Das ich ein Anhänger der Piratenpartei bin habe ich ja immer wieder erwähnt. Gestern war nun ein wichtiger Tag für die Partei wie wie keine andere für Transparenz und Basisdemokratie steht. Nach einem langen Wahlkampf von etwa 1000 Piraten mit 12.000 Plakaten, unzähligen Interviews und einem 50 Seiten Parteiprogramm für den nur 35.000 Euro an Wahlkampfkosten zur verfügung stenden haben die Piraten bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus sage und schreibe 8,9% der gültigen Stimmen bekommen. Dabei auch ein größerer Teil an früheren Nichtwählern. Alle 15 Personen auf der Landesliste können nun das Berliner Abgeordnetenhaus entern. Meine Gratulation dazu. Die Mövenpickpartei ist dagegen gnadenlos für ihre Klientelpolitik bestraft worden und hat gerade noch 1,8% erreicht.
Angeblich sollen laut "Forschungsgruppe Wahlen" nur 10% der Piratenwähler "wegen der Inhalte für die Piratenpartei gestimmt haben während laut Infratest Dimap für die Wähler der Piraten mehr als bei allen anderen Parteien der Inhalt eine Rolle gespielt haben soll.
Angeblich sollen laut "Forschungsgruppe Wahlen" nur 10% der Piratenwähler "wegen der Inhalte für die Piratenpartei gestimmt haben während laut Infratest Dimap für die Wähler der Piraten mehr als bei allen anderen Parteien der Inhalt eine Rolle gespielt haben soll.
Andreas Baum (Berliner Spitzenkandidat) kündigt an dass man an die Arbeit geht und von sich hören lässt (Heise, Piratenpartei, Telepolis, Golem, Heise).
Die Grünen fürchten die Piratenplage. Von den etablierten Parteien wird die Piratenpartei immer noch als "inhaltsleere Protestpartei" abgewertet. Nix gelernt kann man da nur schreiben (Spiegel, Sueddeutsche, Welt).
Der Erfolg der Piraten ist jung, männlich und engagiert (Spiegel). Die einzige Frau die bei den Piraten kandidiert und das Abgeordnetenhaus geentert hat ist die 19jährige Susanne Graf (Spiegel).
Die Piratenpartei hat so viele Stimmen bekommen dass wahrscheinlich nicht alle Sitze in den Gremien besetzt werden können (taz).
Die strikte Forderung der Piratenpartei auf Einhaltung des Grundgesetzes und damit auch strikte Trennung von Staat und Religion stösst bei Parteienforschern und Politikwissenschaftlern auf Unverständnis (evangelisch.de).
Die Grünen fürchten die Piratenplage. Von den etablierten Parteien wird die Piratenpartei immer noch als "inhaltsleere Protestpartei" abgewertet. Nix gelernt kann man da nur schreiben (Spiegel, Sueddeutsche, Welt).
Der Erfolg der Piraten ist jung, männlich und engagiert (Spiegel). Die einzige Frau die bei den Piraten kandidiert und das Abgeordnetenhaus geentert hat ist die 19jährige Susanne Graf (Spiegel).
Die Piratenpartei hat so viele Stimmen bekommen dass wahrscheinlich nicht alle Sitze in den Gremien besetzt werden können (taz).
Die strikte Forderung der Piratenpartei auf Einhaltung des Grundgesetzes und damit auch strikte Trennung von Staat und Religion stösst bei Parteienforschern und Politikwissenschaftlern auf Unverständnis (evangelisch.de).
19.09.2011. Pirat Christoper Lauer streckt bei einer Pressekonferenz einem Jornalisten sein Notebook entgegen um die Homepage der Piratenfraktion vorzustellen und bietet ihm an dass "er nachher noch Nahaufnahmen vom Internet machen" kann (taz, Piratenpartei).
20.09.2011. Die Piraten aus Berlin streiten darum ob die erste Fraktionssitzung aufgezeichnet und öffentlich gemacht werden soll oder nicht. Ich hoffe doch dass hier nicht bereits das erste Mal gegen ein zentrales Wahlversprechen verstossen wird: "Jedoch ist freier Zugang, online wie auch offline, zu öffentlichen Daten, Sitzungsprotokollen, Berichten, Publikationen und Verhandlungsprotokollen Grundvoraussetzung für eine Beteiligung durch die Einwohner dieser Stadt. Alle Informationen sind unmittelbar und nachvollziehbar zu veröffentlichen. (...) Alle Sitzungen des Abgeordnetenhauses, der Bezirksverordnetenversammlungen sowie deren Ausschüsse sind live zu übertragen." (Golem).
