock 1 bereits durch das Erdbeben schwer beschädigt wurde. Bis Sommer 2012 sollen die Untersuchungen fortgesetzt werden.
Nachdem der Stromversorger Kyushu Electric Power heute den Reaktor in Genkai für vorgeschriebene Wartungsarbeiten vom Netz genommen hat sind in Japan nur noch 6 von 54 Atomreaktoren am Netz. Bis Ende Mai 2012 müssen jedoch auch diese letzten 6 Atomreaktoren für Wartungsarbeiten abgeschaltet werden (Spiegel, Tagesschau, Sueddeutsche, Welt, Stern, Focus, taz).

10 Uhr 00, MEZ. In Schweden und Norwegen ist wegen dem Sturmtief "Dagmar" in fast 200.000 Haushalten der Strom ausgefallen. Auch der Bahnverkehr musste in den nörlichen Teilen von Skandinavien eingestellt werden (Focus, Spiegel).

Sonntag, der 25. Dezember 2011

4 Uhr 00, MEZ. In China herrscht "dicke" Luft (Telepolis).

Samstag, der 24. Dezember 2011

20 Uhr 00, MEZ. Russland hat gestern zwei neue atomwaffenfähige Interkontalraketen vom Typ "Bulawa" von einem U-Boot abgefeuert. Die Raketen sollen ihre Ziele auf der Halbinsel Kamtschatka getroffen haben. Statt atomaren Sprenköpfen waren sie nur mit Attrappen gestückt. Die "Bulawa" soll bei der Modernisierung des russischen Atomwaffenarsenals eine zentrale Rolle spielen. Sie ist 12 Meter lang und kann 10 Atomsprengköpfe über eine Strecke von 9000 Kilometern tragen (Spiegel, Spiegel).

16 Uhr 00, MEZ. Von der japanischen Regierung wurde ein Rekordbudget beschlossen. Alleine für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben und Tsunami wurden 96 Billionen Yen (fast 950 Mrd. Euro) eingeplant. Zu 49% soll das über neue Schulden abgedeckt werden. Zudem sind Steuererhöhungen geplant (Welt).

9 Uhr 00, MEZ. Während der Finanzkrise werden immer mehr Rohstoffe zur Anlage-Alternative (Focus).

4 Uhr 00, MEZ. Umweltschonendes Weihnachsessen (Telepolis).

Freitag, der 23. Dezember 2011

19 Uhr 00, MEZ. Umweltverbände wehren sich gegen Ausbau der Stromnetze (Welt).

18 Uhr 30, MEZ. In der westkolumbischen Ortschaft Dosquebradas haben Einwohner offenbar versucht eine Pipeline anzubohren. Dabei sind 11 Menschen ums Leben gekommen. 89 Menschen wurden verletzt (Focus).

17 Uhr 00, MEZ. Shell macht vor der Küste Nigerias eine Sauerei (taz).

16 Uhr 00, MEZ. Die Katastrophe von Fukushima (Spiegel).

13 Uhr 00, MEZ. Deutschland hat trotz Abschaltung der Atomkraftwerke in diesem Jahr 2011 mehr Strom exportiert als importiert. Der Exportüberschuss wird voraussichtlich ca. 6 Mrd. KWh betragen. Der Strom ging vor allem nach Österreich, in die Schweiz und die Niederlande. Auch wenn nur das zweite halbe Jahr betrachtet wird, ändert das nix an dieser Tatsache (taz).

12 Uhr 00, MEZ. Strom aus Farbe. An der University of Notre Dame im US-amerikanischen Bundesstaat Indiana haben Wissenschaftler offenbar eine Farbe entwickelt die einfach auf Wände gepinselt werden kann und dann Strom erzeugt (Spiegel).

11 Uhr 00, MEZ. Die Trägheit der fettgefütterten deutschen Solarindustrie bringt Solar Millenium zu Fall (Sueddeutsche).

8 Uhr 00, MEZ. In Neuseeland bei Christchurch hat es ein Erdbeben der Stärke 5,8 gegeben. Dabei wurden mindestens 19 Menschen verletzt. Viele davon hatten Panikattacken und Atemnot. In mindestens 26.000 Haushalten ist der Strom ausgefallen (Tagesschau, Sueddeutsche).

7 Uhr 00, MEZ. Fakten zum Klimawandel (Focus).

Donnerstag, der 22. Dezember 2011

22 Uhr 00, MEZ. Nursultan Nasarbajew (Präsident von Kasachstan) reagiert auf die Proteste von Ölarbeitern mit der Entlassung mehrerer staatlicher Ölmanager weil sie seiner Aussage nach "die Verantwortung für die 16 Toten und mehr als 100 Verletzten" haben. Unter den Entlassenen ist überraschender Weise auch Timur Kulibajew, sein Schwiegersohn. Dieser war bisher der Chef des Samruk-Kasyna-Konzerns, der mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts umsetzt. (Tagesschau).

21 Uhr 00, MEZ. Etwa am 11. März 2012 soll das deutsche Forschungsschiff "Sonne"  vor der Küste von Fukushima die Erdbebenzone kartographieren und erforschen (Technology Review).

20 Uhr 00, MEZ. Der chinesische Wasserkrafterzeuger Three Gorges wird mit 21,35% Hauptaktionär bei dem portugiesischen Stromkonzern EDP. E.on und die brasilianischen Unternehmen Eletrobras und Cemig haben wohl zu wenig geboten. Die Chinesen haben ein Angebot von 2,7 Mrd. Euro abgegeben (Spiegel).

19 Uhr 00, MEZ. Der Finanzskandal von Solar Millenium (Sueddeutsche). Bei Desertec gehts trotzdem weiter (Welt).

16 Uhr 00, MEZ. Die SolarWorld AG fordert in den USA Strafzölle gegen Solarmodule aus China (Telepolis).

15 Uhr 00, MEZ. Die geplante Zusammenarbeit zwischen RWE und Gazprom  ist gescheitert (Spiegel).

8 Uhr 00, MEZ. Die Stadtwerke wollen ihren Anteil am deutschen Strommarkt in den nächsten 10 bis 15 Jahren von derzeit 10% auf 25% erhöhen (Spiegel).

Mittwoch, der 21. Dezember 2011

23 Uhr 00, MEZ. Gazprom will beim FC Bayern einsteigen (Focus).

19 Uhr 00, MEZ. BP steigt aus der Solarenergie aus und kapituliert damit vor China (taz).

18 Uhr 30, MEZ. 25 Jahre Atomkraftwerk Brokdorf (taz).

18 Uhr 00, MEZ. Das gesetzwidrige Anlagemodell des Windkraftkonzerns Prokon (taz).

17 Uhr 00, MEZ. Google investiert 94 Mio. US-Dollar (71,6 Mio. Euro) in Photovoltaikprojekte mit 88 MW von Recurrent Energy. Damit könnte der Strombedarf von ca. 13.000 Haushalten gedeckt werden. Insgesamt hat Google laut eigenen Angaben bis jetzt 915 Mio. US-Dollar in Erneuerbare Energien investiert (Heise).

