Montag, 28. Februar 2011

Chile - Erdbeben 2010


27.02.2010. Chile ist ein Staat im Südwesten von Südamerika. Die Hauptstadt ist Santiago de Chile. Das Land hat eine Fläche von 755.696 Quadratkilometern und 16.763.470 Einwohner (Wikipedia).

27.02.11. Genau ein Jahr nach dem Erdbeben am Gedenktag kommt es am Abend um 18 Uhr zu einem Erdbeben der Stärke 6.  Verletzte gab es offenbar keine. Während der Gedenkfeiern beklagen rund 2000 Menschen dass der Wiederaufbau zu langsam vor sich geht. Im Moment leben immer noch mehr als 4000 Menschen in Notunterkünften. Von 220.000 zerstörten Häusern wurden etwa 130.000 wieder aufgebaut (Spiegel).
12.02.11. In Chile gab es ein Erdbeben der Stärke 7 mit einem Epizentrum etwa 45 Kilometer südlich von Concepción. Verletzte oder Tote gab es anscheinend nicht (Spiegel).

31.01.2011. Geoforscher unter der Leitung von Stefano Lorito vom nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie in Rom sind der Meinung dass der Region ein weiteres schweres Erdbeben droht (Spiegel).

26.01.2011. Eine halbe Million Chilenen, sind durch die Erdbeben in die Armut gerutscht. Damit ist der Anteil der Bevölkerung welcher unter der Armutsgrenze leben muss auf 19,4% angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen stieg von 620.000 auf 700.000 an (Spiegel).

26.03.2010. Ein weiteres Nachbeben der Stärke 6,2 hat Chile erschüttert. Das Hypozentrum lag dieses Mal 65 Kilometer nördlich der Stadt Vallenar in der Region Atacama in einer Tiefe von 35 Kilometern. Das ist 600 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Insgesamt wurden seit dem grossen Beben mehr als 400 Nachbeben registriert (Focus).

21.03.2010. Die offiziellen Zahl der von dem Beben in Chile ums Leben gekommenen Menschen ist wieder einmal ominöserweise dieses Mal auf 342 Menschen gesunken. In 62 Fällen wird die Todesursache noch untersucht (Tagesschau).

16.03.2010. Ein weiteres Nachbeben der Stärke 6,7 mit einem Hypozentrum in einer Tiefe von 35 Kilometern vor der Küste und 75 nördlich von Concepción hat Chile erschüttert (Tagesschau).

15.03.2010. Ein Nachbeben der Stärke 6,0 mit Hypozentrum 10 km unter der Erdoberfläche erschüttert das Land etwa 100 km nördlich von Concepción (Welt).

12.03.2010. Der neue Präsident Sebastián Piñera reist in die Kathastrophenregion und unterzeichnet ein Gesetz zur Verteilung von Gutscheinen an Bedürftige (Tagesschau).

11.03.2010. In Chile gibt es ein Nachbeben der Stärke 7,2. Diesmal liegt das Epizentrum 150 Kilometer südlich von Santiago de Chile. Das Beben ereignete sich nur Minuten vor der Amtseinführung des neuen Präsidenten Sebastián Piñera. Bei dem ursprünglichen Erdbeben wurden nach neuesten Zählungen 492 Menschen getötet (Tagesschau, Sueddeutsche).

10.03.2010. Normalerweise schiebt sich Südamerika mit 1,5 cm pro Jahr in Richtung Norden. Bei dem Erdbeben, es war das fünftstärkste das je gemessen wurde, wurden weite Teile Südamerikas verschoben. Manche Ortschaften wie Concepción wurden beinahe 3 Meter in Richtung Westen versetzt. Bei Santiago de Chile waren es noch 30 cm (Spiegel, Sueddeutsche).

08.03.2010. Plünderer geben Diebesgut im Wert von ca. 1,5 Millionen Euro zurück (Sueddeutsche).

06.03.2010. Die Zahl der Toten wird komischerweise immer kleiner. Es sollen 452 Menschen bei dem Beben ums Leben gekommen sein.
Am schlimmsten ist die Stadt Talcahuano betroffen die nach dem Beben von einer 5 Meter hohen Flutwelle getroffen wurde (Tagesschau).

05.03.2010. Sieben starke Nachbeben mit Stärken bis 6,6 erschüttern Chile. Einige bereits schwer beschädigte Gebäude stürzten ein. Bei der Zahl der Toten herrscht Verwirrung. Es sollen aus Versehen 271 Vermisste in die Liste der Toten aufgenommen worden sein. Nach der Korrektur liegt die Zahl der Totesopfern bei 531 und nicht bei 802 (Welt).

03.03.2010. Die Zahl der Toten beträgt mindestes 800 (Tagesschau).
Wegen einem Nachbeben der Stärke 5,9 bricht in Concepción Panik aus.
Das Erdbeben hat die Erdachse um 8 cm verschoben. Die Tage sollen den Berechnungen nach jetzt um 1,26 Mikrosekunden kürzer sein. Bei dem Erdbeben im Indischen Ozean im Jahr 2004 mit der Stärke 9,1 hat sich die Erdachse um 7 cm verschoben. Die Tage wurden um 6,8 Mikrosekunden kürzer (Tagesschau, Spiegel, Sueddeutsche, Welt).

02.03.2010. Die Behörden sprechen von mehr als 723 Toten.
In Concepción wird die Lage immer dramatischer. Weil bisher kaum Wasser und Lebensmittel in die Stadt gekommen sind nehmen Plünderungen und Schiessereien zu. Dabei wurden bisher mindestens 2 Menschen getötet. Ein Supermarkt und ein Einkaufszentrum sind in Flammen aufgegangen, dabei sollen bis zu 20 Personen getötet worden sein. 160 Menschen wurden festgenommen. Auf dem Weg nach Concepción stürzte ein kleines Flugzeug mit Hilfsgütern ab. Alle 6 Passagiere kamen ums Leben.
In dem 14stöckigen Haus sind immer noch 48 Menschen lebend eingeschlossen.
Auch in den Städten Talca, Cauquenes und Constitution wurden Ausgangssperren verhängt. Die Regierung schickt weitere 5000 Soldaten in die Region.
Ehrenamtliche Helfer (Spiegel).
Die Familie Desarmes floh nach dem Erdbeben von Haiti (Nixblog) nach Chile und überlebte auch dieses Erdbeben (Sueddeutsche).
Japan will bis zu 2,2 Millionen Euro Nothilfe zur Verfügung stellen, China 0,7 Millionen und die EU 3 Millionen.

