Donnerstag, 26. Mai 2011

Server der Piratenpartei wurden von der Staatsanwaltschaft abgeschaltet


Wegen einem Amtshilfeersuchen aus Frankreich wurden die Server der Piratenpartei kurz vor den Wahlen am Sonntag in Bremen am Freitag 20. Mai 2011 um 9 Uhr 15 (MESZ) von der Staatsanwaltschaft Darmstadt abgeschaltet. Die Polizei ist dabei direkt bei der Firma Aixit in Offenbach in Offenbach einmarschiert, wo die Server der Piratenpartei angemietet sind. Die Piratenpartei wurde im Vorfeld nicht um Herausgabe von Daten gebeten, sie wird aber auch nicht beschuldigt.
Auf den Servern lief eine Software, das sogenannte "Piratenpad", mit der durch wenige Mausklicks Dokumente erstellt werden können. Damit sollen von unbekannten Netzaktivisten, einer Gruppe namens "Anonymous" die durch ihre Angriffe auf  Paypal und Mastercard auf sich aufmerksam machte,  strafrechtlich relevante Daten abgespeichert worden sein. Darunter waren offenbar unter anderem ein SSH-Schlüssel, der sich zum Angriff auf den Internetserver des französischen Energieunternehmens EDF geeignet hätte und eine Anleitung für einen Überlastungsangriff (eine DDoS-Attacke) auf einen Webserver. Die Ermittler suchen offenbar nach Hinweisen auf die verdächtigen Urheber. Von EDF werden die 58 französischen Atomkraftwerke betrieben.
Dass einzelne Nutzer identifiziert werden können ist unwarscheinlich weil die Piratenpartei auf den Servern keine IP-Adressen abspeichert und am Datenschutzprojekt teilnimmt (http://www.wirspeichernnicht.de/Heute, Stern, Netzpolitik, Spiegel, Nixblog - Wikileaks, Welt, taz).

26.05.2011. Die Staatsanwaltschaft in Darmstadt hat bei der Beschlagnahme offensichtlich ohne vorliegendes Rechtshilfeersuchen aus Frankreich gehandelt (Golem).

22.05.2011. Anonymous widerspricht der Darstellung dass durch Angriffe auf Internetserver AKWs zum Absturz gebracht werden könnten und sollten und bekennt sich zu den Distributed-Denial-of-Service-Attaken gegen den Internetauftritt des BKA weil er mit seiner Serverbeschlagnahme unter anderem der Opposition in Spanien und im Iran Schaden zugefügt haben soll. Ausserdem wurde anscheinend von der Staatsanwaltschaft Darmstadt die Staatsanwaltschaft Paris um Rechtshilfe gebeten. Nicht umgekehrt (Telepolis).

21.05.2011. Die Internetseiten der Polizei sind bis jetzt nicht erreichtbar, die des BKA gingen gestern für kurze Zeit offline. Es wird vermutet dass "Anonymous", möglicherweise aus Rache für die Abschaltung der Computer der Piratenpartei, die Sever angegriffen haben. Die Piratenpartei, deren Auftritt  http://www.piratenpartei.de/ in der Zwischenzeit wieder erreichbar ist, distanziert sich von den Vorgängen. Sie will nun einen Serververbund mit Piratenparteien anderer Länder einrichten damit man sie nicht mehr so einfach lahmlegen kann. Die Server die zurückgegeben wurden sollen erst auf Manipulationen untersucht werden bevor sie wieder ans Netz gehen (Golem, Heise).

Mittwoch, 25. Mai 2011

Tornado schaltet AKW in Alabama ab

USA - Bundesstaat Alabama


Donnerstag, 28.04.2011. Im US-amerikanischen Bundesstaat Alabama wurde das AKW Browns Ferry mit 3 Siedewasserreaktoren von General Electric in der Nähe der Stadt Athens, 50 Kilometer westlich von Huntsville, durch Unwetter mit Tornados (auch "Finger Gottes" genannt) vom Netz abgeschnitten weil die Hochspannungsleitungen zerstört wurden. Damit ist die externe Stromversorgung ausgefallen. Die Sicherheitssysteme mit 7 Notstromdieseln sollen jedoch einwandfrei funktioniert haben. Das AKW wurde offensichtlich automatisch heruntergefahren. Auch die Kühlsysteme  konnten durch den Notstrom in Betrieb gehalten werden was bei den bauähnlichen Reaktoren in Fukushima wegen dem Tsunami nicht so richtig geklappt hat (Nixblog - Erdbeben in Japan 2011). "Japan strahlt" für immer. Das Buch zur Katastrophe von Fukushima ist bei epubli zu haben (epubli - Gar Nix "Japan strahlt , Fukushima, Hiroshima, Nagasaki").
 
AKW Browns Ferry
Das AKW selbst soll bei den Unwettern nicht beschädigt worden sein. Von Technikern wird im Moment am Wiederanschluss ans Stromnetz gearbeitet. Der Vorfall wurde von der US-amerikanischen Atombehörde NRC auf der niedrigsten Stufe von 4 Stufen als "ungewöhnlich" eingeordnet.
Das AKW Browns Ferry gehört zu den größten des Landes und versorgt 2,6 Mio Haushalte mit Strom. Bevor es wieder ans Netz gehen kann wird es Tage oder Wochen dauern. Zunächst muss die Verlässlichkeit der Hochspannungsleitungen wieder hergestellt sein.
Im April und Mai ist in den USA Tornadozeit. Daran schliesst sich dann nahtlos von Juni bis September die Hurrican-Saison an. Insgesamt gab es in den USA im April 2011 mehr als 600 Tornados. Alleine am Mittwoch wurden bei Unwettern mit 137 Tornados, die Windgeschwindigkeiten bis zu 330 km/h hatten, mindestens 246 Menschen getötet.
Die Tornadoserie übertrifft wahrscheinlich die Katastrophe von 1974 als  durch 267 Tornados 310 Menschen ums Leben kamen. Am 21. März 1932 starben 332 Menschen durch Tornados. Davon 268 in Alabama. Damals fegte ein Tornado mit einer Breite von 1,5 Kilometern durch Tuscaloosa.  Am 18. März 1925 starben bei Tornados 747 Menschen.

27. April 2011 - Tornados im Süden der USA
Der Notstand wurde in Alabama, Mississippi und Georgia ausgerufen. Schwere Verwüstungen gab es auch in Arkansas, und Tennessee. In Alabama sind mindestens 162 Menschen ums Leben gekommen. Bis zu 1 Mio Menschen von 4,7 Mio Menschen waren  in Alabama ohne Strom. In die Universitätsstadt Tuscaloosa hat ein Tornado eine 1,6 Kilometer breite und 11 Kilometer lange Schneise geschlagen. In Huntsville mussten die Meteorologen in einen Schutzraum flüchten und den Kollegen in Mississippi die Überwachungsaufgaben übertrragen.
2000 Soldaten wurden zur Hilfe in das Katastrophengebiet geschickt. Der Wetterdienst warnt derweil vor neuen Tornados.

Quellen: Sueddeutsche, DiePresse, Tagesanzeiger, Hamburger Abendblatt, Reuters, Focus, Stern, Sueddeutsche, Wikipedia - Kernkraftwerk Browns Ferry, Sueddeutsche

Dienstag, 25.05.2011. In Oklahoma wurden durch einen Wirbelsturm mindestens 4 Menschen getötet (Sueddeutsche).
Dienstag, 24.05.2011. In Joplin wurden bisher 116 Tote gefinden (Tagesschau).

Montag, 23.05.2011. Im Bundesstaat Missouri kamen gestern gegen 17 Uhr 45 Ortszeit etwa 100 Menschen durch einen Tornado ums Leben. Der Tornado hatte eine Geschwindigkeit von mehr als 300 km/h. Alleine in der Stadt Joplin mit 50.000 Einwohnern, etwa 215 Kilometer südwestlich von Kansas City starben etwa 30 Menschen. 75% der Stadt sind verwüstet, auch ein Krankenhaus wurde zerstört (Sueddeutsche, Spiegel).

Sonntag, 15.05.2011. 09 Uhr 30 MESZ. Um grosse Städte wie New Orleans und Baron Rouge von den Wassermassen zu verschonen wurden von den US-Behörden im US-Staat Louisiana ein Hochwasserentlastungskanal geöffnet. Dadruch könnten etwa 7.700 Quadratkilometer Land auf denen Felder und Fischzuchtbetriebe angesiedelt sind überschwemmt werden (Welt).


Dienstag, 10.05.2011. 07 Uhr 00 MESZ. Noch halten die Dämme der Flut stand. Der Scheitelpunkt soll am Nachmittag kommen (Stern).

Montag, 09.05.2011. 07 Uhr 00 MESZ. Am Mississippi droht eine Jahrhundertflut. Viele Menschen fliehen (Spiegel).

Dienstag, 03.05.2011. 09 Uhr 00 MESZ. Im Bundesstaat Misouri wurde von der Armee ein Damm gesprengt um damit Siedlungen vor drohendem Hochwasser zu schützen. Der Wasserstand war zuvor auf einen neuen Höchstand von 18,6 Metern angestiegen (Spiegel).

Montag, 02.05.2011. 09 Uhr 30 MESZ. In Tuscaloosa wurden bis zu 5700 Häuser zerstört (Focus).

Sonntag, 01.05.2011. 18 Uhr 00 MESZ. Die ersten Helfer mit Sandsäcken treffen ein. Es wird im Katastrophengebiet mit einem Hochwasser von bis zu 2,40 Höhe gerechnet. Auf Facebook wurde für die Betroffenen eine Seite zum Wiederfinden von verschwundenen Objekten eingerichtet (Focus).

