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| CASTOR-Zug |
Der dreizehnte und letzte Castor-Transport von La Hague nach Gorleben mit hochradioaktivem Atommüll ist in Frankreich nach heftigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten, einen Tag früher als ursprünglich geplant, am 23. November 2011 mit ca. 1,5 Stunden Verspätung um ca. 16 Uhr in Valognes gestartet. Er wird nach etwa 1200 Kilometern Wegstrecke am 26. oder 27. November 2011 an der Umladestation in Dannenberg eintreffen. Mit Tiefladern werden die Behälter dann die letzten 20 Kilometer ins Zwischenlager in Gorleben, wo bereits 102 Castoren stehen, transportiert.
Informationen über die Route und Sicherheitsvorkehrungen wurden wie immer nicht bekanntgegeben.
Der Atommüll der bei der Wiederaufbereitung in La Hague angefallen ist stammt von Deutschen Brennelementen. Die grün-rote Bundesregierung hat sich jedoch mit den Energieversorgern darauf verständigt dass ab 1. Juli 2005 keine weiteren Brennelemente aufbereiten zu lassen. Deutschland ist aber verpflichtet den Atommüll zurückzunehmen.
Der Atommüll der bei der Wiederaufbereitung in La Hague angefallen ist stammt von Deutschen Brennelementen. Die grün-rote Bundesregierung hat sich jedoch mit den Energieversorgern darauf verständigt dass ab 1. Juli 2005 keine weiteren Brennelemente aufbereiten zu lassen. Deutschland ist aber verpflichtet den Atommüll zurückzunehmen.
Castor-Behälter
| CASTOR-Behälter |
Hauptsächlich besteht der Castor aus einem rohrförmigen, dickwandigen Behälter aus Sphäroguss oder Schmiedestahl mit einem Doppeldeckel-Dichtsystem. Das Gesamtgewicht beträgt etwa 110 bis 125 Tonnen und kann mit etwa 10 Tonnen radioaktiver Abfälle befüllt werden. Danach enthält er etwa das Vierfache der Radioaktivität die bisher bei der Katastrophe von Fukushima ausgetreten ist.
Plutoniumfabrik La Hague
| Plutoniumfabrik La Hague |
Aus La Hague soll danach noch ein Zug mit weniger starkt strahlendem Müll kommen. Ab frühestens 2014 werden zwei Transporte aus Sellafield im Zwischenlager Gorleben erwartet. Danach soll Schluss sein. Die Transporte aus Sellafield müssten jedoch laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nicht zwingend nach Gorleben gebracht werden Rechtlich wäre es den Betreibern der Atomkraftwerke möglich sie auch in anderen Zwischenlagern (z.B. in Biblis, Neckarwestheim oder Philippsburg) unterzubringen. Die politische Entscheidung trifft jedoch die Bundesregierung.
Castor-Gegner
| Dannenberg-Splietau - Demo gegen Castortransport 2010 |
Etwa 185 Organisationen planen auch in diesem Jahr Aktionen weil der Atomausstieg bei weitem nicht komplett ist und mit dem Transport nach Gorleben Fakten geschaffen werden um das Endlager durchzudrücken. Unter anderem soll es eine Stuhlblockade von Senioren geben, "Landmaschinenschauen" von bis zu 600 demonstrierenden Bauern und Laternenumzüge mit Kindern. Auch die Kampagne "Castor schottern" hat wie im letzten Jahr zur Entfernung von Steinen aus dem Gleistbett aufgerufen.
Die AKW-Gegner haben sich gut vorbereitet. Es gibt einen Ärzte und Rettungssanitäter, einen Anwaltsnotdienst, Zeltlager und evangelische Kirchengemeinden bieten Übernachtungsmöglichkeiten an, eine allerdings ausschließlich vegetarische "Volxküche" auf der Esso- Wiese in Dannenberg, ein "Castor-TV" und sogar eine eigene Zeitung.
Polizei
| 8. Mai 1996, Ausschreitungen bei Gorleben-Demo |
Wegen widersprüchlicher Angaben zu der möglichen Strahlenbelastung durch den Castor-Transport sind Polizisten aus dem Rheinland verunsichert. Die rheinland-pfälzische Polizeigewerkschaft der Polizei (GdP) fordert daher zur Absage des Transports oder zur Umleitung nach Philippsburg auf. Laut Angaben des Innenministeriums sind die Polizeibeamten mit Dosimetern ausgestattet. Ausserdem soll das niedersächsische Umwltministerium alle für den Transport vorgesehenen Behälter überprüft haben.
| Dixi-Toilette |
An verschiedenen Stellen im Einsatzraum wurden auch Standorte mit XXL-Dixi-Klos eingerichtet. Die Polizisten passen wegen der Schutzausstattung kaum in normale transportable Toiletten. Daher werden in diesem Jahr Klos die normalerweise für Behindete vorgesehen verwendet.
Die Beamtinnen sollen auch flächendeckend mit Urinalen (Hygiene-Urin-Guides - HUG), kleinen Plastikklos aus einem rosafarbenen Trichter mit einem kleinen Tank darunter, ausgerüstet worden sein. Für Männer gibts "Jonhy Wee". Das sind gewebte Beutel in denen das eintretende Urin mittels Polymerkristallen in Gel verwandelt wird damit sich Bakterien nicht ausbreiten können und der Uringeruch unterdrückt wird.
Zwischenlager Gorleben
Es gibt für hochradioaktive Stoffe weltweit bisher kein Endlager. Gorleben muss als Zwischenlösung herhalten. Wohl auch um Tatsachen zu schaffen um dann das Salzbergwerk nebenan in einer Nacht- und Nebelaktion später doch durchzudrücken.
Im Zwischenlager Gorleben stehen in einer grossen Halle bereits 102 Castorbehälter. Der Zug wird weitere 11 Behälter vom Typ "Castor HAW 28M" bringen. Weil sie zu viel Hitze erzeugen könnten sie auch nicht sofort in ein Endlager (wenn eins existieren würde) gebracht werden. Zu Beginn haben sie eine Temperatur von ca. 400°C. Es dauert etwa 20 bis 30 Jahre bis sie so weit abgekühlt sind damit sie in ein Endlager gebracht werden könnten. In einem Salzstock darf die Oberfläche des Behälters maximal 200°C heiß sein. In einem Endlager aus Tonschichten nicht mehr als 100°C. Die notwendige Zwischenlagerung dafür würde noch länger dauern.
Schwarzgelder Atomausstieg ist eine Mogelpackung
Man kann nicht wirklich von einem Atomausstieg sprechen. Auch wenn nun 8 marode Atomkraftwerke abgeschaltet wurden und die restlichen in 10 Jahren angeblich abgeschaltet werden sollen:
1. Wir haben in Deutschland immer noch die Urananreicherungsanlage in Gronau. Der Betreiber Urenco hat auch Fukushima mit Brennelementen versorgt.
2. In Lingen haben wir eine Brennelementefertigungsanlage. Damit werden rund 7% des Weltmarkts abgedeckt.
2. Daneben laufen einige Versuchsatomreaktoren und zwar nicht nur für medizinische Projekte.
3. Wir haben in Deutschland US-amerikanische Atombomben gelagert und es gibt Hinweise darauf dass wir zwar keine komplettierten A-Bomben haben. Die Gesetzlage wurde jedoch vor ca. 20 Jahren so abgeändert dass Deutschland Einzelteile lagern kann die innerhalb kürzester Zeit zu einer kompletten Atombombe zusammengebaut werden können. Im Europäischen Umfeld stellt die Beteiligung Deutschlands an der Entwicklung und dem Bau von Atombomben volleds kein Problem dar. Ausserdem haben wir fast mehr deutsche atomwaffenfähige Flugzeuge als US-amerikanische Atombomben.
4. Ausserdem sind die Beteiligungen an EURATOM und die Bürgschaften für ausländische AKWs wie das brasilianische Angra an der Stelle noch zu nennen. Atomausstieg sieht anders aus.
Sonntag, 27. November 2011
12 Uhr 00, MEZ. Bei der Veranstaltung der Piratenpartei in Nebenstedt findet eine öffentliche Fraktionssitzung der Berliner Piratenpartei statt.
Samstag, 26. November 2011
00 Uhr 00, MEZ. 50 Meter rechts und links der Transportstecke zwischen Lüneburg und Gorleben beginnt das Versammlungsverbot.
12 Uhr 30, MEZ. In Dannenberg findet eine Großdemonstration statt. Es haben sich Busse aus 152 Städten angesagt. Die Polizei erwartet 10.000 bis 15.000 Demonstranten.
Winfried Kretschmann (Die Grünen) wird im Gegensatz zu den Piraten nicht dabei sein. Er sieht darin keinen Sinn mehr. Es ist den Grünen wichtiger zu dem Zeitpunkt einen Bundesparteitag in Kiel abzuhalten.
Aktuell gehts beim Castor-Live-Ticker weiter!
Freitag, 25. November 2011
Ab heute bis zum 28. November 2011 veranstaltet die Piratenpartei in Nebenstedt im Wendland eine Mahnwache unter dem Motto "Gorleben soll leben!" Die Demonstranten wollen Schottern "bis die Gleise schweben". Die Polizei kündigt im Vorfeld noch einmal ein "beherztes" Vorgehen an.
Die französische Organisation "Sortir du nucléaire" will möglicherweise juristisch gegen den Stopp auf dem Bahnhof von Rémilly, der etwa einen Tag dauert, angehen. Laut § L 1333 im französischen Strafgesetzbuch muss jede Aktion die Personen ionisierender Strahlung aussetzt, einzeln genehmigt werden.
05 Uhr 00, MEZ. Der Castor steht entgegen Falschmeldungen immer noch in Rémilly.
08 Uhr 00, MEZ. Die Polizei in Rémilly zieht sich zusammen. Die Abfahrtsvorbereitungen laufen an.
08 Uhr 40, MEZ. Laut einem Sprecher der französischen Polizei soll der Castor bei Forbach über die Grenze fahren. Möglicherweise wird er gegen 10 Uhr dort eintreffen.
09 Uhr 00, MEZ. Der Transport setzt sich in Bewegung. Richtung Saarland nach Forbach. Die Route nach Forbach bleibt unklar. Auf dem Domplatz in Speyer wartet eine Mahnwache auf den Castortransport.
09 Uhr 37, MEZ. Faulquemont wird durchquert.
10 Uhr 01, MEZ. Der Zug erreicht den Grenzübergang nach Deutschland bei Forbach in Saarbrücken und fährt durch Forbach.
10 Uhr 14, MEZ. In Saarbrücken formiert sich eine Mahnwache der Grünen am Hauptbahnhof wo auch die Polizei präsent ist. Auf einer Brücke demonstrieren 40 AKW-Gegner friedlich. In Speyer mobilisiert die Südblockade zu einer Mahnwache. Berg in der Südpfalz dürfte bei dem weiteren Trransportverlauf keine Rolle mehr spielen. Warscheinlich geht es über Neuenkirchen nach Rheinland-Pfalz weiter.