(Tagesschau, Heute, Sueddeutsche, Spiegel,Welt)

01.03.2010. Die Behörden sprechen von mindestens 711 Toten. Der Schaden der durch das Beben entstanden ist wird auf 33 Mrd. US-Dollar geschätzt.
Wegen zunehmender Gewalt hat die Regierung über die Stadt Concepción eine Ausgangssperre verhängt. Die Regierung hat gestern den Ausnahmezustand über die Regionen Maule und Biobio verhängt und 10.000 Soldaten in die betroffenen Regionen entsendet um die Ordnung aufrecht zu erhalten.
Am Montagmorgen gab es noch ein Nachbeben der Stärke 6,2. In den Trümmern des 14stöckigen Wohnhauses sind noch 48 eingeschlossene Personen die leben. Auf dem Flughafen von Santiago de Chile landeten mit Ausnahmegenehmigungen mehrere Flugzeuge.
Das chilenische Militär hat wohl gepennt und weder auf die Tsunamiwarnungen reagiert noch selbst eine herausgegeben.
Die Tsunamiwarnung ist innerhalb einer Stunde bei allen Pazifikstaaten angekommen. Der Tsunami fiel kleiner als erwartet aus weil das Gestein bei dem Beben in relativ geringer Tiefe brach und daher weniger Wasser in Bewegung gesetzt wurde. Ein weiterer Grund für die kleineren Tsunamis war dass sich die Spannung nicht auf einmal abgebaut hat sondern nach dem grossen Beben viele kleine Nachbeben einen grossen Anteil der angestauten Energie freisetzten (Spiegel, Stern, Focus, Tagesschau).

28.02.2010. Die Behörden sprechen von mindestens 700 Toten und etwa 2 Millionen Obdachlosen. 1,5 Millionen Wohnungen sind zerstört.
Viele Menschen habe die Nacht im Freien verbracht. Das Beben selbst war etwa 50 Mal so stark wie das Beben von Haiti im Januar (Nixblog). Die Schäden sind jedoch nicht vergleichbar da in Chile die Gebäude solider gebaut sind und die felsigere Erdmasse einiges von der Wucht des Bebens abgefangen hat. Ausserdem lag das Hypozentrum nicht so nahe an einer Großstadt.
Sebastian Pinera, der am 11. März 2010 das Präsidentenamt übernehmen wird ist über die Sicherheitslage besorgt. Für Hilfsmaßnahmen will man nicht auf internationale Hilfe zurückgreifen.
Seit dem Beben gestern kam es zu mehr als 70 Nachbeben mit einer Stärke von mindestens 4,9.
In Concepción wurden bisher 30 Menschen lebend aus dem 14stöckigen Wohngebäude befreit. Ca. 60 Menschen sind jedoch noch in den Trümmern gefangen. In der Stadt gibt es erste Plünderungen.
In der Stadt Chillán entkamen etwa 250 Straftäter aus dem Gefängnis weil die Mauern eingestürzt sind.
Der Flughafen von Santiago de Chile ist weiterhin geschlossen. Die Flüge werden nach Buenos Aires oder Mendoza umgeleitet.
Der Schulanfang der am Montag sein sollte wird um eine Woche verschoben.
Die kleine Olympia-Delegation von Chile will an der Abschlussfeier in Vancouver teilnehmen. Von ihren Familien und Freunden ist anscheinend keiner von der Naturkatastrophe betroffen.
Die Entwarnungen von dem Tusnami kamen zu früh. Am Abend wurden Teile der Küste von Flutwellen getroffen. In der Region um Biobio und Maule die bereits durch das Beben schwer getroffen war schwappte eine Welle bis in die Zentren der Städte.
Auf der Robinson Crusoe Insel die gestern überschwemmt worden ist starben mindestens 5 Menschen. 11 Menschen werden noch vermisst.
Ansonsten war der Tsunami nicht so stark wie befürchtet:
- In Japan kamen bis zu 1,5 Meter hohe Wellen an. Im Hafen von Kujiko im Nordosten von Japan betrug die Höhe einer Flutwelle 90 cm, bei der Küstenstadt Nemuro auf der Insel Hokkaido kamen mehrere Wellen mit einer Höhe von 30 cm an. In der Provinz Iwate wurden Wellen mit einer Höhe von 1,45 Metern beobachtet. 320.000 Menschen in Japan hatten sich aus Angst vor dem Tsunami in Sicherheit gebracht. Einige Zugverbindungen sind eingestellt und Autobahnen wurden für den Verkehr gesperrt. Man erwartet noch weitere Wellen.
- In der ostrussischen Region Kamtschatka kamen mehrere Wellen mit bis zu 80 cm Höhe an. Über Schäden wurde nichts bekannt.
- Hawaii wurden von den Wellen 16 Stunden nach dem Beben im Abstand von ca. 20 Minuten von mehreren Flutwellen bis etwa 2 Metern Höhe getroffen. Vorher hatte sich das Wasser von den Küsten zurückgezogen. Bei der Stadt Hilo auf Hawaii wurde eine Welle mit einer Höhe von 1,7 Metern gemessen. Berichte über Schäden oder Verletzte liegen nicht vor. Die Menschen waren zuvor mit Sirenen und aus Flugzeugen vor dem Tsunami gewarnt worden. Die Gäste von mehreren Hotels wurden in die oberen Stockwerke gebracht. Die Strände waren verwaist, die Bewohner hatten sich mit Lebensmitteln und Benzin eingedeckt. Auf der Insel Maui kamen Wellen mit bis zu 2 Metern Höhe an. Die Marine hatte eine Fregatte, drei Zerstörer und zwei kleinere Schiffe aus Pearl Harbour auf die offene See verlegt damit sie nicht von der Wucht des Tsunamis getroffen werden können.
- Der Pazifikstaat Tonga wurde von einer 2 Meter hohen Flutwelle getroffen. Hinweise auf Schäden liegen nicht vor.
Auf der Insel Raoul in der Mitte zwischen Neuseeland und Tonga wurde von einer automatischen Wetterstation eine 1,2 Meter hohe Welle aufgezeichnet.
- Auf Samoa blieb der Tsunami aus. Dort sind erst vor 5 Monaten 183 Menschen bei einer Flutwelle ums Leben gekommen.
- In Australien kamen auf der Norfolk-Insel 50 cm hohe Wellen an.
- Auf den neuseeländischen Chatham-Inseln trafen 3 Wellen ein. Die dritte hatte eine Höhe von ca. 1,5 Metern.
Das Projekt OpenStreetMap aktualisiert die Karten von Chile um damit eventuell Hilfskräften vorort die Orientierung zu erleichtern.

