Gar Nix

Montag, 5. September 2011

Energie-, Klima- und Japanticker August 2011

Flagge von Japan













Mittwoch, der 31. August 2011

12 Uhr 00, MESZ. Die Bundesnetzagentur hat sich gegen die Nutzung eines stillgelegten AKWs als Reserve für Stromengpässe entschieden. Statt dessen sollen in Extremsituationen das Großkraftwerk 3 in Mannheim, das Kraftwerk 2 in Mainz-Wiesbaden, Block C des Steinkohlekraftwerks in Ensdorf und das Kraftwerk Freimann in München als Kaltreserve dienen. Eventuell könnte auch die Mineralölraffinierie Oberrhein in Karlsruhe als Standort dienen (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel, Focus).

Dienstag, der 30. August 2011

23 Uhr 00, MESZ. Die Konzerne Exxon (USA) und Rosneft (Russland) schliessen einen Vertrag zur Erschliessung für Öl- und Erdgasvorkommen in der Arktis (Sueddeutsche, Spiegel).

9 Uhr 00, MESZ. Still und heimlich wird von der Bundesregieurng der Steuerbonus für Gebäudesanierungen beerdigt (Sueddeutsche).

8 Uhr 00, MESZ. Yoshihiko Noda wird vom Parlament mit 308 von 475 Stimmen wie erwartet zum neuen Regierungschef Japans gewählt (Tagesschau, Sueddeutsche).

Montag, der 29. August 2011

18 Uhr 00, MESZ. Erneuerbare Energien decken im ersten Halbjahr 2011 in Deutschland zum ersten Mal mehr als 20% des Stromverbrauchs ab (Nixblog - Stromversorgung in Deutschland).

16 Uhr 00, MESZ. Koreanische Wissenschaftler arbeiten am Ulsan National Institute of Science and Technology an Lithium-Ionen-Akkus mit Anoden aus Germanium-Nanoröhrchen. Diese sollen die dreifache Landungsmenge von Graphit-Anoden vertragen (Heise).

14 Uhr 00, MESZ. Utz Classen will Erträge aus seinem Rechtsstreit gegen Solar Millenium bei Erfolg in eine Stiftung zur Förderung der Solarenergie einbringen. Bei dem Streit geht es um 7,12 Mio US-Dollar. Claasen bekam Anfang 2010 für 74 Tage als Vorstandsvorsitzender bei der Firma 9 Mio Euro und verklagte sie auf Abfindung (Spiegel).

12 Uhr 00, MESZ. NASA und US-Energieministerium entwickeln unter der Bezeichnung Fission Surface Power ein atomares Kleinkraftwerk welches in Zukunft die Stromversorgung auf anderen Himmelskörpern wie Mond und Mars übernehmen soll. Der Uran-Reaktor des MiniAKWs soll einen halben Meter breit und 80 Zentimeter hoch sein. Einrichtungen wie Kühltürme sollen nicht notwendig sein. Die Wärme des Reaktors soll durch einen Stirlingmotor in Strom umgewandelt werden und eine Leistung von rund 40 Kilowatt liefern. Das System soll Anfang des kommenden Jahres einsatzbereit sein.
Der Marsrover Curiosity wird mit einer Radionuklidbatterie ausgestattet welche die Wärme aus dem Zerfall von Plutonium-238 in elektrische Energie umwandelt (Golem).

10 Uhr 00, MESZ. Laut internen Berechnungen des Chemiekonzerns Wacker erhalten Betreiber von Solarstromanlagen seit Jahren staatliche Fördergelder die hoch über den wirklichen Kosten der Anlage liegen (Focus, Spiegel).

9 Uhr 00, MESZ. Yoshihiko Noda (Japanischer Finanzminister) wurde zum neuen Vorsitzenden der demokratischen Regierungspartei DPJ gewählt. Damit wird er voraussichtlich als Nachfolger von Yukio Hatoyama und Naoto Kan der dritte Ministerpräsident Japans der DPJ innerhalb von 3 Jahren. Er gewann gegen Wirtschaftsminister Banri Kaieda die Stichwahl mit 215 von 392 Stimmen im zweiten Wahlgang (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel, taz).

Sonntag, der 28. August 2011

18 Uhr 00, MESZ. In Japan dürfen nach einer Bestimmung des Umweltministeriums radioaktiver Klärschlamm und Müll verfeuert werden wenn die Belastung maximal 8000 Becquerel pro Kg beträgt. Über den Rauch und die Asche breiten sich somit auch radioaktive Partikel über bisher unverstrahltes Land aus. Das Gesetz lässt dabei zu dass radioaktiver Müll mit normalem Industriemüll gemischt wird bis die Radioaktivität des Mülls unter die 8000-Becquerel-Grenze gefallen ist. Bestätigt wurde dieses Vorgehen von Yoshinon Moriyama von der Agentur für Nuklearsicherheit (NISA) der die Zuständigkeit verneint. Im Moment sitzen 17 von 48 Präfekturen in Japan auf 50.000 Tonnen radioaktiven Klärschlamms von denen 1.500 Tonnen hochradioaktiv sind. Im Moment versucht die Regierung in der Präfektur Fukushima ein "Zwischenlager" zu finden (Sueddeutsche).

12 Uhr 00, MESZ. Der Wirbelsturm Irene schatete das AKW Calvert Cliffs der Betreiberfirma Constellation Energy Nuclear Group und der EdF im US-Bundesstaat Maryland ab. Bereits im April ist in den USA von einem Tornado ein AKW abgeschaltet worden (Nixblog - Atomenergie in den USA).
Samstag, der 27. August 2011

16 Uhr 00, MESZ. Im AKW Fessen heim funktionierte offenbar vorübergehend nur vermindet was laut EdF keine Auswirkungen auf die Sicherheit des AKWs gehabt haben soll. Laut Atomsicherheitsbehörde wurde die Panne jedoch auf der INES Skala mit "Eins" klassifiziert (SR-Online).

12 Uhr 00, MESZ. Wissenschaftler meinen dass man mit Bakterien radioaktive Verseuchungen beseitigen könnte. Es gibt mehrere Bakterien die radioaktives Uran aufnehmen. Geobacter metallireducens, eine kleine späbchenförmige Mikrobe die 1987 im Sand des Potomac Flusses in der Nähe der US-amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. gefunden wurde ist eine der Bakterien die verschiedene Metalle, darunter auch Uran, chemisch verändern kann und damit Energie erzeugt..Ein weiteres Bakterium welches auch sehr hohe Strahlendosen von mehr als 10.000 Gray übersteht ist das Deinoccus radiodurans, genannt "Conan, das Bakterium". Der größte Haken an der Sache ist jedoch dass Radioaktivität und Atomspaltung ein physikalischer Vorgang und kein chemischer Vorgang ist. Mit Bakterien kann man daher möglicherweise das Uran einfacher sammeln. An der für Menschen tödlichen Strahlung können sie nichts ändern. Zudem ist im Moment nicht bekannt wie diese Mikroben auf andere radioaktive Isotope reagieren (Nixblog - Bakterien die radioaktive Stoffe fressen).

Freitag, der 26. August 2011

20 Uhr 00, MESZ. Jürgen Schulz, der parteilose Landrat von Lüchow-Dannenberg ist empört über die Aussage des Umweltministeriums welches glaubt dass die Strahlung von Gorleben in den Griff zu bekommen ist (Nixblog - Atomendlager Gorleben). 

18 Uhr 00, MESZ. Das Bundesland Baden-Württemberg möchte den Block 3 des Großkraftwerks Mannheim (GKM) als Kaltreserve für Stromengpässe vorhalten und geht davon aus dass sich damit die Frage nach einer atomaren Kaltreserve erledigt hat. Die immissionsschutzrechtliche Genehmigung dazu könnte bis zum Oktober erteilt werden (SWR).

17 Uhr 00, MESZ. Der DLR prüft den Einsatz von Quadrocopterdrohnen um die Spiegel von Solarthermiekraftwerken zu prüfen (Golem).

11 Uhr 00, MESZ. Mit Chips die Strom aus mechanischer Energie erzeugen will ein Start-Up aus den USA in Zukunft Batterien für Sensoren und ähnliches ersetzen (Technology Review).

10 Uhr 00, MESZ. Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan ist nach der lauten Kritik am Krisenmanagement nach der Katastrophe heute wie angekündigt zurückgetreten nachdem  3 Gesetze verabschiedet wurden. Dabei handelt es sich im einen Nachtragsetat zur Finanzierung des Wiederaufbaus, die Förderung Erneuerbarer Energien und die Ausgabe von weiteren Staatsanleihen durch die Regierung. Der Nachfolger wird noch gesucht (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel, Stern).

Donnerstag, der 25. August 2011

20 Uhr 00, MESZ. Die Strahlenwerte am Zaun des Zwischenlagers Gorleben haben jetzt offenbar bereits den Jahresgrenzwert für 2011 erreicht so dass möglicherweise vorerst kein weiterer Castortransport stattfinden kann (Nixblog - Atomendlager Gorleben).

12 Uhr 00, MESZ. Durch die Katastrophe von Fukushima wurde die 168fache Menge der Hirsohimabombe an radioaktivem Cäsium-137 freigesetzt. Insgesamt sollen bisher 15.000 Terrabecquerel Cäsium-137 freigesetzt worden sein.
Tepco soll die Atombehörde NISA nur vier Tage vor dem Beginn der Katastrophe am 11. März davon informiert haben dass Wellen von mehr als zehn Metern das AKW treffen könnten obwohl die Anlage nur für etwa 5 Meter hohe Wellen ausgelegt war (Spiegel, Nixblog - Atombombenabwurf auf Hiroshima, Welt).

10 Uhr 30, MESZ. Car-Sharing als Einstieg in die Elektromobilität (Technology Review).

Mittwoch, der 24. August 2011

22 Uhr 00, MESZ. Der Staatsrat in Den Haag stoppt den Bau eines Kohlekraftwerks an der niederländischen Seite der Emsmündung durch die RWE-Tochter Essent. Die Betriebsgenehmigung war im Jahr 2008 erteilt worden. Sie wurde vom höchsten Verwaltungsgericht der Niederlande nun aus Umweltschutzgründen für ungültig erklärt weil die Auswirkungen auf das Wattenmeer und die ostfriesischen Inseln nicht ausreichend untersucht worden sind (Tagesschau).

21 Uhr 00, MESZ. Auch nach der Abstufung durch Rating-Agenturen bleibt Japan offenbar bei Anlegern beliebt (taz).

20 Uhr 00, MESZ. In Peru kam es um 12 Uhr 46 Ortszeit (19 Uhr 46 MESZ) zu einem Erdbeben der Stärke 7,0. Dabei war die Region im Grenzgebiet zu Brasilien um Pucallpa am stärksten betroffen. Das Hypozentrum lag in einer Tiefe von 149 Kilometern. Berichte über Schäden liegen im Moment nicht vor (Spiegel).

16 Uhr 00, MESZ. In Kenia wird Geothermie viel stärker als in den meisten Industrienationen benutzt. Bis 2030 soll sie mit Milliardeninvestitionen auf 5 Gigawatt erhöht werden und damit mehr Strom liefern als alle anderen Quellen (Technology Review).

12 Uhr 00, MESZ. Erdbeben in den USA bringt in 12 AKWs "ungewöhnliche Ereignisse". Im AKW North Anna fällt die externe Stromversorgung aus (Nixblog - Atomenergie in den USA).

8 Uhr 00, MESZ. Winzige Fortschritte bei der Katastrophe am AKW Fukushima I während der Ökostrommarkt zum Verschiebebahnhof der Stromhändler wird (Telepolis).