Sonntag, 01.05.2011. 12 Uhr 00 MESZ. In der Zwischenzeit wurden im Katastrophengebiet vom Roten Kreuz 16 Notunterkünfte für etwa 900 Obdachlose errichtet. In Alabama waren 35 Mannschaften aus Rettungshelfern, Bestattern und Sicherheitskräfteen unterwegs. Es wurde auch mit der Wiederherstellung der vielen zerstörten Stromleitungen begonnen. Die Zahl der Toten wurde nach unten auf 350 korrigiert. 
Der chinesische Staatspräsident Hu Jintao hat an Präsident Barack Obama ein Telegramm geschickt in dem er sein Mitgefühl und seine tiefste Anteilnahme ausdrückt  (derStandard, criOnline).

Samstag, 30.04.2011. 14 Uhr 30 MESZ. Auf die Versicherungsbranche kommen laut der Riskiomodellierungsfirma Equecat Kosten in Höhe von 2 bis 5 Mrd. US-Dollar für die Schäden die durch die Tornados angerichtet wurden zu (Handelsblatt, Spiegel).

Samstag, 30.04.2011. 14 Uhr 00 MESZ. Mindestens 354 Menschen starben bei den Tornados. Davon mindestens 254 in Alabama, je 34 in Tennessee und Mississippi, 15 in Georgia, 8 in Arkansas und 5 in Virgina, 1 in Kentucky. Es gab etwa 1730 Verletzte. Mehr als 10.000 Menschen sind obdachlos. In Tuscaloosa wurde von Sonnenuntergang bis 8 Uhr morgens eine nächtliche Ausgangssperre verhängt um die öffentliche Ordnung zu wahren und Plünderungen vorzubeugen (Stern, Focus).

22. Juni 2007 - F5 Tornado bei Manitoba
Freitag, 29.04.2011. 22 Uhr 00 MESZ. Präsident Obama traf etwa 48 Stunden nach dem Unwetter in Tuscaloosa ein. Er fuhr mit dem Auto und ging zu durch die zerstörten Gebierte und sprach mit den Anwohnern. Es starben mehr als 300 Menschen.
Daimler stoppte die Produktion im Werk von Toscaloosa für den Rest der Woche, Mitarbeiter des Konzerns waren offensichtlich nicht zu Schaden gekommen . (Tagesschau, Sueddeutsche).

Freitag, 29.04.2011. 12 Uhr 00 MESZ. Anforderungen zur Notstromversorgung von AKWs (Focus).

Freitag, 29.04.2011. 10 Uhr 30 MESZ. Mindestens 297 Menschen starben bei den Tornados. Davon mindestens 210 in Alabama, je 33 in Tennessee und Mississippi, 15 in Georgia und 5 in Virgina, 1 in Kentucky. Es gab etwa 1700 Verletzte. Mehr als 10.000 Menschen sind obdachlos.
Präsident Obama sagt dem Staat Bundesmittel zur Bewältigung der Katastrophe zu und ermöglicht den Betroffenen, mit einer unterzeichneten Erklärung, die Beantragung finanzieller Hilfe (Focus, taz).

27. April 2011 - Zerstörungen in Tuscaloosa
Freitag, 29.04.2011. 7 Uhr 00 MESZ. Mindestens 284 Menschen starben bei den Tornados. Davon mindestens 204 in Alabama, je 33 in Tennessee und Mississippi, 14 in Georgia und 5 in Virgina. Es gab etwa 1700 Verletzte. Mehr als 10.000 Menschen sind obdachlos.
US-Präsident Barack Obama will mit seiner Frau heute in das Katastrophengebiet reisen um sich selbstpersönlich ein Bild vom Ausmass der Katastrophe zu machen (Tagesschau, Spiegel, Focus).


Bilder: AKW Browns Ferry, Wikimedia Commons, Gemeinfrei, Nuclear Regulatory Commission
USA - Bundesstaat Alabama, Wikimedia Commons, GNU Free Documentation License V1.2 oder höher, Huebi
27. April 2011 - Tornados im Süden der USA, Wikimedia Commons, Public Domain, NASA image courtesy the GOES Project Science team. Animation by Jesse Allen. Caption by Holli Riebeek with information from George Huffman.
27. April 2011 - Zerstörungen in Tuscaloosa, Wikimedia Commons, Creative Commons CC0 1.0 Verzicht auf das Copyright, AlabamaAandM
22. Juni 2007 - F5 Tornado bei Manitoba, Wikimedia Commons, GNU-Lizenz für freie Dokumentation Version 1.2 oder später, Justin1569

Weiteres bei Gar Nix zur Atomkraft in den USA

09.05.2010. Atomenergie in den USA
09.04.2010. Atomwaffen werden in Amarillo zu Brennstoff

Erdbeben in Japan 2011 - Freitag, 23.03.2011 - Teil 13: EU Stresstest

23. März 2011

16 Uhr 00, MESZ. Auf dem EU-Gipfel werden einheitliche Stresstests für die 143 Atomreaktoren beschlossen. Ergebnisse sollen bis zum Ende des Jahres veröffentlicht werden (Tagesschau).

Vulkanausbruch auf Island




Im Gebiet des Eyjafjallajökull-Gletschers im Süden Islands ist am 21. März 2010 kurz nach Mitternacht ein Vulkan ausgebrochen. Ein Riss im Gletscher soll sich über 500 Meter erstrecken. Vermutlich soll niemand in Gefahr sein. Es wurden jedoch aus 3 Ortschaften etwa 500-600 Menschen evakuiert. Die größte Gefahr soll von Schmelzwasser ausgehen das Überschwemmungen verursachen könnte.
Die Flughäfen Keflavik, Reykjavík und Akureyri wurden gesperrt, der transatlantische Flugverkehr wird weiträumig um die Insel umgeleitet. Der letzte Ausbruch des Eyjafjallajökull-Vulkans fand vor 200 Jahren statt.
Island entstammt aus vulkanischen Aktivitäten. Im Untergrund sind viele aktive Vulkansysteme. Von 140 Vulkanen sind noch 30 aktiv. Der bekannteste Vulkan der Insel ist Hekla der vor zehn Jahren zuletzt ausgebrochen ist. Tote bei einem Volkanausbruch gab auf Island zum lelzten Mal im Jahr 1783. Beim einzigen Ausbruch des Laki kamen damals 9.000 Menschen ums Leben.

Quellen: Spiegel, Welt, Heute, Sueddeutsche, Focus, taz, Stern, Tagesschau

Bilder:
- Vulkanausbruch am Fimmvörðuháls von Fljótshlíð aus gesehen, Wikimedia Commons, Joschenbacher, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license
- Flagge von Island, Wikimedia Commons, Jeltz, Lizenz: Public Domain
- Seit 20.03.2010 ist auf dem Fimmvörðuháls ein Vulkanausbruch im Gange, der aufgrund chemischer Analysen der ausgeworfenen Materialen dem System des Eyjafjallajökull zugerechnet wird, Wikimedia Commons, Ulrich Latzenhofer, Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 license

Chronik des weiteren Verlaufs:

25.05.2011. Der Luftraum über Norddeutschland wurde gesperrt. In Bremen und Hamburg können seit heute morgen keine Starts und Landungen mehr durchgeführt werden (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel, Welt).

24.05.2011. Wegen Vulkanasche über Schottland streichen KLM und British Airways Flüge. Gestern reiste das US-amerikanische Präsidentenpaar Obama wegen dem Vulkanausbruch früher als geplant ab (Spiegel).

22.05.2011. Im Süden von Island ist der Vulkan Grimsvötn ausgebrochen.  Eine grosse weisse Wolke steigt bis in eine Höhe von etwa 19 Kilometern. In einem Umkreis von 200 Kilometern wurde vorsorglich ein Flugverbot erlassen. Die Flughäfen auf Island sind gesperrt (Tagesschau, Sueddeutsche).
26.04.2011. Laut einer gemeinsamen Studie der Uni von Island und der Uni von Kopenhagen waren die Aschepartikel so scharfkantig dass sie Flugzeuge schädigen konnen hätten und das Flugverbot daher offensichtlich nicht übertrieben gewesen sein soll (Sueddeutsche).

14.07.2010. Kampf gegen die Asche (Sueddeutsche).

25.05.2010. Der Vulkan spuckt nur noch etwas Wasserdampf und wird als "untätig" eingestuft (Tagesschau, Sueddeutsche).

17.05.2010. Der Vulkan legt mit den Aschewolken auch weiterhin den Luftraum in Nordeuropa lahm. Im Moment sind Großbritannien (London) und die Niederlande von Flugausfällen betroffen (Sueddeutsche).

08.05.2010. Heute sind die Flughäfen in Spanien und Portugal dicht. Sie werden voraussichtlich morgen wieder geöffnet (Tagesschau).

05.05.2010. Der Luftraum ist nach kurzzeitiger Öffnung gestern abend wieder zu. Auch Schottland ist jetzt davon betroffen (Tagesschau).

04.05.2010. In Irland werden wegen eines hohen Gehalts an Vulkanasche in der Luft ab 8 Uhr MESZ alle Starts und Landungen untersagt (Tagesschau, Sueddeutsche).

22.04.2010. Notfallpläne vor dem nächsten Ausbruch (Sueddeutsche).

21.04.2010. Die Sperrung des Luftraums gilt für die meisten Flughäfen noch bis 8 Uhr. Danach soll das Flugverbot nach und nach aufgehoben werden (Tagesschau, Spiegel). Die Wüste Island, eine steinige Ausgeburt der Hölle (Welt).

20.04.2010. Das Flugverbot gilt bis mindestens 14 Uhr. Es wird aber löchriger. Auf Sicht darf geflogen werden (Tagesschau, Sueddeutsche). Der Flugverkehr wird ausgeweitet (Spiegel). Der Vulkan spuckt aber weiter (Tagesschau).

19.04.2010. In Deutschland wird das Flugverbot wegen der Vulkanwolke aus Island die man nicht sieht bis mindestens 20 Uhr verlängert (Tagesschau).