Tagesschau, Tagesschau, Heute, Sueddeutsche, Spiegel, Welt, Focus, taz, Telepolis,, Focus, Heise, n-tv

27.02.2010. Um 3.34 Uhr Ortszeit (7.34 Uhr MEZ) ereignete sich in Chile ein Erdbeben mit der Stärke 8,8. Das Beben dauerte etwa eine Minute lang. Die Zahlen in der Presse schwankten zunächst zwischen 8,3, 8,5 und 8,8 was wohl daran lag dass sich die Erdbebenwarte USGS mehrfach korrigiert hat. Das Hypozentrum (Wikipedia) soll an der pazifischen Küste etwa 100 Kilometer südwestlich von Talca und 115 Kilometer nordöstlich der Stadt Conceptcion und 320 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Chile in einer Tiefe von 59,4 Kilometern gewesen sein. Bei dem Beben soll eine Energie von 50 Gigatonnen freigeworden sein.
Mindestens 147 Menschen sollen ums Leben gekommen sein. Ein Mensch soll in der Region Araucanía, mehr als 400 Kilometer südlich von Santiago de Chile unter den Trümmern einer Mauer zu Tode begraben worden sein. Viele Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet.
Chiles Präsidentin Michele Bachelet ruft den Katastrophenzustand aus. Die Vereinten Nationen und die Europäische Union boten Chile Hilfe an.
Den Erdstoss konnte man entlang der Kordilleren auch in Argentinien spüren. In Buenos Aires und Córdoba wackelten Gebäude aber es gab keine Schäden oder Verletzte.
Es gab in den folgenden Stunden nach dem Beben mehr als 20 weitere schnelle Nachbeben mit Stärken zwischen 5,0 und 6,9. Die Beben hatten eine Dauer zwischen 10 und 30 Sekunden.

Für insgesamt 52 Länder und Inselgruppen, darunter Chile, Ecuador, Peru und die Antarktis wurde eine Tusnamiwarnung herausgegeben. Man befürchtet eine Wellenhöhe von bis zu 5 Metern. Chile evakuiert die Küstengebiete (Focus) und die zum Land gehörende Osterinsel (Wikipedia). Sie liegt 3000 Kilometer vom Festland weg.
Der Tsunami könnte am Sonntagmorgen um 8.15 Uhr (Samstag um 22.15 MEZ) Australien treffen (Stern). Auch in Japan wird gewarnt. Dort könnte der Tusnami um 22.15 Uhr (MEZ) eintreffen (Handelsblatt).
Hawaii evakuiert die Küstenregionen. Um 6 Uhr Orstzeit (17 Uhr MEZ) sollen auf der Insel die Warnsirenen heulen. Die erste Welle soll um 11.19 Uhr (22.19 Uhr MEZ) auf Haiwaii treffen.
Über die Stadt Talcahuano die an einer Pazifik-Bucht nördlich Concepcións liegt ist kurz nach dem Beben eine 2,3 Meter hohe Flutwelle hereingebrochen. Die Region hat 2 Millionen Einwohner.
Die Robinson-Crusoe-Insel, die zu den Juan-Fernández-Inseln (Wikipedia) gehört wurde von der Welle getroffen. Die Wassermassen rissen mehrere Menschen fort und richteten in der Nähe des Ufers schwere Zerstörungen an. Ein Lagerhaus, die Schule, das Bürgermeisteramt und einige Wohnhäuser und Pensionen wurden vom Wasser zerstört. Auch auf der zum selben Archipel gehörenden Insel Juan Fernandez soll er zu schweren Schäden gefürt haben. Es war nicht eine Welle sondern mehrere die sich immer höher aufgetürmt haben. Daher konnten sich die meisten Menschen in höhere Gebiete flüchte. Die Inseln liegen 747 km westlich des chilenischen Festlandes auf der Breite von Valparaiso und bestehen aus drei Inseln. Von der Regierung wurden zur Hilfe 2 Schiffe, 2 Hubschrauber und ein Flugzeug zu den Inseln geschickt.
Nachdem der Tsunami mit Wellen von einer Höhe bis 1,5 Metern zu Überschwemmungen in mehreren Küstenorten führte wurde die Warnung für Chile und Peru am Nachmittag aufgehoben.
In der Nacht zum Sonntag erreichten die Flutwellen mit einer Höhe von ca. 2 Metern Teile von Französisch-Polynesien. Es kam dort zu keinen nennenswerten Schäden. Die Bevölkerung war mit Sirenen und Lautsprecherdurchsagen vor dem Tsunami gewarnt worden.
In Santiago de Chile und weiten Teilen des Landes ist anscheinend der Strom ausgefallen. Das Telefonnetz ist gestört. Die Versorgung des Landes mit Wasser und Erdgas funktioniert nicht mehr richtig. An Gebäuden, Brücken und Strassen gab es Schäden. Einige Gebäude stürzten ein. Darunter der Glockenturm der Kirche Nuestra Señora de la Providencia in Santiago de Chile. Einige Krankenhäuser mussten wegen der Schäden evakuiert werden. Der Flughafen der Stadt wurde für mindestens 24 Stunden geschlossen weil das Passagierterminal anscheinend schwer beschädigt ist.
In der Grosstadt Concepcións mit ihren 200.000 Einwohnern sind alle wichtigen Gebäude eingestürzt. Unter einem eingestürzten Wohnhaus werden 150 Menschen vermutet. Es gibt keine Strasse mehr wo kein Schutt liegt.
In der Stadt Santo Domingo an der Küste n der Gegend von Valparaiso sind mehr als 40 Gebäude eingestützt. Über Todesopfer ist von dort noch nichts bekannt.
Ein Zugang zu der Los-Bronces-Mine, einer Kupfermine des grössten Kupferproduzenten der Welt wurde verschüttet. Chile ist mit 3% der grösste Kupferlieferant der Welt wobei die meisten Minen im Norden liegen und das Beben im Süden war (Reuters).
Der Blogger Leo Perieto berichtete dass das Erdbeben seiner Einschätzung nach eine Dauer zwischen 3 und 5 Minuten hatte. In seiner Wohnung sollen Dinge aus den Regalen gefallen und durcheinandergeflogen sein.
Bei Chile treffen tektonische Platten aufeinander. Die Nasca-Platte schiebt sich pro Jahr etwa 6 cm unter Südamerika während der Kontinent sich 2 bis 3 cm nach Westen bewegt. Die Kollission die dadurch entsteht hat starke Spannungen aufgebaut die sich durch dieses Beben schlagartig entladen haben. Wissenschaftler wollen nun genau feststellen wie diese Bewegungen abgelaufen sind und durch was sie verursacht worden sind.
Das letzte grosse Erdbeben in Chile war vor beinahe genau 25 Jahren am 3. März 1985 mit einer Stärke von 7,7. Es starben damals 177 Menschen. Mehr als 2.500 Menschen wurden verletzt.
Das stärkste Erdbeben seit man 1900 mit Aufzeichnungen begonnen hat war in Chile 1960. Damals hatte das Beben eine Stärke von 9,5 und verwüstete die Stadt Valdivia. Damals starben 1655 Menschen. Der von dem Erdbeben damals ausgelöste Tsunami hat Menschen auf Hawaii, in Japan und auf den Philippingen getötet und an der Westküste der USA Schäden angerichtet.