Dienstag, der 23. August 2011

16 Uhr 00, MESZ. Nachdem die Rebellen Libyens Hauptstadt Tripolis so gut wie übernommen haben und Gadaffi verschwunden ist stehen die Ölkonzerne für Vertragsverhandlungen in den Startlöchern (Telepolis).

14 Uhr 00, MESZ. Energiecontainer für Krisenregionen (Telepolis).

11 Uhr 00, MESZ. Nicht nur beim Uranabbau geht es offenbar mit Hilfe der Politik kriminell zu. In Rumänien will man in dem Ort Rosia Montana 300 Tonnen Gold mit dem Zyanid-Verfahren fördern. Das Gift würde dabei im Boden verbleiben und der Ortsteil Corona verschwinden. Der Widerstand gegen das Projekt soll nun durch ein Gesetz ausgehebelt werden welches unter anderem Inhabern von Schürfrechten das Recht auf Enteignung zugestehen soll. Die Bergbaugesellschaft müsste dann nur noch einen selbst bestimmten Schätzpreis für ein Grundstück oder Haus auf ein Sperrkonto überweisen. Die dann bereits enteignete Person könnte vor Gericht nur noch über die Höhe der Entschädigung streiten (Nixblog - Uranabbau, taz).

10 Uhr 00, MESZ. Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan will offenbar nach der Verabschiedung mehrerer Schlüsselgesetze zurücktreten. Die Entscheidung über seinen Nachfolger soll am 30. August 2011 bekannt gegeben werden (Sueddeutsche, Welt).

8 Uhr 00, MESZ. Laut der Umweltorganisation Greenpeace wurden 78 Kleidungsstücken von 15 verschiedenen Markenherstellern, dabei u.a. H&M, Calvin Klein, Puma und Adidas, auf die giftige Chemikalie Nonylphenolethoxylat (NPE) untersucht. In 52 der 78 Proben aus Ländern wie Kambotscha, Thailand, Sri Lanka, Ägypten und der Türkei wurde das Prüflabor offenbar fündig. Bis auf den US-amerikanischen Hersteller GAP sind dabei alle Firmen betroffen.
NPE gehört zu den Substanzen die im Körber wie ein Hormon wirken.  Von den Auswirkungen sind vor allem Fische, Krebse und andere Wasserorganismen betroffen. Deren Fortpflanzungsfähigkeit wird gestört  und es wurden Verhaltensänderungen der betroffenen Tiere festgestellt. Über die Auwirkungen im menschlichen Körper wird noch diskutiert. Die EU hat NPE 2003 jedoch schon aus dem Verkehr gezogen. worauf der Anteil gesunken ist Der Fluss Jangtse in China enthält dagegen sehr viel NPE (taz). 

Montag, der 22. August 2011

17 Uhr 00, MESZ. Windmühlen im Aufwind (Stern).

10 Uhr 00, MESZ. Laut einer Studie der TU Berlin könnte Berlin bis 2037 zum 800. Geburtstag der Stadt in 25 Jahren einen Anteil von 60% am Strom aus Erneuerbaren Energien beziehen. Sponsored wurde die Studie von Vattenfall und Siemens mit insgesamt 140.000 Euro (taz).

8 Uhr 00, MESZ. Die japanische Regierung gibt zu dass zumindest ein Teil der 20 Kilometerzone um das Katastrophen AKW Fukushima I für immer unbewohnbar bleiben und zur ewigen Sperrzone erklärt werden muss (Telepolis, Spiegel, taz, Focus).

Sonntag, der 21. August 2011

8 Uhr 00, MESZ. Energieintensive Unternehmen verschönern immer mehr ihre CO2-Bilanz indem sie Müll verbrennen deren CO2-Gehalt gegen 0 gerechnet wird (Telepolis).

Samstag, der 20. August 2011

8 Uhr 00, MESZ. Japan steht vor dem Umbau seiner Gesellschaft (Telepolis).

Freitag, der 19. August 2011

18 Uhr 00, MESZ. Widerstand gegen Hochspannungsleitungen (Stern).

10 Uhr 00, MESZ. CCS-Speicherung ist immer noch unbeliebt (Nixblog - CCS-Technologie - CO2 Speicherung).

8 Uhr 00, MESZ. Der Fukushima-Effekt bei Umsteigewilligen zu Ökostrom ist nach etwa 4,5 Mio Haushalten nun offenichtlich beendet (Telepolis).

6 Uhr 00, MESZ. Japan erwägt den Bau einer Ersatzhauptstadt (Telepolis).

Donnerstag, der 18. August 2011

14 Uhr 00, MESZ. Bei den Aufräumarbeiten in Japan sind die Helfer auf unzählige Geldbeutel und Safes gestossen. Mehr als 55 Mio Euro wurden offenbar bereits bei der Polizei abgegeben (Welt).

8 Uhr 00, MESZ. Am Katastrophen-AKW Fukushima I, Reaktor 1 wurde mit dem Aufbau eines Zeltes aus Plastikfolien begonnen um die weitere Ausbreitung zu verhindern (Telepolis).

Mittwoch, der 17. August 2011
10 Uhr 00, MESZ. Der Reaktor 3 im AKW Tomari des Betreibers Hokkaido Electroc Power (Hepco) nimmt auf der Insel Hokkaido als erstes japanisches Atomkraftwerk nach der Katastrophe vom 11. März wieder den vollen Betrieb auf (taz).

Dienstag, der 16. August 2011

10 Uhr 00, MESZ. Am Landgericht Frankfurt am Main hat der bis jetzt größte Wirtschaftsprozess um einen Millionenbetrug in Höhe 230  Millionen Euro begonnen (Telepolis).

8 Uhr 00, MESZ. Der Ölkonzern Shell hat nach eigener Aussage das Leck der Bohrplattform Gannet Alpha in der Nordsee unter Kontrolle nachdem 216 Tonnen Öl ausgetreten sind. Der Abfluss soll deutlich reduziert worden und die Quelle gut verschlossen sein. (Telepolis).

Montag, der 15. August 2011

14 Uhr 00, MESZ. Die japanische Wirtschaft erhohlt sich offenbar schneller als erwartet von der Katastrophe (Welt).

10 Uhr 00, MESZ. Deutschlands Ausstieg aus der Atomenergie (Stern).

Samstag, der 13. August 2011

14 Uhr 00, MESZ. Die Bundesnetzagentur soll in Österreich nach Energielieferungen für Notfälle angefragt haben (Welt).
Freitag, der 12. August 2011

14 Uhr 00, MESZ. Die japanische Regierung senkt ihre Wachstumsprognose von 1,5% auf 0,5% (Focus).

12 Uhr 00, MESZ. Das Risikokapital für Erneuerbare Energien fließt nicht mehr so richtig (Heise).

8 Uhr 00, MESZ. Methan sorgt in der Atmosphäre für Verwirrung weil der Gehalt nicht so ansteigt wie erwartet (Spiegel).

2 Uhr 00, MESZ. In einem Bericht über "Die Situation der Atomenergie 2010" der Radiologischen Forschungsabteilung der TU Dänemark (Riso DTU) wurde festgestellt dass sich nach Fukushima angeblich kaum etwas geändert hat (Telepolis).

Donnerstag, der 11. August 2011

23 Uhr 00, MESZ. Erdbeben der Stärke 6,0 im Nordosten Japans. Am Katastrophen AKW Fukushima I soll es keine weiteren Schäden gegeben haben (Sueddeutsche, Spiegel).

19 Uhr 00, MESZ. Die deutsche Solarindustrie profitiert bisher nicht vom Atomausstieg (taz).

18 Uhr 00, MESZ. E.on will den Standort München mit 400 Mitarbeitern schliessen. Da die AKW-Sparte nur 2500 Mitarbeiter hat und man 11.000 Mitarbeiter abbauen will deutet das auf sehr viel größere Fehler als den Atomausstieg auf den man sich 10 Jahre lang vorbereiten konnte hin. Ausserdem brauchen auch stillgelegte AKWs noch jahrelang sehr viele Mitarbeiter  (Nixblog - Aus E.on wird E.off).

11 Uhr 00, MESZ. Werbezeit für AKWs der neuen 4. Generation die genau so immer sicherer werden wie Waschmittel und Zahnpasta im TV immer weisser waschen (Welt).

Mittwoch, der 10. August 2011

22 Uhr 00, MESZ. Der E.ON-Betriebsrat fühlt sich vom Vorstand verkohlt (taz).

20 Uhr 00, MESZ. Energieriesen haben die Zukunftsbranchen verpennt (Spiegel, Sueddeutsche).

18 Uhr 00, MESZ. Der US-amerikanische Wissenschaftler Nico Hotz von der Duke Universität in Durham im Bundesstaat North Carolina hat eine Solaranlage entwickelt die Wasserstoff für eine Brennstoffzelle produziert. Die Anlage soll effizienter und günstiger als andere Solaranlagen sein (Golem).

15 Uhr 00, MESZ. Ministerpräsident Kan will offenbar noch im August seinen Stuhl räumen. Nachfolger wird möglicherweiseder bisherige Finanzminister Yoshihiko Noda (taz).

14 Uhr 00, MESZ. Seit der Katastrophe meiden Touristen Japan (Welt).

13 Uhr 00, MESZ. Zwischen Deutschland und den Niederlanden gibt es einen Streit um einen Windpark vor Borkums Küsten weil die Grenzen nicht ordentlich festgelegt sind (Sueddeutsche).

11 Uhr 00, MESZ. Der Atomausstieg soll gerade mal 32 Milliarden in Rund 20 Jahren kosten.  Das sind gerade mal 1,6 Mrd. pro Jahr. Peanuts bei den Summen die die Energiewirtschaft umsetzt (Welt).

10 Uhr 00, MESZ. Der Solarzellenhersteller Q-Cells hat ein Minus von 350 Mio Euro zu verzeichnen (Spiegel).

9 Uhr 00, MESZ. Laut Seismologen betrug die Wahrscheinlichkeit eines Bebens wie es in Japan geschehen ist 99%. Es war also bereits völlig klar dass sich eine derartige Katastrophe ereignen würde (Sueddeutsche).

8 Uhr 00, MESZ. E.ON prüft den Abbau von weltweit bis zu 11.000 Arbeitsplätzen vor allem in der Verwaltung. Der Betriebsrat droht mit Widerstand (Welt, Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel).

6 Uhr 00, MESZ. Im Moment sind noch Silizium-Solarzellen mit einem Leistungsgrad von bis zu 17% am verbreitetsten. Sunpower hat aber bereits Solarzellen in der Entwicklung die einen Leistungsgrad von 24,2% aufweisen (Technology Review).

Dienstag, der 9. August 2011

24 Uhr 00, MESZ. Ein neuer Bericht vom Katastrophen AKW Fukushima bestätigt eine Kernschmelze in Reaktor 3 in dem plutoniumhaltige MOX-Brennelemente eingesetzt waren (Telepolis).

23 Uhr 00, MESZ. Nach der Katastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 wurde in Japan das sogenannte Speedi-Netzwerk (System vor Prediciton of Environment Emergency Dose Information) eingerichtet welches mit Hilfe von Stationen landesweit die sogenannte Ortsdosisleistung misst. Anschließend berechnet das Computersystem anhand von Wetterdaten die voraussichtliche Verbreitung der radioaktiven Stoffe.
Mit diesen Daten hätten die Behörden die Bewohner der Stadt Namie in einer Entfernung von ca. 10 Kilometern vom Katastrophen AKW entfernt rechtzeitig vor der radioaktiven Wolke warnen können. Das ist jedoch nicht geschehen. Die Menschen bleiben deshalb auch zwischen dem 12. und 15. März 2011 in der Stadt. An den Tagen als die Wolken mit der radioaktiven Ladung über die Stadt ziehen. Die Daten wurden Dokumenten zufolge vom japanischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie (Mext) erhoben und an die NISA (Nuclear and Industrial Safety Agency) weitergegeben. Dort wurde fiel offensichtlich die Entscheidung gegen die Veröffentlichung (Spiegel).