Auf der B191 zwischen Neustadt-Glewe und Ludwigslust und auf einigen anderen Zufahrtsstrassen der Region wurden Radarfallen aufgestellt. Einige Journalisten wurden offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit mehrfach geblitzt.
10 Uhr 45, MEZ. Der Transport hat offenbar Neuenkirchen erreicht. Dort soll er eine Pause einlegen. Kurz bevor der Castor Neuenkirchen erreicht hat musste er offensichtlich kurz anhalten weil 8 bis 9 Personen auf den Gleisen waren. Zwei mussten von der Polizei weggetragen werden. Verletzte soll es keine gegeben haben.
In Gedelitz bereitet sich die Initiative X-tausendmal quer mit praktischen Übrungen auf eine Sitzblockade vor.
In Metzigen bereiten sich 500 Aktivisten mit der sogenannten Rallye Monte Göhrde vor. Das bedeutet dass sie in Gruppen durch den Wald ziehen wo bestimmte Aufgaben wie bestimmte Orientierungspunkte zu finden erledigt werden müssen. Damit sollen Neulinge mit dem Gelände vertraut gemacht werden.
11 Uhr 00, MEZ. In Speyer sind nun zwischen 120 und 200 Demonstranten versammelt. Weitere Teilnehmer haben sich angesagt. In Langendorf verhindert die Polizei Kletteraktionen von Robin Wood auf einem Privatgrundstück.
11 Uhr 30, MEZ. In der Nacht ist offenbar die Internetseite der Kerntechnischen Gesellschaft gehackt worden. Sie ist bis jetzt nicht wieder ans Netz gegangen.
11 Uhr 45, MEZ. In Neuenkirchen wartet man nun für die Weiterfahrt durch Deutschland auf 4 Lokomotiven und 8 Waggons für Sicherheitskräfte. Laut einer Pressekonferenz in Dannenberg sind bereits mehr als 2.00 Menschen im Wendland eingetroffen um gegen den Castor-Transport zu protestieren.
11 Uhr 55, MEZ. In Langendorf hat sich die Lage entspannt. Robin Wood bietet Schnupperklettern für Interessierte an.
12 Uhr 20, MEZ. Greenpeace wurde vom niedersächsischen Umweltministerium eine zuvor erteilte Teilgenehmigung zur Einsicht in Akten zu Strahlenmessungen am Zwischenlager Gorleben wieder entzogen weil dort Castorbehälter "im Zuge neuerer Erkenntnisse über Tatmittel und Täterverhalten" umgestellt worden sind. Der betreffende Schriftverkehr kann nicht offengelegt werden weil die Kenntnis über die Systematik "einem oder mehreren potentiellen Tätern Hinweise für die Zielerreichung (das Freisetzen großer Mengen von radioaktiven Stoffen) geben könnten. Das ist ein klarer Beleg dafür dass das Zwischenlager einem Terrorangriff nicht standhalten kann. Greenpeace und Gar Nix fordern Norbert Röttgen (CDU - Bundesumweltminister) daher zum sofortigen Stopp des Transports auf.
12 Uhr 30, MEZ. Die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg schätzt die Zahl der Menschen die zu den Wochenendaktionen bisher angereist sind auf etwa 3.000. S derfat aber au no a bisserl mehr werda ;o).
13 Uhr 00, MEZ. Über dem Wendland kreisen Hubschrauber. Sie machen Transportflüge und Beobachten die Bahnstrecke. In Harlingen werden Personen von der Polizei unter "Vorgriff auf die Allgemeinverfügung" am Zugang zum Staatsforst Göhrde zu hintern. Es gibt am größten zusammenhängenden Mischwaldgebiet Deutschlands Personenkontrollen.
In Metzingen, dem Hauptort der Gemeinde Göhrde, liefern sich Demonstranten und Polizei auf den Gleisen ein Katz und Mausspiel. Der Weg zu den Gleisen ist mit einigen Absperrungen versperrt.
13 Uhr 10, MEZ. Der Castor steht weiterhin in Neunkirchen und wartet auf die Austauschloks. Es sind auch ca. 150 Demonstranten vor Ort. Es gab kleinere Auseinandersetzungen mit der Polizei. Reporter vom ZDF haben per Twitter das Gerücht verbreitet dass der Zug gegen 17 Uhr weiterfährt.
Am Bahnübergang Posade / Hinkelhagen wurden 30 Menschen von der Polizei eingekesselt.
Die Polizei bewegt derweil Wasserwerfer und Räumfahrzeuge in Richtung von Govelin nach Göhrde.
13 Uhr 30, MEZ. Laut dem heutigen ZDF-Politbarometer werden die Castor-Proteste von 60% der deutschen Bevölkerung befürweortet. 37% sind dagegen. Blockaden lehnen anscheinend 69% ab.
An den beiden Ortsausgängen von Grippel finden Fahrzeugkontrollen statt. Zuvor wurde von ca. 100 Aktivisten eine Schotteraktion gestartet. Sie wurden zunächst von 4 bis 5 Polizisten dazu aufgefordert die Aktion abzubrechen. Die Polizei forderte Verstärkung an. 40 Menschen wurden eingekesselt. Am Ortsausgang von Dumstorf versperrt die Polizei die Abfahrt der Schotterer und stellt Personalien fest. Von einigen Demonstranten werden die Personalausweise eingezogen.
500 Meter südöstlich von Leitstade wurde ein Böller gezündet. Am Weg oben gibt es Platzverweise.
13 Uhr 33, MEZ. Der Castor ist fertig umgekoppelt. Am Zug werden noch Strahlenmessungen durchgeführt.
Am Gleisabschnitt 191 (wo auch immer das ist) soll es einen lauten Knall gegeben haben. Viele Polizisten spurten durch den Wald. Auf den Schienen patroulliert die Polizei auf Pferden.
14 Uhr 00, MEZ. Am Donnerstag gab es offensichtlich einen Brandanschlag auf Signalanlagen der Bahn die von AKW-Gegnern verübt worden sein sollen (hr-online).
14 Uhr 30, MEZ. Im Waldbegiet Göhrde, in Leitstade und Tollendorf soll von Unbekannten je ein Streifenwagen mit Molotow-Coctails in Brand gesetzt worden sein. Dabei wurde offenbar niemand verletzt.
In der Nähe von Grünhagen wurde geschottert. Es sind Gleisreparaturtrupps unterwegs.
An der B216 bei Oldendorf wurde ein Anlaufpunkt gebildet wo man Essen fassen kann. Dort gibt es auch Internet und Informationen.
Über Metzingen kreisen Hubschrauber. Die Polizei setzt wieder einen Wasserwerfer ein. Die Demonstranten haben Böller.
Die Sueddeutsche Zeitung schlägt Castor-Gegner für das Bundesverdienstkreuz vor (Sueddeutsche).
14 Uhr 45, MEZ. Die Polizei hat heute Mittag zweimal den Schulbus von Hitzacker nach Gartow kontrolliert. Einige der Beamten wissen nicht wie die Presseakkreditierung der Polizeidirektrion Lüneburg aussieht. Mit dem Kommentar "Noch nie gesehen" wurde einigen Journalisten der Zugang zu einem Ort wo mehrere Demonstranten festgehalten werden verwehrt.
15 Uhr 00, MEZ. Bereits gestern gab es in Obervellmar auf der Bahnstrecke zwischen Kassel und Korbach einen Brandanschlag auf einen Kabelschacht. Ein Glasfaserkabel wurde vorsätzlich in Brand gesteckt. Dabei gab es einen Schaden von 20.000 Euro. Es sollen Castor-Gegner dafür verantwortlich sein.
Am Gleisabschnitt 191 hat sich die Lage beruhigt. Die meisten Demonstranten und Einsatzkräfte haben sich auf den Weg gemacht. Von den Demonstranten wurden auf dem Rückweg wieder Strassenbarrikaden aus Baumstämmen errichtet.
In Leitstade wurde von der Polizei ein Wasserwerfer postiert.
15 Uhr 30, MEZ. Zwischen Grippel und Groß-Gußborn werden die Fahrzeuge akribisch kontrolliert.
In Govelin, einem Geestdorf mit drei Höfen und 5 Einwohnern, wurde die Lichtung bei der X-Hütte durch berittene Polizei geräumt so dass ein angesetztes Plenum nicht stattfinden konnte.
Die Kundgebung in Speyer hat sich aufgelöst. Etwa 200 Menschen haben daran teilgenommen.
16 Uhr 00, MEZ. Stefan Wenzel (Die Grünen / Fraktionschef in Niedersachsen) fordert David Mc Allister (CDU - Ministerpräsident von Niedersachsen) mit einem Offenen Brief dazu auf ins Wendland zu kommen damit er sich persönlich ein Bild von der Situation und den Einschränkungen der Bürger während des laufenden Transports machen kann.
Laut den südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen sind die Spielchen vorbei. Demonstranten haben sich demnach auf den Weg in die Moltkestraße 53 in Haßloch, zu einem Aldiparkplatz, gemacht. Sie wollen von dort aus versuchen auf die Gleise zu kommen.
16 Uhr 11, MEZ. Der Castor ist nach ca. 5 Stunden Halt in Neunkirchen wieder unterwegs. Er fährt Richtung Kaiserslautern.
16 Uhr 14, MEZ. Bei Haßloch sind nun etwa 150 Menschen auf den Gleisen. Von der Polizei wurden die Zufahrtswege gesperrt. Die Fußwege sind jedoch frei.
16 Uhr 18, MEZ. Der Castor hat Bexbach passiert.
16 Uhr 45, MEZ. Die Lage am Gleisabschnitt 191 ist ruhig. Die Demonstranten haben sich in den Wald zurückgezogen nachdem die Polizei den Wasserwerfer eingesetzt hat. Angaben zu Verletzten gibt es im Moment nicht. Laut einer Zwischenbilanz der Polizei hält sich im Moment trotz der beiden abgebrannten Polizeiwagen alles im üblichen Rahmen eines Castor-Transports.
Die Linke in Hessen unterstützt den Protest gegen den Castor-Transport und die verantwortungslose Energiepolitik der Schwarzgeldregierung.
17 Uhr 00, MEZ. Der Castor passiert Hochspeyer.
In Dannenberg wird die Polizeipräsenz an den möglichen Castor-Routen verstärkt.
Weil zwischen dem Camp Metzingen und der Bahnschiene überall Barrikaden aufgebaut sind hatte das Team der taz Probleme mit dem Auto zurückzufahren. Die Bevölkerung war jedoch hilfsbereit und zeigte einen Schleichweg übers Feld. Baueer Harry Bergmann hat das Auto wieder aus dem Acker gezogen.
Eine Volxküche bietet in Dumstorf auf einem Privatgrundstück an den Gleisen Volxkost an.
17 Uhr 30, MEZ. Bei Haßloch räumt die Polizei Demonstranten von den Schienen. Die Menschen schaffen es jedoch immer wieder auf die Gleise zurückzukehren.