Andere Erdbeben im Nixblog

08.03.2010. Erdbeben in der Türkei, Stärke 6,0
04.03.2010. Erdbeben in Taiwan, Stärke 6,4
02.03.2010. Erdbeben in Süddeutschland, Stärke 3,2
26.02.2010. Erdbeben in Japan, Stärke 7,3
13.01.2010. Haiti - Erdbeben 2010, Stärke 7,0

Sonntag, 20. Februar 2011

Energieautarke Gemeinde Freiamt


Die Energieautarke Gemeinde Freiamt liegt im Landkreis Emmendingen in Baden-Württemberg etwa 25 km nördlich von Freiburg im Breisgau im Mittleren Schwarzwald. In einer Höhe von 255 bis 755 Metern. Die Gemeinde hat etwa 4200 Einwohner.
Freiamt ist nach Feldheim der energieautarke Ort Nummer 5 im Nixblog.

Februar 2011. Jährlich werden in Freiamt durch regenerative Anlagen 14 Mio KWh Strom erzeugt. Das ergibt einen Energieüberschuss von etwa 2 Mio KWh der exportiert werden kann. In Betrieb sind dort im Moment 200 Photovolatikanlagen mit einer Leistung von 2.600 kWp. 4 Windkraftanlagen mit einer Leistung von je 1.800 KW werden von etwa 300 Anteilseignern betrieben die sich im "Verein zur Förderung der Windenergie in Freiamt" zusammengeschlossen haben.. Dazu kommen noch 3 kleine Wasserkraftwerke die den Strom für zwei Sägewerke und eine Mühlenbäckerei erzeugen.
Zur Heizungsunterstützung werden etwa 150 Sonnenkollektoren genutzt. Ein Landwirt kam zusätzlich auf die Idee die Abwärme frisch gemolkener Milch die von ca. 32°C auf 4°C abgekühlt werden muss mit einem Wärmetauscher weiter zu nutzen und damit 800 Liter Nutzwasser auf 40°C aufzuwärmen. Es muss zwar zur Reinigung der Melkanlage auf 60°C weiter erhitzt werden. Totzdem wird dadurch viel eingespart.
Dann gibt es in Freiamt noch viele Holzschnitzel-Heizungen die mit Holz aus dem eigenen Wald für Wärme sorgen.
Auf mehreren Privatanwesen werden auch Wärmepumpenheizungen mit Geothermie, Luft oder Wasser genutzt.
Die CO2-Einsparung in Freiamt liegt damit derzeit bei etwa 9.800 Tonnen.

2010. Es gehen einige Holzpellet-Heizungen in Betrieb.



2007. In Freiamt geht die zweite Biogasanlage mit einer elektrischen Leistung von 190 kW in Betrieb.

2004. Das zweite Windmühlenprojekt in Freiamt wird wieder mit großer Beteiligung der Bürger verwirklicht. Dieses Mal wird ein Windrad "Enercon E-66" auf dem Köblinsberg errichtet.

2002. In Freiamt wird die erste Biogasanlage mit einer elektrischen Leistung von 340 kW in Betrieb genommen.

27. Oktober 2000. Die Freiamt Windmühlen GmbH & Co wird zur Realisierung des "Windmühlenprojekts" gegründet. Sie besteht  aus knapp 150 Gesellschaftern. Ca. 1/3  davon stammen aus Freiamt.

1999. Durch die positven Ergebnisse der Messungen auf dem Schillingerberg ermutigt entschließt sich der Verien im Herbst 1999 dazu beim Landratsamt eine Bauvoranfrage für 2 Windmühlen "Enercon E-66" zu stellen. Ausserdem konnte man zur Unterstützung die Ökostrom-Gruppe und die fesa aus Freiburg gewinnen.

1997. Bürger aus der Gemeinde Freiamt setzen sich das Ziel auf dem Höhenzug Schillingerberg/Scheerberg zwei Windmühlen zu errichten um damit regenerative Energie zu erzeugen. Dazu wird zunächst an Pfingsten 1997 ein selbstgebauter Meßmast im Bereich Schillingerberg aufgestellt der während der nächsten 2 Jahre alle notwendigen Daten zu Windstärken und Richtungen ermittelte.

Quellen: Wikipedia, Freiamt, Telepolis, Freiamt-Windmühlen

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Dubiose Polizeiaktionen


19.02.2011. In Dresden findet eine Demonstration gegen einen Neonazi-Aufmarsch statt zu dem unter anderem das Bündnis "Dresden Nazifrei" aufgerufen hatte.Entgegen anders verlautender  Verprechungen konnte die Polizei heute weite Teile von Dresden nicht unter Kontrolle bekommen. Mehr als 20.000 Demonstranten hatten sich eingefunden um die Neonazis zu blockieren und konnten mit Erfolg die Aufmärsche der Neonazis verhindern.
Doch am Abend als die Demonstranten abgereist waren fuhren etwa 15 Polizeifahrzeuge mit Blaulich beim Pressezentrum des Aktionsbündnisses "Dresden Nazifrei" in Dresden vor. Ein voll maskiertes und behelmtes Einsatzkommando des LKA stürmte nicht nur die Räume dieser Organisation sondern auch die Räume der Linken und ein Jugendprojekt die im selben Gebäude sind. Obwohl die Räume zugänglich gewesen sein sollen hat die Polizei anscheinend beim Eindringen Gewalt angewendet. Sie wurden durchsucht und die Computer des Presseteams beschlagnahmt. Dem Bündnis wird die Vorbereitung und Verabredung einer Straftat vorgeworfen. Die Betroffenen waren am Anfang der Aktion nicht da und wurden als sie kamen nicht in ihre Räume gelassen. Auch ein Jugendprojekt in dem Haus wurde durchsucht. Die Polizei hatte offensichtlich keinen schriftlichen Durchsuchungsbefehl sondern auf mündliche Order eines Staatsanwalts gehandelt (taz, Sueddeutsche).