22 Uhr 00, MESZ. Der neue Klimaatlas des Deutschen Wetterdienstes sagt dass der Sommer 2011 mieß ist. In Zukunft sollen die Sommer aber heisser und trockener werden (Spiegel).

20 Uhr 00, MESZ. Es sollen nach dem Wunsch der Schwarzgeldregierung offenbar weitere sogenannte "Stresstests" in der Urananreicherungsanlage Gronau, in der Brennelementefabrik Lingen, den laufenden Forschungsreaktoren und den Zwischenlagern durchgeführt werden (Focus).

16 Uhr 00, MESZ. Der Tsunami vom 11. März hat offenbar nach etwa 18 Stunden in einer Entfernung von 14.000 Kilometern vom Ursprunsort entfernt in der Antarktis meterdickes Eis gebrochen (Welt).

15 Uhr 00, MESZ. Die UNO prüft ein Tsunamiwarnsystem am Mittelmeer (Spiegel).

14 Uhr 00, MESZ. 5,2 Mrd. EuroVerlust für TEPCO.3,6 Mrd. davon sollen an Geschädigte durch das Katastrophen AKW Fukushima I ausbezahlt worden sein. 954 Mrd. Euro haben bisher die Arbeiten am AKW gekostet. Naja für TEPCO alles halb so wild. Der japanische Steuerzahler wird dafür gerade stehen (Spiegel, Welt, taz).

11 Uhr 00, MESZ. Carbazol ist als Wasserstoffspeicher für Automobile noch weit von der Serientauglichkeit entfernt (Welt).

8 Uhr 00, MESZ. Gewinneinbruch um 40% auf knapp 1,7 Mrd. bei RWE. Laut RWE sollen Atomausstieg und Brennelementesteuer im ersten Halbjahr 900 Mio ausgemacht haben. Weil die AKWs Biblis A und B abgeschaltet sind muss RWE Strom aus anderen Kraftwerken kaufen. Tja so gehts halt wenn man aufs falsche Pferdchen setzt (Welt, Spiegel, Welt, taz).

Montag, der 8. August 2011

19 Uhr 00, MESZ. Die japanischen Atomkonzerne haben auch die Erdbeben- und Tsunamiwissenschaftler übers Ohr gehauen (Spiegel).

18 Uhr 00, MESZ. Bei RWE hat man sich auf den Nachfolger von Jürgen Großmann geeinigt. Peter Terium wird neuer Chef des Konzerns und das bereits ab Juli 2012. Jürgen Grossman verlässt RWE deutlich früher als bisher geplant bereits Ende Juni 2012 (Sueddeutsche, Spiegel).

17 Uhr 00, MESZ. Wissenschaftler haben am Leibnitz-Institut ein neues Wasserstoffspeicherverfahren mit Ameisensäure und Katalysatoren als Energiespeicher entwickelt (Telepolis).

14 Uhr 00, MESZ. Ban Ki Moon (UN-Generalsekretär) besuchte das Katastrophengebiet um Fukushima (Tagesschau).
13 Uhr 00, MESZ. Das E.ON-Kontrolgremium trifft sich an einem geheim gehaltenen Ort zu einer Strategiesitzung. Der Vorstand soll nach den Gerüchten über Standortschliessungen und Arbeitsplatzabbau zur Rede gestellt werden (Focus, taz).

12 Uhr 00, MESZ. In der Führungsspitze von RWE streitet man weiter über den zukünftigen Vorstand. Dier Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Schneider und  das Aufsichtsratsmitglied Paul Achleitner drohen mit der Niederlegung ihrer Ämter wenn der Niederländer Peter Terium den Posten nicht bekommt. Die Kommunen die über einen Anteil von 20% verfügen lehnen ihn jedoch ab und wollen lieber Rolf Martin Schmitz, der im Moment das operative Geschäft leitet an der Konzernspitze sehen (Focus, Spiegel)

11 Uhr 00, MESZ. Ölsand lässt sich anscheinend mit Propan als Lösungsmittel bedeutend leichter abbauen (Technology Review).

2 Uhr 00, MESZ. Vorschlag einer Sonderzone für Erneuerbare Energien (Telepolis).

Sonntag, der 7. August 2011

2 Uhr 00, MESZ. Die Anti-Atom-Bewegung wird zur Anti-Kohle-Bewegung (Telepolis).

Samstag, der 6. August 2011

16 Uhr 00, MESZ. Gedenken an Hiroshima (Nixblog - Atombombenabwurf auf Hiroshima).

12 Uhr 00, MESZ. Wegen steigender Gewalt des Assad-Regimes in Syrien gegen das Volk fordert Jürgen Trittin (Die Grünen) ein Importverbot von syrischem Öl (Sueddeutsche).

5 Uhr 00, MESZ. E.ON will offenbar weltweit ungefähr 10.000 Stellen streichen, davon etwa 3.000 in Deutschland. Insgesamt hat E.ON in Deutschland rund 85.000 Mitarbeiter und einen Umsatz von 93 Mrd. Euro im Jahr. Der Konzern hat 45 Mrd. Euro Schulden angehäuft (Tagesschau, Sueddeutsche, Stern).

Freitag, der 5. August 2011

18 Uhr 00, MESZ. "Atomic Coctail" - Atomsongs auf dem Plattenteller (Spiegel).

16 Uhr 00, MESZ. Rudi Reichenbach, Atomkraftgegner und Lieferant von Zubehör für AKWs (Spiegel).


15 Uhr 00, MESZ. Die britische "Finanzheuschrecke" Blackstone will durch Milliardeninvestitionen in deutsche Offshore Windparks von den massiven Subventionen des deutschen Staats profitieren.  Dabei wird eine Rendite von 9% angepeilt. 1,3 Mrd. sollen in das sogenannte Pojekt "Meerwind", etwa 23 Kilometer nördlich von Helgoland mit 80 geplanten Windrädern je 3,6 GW und einer Gesamtleistung von 288 GW das bis 2013 fertiggestellt werden soll fließen. Weitere 1,3 Mrd. Euro in einen weiteren Windpark der ab 2016 Strom liefern soll (Sueddeutsche, taz).

Donnerstag, der 4. August 2011

20 Uhr 00, MESZ. 317 Millionen aus dem Topf der Forschung für moderne Energien sollen 2011 zur Atommüll-Forschung verwendet werden, 612 Mio für Kernfusion (taz).

18 Uhr 00, MESZ. Tepco will neue Messungen am Katastrophen-AKW-Fukushima I durchführen weil die Messgeräte nicht in der Lage waren die hohe Strahlung anzuzeigen.
Mobuaki Terasake (Chef der Agentur für Nuklearsicherheit (NISA)), Kazuo Matsunaga (Stellvertretender Wirtschaftsminister) und Tetshuhiro Hosono (Leiter der Behörde für Naturressourcen und Energie) werden wegen ihrem Umgang mit der Atomkrise entlassen. (Spiegel, taz, Sueddeutsche).

15 Uhr 00, MESZ. China steigert den Ausbau von Photovoltaikanlagen (Telepolis).

Mittwoch, der 3. August 2011

23 Uhr 00, MESZ. Jürgen Großmann (Chef von RWE), der sich wie kein anderer in Deutschland für Atomenergie eingesetzt hat soll im Herbst 2012 von Peter Terium (derzeit noch Chef des niederländischen Energieversorgers Essent) abgelöst werden (Sueddeutsche, Welt, Spiegel).

18 Uhr 00, MESZ. Die MOX-Brennelementefabrik in Sellafield wird dichtgemacht (Nixblog - Atomkomplex Sellafield).

16 Uhr 00, MESZ. Ein Hobbywissenschaftler in Schweden experimentierte zuhause mit Radium, Americium und Uran um herauszufinden ob es ihm gelingen würde zuhause einen Atomreaktor zu bauen. In einem Internetblog schrieb er von einer Kernschmelze die er in seinem Herd herbeigeführt hatte. Als ihm der Gedanke kam dass seine Experimente nicht legal sein könnten fragte er bei der schwedischen Atombehörde nach. Diese schickte ihm die Polizei ins Haus die ihn wegen unerlaubten Besitzes von nuklearem Material festnahm. In der Wohnung wurde keine erhöhte Strahlung gemessen (Spiegel, Telepolis, Spiegel).
12 Uhr 00, MESZ. Ökostrom kann die Haushaltskasse schonen (Stern).

10 Uhr 00, MESZ. Das japanische Parlament hat die Einrichtung eines Entschädigungsfonds für die Menschen die wegen der Katastrophe von Fukushima ihre Heimat verlassen mussten beschlossen. Wie viel der Fond enthalten wird ist allerdings nicht klar (Spiegel, Telepolis).

Dienstag, der 2. August 2011

20 Uhr 00, MESZ. Rechenzentren brauchen weniger Strom als erwartet (Heise, Telepolis).

17 Uhr 00, MESZ. 1984 soll der Zeitung Asahi Shimbun eine geheime Studie des japanischen Aussenministeriums zugespielt worden sein welche die Folgen eines kompletten Stromausfalls in einem AKW untersucht hatte. Die Ergebnisse sollen realistisch und sehr dramatisch gewesen sein. Die Leitung des Ministeriums hat die Studie offenbar unter Verschluss gehalten und nicht einmal das Büro des Ministerpräsidenten informiert um eine "atomfeindliche Stimmung" zu vermeiden.
Im Katastrophen-AKW mit der bekanntlichermaßen ultrasicheren Atomtechnik weiß man bis jetzt immer noch nicht wo die hohe Strahlung genau herkommt. Der Teil wo die hohe Strahlung (mehr als 10 Sievert pro Stunde - weiter geht das Messgerät nicht) gemessen wurde ist in der Zwischenzeit abgesperrt worden (Sueddeutsche, Spiegel, taz, Focus).

14 Uhr 00, MESZ. Erneuerbare geben Gas (Telepolis).

6 Uhr 00, MESZ. Die grossen Energiekonzerne schrumpfen - und das ist gut so (taz, Welt).

2 Uhr 00, MESZ. Energiewende benötigt Verkehrswende (Telepolis).

Montag, der 1. August 2011

20 Uhr 00, MESZ. Der Betriebsrat von E.ON ist von den drohenden Entlassungen überrascht (Spiegel. taz).

18 Uhr 00, MESZ. Wasserkraftwerke sollen weniger klimaschädlich als vermutet sein (Spiegel).

15 Uhr 00, MESZ. Eine Jahresdosis pro Sekunde. Im Katastrophen-AKW Fukushima I wurde offenbar am Boden eines Abzugsrohrs zwischen Reaktor 1 und Reaktor 2 eine Strahlung von mehr als zehn Sievert pro Stunde gemessen (Focus, Spiegel, Sueddeutsche, Telepolis).

14 Uhr 00, MESZ. Der Kohlepott wird zum Windpott. Immer mehr Betriebe der Kohleindustrie verdienen ihr Geld mit Windmühlen (taz).

12 Uhr 00, MESZ. Die Firma EnviroMission möchte in den USA in La Paz County das erste kommerzielle Aufwindkraftwerk der Welt bauen. Der Aufwindkamin soll dabei eine Höhe von 792,5 Metern haben. Mit 32 Turbinen soll der Stromverbrauch von 150.000 Haushalten gedeckt werden. Bisher gab es nur ein Versuchs-Aufwindkraftwerk in Manzanares in Spanien. Es wurde 1981 von Schlaich Bergermann im Auftrag des Bundesforschungsinstituts projektiert und hatte eine Leistung von 50 kW bei einem Kollektorradius von 122 Metern und einer Kaminhöhe von 194,6 Metern (Telepolis).