18 Uhr 00, MEZ. Der Castor muss in Neustadt an der Weinstraße anhalten weil wegen der Blockaden in Haßloch noch keine ungestörte Durchfahrt garantiert wer00 Uhr 00, MEZ. Die Polizei hat sich aus vom Eingang des Camps Metzingen zurückgezogen.den kann. Bei der Südblockade in Haßloch kommt es zu teilweise starken Rangeleien zwischen Polizei und Demonstranten. 5 Aktivisten wurden festgenommen. Die AKW-Gegner versuchen an der Strecke jedoch weiterhin die Gleise zu besetzen. Der Castor-Transport wird bald erwartet.
Gegen die Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) wurde ein formelles Ermittlungsverfahren wegen unerlaubter Freisetzung ionisierender Strahlung eingeleite. Sie gilt laut Martin Lemke (Rechtsanwalt der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg), dem Urheber der Anzeige, offiziell als Beschuldigter.
18 Uhr 15, MEZ. Am Bahnhof von Hitzacker wird von 50 Personen eine Mahnwache gehalten. In Breese in der Marsch im Breeser Weg stärkt sich die Bäuerliche Notgemeinschaft beim Angrillen. Über Schweine- und Rinderhälften würde man sich freuen. Guten Appetit.
18 Uhr 30, MEZ. Bei der Mahnwache in Hitzacker sind nun 300 Personen mit dabei. S derf aber immer noch ein bisserl mehr sein. Mr kennet net genug kriegen ;o). In Küsten an der B493 sind derweil 30 Personen und 2 Traktoren angerückt.
Bei Langendorf/Quickborn werden von der Polizei an den Ortseinfahrten Kontrollpunkte eingerichtet und mit Scheinwerfern ausgerüstet. Fahrzeuge werden kontrolliert.
An der Kreuzung B248/B216 zwischen Dannenberg und Hitzacker hat die Polizei einen Räumpanzer an der stratgisch wichtigen Stelle platziert.
18 Uhr 45, MEZ. In Hitzacker, etwa 500 Meter vom Camp entfernt hat Pastor Jens Rohlfink seine Kirche für Leute die innerlich und äußerlich zur Ruhe kommen geöffnet. In der letzten Nacht haben ca. 30 Personen im Gemeindehaus geschlafen. Werden es mehr steht die Kirche offen. Die Heizung wurde angestellt. Es gilt als einzige Bedingung das Prinzip der Gewaltlosigkeit wobei an der Tür kein Gesinnungs-Tüv steht.
19 Uhr 00, MEZ. Blockadetraining auf der Esso-Wiese. Fälschlicherweise wurde das teilweise bereits für 14 Uhr angekündigt.
In Middefeiz steht eine Mahnwache mit 30 Personen. Zuwachs erwünscht. In Lüneburg ist eine Demo mit 400 Personen auf dem Weg zum Bahnhof. Das Holz für die Volxküchen auf der Esso-Wiese ist bald alle. Holzspenden werden dankend angenommen. In Suderburg gehen 50 Menschen mit Trommeln auf den Schienen spazieren.
Durch Göttingen fährt ein langer Traktorkorso. Dahinter 200 Menschen. Etwa doppelt so viele wie gestern.
Laut Polizeiangaben wurden bei den Protesten heute insgesamt 7 Polizeifahrzeuge beschädigt. Am Bahnhofübergang Grünhagen soll ein VW-Bus der Bundespolizei mit Molotow-Coctails beworfen und schwer beschädigt worden ein. 5 andere Kleinbusse in deer Gegend sollen mit Steinen beworfen und dadurch beschädigt worden sein. Bei Leitstade soll ein Sonderfahrzeug der Bundespolizei mit 15 Molotow-Coctails angegriffen worden sein. Davon sollen sich 7 entzündet haben. Dabei wurden offenbar Frontscheibe und ein Reifen beschädigt.
19 Uhr 15, MEZ. Bei Haßloch wurden die Gleise laut Bundespolizeidirektion vollständig geräumt. Auf einer Streche von 3 Kilometern mussten demnach bis zu 100 Personen einzeln von den Schienen weggetragen worden. Es gab dabei keine Ausschreitungen. Zwischen Neustadt an der Weinstrasse und Haßloch gab es jedoch weitere Gleisbesetzungen. Die Südblockierer wollen noch nicht aufgeben. Ob der Zug aufgehalten wurde ist noch nicht klar.
19 Uhr 30, MEZ. In Breese an der Marsch halten 70 Personen eine Mahnwache.
Nachdem in den letzten Jahren Bauern den Straßenkreisel bei Streetz am Verladeort Dannenberg blockiert haben hat die Polizei diesmal vorgesorgt und belagert den Kreisverkehr selbst mit mehreren Fahrzeugen.
19 Uhr 35, MEZ. War wohl Falschmeldung: "Der Zug hat Haßloch passiert."
In Darmstadt-Kranichstein machen 30 Personen einen Fackelumzug. Vor der Polizeikaserne in Neu-Tramm hören 30 Demonstranten Musik. Die Polizei hat sich mit Abperrgittern eine Schneise für die Zufahrt eingerichtet.
Die Polizei behindert laut dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV) immer wieder Reporter bei der Berichterstattung. Von Polizisten wird oft weder der offizielle Presseausweis noch die Akkreditierung von der zentralen Castor-Pressestelle der Polizei anerkannt.
19 Uhr 55, MEZ. War wohl Falschmeldung: "Kurz hinter Haßloch muss der Castor wieder halten weil wieder Menschen auf den Gleisen sind."
Das Blockadetraining ist anscheinend so gut gefüllt dass das Zelt aus allen Nähten platzt und die Organisatoren ein größeres Megaphon einsetzen mussten damit alle mithören können. Es soll drei Stunden dauern.
20 Uhr 05, MEZ. In Oldendorf an der Göhrde am Info-Punkt wird ein Film zum Thema Endlagerung gezeigt. 30 Menschen haben sich dort versammelt.
David McAllister (CDU - Ministerpräsident von Niedersachsen) appeliert an alle Beteiligten, Polizei und Demonstranten zum friedlichen Umgang. Er selbst wird wohlweislich an diesem Wochenende einen Bogen ums Wendland machen "weil er viele Termine wahrzunehmen" hat.
20 Uhr 10, MEZ. Der Zug steht offenbar doch noch vor Haßloch. Warum genau ist nicht klar. In Warburg gab es eine Mahnwache mit 50 Menschen.
20 Uhr 20, MEZ. In Breese an der Marsch findet am Infopunkt ein Meiselgeier-Konzert vor 250 Menschen statt.
20 Uhr 28, MEZ. Der Castor-Transport fährt vor Haßloch im Schritttempo wieder los.
In der Rosdorfer Feldmarkt halten etwa 30 Personen eine Mahnwache ab. Immer wieder kommen die Traktoren der Anti-Atombauern nahe an die Castor-Transportstrecke. Eine Blockade soll es dort jedoch nicht geben.
In Küsten sind 80 Personen unterwegs. Die Straßenblockade wurde jedoch von der Polizei beendet.
20 Uhr 45, MEZ. Auf dem Lüneburger Bahnhof haben sich mehr als 1200 Menschen versammelt. Die Polizei ist auch da. Es geht offenbar friedlich zu.
21 Uhr 00, MEZ. In Rosdorf protestieren an den Gleisen etwa 50 Personen mit 13 Traktoren und 2 Pferden. In Middefeitz lagen eineinhalb Stunden lang 2 Traktoranhänger umgedreht auf der Straße. Die Polizei hat nun Räumpanzer herangeholt. Laut Ermittlungsausschuss Gorleben (EA) gab es heute drei Festnahmen. Alle sind wieder frei. Die Gründe sind dem EA unbekannt.
Der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg wurde von Eisenbahnmitarbeitern hinter vorgehaltener Hand mitgeteilt dass die drei Behelfsbrücken bei Pommiossel/Tangsehl, Hitzacker/Eichengrund und Kähmen nicht ausreichend tragfähig für den schweren Transport sind. Auf einer Länge von 7 Kilometern liegen offenbar Schienen aus dem Jahr 1928. Auf eine Anfrage des Eisenbahnbundesamts (EBA) heisst es nur lapidar dass man um Verständnis bittet dass das EBA über die Transportrouten aus Sicherheitsgründen keine Auskünfte erteilen kann. Bei der Entscheidung für eine Transportroute sollen aber alle sicherheitsrelevanten Aspekte berücksichtigt worden sein.
21 Uhr 20, MEZ. In Harlingen tanzen etwa 100 bis 200 Menschen in etwa 200 Metern von den Bahngleisen eine Polonaise. Die Polizei macht jedoch nicht mit. Immer wieder wird von kleineren Gruppen versucht zu den Gleisen zu tanzen. Die Polizei steht dort jedoch in einer langen Kette und zeigt mit Taschenlampen Präsenz. Es geht entspannt zu.
21 Uhr 26, MEZ. Die Castoren passieren Ludwigshafen.
21 Uhr 29, MEZ. Der Transport überquert die Rheinbrücke von Ludwigshafen nach Mannheim.
Auch am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe haben heute 50 Personen eine Mahnwache abgehalten.
In Lüneburg warten etwa 1000 bis 1200 Protestteilnehmer auf die Durchfahrt der Castoren.
In Nürnberg auf der Liebesinsel halten seit heute nachmittag 10 Personen eine Mahnwache ab.
21 Uhr 50, MEZ. Der Castor-Transport fährt durch Lampertheim.
22 Uhr 00, MEZ. Der Zug passiert Biblis.
In Suderburg haben 20 Personen an einer Schnitzeljagd zu den Gleisen teilgenommen.
Am Wochenende wird in Dannenberg stürmisches Wetter mit Windstärken zwischen 8 und 9 erwartet. Ab Stärke 7 können die Castoren jedoch nicht mehr umgeladen werden. Dann muss gewartet werden bis der Wind wieder nachlässt.
In Göttingen waren bei einer Demo 250 Menschen und 14 Traktoren dabei.
In Schweinfurt haben mehr als 30 Menschen am Bahnhof mit einem Lampionumzug demonstriert.
22 Uhr 23, MEZ. Der Zug passiert Groß-Gerau.
22 Uhr 30, MEZ. Auf dem Bahnhof Fulda halten 30 Personen seit dem Mittag eine Mahnwache. Eben so viele Polizisten passen auf.
22 Uhr 43, MEZ. Der Zug passiert Darmstadt.
22 Uhr 50, MEZ. Der Zug passiert Darmstadt-Kranichstein.
22 Uhr 40, MEZ. Zwischen Metzingen und Hitzacker ist Polizeikontrolle angesagt.
In Darmstadt werden die 100 Teilnehmer einer Mahnwache von der Polizei eingekesselt.
22 Uhr 43, MEZ. Der Zug hält bei Grube Messel weil Personen auf den Gleisen sind.
23 Uhr 00, MEZ. Vor Haßloch hat der Zug gehalten weil eine Person auf einen der Castor-Behälter gesprungen ist. Auf dem Castor-Behälter hat er offenbar eine Fahne mit dem Anti-Atomkraft-Logo in den Händen gehalten. Als die Polizei anrückte flüchtete er über ein Feld.