Samstag, 19. Februar 2011

Auch die CDU sitzt im Spendensumpf


Nach Mövenpickpartei (Nixblog) und CSU (Nixblog) nun also auch die CDU. Aber Spendensumpf ist ja bei der CDU absolut nichts Neues. Man erinnert sich ja an Ende der 90er Jahre und das Ehrenwort des Ehrenvorsitzenden der CDU, dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl. Führende Politiker aus dieser Zeit sind immer noch am Ruder. Die bekanntesten Namen davon lauten Roland Koch das ist derjenige der selbst im Untersuchungsausschuss nach der brutalstmöglichen Aufklärung fast immer die Wahrheit sagt, Wolfgang Schäuble der immer noch nach 100.000 Schäublonen sucht die in einem Briefumschlag verlorengegangen sind und Angela Merkel die Gaaar Nix weiss.

19. Februar 2011. Gaby Allendorf, unter anderem die Managerin von Stefan Raab, ist offenbar in den Finanzskandal der nordrhein-westfälischen CDU verwickelt. Hinter einenm Großteil ihrer Rechnungen waren anscheinend keine Leistungen zu finden.
Nach der Wahlschlappe der CDU in Rheinland-Pfalz 2006 nahm der bisherige Fraktionsführer der CDU, Markus Hebgen, eine Stelle als Geschäftsführer der Stiftung Kloster Eberbach in Hessen an. Es scheint nun so dass er mit den Geldern der Stiftung die alten Rechnungen der CDU beglichen hat und Allendorf davon profitierte. In einem E-Mail vom 27.07.2007 beklagt sie sich bei Hebgen über ausbleibende Zahlungen für eine "auf 2006 rückdatierte Rechnung" und schreibt dass sie schon längst den Anwalt losgeschickt hätte wenn es eine "echte Rechnung" wäre (Spiegel).

5. Mai 2010. In Rheinland-Pfalz wurde u.a. die Wohnung des früheren Partei- und Fraktionschefs der CDU Christoph Böhr durchsucht, in Hamburg u.a. die des neuen Finanzsenators Carsten Frigge (CDU). Es geht um 400.000 Euro für Beratungsleistungen die nicht sauber verbucht wurden. Die Trennung des Landesverbands und der Landtagsfraktion funktionierte nicht korrekt (Tagesschau).

1. Mai 2010. Die CDU fällt mal wieder mit undurchsichtigen Spendenpraktiken auf. Dieses Mal durch die Finanzierung der angeblich neutralen Initiative "Wechsel wählen" im Wahlkampf 2005 (Tagesschau, Spiegel).

20. April 2010. Neues von der Hella-Spendenaffäre (Sueddeutsche).

10. April 2010. Deutschland steckt in der schwersten Krise seit dem zweiten Weltkrieg und Frau Bundeskanzlerin Merkel sucht nach einer Aufgabe (Welt).

08. März 2010. Rüttgers will sich anscheinend mit Bloggern anlegen und stellt wegen "Ausspähens von Daten" Anzeige gegen Unbekannt wobei aber in Äußerungen des neuen Generalsekretärs Andreas Kreutscheid die Blogs Wir in NRW und Ruhrbarone genannt werden (Telepolis).
06. März 2010. Die CDU bekommt pünktlich zum Auftakt der Diskussion um den Verbraucherschutz eine großzügige Spende von der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) mit einer Spende in Höhe von 125.000 Euro und dann noch einmal eine Spende in Höhe von 75.000 Euro von der Allfinanz Deutsche Vermögensberatung AG bei welcher es sich wiederum um ein Tochterunternehmen der DVAG handelt. Insgesamt als 200.000 Euro (Telepolis).
Die Schwarzgeldfragktion war kurz vor einer neuen Diätenerhöhung die wohl abgesagt wurde. Ganz konnte man sich den Griff ins Steuersäckel aber nicht verkneifen. Bei den Fraktionszuschüssen hat man sich eine "geringfügige" (was auch immer das heisst) Erhöhung gegönnt (Spiegel).
03. März 2010. Die CDU in NRW stellt erstattet Anzeige wegen Datenklau (Sueddeutsche).

27. Februar 2010. Auch der niedersächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich soll käuflich sein. In Sachsen wird er auch "Stasislaw Billig" genannt (Sueddeutsche, Welt, Spiegel).

26. Februar 2010. Dieter Jasper (CDU) hat sein Wahlmandat mit einem falschen Doktortitel gewonnen (Sueddeutsche).

25. Februar 2010. Koch und Rüttgers fahren die grössten Dreckschleudern (Welt).

24. Februar 2010. Die dubiose Finanzierungsform durch die Hr. Wüst als Bauernopfer in die Wüste geschickt wurde gibt es schon seit 2004 (Sueddeutsche). Journalisten fragen zur Zeit regelmäßig an wann ein Termin bei Hr. Rüttgers zu kaufen ist (Spiegel). Sponsoring an Parteitagen (taz).

23. Februar 2010. Rüttgers weis von Gaaaaaaaaaaar Nix (Welt) und sieht bei sich selbst auch Gaaaaaaaaaaar Kein Versagen. Ich habe das Gefühl da will mich jemand verar...en. Ein Vorgesetzter der nicht weiss was seine Untergebenen tun ist am falschen Platz (Focus). Lobby Börse Parteitag (Sueddeutsche). Die Angst geht in NRW um (Sueddeutsche). Nachfolger von Generalsekretär H. Wüst wird Medienminister Andreas Krautscheid (WDR).