11 Uhr 00, MESZ. Von der Biotechnikfirma Emefcy wurde ein neuartiger Prozess auf Basis von Mikroorganismen entwickelt, der den Energieverbrauch von Kläranlagen senken soll (Technology Review).

10 Uhr 00, MESZ. Bundespräsident Christian Wulff (CDU) hat das Atomausstiegsgesetz unterschrieben. Es kann damit in den nächsten Tagen in Kraft treten. 8 AKWs werden damit sofort stillgelegt. Die restlichen 9 AKWs werden bis 2022 abgeschaltet. Die schwarzgelde Laufzeitverlängerung ist damit nach etwa einem dreiviertel Jahr bereits Geschichte (Sueddeutsche, Spiegel).

Energie-, Klima- und Japanticker vom Juli 2011

Bilder von Wikimedia Commons:

- Flagge von Japan, gemeinfrei, Various
Eingestellt von Gar Nix um 07:30 Keine Kommentare:
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Samstag, 3. September 2011

Libyen - Aus Demonstrationen wird ein Bürgerkrieg



03. September 2011. Gadaffi ist in der Zwischenzeit verschwunden und die Rebellen haben mit Hilfe des westlichen Bombardements Tripolis erobert. Nun sind in dem geschändeten Land Geheimakten über die Zusammenarbeit westlicher Geheimdienste mit dem Gaddafi Regime aufgetaucht. Die USA haben offenbar mindestens 8 Gefangene zum Verhör in libysche Foltergefängnisse gebracht. Der britsiche Geheimdienst MI6 hat demnach Regimegegner vrraten (Spiegel).

01. Mai 2011. Einer der Söhne Gaddaffis und drei seiner Enkelkinder sollen bei einem Luftangriff der NATO ums Leben gekommen sein. Ausgerechnet die Regierung des Terroristen Gaddaffi, der nicht nur ein Menschenleben auf dem Gewissen hat, wirft der NATO nun einen Mordversuch vor (Focus).

11. April 2011. Gadaffi erklärt sich zu einem Waffenstillstand und Verhandlungen bereit. Die Rebellen erteilen dem eine Absage (Tagesschau).

19. März 2011. Nachdem es trotz Flugverbots in der Nähe von Bengasi zu weiteren Luftangriffen gekommen ist wurde ein Flugzeug bei der Stadt abgeschossen (Tagesschau).

18. März 2011. Durch die Katastrophe in Japan fehlt hier eine ganze Woche. Gadaffi hat in der Zwischenzeit massiv an Boden gutgemacht. Der UN-Sicherheitsrat hat bei Stimmenthaltung von Deutschland, Russland, China, Indien und Brasilien grünes Licht für Luftangriffe auf Gadaffi gegeben. Frankreich und Großbritannien wollen nun schnell Flugzeuge losschicken (Telepolis, Sueddeutsche).

11. März 2011. Die Rettungsmission vom 26. Februar bei der  132 Menschen., darunter 22 Deutsche aus Libyen evakuiert wurden fand ohne Zustimmung des Parlaments statt. Es wurde nicht einmal nachträglich informiert. Unter strengster Geheimhaltung landeten  2 Transportflugzeuge der Bundeswehr vom Typ Transall mit 20 bewaffneten Fallschirmjägern und Feldjägern in der libyschen Wüste (Sueddeutsche).
Die Rebellen verlieren offenbar an Boden. Die Städte El Sawija und Ras Lanuf wurden zurückerobert. Der US-amerikanische Geheimdienstchef James Clapper ist der Meinung dass Gaddafi die Oberhand behalten wird. Der Westen ist keine grosse Hilfe (Focus).
Der Westen sperrt immer mehr Konten von Gaddafi und Frankreich erkennt die Opposition als offizielle Vertretung an (Sueddeutsche).
In der Zwischenzeit sind etwa 250.000 Menschen aus Libyen geflüchtet. Der grösste Teil, mehr als 137.400 Menschen nach Tunesien, 107.500 nach Ägypten, 5.400 nach Algerien und 2200 in den Niger (Tagesschau).

10. März 2011. Gaddafi lässt offenbar mit der EU und der Arabischen Liga verhandeln. Die Rufe nach einer Flugverbotszone werden lauter. Bodentruppen aus dem Ausland sind dagegen nicht erwünscht. Die EU ist noch am Überlegen  wie schärfere Sanktionen gegen das Gadaffi-Regime aussehen könnten (Sueddeutsche, Spiegel).

09. März 2011. Der Bürgerkrieg nimmt immer weiter an Schärfe zu. Gaddafi setzt immer mehr Panzer und Flugzeuge ein. Den Rebellen geht anscheinend der Sprit aus Europa sperrt sich gegen Flüchtlinge. Gaddafi spricht von einer Verschwörung der USA, von Frankreich und von Großbritannien, die das Ziel hat, die Ölfelder an sich zu reisen (Telepolis, Sueddeutsche, Welt).

08. März 2011. Der Luftraum über Libyen wird mit NATO-Aufklärungsflugzeugen jetzt offenbar überwacht. Eine Flugverbotszone gibt es aber bisher noch nicht (Focus).
Den Revolutionären in Libyen fehlt eine Führung. Es gibt offenbar einen "Nationalen Übergangsrat" der aus 30 Personen besteht und vor etwa zwei Wochen in Bengasi zum ersten Mal zusammengetreten ist. Die meisten haben aber noch zu viel Angst um sich an die Öffentlichkeit zu trauen.
Der Sprecher des Übergangsrats ist der Rechtsanwalt Abdul Hakim Goga. Er ist auf die Verteidigung politischer Gefangener spezialisiert und hat sich als Vorsitzender der Anwaltskammer von Bengasi bereits einen Namen gemacht. 11 Tage vor dem Aufstand hatte Gaddafi ihn und drei andere Juristen nach Tripolis bestellt damit sie ihm die Wünsche des Volkes erklären sollten. Gadaffi war dann offenbar über die Antworten "Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und eine Verfassing" etwas irritiert.
Im Übergangsrat sitzt auch der zurückgetretene Justizminister Mustafa Abdul Dschalil. Er scheint der Vorsitzende der Organisation zu sein. Bereits im letzten Jahr hat er die Menschenrechtsverletzungen durch die Gaddafi-Regierung angeprangert.
Weitere Führungspersönlichkeiten die nach der Macht greifen könnten wäre Oberst Ahmed Aschur Abisch aus Tobruk und Abdul Fatah Junis, General a.D. und Ex-Innenminister (Spiegel).

07. März 2011. Die blutigen Gefechte gehen weiter. Gadaffi lässt den Sieg feiern. Die Aufständischen dementieren. Wie es dort wirklich steht weiss wohl niemand (Stern). Die Zahl der lybischen Flüchtlinge in der Zeltstadt in Tunesien sinkt. Offenbar werden die Flüchtlinge bereits im Landesinneren von Gadaffis Truppen abgefangen (taz). Gadaffi will Erkundungsteams der UNO und EU ins Land lassen die Klarheit über die Humanitäre Lage in Libyen schaffen sollen (Spiegel).

06. März 2011. In Sawija wurde offenbar von Regierungstruppen ein Massaker verübt. Die Gefechte werden stärker. Die Lage ist unübersichtlich. Es gibt immer mehr Tote in dem Bürgerkrieg (Spiegel).

05. März 2011. In vielen Orten gibt es weiterhin schwere Gefechte die an Härte zunehmen je näher sie an der Hauptstadt Tripolis liegen (Tagesschau, Spiegel).Tripolis wird zur Festung ausgebaut (Welt). Gadaffi versucht die "Öl-Stadt" Brega zurückzuerobern (Welt).

04. März 2011. Während Gadaffi im Westen mit Geld versucht sich die Loyalität der Bürger zu erkaufen fliegen seine Bomber nach Osten (Spiegel). Die britische Küstenwache fing das deutsche Containerschiff "Sloman Provider" der Bremer Sloman Neptun Schiffahrts AG. ab Es hatte kistenweise libyische Banknoten im Wert von 100 Millionen Pfund an Bord. Das Geld sollte nach Tripolis geliefert werden. Die libyschen Geldscheine werden von einer Druckerei in Großbritannien hergestellt. Wegen der Uno-Sanktionen dürfen sie nicht mehr ausgeführt werden. Das Volksvermögen welches die Libysche Regierung auf ihre eigenen Konten in Großbritannien verschoben hat wird auf 1 Milliarde Euro geschätzt. Es wurde eingefroren. Das Schiff wurde in den Hafen von Harwich geleitet (Spiegel).

03. März 2011. In Tripolis wurde die deutsche Botschaft geschlossen. Gadaffi lässt Brega mit Flugzeugen angreifen. In der Zwischenzeit sind 180.000 Menschen auf der Flucht (taz).
Die US-amerikanische Aussenministerin Hillary Clinton befürchtet ein Abrutschen von Libyen in einen langen Bürgerkrieg und ein "gigantisches" Somalia (Welt).
In Sirte wurden von einer Miliz Gadaffis 3 niederländische Soldaten gefangengenommen. Diese wollten mit einem Hubschrauber mehrere Landsleute evakuieren (Spiegel).

02. März 2011. Gaddafis Truppen versuchen im Osten des Landes die Städte Brega und AQdschdabija wieder unter Kontrolle zu bekommen (Tagesschau).

01. März 2011. Die USA bringen Truppen in Stellung und ist wegen der Giftgasvorräte (9,5 Tonnen Senfgas) in der Hand Gaddafis beunruhigt (Sueddeutsche).
Von der Politik wird ein Flugverbot über Libyen diskutiert. Während dessen sind etwa 110.000 Menschene aus dem Land geflüchtet (Tagesschau, Spiegel).

28. Februar 2011. Von den USA wird ein Militäreinsatz in Libyen nicht ausgeschlossen (Stern).
Die Stadt Bengasi ist frei. Die Bürger trauen sich was. Die Verliese Gaddafis werden zu Ausflugszielen (Sueddeutsche).
Libyen, ein Fall für den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (Sueddeutsche).
Gaddafi bestreitet die Proteste in seinem Land. An den Toten sind seiner Aussage nach Terroristen von Al Khaida schuld. Er willl an der Macht bleiben (Tagesschau).

27. Februar 2011. Die Stimmen werden lauter die fordern dass die UNO und NATO mit Waffengewalt in Ägypten "aufräumen" soll. Ich bin eher der Meinung dass andere Länder endlich aufhören sollten überall in der Welt herumzupfuschen. Ohne die Einmischung des Westens wäre Gaddafi schon lange weg. Aber auch bei der Forderung geht es wohl eher wieder um Geld, Rohstoffe und Handelswege und weniger um die Menschen in diesen Ländern (Welt).
Tripolis wird offenbar noch von Gaddafi kontrolliert. Im Osten verliert er scheinbar an Boden. Die Opposition soll eine Übergangsregierung gebildet haben.
Immer mehr Ausländer werden evakuiert. Mit zwei Transallmaschinen der deutschen Bundeswehr wurden 133 Europäer, darunter 50 Deutsche, aus Libyen ausgeflogen. Die diplomatischen Beziehungen zu Libyen werden von Kanada, den USA, Frankreich und Großbritannien unterbrochen. Die Botschafter werden mit ihren Mitarbeitern ausgeflogen (Tagesschau, Spiegel).
Die 15 Mitglieder des UN-Sicherheitsrats beschliessen die Resolution mit der  amtlichen Nummer 1970 einstimmig. Dadurch werden Sanktionen gegen Libyen fällig. Damit wird ein Waffenembargo verhängt. Es soll Reisebeschränkungen für die Führungsspitze des Landes geben. Zudem soll das Auslandsvermögen Gaddafis und seiner Familie eingefroren werden (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel).