18.04.2010. Die Deutschen Flughäfen bleiben wegen der Vulkanwolke aus Island bis mindestens 2 Uhr morgen früh gesperrt. Sie waren am Nachmittag für ein paar Stunden geöffnet gewesen. Dann werden es mehrals 50 Stunden sein in denen in Deutschland der Flugverkehr lahm liegt. Die Fluggesellschaften fangen an Kritik zu üben. Von der Lufthansa und der KLM wurden Testflüge mit leeren Maschinen nach Sichtflugregeln durchgeführt. Dabei soll es laut Angaben der Lufthansa zu keinerlei Beschädigungen (weder an den Cockpit-Fenstern noch an den Triebwerken) gekommen sein (Tagesschau, Sueddeutsche).

17.04.2010. Bis mindestens morgen am Sonntag um 2 Uhr geht auf den deutschen Flughäfen nichts. Der Vulkan stösst auch  weiterhin etwa 8 Kilometer hohe Wolken aus Asche und Wasserdampf aus (Tagesschau, Heute, Spiegel, Sueddeutsche). Warum Vulkanausbrüche Flugzeuge gefährden (Welt).

16.04.2010. Auch in Deutschland sind jetzt viele Flughäfen geschlossen. In Hamburg, Bremen, Hannover, Münster-Osnabrück, Düsseldorf, Berlin und Köln geht nichts mehr. Frankfurt wird  am Mittag, München am Abend dichtgemacht. Die Hälfte aller 600 Transatlantikflüge  wird wohl ausfallen. In London heathrow wo seit gestern nichts mehr geht sitzen schon jetzt mehrere 10.000 Passagiere fest. Auch Belgien, Frankreich, Niederlande, Polen ist kaum noch Flugverkehr möglich (Tagesschau, Heute, Sueddeutsche, Spiegel).

15.04.2010. Der Vulkan stört mit einer gewaltigen Aschewolke den internationalen Flugverkehr über Nordeuropa (Tagesschau, Heute).

14.04.2010. Reporter am Vulkan (Spiegel). Der Vulkan bricht wieder aus.

07.04.2010. Bilderstrecke vom Vulkan (Sueddeutsche).

01.04.2010. Die Eruptionen des Vulkans locken Touristen an (Spiegel).

22.03.2010. Experten befürchten einen weiteren, stärkeren Vulkanausbruch (Spiegel). Am Morgen wurde die Gegend von leichten Erdbeben erschüttert. Die Erruptionen werden stärker. die Polizei hat die Überaschung des Gebiets verstärkt. Mehrere Strassen wurden zur Vorsicht gesperrt. Ein 800 Meter langer Spalt verlängert sich in Richtung des Myrdal-Glletschers (Focus).

21.03.2010. Nach einem halben Tag kann bereits Entwarnung geben und den Flugverkehr wieder freigegeben werden da es sich nur um einen begrenzten Ausbruch handelt (Spiegel).

Samstag, 21. Mai 2011

Minutenprotokoll Japan und Energie - 13.05. bis 19.05.2011 - Woche 09

Donnerstag, der 19. Mai 2011

22 Uhr 00, MESZ. Die Schwarzgeldregierung will die Förderung für die Sanierung von Gebäuden um 2 Mrd. Euro aufstocken (Spiegel).

21 Uhr 00, MESZ. Zum ersten Mal seit Beginn der Katastrophe haben sich heute laut Tepco 2 Mitarbeiter für 10 Minuten in das Reaktorgebäude gewagt. Von weitem scheinen die Schäden ganz entfernt auszusehen (Spiegel).

20 Uhr 00, MESZ. Auf dem Jahrestags des Atomforums kommt in diesem Jahr keine Stimmung auf. Gar Nix versteht gar nicht warum. Läuft doch alles hervorragend. Ein AKW nach dem anderen wird abgeschaltet (taz).

19 Uhr 00, MESZ. Am Samstag soll das AKW Emsland vom Netz gehen. Dann laufen in Deutschland "nur" noch 4 Atomreaktoren zur Stromerzeugung. Passieren wird wie bei der Abschaltung der anderen 12 Atomreaktoren gar nix. Auch wenn man schon wieder versucht Panik zu machen. Die 6 deutschen Schattenkraftwerke sind immer noch nicht eingeschaltet (Welt, Sueddeutsche).

17 Uhr 00, MESZ. Der Japan-Tourismus ist wegen der Katastrophe stark eingebrochen. Im April 2010 kamen noch 788.000 Touristen aus dem Ausland nach Japan. Im April 2011 waren es nur noch 295.800 was einem Rückgang um 62,5% entspricht (Focus).

16 Uhr 00, MESZ. Es köchelt in Japan unter der Oberfläche. Die AKW Betreiber in Japan prüften sich bisher selbst (taz).

15 Uhr 00, MESZ. In der Muttermilch von 5 japanischen von 41 untersuchten Frauen wurden "geringe" Mengen radioaktiver Substanzen (Jod 131 und Cäsium) gefunden.(Welt).

15 Uhr 30, MESZ.  Das einzige phillipinische AKW Bataan Nuclear Power Plant (BNPP), das nie hochgefahren wurde und kein Watt Strom produziert hat soll ähnlich wie das österreichische AKW Zwentendorf zur Touristenattraktion umgebaut werden. Mit dem Bau hatte im Jahr 1976 der Präsident Ferdinand Marcos 1976 den Bau der 16 Kilometer der Hauptstadt entfernt liegt angefangen. 1984 war der Bau, der etwa 2,3  Mrd. US-Dollar gekostet hat fast fertig. Nach dem Sturz Marcos wurde er 1986 von seiner Nachfolgerin Corazon Aquino wegen der grossen Erdbebengefahr und aktiven Vulkanen gestoppt . Zudem gab es weitere Sicherheitsbedenken wegen einem Korruptionsskandal. Unter Einsatz von viel Geld wurde das AKW trotzdem erhalten. Die Regierungen erwogen immer wieder seine Inbetriebnahme. 2009 sagte der damals zuständige philippinische Minister Angelo Reyes den Medien dass er keine Bedenken wegen Erdbeben habe, weil die Anlage ja in den letzten 20 Jahren allen Beben und Taifunen widerstanden haben soll.
(Spiegel, Wikipedia - Kernkraftwerk Zwentendorf).

11 Uhr 30, MESZ.  Seit Anfang des Jahres ist das Hybridkraftwerk in Prenlau in Betrieb. In Morbach/Hunsrück wird im Moment vom Windkraftanlagenbauer Juwi in Morbach am Hunsrück eine 25kW Hybridanlage aufgebaut. In Werle im Emsland soll nun die erste großtechnische Hybridanlage mit 6,3 MW aufgebaut werden. Der Investor ist Audi. Die Anlage soll zunächst bis 2015 erprobt werden. Für die Zeit danach sind von Audi weitere Anlagen mit insgesamt 20 MW Leistung geplant (Telepolis).

11 Uhr 00, MESZ.  Die Strompreise sind trotz AKWs in den letzten 5 Jahren um etwa 40% gestiegen (Focus).

10 Uhr 00, MESZ.  Die Strompreise werden durch einen Atomausstieg kaum ansteigen (Focus).

8 Uhr 45, MESZ.  Die CSU in Bayern legt sich auf einen Atomausstieg bis spätestens 2022 fest (Spiegel). In Hessen wird gepöbelt (Welt).

8 Uhr 30, MESZ.  Offshore-Windenergie soll weiterhin bevorzugt werden (Telepolis).

8 Uhr 15, MESZ.  Der Weg zur Klage gegen das AKW Krümmel ist offen (taz).

8 Uhr 00, MESZ.  Die Renaissance der Atomenergie fndet nicht statt. Die Erneuerbaren Energien geben Gas. Laut der US-amerikanischen Energy Information Agency (EIA) kostet bei einem neuen Reaktor, der im Jahr 2016 ans Netz geht die Megawattstunde 114 US-Dollar. Ein Preis der von Windkraft, Geothermie und Biomasse laut den Berechnungen der EIA unterboten werden soll.
In Japan wurden die Pläne für den Bau von 14 neuen Atomreaktoren aufgegeben. Die Bevölkerung Deutschlands wird Druck gegen die Subventionierung der geplanten osteuropäischen AKWs ausüben. In Frankreich will der Ölkonzern Total 1,38 Mrd. US-Dollar in Solarenergie investieren. EdF kauft alle Anteile der Tochterfirma EdF Energies Nouvelles zurück um bei den Erneuerbaren Energien mitzuspielen. China setzte die Genehmigung neuer Atomreaktoren vorübergehend aus und spricht von einer neuen Balance zwischen Atomenergie und Erneuerbaren. Einige Funktionäre wollen den Anteil der Solarenergie bis 2015 auf zehn Gigawatt eröhen. In den USA werden von den ersten Unternehmen die Investitionen in Kernenergie abgeschrieben. NRG Energy hat im April das Engagement in Höhe von 481 Mio US-Dollar für 2 Atomreaktoren in Texas abgesagt. Die US-amerikanische Tochter von Areva cancelte Anfang Mai den Bau einer Fertigungsstätte für Reaktorbauteile in Virginia. In North Carolina wurde ein Gesetzentwuf zu einer schnelleren Finanzierung von neuen Atomreaktoren abgelehnt. (Technology Review).

7 Uhr 45, MESZ.  60 Kilometer nördlich von Fukushima liegt die radioaktive Belastung von Weidegras mit 1530 Becquerel pro Kilogramm um das fünffache über dem erlaubten Grenzwert der in Japan für die Fütterung von Milchkühen bei 300 Becquerel pro Kilogramm liegt (Focus, Focus).

7 Uhr 00, MESZ.  Japan rutscht nach der Katastrophe in die Rezession. Das Buttoinlandsprodukt im ersten Quartal (Januar bis März) ging um 3,7% zurück und was einem Minus von 0,9 % zum Vorquartal entspricht(Welt, Sueddeutsche, Spiegel).