22. Februar 2010. Karlheinz Schreiber hat 2 Millionen Euro verschenkt. Einfach so (Sueddeutsche). Bauernopfer in der CDU. Wegen der verkaufen Gesprächstermine von Hr. Rüttgers wurde Generalsekretär Hendrik Wüst in die Wüste geschickt (Sueddeutsche).

20. Februar 2010. Jürgen Rüttgers (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen verkauft seine Gesprächstermine an denjenigen der am meisten dafür bezahlt (Spiegel).

17. Februar 2010. Nach Frau Schröder (geb. Köhler) (Nixblog) gibt es mit Dieter Jasper wieder einen ominösen Doktor in der CDU (Sueddeutsche).

05. Februar 2010. Das schwarze Loch DSL Bank, Leuna, Schreiber CDU (taz).

01. Februar 2010.
Da die Nebeneinkünfte bei der RAG von Frau Dinther so mickrig waren konnte sie jahrelang keine Parteibeiträge bezahlen (Sueddeutsche).
Finanz Staatssekretär aus Baden-Württemberg, Gundolf Fleischer (CDU), soll seit Jahren ein Projekt von Bund und Land boykottieren weil eine Gruppe von 15 Unternehmern aus seinem Wahlkreis nicht zum Zug gekommen sind. Mindestens 4 der Bauunternehmen sollen eine Spende von jeweils etwas mehr als 10.000 Euro an die CDU gespendet haben (SWR).

29. Januar 2010. Die Landtagspräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Regina van Dinther (CDU) und ihr Vizepräsident Edgar Moron (SPD) haben für 2 Aufsichtsratssitzungen der Ruhrkohle AG sogenannte Entschädigungen in Höhe von 30.000 und 22.500 Euro eingesackt und sind noch so unverfroren zu behaupten das wäre branchenüblich. Das kann Gar Nix aber nicht so richtig glauben dass in der Branche der Monteur mal eben so 30.000 Euro zugesteckt bekommt. Ansonsten ist Gar Nix in der falschen Branche tätig (Sueddeutsche).

23. Januar 2010. Am 1. Oktober 2009 kurz nach der Bundestagswahl hat die CDU von den BMW-Großaktionären Johanna Quant, Stefan Quandt und Susanne Klatten jeweils 150.000 Euro an Spenden bekommen. Das Pikante dabei. Bevor die Zahlungen am 17. November 2009 vom Bundestag veröffentlicht wurden war von der neuen Regierung ein Rabatt bei der Besteuerung von Jahreswagen für Mitarbeiter und ein weiterer für die Privatnutzung von Mitarbeitern vereinbart (Spiegel).

Freitag, 18. Februar 2011

Atomkraft in Spanien


17.02.2011. Die bisher auf 40 Jahre angelegte Höchstgrenze für den Betrieb von AKWs wurde in Spanien kurzerhand in einen Änderungsantrag zum Gesetz für nachhaltiges Wirtschaften gepackt und passierte so durch die Hintertür problemlos das Parlament in Madrid. Es handelte sich bei den Versprechungen zum Atomausstieg, zur Rente und zum Kündigungsschutz offenbar um  Abkommen mit den beiden grossen spanischen Gewerkschaften von denen keines eingehalten wurde. Die beiden Gewerkschaften CCOO und UGT haben 2009 pikanterweise 15 Mio an Subventionen bekommen und vertreten hauptsächlich Besitzstände von Stammbelegschaften die u.a. auch in AKWs arbeiten (Telepolis).

15.02.2011. Sechs Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace drangen in das AKW Cofrentes ein und bestiegen einen der Kühltürme. Dort brachten sie die Aufschrift "Peligro Nuclear" an. Weitere Mitglieder von Greenpeace forderten mit Spruchbändern die sofortige Abschaltung des AKWs und dass die Betriebsgenehmigung die am 19. März ausläuft nicht verlängert wird. Mit der friedlichen Aktion wurde bewiesen dass Cofrentes nicht ausreichend gesichert ist (Telepolis).

20.09.2010. In Spanien trifft der Schwarze Peter eines Zwischenlagers für 60 Jahre möglicherweise das Dorf Zarra (Telepolis).

29.08.2010. USA wollen nicht mehr weiter für die Schäden welche durch die 4 im Jahr 1967 in Spanien in Palomares verlorenen Wasserstoffbomben verursacht wurden aufkommen. 44 Jahre sind genug. Dabei liegt die Halbwertszeit von Plutonium bei 24.360 Jahren. Man müsste also etwa 250.000 Jahre warten bis das Gebiet wieder als einigermassen sauber gelten könnte (Telepolis).

12.02.2010. Auch in Spanien will niemand Atommüll zwischenlagern. Ganz zu schweigen davon dass man dort noch nicht einmal angefangen hat ein Endlager für hochradioaktiven Müll zu suchen (Telepolis).

24.01.2010. Spanien sucht Endlager. 6 Gemeinden streiten sich darum aber die Anwohner wollen es nicht haben (taz, Welt).

01.01.2010. Spanien muss ab jetzt an Frankreich TÄGLICH 60.000 Euro Strafgebühr gezahlt werden. Spanien hat kein Endlager für die atomaren Abfälle. Deshalb kann der Müll aus dem Atomkraftwerk Vandellòs nicht zurückgeliefert werden.

06.07.2009. Die Laufzeit für den Pannenreaktor Garoña mit einer Leistung von 466 MW in Spanien wird über die geltende Höchstgrenze für den Berieb von AKWs hinaus verlängert. Es wird versprochen ihn nach 42 Jahren Laufzeit im Jahr 2013 abzuschalten. Die nächsten Wahlen sind jedoch 2012. Die sozialistische Partei wird dann wegen der gebrochenen Wahlversprechen mit großer Wahrscheinlichkeit abgewählt werden. Ein Grund für die Laufzeitverlängerung für das AKW war wohl auch die Rekordarbeitslosigkeit von 18,1% und der Abbau von 1000 Arbeitsplätzen. Ausserdem hat die Atomindustrie während der Wirtschaftskrise wieder einmal erfolgreich mit den angeblich niedrigeren Kosten durch das "abgeschriebene" AKW argumentiert.
Im Moment wird in Spanien trotz Bevorzugung "nur" noch  18% des Strom mit AKWs produziert. Aus Erneuerbaren Energien stammen 20% des Stroms (Telepolis).