26. Februar 2011. Berlusconi entscheidet dass er nach den Massakern in Libyen nicht mehr der Freund eines Terroristen sein möchte. Die USA verhängen Sanktionen gegen Libyen und die EU überlegt sich Sanktionen zu verhängen. Währenddessen versucht Gaddafi mit 400 Euro für jeden sein Volk zu bestechen und fordert zum singen und tanzen auf. Derweil erwägt die NATO in Brüssel und New York einen Militäreinsatz damit sich der Bürgerkrieg nicht ausweitet (Tagesschau, Sueddeutsche).

25. Februar 2011. Durch die Libyenkrise steigt der Benzinpreis auf 1,53 Euro/Liter. Diesel kostet 1,43 Euro/Liter (Spiegel). Gadaffi soll in der Zwischenzeit mehr als 2000 Regimegegner hinrichten lassen haben (Welt).

24. Februar 2011. Viele der Waffen die Gaddafi in Libyen auf sein Volk richtet stammen aus Europa. Aus Italien hat er Hubschrauber erhalten (2009 für 108 Mio Euro), Malta hat Pistolen verkauft (2009 für 80 Mio Euro) und Deutschland moderne Kommunikationstechnik (2009 für 53 Mio Euro). Alleine 2009 wurden aus Europa für 344 Mio Euro Waffen nach Libyen verschoben. Jetzt wurden die Lieferungen ausgesetzt und man wäscht sich die Hände in Unschuld. Russland hat ja auch viel  mehr Waffen verkauft  - für 1,5 Mrd. und ist deshalb viel böser (Spiegel).

23. Februar 2011. An erster Stelle bei den Waffenexporteuren nach Libyen stand Italien. Dann kommt Malta. Deutschland steht an dritter Stelle in der EU. Italien erteilte Lizenzen für Waffenexporte in Höhe von 112 Mio Euro und verkaufte vor allem Flugzeuge und Hubschrauber. Malta verkaufte Waffen im Wert von 80 Mio Euro, vor allem Pistolen und automatische Handfeuerwaffen. Deutschland verkaufte für 53 Mio Euro vor allem elektronische Geräte um Mobiltelefone, Internet und das GPS lahmzulegen. Frankreich verkaufe Waffen für 30,5 Mio, Großbritannien für 25,5 Mio und Belgien für 22 Mio (Tageblatt Online).
Frankreich kann froh sein dass noch keine AKWs wie von ihrem Präsidenten erträumt bei dem lieben Herrn Gaddafi in Libyen stehen. Dieser ruft im Moment zum Kampf bis aufs Blut auf und will als "Märtyrer" sterben. Es wird von 300 Toten und vielen Verletzten geschrieben (Telepolis, Focus). Allerdings gab es vor nicht allzulanger Zeit angereichertes Uran in Libyen (Welt).

22. Februar 2011. In Libyen ist der Aufstand eskaliert. Alleine gestern gab es ca. 150 Tote. 2 Piloten sind mit ihrem Kampfjet nach Malta geflüchtet weil sie die Bevölkerung nicht angreifen wollten (Spiegel).

20. Februar 2011. In Libyen droht derweils ein Bürgerkrieg. Es sind dort bereits mindestens 255 Menschen bei den Demonstrationen gegen den vom Westen gestützten Gaddafi gestorben (Spiegel).

19. Februar 2011. Nach den Umstürzen in Ägypten und Tunesien weiten sich die Proteste in den arabischen Ländern immer weiter aus. Die Demonstrationen gegen Gaddafi in Libyen erreichen  nun ein Land welches  zu den wichtigsten Ölförderländern gehört. Die Ölpreise steigen. Seit 2004 nach 18 Jahren ein Embargo aufgehoben worden ist durften dort auch deutsche Mittelständler an dem Prunk von Gaddafi der durch Öl finanziert wurde mitverdienen. Davor war das ein Privileg von Großkonzernen wie der BASF-Tochter Wintershall die in dem Land 8 Ölfelder betreibt (Spiegel, Welt).

Ab 2004. Deutschland rüstet Libyen und den Terroristen Gadaffi "legal" unter anderem mit Hubschraubern und Störsendern aus (taz).

7. Januar 1980. Ein Diplomat notiert über ein Gespräch zwischen Bundeskanzler Helmut Schmidt und dem spanischen Ministerpräsidenten dass Gaddafi "eine unstabile Persönlichkeit ist, die extremen Ideen zuneigt  (Welt).

1980. Yunis Belgassem, der Chef des libischen Auslandsgeheimdienstes äußert gegenüber Bundesaussenminister Hans-Dietrich Genscher "dass es bald geschehen müsste wenn man Gaddafi beseitigen wollte weil die Dinge sonst schon zu weit gedien sind" (Welt).

1980er Jahre. Spitzendiplomat Andreas Meyer-Landruth [der Großvater der deutschen Sängerin Lena Meyer-Landruth] notiert in einer Vorlage für Genscher "Es ist in der Tat zu fragen, ob wir nicht aufgrund unseres relativ am wenigsten belasteten Verhältnisses zu Tripolis sowie durch ein psychologisch geschicktes Vorgehen Gaddafi eine Öffnung nach Westen ermöglichen sollen" (Welt).
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Die "Legionäre Christi" - Gottes Geldeintreiber



Der mexikanische Priester Marcial Maciel Degollado (gestorben 2008 im Alter von 87 Jahren)  hat 1941 in Lateinamerika die erzkonservativen "Legionäre Christi" gegründet. Die Gruppe wuchs stark und schnell. Der Orden ist in 22 Ländern, vor allem in Spanien und Mexiko verbreitet. Im Moment sollen für den Orden 700 Priester und 1300 Seminaristen arbeiten. Er soll 70.000 Lauenmitglieder haben. Ausserdem ist er Träger von 12 Universitäten.
Das Vermögen der Organisation wird auf 250 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie soll über ein Jahresbudget von 650 US-Dollar verfügen.
Kein anderer Katholik konnte so viele Spenden hamstern wie Maciel. Zu der Gefolgschaft von ihm gehören Carlos Slim (laut Forbes Liste der reichste Mensch der Welt). Der Tenor Plácido Domingo sang auf einer Spendengala. Als Vater und Heiliger wurde Maciel verehrt. Nach seinem Tod wurde seine Seligsprechung gefordert.
Aus Spanien hat sich dann zunächst die Mutter einer mit ihm gezeugten Tochter gemeldet. Danach erfuhr man von zwei mexikanischen Frauen mit 3 Kindern. Ausserdem wird von einer weiteren geheimen Familie in der Schweiz geredet und es wird berichtet dass er sich zwischen den 1940er und 1960er Jahren an mindestens 20 Jugendlichen, darunter 2 seiner eigenen Kinder, vergangen haben soll. Dabei war er aber als Legionär Christi ein strenger Verfechter des Zölibats (Nixblog). Er soll auch Morphiumsüchtig gewesen sein.
Von seinem Doppelleben wussten offenbar viele schon länger. Eine Aufklärung über den Missbrauch von Jugendlichen durch ihn war in dem Bund von niemand zu erwarten. Maciel der Spendensammlerkönig wurde anscheinend durch Papst Johannes Paul II. gestützt. Ausserdem gehörten anscheinend dessen Sekretär Stanislaw Dziwizs und Kardinal Angelo Sodano zu seinen Unterstützern. 2004 wurde Maciel in einer Zeremonie die Leitung des päpstlichen Instituts Jerusalemer Notre Dame Centre anvertraut obwohl ein Aussteiger der Legionäre mehrfach über die Vergehen Maciels geklagt hatte.
Zu der Rolle die Joseph Ratzinger der damals Kardinal und Chef der Glaubenskongregation war gespielt hat gibt es verschiedene Aussagen. Eine heisst der heutige Papst Benedikt XVI. hätte wie schon im Fall Peter H. (Nixblog) und Lawrence C. Murphy (Nixblog) auch bei Maciel stillgehalten und ein Verfahren wäre unter Ratzinger eingestellt worden. Anderen Aussagen zufolge soll Maciel unter dem neuen Papst Benedikt XVI. im Jahr 2006 in Ungnade gefallen und ins Exil geschickt worden sein.
In den letzten neun Jahren wurden in Mexiko vom Vatikan offenbar 100 Prozesse gegen Priester eröffnet und man hört eine erste leise Bitte um Entschuldigung. Einige der Betroffenen möchten eine Entschädigung haben was angesichts des Milliardenvermögens kein Problem darstellen dürfte.

Quellen: Sueddeutsche, Spiegel

Bilder: Kathedrale von Mexiko City, Wikimedia Commons, Evilfreak86, GNU Free Documentation License

Chronik in den Medien

03.09.2011. Die "Legionäre Christi" wollen sich in Neuötting ansiedeln (Sueddeutsche).

02.05.2010. Am Freitag (30. April)  hat Papst Benedikt XVI. die 5 Bischöfe empfangen die seit dem letzten Sommer den Skandal um Missbrauch durch den Ordensgründer Maciel untersuchten. Diese sollen seither mit mehr als 1000 Ordensmitgliedern gesprochen haben. Der Papst will nun einen Gesandten nach Mexiko schicken um die Legionäre zu reformieren (Spiegel).

05.04.2010. Die Karwoche in der Kathedrale von Mexiko City begann mit einem Eklat weil die Oppositionspolitikerin Julia Klug vor der Kirche ein Tuch auslegte auf dem der Papst und Kardinal Noberto des Schutzes von Vergewaltigern angeklagt wurden. Frau Klug schrie während der Messe die der Kardinal las: "Päderast, Mittäter". Nach dem Gottesdienst kam es dann zu Handgreiflichkeiten zwischen ihr und einer Messebesucherin. Die Polizei schritt ein um Schlimmeres zu verhüten.
Im Norden von Mexiko steht die katholische Kirche in der Kritik weil viele Priester die Osterpredigten aus Angst vor Anschlägen durch die Drogenmafia abgesagt hat (Spiegel).


Weitere Kommentare zu den Themen Kirche, Misshandlung und Missbrauch

27.04.2010. Das Kreuz an der Wand ist eine Schand
18.04.2010. Bischof Williamson
10.04.2010. Hat Papst Benedikt XVI. die Entlassung eines Vergewaltigers verzögert?
05.04.2010. Das Zölibat in der Diskussion 
02.04.2010. 15jährige verkauft 7jährige Schwester an Vergewaltiger
31.03.2010. Hat Bischof Walter Mixa Heimkinder verprügelt?
26.03.2010. Schützte Papst Benedikt XVI. einen Vergewaltiger?
24.03.2010. Der runde Tisch für sexuellen Missbrauch und Misshandlungen
23.03.2010. Jörg Kachelmann unter Verdacht
20.03.2010. Übersicht über Missbrauchsfälle in verschiedenen Ländern
19.03.2010. Kindermissbrauch- Vertuschung durch Erzbischof Robert Zollitsch?
18.03.2010. Misshandlungen und sexueller Missbrauch
14.03.2010. Übersicht über Missbrauchsfälle in Deutschland
12.03.2010. Papst Benedikt XVI. ist in einen Missbrauchsfall verwickelt
11.03.2010. Kindermissbrauch bei den Wiener Sängerknaben
07.03.2010. Das Missbrauchsopfer "Amy" wehrt sich
07.03.2010. Kindermissbrauch am Canisius-Kolleg in Berlin
07.03.2010. Callboys im Vatikan
06.03.2010. Kindermissbrauch im Kloster Ettal
06.03.2010. Kindermissbrauch bei den Regensburger Domspatzen
06.03.2010. Kindermissbrauch an der Odenwaldschule in Heppenheim
06.02.2010. Kindermissbrauch in der Katholischen Kirche
24.05.2009. Internetsperren und Kinderpornographie 2 - April 2009
24.05.2009. Internetsperren und Kinderpornographie 2 - Mai 2009
24.05.2009. Internetsperren und Kinderpornographie 2
08.03.2009. Jörg Tauss - Schuldig oder nicht schuldig?
20.02.2009. Genitalverstümmelung - Beschneidung von Mädchen
12.02.2009. Kindermisshandlung und Zensurbestrebungen
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Amoklauf von Winnenden


Ich habe lange überlegt ob ich da einen Kommentar dazu schreiben soll aber die "Ehrlichkeit" der Politiker die "ganz entsetzt sind" wieder überall Verschärfungen und Konsequenzen fordern (Spiegel) und wenn es um Investitionen geht um solche Dinge zu verhindern blockieren wo es nur geht (Spiegel) und dass es nicht so sehr weit von meinem Wohnort entfernt ist hat mich dann doch dazu inspiriert. Wenn der Zufall etwas anders gespielt hätte könnten wir in Waiblingen wohnen und das die Schule von meinen 3 Kindern sein.
Ich selbst habe beim Überfliegen der Medien gestern zunächst gar nicht registriert dass nach dem Amoklauf in den USA in Alabama (Tagesschau) jetzt so etwas hier in der Nähe und nicht in Erfurt oder auf der anderen Seite der Erdkugel geschehen ist.