23 Uhr 10, MEZ. Cecile Lecomte, das Eichhörnchen, hängt mit 3 anderen Kletteraktivisten in den Bäumen bei der Bahnstrecke in Marbach bei Fulda.
23 Uhr 13, MEZ. Am Camp in Metzingen fährt ein Wasserwerfer auf.
22 Uhr 43, MEZ. Der Zug fährt bei Grube Messel weiter.
23 Uhr 16, MEZ. Falschmeldung: "Das Camp in Metzingen wird von der Polizei gestürmt."
Das Camp wurde von der Polizei umstellt. Die Strasse vor dem Camp soll wohl geräumt werden. Die Polizei sagt dass es keine weitere Warnung geben würde. Es werden offenbar neben dem Wasserwerfer auch Pfefferspray und Knüppel eingesetzt. Die Gegenseite greift zu Feuerwerkskörpern.
Eine Gruppe Dänen wurde offenbar festgesetzt. Laut Polizei sollen lediglich die Personalien aufgenommen werden. Ein Däne berichtet dass er von der Polizei getreten sein soll und meint er sei festgenommen worden.
23 Uhr 45, MEZ. Die Polizei schiesst mit dem Wasserwerfer direkt ins Camp. Ein paar Demonstranten werfen offenbar mit Flaschen. Die meisten Aktivisten fliehen teilweise panikartig in geschützte Bereiche. Deeskalation ist scheinbar für die Polizisten ein Fremdwort. Die Stimmung ist sehr aggressiv. Camp Metzingen ist eingekesselt. Die Aktivisten befürchten die Erstürmung des Lagers.
Journalisten wurden angeblich an der Berichterstattung gehindert und teilweise körperlich angegriffen.
Donnerstag, 24. November 2011
Von der Umweltorganisation "Sortir du nucléaire" wurden nach eigenen Angaben in einer Entfernung von zwei Metern radioaktive Strahlung in einer Höhe von 1,65 Mikro-Sievert / Stunde gemessen. Sie liegt damit um das 14fache über der natürlichen Strahlenbelastung. Auch dieses Mal haben sollen sich daher Fahrer geweigert haben diese Züge zu fahren so dasss Führungskräfte der französischen Bahn einspringen mussten.
1 Uhr 15. Nach einem Zwischenhalt in Longueau im Département Somme fährt der Zug weiter. Dort hatte ein Fotograf durch eine Sicherheitslücke 10 Minuten ungestörten Zugang zu den Castor-Behältern. Der Begleithubschrauber musste unterdessen wegen Nebel am Boden bleiben.
4 Uhr 30. Der Transport hat die Stadt Reims erreicht.
7 Uhr 00, MEZ. Während der Nacht hat es entlang der Route immer wieder kleinere Kundgebungen von AKW-Gegnern gegeben. Der Castor wird voraussichtlich gegen Mittag die deutsche Grenze überqueren. Mögliche Übergänge sind Forbach gegen 12 Uhr 15, Kehl gegen 14 Uhr und Lauterburg um 14 Uhr 40. Man kann aber auch einen längeren Zwischenstopp in Frankreich nicht ausschließen.
7 Uhr 30, MEZ. Die Castoren passieren die Kleinstadt Bar-le-Duc.
8 Uhr 00, MEZ. Der Zug stoppt bei der Ortschaft Lérouville im Departement Meuse. Dort wurde in einem Abstand von 30 Metern eine Strahlung von 0,45 µSv/h gemessen.
8 Uhr 15, MEZ. Weiterfahrt. In Breese in der Marsch findet eine Dauermahnwache statt. In Lüchow müssen sich junge Kunden in Supermärkten nach dem Einkauf nach Eiern und Ähnlichen Dingen durchsuchen lassen.
9 Uhr 30, MEZ. In Lüchow beginnt eine Schülerdemo. Etwa 1400 Schüler strömen auf den Rathausplatz. Auch 10 Traktoren fahren hupend vor.
Der Castor nähert sich in der Zwischenzeit Metz. 20 Minuten später wird er den Bahnhof von Rémilly passieren wo sich zeigt über welchen Ort an der Grenze er nach Deutschland fährt.
9 Uhr 39, MEZ. Der Castor wartet im Bahnhof von Rémilly auf die Weiterfahrt.
9 Uhr 45, MEZ. Demnächst beginnt in Berg die Kundgebung der südwestdeutschen Anti-Castor-Initiativen. Ungefähr 100 Aktivisten haben sich bei Minusgraden vor dem Fußballplatz versammelt. Viele mit Strohlsäcken für eine Sitzblockade.
In Rémilly steht ein extra großes Polizeiaufgebot weil die Behörden dort scheinbar größere Protestaktionen erwarten.
9 Uhr 54, MEZ. In Rémilly werden die Loks und die begleitenden Polizeikräfte ausgetauscht. Laut einem Gerücht soll der Castortransport hier für längere Zeit pausieren.
10 Uhr 00, MEZ. Die Demo in Lüchow setzt sich angeführt von einem "Mobilen Musik-Kampfwagen" in Bewegung. Neben 10 Traktoren sind 600 Jugendliche beteiligt. Mehrere Unimogs der Polizei fahren am Ende des Zugs mit. Es werden mehrere Böller gezündet.
11 Uhr 00, MEZ. Laut "Sortir du Nucléaire" soll der Castor in der nächsten Nacht oder morgen über Forbach fahren. In Deutschland soll er erst morgen übernommen werden können. Bei Forbach wurden von Beobachten bisher jedoch keine sichtbare Präsenz von Sicherheitskräften bemerkt. Der Zug, von 200 Polizisten bewacht, steht immer noch in Rémilly.
In Wendland schliessen viele Geschäfte in den nächsten Tagen um damit den Protest zu unterstützen.
11 Uhr 15, MEZ. Bei der Schüler-Demo wächst die Teilnehmerzahl immer noch. Die Polizei spricht nun von 2.000 Demonstranten und 14 Traktoren.
12 Uhr 00, MEZ. Das Lüneburger Verwaltungsgericht hat den Widerspruch gegen den Sofortvollzug der Verbotsverfügung gegen das Protestcamp bei Dumstorf zurückgewiesen. Es wird nun aufgegebenund abgebaut. Der Landkreis wollte es nur ein einer Entfernung von mindestens 4 Kilometern zur Castor-Strecke genehmigen. Ausserdem sollte sich Ulla Jelpke als Anmelderin von der Kampagne "Castor-Schottern" distanzieren. Beides hat wurde von ihr abgelehnt.
12 Uhr 30, MEZ. Die Schülerdemo in Lüchow ist zu Ende. Der Castor steht immer noch in Rémilly. In Forbach scheinen größere Polizeiaufgebote in Stellung zu gehen. Die Demo in Berg wurde abgesagt. Der Bahnhof Berg wurde von 200 Polizisten besetzt.
14 Uhr 30, MEZ. Zwischen Gorleben und Dannenberg wo demnächst die Castoren transportiert werden stellt man "Halten verboten"-Schilder auf. Von den Anwohnern wurden derweil allerorts große und kleine gelbe "X"-Plakate platziert.
14 Uhr 45, MEZ. An der Shelltankstelle in Hitzacker tanken zwei Räumpanzer der Polizei.
15 Uhr 30, MEZ. Im Camp in Metzingen wurden bisher 800 Plätze vergeben. S derf aber au no a bisserl mehr sein. Abweisen tut man niemand.
15 Uhr 46, MEZ. Das Camp bei Valognes wurde in der Zwischenzeit abgebaut. Die 19 Personen die Festgenommen wurden sind alle wieder freigelassen worden. 4 haben eine gerichtliche Vorladung bekommen.
16 Uhr 00, MEZ. In der Zwischenzeit wurde aus unterschiedlichsten Quellen bestätigt dass der Zug erst morgen früh weiterfahren soll. Remilly wurde derweil von der Polizei weiträumig umstellt. Nur Anwohnern ist das Betreten der Ortschaft noch gestattet.
Im Raum Forbach wurden offensichtlich bereits mehrere Mannschaftswagen der Polizei an den Gleisen postiert und über Saarbrücken kreiste am Mittag ein Hubschrauber. Möglicherweise sind das aber auch Ablenkungsmanöver und er fährt füher los. Reserviert bei der Bahn sind wohl noch alle drei Strecken.
Polizisten werden wegen der erhöhten Strahlung zum Desertieren aufgefordert.
16 Uhr 30, MEZ. In Läden, Cafes und Camps wird die erste Ausgabe von The Gorleben Project (G) verteilt. Die Zeitung zum Protest, die von ca. 20 jungen Journalisten in einer Scheune in Breese produziert wird erscheint auf Papier und als E-Paper welches über folgende Internetseite bestellen kann: http://thegorlebenproject.org/home/.
16 Uhr 45, MEZ. In Dannenberg ist es ruhig. Bisher wurde von der Polizei noch niemand kontrolliert.
17 Uhr 00, MEZ. Hans-Heinrich Sander (Mövenpickpartei - Umweltminister von Niedersachsen) geht davon aus dass dies der letzte Castor-Transport nach Gorleben ist. Die Transporte aus Sellafield müssen seiner Meinung nach wo anders gelagert werden.
17 Uhr 30, MEZ. Die Piratenpartei von Niedersachsen ruft zur Teilnahme an der großen Demo am Samstag in Dannenberg auf und fordert einen sofortigen Stopp der Erkundungen und die Abkehr von Gorleben als Endlager. Es wurden in den letzten 30 Jahren genügend Erkenntnisse gesammelt die zeigen dass der Salzstock nicht als Endlager taugt. Sie werden von den Landesverbänden Schleswig-Holstein, Hessen und Baden-Württemberg unterstützt.
18 Uhr 00, MEZ. Ralf Meister (Landesbischof von Hannover) wirft der Politik Unehrlichkeit in der Endlagerfrage vor. Er fordert "die Unterbrechung der Erforschung in Gorleben".
18 Uhr 30, MEZ. Am Camp Metzingen versammelt sich mehrere hundert Menschen. Die Situation ist entspannt. In der Nähe beginnt die sogenannte "Familienkundgebung. Ab 19 Uhr kommt die "Landmaschinenschau" bei der von den Bauern die Blockadetraktoren präsentiert werden. In der Gegend ist viel Polizei unterwegs.
In Hitzacker findet ein Laternenumzug statt. Viele haben ihre Fenster mit Xen geschmückt. Erste Teilnehmer seilen sich ab.
19 Uhr 00, MEZ. Etwa 800 AKW-Gegner haben sich am Ortsschild von Metzingen versammelt. Vor einer Bühne stehen mehrere hundert Menschen und singen. Hinter der Bühne stehen Polizisten in Kampfmontur. Sie fotografieren mit einem Blitz in die Menge. Die Demonstranten leuchten mit den Taschenlampen zurück.
Ein Teil der Demonstranten möchte die Kundgebung über die Bundesstrasse verlassen. Die Polizei versperrt jedoch den weg. Per Durchsage wird durchgegeben dass die Dorfstrasse benützt werden muss.