2 Uhr 00, MESZ.  Stresstests für AKWs in Europa liegen in weiter Ferne (Welt).

Mittwoch, der 18. Mai 2011

20 Uhr 00, MESZ.  In etwa zwei dutzend AKWs in den USA sind die selben Sicherheitssysteme wie im AKW Fukushima verbaut. Dort war offenbar einer der entscheidenden Faktoren für die Katastrophe Probleme bei der Druckentlastung. Bisher wurde von den Verantwortlichen dagegen immer behauptet dass die Druckentlastungssysteme in den USA denen in Japan überlegen seien (Spiegel).

18 Uhr 30, MESZ.  Im Bericht der Reaktorkomission sind die Wissenslücken skandalös und lassen viele Fragen offen (Heise). Das Werk mit 116 Seiten ist daher für die Tonne (Stern) und taugt nicht für eine Entscheidung (Focus). Die Betreiber sehen sich von dem peinlichen Werk bestätigt (taz).

15 Uhr 00, MESZ.  Still und heimlich ging am Wochenende Phillipsburg II vom Netz so dass im Moment gerade noch 5 Kernreaktoren laufen. Die Lichter sind trotzdem alle noch an und die Schattenkraftwerke wurden immer noch nicht eingeschaltet (Telepolis).

14 Uhr 00, MESZ.  Der Wirtschaftsrat möchte eine Volksabstimmung über die Energiepolitik (taz).

12 Uhr 00, MESZ.  Die Anti-AKW-Proteste bei der Atomlobbytagung in Berlin fallen offensichtlich etwas mager aus (Telepolis, Telepolis).

11 Uhr 00, MESZ.  Oberösterreich droht mit Klage gegen das Atomkraftwerk Isar I (Sueddeutsche).

9 Uhr 00, MESZ.  64% der Deutschen sind der Meinung dass man der Energiewendehalspolitik von das Bundeskanzler Merkel nicht trauen kann (Stern).

8 Uhr 00, MESZ. Geothermie ohne Erdbeben (Technologie Review).

7 Uhr 00, MESZ. Umweltschutz und Elektroautos passen nicht zusammen (Tagesschau).

6 Uhr 30, MESZ. Heute ist der fünfundzwanzigste Jahrestag der Pfingstschlacht von Wackersdorf (Focus).

6 Uhr 00, MESZ. Die Lage im AKW Fukushima I wie sie aktuell von offizieller Seite dargestellt wird (Spiegel).

4 Uhr 00, MESZ. Die Schwarzgeldregierung will die Erneuerbaren Energien nicht schneller ausbauen und hält an dem Ziel fest den Anteil bis 2020 auf 35% auszubauen (Focus, Spiegel).
Dienstag, der 17. Mai 2011

18 Uhr 30, MESZ. Widerreden gegen Atomausstieg bis 2022 sind in Bayern unerwünscht - zumindest bis nach den Wahlen im Jahr 2013 (Sueddeutsche).

18 Uhr 00, MESZ. Tepco ist immer noch der Meinung dass die Katastrophe im Januar 2012 zuende ist (taz, Stern).

16 Uhr 00, MESZ.  "My Tsunami" - Eine Skype Doku über die Katastrophe. Überlebende schildern ihre Erlebnisse vor ihrer Webcam. Der Film soll heute um 21 Uhr auf dem ZDFInfokanal gesendet werden (taz, Sueddeutsche).

15 Uhr 00, MESZ. Das "Quakebook" soll den Opfern helfen (taz).

14 Uhr 30, MESZ. Weitere 7.700 Menschen sind wegen der Atomkatastrophe von Fukushima zum Verlassen ihrer Heimat gezwungen (taz).

14 Uhr 00, MESZ. Viel Papier, wenig Substanz (Focus). Die Kommissionen sind unnütz. Die Ethikkommission genau so wie die Reaktorsicherheitskomission die heute ihren Bericht abgeliefert hat (taz). Tag und Nacht sollen sie geprüft haben - dabei hätten sie nur in die vorhandenen Mängellisten gucken müssen. Siehe auch den Link zum AKW Neckarwestheim  (Spiegel, Nixblog - Atomkraftwerk Neckarwestheim).
Laut dem Reaktorsicherheitsbericht, der ausschließlich nach Daten erstellt wurde die von den AKW Betreibern gemacht wurde, ist keiner der 17 deutschen Atomreaktoren gegen Abstürze großer Flugzeuge geschützt (Telepolis). 7 der AKWs würden nicht einmal dem Aufprall kleinerer Flugzeuge standhalten. Die AKWs Biblis A und B, Philipsburg und  Brunsbüttel haben keinen nachgewiesenen Schutz. Die Atomkraftwerke Unterweser, Isar I und Neckarwestheim I bieten gerade mal einen Schutz gegen leichtere Flugzeuge. Die restlichen 10 deutschen AKWs stehen auf Stufe 2. Schutzstufe 3 wird nicht erreicht.
Empfehlungen zur Abschaltung von AKWs werden jedoch nicht gegeben. Bundesumweltminister Norbert Röttgen lehnt dennoch einen sofortigen Atomausstieg ab (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel, Welt, Stern, Focus, taz). Die Kriterien (Focus). Nicht berücksichtigt ist dass in Fukushima nach den neuen Erkenntnissen bereits das Beben zum Super-GAU geführt hat und kein Tsunami benötigt wird  (Sueddeutsche). Während Norbert Röttgen kleinlaut wird wenn es um die Frage geht wann den nun die Dinger endlich abgeschaltet werden und "Geht noch"-AKWs definiert (taz) fordert Jürgen Trittin (Die Grünen) die sofortige Abschaltung (Spiegel, Welt, Stern, taz). Alles eine Frage der Auslegung (Sueddeutsche). Licht aus (taz).

13 Uhr 30, MESZ. Das Atomforum backt in diesem Jahr kleinere Brötchen. Christian Lindner (Generalsekretär der Mövenpickpartei) lässt seinen Auftritt ausfallen (taz).

13 Uhr 00, MESZ. Elektromobilität - Selbstbedienungsladen für Konzerne (Telepolis).

12 Uhr 00, MESZ. Auch in Reaktor 2 und 3 sollen die Brennstäbe schon lange geschmolzen sein (Telepolis).

10 Uhr 00, MESZ. RWE will zusammen mit dem niederländischen Energieversorger Delta ein AKW in den Niederlanden, etwa 180 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, in der Provinz Seeland, bauen (Spiegel, Welt, Focus, Sueddeutsche).

9 Uhr 30, MESZ. Nach nur etwa einem Monat sollen heute Norbert Röttgen (Bundesumweltminister) und Rudolf Wieland (Chef der Reaktorsicherheitskommission) die Ergebnisse des sogenannten Stresstests vorstellen. (Tagesschau).

9 Uhr 00, MESZ. Im Dezember 2010 warnte eine Analyse der japanischen Organisation für Nukleare Sicherheit  vor potentiellen Auswirkungen von Tsunamis auf Atomkraftwerke. In dieser Analyse wurde gezeigt dass ein Tsunami mit einer Höhe von 7 Metern ohne Schutzmauer oder ein Tsunami  einer Höhe von 15 Metern mit Schutzmauer mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 100% den Reaktorkern beschädigen würde. Ausserdem ist die Rede davon dass ein Tsunami mit einer Höhe von 7 Metern eine Seewasserpumpe zerstören würde, ein Tsunami mit einer Höhe von 15 Metern würde Einrichtungen ausserhalb des Reaktorgebäudes - also Transformatoren zerstören (Telepolis).

8 Uhr 00, MESZ. Das Potential der Erneuerbaren Energien ist weit größer als der Strombedarf. Bis 2050 geht man davon aus dass 75% des Verbrauchs damit abgedeckt werden (Telepolis).

6 Uhr 00, MESZ. Gaskraftwerke als AKW-Ersatz (Focus).
Montag, der 16. Mai 2011

20 Uhr 00, MESZ. Die Masse die aus den geschmolzenen Brennstäben in Block 1 entstanden ist hat laut Tepco warscheinlich möglicherweise vielleicht bereits zentimetergrosse Löcher in die Schweissnähte am Boden des Stahlbehälters gefressen. Daneben wurde ganz zufällig entdeckt dass über Kabelkanäle hochradioaktives Wasser, vermutlich aus Reaktor 3, direkt ins Meer geflossen ist (Spiegel).

18 Uhr 00, MESZ. Nach dem Erdbeben vom 11. März haben offensichtlich Mitarbeiter Block I durch die Sicherheitstür betreten als ihre Dosimeter auch schon Alam geschlagen haben. Die Techniker  haben sofort wegen der Vermutung dass das Gebäude mit radioaktivem Dampf gefüllt ist evakuiert. Aufgrund der Daten die von den Dosimetern geliefert wurden schätzen Experten später dass die Strahlung dort bereits zu dem Zeitpunkt bei ungefähr 300 Millisievert gelegen hat. Ein so hoher Wert der auf einen Austritt großer Mengen radioaktiven Materials aus dem Reaktor hindeutet und das bereits vor dem Tsunami. Damit ist eine Lieblingstheorie der Atomlobby erledigt. Nämlich dass ein Super-GAU nur durch einen Tsunami, der in vielen Gebieten nicht vorkommt, passieren kann  (Spiegel, taz, Sueddeutsche).
17 Uhr 00, MESZ. Audi steigt ins Windmühlengeschäft ein (Welt).

16 Uhr 00, MESZ. Über Erneuerbare Energien weiss man fast nix (Spiegel).

15 Uhr 00, MESZ.  Der Schwarzgeldregierung fällt wie damals bei der Bankenkrise nix anderes ein als die Automobilindustrie zu subventionieren. Diesmal für Elektroautos (Tagesschau) die Milliarden schlucken werden obwohl die Probleme die sie machen noch lange nicht gelöst sind (Sueddeutsche).