11. März 2010. Der erste Jahrestag (Tagesschau, Focus).

11. März 2011. Der zweite Jahrestag, stilles Gedenken zudem noch überschattet von dem grossen Erdbeben in Japan (SWR, Nixblog).

Der Amoklauf

Tim K. entwendet eine Beretta 9 mm Pistole, die spätere Tatwaffe, aus dem Schlafzimmer seiner Eltern und holt sich 220 Schuss Munition.

Am Mittwoch 11. März 2009 um 9.30 Uhr betritt der ehemalige 17jährige Mitschüler Tim K. die Albertville-Realschule in Winnenden. Er ist schwarz bekleidet und geht während dem Unterricht in 3 Klassenzimmer wo er dann offensichtlich wortlos um sich schiesst. Dabei werden 8 Schülerinnen und 1 Schüler im Alter von 14 und 15 Jahren und drei Lehrerinnen der 9. und 10. Klasse getötet.

Bei den Lehrerinnen handelt es sich um:

- Die 24jährige Chemiereferendarin Sabrina Schüle welche erst seit 4 Wochen an der Schule gearbeitet hat. Sie wurde während dem Unterricht hinter dem Experimentiertisch erschossen und hatte sich schützend vor die Mädchen geworfen. Schüler versuchten ihr noch einen Druckverband anzulegen. Das war aber leider vergeblich.
- Die 24jährige Deutschreferendarin Nina Denise Mayer. Sie wird eine Woche nach dem Attentat am Mittwoch 18. März 2009, ihrem 25. Geburtstag, zu Grabe getragen.
- Die 26jährige Physikreferendarin Michaela Köhler, die Frau des Polizeibeamten Andreas Köhler aus Schwäbisch-Gmünd-Hussenhofen der zur Schule gerufen wurde. Die beiden waren erst seit 2 Monaten standesamtlich verheiratet und wollten sich im Mai kirchlich trauen lassen. Die Einladungen dazu waren bereits verschickt.
Bei den Schüler(innen) handelt es sich um:

Chantal Schill (16 Jahre), Jana Natascha Schober (14 Jahre), Stefanie Tanja Kleisch (16 Jahre), Jaqueline Hahn (15 Jahre), Kristina Strobel (genannt Krissi - 16 Jahre und 2 Wochen), Ibrahim Halilaj (17 Jahre), Selina Marx, Victorija Minasenko und Nicole Elisabeth Nalepa.
Die meisten Opfer wurden in den Kopf geschossen. Schüler sprangen aus den Fenstern um sich in Sicherheit zu bringen.

Um 9.33 Uhr geht ein Notruf aus der Schule bei der Polizei ein.

Bereits 7 Minuten, um 9.40 Uhr, später dringt die Polizei mit zwei Teams in das Schulgebäude ein wo sie die zwölf Leichen findet. Der Amokläufer ist bereits geflüchtet.

Eine Minute danach um 9.41 Uhr erschiesst Tim K. den 56jährigen Gas- Wasserinstallateur Franz Josef Just in einer Parkanlage in der Nähe seines Arbeitsplatzes den er 25 Jahre innehatte, des Psychiatrischen Krankenhauses und flüchtet weiter Richtung Innenstadt von Winnenden.

Derweil hat die Polizei eine Grossfandung mit 1000 Einsatzkräften und Hubschraubern eingeleitet und beginnt mit der Evakuierung und Absperrung der Schule. Die Kinder werden mit Bussen in eine Sporthalle im Winnender Stadtteil Schelmen-Holz gebracht. Dort waren dann auch Psychologen und es gab zu Essen und zu Trinken.

Um etwa 10 Uhr erfährt der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger im Mainzer Landtag vom Amoklauf und fliegt mit dem Hubschrauber an den Ort des Geschehens.

In der Zwischenzeit hat Tim K. einen Autofahrer (Igor Wolf) der auf einem Parkplatz vor der Klinik auf seine Frau wartete in seine Gewalt gebracht und mit der Waffe gezwungen ihn auf der Rückbank sitzend Richtung Wendlingen am Neckar im Kreis Esslingen zu fahren. Auf der A81 geriet der Verkehr ins Stocken und der Amokläufer soll gefragt haben ob er einige der anderen Verkehrsteilnehmer abknallen solle. Der Autofahrer hat als er ein Polizeiauto an einer Autobahnausfahrt gesehen hat Gas gegeben und ist auf einen Grünstreifen gefahren. Mit einem mit einem Sprung aus dem fahrenden Fahrzeug konnte er sich kurz vor 12 Uhr retten.
Tim K. flüchtet zu Fuß in ein nahegelegenes Industriegebiet von Wendlingen wo er wie erst am 3. April in der Öffentlichkeit bekannt wird von einem Polizeibeamten gestellt wurde. Es kam zu einem Schusswechsel. Dabei wurde Tim K. am Sprungelenk des linken Fußes und in der rechten Wade getroffen und setzte sich daraufhin auf den Boden. Daraufhin lege er nach einer Aufforderung seine Waffe neben sich auf der Strasse ab und hob die Hände über den Kopf wonach der Polizeibeamte seine Deckung verließ und mehrere Meter in Richtung des Täters ging. In diesem Moment stand Tim K. auf und hat seine Pistole ergriffen und wieder das Feuer auf den Polizeibeamten eröffnet. Der Beamte versuchte mit weiteren Schüssen eine Flucht des Amokläufers zu verhindern. Er erreichte trotzdem kurz nach zwölf Uhr das Autohaus.

Eine Minute nach 12 Uhr betritt der Amokläufer ein VW-Autohaus und erschiesst dort einen Mitarbeiter (Denis Pulic) und einen Kunden (Sigurt Peter Gustav Wilk) nachdem man dort seiner Forderung nach Herausgabe eines Fahrzeugs nicht nachgekommen ist. Insgesamt schoss er dort dreizehnmal. Während einem Magazinwechsel konnte zwei andere Menschen durch den Hinterausgang flüchten.

Etwa um 12 Uhr 30 schoss er durch die Glasscheibe auf ein Zivilfahrzeug der Polizei. Bei der Schiesserei wurden 2 Polizeibeamte schwer verletzt. Eine 37jährige Polizisten liegt am 3. April nach zwei Operationen immer noch im Krankenhaus. Tim K. brachte sich dann selbst mit einem Kopfschuss um. Insgesamt hat er während dem Amoklauf mehr als 100 Schüsse abgegeben.

Am Abend wurden die Leichen aus der Schule abtransportiert. Während dessen fand für die Betroffenen ein ökumenischer Gottesdienst in der Winnender Kirche St. Karl Borromäus statt. Neben zahlreichen Bewohnern von Waiblingen kamen auch viele Politiker und Geistliche. Einige Schüler brechen während dem Gottesdienst zusammen und mussten von Sanitätern aus der Kirche gebracht werden. Am Ende wurden Kerzen angezündet und vor dem Altar niedergelegt. An der Realschule versammelten sich mehrere Dutzend Menschen zu einer Mahnwache. Trauernde legten rote Rosen, Frühlingsblumen und Kuscheltiere nieder.

In der Nacht danach wurden noch 5 Schüler, zwei Lehrer und zwei Polizisten im Krankenhaus behandelt wobei keiner mehr in Lebensgefahr ist.

Der Psychologe und Trauma-Spezialist Christian Lübke der 2002 nach dem Amoklauf von Erfurt die Schüler betreut hat fordert die Schliessung der Schule weil sie zum Tatort geworden ist und Kinder sonst noch in ein paar Wochen in das Trauma zurückversetzt werden könnten.

Eine Obduktion der Opfer wird es nicht geben im die Angehörigen vor weiteren Verletzungen zu schützen. Die meisten Leichen sind freigegeben. Nur der Täter soll obduziert werden.

Wer war Tim K.?

Er war 17 Jahre alt und hatte eine 14jährige Schwester. Die Familie wohnt in einem weissen Neubau mit Wintergarten und Dachterrasse in Leutenbach im Rems-Murr-Kreis. Vor dem Wintergarten ist ein japanicher Zierteich in dem Koi Karpfen schwimmen.
Zu seiner Schwester soll er ein normales Verhältnis gehabt haben. Ansonsten scheint er etwas zurückhaltend und etwas verschlossen gewesen sein. Tim K. soll Depressionen gehabt haben. Depressive Menschen sind jedoch normalerweise nicht gefährlicher als andere Menschen. Sie richten die Agressionen meist gegen sich selbst.
Als Schüler war er wohl ziemlich unauffällig soll aber unter den Mitschülern als Looser gegolten haben. Von Gleichaltrigen wurde er anscheinend immer wieder geärgert was er aber heruntergeschluckt haben soll. Mit jüngeren Kindern konnte er dagegen scheinbar gut umgehen.
Er hat sechs Jahre lang die Realschule dort wo er das Blutbad angerichtet hat besucht und 2008 mit durschnittlichen Leistungen die Mittleren Reife erreicht. Danach hat er an einer Privatschule in Waiblingen ein zweijähriges Berufskolleg besucht um einen kaufmännischen Beruf zu lernen.
Tim K. hat wohl relativ viel Sport gemacht. Er spielte aktiv Tennis und seit 3 Jahren hat er Kraftsport betrieben. Beim KSV Ispringen bei Pforzheim hat er jeden zweiten Montag Armwrestling trainiert. 2008 erreichte er einen vierten Platz in der Kategorie "Linker Arm, Junioren über 70 kg".
Er soll auch oft am Computer gewesen sein und gerne Poker gespielt haben. Dort sollen Pornobilder und Gewaltspiele sichergestellt worden sein. Auch Gewaltfilme wurden anscheinend in seinem Zimmer gefunden.

Tom K. war interessiert an einen Mädchen in der Nachbarschaft hatte aber keine Beziehung mit ihr. An Silvester 2008 soll er ihr am Telefon seine Liebe gestanden haben und von ihr und den Partygästen ausgelacht worden sein.
Bei der Durchsuchung seines Zimmers wurde eine Bescheinigung der Bundeswehr zur Wehrdienstfähigkeit aus der laut Polizei hervorging dass er in einer Psychotherapie war gefunden. Die Wände seines Zimmers sollen mit vielen Softguns dekoriert gewesen sein.