19 Uhr 15, MEZ. In Göttingen demonstrieren etwa 100 Menschen hinter einem langen Korso von Traktoren.
19 Uhr 25, MEZ. In Metzingen am Imbiss an der B216 blockieren nun 500 bis 600 Menschen die Bundesstrasse. In ihrer Mitte stehen zwei große Sattelschlepper die nicht mehr vorwärtskommen. Das Spalier der Polizei hat sich aufgelöst. Die Polizisten stehen in Reihen gedrängt mitten in den Massen. Vereinzelt gibt es Geschubse mit Polizisten. Ein Polizeisprecher sucht einen Versammlungsleiter. Die Teilnehmer werden zur Räumung der Fahrbahn aufgefordert. Die Demonstranten pfeifen jedoch nur laut.
19 Uhr 35, MEZ. Die Aktivisten feiern in Metzingen auf der Bundesstrasse 216 ein Fest mit Musik und Volxküche. Bauern führen bei der "Landmaschinenschau" ihre Fahrzeuge vor. Die Polizei setzt zum ersten Mal bei diesem Transport die Wasserwerfer ein. Sie sprühen aber noch nicht in die Menge sondern darüber.
19 Uhr 40, MEZ. Die Polizei droht auf der B216 nun auch mit dem Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray.
19 Uhr 45, MEZ. Die Polizei geht auf der B216 massiv gegen die bisher friedlich umherstehenden Demonstranten vor. Die Situation eskaliert. Erste Kleingruppen vermummen sich. Eine Nebelkerze wird unter einem Polizeibus gezündet. Auf der Straße sieht man nichts mehr und die Menschen flüchten vor dem Qualm. Die Polizei schießt jedoch weiterhin mit den inzwischen drei Wasserwerfern in die flüchtende Menge. Es knallen Böller. Eine Sambagruppe trommelt weiter.
20 Uhr 00, MEZ. Die Polizei setzt auf der blockierten B216 nun auch Schlagstöcke und Pfefferspray gegen die Demonstranten ein. Es gibt mehrere Verletzte.
20 Uhr 15, MEZ. Die B216 ust wieder für den Verkehr frei.
20 Uhr 30, MEZ. Das niedersächsische Umweltministerium gibt bekannt dass die höchste Stundendosis bei den Messungen der Behälter bei drei Vierteln des Grenzwertes von 100 Mikrosievert / Stunde gelegen haben soll.
21 Uhr 15, MEZ. An der B216 hat es nach dem Einsatz der Wasserwerfer sieben verletzte Polizisten durch Steinwürfe und Pfefferspray gegeben. Bisher ist nicht bekannt wie viele Verletzte es auf Seiten der Demonstranten gegeben hat.
21 Uhr 30, MEZ. In Metzingen verteilt eine als Weihnachtmann verkleidete Demonstrantin kleine Schutzengel an die Polizisten die von ein paar Beamten angenommen werden. Die Demo löst sich langsam auf.
00 Uhr 00, MEZ. 50 Meter rechts und links der Transportstecke zwischen Lüneburg und Gorleben beginnt das Versammlungsverbot.
12 Uhr 30, MEZ. In Dannenberg findet eine Großdemonstration statt. Es haben sich Busse aus 152 Städten angesagt. Die Polizei erwartet 10.000 bis 15.000 Demonstranten.
Winfried Kretschmann (Die Grünen) wird im Gegensatz zu den Piraten nicht dabei sein. Er sieht darin keinen Sinn mehr. Es ist den Grünen wichtiger zu dem Zeitpunkt einen Bundesparteitag in Kiel abzuhalten.
Aktuell gehts beim Castor-Live-Ticker weiter!
Freitag, 25. November 2011
Ab heute bis zum 28. November 2011 veranstaltet die Piratenpartei in Nebenstedt im Wendland eine Mahnwache unter dem Motto "Gorleben soll leben!" Die Demonstranten wollen Schottern "bis die Gleise schweben". Die Polizei kündigt im Vorfeld noch einmal ein "beherztes" Vorgehen an.
Die französische Organisation "Sortir du nucléaire" will möglicherweise juristisch gegen den Stopp auf dem Bahnhof von Rémilly, der etwa einen Tag dauert, angehen. Laut § L 1333 im französischen Strafgesetzbuch muss jede Aktion die Personen ionisierender Strahlung aussetzt, einzeln genehmigt werden.
05 Uhr 00, MEZ. Der Castor steht entgegen Falschmeldungen immer noch in Rémilly.
08 Uhr 00, MEZ. Die Polizei in Rémilly zieht sich zusammen. Die Abfahrtsvorbereitungen laufen an.
08 Uhr 40, MEZ. Laut einem Sprecher der französischen Polizei soll der Castor bei Forbach über die Grenze fahren. Möglicherweise wird er gegen 10 Uhr dort eintreffen.
| Ein Castor des Transports 2011 |
09 Uhr 37, MEZ. Faulquemont wird durchquert.
10 Uhr 01, MEZ. Der Zug erreicht den Grenzübergang nach Deutschland bei Forbach in Saarbrücken und fährt durch Forbach.
10 Uhr 14, MEZ. In Saarbrücken formiert sich eine Mahnwache der Grünen am Hauptbahnhof wo auch die Polizei präsent ist. Auf einer Brücke demonstrieren 40 AKW-Gegner friedlich. In Speyer mobilisiert die Südblockade zu einer Mahnwache. Berg in der Südpfalz dürfte bei dem weiteren Trransportverlauf keine Rolle mehr spielen. Warscheinlich geht es über Neuenkirchen nach Rheinland-Pfalz weiter.
Auf der B191 zwischen Neustadt-Glewe und Ludwigslust und auf einigen anderen Zufahrtsstrassen der Region wurden Radarfallen aufgestellt. Einige Journalisten wurden offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit mehrfach geblitzt.
10 Uhr 45, MEZ. Der Transport hat offenbar Neuenkirchen erreicht. Dort soll er eine Pause einlegen. Kurz bevor der Castor Neuenkirchen erreicht hat musste er offensichtlich kurz anhalten weil 8 bis 9 Personen auf den Gleisen waren. Zwei mussten von der Polizei weggetragen werden. Verletzte soll es keine gegeben haben.
In Gedelitz bereitet sich die Initiative X-tausendmal quer mit praktischen Übrungen auf eine Sitzblockade vor.
In Metzigen bereiten sich 500 Aktivisten mit der sogenannten Rallye Monte Göhrde vor. Das bedeutet dass sie in Gruppen durch den Wald ziehen wo bestimmte Aufgaben wie bestimmte Orientierungspunkte zu finden erledigt werden müssen. Damit sollen Neulinge mit dem Gelände vertraut gemacht werden.
11 Uhr 00, MEZ. In Speyer sind nun zwischen 120 und 200 Demonstranten versammelt. Weitere Teilnehmer haben sich angesagt. In Langendorf verhindert die Polizei Kletteraktionen von Robin Wood auf einem Privatgrundstück.
11 Uhr 30, MEZ. In der Nacht ist offenbar die Internetseite der Kerntechnischen Gesellschaft gehackt worden. Sie ist bis jetzt nicht wieder ans Netz gegangen.
11 Uhr 45, MEZ. In Neuenkirchen wartet man nun für die Weiterfahrt durch Deutschland auf 4 Lokomotiven und 8 Waggons für Sicherheitskräfte. Laut einer Pressekonferenz in Dannenberg sind bereits mehr als 2.00 Menschen im Wendland eingetroffen um gegen den Castor-Transport zu protestieren.
11 Uhr 55, MEZ. In Langendorf hat sich die Lage entspannt. Robin Wood bietet Schnupperklettern für Interessierte an.
12 Uhr 20, MEZ. Greenpeace wurde vom niedersächsischen Umweltministerium eine zuvor erteilte Teilgenehmigung zur Einsicht in Akten zu Strahlenmessungen am Zwischenlager Gorleben wieder entzogen weil dort Castorbehälter "im Zuge neuerer Erkenntnisse über Tatmittel und Täterverhalten" umgestellt worden sind. Der betreffende Schriftverkehr kann nicht offengelegt werden weil die Kenntnis über die Systematik "einem oder mehreren potentiellen Tätern Hinweise für die Zielerreichung (das Freisetzen großer Mengen von radioaktiven Stoffen) geben könnten. Das ist ein klarer Beleg dafür dass das Zwischenlager einem Terrorangriff nicht standhalten kann. Greenpeace und Gar Nix fordern Norbert Röttgen (CDU - Bundesumweltminister) daher zum sofortigen Stopp des Transports auf.
12 Uhr 30, MEZ. Die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg schätzt die Zahl der Menschen die zu den Wochenendaktionen bisher angereist sind auf etwa 3.000. S derfat aber au no a bisserl mehr werda ;o).
| Staatsforst bei Göhrde |
13 Uhr 00, MEZ. Über dem Wendland kreisen Hubschrauber. Sie machen Transportflüge und Beobachten die Bahnstrecke. In Harlingen werden Personen von der Polizei unter "Vorgriff auf die Allgemeinverfügung" am Zugang zum Staatsforst Göhrde zu hintern. Es gibt am größten zusammenhängenden Mischwaldgebiet Deutschlands Personenkontrollen.
In Metzingen, dem Hauptort der Gemeinde Göhrde, liefern sich Demonstranten und Polizei auf den Gleisen ein Katz und Mausspiel. Der Weg zu den Gleisen ist mit einigen Absperrungen versperrt.
13 Uhr 10, MEZ. Der Castor steht weiterhin in Neunkirchen und wartet auf die Austauschloks. Es sind auch ca. 150 Demonstranten vor Ort. Es gab kleinere Auseinandersetzungen mit der Polizei. Reporter vom ZDF haben per Twitter das Gerücht verbreitet dass der Zug gegen 17 Uhr weiterfährt.
Am Bahnübergang Posade / Hinkelhagen wurden 30 Menschen von der Polizei eingekesselt.
Die Polizei bewegt derweil Wasserwerfer und Räumfahrzeuge in Richtung von Govelin nach Göhrde.
13 Uhr 30, MEZ. Laut dem heutigen ZDF-Politbarometer werden die Castor-Proteste von 60% der deutschen Bevölkerung befürweortet. 37% sind dagegen. Blockaden lehnen anscheinend 69% ab.
An den beiden Ortsausgängen von Grippel finden Fahrzeugkontrollen statt. Zuvor wurde von ca. 100 Aktivisten eine Schotteraktion gestartet. Sie wurden zunächst von 4 bis 5 Polizisten dazu aufgefordert die Aktion abzubrechen. Die Polizei forderte Verstärkung an. 40 Menschen wurden eingekesselt. Am Ortsausgang von Dumstorf versperrt die Polizei die Abfahrt der Schotterer und stellt Personalien fest. Von einigen Demonstranten werden die Personalausweise eingezogen.
500 Meter südöstlich von Leitstade wurde ein Böller gezündet. Am Weg oben gibt es Platzverweise.
13 Uhr 33, MEZ. Der Castor ist fertig umgekoppelt. Am Zug werden noch Strahlenmessungen durchgeführt.
Am Gleisabschnitt 191 (wo auch immer das ist) soll es einen lauten Knall gegeben haben. Viele Polizisten spurten durch den Wald. Auf den Schienen patroulliert die Polizei auf Pferden.