06.06.2009. Der spanische Kontrollrat empfiehlt die Laufzeitverlängerung des AKW Garoña um 10 Jahre obwohl es nicht wirklich gebraucht wird da immer wieder Windkraftanlagen zu Gunsten der AKWs abgeschaltet werden müssen. Der Bericht soll der Öffentlichkeit erst nach den Wahlen bekannt gegeben werden. Vorraussetzung sollen Investitionen in Höhe von 50 Mio Euro sein. Familien soll wegen der Rekordarbeitslosigkeit und Schulden billigerer Strom aus dem AKW angeboten werden (Telepolis).

25.05.2009. In Spanien sorgen Atomkraftwerke dafür dass Windräder stillstehen (Telepolis).

25.08.2008. Im Nordosten von Spanien musste der Atomreaktor Vandellòs II abgeschaltet werden. Ein Generator zur Stromerzeugung ist in Brand getreten. Die Betreiber versuchen der katalanischen Feuerwehr den Einlass zu verwehren. Diese stellt bei einer Inspektion große Schäden im Turbinenraum fest (Elmundo.es).

25.08.2008. Im AKW Garoña kommt es zu einer automatischen Schnellabschaltung zu der Arbeiten am Leitungssystem ausserhalb des Reaktors geführt haben sollen. Gefahren sollen für die Beschäftigten, die Bevölkerung und die Umwelt nicht bestanden haben da die Sicherheitseinrichtungen des AKW funktioniert haben. Der Vorfall wird mit 0 auf der INES-Skala eingestuft.

21.08.2008. Miguel Sebastián, Industrieminister von Spanien kündigte harte Strafen für die Betreiber des spanischen Atomkraftwerks Ascó an weil der Störfall im November 2007 bis April 2008 verheimlicht wurde. Vom CSN wurde eine Strafe zwischen 9 und 22,5 Mio Euro vorgeschlagen. Bei einem Gewinn von 6 und 2 Mrd. Euro tut das den Konzernen jedoch ganz sicher nicht weh (Telepolis).

20. Juli 2008. Im AKW Vandellòs gibt es einen Feueralarm und evtl. eine radioaktive Kontaminierung des Geländes. Von den Betreibern und der Aufsichtsbehörde wird jedoch erklärt dass keine Radioaktivität ausgetreten sei. Der Vorfall wird "vorläufig" mit 0 auf der INES-Skala eingeordnet.
Auf einem LKW wurde zwischenzeitlich radioaktiv verseuchte Erde vom AKW Vandellós II gefunden als er das Gelände verlassen wollte.

11. Juli 2008. Im spanischen AKW Cofrentes kommt es zu Zwischenfällen. Ein Entlastungsventil im Primärkreislauf lässt Druck ab und zwei Tage später fällt eine Pumpe aus.

Juli 2008. Das spanische AKW Ascó I soll nach 40 Tagen wieder ans Netz gehen. Aber auch der dritte Versuch scheitert. Dieses Mal wegen einer kaputten Dichtung. Die Leistung des Reaktor Ascó II muss derweil wegen einer kaputten Pumpe gedrosselt werden. Insgesamt gab es in Spanien innerhalb der letzten 6 Monate mindestens 34 Störfälle.
 
2008. Die sozialistische Partei (PSOE) unter Zapatero wiederholt das Versprechen zum Ausstieg aus der Atomenergie. Die AKWs sollen nach Ablauf der vorgesehenen Lebensdauer abgeschaltet werden. Im ersten Halbjahr führten die Reaktoren von Ascó vor Vandellós II und Cofrentes die Liste der Störfälle an (Telepolis, Telepolis).

29. November 2007. Der Betreiber Endesa und Iberdrola des AKW Ascó verheimlichen einen Störfall bei dem größere Mengen radioaktives Material willentlich nach aussen geleitet wurde. Die Freisetzung wurde von CSN registriert die somit an der Vertuschungsaktion beteiligt ist. Für einige gefundene Partikel wurde eine Äyquivalentdosis von 216 Millisivert in neun Tagen ermittelt und somit der gesetzliche Grenzwert um das 400fache überschritten (Telepolis).
Die CSN wirft später den Betreibern signifikante Fehler vor. Es seien aber weder Menschen noch Umwelt gefährdet gewesen. Dabei überstieg die freigesetzte Radioaktivität laut dem eigenen Bericht die Jahresdosis der Beschäftigten und bestätigt dass die "Eichung" der Strahlenmessgeräte TR-2605 und TR-2606" abgeändert und auf einen Wert angehoben wurde welcher über den Grenzwerten gelegen hatte. Die externen Beschäftigten wurden nach dem Vorfall nicht auf Strahlung untersucht. Daher konnten auch die Belastungen der Beschäftigten und Anwohner nicht ermittelt werden.
Laut Greenpeace haben Analysen ergeben dass 27% der Partikel auch ein halbes Jahr nach dem Zwischenfall eine Strahlung ausgesendet welche die Jahresdosis der Beschäftigten überschritten hat (Telepolis).

2007. Die spanische sozialistische Regierung unter Zapatero verspricht vor den Wahlen die Abschaltung von Garoña. Die AKWs in Spanien stellen mit 50 Störfällen in diesem Jahr einen neuen Rekord auf (Telepolis).

2005. Der Betreiber Endesa und Iberdrola des AKW Vandellòs II verheimlichen zwei Monate lang einen Störfall der Stufe 2 auf des INES-Skala. Die Strafe dafür beträgt gerade mal 1,6 Mio Euro bei einem Milliardeneinkommen der Konzerne.

2004. Die neue sozialistische spanische Regierung verspricht den Ausstieg aus der Atomenergie und lässt diesen wohlklingenden Worten keine Taten folgen (Telepolis).

2002. Greenpeace besetzt ein AKW im südspanischen Zorita.

Oktober 1989. Block I des AKW Vandellòs muss wegen einem Brand endgültig abgeschaltet werden. Etwa 2030 soll mit dem Rückbau begonnen werden.

1988. Der Atomreaktor Vandellòs II geht ans Netz.

1971 bis 1983. Vom AKW Garoña werden 97 Tonnen Atommüll zur Wiederaufbereitungsanlage Windscale (Sellafield) geliefert. Damit diese auf Dauer in Großbritannien bleiben dürfen zahlt Spanien 34 Millionen Euro. Dazu wurde ein Vertrag zwischen Nuclenor und der British Nuclear Fuels (BNFL) geschlossen.