22.09.2011. Die Piratenpartei wird regelmäßig als "frauenfeindlicher" Machoverein kritisiert weil sich dort eben mehr Männer als Frauen engagieren wobei sich besonders die "taz" in der Richtung hervor tut. Da können aber die Männer nix dafür. Das ist ein Problem der Frauen die hier jedoch meinen dass für sie immer Extrawürstchen gebraten werden müssten. Die Piraten müssen meiner Meinung gar nix tun sondern die Frauen, die den Anspruch auf mehr Pöstchen reklamieren. Ansonsten braucht sich jemand nicht zu wundern wenn sie nicht gewählt wird, wenn sie bereits im Vorfeld derartig viel Porzellan zerschlagen hat (Spiegel).
23.09.2011. Die Piratenpartei in Berlin hat ihre erste Sitzung abgehalten - und Live übertragen. Die Abstimmung um den Fraktionsvorsitzenden wird verschoben. In der Kantine wurde wegen den Piraten das Getränk "Club-Mate" eingeführt. Am Wochenende gibt es eine Klausurtagung. Ein Pressesprecher wird gesucht (Welt). Indessen verursacht der Erfolg von Berlin einen Rückenwind für den Bund. Jeder fünfte Wähler kann sich vorstellen sein Kreuz bei der nächsten Wahl bei den Piraten zu machen (Spiegel, Welt).
28.09.2011. Laut einer Umfrage von Stern / RTL würden die Piraten bei einer Bundestagswahl derzeit auf 7% kommen (Stern, Telepolis). Der Industrieelektroniker Andreas Baum wird erster Fraktionsvorsitzender in Berlin (taz). Herr Claus Christian Malzahn tut die Piratenpartei im peinlichsten Artikel des Tages zum Thema dagegen als "Spasspartei" ab - dabei hat diesen Titel doch schon die 1,8% Mövenpickpartei gekapert - und bezeichnet Piraten als Homo ludens (Spielender Mensch / Wikipedia - Homo ludens) und labert davon wie gut es Deutschland doch geht (Welt). Udo Pastörs (NPD - verurteilt zu einer Haftstrafe von 10 Monaten auf Bewährung weil er Deutschland eine "Judenrepublik" nannte) will die Piratenpartei einsperren. Ihm ist besonders "Liquid Democracy" ein Dorn im Auge (Telepolis).
02.10.2011. Angeblich wurde Anke Domscheid-Berg (Ehefrau von Daniel Domscheid-Berg mit seiner dubiosen Rolle um Wikileaks) von der Piratenpartei gefragt ob sie sich als Stadträtin im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg nominieren lassen würde. Domscheid-Berg war bis vor einem Jahr Angestellte von Microsoft und führte Verhandlungen mit öffentlichen Verwaltungen. Davor war sie bei Accenture und McKinsey beschäftigt. Sie ist Mitglied bei den Grünen und Fürsprecherin einer gläsernen Verwaltung. Mit ihrer Firma Fempower ist sie Beraterin in Sachen Gleichstellung und Frauenförderung.
Sie soll akzeptiert haben aber muss offenbar noch von einer Mitgliederversammlung bei der mehrere Kandidaten zur Auswahl stehen gewählt werden (Telepolis).
04.10.2011. Anke Domscheid-Berg scheint mächtige Fürsprecher zu haben. Heute wird ein langes aalglattes Propagandainterview veröffentlicht. Die anderen Kandidaten werden dagegen bis jetzt nirgendwo erwähnt (Telepolis).
05.10.2011. Die Piratenpartei kommt in einer Wahlumfrage von Stern/RTL auf 8% (Spiegel).
06.10.2011. Anke Domscheid-Berg zum Dritten (Telepolis).
13.10.2011. Die Piratenpartei hat nun 15.000 Mitglieder. Die Zahl steigt im Moment um etwa 1.000 pro Woche an (Golem).
14.10.2011. Die Piraten wollen lieber Fahrräder anstatt Dienstwagen (Spiegel).
22.10.2011. In Reykjavik hat eine Delegation der Berliner Piratenfraktion zusammen mit dem dortigen Bürgermeister Jón Gnarr eine "Deklaration über Nichts" unterschrieben. Im gleichen "Haus Höfdi" fand 1986 ein "Gipfeltreffen der Supermächte" zwischen US-Präsident Ronald Reagan und dem russischen Staatschef Michael Gorbatschow statt. Das Treffen damals endete ergebnislos, ohne ein Abkommen über eine atomare Abrüstung. Am Ende wurde damals jedoch auch feierlich ein Dokument unterzeichnet (Welt).