14 Uhr 00, MESZ.  Russland will 2012 vor der ostasiatischen Halbinsel Kamtschatka auf dem Schiff "Akademic Lomonosov", das im Sommer 2010 in St. Petersburg vom Stapel gelaufen ist, das erste schwimmende Atomkraftwerk ans Netz bringen. Es gibt dort aktive Vulkane und es handelt sich um ein Erdbeben- und Tsunamigebiet. 1952 gab es dort ein Erdbeben der Stärke 9,0. Der staatliche Energiekonzern Rosatom rüstet das Schiff mit zwei Reaktoren des Typs KLT-40 C aus. Ähnliche Reaktoren wurden bereits zu Sowjetzeiten in Atom-U-Booten und Eisbrechern verbaut. Sie sollen zusammen etwa 80 Megawatt Leistung bringen. Damit soll man die Stadt Vilyuchinsk mit Strom versorgt werden weil man wegen der Militärgarnison offensichtlich keinen Widerstand erwartet. Der Strom soll laut Energieministerium aber nicht benötigt werden. Ziel ist der Verkauf der schwimmenden Atomkraftwerke an Länder wie China, Indonesien, Indien, Vietnam und Japan. Bereits in den 1970er Jahren gab es derartige Versuche. Diese wurden jedoch wegen der hohen Kosten wieder eingestellt (taz).

13 Uhr 00, MESZ.  Das Baurecht soll klimafreundlich werden (Focus).
12 Uhr 00, MESZ.  Der einsame deutsche Atomausstieg (taz).

7 Uhr 30, MESZ.  Die Schwarzgeldregierung möchte dass sich die Kommunen beim Baurecht stärker am Klimaschutz orientieren (Sueddeutsche).

2 Uhr 00, MESZ. 3000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser, das vor kurzem gaaanz zufällig in Reaktor 1 gefunden wurde, soll ab Juni in einem Lastkahn mit einer Länge von 136 Metern gelagert werden (Welt, Sueddeutsche, Spiegel, Stern).

1 Uhr 00, MESZ. Horst Seehofer (CSU - Ministerpräsident von Bayern) will einen "Turbo-Ausstieg" aus der Atomenergie - Basta! (Spiegel).

0 Uhr 00, MESZ. Bundesumweltminister Röttgen will dass die Energiepolitik aus der Kampfzone verschwindet (Focus).

Sonntag, der 15. Mai 2011

22 Uhr 00, MESZ. Schneller Atomausstieg durch Energiegewinnung im Strommast (taz).

21 Uhr 00, MESZ. Claus Schmiedel (SPD-Fraktionsschef von Baden-Württemberg)  droht Hans-Peter Villis (Chef des Energiekonzerns EnBW) mit dem Rauswurf wenn er sich dem neuen Kurs zu erneuerbaren Energien verschliessen sollte (SWR).

19 Uhr 00, MESZ. Mit riesigen Lenkdrachen will man in der Schiffahrt Energie sparen (Welt).

18 Uhr 00, MESZ. Auf der Robotik-Konferenz in Shanhai wurde der Katastropheneinsatz in Japan diskutiert (Heise).

17 Uhr 30, MESZ. Die Schwarzgeldregierung will bezüglich Elektroautos mit China zusammenarbeiten (Welt).

17 Uhr 15, MESZ. Areva NP erwartet mehr Nachrüstgeschäft und sieht die Atomkraft nicht in Gefahr (Welt).

16 Uhr 00, MESZ. Die Mövenpickpartei (früher FDP) will sich nicht auf einen festen Termin beim Atomausstieg festlegen und tut so als ob sie sich um die Kosten kümmern würde. Jo, liebe Mövenpickpartei, ich wäre schon dafür dass AKW Betreiber eine Haftpflichtversicherung haben müssen und die Aktionäre voll mit ihrem ganzen Vermögen für die Schäden die ihr Eigentum anrichtet aufkommen müssen (Tagesschau, Welt).

15 Uhr 30, MESZ. Laut Tepco waren die Brennstäbe in Reaktor 1 offensichtlich bereits 16 Stunden nach dem großen Erdbeben zum größten Teil geschmolzen. Die Probleme könnten  nach einer Auswertung von Messdaten die von Mitarbeitern gemacht wurden bereits vor dem Tsunami, also durch das Erdbeben entstanden sein. Pech für die Lobbyisten die darauf herumreiten dass so eine Katastrophe in Deutschland nicht geschehen kann weil es hier keine Tsunamis gibt (Technology Review).

12 Uhr 00, MESZ. Winfried Kretschmann, der neue Ministerpräsident Baden-Württembergs ist der Meinung dass erst alle AKWs stillgelegt werden müssen bevor man an eine Endlagersuche gehen kann (Spiegel).

10 Uhr 30, MESZ. Laut Atomlobby sind an der Katastrophe von Fukushima alleine die Behörden schuld und in Deutschland kann es bei AKWs niemals nicht zu einer Katastrophe kommen weil es hier keine Tsunamis niemals nicht gibt und man die AKWs immer an allerhöchsten Sicherheitsstufe ausgerichtet hat. Jo, das sieht man zum Beispiel bei Neckarwestheim sehr schön und verarschen kann ich mich selbst (Welt, SpiegelNixblog - Atomkraftwerk Neckarwestheim).

10 Uhr 00, MESZ. Etwa 10.500 Japaner müssen die erweiterte Evakuierungszone verlasssen, "weil die Strahlenbelastung zu stark werden könnte" (Focus).

9 Uhr 30, MESZ. Laut Umweltminister Röttgen soll der Atomausstieg allerhöchstens zu moderaten Strompreiserhöhungen führen (Welt).

9 Uhr 00, MESZ. Wegen steigender Ölpreise will US-Präsident Obama schneller die einheimischen Gas- und Ölvorkommen ausbeuten (Spiegel).

Samstag, der 14. Mai 2011

21 Uhr 00, MESZ. Das Bundeskanzler Merkel setzt der Automobilindustrie zuliebe auf Elektroautos und will diese mit bis zu 3000 Euro subventionieren. Grünen-Fraktionschefin Kühnast will jedem Elektroauto gleich mal 5000 Euro Steuergelder hinterherwerfen. Experten halten das genau wie Gar Nix für Quatsch (Focus, Spiegel, Welt, Heise).

19 Uhr 00, MESZ. Deutsche Firmen profitieren von Japans Schwäche (Spiegel).

18 Uhr 00, MESZ. In einem Klärwerk der Müllverbrennungsanlage in Tokios östlichen Stadtteil Koto wurde Ende März offenbar Asche  mit einer Radioaktivität von 170.000 Becquerel pro Kilogramm gefunden. Ein Großteil der Asche, die anscheinend aus der Verbrennung nicht-organischer Abfälle stammt, wurde bereits zu Baumaterial wie Zement verarbeitet. In den Kläranlagen in Ota und Itabashi wurde Asche mit einer Readioaktivität von 100.000 bis 140.000 Becquerel pro Kilogramm entdeckt. Um welche radioaktive Substanz es sich handelt wird von Wissenschaftlern überprüft (n24, Donaukurrier).

13 Uhr 30, MESZ. Eine Senioren-Initiative bietet Unterstützung bei Aufräumarbeiten am AKW Fukushima an (Tagesschau).

8 Uhr 30, MESZ. Der Mensch versucht sich an der Erdbebenvorhersage (Technology Review).

8 Uhr 00, MESZ. An einem Thermoschutzrohr des AKW Grafenrheinfeld wurde ein Haarriss entdeckt (Nixblog - Atomkraftwerk Grafenrheinfeld).

7 Uhr 00, MESZ. Josef Göppel (CSU) rechnet mit einem Atomausstieg bis 2022 (taz).

6 Uhr 00, MESZ. Im AKW Fukushima I ist ein Mann bei Transportarbeiten ums Leben gekommen. Der Mann kollabierte und verlor das Bewußtsein. Die genaue Todesursache ist bis jetzt nicht bekannt. Laut Tepco wurden jedoch offenbar keine radioaktiven Partikel bei ihm festgestellt (Focus, Tagesschau, Spiegel, Welt, Stern).

4 Uhr 00, MESZ. In Costa Rica gab es ein Erdbeben der Stärke 5,9.Das Epizentrum lag 6 Kilometer nördlich von Stantiago de Puriscal und 50 Kilometer südlich von San Jose. Berichte über Schäden sind bisher nicht bekannt. 2009 wurden in Costa Rica bei einem Erdbeben der Stärke 7,0 mehr als 20 Menschen getötet (Focus).

Freitag, der 13. Mai 2011

20 Uhr 00, MESZ. Michael Sailer (Mitglied der Reaktorsicherheitskommission) weiß auch nicht so genau wohin sich das mit Fukushima noch so entwickelt (Technologie Review).

19 Uhr 00, MESZ. Reiseführer "Erneuerbare Energien" von Baedecker (Spiegel).

17 Uhr 00, MESZ. Die Linke will bis 2014 aus der Atomenergie aussteigen (Telepolis).

16 Uhr 00, MESZ. Wegen einer gewaltigen fast 16 Meter hohen Schutzmauer am Ortsrand überstand der japanische Küstenort Fudai den Tsunami fast ohne Schaden. Sie wurde in den 1970er Jahren unter dem damaligen Bürgermeister Kotaku Wamura für 25 Millionen Euro gebaut. Er wurde dafür angefeindet. Die anderen haben auf kleinere Mauern vertraut und verloren (Spiegel).

15 Uhr 00, MESZ. Auch das AKW Hamaoka wird vorerst heruntergefahren. Ein Schutz vor einem Tsunami soll gebaut werden (Focus).

10 Uhr 00, MESZ. Ein Drittel der 104 US-amerikanischen Atomanlagen weist laut einem Untersuchungsbericht Schwachstellen auf. Sie sind aber laut NRC trotzdem sischä (Spiegel).