Laut dem Anwalt Olaf Hohmann der Eltern war die psychiatrische Behandlung eine Ente (Focus) Im Keller des Elternhauses soll es auch keinen Schießstand geben: Von April bis September 2008 war er wegen Depressionen fünfmal in der Psychiatrischen Klinik am Weißenhof zu Weinsberg im Landkreis Heilbronn in stationärer psychiatrischer Behandlung. Er sollte diese ambulant in der Klinik in Winnenden fortsetzen, hatte dies jedoch abgebrochen. Der Direktor hat jedoch bestätigt dass Tim k. dort in Behandlung war. Insofern handelt es sich bei dem Manöver des Anwalts wohl eher darum den Vater aus der Schusslinie zu bringen weil aus der Ordnungswidrigkeit die er dadurch begangen hat dass die Pistole nicht eingeschlossen war grobe Fahrlässigkeit werden würde (Welt). In der Zwischenzeit (17. März 2009) ermittelt die Staatsanwaltschaft und es drohen bis zu fünf Jahren Haft.

Die Familie galt als vermögend. Der Vater Jörg K. ist Geschäftsführer einer Firma für Verpackungen und hat ursprünglich Mathematik studiert. Sie hatten einen Porsche. Der Vater ist wohl Mitglied in einem Schützenverein und hatte Zuhause ganz legal 16 Waffen und 4.600 Patronen verschiedenen Kalibers die in zwei Waffenschränken Zuhause eingeschlossen waren. Tim K. kannte möglicherweise die achtstellige Zahlenkombination. Gegen den Vater werden daher strafrechtliche Massnahmen geprüft. Die Polizei fand in der Schule eine sehr grosse Menge an Munition. Daher kommt die Vermutung auf dass er noch viel mehr Menschen töten wollte.

Viele Jugendliche haben das Gefühl gescheitert zu sein. Wie man aus den Medien erwartungsgemäß und unübersehbar heute erfahren kann hat er sich in letzter Zeit ziemlich viel mit Killerspielen beschäftigt (SWR). Zu seinen Hobbys soll laut Polizeisprecher Klaus Hinderer das Schiessen mit Softairwaffen gehört haben ausserdem war er Gastschütze (nicht Mitglied) im Verein des Vaters. Von Bekannten wird er als Waffennarr beschrieben.
Am Dienstag, 17. März 2009 veröffentlichen die Eltern von Tim K. einen offenen Brief an die Opfer:


"Ihnen wurde das Wertvollste und Wichtigste, ein geliebter Mensch, durch die entsetzliche und unbegreifbare Tat unseres Sohnes und Bruders genommen. Immer und immer wieder fragen wir uns, wieso dies geschehen konnte. Warum wir seine Verzweiflung und seinen Hass nicht bemerkt haben. Bis zu dem furchtbaren Geschehen waren auch wir eine ganz normale Familie.

Wir hätten Tim so etwas nie zugetraut und kannten ihn anders. Wir sind bestürzt und stehen weinend und stumm vor der unfassbaren Tragödie. Unser tiefstes Mitgefühl möchten wir den Opfern, Angehörigen und Freunden aussprechen. Alle unsere Gedanken sind auch bei den körperlich und seelisch Verletzten.

Leutenbach, den 17.03.2009"



20.03.2009.
Der Vater will laut dem Landratsamt Waiblingen in Zukunft auf seine Waffen verzichten (SWR). Insgesamt wurden von verschiedenen Besitzern wegen der Tat bereits 20 Waffen beim Landratsamt abgegeben.


25.04.2009. Anscheinend erkannte die Polizei wegen einer falschen Personenbeschreibung während der Fahndung Tim K. zweimal nicht (Focus).

06.05.2009. Tim K. hatte offenbar ein Profil bei der Online Plattform Quick.de wo er mit anderen Gewaltphantasien diskutierte (Stern).

        08.09.2009. Von Professor Reinmar du Bois, dem Leiter des Stuttgarter Olgahospitals, wurde in der Zwischenzeit ein 211 Seiten dickes psychologisches Gutachten über Tim K. erstellt. Demnach wurde vom Hausarzt eine Behandlung durch einen Psychologen empfohlen. Am 23. April 2008 hatte er den ersten von 5 Terminen bei einer Psychologin wo er bereits beim ersten Termin von Gewaltphantasien erzählt haben soll in denen er Menschen umbringt. in den späteren 4 Sitzungen haben diese Phantasien anscheinend keine Rolle mehr gespielt.
Der Therapeutin wurde wohl nicht mitgeteilt dass Tim K. Zugang zu Waffen hatte. Sie attestierte dass er weder eigen- noch fremdaggressiv sei.
Tim K. hat wie jetzt bekannt wird auch einen etwas wirren Abschiedsbrief hinterlassen: "Die Wahrheit ist, diejenigen haben es schon von Geburt an in sich, es kommt jedoch nur raus, wenn das Gemacht hinzukommt." (Stern, Sueddeutsche).

12.09.2009. Laut einer Nachhilfelehrerin wurde Tim K. von seiten der Lehrer und Mitschüler massiv gemobbt (Sueddeutsche).
Diskussionen um den Amoklauf, die Ursachen und Möglichkeiten um so etwas zu verhindern

In Deutschland gibt es Amokläufe von Schülern erst seit Ende der 90er Jahre. Meißen, Erfurt und Emsdetten.

Die Diskussionen haben in den Internetforen noch während Tim K. auf der Flucht war begonnen. Die ersten Wörter die dazu gefallen sind waren "Killerspiele" und "Waffengesetze" (Telepolis). Später melden sich dann natürlich auch die Experten in den Medien zu Wort (Tagesschau). In den USA werden derweil von Firmen "Sicherheitspakete" für Schulen verkauft (Tagesschau). Es kommen dann auch die Rufe nach mehr psychologischem Personal an Schulen auf (Heute).

Die Diskussion kommt schnell zu dem Punkt inwieweit der Druck der Gesellschaft daran beteiligt ist der immer mehr verlangt "aussergewöhnliche Leistungen" zu bringen und die Menschen die das nicht schaffen als Versager darstellt. An der Stelle kommt man in der Diskussion an den Punkt an dem die Schuldfrage hin und hergeschoben wird. Der Täter ist natürlich Schuld. Aber Täter sind in den meisten Fällen nicht nur Täter sondern auch gleichzeitig Opfer. Die Gesellschaft hat auch ihren Teil daran und tut sich sehr schwer damit sich selbst auch als Täter zu erkennen.
Nachdem ich jetzt am Samstag doch so einiges zusammengebracht habe um ein Bild von Tim K. zu machen ist er in meinen Augen daran zerbrochen dass man heutzutage einen derartigen gesellschaftlichen Druck aufbaut dass Kinder immer noch besser sein müssen. Ein guter Hauptschüler ist wertlos. Es muss heutzutage die Realschule sein und selbst das ist in vielen Augen nichts mehr wert. In den Berichten über ihn heist es überall er war nur mittelmäßig in der Schule, wurde weil er keine so grosse Klappe wie die anderen hatte von den Mitschülern mehr oder weniger gemobbt, wahrscheinlich Zuhause das selbe, der Vater hat Mathematik studiert und ist Chef einer Firma geworden und der Sohn hat "nur" die mittlere Reife erreicht. Auf das deutet auch hin dass zwischen ihm und seinem Vater nicht so ganz alles richtig gut gelaufen sein soll. Er war "nur" 4. beim Armwrestling ... man hat ihm immer klargemacht dass seine Leistungen nicht ausreichend sind. Mittelmäßigkeit reicht bei uns nicht aus. Nur Höchstleistungungen sind gefragt - und eines konnte er wohl wirklich gut. Mit Waffen umgehen. Wie ich lesen konnte hat er immer ins Schwarze getroffen. Manche Psychologen sind der Meinung dass man mögliche Täter an bestimmten Risikomerkmalen erkennen kann (Telepolis).
Ich denke ich kann solche Dinge besser als die meisten anderen beurteilen da ich selbst eine Zeitlang an Depressionen gelitten habe. Ich war auch schon einige Monate in einer psychotherapeutischen Klinik und ich bin jahrelang gegen "Wände" gelaufen als es darum ging eine Familie aufzubauen. Nebenbei bin ich durch eine unberechtigte Entlassung wie das Gericht damals festgestellt hat in finanzielle Schwierigkeiten geraten bin. Bis heute nach vier Jahren habe ich noch schwere Kämpfe gegen Betonköpfe auszufechten (Nixblog) die ohne mit der Wimper zu zucken bereit sind eine Familie zerplatzen zu lassen um ein paar Cent mehr herauszuholen. Mir war oft genug in den letzten Jahren auch danach Amok zu laufen. Warum ich es im Gegensatz zu Tim K. nicht getan habe. Ich hatte keine Waffe herumliegen. Ich bin ziemlich gegen Gewalt eingestellt und kann einen gewissen Teil des Drucks durch meine Schreiberei hier und in Foren abbauen ausserdem habe ich immer noch eine Familie für die es sich zu kämpfen gelohnt hat.

Zu einer Verschärfung des Waffengesetzes habe ich bis jetzt einen sinnvollen Vorschlag gelesen. Mitglieder eines Schützenvereins sollten die Waffen nicht Zuhause haben dürfen. Diese gehören im Vereinsheim in Panzerschränken eingeschlossen. Damit dann wie es befürchtet wird nicht bei einem Einbruch ein ganzes Waffenarsenal geklaut werden kann sollten diese Panzerschränke wie Umkleideschränke in Sporthallen über separate Türen für jedes Mitglied der den Schlüssel dazu mit nach Hause nimmt verfügen. Die Ersatzschlüssel sollten in einem Bankschließfach aufbewahrt werden. Man wird sich aber möglicherweise nur dazu durchringen mehr Kontrollen bei Schützen durchzuführen (taz).

Zu den "Killerspielen" meine ich eher dass beide Seiten etwas recht haben (Tagesschau). Sie können auf der einen Seite Agressionen abbauen aber manchmal frage ich mich ob die Detailgenauigkeit manchmal noch die Würde des Menschen berücksichtigt und die Erfurcht vor dem Wunder des menschlichen Lebens darunter leidet. Meiner Meinung nach ist das aber ein Randthema das viel zu sehr aufgebauscht wird um das eigene Versagen an der Stelle zu übertünchen. Der Kaufhof zieht die Konsequenz dass Spiele "Über 18" aus dem Sortiment genommen werden (Focus).

21. März 2009. In der Winnender Zeitung erscheint ein "Offener Brief" von Eltern der Opfer. Wobei auch dort wie in der ganzen Diskussion der wichtigste Aspekt ausgeblendet wird. Die tägliche Gewalt die von kleinen Sticheleien über Mobbing bis zu körperlicher Gewalt gegenüber anderen in einer schwächeren Position geht. Menschen die andere von oben herab behandeln und auslachen weil sie nicht so stark, reich, anders, laut ... sind. Die wichtigsten Punkte die behandelt werden sind Waffen, Gewalt im Fernsehen (wobei ich auch da nicht konform damit gehen kann weil man mehr oder weniger nur körperliche Gewalt behandelt und psychische Gewalt aussen vor lässt), Killerspiele will man verbieten lassen, Chatrooms und Foren im Internet werden richtig verteufelt. Man warnt vor einer "Heroisierung des Täters" weil der komplette Name des Täters überall (ausser von mir) veröffentlicht wurde.

23. April 2009. Die Innenminister von Bund und Ländern können sich nicht auf eine Verschärfung des Waffengesetzes einigen. Zu einem Verbot großkalibriger Waffen wird es nicht kommen. Eventuell wird das Alter für Schießübungen von 14 auf 18 Jahre hoch gesetzt (Spiegel).

07. Mai 2009. Paintball soll verboten werden (Tagesschau, Heute, Welt).

17. Mai 2009. Manche Wunden heilen nie (Welt).

18. August 2009. Nach dem Amoklauf von Winnenden gaben viele Bürger ihre Waffen ab. Einige Kommunen gaben sie jedoch nicht zur Vernichtung sondern haben sie an Waffenhändler und Schützenvereine weiterverkauft (Sueddeutsche).