16 Uhr 30, MEZ. EU-Schrott in den Händen afrikanischer Kinder (Golem).

16 Uhr 15, MEZ. Solar Millenium hat heute beim Amtsgericht Fürth einen Insolvenzantrag gestellt (boerse.ARD.de, Sueddeutsche, Spiegel).

16 Uhr 00, MEZ. Windräder an Orten mit Extremwetter (Technology Review).

15 Uhr 00, MEZ. In Golden, Colorado, wurde ein neuer optischer Ofen entwickelt in dem die Wafer mit fokussiertem Licht erhitzt werden. Der Pozess soll deutlich effizienter sein und nur die Hälfte der Energie konventioneller Öfen verbrauchen (Heise).

14 Uhr 00, MEZ. Die Konsequenzen des Klimawandels werden ignoriert (Telepolis).

13 Uhr 00, MEZ. Das Landgericht Frankfurt hat im Prozess um millionenschweren Umsatzsteuerbetrug mit Umwelt-Zertifikaten teilweise langjährige Haftstrafen gegen die 6 Angeklagten verhängt (Sueddeutsche, Spiegel).

12 Uhr 00, MEZ. Laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs dürften US-amerikanische Fluggesellschaften zum Kauf von CO2-Zertifikaten gezwungen werden (Spiegel, taz). Äxpärten und China warnen vor einem Handelskrieg (Spiegel, Welt). US-Airlines drohen mit rechtlichen Schritten (Spiegel, Tagesschau).

11 Uhr 00, MEZ. Angeblich soll die Demontage des AKW Fukushima I 40 Jahre lang dauern. In 2 Jahren soll mit der Bergung der Brennstäbe aus den Abklingbecken angefangen werden. Mit der Bergung der geschmolzenen Brennstäbe in den Reaktoren 1 bis 3 soll in etwa 10 Jahren begonnen werden. Abgeschlossen werden soll das dann innerhalb mehr als 20 Jahren (taz, Spiegel).

9 Uhr 00, MEZ. Elektroautos sollen demnächst für 10 Jahre statt bisher 5 Jahre steuerbefreit werden (Heise).

Dienstag, der 20. Dezember 2011

20 Uhr 00, MEZ. ASUS verkauft das erste CO2-neutrale Notebook. Allerdings nur wenn man die CO2-Zertifikate mit einberechnet (Heise).

18 Uhr 00, MEZ. Der Energieverbrauch Deutschlands ist im Jahr 2011 wahrscheinlich um 5% unter den Verbrauch von 2010 gesunken. Laut einer Schätzung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen wird Deutschland in diesem Jahr vermutlich 13.411 Petajoule (PJ) verbraucht werden. Das entspricht der Energie die bei der Verbrennung von 457,6 Mio. Tonnen Steinkohle frei werden würde. Hauptsächlich sollen dafür die milde Witterung und hohe Energiepreise verantwortlich sein (Spiegel)

17 Uhr 00, MEZ. Flexstrom klagt gegen das Vergleichsportal Verifox (Sueddeutsche).

16 Uhr 00, MEZ. Die US-amerikanische Außenministerin Hillary Clinton hat der EU offenbar mit Vergeltung gedroht wenn der Emissionshandel auf den Flugverkehr ausgeweitet wird (Spiegel).

12 Uhr 00, MEZ. Die Solaranlage bringt die Elektroheizung zurück (Telepolis).

10 Uhr 00, MEZ. Die Häufigkeit von Erdbeben bleibt konstant (Spiegel).

Montag, der 19. Dezember 2011

17 Uhr 00, MEZ. Zwei Forscherteams in den USA haben offenbar Techniken für Solarzellen, basierend auf der sogenannten Multiple Exciton Generation (MEG), entwickelt die einen höheren Wirkungsgrad versprechen. Mit dem Verfahren sollen mehr Elektronen pro Photon freigesetzt werden (Golem).

10 Uhr 00, MEZ. Kunststoff aus Kohlendioxid (Focus).

9 Uhr 00, MEZ. Bei dem russischen Unfall einer Bohrinsel sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Offenbar soll ein Rettungsboot mit Überlebenden gesichtet worden sein (taz)

8 Uhr 00, MEZ. Die Altlasten der Solarindustrie (Spiegel).

Sonntag, der 18. Dezember 2011

16 Uhr 00, MEZ. Laut Ivonne Baki (Regierungsbeauftragte Ecuadors für die Jasuni-ITT-Initiative) wurde das Jahresziel für die Initiative mit der die Förderung von 840 Mio. Barrel Öl verhindert werden soll erreicht. Es kamen statt 100 Mio. US-Dollar sogar gut 116 Mio. US-Dollar zusammen. Theoretisch jedenfalls. Praktisch sind aufm Konto erst rund 2,5 Mio., der Rest sind leere Versprechungen - 36,9 Mio. auch aus Deutschland (taz).

12 Uhr 00, MEZ. Italien überholt Deutschland bei der Photovoltaikleistung (Telepolis).

9 Uhr 00, MEZ. Vor der ostrussischen Insel Sachalin ist in einem Sturm die schwimmende Ölbohrinsel "Kolskaja" mit 67 Menschen gekentert und vollständig gesunken. Dabei sind mindestens 2 Menschen ums Leben gekommen. 14 konnten bisher gerettet werden. Sie sind stark unterkühlt. Nach den anderen wird noch gesucht. Zwei leere Rettungsboote wurden gefunden. Bei einer Wassertemperatur von 3°C, 5 Meter hohen Wellen, Schneefall und eisigem Wind sind die Überlebenschancen nicht sehr hoch. Der Betreiber der Ölplattform, die gerade von einem Eisbrecher geschleppt wurde, ist der russische Ölkonzern Arktikmorneftegazrazwedka (Tagesschau, Sueddeutsche, Focus).

8 Uhr 00, MEZ. Fußballclubs kümmern sich um Umweltschutz (Spiegel).

Samstag, der 17. Dezember 2011

20 Uhr 00, MEZ. Im Südwesten Kasachstans, in der Stadt Schanaosen, in der Nähe des Kaspischen Meers, kam es offenbar zu einem Massaker bei dem eine Sondereinheit des Innenministeriums bis zu 70 demonstrierende Ölarbeiter niedergemäht hat. Mehr als 500 Menschen sollen verletzt worden sein. Was genau geschah ist inklar. Es wurde offenbar eine Nachrichtensperre verhängt, sämtliche Internet-Verbindungen gekappt und die Telefonleitungen unterbrochen
In der Region brodelt es seit Monaten. Immer wieder forderten Ölarbeiter höhere Löhne und Arbeitsbedingungen nachdem manche monatelang bereits keinen Lohn erhalten haben.
Gestern zogen deshalb Tausende von Arbeitern vor das Verwaltungsgebäude des staatlichen Ölkonerns "OzenMunaiGas". Bei dem Versuch sie zu vertreiben kam es zu Auseinandersetzungen bei deren Ende das Verwaltungsgebäude, ein Hotel und ein Regierungsgebäude in Flammen standen (Tagesschau, Sueddeutsche, taz, Telepolis).