5 Uhr 30, MESZ. Tepco wird definitiv Staatshilfe zugesagt. Damit muss der japanische Steuerzahler direkt für das Missmanagement aufkommen (Tagesschau, Spiegel).

5 Uhr 00, MESZ. Die Brennstäbe haben Löcher in die Wände des Reaktors gefressen (Telepolis, Spiegel, Welt, taz).

1 Uhr 00, MESZ. In Block I ist jetzt ein "großer" Teil der Brennstäbe geschmolzen (Telepolis).

Dienstag, 17. Mai 2011

Baden-Württemberg hat den ersten grünen deutschen Ministerpräsidenten





Der neue Ministerpräsident Baden-Württembergs, der 62jährige Winfried Kretschmann, wurde heute, am 12. Mai 2011, im Landtag nicht nur mit den 71 Stimmen der neuen Regierungsparteien Die Grünen und SPD gewählt. Er bekam auch 2 Stimmen der Opposition. 65 Abgeordnete stimmten mit Nein. Seit 11 Uhr 47 ist er offiziell als neunter Ministerpräsident von Baden-Württemberg im Amt. Danach leisteten die neuen Regierungsmitglieder den Amtseid (SWR, Nixblog - Landtagswahlen in Baden-Württemberg 2011, Spiegel, Welt).


Ministerpräsident - Winfried Kretschmann (Die Grünen). Er ist am 17. Mai 1948 in Spaichingen geboren. Seit 1975 ist er verheiratet und hat 3 Kinder. Von Beruf ist er Gymnasiallehrer. Er ist katholisch. Kretschmann wurde 1980 bereits zum ersten Mal in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt. Er gehört zum sogenannten Ökolibertären Flügel der Grünen (Wikipedia - Winfried Kretschmann).
 
Superminister für Finanzen und Wirtschaft und stellvertretender Ministerpräsident - Nils Schmid (SPD). Er ist am 11. Juli 1973 in Trier geboren. Mit seiner türkischstämmigen Frau, die einen Sohn in die Ehe mitbrachte, hat er eine gemeinsame Tochter. Von Beruf ist er Rechtsanwalt. Seit 1991 ist er in der SPD. Im September 2009 wurde er zum Landesvorsitzenden gewählt (Wikipedia - Nils Schmid).


Integrationsministerin - Bilkay Öney (SPD). Die deutsche Politikerin mit türkischer Abstammung wurde am 23. Juni 1970 in Malataya in der Türkei geboren. Sie hat Betriebswirtschaftslehre studiert. Öney war früher Parteimitglied der Grünen. Von September 2006 bis Mai 2009 war sie integrationspolitische Sprecherin von Bündnis90/Die Grünen im Abgehordnetenhaus in Berlin. Dann wechselte sie zur SPD. Sie befürwortet ein Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst (Wikipedia - Bilkay Öney).


Verkehrsminister - Winfried Hermann (Die Grünen). Er ist am 19. Juli 1952 in Rottenburg am Neckar geboren. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Von Beruf ist er Gymnasiallehrer. Von 1992 bis 1997 war er Landesvorsitzender der Grünen in Baden-Württemberg. Hermann ist ein Gegner von Stuttgart 21 (Wikipedia - Winfried Hermann).


Staatssekretariat im Verkehrsministerium - Gisela Splett (Die Grünen). Sie wurde am  20. Januar 1967 in Sindelfingen geboren.und studierte von 1986 bis 1991 Geoökologie an der Uni Bayreuth.  Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 2003 ist sie Vorstandsmitglied bei .den Grünen und Alternativen in Baden-Württemberg. Sie soll auch das Stimmrecht im Kabinett bekommen (Wikipedia - Gisela Splett).


Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst - Theresia Bauer (Die Grünen). Sie wurde am 6. April 1965 in Zweibrücken (Pfalz) geboren.und studierte Politikwissenschaft, Volkswirtschaft und Germanistik. Sie arbeitete von 1993 bis 1995 als Referentin für Politische Bildung bei der Gesellschaft für politische Ökologie. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne. Seit 2002 ist sie stellvertretende Vorsitzende der Landtagsfraktion der Grünen in Baden-Württemberg (Wikipedia - Theresia Bauer).


Staatssekretariat im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst - Jürgen Walter (Die Grünen). Er wurde am 11. Mai 1957 in Stuttgart geboren. Er studierte Anglistik und Germanik. Für das Ludwigsburger Scala organiserte er Jazzkonzerte und Kabarettabende. Bis 1993 arbeteitete er als Geschäftsführer der Firma Ecotopia Productions. Er ist in seiner Fraktion Specher für Medien, Europa und Sport. Walter ist evangelisch, verheiratet und hat einen Sohn (Wikipedia - Jürgen Walter (Grüne)).


Umweltminister - Franz Untersteller (Die Grünen). Er wurde am 4. April 1957 in Ensheim bei Saarbrücken geboren. Von Beruf ist er Landschaftsarchitekt. Nach einem längeren Studienaufenthalt in Kolumbien arbeitete er als Mitarbeiter des Öko-Instituts in Freiburg. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Im Landtag von Baden-Württemberg ist er energiepolitischer Sprecher seiner Partei. Ausserdem ist er Mitglied im Wirtschafts- und im Umweltausschuss (Wikipedia - Franz Untersteller).


Minister für Verbraucherschutz und den ländlichen Raum - Alexander Bonde (Die Grünen). Er wurde am 12. Januar 1975 in Freiburg im Breisgau geboren. Er leistete Zivildienst bei Schwerstbehinderten. 1996 begann er ein Studium der Rechtswissenschaft, 1999 wechselte er zu einem Studium zum Diplomvolkswirt. Um als Kampagnenleiter für diverse Wahlkämpfe arbeiten zu können hat er das Studium jedoch 2001 aufgegeben. Bonde ist verheiratet mit der CDU-Politikerin Conny-Mayer Bonde und hat mit ihr einen Sohn und eine Tochter. Er ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestags (Wikipedia - Alexander Bonde).


Arbeitsministerin - Katrin Altpeter (SPD). Sie wurde am 6. November 1963 in Waiblingen geboren. Sie machte zunächst eine Ausbildung zur Altenpflegerin und später eine Weiterbildung zur Lehrerin für Pflegeberufe. Seit 1989 ist sie Mitglied der SPD. Von 2002 bis 2006 war sie Vorsitzende der SPD-Kreisfraktion im Rems-Murr-Kreis (Wikipedia - Katrin Altpeter).


Kultusministerin - Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD). Sie wurde am 26. Februar 1963 in Waltrop geboren. Sie hat eine Ausbildung für den gehobenen nichttechnischen Dienst absolviert. Nach einer Tätigkeit als Sachbearbeiterin studierte sie zwischen 1986 und 1994 Jura. Seit März 2008 ist sie in Mannheim Bürgermeisterin für Bildung, Jugend, Sport und Gesundheit. Am 28. November 2009 wurde sie in den Landesvorstand der SPD in Baden-Württemberg gewählt (Wikiepdia - Gabriele Warminski-Leitheußer).


Staatssekretär im Kultusministerium - Frank Mentrup (SPD). Er wurde am 24. Oktober 1964 in Mannheim geboren. Von Beruf ist er Arzt und arbeitete am Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit und später am Klinikum Karlsruhe. Mentrup ist verheiratet und hat vier Kinder. In der Landtagsfraktion der SPD in Baden-Württemberg hat Mentrup den Vorsitz des Arbeitskreises Schule, Jugend und Sport und die Funktion des bildungspolitischen Sprechers (Wikipedia - Frank Metrup).


Innenminister - Reinhold Gall (SPD). Er wurde am 31. Oktober 1956 in Sulzbach geboren. Von Beruf ist er Fernmeldetechniker. Er war innen- und polizeipolitischer Sprecher seiner Fraktion. Gall ist verheiratet und hat zwei Söhne (Wikipedia - Reinhold Gall).


Justizminister - Rainer Stickelberger (SPD). Er wurde am 6. April 1951 in Lörrach geboren. Von Beruf ist er Jurist und war von 1979 bis 1984 Richter an den Verwaltungsgerichten in Freiburg und Karlsruhe. Später arbeitete er als Rechtsanwalt im Bereich des Bau- und Planungsrechts und sitzt im Rundfunkrat des SWR. Seit 2006 ist er Mitglied im Landtag von Baden-Württemberg. Er ist verheiretet und hat eine Tochter (Wikipedia - Rainer Stickelberger).
Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten in Berlin - Peter Friedrich (SPD). Er wurde am 6. Mai 1972 in Karlsruhe geboren. Von Beruf ist er Diplom-Verwaltungswissenschaftler. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 2009 ist er Generalsekretär der SPD in Baden-Württemberg und seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestags (Wikipedia - Peter Friedrich).


Amtschef im Staatsministerium - Klaus-Peter Murawski (Die Grünen). Er wurde am 7. Mai 1950 in Erfurt geboren und bisher vor allem in der Verwaltung diverser Organisationen gearbeitet (Stuttgart).


Ministerin im Staatsministerium in der Villa Reizenstein - Silke Krebs (Die Grünen). Sie wurde 1966 in Aschaffenburg geboren undd studierte Mineralogie. Später machte sie eine Umschulung und arbeitete danach bei den Freiburger Stadtwerken. Im November 2009 wurde sie zusammen mit Christian Kühn zur Landesvorsitzenden der Grünen in Baden-Württemberg gewählt (Wikipedia -Silke Krebs).




Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung - unbekannt


Fraktionschefin der Grünen in Baden-Württemberg - Edith Sitzmann. Sie wurde am 4. Januar 1963 in Regensburg geboren. Sie studierte Geschichte und Kunstgeschichte und hat den Studienabschluss Magister Artium. Von 2006 bis 2009 war sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende (Wikipedia - Edith Sitzmann).