26.10.2011. Aus Angst vor den deutschen Sicherheitsbehörden, die laut Hr. Uhl das Land leiten, möchte die Fraktion der Piratenpartei in Berlin einen Teil ihrer Daten und Computer nach Island verlagern. Erst im Mai 2011 wurden Server der Piratenpartei beschlagnahmt weil andere Nutzer angeblich Daten darauf abgelegt haben sollten, 2008 wurde die Privatwohung des Pressesprechers durchsucht weil er sich getraut hat über den Bundestrojaner eine Veröffentlichung zu schreiben (Heise, Nixblog - Schnüffelsoftware, Bundestrojaner und der Überwachungsstaat).
27.10.2011. Das 17. Berliner Abgeordnetenhaus ist heute zur Auftaktsitzung zusammengekommen. Während die Piratenpartei zum ersten Mal dabei war wurde die Mövenpickpartei verabschiedet. Ralf Wieland (SPD) wurde zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt.
Die Piraten forderten in einem Antrag dass jede Fraktion einen Vizepräsidenten stellen und eine Sondersitzung des Hauses beantragen kann. Die CDU sagt zu dass das Anliegen im Rechtsausschuss "ernsthaft" geprüft wird. Pavel Mayer (Piratenpartei) macht klar dass die Piratenpartei auch vor einer Organklage zu einer Verfassungsänderung nicht zurückschrecken würde.
Während die Abgeordneten anderer Parteien weiterhin bei den Abstimmungen grundgesetzwidrigerweise streng nach Parteiendisziplin und nicht nach ihrem eigenen Gewissen abstimmen fallen die Piraten auch da aus der Rolle. Christian Wulff (CDU - Bundespräsident) warnt davor die Piratenpartei zu unterschätzen (Welt, Welt).
28.10.2011. Die Piratenpartei lehnt den Wiedereintritt von Hr. Tauss in die Partei ab (Nixblog - Jörg Tauss - Schuldig oder Nichtschuldig?).
20.09.2011. Die Piraten aus Berlin streiten darum ob die erste Fraktionssitzung aufgezeichnet und öffentlich gemacht werden soll oder nicht. Ich hoffe doch dass hier nicht bereits das erste Mal gegen ein zentrales Wahlversprechen verstossen wird: "Jedoch ist freier Zugang, online wie auch offline, zu öffentlichen Daten, Sitzungsprotokollen, Berichten, Publikationen und Verhandlungsprotokollen Grundvoraussetzung für eine Beteiligung durch die Einwohner dieser Stadt. Alle Informationen sind unmittelbar und nachvollziehbar zu veröffentlichen. (...) Alle Sitzungen des Abgeordnetenhauses, der Bezirksverordnetenversammlungen sowie deren Ausschüsse sind live zu übertragen." (Golem).
22.09.2011. Die Piratenpartei wird regelmäßig als "frauenfeindlicher" Machoverein kritisiert weil sich dort eben mehr Männer als Frauen engagieren wobei sich besonders die "taz" in der Richtung hervor tut. Da können aber die Männer nix dafür. Das ist ein Problem der Frauen die hier jedoch meinen dass für sie immer Extrawürstchen gebraten werden müssten. Die Piraten müssen meiner Meinung gar nix tun sondern die Frauen, die den Anspruch auf mehr Pöstchen reklamieren. Ansonsten braucht sich jemand nicht zu wundern wenn sie nicht gewählt wird, wenn sie bereits im Vorfeld derartig viel Porzellan zerschlagen hat (Spiegel).
23.09.2011. Die Piratenpartei in Berlin hat ihre erste Sitzung abgehalten - und Live übertragen. Die Abstimmung um den Fraktionsvorsitzenden wird verschoben. In der Kantine wurde wegen den Piraten das Getränk "Club-Mate" eingeführt. Am Wochenende gibt es eine Klausurtagung. Ein Pressesprecher wird gesucht (Welt). Indessen verursacht der Erfolg von Berlin einen Rückenwind für den Bund. Jeder fünfte Wähler kann sich vorstellen sein Kreuz bei der nächsten Wahl bei den Piraten zu machen (Spiegel, Welt).
28.09.2011. Laut einer Umfrage von Stern / RTL würden die Piraten bei einer Bundestagswahl derzeit auf 7% kommen (Stern, Telepolis). Der Industrieelektroniker Andreas Baum wird erster Fraktionsvorsitzender in Berlin (taz). Herr Claus Christian Malzahn tut die Piratenpartei im peinlichsten Artikel des Tages zum Thema dagegen als "Spasspartei" ab - dabei hat diesen Titel doch schon die 1,8% Mövenpickpartei gekapert - und bezeichnet Piraten als Homo ludens (Spielender Mensch / Wikipedia - Homo ludens) und labert davon wie gut es Deutschland doch geht (Welt). Udo Pastörs (NPD - verurteilt zu einer Haftstrafe von 10 Monaten auf Bewährung weil er Deutschland eine "Judenrepublik" nannte) will die Piratenpartei einsperren. Ihm ist besonders "Liquid Democracy" ein Dorn im Auge (Telepolis).