14 Uhr 00, MEZ. Am Donnerstag gab es offensichtlich einen Brandanschlag auf Signalanlagen der Bahn die von AKW-Gegnern verübt worden sein sollen (hr-online).
14 Uhr 30, MEZ. Im Waldbegiet Göhrde, in Leitstade und Tollendorf soll von Unbekannten je ein Streifenwagen mit Molotow-Coctails in Brand gesetzt worden sein. Dabei wurde offenbar niemand verletzt.
In der Nähe von Grünhagen wurde geschottert. Es sind Gleisreparaturtrupps unterwegs.
An der B216 bei Oldendorf wurde ein Anlaufpunkt gebildet wo man Essen fassen kann. Dort gibt es auch Internet und Informationen.
Über Metzingen kreisen Hubschrauber. Die Polizei setzt wieder einen Wasserwerfer ein. Die Demonstranten haben Böller.
Die Sueddeutsche Zeitung schlägt Castor-Gegner für das Bundesverdienstkreuz vor (Sueddeutsche).
14 Uhr 45, MEZ. Die Polizei hat heute Mittag zweimal den Schulbus von Hitzacker nach Gartow kontrolliert. Einige der Beamten wissen nicht wie die Presseakkreditierung der Polizeidirektrion Lüneburg aussieht. Mit dem Kommentar "Noch nie gesehen" wurde einigen Journalisten der Zugang zu einem Ort wo mehrere Demonstranten festgehalten werden verwehrt.
15 Uhr 00, MEZ. Bereits gestern gab es in Obervellmar auf der Bahnstrecke zwischen Kassel und Korbach einen Brandanschlag auf einen Kabelschacht. Ein Glasfaserkabel wurde vorsätzlich in Brand gesteckt. Dabei gab es einen Schaden von 20.000 Euro. Es sollen Castor-Gegner dafür verantwortlich sein.
Am Gleisabschnitt 191 hat sich die Lage beruhigt. Die meisten Demonstranten und Einsatzkräfte haben sich auf den Weg gemacht. Von den Demonstranten wurden auf dem Rückweg wieder Strassenbarrikaden aus Baumstämmen errichtet.
In Leitstade wurde von der Polizei ein Wasserwerfer postiert.
15 Uhr 30, MEZ. Zwischen Grippel und Groß-Gußborn werden die Fahrzeuge akribisch kontrolliert.
In Govelin, einem Geestdorf mit drei Höfen und 5 Einwohnern, wurde die Lichtung bei der X-Hütte durch berittene Polizei geräumt so dass ein angesetztes Plenum nicht stattfinden konnte.
Die Kundgebung in Speyer hat sich aufgelöst. Etwa 200 Menschen haben daran teilgenommen.
16 Uhr 00, MEZ. Stefan Wenzel (Die Grünen / Fraktionschef in Niedersachsen) fordert David Mc Allister (CDU - Ministerpräsident von Niedersachsen) mit einem Offenen Brief dazu auf ins Wendland zu kommen damit er sich persönlich ein Bild von der Situation und den Einschränkungen der Bürger während des laufenden Transports machen kann.
Laut den südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen sind die Spielchen vorbei. Demonstranten haben sich demnach auf den Weg in die Moltkestraße 53 in Haßloch, zu einem Aldiparkplatz, gemacht. Sie wollen von dort aus versuchen auf die Gleise zu kommen.
16 Uhr 11, MEZ. Der Castor ist nach ca. 5 Stunden Halt in Neunkirchen wieder unterwegs. Er fährt Richtung Kaiserslautern.
16 Uhr 14, MEZ. Bei Haßloch sind nun etwa 150 Menschen auf den Gleisen. Von der Polizei wurden die Zufahrtswege gesperrt. Die Fußwege sind jedoch frei.
16 Uhr 18, MEZ. Der Castor hat Bexbach passiert.
16 Uhr 45, MEZ. Die Lage am Gleisabschnitt 191 ist ruhig. Die Demonstranten haben sich in den Wald zurückgezogen nachdem die Polizei den Wasserwerfer eingesetzt hat. Angaben zu Verletzten gibt es im Moment nicht. Laut einer Zwischenbilanz der Polizei hält sich im Moment trotz der beiden abgebrannten Polizeiwagen alles im üblichen Rahmen eines Castor-Transports.
Die Linke in Hessen unterstützt den Protest gegen den Castor-Transport und die verantwortungslose Energiepolitik der Schwarzgeldregierung.
17 Uhr 00, MEZ. Der Castor passiert Hochspeyer.
In Dannenberg wird die Polizeipräsenz an den möglichen Castor-Routen verstärkt.
Weil zwischen dem Camp Metzingen und der Bahnschiene überall Barrikaden aufgebaut sind hatte das Team der taz Probleme mit dem Auto zurückzufahren. Die Bevölkerung war jedoch hilfsbereit und zeigte einen Schleichweg übers Feld. Baueer Harry Bergmann hat das Auto wieder aus dem Acker gezogen.
Eine Volxküche bietet in Dumstorf auf einem Privatgrundstück an den Gleisen Volxkost an.
17 Uhr 30, MEZ. Bei Haßloch räumt die Polizei Demonstranten von den Schienen. Die Menschen schaffen es jedoch immer wieder auf die Gleise zurückzukehren.
18 Uhr 00, MEZ. Der Castor muss in Neustadt an der Weinstraße anhalten weil wegen der Blockaden in Haßloch noch keine ungestörte Durchfahrt garantiert wer00 Uhr 00, MEZ. Die Polizei hat sich aus vom Eingang des Camps Metzingen zurückgezogen.den kann. Bei der Südblockade in Haßloch kommt es zu teilweise starken Rangeleien zwischen Polizei und Demonstranten. 5 Aktivisten wurden festgenommen. Die AKW-Gegner versuchen an der Strecke jedoch weiterhin die Gleise zu besetzen. Der Castor-Transport wird bald erwartet.
Gegen die Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) wurde ein formelles Ermittlungsverfahren wegen unerlaubter Freisetzung ionisierender Strahlung eingeleite. Sie gilt laut Martin Lemke (Rechtsanwalt der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg), dem Urheber der Anzeige, offiziell als Beschuldigter.
18 Uhr 15, MEZ. Am Bahnhof von Hitzacker wird von 50 Personen eine Mahnwache gehalten. In Breese in der Marsch im Breeser Weg stärkt sich die Bäuerliche Notgemeinschaft beim Angrillen. Über Schweine- und Rinderhälften würde man sich freuen. Guten Appetit.
18 Uhr 30, MEZ. Bei der Mahnwache in Hitzacker sind nun 300 Personen mit dabei. S derf aber immer noch ein bisserl mehr sein. Mr kennet net genug kriegen ;o). In Küsten an der B493 sind derweil 30 Personen und 2 Traktoren angerückt.
Bei Langendorf/Quickborn werden von der Polizei an den Ortseinfahrten Kontrollpunkte eingerichtet und mit Scheinwerfern ausgerüstet. Fahrzeuge werden kontrolliert.
An der Kreuzung B248/B216 zwischen Dannenberg und Hitzacker hat die Polizei einen Räumpanzer an der stratgisch wichtigen Stelle platziert.
18 Uhr 45, MEZ. In Hitzacker, etwa 500 Meter vom Camp entfernt hat Pastor Jens Rohlfink seine Kirche für Leute die innerlich und äußerlich zur Ruhe kommen geöffnet. In der letzten Nacht haben ca. 30 Personen im Gemeindehaus geschlafen. Werden es mehr steht die Kirche offen. Die Heizung wurde angestellt. Es gilt als einzige Bedingung das Prinzip der Gewaltlosigkeit wobei an der Tür kein Gesinnungs-Tüv steht.
19 Uhr 00, MEZ. Blockadetraining auf der Esso-Wiese. Fälschlicherweise wurde das teilweise bereits für 14 Uhr angekündigt.
In Middefeiz steht eine Mahnwache mit 30 Personen. Zuwachs erwünscht. In Lüneburg ist eine Demo mit 400 Personen auf dem Weg zum Bahnhof. Das Holz für die Volxküchen auf der Esso-Wiese ist bald alle. Holzspenden werden dankend angenommen. In Suderburg gehen 50 Menschen mit Trommeln auf den Schienen spazieren.
Durch Göttingen fährt ein langer Traktorkorso. Dahinter 200 Menschen. Etwa doppelt so viele wie gestern.
Laut Polizeiangaben wurden bei den Protesten heute insgesamt 7 Polizeifahrzeuge beschädigt. Am Bahnhofübergang Grünhagen soll ein VW-Bus der Bundespolizei mit Molotow-Coctails beworfen und schwer beschädigt worden ein. 5 andere Kleinbusse in deer Gegend sollen mit Steinen beworfen und dadurch beschädigt worden sein. Bei Leitstade soll ein Sonderfahrzeug der Bundespolizei mit 15 Molotow-Coctails angegriffen worden sein. Davon sollen sich 7 entzündet haben. Dabei wurden offenbar Frontscheibe und ein Reifen beschädigt.
19 Uhr 15, MEZ. Bei Haßloch wurden die Gleise laut Bundespolizeidirektion vollständig geräumt. Auf einer Streche von 3 Kilometern mussten demnach bis zu 100 Personen einzeln von den Schienen weggetragen worden. Es gab dabei keine Ausschreitungen. Zwischen Neustadt an der Weinstrasse und Haßloch gab es jedoch weitere Gleisbesetzungen. Die Südblockierer wollen noch nicht aufgeben. Ob der Zug aufgehalten wurde ist noch nicht klar.
19 Uhr 30, MEZ. In Breese an der Marsch halten 70 Personen eine Mahnwache.
Nachdem in den letzten Jahren Bauern den Straßenkreisel bei Streetz am Verladeort Dannenberg blockiert haben hat die Polizei diesmal vorgesorgt und belagert den Kreisverkehr selbst mit mehreren Fahrzeugen.
19 Uhr 35, MEZ. War wohl Falschmeldung: "Der Zug hat Haßloch passiert."
In Darmstadt-Kranichstein machen 30 Personen einen Fackelumzug. Vor der Polizeikaserne in Neu-Tramm hören 30 Demonstranten Musik. Die Polizei hat sich mit Abperrgittern eine Schneise für die Zufahrt eingerichtet.
Die Polizei behindert laut dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV) immer wieder Reporter bei der Berichterstattung. Von Polizisten wird oft weder der offizielle Presseausweis noch die Akkreditierung von der zentralen Castor-Pressestelle der Polizei anerkannt.
19 Uhr 55, MEZ. War wohl Falschmeldung: "Kurz hinter Haßloch muss der Castor wieder halten weil wieder Menschen auf den Gleisen sind."
Das Blockadetraining ist anscheinend so gut gefüllt dass das Zelt aus allen Nähten platzt und die Organisatoren ein größeres Megaphon einsetzen mussten damit alle mithören können. Es soll drei Stunden dauern.