Fraktionschef der SPD in Baden-Württemberg  - Claus Schmiedel. Er wurde am 8. März 1951 in Ludwigsburg geboren. Er studierte Politkwissenschaften und Deutsch. Bis 1992 arbeitete er als Lehrer an einer Berufsschule in Stuttgart. Er ist verheiratet und hat 4 Kinder.


27.04.2011. Die neue grün-rote Koalition stellt den Koalitionsvertrag vor. Winfried Kretschmann (Die Grünen) soll Ministerpräsident von Baden-Württemberg werden, Nils Schmid wird stellvertretender Ministerpräsident und Superminister für Finanzen und Wirtschaft (Spiegel).

Sonntag, 15. Mai 2011

Erdbeben in Japan 2011 - Dienstag, 28.03.2011 - Teil 18: Kein Katastrophenschutz

28. März 2011

0 Uhr 00, MESZ. Deutschland ist auf einen Katastophenfall so gut wie nicht vorbereitet. Das Konzept zum Schutz der Bevölkerung bei atomaren Bedrohungen ist laut der Meinung von Katastrophenforschern und Retrtungskräften ein schlechter Witz. Es fehlen Warnsysteme, es gibt keine brauchbaren Pläne zu Massenevakuierungen, wie Strahlenopfer behandelt werden sollen steht in den Sternen (Focus).

Minutenprotokoll Japan und Energie - 06.05. bis 12.05.2011 - Woche 08

Donnerstag, der 12. Mai 2011

19 Uhr 00, MESZ. Experten warnen vor einer drohenden Explosion im AKW Fukusima I (Welt).

Mittwoch, der 11. Mai 2011 

20 Uhr 15 MESZ.  Erdbeben der Stärke 5,3 um 18 Uhr 47 in Spanien, etwa 65 Kilometer  von der Stadt Murcia mit ihren 400.000 Einwohnern entfernt. Bisher wurden  mindestens 7 Todesopfer gemeldet (Nixblog - Erdbeben am 11. Mai 2011 in Spanien).

19 Uhr 30 MESZ.  Die EU Länder können sich bei den Stresstests nicht auf eine Linie einigen. Besonders in Frankreich und Grossbritannien sind die Lobbyisten so stark dass sie wohl einige der Sicherheitsprüfungen nicht machen werden (Focus).

14 Uhr 30 MESZ.  Die Problemzonen der deutschen Atomkraftwerke (Focus).

13 Uhr 45 MESZ.  In Deutschland gehen den AKW-Betreibern die Fachkräfte aus (Welt).

13 Uhr 00 MESZ.  Im Reaktor 3 vom Katastrophen-AKW Fukushima ist offenbar ein neues Loch drin. Wo das Wasser hinfließt weiss man nicht (Spiegel, taz).

12 Uhr 30 MESZ.  Atomstrom ist unbezahlbar (Telepolis). Tepco verbucht in dem Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von 8,6 Mrd. Euro (Tagesschau, Nixblog - Atomkraftwerke und die nichtvorhandene Haftpflichtversicherung).

12 Uhr 00 MESZ.  Wer will zu welchem Zeitpunkt aus der Atomenergie aussteigen.
1. Gar Nix: Sofort. Wenn Strom knapp ist kann man Leuchtreklame und Co. abschalten.
2. Die Linke hält einen Atomausstieg bis 2014 machbar weil der Krafwerkspark in Deutschland deutlich überdimensioniert ist
3. Greenpeace bis 2015
4. Die Grünen 2017
5. Möglicherweise CDU, CSU, SPD, FDP bis 2020
6. Die Ethikkommission bis 2021
7. Der frühere Atomausstiegsvertrag von Rot-Grün war 2022 bis 2025
8. Die Laufzeitverlängerung der Schwarzgeldkoalition sieht im Moment die Abschaltungen zwischen 2036 und 2050 vor (Welt, Focus).

11 Uhr 30 MESZ.  Laut das Bundeskanzler Merkel verschandeln Windräder keine Landschaften (Focus).

9 Uhr 30 MESZ.  Der Gewinn des japanischen Automobilherstellers Toyota ist im letzten Quartal des Geschäftsjahres um 75% auf 25,4 Mrd. Yen (218 Mio Euro) zurückgegangen. Die Produktion soll offenbar im Juni wieder voll anlaufen (Focus, Spiegel).

9 Uhr 15 MESZ.  Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberg (Mövenpickpartei, früher FDP) will unter dem Umweltschutz-Deckmäntelchen den Mieterschutz lockern. Bei Maßnahmen zur energetischen Sanierung darf die Miete nach ihrem Willen 3 Monate lang nicht mehr gemindert werden. Ausserdem sollen Mieter sich nicht gegen derartige Maßnahmen wehren dürfen wenn anschließend höhere Mieten zu befürchten sind. 11% der Sanierungskosten dürfen schon heute auf die Miete umgelegt werden (Focus).

9 Uhr 00 MESZ.  Der "Gewinn" von E.ON soll nach Angaben des Untenehmens im ersten Quartal um 23% zurückgegangen sein (Welt).

7 Uhr 00 MESZ.  Tepco erklärte sich mit Bedingungen für den Erhalt von Staatshilfen einverstanden. Demnach muss Tepco die Kosten radikal senken und darf für die Zahlung von Entschädigungen im Voraus keine Höchstgrenzen festlegen. Ausserdem muss Tepco einem Untersuchungsausschuss den Zutritt ins Haus gewähren. Dieser soll das Management und die finanzielle Lage des Unternehmens kontrollieren (Welt).

6 Uhr 30 MESZ.  Der Iran hat das AKW Busher hochgefahren (Nixblog - Atomenergie im Iran).

4 Uhr 30 MESZ.  Die Ethikkommission will laut einem 28seitigen Entwurfspapier mit dem Namen "Deutschlands Energiekonsequenz – Ein Gemeinschaftswerk Energiezukunft Deutschland" bis 2021 aus der Atomenergie aussteigen, hält aber für möglich dass diese Zeit noch deutlich verkürzt wird. Die 7 bereits abgeschalteten AKWs sind unnütz wie ein Kropf und sollen nicht wieder ans Netz gehen. Atommüll soll so gelagert werden dass er wieder hervorgeholt werden kann. Es soll einen Beauftragten zur Energiewende geben, der immer wieder schaut ob man beim Atomausstieg im Plan ist. Dazu soll er regelmäßig, evantuell jährlich einen "Energie-Wendebericht" vorlegen. In einer Nachlaufphase sollen die AKWs nur eingemottet werden so dass sie innerhalb weniger Tage wieder hochgefahren werden können (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel, Welt, Focus, taz, Stern, Sueddeutsche, Welt).

Dienstag, der 10. Mai 2011 

23 Uhr 00 MESZ.  Franz Untersteller, designierter Umweltminister von Baden-Württemberg, ist der Meinung dass das Stromnetz der EnBW verkauft werden sollte (Focus).

22 Uhr 00 MESZ.  In der nächsten Woche ist von Dienstag bis Donnerstag Jahrestagung des Atomforums im Congress Center am Alexanderplatz in Berlin. Anti-Atom-Aktivisten planen die Verhinderung des Lobbyistentreffens durch Blockaden (taz).

20 Uhr 00 MESZ.  Japan gibt den Plan zur Steigerung des Anteils von Atomstrom von 30% auf 50% auf. Der Anteil der Erneuerbaren Energien soll deutlich gesteigert werden (Telepolis, Spiegel).

16 Uhr 00 MESZ. Die Produktion von Western Digital in Japan ist immer noch von der Katastrophe betroffen. Bei einigen Zulieferern läuft erst jetzt die Produktion langsam wieder an (Heise).

14 Uhr 00 MESZ. Note Mangelhaft für die AKWs in Baden-Württemberg im Bezug auf Hochwassersicherheit (taz).

13 Uhr 00 MESZ. Da man langsam feststellt dass "Langzeit"-Endlager nicht machbar sind will man das Zeug "kurze" Zeit verbuddeln. "Nur" 500 Jahre oder so (Spiegel, Technology Review).

12 Uhr 00 MESZ. Im AKW Biblis A wurde im Oktober 2010 offenbar ein Störfall vertuscht (Nixblog - Atomkraftwerk Biblis, Telepolis).

11 Uhr 00 MESZ. Für 2 Stunden durften nun die ersten 92 Ex-Bewohner der jetzigen Sperrzone in ihre Häuse zurückkehren um persönliche Dinge zu holen (Sueddeutsche, Spiegel).

10 Uhr 00 MESZ. Gerald Hennenhöfer, Atomlobbyist im Bundesumweltministerium (taz).

9 Uhr 00 MESZ. Tepco beantragt wegen der AKWs die heruntergefahren werden mussten Staatshilfen (Focus, Tagesschau, taz).

6 Uhr 00 MESZ. Die CDU hat nebulöse Pläne zum Atomausstieg (Welt), will Braunkohle ins Feuer werfen (taz) und setzt auf Zentralismus (Telepolis).

4 Uhr 00 MESZ. Die Versicherungen müssen mit Schäden von bis zu 28 Mrd Euro rechnen (Welt).

Montag, der 09. Mai 2011 

22 Uhr 00 MESZ. Gerüchte um dänische Atommülldeponie am Fehmarnbelt (taz).

21 Uhr 00 MESZ. Um das AKW Fukushima I wurde zum ersten Mal radioaktives Strontium 90, bis zu 570 Becquerel pro Kilogramm, im Boden nachgewiesen (taz).

20 Uhr 00 MESZ. William T. Vollman (US-amerikanischer Schriftsteller) hat einen Bericht über die Sperrzone um das AKW Fukushima geschrieben (Welt).