02.10.2011. Angeblich wurde Anke Domscheid-Berg (Ehefrau von Daniel Domscheid-Berg mit seiner dubiosen Rolle um Wikileaks) von der Piratenpartei gefragt ob sie sich als Stadträtin im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg nominieren lassen würde. Domscheid-Berg war bis vor einem Jahr Angestellte von Microsoft und führte Verhandlungen mit öffentlichen Verwaltungen. Davor war sie bei Accenture und McKinsey beschäftigt. Sie ist Mitglied bei den Grünen und Fürsprecherin einer gläsernen Verwaltung. Mit ihrer Firma Fempower ist sie Beraterin in Sachen Gleichstellung und Frauenförderung.
Sie soll akzeptiert haben aber muss offenbar noch von einer Mitgliederversammlung bei der mehrere Kandidaten zur Auswahl stehen gewählt werden (Telepolis).
04.10.2011. Anke Domscheid-Berg scheint mächtige Fürsprecher zu haben. Heute wird ein langes aalglattes Propagandainterview veröffentlicht. Die anderen Kandidaten werden dagegen bis jetzt nirgendwo erwähnt (Telepolis).
05.10.2011. Die Piratenpartei kommt in einer Wahlumfrage von Stern/RTL auf 8% (Spiegel).
06.10.2011. Anke Domscheid-Berg zum Dritten (Telepolis).
13.10.2011. Die Piratenpartei hat nun 15.000 Mitglieder. Die Zahl steigt im Moment um etwa 1.000 pro Woche an (Golem).
14.10.2011. Die Piraten wollen lieber Fahrräder anstatt Dienstwagen (Spiegel).
22.10.2011. In Reykjavik hat eine Delegation der Berliner Piratenfraktion zusammen mit dem dortigen Bürgermeister Jón Gnarr eine "Deklaration über Nichts" unterschrieben. Im gleichen "Haus Höfdi" fand 1986 ein "Gipfeltreffen der Supermächte" zwischen US-Präsident Ronald Reagan und dem russischen Staatschef Michael Gorbatschow statt. Das Treffen damals endete ergebnislos, ohne ein Abkommen über eine atomare Abrüstung. Am Ende wurde damals jedoch auch feierlich ein Dokument unterzeichnet (Welt).
26.10.2011. Aus Angst vor den deutschen Sicherheitsbehörden, die laut Hr. Uhl das Land leiten, möchte die Fraktion der Piratenpartei in Berlin einen Teil ihrer Daten und Computer nach Island verlagern. Erst im Mai 2011 wurden Server der Piratenpartei beschlagnahmt weil andere Nutzer angeblich Daten darauf abgelegt haben sollten, 2008 wurde die Privatwohung des Pressesprechers durchsucht weil er sich getraut hat über den Bundestrojaner eine Veröffentlichung zu schreiben (Heise, Nixblog - Schnüffelsoftware, Bundestrojaner und der Überwachungsstaat).
27.10.2011. Das 17. Berliner Abgeordnetenhaus ist heute zur Auftaktsitzung zusammengekommen. Während die Piratenpartei zum ersten Mal dabei war wurde die Mövenpickpartei verabschiedet. Ralf Wieland (SPD) wurde zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt.
Die Piraten forderten in einem Antrag dass jede Fraktion einen Vizepräsidenten stellen und eine Sondersitzung des Hauses beantragen kann. Die CDU sagt zu dass das Anliegen im Rechtsausschuss "ernsthaft" geprüft wird. Pavel Mayer (Piratenpartei) macht klar dass die Piratenpartei auch vor einer Organklage zu einer Verfassungsänderung nicht zurückschrecken würde.
Während die Abgeordneten anderer Parteien weiterhin bei den Abstimmungen grundgesetzwidrigerweise streng nach Parteiendisziplin und nicht nach ihrem eigenen Gewissen abstimmen fallen die Piraten auch da aus der Rolle. Christian Wulff (CDU - Bundespräsident) warnt davor die Piratenpartei zu unterschätzen (Welt, Welt).
28.10.2011. Die Piratenpartei lehnt den Wiedereintritt von Hr. Tauss in die Partei ab (Nixblog - Jörg Tauss - Schuldig oder Nichtschuldig?).