18 Uhr 00, MEZ. Energetika - Spiel zum Umstieg auf Erneuerbare Energien (Energetika - Wir ernten was wir säen).

12 Uhr 00, MEZ. Besser im Kraftwerk wohnen. Energie aus dem Wohnhaus (Spiegel).

9 Uhr 00, MEZ. China setzt das Ausbauziel für Fotovoltaik zum zweiten Mal in diesem Jahr hoch. Bis 2015 soll eine Leistung von 15 GW installiert werden. Davon wird ein Jahresertrag von 20 Mrd. KWh erwartet. 2009 wurden in China insgesamt jedoch 3,446 Billionen KWh erzeugt (Telepolis).

Freitag, der 16. Dezember 2011

23 Uhr 00, MEZ. Bundesumweltminister Norbert Röttgen erwartet keine großen  Strompreissprünge und verteidigt die Sonderregeln nach denen Großverbraucher keine Gebühren fürs Stromnetz bezahlen müssen. Die Börsenpreise liegen seiner Aussage nach unter dem Stand von vor der Katastrophe von Fukushima (Focus).

22 Uhr 00, MEZ. Nathan Myhrvold ist Gründer der Firma Intellectual Ventures die im Projekt TerraPower neue Atomreaktoren entwickelt und - oh Wunder - er ist der zumindest offiziell der Überzeugung dass es ohne Atomenergie nicht geht (Technology Review).

21 Uhr 00, MEZ. Deutschland will ein neues Klimabündnis aufbauen (Spiegel).

20 Uhr 00, MEZ. Die Atomindustrie fordert staatliche Hilfe für den Bau von Atomkraftwerken im Ausland. Im Moment liegen der Schwarzgeldregierung offenbar 4 Gesuche zu Hermesbürgschaften für Anlagen in Finnland, Großbritannien, China (26,1 Mio. Euro, Hainan) und Indien (Jaitapur) vor. Im September wurde bereits eine Hermes-Bürgschaft für das brasilianische AKW Angra 3 um ein halbes Jahr verlängert (Spiegel, taz).

19 Uhr 00, MEZ. In Finnland in der Stadt Helsinki, direkt am Meer, hat der internationale IT-Dienstleister ein Rechenzentrum mit einer Größe von 2000 m2 eröffnet. Es soll mit Meerwasser gekühlt werden und etwa 4500 private Haushalte mit Wärme und Warmwasser versorgen (Heise).

18 Uhr 00, MEZ. Gasversorger muss man häufig wechseln (Welt).

14 Uhr 00, MEZ. Auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo wurde bei der Durchleuchtung eines Koffers mit einem modernen Kontrollsystem eine um das 20fache erhöhte Radioaktivität gemessen und Alarm geschlagen. Bei der weiteren Durchsuchung wurde von den Zollbeamten 18 Metallzylinder mit Natrium-22 gefunden welches nur künstlich in einem Atomreaktor hergestellt worden sein kann. Der Koffer war auf dem Weg in den Iran. Ob der Besitzer des Koffers auch festgenommen wurde ist bisher nicht bekannt (Spiegel, Focus, taz).

13 Uhr 00, MEZ. In Deutschland stieg laut ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) der Anteil Erneuerbarer Energien im Jahr 2011 auf 19,9%. Nur Braunkohle hat mit 24,6% noch einen größeren Anteil (Welt, Focus, Telepolis).
11 Uhr 30, MEZ. Holland möchte offensichtlich zum CO2 Endlager Europas werden (Telepolis).

11 Uhr 00, MEZ. Tomohiko Suzuki, ein japanischer Journalist, hat offenbar 5 Wochen lang "undercover" als Leiharbieter im Katastrophen-AKW Fukushima I gearbeitet. Seiner Aussage nach kommt es bei den Aufräumarbeiten zu Schlampereien und Sicherheitslücken. Viele Arbeiter manipulieren ihre Strahlenmessgeräte um länger in der Anlage arbeiten zu können. Für die Dekontaminierungsanlagen wurden Schläuche aus Kunststoff statt Metallrohre verwendet. Dabei weiß niemand wie lange es dauert bis der Kunststoff durch die hohe Strahlung kaputtgeht. Im Winter können die Schläuche gefrieren und platzen. Weil beim Verlegen der Schläuche oft passende Verbindungsstücke fehlten wurden die Rohre einfach ineinandergesteckt. Einige der Arbeiter dürfen die Atemmaske nicht wechseln und ihre Gummistiefel haben Löcher. Wegen den straffen Arbeitsvorgaben manipulieren viele Arbeiter ihre Dosimeter um die Aufgaben zu schaffen. Dazu wurd das Dosimeter an die Brust gewendet getragen oder in die Socken gesteckt damit es weniger Radioaktivität registriert. Auch am Tagesende wird die Verstrahlung nachlässig gemessen. Außer Suzuki hat offenbar nur ein anderer Arbeiter das Angebot genutzt, eine Stammzellenprobe von seinem Blut zu entnehmen. Der Tageslohn beträgt 150 bis 200 Euro. Die Kosten von 1000 Euro waren da für viele zu hoch obwohl im Fall einer Leukämieerkrankung die Chancen einer Heilung bedeutend besser wären. Etwa 10% der Leiharbeiter sollen zur Yakuza, Japans Mafia gehören (taz, Focus).


10 Uhr 00, MEZ. Die Rente ... äh tschulligung nein, das Katastrophen-AKW Fukushima I ist sischä. Sagt jedenfalls die japanische Regierung. Die Reaktoren sollen sich laut Yoshihiko Noda (Ministerpräsident von Japan) "im Zustand der Kaltabschaltung" befinden. Laut Eigendefinition der japanischen Regierung und von TEPCO liegt sie vor, wenn die Temperatur am Boden der Druckbehälter unter 100°C gehalten werden kann. Die Strahlung am Rande der Anlage soll nun "auch bei unverhersehbaren Zwischenfällen auf einem niedrigen Niveau gehalten werden" können. Fraglich ist ja auch ob sich überhaupt noch Kernbrennstoff im Reaktor befindet. Der hat sich nämlich bekanntlichermaßen in den Boden hineingefressen. Wie hoch die Temperatur im Boden drin ist und wie weit sich der Kern in den Boden hineingeschmolzen hat sacht der Gute jedoch nicht. Experten gehen von bis zu 3000°C aus.
Der Status "Kaltabschaltung" ist eine der Voraussetzungen für die Rückkehr von 80.000 Bewohnern in das Gebiet mit einem Radius von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel, Welt, Stern, Focus, Telepolis, Stern, Sueddeutsche).