19 Uhr 00 MESZ. Der EPR ist ein Debakel (Frankfurter Rundschau).

18 Uhr 30 MESZ. Der Betreiber des AKW Hamaoka, das auf einer Erdbebenbruchlinie steht, Chubu Electric gibt der Bitte von Premierminister Naoto Kan nach und beschliesst die Abschaltung der Reaktoren 4 und 5. Reaktor 3 ist zur Wartung bereits stillgelegt und soll vorerst nicht wieder hochgefahren werden. Reaktor 1 und 2 sind offenbar bereits stillgelegt (Sueddeutsche).

18 Uhr 00 MESZ. Der Kampf um Fördergelder hat begonnen (taz).

16 Uhr 00 MESZ. Nettes Kaffeekränzchen von Regierungskoalition und Opposition zum Atomausstieg im Bundeskanzleramt - aber kein Termin (Tagesschau) während dessen straft der CDU Vorstand unser Bundeskanzler Merkel Lügen indem sie von einem schnellen Atomausstieg abrückt (Focus).

14 Uhr 15 MESZ. Wolfgang Reizle (Chef der Firma Linde) ist der Meinung dass in Deutschen AKWs mit den blonden, blauäugigen, überklugen Deutschen im Gegensatz zu den doofen kommunistischen Russen und den blöden Japanern, nichts ähnliches wie in Fukushima geschehen kann (Sueddeutsche).

14 Uhr 00 MESZ. Energieerzeugung mit Solarenergie (Telepolis).

13 Uhr 00 MESZ. Im Reaktorgebäude 1 im AKW Fukushima I ist die Strahlung auf bis zu 700 Millisievert angestiegen nachdem sie zuvor durch den Einbau von Lüftungsgeräten gesunken sein soll. Warum weiss man wie fast immer bei dieser sicheren Technik nicht (DiePresse, Tagesschau).

12 Uhr 30 MESZ. Ein Bewerber für einen Job als LKW-Fahrer wurde offensichtlich unfreiwillig für Arbeiten am AKW Fukushima I eingesetzt (n24, Stern, Focus).

11 Uhr 30 MESZ. Laut Weltklimarat kann bis 2050 dreiviertel des weltweiten Strombedarfs aus Erneuerbaren Energien erzeugt werden (Sueddeutsche, Welt, Spiegel, Telepolis).

11 Uhr 05 MESZ. Das AKW Tsuruga 2 an der Westküste setze "eine geringe Menge" an Radioaktivität frei (Focus).

11 Uhr 00 MESZ. Ökostrom muss nicht teurer sein (Focus).

10 Uhr 45 MESZ. Die Münchner Rück Versicherung musste bisher für Schäden in einer Höhe von 1,5 Mrd. Euro durch die Katastrophe in Japan aufkommen (Welt).

9 Uhr 15 MESZ. Das Hopplahopp der Bundeskanzlerin beim Atomausstieg (Tagesschau).

9 Uhr 00 MESZ. Radioaktive Strahlung kann auch mit Digitalkameras gemessen werden. Allerdings noch nicht mit allen (Golem).

7 Uhr 45 MESZ. Die Bundesnetzagentur wiederholt mal wieder ihre regelmäßige Warnung vor der Abschaltung weiterer AKWs (Focus).

7 Uhr 30 MESZ. TU entwickelt Elektroauto für 5000 Euro. Ohne Batterie! Die muss separat geleast werden (Welt).

7 Uhr 00 MESZ. Die Stadtwerke wollen bei einer Rücknahme der Laufzeitverlängerung für AKWs Ersatz für die 17 deutschen Atomreaktoren bauen und bis 2020 dazu weitere 6 Mrd. Euro zusätzlich investieren. Die Leistung soll von 13 GW auf 22 GW gesteigert werden (Stern, Sueddeutsche).

6 Uhr 30 MESZ. In Bayern stehen wegen Söders Vorstoß zum Atomausstieg die Zeichen zwischen CSU und Mövenpickpartei (ehemals FDP) auf Eskalation (Sueddeutsche).

Sonntag, der 08. Mai 2011 

13 Uhr 30 MESZ. Die japanische Regierung hat nicht viel gelernt und hält weiterhin an der Atomenergie fest während die Zahl der Demonstranten gaaanz langsam zunimmt (taz).

13 Uhr 00 MESZ. Safecast will mit Spenden in Japan ein möglichst enges Netz aus unabhängig betriebenenen Messtationen mit Geigerzählern aufbauen. Im Moment arbeitet Safecast schon mit einigen Universitäten in Japan zusammen. Die Messdaten laufen auf verschiedenen Internetservern zusammen wo sie der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen (Heise).

12 Uhr 00 MESZ. In Bayern streiten sich CSU und Mövenpickpartei (ehemals FDP) um den schnellsten Atomausstieg (Sueddeutsche).

11 Uhr 30 MESZ. Wie Windräder getestet werden (Welt).

Samstag, der 07. Mai 2011 

15 Uhr 30 MESZ. Seit dem Einbau der Filter soll laut Tepco die Radioaktivität im Reaktorgebäude 1 leicht sinken (Welt).

15 Uhr 00 MESZ. Die Demonstrationen gegen Atomenergie in Japan werden größer (Zeit).

14 Uhr 30 MESZ. Das Bundeskanzler Merkel fordert Hausbesitzer zum Engagement für mehr Energieeffizienz auf (Focus).

14 Uhr 00 MESZ. Weltweit soll laut einer unveröffentlichten Studie des UN-Klimasicherheitsrats (IPCC) nur 0,4% der Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien stammen (taz).

13 Uhr 00 MESZ. Laut das Bundeskanzler Merkel sind die Gesetzgebungsverfahren zum schnelleren Umstieg auf Erneuerbare Energien vor der Sommerpause des Parlaments abgeschlossen (Focus).

7 Uhr 00 MESZ. Die Mitarbeiter im Katastrophen-AKW, es sollen 800 sein, wurden bisher nicht regelmäßig untersucht. Weil man dort jetzt erst feststellt dass dies eine endlose Geschichte wird hat man sich nun doch dazu bequemt. 30 der Männer waren offenbar einer Strahlendosis von mehr als 100 Millisievert ausgesetzt.  In Deutschland liegt die erlaubte Strahlendosis für Menschen die beruflich mit radioaktiven Substanzen zu tun haben bei 20 Millisievert pro Jahr und 400 Millisievert für das ganze Leben (Welt, Focus).

Freitag, der 06. Mai 2011 

21 Uhr 00 MESZ. Der Mövenpickpolitiker Walter Hirche blubbert bezüglich Atomausstieg von einem angeblichen deutschen Sonderweg. Mir ist schleierhaft wie er auf dieses schmale Brett kommt. Andere wie Österreich waren gleich gar nicht so blöd und haben sich  von der Atomenergie ferngehalten. Ausserdem lamentiert er herum wie schwierig es sein angeblich sein soll die deutschen AKWs zu ersetzen (Focus).

20 Uhr 00 MESZ. Die CDU legt sich durch die Forderung für stressigere Stresstests mit Paris und London an (Welt) und Bundespräsident Wulff will dass die fälschlicherweise Atombehörde genannte Lobbyorganisation IAEO mehr Befugnisse bekommt, Die Mövenpickpartei, Hans Joachim-Otto, ist der Meinung dass die Hermes-Bürgschaft für das AKW in Brasilien genehmigt werden muss (Focus, Sueddeutsche).

19 Uhr 00 MESZ. Die Temperatur in Reaktor 3 des Katastrophen-AKWs Fukushima ist auf jetzt 240°C angestiegen und es ist kein Ende in Sicht. Der Druckbehälter ist auf Temperaturen von gerade mal 280°C ausgelegt. Der Durchfluss von Kühlwasser wurde bereits von 7 auf 9 Kubikmeter pro Stunde erhöht. Man weiß nicht was man noch tun soll (Sueddeutsche, taz, Tagesschau).

14 Uhr 00 MESZ. Japan will mit dem AKW Hamaoka das zweitgrößte Atomkraftwerk des Landes für bis zu zwei Jahre zur Nachrüstung stillegen  weil die Gefahr zu groß ist. Die Anlage die durch Erdbeben gefärdet ist liegt gerade mal ungeähr 170 Kilometer nordwestlich von Tokio in der Nähe der Stadt Omaezaki. Der Betreiber hat selbst beschlossen die Reaktoren 1 und 2 herunterzufahren  Von Ministerpräsident Naoto Kan wurde heute die Gesellschaft Chubu Electric Power zur Abschaltung der Reaktoren 3 bis 5 aufgefordert (Sueddeutsche, Spiegel, Welt, Focus, Telepolis). 

13 Uhr 00 MESZ. Im weltgrößten AKW Kashiwazaki-Kariwa, in der japanischen Provinz Niigata, an der Westküste Japans, ist offenbart ein Ventil eines Kühlkreislaufs defekt (Spiegel).

12 Uhr 30 MESZ. Die Pläne um den Atomausstieg bekommen Formen. Der eigentumsrechtliche Schutz der AKWs soll nach 27 Jahren, wenn die Dinger abgeschrieben sind und einen angemessenen Ertrag erwirtschaftet haben erloschen sein. Die 8 ältesten Atomreaktoren (incl. Krümmel) sollen sofort stillgelegt werden. Die Abschaltung der restlichen 9 Atomreaktoren soll dann in 3 Stufen bis 2020 oder 2022 folgen (Spiegel). Andere Kreise reden von einer sanften Atomwende in der CDU (Focus).

10 Uhr 00 MESZ. Klaus-Peter Flosbach (CDU) ist wie Gar Nix der Meinung dass die von der Schwarzgeldregierung geplante Subvention von Elektrofahrzeugen unsinnig ist (Spiegel, Golem).

8 Uhr 30 MESZ. Die Schweizer betreiben ihre 5 Atomreaktoren trotz Schwachstellen weiter (Welt).

7 Uhr 30 MESZ. Das Bundeskanzler Merkel will nicht mehr selbst mit den Strombossen reden und delegiert die Gespräche an ihre Minister (Welt, Focus, Sueddeutsche).