21. August 2009. Jeder kann zum Amokläufer werden (Welt).

01. Oktober 2009. Ein Expertengremium macht 83 Vorschläge zur Verhinderung von Amokläufen (Spiegel).

02. Februar 2011. Der Vater räumt vor Gericht eine Mitschuld ein. Die Staatsanwaltschaft fordert 2 Jahre Haft auf Bewährung (Sueddeutsche).

10. Februar 2011. Der Vater von Tim K. bekommt vom Landgericht Stuttgart eine Mitschuld zugesprochen. Er wird wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 9 Monaten verurteilt weil er die Waffe mit der die 15 Menschen von seinem Sohn erschossen wurde unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt hatte (Focus, SWR, Spiegel).

02. September 2011. Die umgebaute Albertville-Realschule wird der Öffentlichkeit vorgestellt. In den 3 Räumen wo die Menschen umgebracht wurden soll nie mehr unterrichtet werden. In einem davon soll eine Gedenkstätte entstehen, in den anderen eine Schülerfirma und eine Schulbibliothek. Nach den Sommerferien werden die etwa 600 Schüler aus der Container-Schule in die umgebaute Schule zurückkehren.
Es wurde ein neues Sicherheitssystem eingebaut. Es gibt nun eine Alarmanlage und ein automatisches Schließsystem für die Klassenräume. Ausserdem gibt es eine neue Aula und einen erweiterten Verwaltungs- und Aufenthaltsbereich. Der Umbau hat ein Jahr gedauert. Von den Kosten in Höhe von 6 Mio Euro. übernimmt der Bund 3 Mio, das Land Baden-Württemberg 2 Mio und 1 Mio die Stadt Winnenden die mit 250.000 durch eine Spendensammlung des SWR unterstützt wurde. (SWR, Sueddeutsche). 

Verschiedenes

Die Stadt Sindelfingen hat versucht eine Waffenbörse die kurz darauf dort stattfindet zu stoppen (Focus). Die Gerichte haben jedoch dagegen entschieden. Ob das richtig oder falsch ist die Diskussion überlasse ich anderen. Zum Ereigniss passt die Messe wie die Faust auf das Auge aber auf der anderen Seite ist für so eine Messe monatelange Planung und ein grösserer finanzieller Einsatz erforderlich so dass man auch Verständnis dafür haben kann dass diese nicht so einfach am Tag vorher abgesagt wird. Ansonsten würde ich persönlich keine solche Messe besuchen da ich etwas gegen den Besitz von Waffen habe.

Der Chef des Philologenverbands Heinz-Peter Meidinger versucht das Geschehen dazu auszunützen um für die Lehrer höhere Einkommen herauszuschlagen (Spiegel). Die Einkommen der Lehrer sind zugegebenerweisse hierzulande teilweise äußerst misserabel (Sueddeutsche) aber das ist dann doch etwas geschmacklos.
Die Geisel Igor Wolf verkauft die Geschicht seiner Irrfahrt mit Tim K. an die Zeitschrift Stern.

Am Samstag 21.03. 2009, eineinhalt Wochen nach der unfassbaren Tat findet eine Zentrale Trauerfeier in Winnenden statt (SWR). Dort sind auch Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger dabei (SWR).

Stuttgart sagt eine Computerspiele-Nacht ab. Dort sollten unter anderem die unter Beschuss stehenden Spiele "Counter Strike" und "Warcraft" gespielt werden (SWR).

Enten

Ankündigung des Amoklaufs im Internet (Telepolis). Ich habe mir ja immer etwas Zeit gelassen bis mehrere Stellen eine Nachricht bestätigt hatten aber darauf bin ich dann auch aufgesessen. Erfahren dass es möglicherweise eine Ente ist habe ich dann erst am späten Abend und da war ich zu erschlagen um meinen Kommentar noch zu reparieren. Das Problem liegt an der Stelle dass auch hier wieder wie im Fall "Jörg Tauss" (Nixblog) auch Informationen an die Presse herausgegeben wurden die nicht wirklich abgesichert sind. Es soll aber immer noch zwei Zeugen geben die behaupten die Nachricht vor dem Amoklauf gesehen zu haben (Heute):
In der Nacht vor dem Amoklauf sollte Tim K. der Ente nach gegen zwei Uhr morgens einen Internet-Chat gehabt haben (Telepolis). Dort hat er u.a. folgendes von sich gegeben: "Scheisse, Bernd es reicht mir. Ich habe mein Lotterleben satt. Immer das selbe - Alle lachen mich aus. Niemand erkennt mein Potential. Ich meine es ernst Bernd - ich habe Waffen und Munition und werde morgen früh an meine frühere Schule gehen und so mal richtig gepflegt grillen. Vielleicht komme ich ja auch davon. Haltet die Ohren offen. Bernd, ihr werdet morgen von mir hören. Merkt euch nur den Namen des Ortes Winnenden. Und jetzt keine Meldung an die Polizei. Keine Angst. Ich trolle nur." Ein Vater aus Bayern hat die Polizei auf die Nachricht im Internet hingewiesen. Sein Sohn habe die Drohung zwar gesehen aber nicht ernst genommen und unter anderem mit der Abkürzung *LOL* reagiert.

Später stellt sich heraus dass es sich um ein Messageboard namens krautchan.net gehandelt hat. Der Name Bernd ist dort ein allgemeiner Deckname mit dem sich dort alle gegenseitig anreden um die Anonymität zu waren.
Twitter war nicht sehr hilfreich (Sueddeutsche). Unter vielen Falschmeldungen war Tontaube eine löbliche Ausnahme.

3. April 2009. Eine weitere Ente war dass Tim K. zunächst ungehindert das Autohaus betreten hat (Focus) und erst als er es verlassen wollte mit dem Polizeibeamten den Schusswechsel gehabt hat bei dem er an den Beinen verletzt wurde.

Trittbrettfahrer

Am Tag danach kommt es in Baden-Württemberg zu 6 Amokdrohungen in Pforzheim, Stuttgart, Ulm, Freiburg, Metzingen und Esslingen (Tagesschau):
- In Schramberg im Kreis Rottweil wurde am Tag nach dem Amoklauf ein 16jähriger festgenommen der am Tag des Amoklaufs in einem Brief ankündigte an seiner Berufsschule Amok zu laufen. Die Polizei geht in der Zwischenzeit davon auss der der Schüler nicht wirklich vor hatte einen Amoklauf zu begehen.
- In Freiburg ging am Donnerstagmorgen eine Bombendrohung ein. Die Schule wurde geräumt und von der Polizei mit Sprengstoffspürhunden durchsucht. Gefunden wurde jedoch nichts. Die 400 Schüler konnten ab etwa 10.30 Uhr den Unterricht fortsetzen.
- Für die Alfons-Kern-Schule in Pforzheim war es die zweite Ankündigung eines Amoklaufs von einem Unbekannten innerhalb von wenigen Monaten. Im November 2008 wurde das Gebäude noch geräumt. Dieses Mal wurde das Gebäude von Polizisten und Zivilbeamten gesichert.
- In Esslingen am Neckar meinte ein 20jähriger eine Amokdrohung wäre ein Scherz. Er wurde kurz nach der Veröffentlichung im Internet festgenommen. Die Drohung hat einen Großeinsatz der Polzizei ausgelöst. Er muss für den "Spass" mit strafrechtlichen Folgen rechnen und für die Kosten des Polizeieinsatzes aufkommen.
- In Ulm sprach ein 18jähriger gegenüber Mitschülern von seiner Todesliste. Die Polizei sichert die Schule und stuft die Aussage als Wichtigtuerei ein.
- In Halberstadt ist man sehr schnell vorgegangen. Ein 22jähriger ist bereits zu 5 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Er hat am Tag nach der Tat per Notruf einen Amoklauf angekündigt um an der Berufsschule schulfrei zu bekommen. Die Polizei konnte den Täter sehr schnell ermitteln. Die Justiz entschloss sich zu einem beschleunigten Verfahren und setzte ihn bereits 7 Stunden später auf die Anklagebank. Er wurde unter anderem wegen Vortäuschens einer Straftat und Missbrauchs des Notrufs verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.
- In Ilsfeld südlich von Heilbronn wurde eine Realschule wegen einer Amokdrohung für mehrere Stunden gesperrt. Bei der Durchsuchung wurde jedoch nichts gefunden.
- In Wendlingen wo Tim K. sich umgebracht hat schrieb ein 15jähriger auf dem Schulhof einer Realschule eine Drohung nieder und wurde vorläufig festgenommen.

- Die hessische Polizei spricht von Kosten bis zu 85.000 Euro die innerhalb kürzester Zeit durch einen Einsatz zur Abwehr eines Amoklaufs auflaufen können. So ein "Spass" kann also ganz schön teuer für den Verursacher werden. Nach dem Amoklauf in Emsdetten gab es allein in Hessen 62 Trittbrettfahrer. Daher werden die Kosten schonungslos eingetrieben. Ausserdem müssen Täter mit bis zu 3 Jahren Haft rechnen.

- In Regensburg kündigte ein 15jähriger gegenüber einem Mitschüler an er wolle an seine ehemalige Schule gehen und jemanden töten. Der besorgte Mtischüler erzählte nach einer Gedenkminute für die Opfer des Massakers von Winnenden dem Rektor davon. Dieser löste einen grossen Polizeieinsatz aus. Der 15jährige wurde nach 3 Stunden festgenommen. Bei einem Familienangehörigen wurden zwei Gewehre sichergestellt. Der Jugendliche war der Polizei bereits wegen Gewaltdelikten bekannt.
- In Ennepetal in Nordrhein-Westfalen wurde ein 17jähriger Gymnasiast in der Schule festgenommen. Er hatte gegenüber seinen Mitschülern einen Amoklauf für den 20. April, dem 10. Jahrestag des Schulmassakers von Littleton und Hitlers Geburtstag angekündigt. In seiner Wohnung wurden chemische Substanzen (u.a. 30g Schwarzpulver, ca. 200 China-Böller und Glyzerin) und auf einem USB-Stick hat man Anweisungen zum Bau von Sprengköpern gefunden. Der Teenager der auch ein Luftgewehr und Waffenimitate besaß wurde zwangsweise in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.
- In der Lüneburger Heide in Schneeverdingen nahm die Polizei am Freitag einen 21jährigen fest der einen Amolauf an der Teichschule im Internet angekündigt hatte: "Ich werde morgen 16 Schüler toten. Ich habe eine Waffe und werde alle töten". Eine Teichschule gibt es dort jedoch nicht. Er hatte auch keinen Zugang zu Waffen. Gegen ihn wird wegen "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhnung von Straftaten" ermittelt, sein Computer wurde sichergestellt und er muss wohl die Kosten des Polizeieinsatzes tragen. In der Zwischenzeit wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.
- Remscheid: 16jähriger Trittbrettfahrer bekommt vom Amtsgericht 10 Tage Jugendarrest aufgebrummt.
- Kleve: 2 Jugendliche drohten ein Blutbad für ein Schulzentrum in Kalkar an und werden sich in den nächsten Tagen vor dem Jugendrichter wieder finden.
- Alleine in Nordrhein-Westfalen gab es seit dem Amoklauf etwa 60 Trittbrettfahrer.

- In den Niederlanden in Zundert wurde ein 18jähriger im Haus seiner Eltern festgenommen. Er hatte auf einer US-amerikanischen Internetseite eine Drohung veröffentlicht. In Breda wurden Schulen und Krippen geschlossen. Der Typ sprach von einem Witz. Die Staatsanwaltschaft davon dass man es sehr ernst genommen hat.
Eingestellt von Gar Nix um 08:30 Keine Kommentare:
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