9 Uhr 00, MEZ. In Tenna in Graubünden in der Schweiz wird morgen der erste Solarskilift der Welt eröffnet. Er ersetzt einen 40 Jahre alten Schlepplift. Die Solarpanels sind direkt auf dem 460 Meter langen Skilift montiert, werden tagsüber der Sonne nachgeführt und bei Schneefall senkrecht gestellt. Die Anlage benötigt pro Wintersaison etwa 22.000 KWh Strom. Bei der Solaranlage wird mit einem Ertrag von 90.000 KWh gerechnet. Durch den Verkauf des Reststroms soll der neue Skilift und die Solaranlage die 420.000 Franken gekostet hat finanziert werden (Spiegel).

8 Uhr 00, MEZ. Laut Norbert Röttgen (CDU - Bundesumweltminister) haben sich Bund und Länder auf einen Fahrplan zur Endlagersiche geeinigt (Nixblog - Atomendlager Gorleben).

Donnerstag, der 15. Dezember 2011

23 Uhr 00, MEZ. Johannes Teyssen (Chef von E.on) verteidigt den Stellenabbau im Konzern und blubbert dabei was von einer überstürzten Energiewende. Scheint ein schlechtes Gedächtnis zu haben. Ich kann mich durchaus daran erinnern dass die Energiewende auf Wunsch der Bevölkerung  dieses Landes bereits vor 10 Jahren eingeläutet wurde, was von ihm uns seinen Kollegen jedoch brutalstmöglich ignoriert und bekämpft wurde (Tagesschau).

20 Uhr 00, MEZ. Ein Fünftel der Äcker Schleswig-Holsteins für Bioenergie (taz).

19 Uhr 00, MEZ. Morgen um 18 Uhr Ortszeit (10 Uhr 00 MESZ) ist eine Pressekonferenz in Japan angesetzt bei der Regierungschef Yoshihiko Noda offenbar die kontrollierte (*LOL*- bei so was noch von Kontrolle zu faseln ist schon reichlich unverschämt) Abschaltung aller Reaktoren im Katastrophen-AKW Fukushima bekannt geben will.
Unterdessen wirft der Journalist Tomohiko Suzuki der Yakuza, der Mafia Japans, vor Schuldner dazu aufzufordern als Arbeiter am AKW Fukushima I anzuheuern um so ihre Schulden zu begleichen. Bei Kontrollen des französischen Verbands für die Kontrolle der Radioaktivität im Westen (Acro) von Staub aus Häusern im Umkreis von 200 Kilometern um Fukushima wurden derweil radioaktive Spuren entdeckt. Im Distrikt Watari, 50 Kilometer vom AKW Fukushima I soll die Belastung mit 20.000 Becquerel am höchsten sein. Auch im Urin von Kindern aus der Präfektur Fukushima wurden wieder Spuren von Radioaktivität gefunden (Welt).

18 Uhr 00, MEZ. Auf dem russischen Atom-Eisbrecher "Wajgatsch" ist um 5 Uhr 24 ein Feuer an Bord ausgebrochen. Als Auslöser wird ein Kurzschluss wegen Überlastung des Stromnetzes in der Kajüte des zweiten Maschinisten vermutet. Dort waren TV, PC, Kühlschrank und Mobiltelefon gleichzeitig angeschlossen. Auch zwei weitere Kabinen wurden vom Feuer erfasst. Es kam zu 2 Explosionen. Das Feuer breitete sich auf 200 Quadratmetern aus bevor es nach etwa 2 Stunden gelöscht werden konnte. Eigentümer des Schiffs ist Rosatom.
Die beiden Besatzungsmitglieder Pawel Baschukow (32 Jahre) und Walentin Morozow (55 Jahre) starben, ein weiteres kam verletzt in ein Krankenhaus auf der Halbinsel Taimir in der Region Krasnojarsk. Das Schiff war an der Küste Sibirens in der Barentssee unterwegs. Das Ziel war Murmansk. 
Der Betrieb der Atomreaktoren soll durch das Feuer nicht beeinträchtigt worden sein. Es soll auch keine Radioaktivität freigesetzt worden sein. Gebaut wurde die "Waigatsch" im Jahr 1990 auf einer Werft in Finnland. Die Ausrüstung stammt noch aus der Sowjetunion. Das Schiff hatt einen Motor mit 50.000 PS. Bei einer Geschwindigkeit von 2 Knoten kann es bis zu 1,77 Meter dickes Eis durchbrechen. Die "Waijgatsch" hat ein offenbar baugleiches Schwesterschiff mit dem Namen "Taimir" (Spiegel).



17 Uhr 00, MEZ. In Berlin gab es um 11 Uhr 45 bei der S-Bahn einen Stromaufall durch einen Kurzschluss durch Bauarbeiten im Stellwerk Halensee im Westen der Stadt. Das komplette S-Bahn-Netz und einige ICD und Intercitys waren davon betroffen. Tausende Fahrgäste saßen fest. Die ersten Fern- und Regionalzüge setzten sich nach 45 Minuten wieder in Bewegung, die ersten S-Bahn-Züge erst nach 2 Stunden. Bis zum späten Nachmittag kam es zu Verspätungen (Sueddeutsche, Spiegel).

10 Uhr 00, MEZ. Das Umweltgesetz ist im Vermittlungsausschuss wieder mal gescheitert. Damit kann am 1. Januar 2012 weder das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz, noch der Steuerbonus für Gebäudesanierung, noch das Gesetz zur Abscheidung und unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid (CCS) in Kraft treten (taz).


9 Uhr 00, MEZ. Brasilien verlangt wegen der Ölkatastrophe vor der Küsten vom US-amerikanischen Konzern Chevron mehrere Mrd. US-Dollar an Schadensersatz. Ausserdem soll Chevron das Land verlassen (Spiegel).

4 Uhr 00, MEZ. Japanische Politiker fordern die Verstaatlichung des Katastrophen AKW Fukushima I weil nur dadurch unabhängige Wissenschaftler Zutritt bekommen würde und die Öffentlichkeit wirklich davon erfahren könnte was geschehen ist (Telepolis).