20 Uhr 05, MEZ. In Oldendorf an der Göhrde am Info-Punkt wird ein Film zum Thema Endlagerung gezeigt. 30 Menschen haben sich dort versammelt.
David McAllister (CDU - Ministerpräsident von Niedersachsen) appeliert an alle Beteiligten, Polizei und Demonstranten zum friedlichen Umgang. Er selbst wird wohlweislich an diesem Wochenende einen Bogen ums Wendland machen "weil er viele Termine wahrzunehmen" hat.
20 Uhr 10, MEZ. Der Zug steht offenbar doch noch vor Haßloch. Warum genau ist nicht klar. In Warburg gab es eine Mahnwache mit 50 Menschen.
20 Uhr 20, MEZ. In Breese an der Marsch findet am Infopunkt ein Meiselgeier-Konzert vor 250 Menschen statt.
20 Uhr 28, MEZ. Der Castor-Transport fährt vor Haßloch im Schritttempo wieder los.
In der Rosdorfer Feldmarkt halten etwa 30 Personen eine Mahnwache ab. Immer wieder kommen die Traktoren der Anti-Atombauern nahe an die Castor-Transportstrecke. Eine Blockade soll es dort jedoch nicht geben.
In Küsten sind 80 Personen unterwegs. Die Straßenblockade wurde jedoch von der Polizei beendet.
20 Uhr 45, MEZ. Auf dem Lüneburger Bahnhof haben sich mehr als 1200 Menschen versammelt. Die Polizei ist auch da. Es geht offenbar friedlich zu.
21 Uhr 00, MEZ. In Rosdorf protestieren an den Gleisen etwa 50 Personen mit 13 Traktoren und 2 Pferden. In Middefeitz lagen eineinhalb Stunden lang 2 Traktoranhänger umgedreht auf der Straße. Die Polizei hat nun Räumpanzer herangeholt. Laut Ermittlungsausschuss Gorleben (EA) gab es heute drei Festnahmen. Alle sind wieder frei. Die Gründe sind dem EA unbekannt.
Der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg wurde von Eisenbahnmitarbeitern hinter vorgehaltener Hand mitgeteilt dass die drei Behelfsbrücken bei Pommiossel/Tangsehl, Hitzacker/Eichengrund und Kähmen nicht ausreichend tragfähig für den schweren Transport sind. Auf einer Länge von 7 Kilometern liegen offenbar Schienen aus dem Jahr 1928. Auf eine Anfrage des Eisenbahnbundesamts (EBA) heisst es nur lapidar dass man um Verständnis bittet dass das EBA über die Transportrouten aus Sicherheitsgründen keine Auskünfte erteilen kann. Bei der Entscheidung für eine Transportroute sollen aber alle sicherheitsrelevanten Aspekte berücksichtigt worden sein.
21 Uhr 20, MEZ. In Harlingen tanzen etwa 100 bis 200 Menschen in etwa 200 Metern von den Bahngleisen eine Polonaise. Die Polizei macht jedoch nicht mit. Immer wieder wird von kleineren Gruppen versucht zu den Gleisen zu tanzen. Die Polizei steht dort jedoch in einer langen Kette und zeigt mit Taschenlampen Präsenz. Es geht entspannt zu.
21 Uhr 26, MEZ. Die Castoren passieren Ludwigshafen.
21 Uhr 29, MEZ. Der Transport überquert die Rheinbrücke von Ludwigshafen nach Mannheim.
Auch am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe haben heute 50 Personen eine Mahnwache abgehalten.
In Lüneburg warten etwa 1000 bis 1200 Protestteilnehmer auf die Durchfahrt der Castoren.
In Nürnberg auf der Liebesinsel halten seit heute nachmittag 10 Personen eine Mahnwache ab.
21 Uhr 50, MEZ. Der Castor-Transport fährt durch Lampertheim.
22 Uhr 00, MEZ. Der Zug passiert Biblis.
In Suderburg haben 20 Personen an einer Schnitzeljagd zu den Gleisen teilgenommen.
Am Wochenende wird in Dannenberg stürmisches Wetter mit Windstärken zwischen 8 und 9 erwartet. Ab Stärke 7 können die Castoren jedoch nicht mehr umgeladen werden. Dann muss gewartet werden bis der Wind wieder nachlässt.
In Göttingen waren bei einer Demo 250 Menschen und 14 Traktoren dabei.
In Schweinfurt haben mehr als 30 Menschen am Bahnhof mit einem Lampionumzug demonstriert.
22 Uhr 23, MEZ. Der Zug passiert Groß-Gerau.
22 Uhr 30, MEZ. Auf dem Bahnhof Fulda halten 30 Personen seit dem Mittag eine Mahnwache. Eben so viele Polizisten passen auf.
22 Uhr 43, MEZ. Der Zug passiert Darmstadt.
22 Uhr 50, MEZ. Der Zug passiert Darmstadt-Kranichstein.
22 Uhr 40, MEZ. Zwischen Metzingen und Hitzacker ist Polizeikontrolle angesagt.
In Darmstadt werden die 100 Teilnehmer einer Mahnwache von der Polizei eingekesselt.
22 Uhr 43, MEZ. Der Zug hält bei Grube Messel weil Personen auf den Gleisen sind.
23 Uhr 00, MEZ. Vor Haßloch hat der Zug gehalten weil eine Person auf einen der Castor-Behälter gesprungen ist. Auf dem Castor-Behälter hat er offenbar eine Fahne mit dem Anti-Atomkraft-Logo in den Händen gehalten. Als die Polizei anrückte flüchtete er über ein Feld.
23 Uhr 10, MEZ. Cecile Lecomte, das Eichhörnchen, hängt mit 3 anderen Kletteraktivisten in den Bäumen bei der Bahnstrecke in Marbach bei Fulda.
23 Uhr 13, MEZ. Am Camp in Metzingen fährt ein Wasserwerfer auf.
22 Uhr 43, MEZ. Der Zug fährt bei Grube Messel weiter.
23 Uhr 16, MEZ. Falschmeldung: "Das Camp in Metzingen wird von der Polizei gestürmt."
Das Camp wurde von der Polizei umstellt. Die Strasse vor dem Camp soll wohl geräumt werden. Die Polizei sagt dass es keine weitere Warnung geben würde. Es werden offenbar neben dem Wasserwerfer auch Pfefferspray und Knüppel eingesetzt. Die Gegenseite greift zu Feuerwerkskörpern.
Eine Gruppe Dänen wurde offenbar festgesetzt. Laut Polizei sollen lediglich die Personalien aufgenommen werden. Ein Däne berichtet dass er von der Polizei getreten sein soll und meint er sei festgenommen worden.
23 Uhr 45, MEZ. Die Polizei schiesst mit dem Wasserwerfer direkt ins Camp. Ein paar Demonstranten werfen offenbar mit Flaschen. Die meisten Aktivisten fliehen teilweise panikartig in geschützte Bereiche. Deeskalation ist scheinbar für die Polizisten ein Fremdwort. Die Stimmung ist sehr aggressiv. Camp Metzingen ist eingekesselt. Die Aktivisten befürchten die Erstürmung des Lagers.
Journalisten wurden angeblich an der Berichterstattung gehindert und teilweise körperlich angegriffen.
Donnerstag, 24. November 2011
Von der Umweltorganisation "Sortir du nucléaire" wurden nach eigenen Angaben in einer Entfernung von zwei Metern radioaktive Strahlung in einer Höhe von 1,65 Mikro-Sievert / Stunde gemessen. Sie liegt damit um das 14fache über der natürlichen Strahlenbelastung. Auch dieses Mal haben sollen sich daher Fahrer geweigert haben diese Züge zu fahren so dasss Führungskräfte der französischen Bahn einspringen mussten.
1 Uhr 15. Nach einem Zwischenhalt in Longueau im Département Somme fährt der Zug weiter. Dort hatte ein Fotograf durch eine Sicherheitslücke 10 Minuten ungestörten Zugang zu den Castor-Behältern. Der Begleithubschrauber musste unterdessen wegen Nebel am Boden bleiben.
4 Uhr 30. Der Transport hat die Stadt Reims erreicht.
7 Uhr 00, MEZ. Während der Nacht hat es entlang der Route immer wieder kleinere Kundgebungen von AKW-Gegnern gegeben. Der Castor wird voraussichtlich gegen Mittag die deutsche Grenze überqueren. Mögliche Übergänge sind Forbach gegen 12 Uhr 15, Kehl gegen 14 Uhr und Lauterburg um 14 Uhr 40. Man kann aber auch einen längeren Zwischenstopp in Frankreich nicht ausschließen.
7 Uhr 30, MEZ. Die Castoren passieren die Kleinstadt Bar-le-Duc.
8 Uhr 00, MEZ. Der Zug stoppt bei der Ortschaft Lérouville im Departement Meuse. Dort wurde in einem Abstand von 30 Metern eine Strahlung von 0,45 µSv/h gemessen.
8 Uhr 15, MEZ. Weiterfahrt. In Breese in der Marsch findet eine Dauermahnwache statt. In Lüchow müssen sich junge Kunden in Supermärkten nach dem Einkauf nach Eiern und Ähnlichen Dingen durchsuchen lassen.
| Ei |
9 Uhr 30, MEZ. In Lüchow beginnt eine Schülerdemo. Etwa 1400 Schüler strömen auf den Rathausplatz. Auch 10 Traktoren fahren hupend vor.
Der Castor nähert sich in der Zwischenzeit Metz. 20 Minuten später wird er den Bahnhof von Rémilly passieren wo sich zeigt über welchen Ort an der Grenze er nach Deutschland fährt.
| Metz - Pont Moyen |
9 Uhr 39, MEZ. Der Castor wartet im Bahnhof von Rémilly auf die Weiterfahrt.
9 Uhr 45, MEZ. Demnächst beginnt in Berg die Kundgebung der südwestdeutschen Anti-Castor-Initiativen. Ungefähr 100 Aktivisten haben sich bei Minusgraden vor dem Fußballplatz versammelt. Viele mit Strohlsäcken für eine Sitzblockade.
In Rémilly steht ein extra großes Polizeiaufgebot weil die Behörden dort scheinbar größere Protestaktionen erwarten.
9 Uhr 54, MEZ. In Rémilly werden die Loks und die begleitenden Polizeikräfte ausgetauscht. Laut einem Gerücht soll der Castortransport hier für längere Zeit pausieren.
10 Uhr 00, MEZ. Die Demo in Lüchow setzt sich angeführt von einem "Mobilen Musik-Kampfwagen" in Bewegung. Neben 10 Traktoren sind 600 Jugendliche beteiligt. Mehrere Unimogs der Polizei fahren am Ende des Zugs mit. Es werden mehrere Böller gezündet.
| Marktplatz, Ratskeller und historisches Rathaus der Stadt Lüchow |
11 Uhr 00, MEZ. Laut "Sortir du Nucléaire" soll der Castor in der nächsten Nacht oder morgen über Forbach fahren. In Deutschland soll er erst morgen übernommen werden können. Bei Forbach wurden von Beobachten bisher jedoch keine sichtbare Präsenz von Sicherheitskräften bemerkt. Der Zug, von 200 Polizisten bewacht, steht immer noch in Rémilly.