1971. Das AKW Garoña mit einer Leistung von 466 MW geht noch während der Franco-Diktatur ans Netz (Telepolis).

1966.  Nach dem Zusammenstoss eines Bombers mit Wasserstoffbomben mit einem Tankflugzeug über  Palomares in Spanien werden etwa 20 Kilogramm Plutonium verstreut. Die Bewohner der Gegend werden nicht evakuiert. Sie dienen seither als Versuchskaninchen und dürfen pro Jahr einmal nach Madrid zur Untersuchung reisen. Die Untersuchungsergebnisse werden geheim gehalten (Nixblog).

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Dienstag, 15. Februar 2011

Peter Alexander - Ein Nachruf


Die besten gehen immer zu früh, sind aber nie ganz fort. Der Sänger und Entertainer Peter Alexander ist am Samstag, 12. Februar 2011 im Alter von 84 Jahren in Wien gestorben. Er wurde zurecht auch Peter der Grosse genannt. Mit seiner Kunst hat er mein ganzes bisheriges Leben begleitet. Für die schönen Stunden die er mir beschert hat werde ich ihm immer dankbar sein. Seit er 2003 nach dem Tod seiner Frau Hilde die Bühne verlassen hat vermisse ich ihn und bin froh dass ich seine Kunst dank der Technik auch weiterhin genießen kann.
Für die sogenannte "heile Welt" die er lebte wurde er immer wieder angegriffen. Aber wie er selbst sagte: "Für was lohnt es sich sonst zu leben?".
Am Samstag, 19. Dezember 2011 wird er auf dem Wiener Zentralfriedhof aufgebart damit seine Fans zwischen 9 und 16 Uhr von ihm Abschied nehmen können. Ein Kondolenzbuch wird ausgelegt.
Das Begräbnis wird im engsten Familien- und Freundeskreis an einem anderen Tag stattfinden.
Eines seiner bekanntesten Lieder war "Sag beim Abschied leise Servus". Servus Peter! Ich werde Dich hier vermissen. Du aber bist sicher froh dass Du wieder mit Deiner Hilde zusammen sein kannst. Servus ...

Donnerstag, 10. Februar 2011

Bedingungsloses Grundeinkommen


02.06.2009. Das Bedingungslose Grundeinkommen ist ein Geldbetrag den jeder Bürger bekommt ohne dass von ihm eine Gegenleistung verlangt wird.

Es gibt viele Argumente dafür und dagegen. In Deutschland werden die Stimmen immer lauter welche sich dafür aussprechen. Bis zum 17. Februar 2009 wurde eine Petition von knapp 53.000 Befürwortern unterzeichnet. In der Zwischenzeit hat sich die d4u-Partei formiert welche sich die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens zum Ziel gesetzt hat. Die Piratenpartei in Deutschland hat beschlossen in Richtung eines Bedingungslosen Grundeinkommens zu arbeiten. In verschiedenen Ländern gibt es bereits erste Gehversuche (Wikipedia, Telepolis):

Für die Woche vom 14. bis 20. September 2009 wird zur zweiten Woche des Grundeinkommens aufgerufen (http://www.woche-des-grundeinkommens.eu/).

Alaska

Das was in Alaska ohne Bedingung ausbezahlt wird ist kein wirkliches "Bedingungsloses Grundeinkommen" da man von dem Geld (ca. 1100 US$ im Jahr) nicht leben kann.

Brasilien

In Brasilien werden seit 2004 im Projekt "Bolsa Familia" erste Schritte für ein Bedingungsloses Grundeinkommen umgesetzt. Bis jetzt erhalten 12,4 Millionen der ärmsten Familien einen kleinen Betrag welcher bis 2010 auf die Gesamtbevölkerung erweitert werden sollte was aber verschoben wurde. Das Geld ist allerdings nicht bedingungslos. Die Kinder der Familien müssen in die Schule gehen und sich gesundheitlich untersuchen lassen.

Deutschland

10.02.2011. Der Sozialstaat hat einem Drittel der Bevölkerung den Gesellschaftsvertrag gekündigt. Zeit für eine Grundeinkommen von 800 Euro für jeden Bürger (Spiegel).
23.02.2010. Gleiches Geld für alle (Spiegel).

21.02.2010. Hier herrscht eine Faulenzerdebatte von Schröder, Koch und Mövenpick (Nixlog) inszeniert die sich an dem Wort bedingungslos stösst.

21.11.2010. Die Piratenpartei erweitert auf ihrem ersten Programmparteitag ihr Profil und spricht sich unter anderem für ein Recht auf eine sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe aus was in Richtung eines Bedingungslosen Grundeinkommens geht (Spiegel).

Namibia

In Namibia wird seit Januar 2008 den 1000 Einwohnern der Ortschaft Omitara für zunächst einmal 2 Jahre ein Bedingungsloses Grundeinkommen 100 namibischen Dollar (ca. 9 Euro) monatlich ausbezahlt. Bei Erfolg soll das bedingungslose Grundeinkommen landesweit eingeführt werden um die Armut zu bekämpfen. Der erste Halbjahresreport ist durchaus positiv ausgefallen. Man erwägt bis 2012 das BGE landesweit einzuführen. 51% der Menschen in dem Land sind Arbeitslos und die konventionelle Entwicklungshilfe hat versagt.
Das Leben in Omitara nach dem Auslaufen des Projekts (taz).

Österreich

21.01.2010. In Österreich soll eine Mindestsicherung von 744 Euro eingeführt werden. Diese hat jedoch mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen nichts zu tun (taz).

Sambia

In Sambia testen die Weltbank und die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit eine Form des Bedingungslosen Grundeinkommens. Ein Beispiel wie man es nicht machen darf. Dort erhalten nur bestimmte Familien im Dorf eine monatliche Zahlung. Die anderen bekommen nichts. Es passiert natürlich was passieren muss. Es kommt zu Neid was in den Dörfern zu harten Auseinandersetzungen führt (taz).

Schweiz

30.01.2011. Im Frühjahr 2012 wollen Enno Schmidt und Daniel Häni von der Baseler "Initiative Grundeinkommen" in der Schweiz eine Volksinitiative für ein Bedingungsloses Grundeinkommen lancieren. Zur Vorbereitung soll am 19. März ein Kongress in Zürich stattfinden (Telepolis).

Weitere Links:
- Archiv Bedingungsloses Grundeinkommen (www.archiv-grundeinkommen.de/).
- Die Piratenpartei hat eine Arbeitsgruppe "Bedingungsloses Grundeinkommen" (Piratenpartei).