Mittwoch, der 14. Dezember 2011

20 Uhr 00, MEZ. Die Schwarzgeldregierung möchte Blockheizkraftwerke stärker fördern (Focus).

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Aktie fällt um 60 Prozent: Pleitewelle in der Solarbranche erfasst Solon - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/aktie-faellt-um-60-prozent-pleitewelle-in-der-solarbranche-erfasst-solon_aid_694095.htm
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Jamal-Halbinsel im Norden Russlands: Russische Firma will arktische Ölfelder ausbeuten - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/jamal-halbinsel-im-norden-russlands-russische-firma-will-arktische-oelfelder-ausbeuten_aid_694103.html
19 Uhr 00, MEZ. Der Ölkonzern TNK-BP will in die Förderung von Ölfeldern auf der russischen Jamal-Halbinsel und den Bau einer Pipeline ca. 7,7 Mrd. Euro investieren. Die Firma hat offenbar mit dem staatlichen Pipelinebetreiber Transneft ein Übereinkommen zum Anschluss der eigenen Pipeline an das feröstliche Rohrleitungsnetz getroffen. Das Öl soll hauptsächlich nach China exportiert werden (Focus).

18 Uhr 00, MEZ. Der Opel Ampera wird wegen dem Batteriebrand überarbeitet und der Verkauf vorerst gestoppt (Welt, Heise).

17 Uhr 00, MEZ. Die Berliner Solarfirma Solon musste Insolvenz anmelden. Es wird, u.a. auch wegen der Billigkonkurrenz eine Marktbereinigung erwartet (Focus, taz).

16 Uhr 00, MEZ. Röttgen will den weiteren Ausbau von Gorleben nicht stoppen (taz, NDR).

9 Uhr 00, MEZ. Die weitere Zukunft des Klimas ist ungewiß (Telepolis). Der Einzelne könnte schon was tun - mit dem Finger auf Andere zeigen hilft gar nix (Sueddeutsche). Besser man verdient Geld mit Umweltschutz (taz).

8 Uhr 00, MEZ. Vor der Küste von Papua-Neuguinea gab es ein Erdbeben der Stärke 7,3. Das Hypzentrum lag 87 Kilometer südwestlich der Stadt Lae in einer Tiefe von 115 Kilometern (Focus).

5 Uhr 00, MEZ. Öl vor Brasiliens Küste. Fluch oder Segen? (Tagesschau).

Dienstag, der 13. Dezember 2011

22 Uhr 00, MEZ. Google-Street-View zeigt Bilder aus dem Katastrophengebiet von Japan vor dem Unglück und danach (Focus).

18 Uhr 00, MEZ. Günter Oettinger (EU-Kommissar) ist der Meinung dass die deutsche Solarindustrie das Ende des Wachstums erreicht hat (Welt).

17 Uhr 00, MEZ. Der Landtag von Baden-Württemberg setzt einen Untersuchungsausschuss wegen dem Grundgesetzverstoß um EnBW des Ex-Ministerpräsidenten Stefan Mappus ein (taz).

16 Uhr 00, MEZ. Die Verkaufserlöse der Energieversorger sind 2010 mal wieder stark angestiegen - vor allem auf Kosten der Privathaushalte. Gegenüber 2009 stieg der Durchschnittserlös pro Lieferung an Letztverbraucher um 1,1% auf 13,18 Cent / KWh. Bei Haushalten und Kleinstverbraucher stieg der Erlös auf durchschnittlich um 3,9% auf 18,46 Cent an (Welt).

15 Uhr 00, MEZ. Wegen dem Gutachten von Gorleben versucht man Herrn Ulrich Kleemann ganz in der Tradition der Atomindustrie zu diffamieren und mundtod zu machen (NDR).

14 Uhr 00, MEZ. Areva streicht vor allem in Deutschland bis zu 1500 Stellen. Bis 2013 sollen 1,3 Mrd. Euro eingespart werden (Tagesschau).

13 Uhr 00, MEZ. Die EEG-Umlage wurde offenbar künstlich hochgerechnet (Telepolis).

10 Uhr 00, MEZ. Der Iran fordert wegen der Drohne von den USA eine Entschuldigung (Focus).

9 Uhr 00, MEZ. Die Ostsee-Gaspipeline "Nord Stream" wurde heute zu Wartungsarbeiten für 3 Tage abgeschaltet. Ab Donnerstag soll das Gas wieder fließen (Focus).

8 Uhr 00, MEZ. E.on möchte offenbar das Gas-Netz der Tochter Ruhrgas an den Allianz-Konzern verkaufen (Sueddeutsche).

7 Uhr 00, MEZ.Ulrich Kleeman (Geologe), der als Abteilungsleiter bis April 2010 im Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) für die Endlagerung zuständigt war, bestätigt in einer Untersuchung dass der Salzstock von Gorleben bei einem Standortvergleich als Endlager für hochradioaktive Stoffe nicht in eine engere Auswahl kommen würde u.a. weil er in einer aktiven Störzone liegt. Unter dem Stollen liegen potentiell gasführende Schichten. Eine tektonische Störung und ein Funke und eine Explosion könnte den Rest des Wendlandes erledigen.
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) - die wiederum ein Ableger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technology ist - ist die Behörde für die geologische Erkundung von Gorleben. Sie meint dass "wahrscheinlich" keine Gefahr droht weil zwischen den Gasschichten und dem Endlager kilometerdick Salz liegen würde (Spiegel).

1 Uhr 00, MEZ. Kanada hat offiziell seinen Austritt aus dem Kyoto-Abkommen erklärt (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel) um Strafzahlungen in Mrd.-Höhe zu entgehen und die Gewinnung von Öl aus Ölsand und Ölschiefer zu forcieren (Sueddeutsche).  China ist sauer (Spiegel) und es könnte auch aus anderen Ländern Sanktionen gegen Kanada nach sich ziehen (taz).

Montag, der 12. Dezember 2011

23 Uhr 00, MEZ. E.on muss in Italien und Spanien 2,1 Mrd. Euro abschreiben. In anderen Ländern eine weitere Mrd. Euro. Johannes Teyssen (Chef von E.on) will den Konzern in einer euopäische Aktiengesellschaft umwandeln (Sueddeutsche, Spiegel).

21 Uhr 00, MEZ. Am 1. Januar 2011 waren laut Kraftfahrtbundesamt in Deutschland 2307 Elektroautos zugelassen. Dazu kamen bis November 2011 gerade mal etwas mehr las 1800 Fahrzeuge dazu (Heise, Stern).

20 Uhr 00, MEZ. In Peru muss die Regierung wegen dem Bergbaukonflikt um die Kupfer-Gold-Mine Yanacocha umgebildet werden (taz).

19 Uhr 30, MEZ. Die Deutsche Bank soll erhebliche Mitschuld an einem Steuerbetrug in Millionenhöhe beim Handel mit CO2-Zertifikaten tragen (Welt).

19 Uhr 00, MEZ. Der Iran will bei einer Eskalation um das Atomprogramm die Straße von Hormus schließen (Focus, Spiegel). Die USA möchte die Drohne zurück. Der Irak möchte sie dagegen kopieren und in Serie herstellen (Spiegel).

14 Uhr 00, MEZ. Laut EU werden die Strompreise noch mindestens bis 2030 steigen - dem stimmt Gar Nix zu - aber nicht wegen den Erneuerbaren sondern weil die Großkotzerne auch in Zukunft sicher nicht schüchtern beim Griff in die Geldbeutel der Kunden sind (Spiegel).

13 Uhr 00, MEZ. Stefan Mappus (CDU - Ex-Ministerpräsident von BW) soll wegen des grundgesetzwidrigen EnBW-Geschäfts an einem Runden Tisch aussagen (Sueddeutsche). Die Grünen wollen einen Untersuchungsausschuss haben (Spiegel).

12 Uhr 00, MEZ. Deutsche Haushalte verbrauchen in der Weihnachtszeit etwa 500 Mio. KWh Strom für leuchtenden Schmuck. So viel damit 140.000 Haushalte damit ein Jahr lang mit Strom versorgt werden könnten. Etwa 8,5 Mrd. Lämpchen werden an Heiligabend zur Dekoration leuchten. Im Durchschnitt verfügt jeder Haushalt über 6 Lichterketten und/oder andere Leuchtdekoration (Focus).

11 Uhr 00, MEZ. Bottrop die InnovationCity Ruhr reduziert den Energieverbrauch von Wohnungen und Gewerbegebäuden (Technology Review).

10 Uhr 00, MEZ. Bis Anfang Dezember gingen im Wirtschaftsministerium offenbar bereits 159 Anträge von Großverbrauchern auf vollständige Befreiung von Stromnetzgebühren ein. Ende November waren es noch ca. 20 (Spiegel).

9 Uhr 00, MEZ. Siemens baute in North Carolina ein neues Gasturbinenwerk weil es dort kaum Gewerkschaften gibt und die Löhne niedrig sind (taz).

8 Uhr 00, MEZ. E.on baut in Deutschland 6000 Stellen ab. 3000 Beschäftigte sollen in den Vorruhestand geschickt werden. Rund 2500 Angestellte will man in eine Transfergesellschaft auslagern und 500 Arbeitsplätze werden nach dem Auslaufen befristeter Arbeitsverträge wegfallen (Tagesschau, Welt).

Sonntag, der 11. Dezember 2011

22 Uhr 00, MEZ. Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Kön (EWI) arbeitet für das Bundeswirtschaftsministerium unter Rösler (Mövenpickpartei) an einem Gutachten über Kapazitätsmärkte. Es geht um die Frage nach welchen Regeln in Zukunft Strompreise gebildet werden sollen. Die Unabhängigkeit von EWI ist jedoch sehr zweifelhaft. Es hat bereits die Laufzeitverlängerung der Schwarzgeldregierung begründet und wird nebenbei von E.on und RWE finanziell unterstützt. Laut einem Rahmenvertrag der vor 3 Jahren geschlossen wurde bekommt EWI  von den beiden Konzernen jeweils 4 Mio. Euro an Fördergeldern. Die Professur von Marc Oliver Bettzüge (Institutsdirektor) wird von 10 Unternehmen bezahlt. Darunter E.on, RWE und die Bayerngas GmbH. Laut einem Rahmenvertrag sichern sich E.on und RWE das Recht, je einen stimmberechtigten Vertreter in die Berufskommissionen zu entsenden die über neue Professuren entscheiden. Außerdem erklären sie die grundsätzliche Bereitschaft bei einer positiven Evaluation die Förderung auch nach 2013, wenn die 8 Mio.-Förderung ausläuft, für die Dauer von 5 weiteren Jahren zu verlängern (taz).

20 Uhr 00, MEZ. Der Aufsichtsrat von E.on hat der Beteiligung von ca. 21% am portugiesischen Stromversorger EDP zugestimmt. Der Gesamtwert von EDP wird mit ca. 8,5 Mrd. Euro gerechnet (Spiegel).

19 Uhr 00, MEZ. Energieversorgung von Holland (Spiegel).

17 Uhr 00, MEZ. In Deutschland wurden 2011 bisher gerade mal 1808 Elektrofahrzeuge verkauft. Nur 101 davon an Privatkunden. Weltweit waren es ca. 50.000 E-Fahrzeuge (Focus).


16 Uhr 00, MEZ. Durch starke Stürme können offenbar Erdbeben ausgelöst werden (Spiegel).

6 Uhr 00, MEZ. Im Süden Mexikos gab es ein Erdbeben der Stärke 6,5. Das Hypozentrum lag ca. 166 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt im Staat Guerrero in einer Tiefe von 64 Kilometern. Mindestens 3 Menschen kamen ums Leben (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel).

Samstag, der 10. Dezember 2011

20 Uhr 00, MEZ. Die Berliner Humboldt Universität ist offenbar wenig an der Aufklärung des Skandals um Professor Joachim Schwalbach, der sich von der Atomlobby einspannen ließ, interessiert (taz).

19 Uhr 00, MEZ. BMW und GM wollen beim Bau von Automobilen mit Brennstoffzellen kooperieren. Eigene Versuche hat BMW vor 3 Jahren eingestellt (Welt).

17 Uhr 00, MEZ. Der Aufsichtsratsvorsitzende von ThyssenKupp - Cromme - weiß von der Milliardenpleite seines Konzerns in Brasilien nix - genau wie das wohl für Personen in der Position vorgeschrieben ist (Sueddeutsche).

12 Uhr 00, MEZ. Kalte Kernfusion. Eine Luftnummer? (Spiegel).

Freitag, der 9. Dezember 2011

21 Uhr 00, MEZ. Mit Algen-Treibstoff wird es wegen hohem Energieverbrauch bei der Erzeugung wohl nix (Telepolis).

16 Uhr 00, MEZ. Hohe Strahlendosen - bis zu 37 Millisievert - bekamen die Anwohner von Fukushima ab (Spiegel).

15 Uhr 00, MEZ. Einer der 3 Atomreaktoren des AKW Mihama musste gestern offenbar wegen einem undichten Ventil im Druckbehälter abgeschaltet werden so dass radioaktiv verseuchtes Wasser austrat. Daher sind nun nur noch 46 der 54 Atomreaktoren in Japan am Netz (Telepolis).

14 Uhr 00, MEZ. Dem japanischen Steuerzahler droht die Teilverstaatlichung Tepcos. Sie dürfen die - äußerst dezent formuliert - unrentablen Teile übernehmen (Sueddeutsche).

13 Uhr 00, MEZ. Wegen dem Verfassungsbruch des ehemaligen Ministerpräsidenten Mappus von Baden-Württemberg bezüglich der EnBW darf der Steuerzahler zunächst einmal für 400 Mio. Euro aufkommen (Welt).

11 Uhr 00, MEZ. Masao Yoshida (Ex-Direktor des AKW Fukushima I) ist an Speiseröhrenkrebs erkrankt. Laut Tepco hat das aber gar nix mit der Katastrophe zu tun (Welt, Focus).

09 Uhr 30, MEZ. Die Stillegung der Schweizer AKWs wird teurer als bisher angenommen (Focus).

09 Uhr 00, MEZ. Teldafax-Geprellte werden noch einmal zur Kasse gebeten (Welt).

07 Uhr 00, MEZ. Amsterdam will abgasfrei werden (Spiegel).

03 Uhr 00, MEZ. Die EU will bis zum Jahr 2030 bis zu 40 neue Atomreaktoren subventionieren. Der zuständige EU-Kommissar heisst Guenter Oettinger (CDU) und hat offensichtlich nichts dadurch gelernt dass seinem Nachfolger in Baden-Württemberg, Herrn Mappus, die Atomkraftwerke ganz unangenehm auf die Füße gefallen sind um das mal dezent auszudrücken (Welt, Spiegel, Focus, Sueddeutsche, taz).

Donnerstag, der 8. Dezember 2011

15 Uhr 00, MEZ. Wegen dem umstrittenen Xayaburi Staudamm am Mekong-Fluss in Laos wollen Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam weitere Umweltstudien in Auftrag geben (taz).

14 Uhr 30, MEZ. Neben Keystone XL wird auch die kanadische Northern-Gateway-Ölpipeline wegen Protesten von Umweltschützern um mindestens ein Jahr verzögert so dass die Ölproduktion aus Teersanden ins Stocken gerädt (taz).

14 Uhr 00, MEZ. Klimaschutz in Südafrika (taz).

13 Uhr 00, MEZ. Ein passendes Haus fürs E-Mobil (Spiegel).

11 Uhr 30, MEZ. Laut Bundesnetzagentur wäre es möglich die Energiewende deutlich zu beschleunigen und Deutschland bereits 2022 zu 50% mit Erneuerbaren Energien zu versorgen. Mehr Kohlekraftwerke als im Moment noch gebaut werden sind demnach so unnötig wie ein Kropf (taz).

11 Uhr 00, MEZ. Urban Mining - Rohstoffgewinnung aus Müll (Welt).

10 Uhr 30, MEZ. Das smarte Haus von Nissan (Welt).

10 Uhr 00, MEZ. Neues von der Brennstoffzelle (Technology Review).


9 Uhr 00, MEZ. Tepco will wegen einem Mangel an Tankkapazitäten erneut "schwach" radioaktiv verstrahltes Wasser ins Meer ableiten. Ein Teil des verseuchten Wassers im Katastrophen-AKW Fukushima I wird dekontaminiert und bei der Kühlung der beschädigten Reaktoren 1 bis 3 wieder verwendet. Pro Tag fließen jedoch zusätzlich 200 bis 500 Tonnen Grundwasser in die Reaktorgebäude. Die vorhandenen Tanks haben aber nur eine Kapazität von 160.000 Tonnen die bis März voll sein könnten. Immer mehr Tanks aufstellen soll aber nicht möglich sein (Focus, Spiegel, Sueddeutsche, Telepolis).
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Fukushima: Tepco will verseuchtes Wasser ins Meer leiten - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/panorama/vermischtes/fukushima-tepco-will-verseuchtes-wasser-ins-meer-leiten_aid_691985.html
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Fukushima: Tepco will verseuchtes Wasser ins Meer leiten - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/panorama/vermischtes/fukushima-tepco-will-verseuchtes-wasser-ins-meer-leiten_aid_691985.html

Mittwoch, der 7. Dezember 2011

16 Uhr 00, MEZ. Turki al-Faisal (Prinz von Saudi-Arabien) ist der Meinung dass auch Saudi-Arabien Atomwaffen benötigt (Telepolis).

12 Uhr 30, MEZ. Laut Greenpeace hat die Walfangflotte Japans umgerechnet 22 Millionen Euro aus dem Fukushima-Hilfsfonds erhalten. Damit sollen zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen gegen Störaktionen von Tierschützern ermöglicht werden. Im Februar 2011 mussten die Japaner die Jagd frühzeitig beenden nachdem es im Januar 2010 zu einer Kollission mit dem Katamaran "Ady Gil" der Organisation Sea Shepherd gekommen war (Spiegel).

12 Uhr 00, MEZ. Aufgepasst bei Spenden im Internet. Dafür müssen Organisationen wie Greenpeace, Plan und Co. oft horrende Provisionen bezahlen (Sueddeutsche).

11 Uhr 30, MEZ. Afrika gibt bei der Fotovoltaik Gas (Telepolis).

11 Uhr 00, MEZ. Ungefähr 900 Soldaten des japanischen Militärs haben mit Dekontaminierungsarbeiten in der 20 Kilometer-Zone um das Katastrophen-AKW Fukushima I angefangen. Die Soldaten sollen in der Provinz Fukushima in den Ortschaften Namie, Nahara, Tomioka und Idate öffentliche Gebäude von Strahlen reinigen. Die Gebäude sollen in Zukunft als Stützpunkte für eine großangelegte Dekontaminierung dienen. Damit will die Regierung im Januar anfangen. Der Einsatz soll 2 Wochen dauern (Focus, Welt, Sueddeutsche).

Dienstag, der 6. Dezember 2011

20 Uhr 00, MEZ. In den USA haben die Batterien von 2 Elektro-Chevrolet Volts Feuer gefangen. Einige Kunden wollen das Auto nun zurückgeben. Die Ursache ist unklar. Es werden Kurzschlüsse im Fahrzeug und/oder eine Entzündung des Lithiums im Akku vermutet (Heise).

16 Uhr 00, MEZ. Hans-Peter Villis (demnächst Ex-Chef von EnBW) gibt als Atombefürworter seinen Job wegen dem angespannten Verhältnis zur neuen rot-grünen Landesregierung in Baden-Württemberg auf. Sein Vertrag läuft im September 2012 ab und wird nicht verlängert (Spiegel, Sueddeutsche).

15 Uhr 00, MEZ. Daimler arbeitet zusammen mit dem chinesischen Automobilhersteller BYD an einem Elektrofahrzeug auf Basis der alten B-Klasse (Welt).

14 Uhr 00, MEZ. Mazda bringt 2012 unter dem Namen Demio eine Elektro-Version des Mazda2 auf den Markt. Er soll etwa 1100 Kg wiegen, eine Reichweite von 200 Kilometern haben und mehr als 35.000 Euro kosten (Focus).

13 Uhr 00, MEZ. In der Sperrzone um Tschernobyl sind seit Anfang Dezember wieder Besuche erlaubt. Es gibt jedoch neue Auflagen. Besucher dürfen sich maximal 5 Tage und nie ohne Begleitung in der "Todeszone" aufhalten. Die Besuche müssen in Zukunft 10 statt bisher nur 5 Tage vorher bei der Staatsagentur zur Verwaltung der Tschernobyl-Zone angemeldet werden. Dabei müssen persönliche Daten, die genaue Route, der Grund des Besuchs und mögliche Gesprächspartnern unter den Bewohnern angegeben werden. Pro Person werden für die Ausflüge in Zukunft zwischen 120 und 170 US-Dollar (ca. 90 bis 125 Euro) verlangt. Für den Besuch wird passende Kleidung gefordet. Vor der Abreise wird der Besucher auf erhöhte Strahlenwerte untersucht. In der Todeszone darf nicht alles fotografiert werden. Souveniers mitnehmen ist verboten. Es darf nicht geraucht werden. Minderjährige, Menschen mit Gesundheitsschäden und Risikopersonen ist der Besuch verboten. Bei ungeeignetem Wetter dürfen keine Besucher in die Zone (Welt, Sueddeutsche).

12 Uhr 00, MEZ. In Milchpulver für Babys des Nahrungsmittelherstellers Meiji wurde offenbar Cäsium mit bis zu 30,8 Becquerel / Kg gefunden (Focus, Spiegel).

9 Uhr 00, MEZ. Die rot-rote Regierung in Brandenburg will keinen Klimaschutz sondern ein neues Braunkohlekraftwerk (taz).

8 Uhr 30, MEZ. RWE beschließt eine Kapitalerhöhung in Milliardenhöhe (Welt).

8 Uhr 00, MEZ. Laut BP im Prozess um den Untergang der "Deepwater Horizon" soll Halliburton für das Bohrloch minderwertigen Zement geliefert und die entsprechenden Beweise vernichtet haben (Spiegel, Telepolis).

Montag, der 5. Dezember 2011

18 Uhr 00, MEZ. Die ARD bringt die Dokus "Wildwest bei der Wismut" (5.12.2011, 23 Uhr 30) und "Der Uranberg (7.12.2011 um 20 Uhr 15) zum Uranbergbau in der DDR (Spiegel, Sueddeutsche).

13 Uhr 00, MEZ. Streetscooter, mittelständisches E-Fahrzeug für die Massen (Golem).

12 Uhr 00, MEZ. Aus dem Katastophen-AKW von Fukushima ist offensichtlich wieder einmal radioaktives Wasser ins Meer gelaufen (Focus, Spiegel).

Sonntag, der 4. Dezember 2011

22 Uhr 00, MEZ. Der weltweite Betrug mit Emissionsrechten (Focus).

21 Uhr 00, MEZ. In Peru hatten bis zu 20.000 Demonstranten in Cajamarca Straßensperren errichtet und Plätze besetzt um die Erweiterung der Goldmine Yanacocha zu verhindern. Dazu müssten 4 Bergseen in Stauseen umgewandelt werden wodurch die Wasserversorgung vieler Menschen gefährdet wäre. Zumindest vorerst hat das Betreiberkonsortium den Rückzug angetreten (taz).

20 Uhr 00, MEZ. Erfolge beim Umweltschutz (Spiegel).

18 Uhr 00, MEZ. Wer hat Angst vorm Ökostrom? Polen plant Stromsperren (Spiegel, Telepolis).

17 Uhr 00, MEZ. Dünne Leitungen (Sueddeutsche).

10 Uhr 05, MEZ. Rainer Brüderle (Mövenpickpartei) und Volker Kauder (CSU) wollen das EEG killen (Telepolis).

10 Uhr 00, MEZ. Wieder mal ein Beispiel dafür wie man Hysterie vor einem angeblich drohenden Stromausfall schürt. Wenn Stromausfall droht dann allenfalls in Frankreich mit den verrotteten AKWs die keine Leistung mehr bringen (Welt).

Samstag, der 3. Dezember 2011


12 Uhr 00, MEZ. Wie das Meerwasser in das Atomkraftwerk lief (Spiegel).

8 Uhr 00, MEZ. Strom selbermachen. Energieautarke Orte (Focus).

6 Uhr 00, MEZ. RWE möchte 8000 Arbeitsplätze abbauen (Focus, Spiegel).

Feitag, der 2. Dezember 2011

18 Uhr 00, MEZ. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes sind Erneuerbare Energien keine Preistreiber (Focus).

14 Uhr 00, MEZ. Taut Tepco hat sich die Temperatur in den Reaktoren von Fukushima stabilisiert (Spiegel).

10 Uhr 00, MEZ. Nicht genügend sauberes CO2 für künstliches Erdgas vorhanden (Sueddeutsche).

8 Uhr 00, MEZ. CO2 zur Erzeugung von Kunststoff (Focus).

6 Uhr 00, MEZ. Das Testzentrum für die Magnetschwebebahn soll nach dem Auslaufen der Betriebsgenehmigung zum Ende des Jahres als Versuchstrecke für Antriebs- und Ladesysteme für Elektroautos umfunktioniert werden. Man will dort die Akkus von Autos mit elektromagnetischen Feldern berührungslos aufladen (Telepolis).
Donnerstag, der 1. Dezember 2011

16 Uhr 30, MEZ. Die USA exportieren zum ersten Mal seit 62 Jahren mehr Ölprodukte als sie einführen (Sueddeutsche).

16 Uhr 00, MEZ. Wärmedämmung kostet laut einer Shell-Studie bis zu 750 Mrd. Euro (Focus).

14 Uhr 00, MEZ. Das neue Weserkraftwerk der Bremer Stadtwerke ist fertig. Es soll pro Jahr mit 42 Mio. KWh eine nachhaltige Stromversorgung für 17.000 Haushalte zur Verfügung stellen. Bezahlt wurden dafür 56 Mio. Euro. Verbaut wurden 2.000 Tonnen Stahl und 30.000 Kubikmeter Beton. 1987 wurde das alte Wasserkraftwerk abgeschaltet (taz).

12 Uhr 00, MEZ. Tokio ist laut Michelin die neue Welthauptstadt der Gourmets. In keiner anderen Hauptstadt dieser Welt strahlen die Sterne und das Essen so wie dort (Spiegel).

11 Uhr 30, MEZ. In München eröffnet das erste "Null-Energie-Hotel" "Campo dei Fiori (Sueddeutsche).

11 Uhr 00, MEZ. Elektroautos hoffen auf Flotten (Sueddeutsche).

10 Uhr 30, MEZ. Großbritannien drängt nach der Stürmung der Botschaft im Iran in der EU auf ein Importverbot auf iranisches Öl (Sueddeutsche).

10 Uhr 00, MEZ. Der Spaß bei modernen Stromzählern ist begrenzt (Focus).

8 Uhr 00, MEZ. Die Meeresenergie gibt Gas. Man geht davon aus dass 1/3 des europäischen Verbrauchs damit erzeugt werden kann (Technology Review).
Energie-, Klima- und Japanticker vom November 2011
Eingestellt von Gar Nix um 08:27 Keine Kommentare:
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