In Wendland schliessen viele Geschäfte in den nächsten Tagen um damit den Protest zu unterstützen.
11 Uhr 15, MEZ. Bei der Schüler-Demo wächst die Teilnehmerzahl immer noch. Die Polizei spricht nun von 2.000 Demonstranten und 14 Traktoren.
| Ulla Jelpke |
12 Uhr 30, MEZ. Die Schülerdemo in Lüchow ist zu Ende. Der Castor steht immer noch in Rémilly. In Forbach scheinen größere Polizeiaufgebote in Stellung zu gehen. Die Demo in Berg wurde abgesagt. Der Bahnhof Berg wurde von 200 Polizisten besetzt.
14 Uhr 30, MEZ. Zwischen Gorleben und Dannenberg wo demnächst die Castoren transportiert werden stellt man "Halten verboten"-Schilder auf. Von den Anwohnern wurden derweil allerorts große und kleine gelbe "X"-Plakate platziert.
14 Uhr 45, MEZ. An der Shelltankstelle in Hitzacker tanken zwei Räumpanzer der Polizei.
15 Uhr 30, MEZ. Im Camp in Metzingen wurden bisher 800 Plätze vergeben. S derf aber au no a bisserl mehr sein. Abweisen tut man niemand.
15 Uhr 46, MEZ. Das Camp bei Valognes wurde in der Zwischenzeit abgebaut. Die 19 Personen die Festgenommen wurden sind alle wieder freigelassen worden. 4 haben eine gerichtliche Vorladung bekommen.
16 Uhr 00, MEZ. In der Zwischenzeit wurde aus unterschiedlichsten Quellen bestätigt dass der Zug erst morgen früh weiterfahren soll. Remilly wurde derweil von der Polizei weiträumig umstellt. Nur Anwohnern ist das Betreten der Ortschaft noch gestattet.
Im Raum Forbach wurden offensichtlich bereits mehrere Mannschaftswagen der Polizei an den Gleisen postiert und über Saarbrücken kreiste am Mittag ein Hubschrauber. Möglicherweise sind das aber auch Ablenkungsmanöver und er fährt füher los. Reserviert bei der Bahn sind wohl noch alle drei Strecken.
Polizisten werden wegen der erhöhten Strahlung zum Desertieren aufgefordert.
16 Uhr 30, MEZ. In Läden, Cafes und Camps wird die erste Ausgabe von The Gorleben Project (G) verteilt. Die Zeitung zum Protest, die von ca. 20 jungen Journalisten in einer Scheune in Breese produziert wird erscheint auf Papier und als E-Paper welches über folgende Internetseite bestellen kann: http://thegorlebenproject.org/home/.
16 Uhr 45, MEZ. In Dannenberg ist es ruhig. Bisher wurde von der Polizei noch niemand kontrolliert.
17 Uhr 00, MEZ. Hans-Heinrich Sander (Mövenpickpartei - Umweltminister von Niedersachsen) geht davon aus dass dies der letzte Castor-Transport nach Gorleben ist. Die Transporte aus Sellafield müssen seiner Meinung nach wo anders gelagert werden.
17 Uhr 30, MEZ. Die Piratenpartei von Niedersachsen ruft zur Teilnahme an der großen Demo am Samstag in Dannenberg auf und fordert einen sofortigen Stopp der Erkundungen und die Abkehr von Gorleben als Endlager. Es wurden in den letzten 30 Jahren genügend Erkenntnisse gesammelt die zeigen dass der Salzstock nicht als Endlager taugt. Sie werden von den Landesverbänden Schleswig-Holstein, Hessen und Baden-Württemberg unterstützt.
18 Uhr 00, MEZ. Ralf Meister (Landesbischof von Hannover) wirft der Politik Unehrlichkeit in der Endlagerfrage vor. Er fordert "die Unterbrechung der Erforschung in Gorleben".
18 Uhr 30, MEZ. Am Camp Metzingen versammelt sich mehrere hundert Menschen. Die Situation ist entspannt. In der Nähe beginnt die sogenannte "Familienkundgebung. Ab 19 Uhr kommt die "Landmaschinenschau" bei der von den Bauern die Blockadetraktoren präsentiert werden. In der Gegend ist viel Polizei unterwegs.
In Hitzacker findet ein Laternenumzug statt. Viele haben ihre Fenster mit Xen geschmückt. Erste Teilnehmer seilen sich ab.
19 Uhr 00, MEZ. Etwa 800 AKW-Gegner haben sich am Ortsschild von Metzingen versammelt. Vor einer Bühne stehen mehrere hundert Menschen und singen. Hinter der Bühne stehen Polizisten in Kampfmontur. Sie fotografieren mit einem Blitz in die Menge. Die Demonstranten leuchten mit den Taschenlampen zurück.
Ein Teil der Demonstranten möchte die Kundgebung über die Bundesstrasse verlassen. Die Polizei versperrt jedoch den weg. Per Durchsage wird durchgegeben dass die Dorfstrasse benützt werden muss.
19 Uhr 15, MEZ. In Göttingen demonstrieren etwa 100 Menschen hinter einem langen Korso von Traktoren.
19 Uhr 25, MEZ. In Metzingen am Imbiss an der B216 blockieren nun 500 bis 600 Menschen die Bundesstrasse. In ihrer Mitte stehen zwei große Sattelschlepper die nicht mehr vorwärtskommen. Das Spalier der Polizei hat sich aufgelöst. Die Polizisten stehen in Reihen gedrängt mitten in den Massen. Vereinzelt gibt es Geschubse mit Polizisten. Ein Polizeisprecher sucht einen Versammlungsleiter. Die Teilnehmer werden zur Räumung der Fahrbahn aufgefordert. Die Demonstranten pfeifen jedoch nur laut.
19 Uhr 35, MEZ. Die Aktivisten feiern in Metzingen auf der Bundesstrasse 216 ein Fest mit Musik und Volxküche. Bauern führen bei der "Landmaschinenschau" ihre Fahrzeuge vor. Die Polizei setzt zum ersten Mal bei diesem Transport die Wasserwerfer ein. Sie sprühen aber noch nicht in die Menge sondern darüber.
19 Uhr 40, MEZ. Die Polizei droht auf der B216 nun auch mit dem Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray.
19 Uhr 45, MEZ. Die Polizei geht auf der B216 massiv gegen die bisher friedlich umherstehenden Demonstranten vor. Die Situation eskaliert. Erste Kleingruppen vermummen sich. Eine Nebelkerze wird unter einem Polizeibus gezündet. Auf der Straße sieht man nichts mehr und die Menschen flüchten vor dem Qualm. Die Polizei schießt jedoch weiterhin mit den inzwischen drei Wasserwerfern in die flüchtende Menge. Es knallen Böller. Eine Sambagruppe trommelt weiter.
20 Uhr 00, MEZ. Die Polizei setzt auf der blockierten B216 nun auch Schlagstöcke und Pfefferspray gegen die Demonstranten ein. Es gibt mehrere Verletzte.
20 Uhr 15, MEZ. Die B216 ust wieder für den Verkehr frei.
20 Uhr 30, MEZ. Das niedersächsische Umweltministerium gibt bekannt dass die höchste Stundendosis bei den Messungen der Behälter bei drei Vierteln des Grenzwertes von 100 Mikrosievert / Stunde gelegen haben soll.
21 Uhr 15, MEZ. An der B216 hat es nach dem Einsatz der Wasserwerfer sieben verletzte Polizisten durch Steinwürfe und Pfefferspray gegeben. Bisher ist nicht bekannt wie viele Verletzte es auf Seiten der Demonstranten gegeben hat.
21 Uhr 30, MEZ. In Metzingen verteilt eine als Weihnachtmann verkleidete Demonstrantin kleine Schutzengel an die Polizisten die von ein paar Beamten angenommen werden. Die Demo löst sich langsam auf.
22 Uhr 30, MEZ. In Saarbrücken bleiben die Blockierer wach. Es wird damit gerechnet dass der Castor noch in der Nacht in Richtung Saarland losfährt weil die Behörden bei Nacht mit weniger Widerstand rechnen könnten. In Berg wurde ein Nachtcamp eingerichtet.
24 Uhr 00, MEZ. In Metzingen gab es laut Radio Freies Wendland heute 20 Demonstranten die mit Pfefferspray verletzt wurden. Dazu eine Verletzte mit Prellungen. Laut Polizei wurden 8 Polizisten verletzt und 4 Aktivisten festgenommen.
24 Uhr 00, MEZ. In Metzingen gab es laut Radio Freies Wendland heute 20 Demonstranten die mit Pfefferspray verletzt wurden. Dazu eine Verletzte mit Prellungen. Laut Polizei wurden 8 Polizisten verletzt und 4 Aktivisten festgenommen.
Mittwoch, 23. November 2011
Der Castor-Transport soll heute Richtung Deutschland in Bewegung gesetzt werden. Französische Atomkraftgegner wollen am Vorabend des Starts eine Großkundgebung in Valognes veranstalten. An der Verladestation verhandeln Aktivisten von Greenpeace mit der Polizei um die Möglichkeit für Thermographie-Aufnahmen machen zu dürfen. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt. In Frankreich sind mindestens 21 Kundgebungen an den drei möglichen Routen geplant. Darunter in Caen, Rouen, Amiens, Reims, Carleville-Mézières, Straßburg, Metz, Nancy, nördlich von Paris.
Eine der Routen führt in den Norden und könnte morgen um 10 Uhr 43 in Forbach sein, oder um 12 Uhr 32 in Kehl oder um 13.07 Uhr in Lauterburg die Grenze nach Deutschland passieren.
Der französische Staat erwartet mehr Widerstand und setzt daher ca. 3000 Polizisten ein die den Zug bis zur Grenze nach Deutschland begleiten sollen. Entlang einer 70 Kilometer langen Strecke wurden alle Demos verboten. In Valognes wurden drei Schulen geschlossen. Zwanzig Strassen und zwei Landstrassen sollen gesperrt werden. Der Zugverkehr in der Region eingestellt.
Erstmals wappnet sich auch der französische Staat vor mehr Widerstand in der Bevölkerung. Die Schulen in Valognes sind geschlossen, der Zugverkehr in der Region wird eingestellt. Zwanzig Straßen in Valognes und zwei Landstraßen wollen die Behörden am Mittwoch für den Verkehr sperren. Hunderte französische Polizisten sollen die zwölf Waggons bis zur deutschen Grenze begleiten Den Demonstranten wurde verboten, näher als 500 Metern an die Gleise heranzukommen.
09 Uhr 08, MEZ. Bereits vor dem Transport kommt es in Frankreich in Lieusaint, südlich von Valognes, nahe von La Hague zu ersten Zusammenstössen zwischen Polizei und Demonstranten. Die französischen Polizisten gehen sehr brutal vor und setzen Tränengas und ohrenbetäubende Handgranaten ein um etwa 400 AKW-Gegner von den Bahngleisen, die sie erreicht haben sollen, zu vertreiben. Dabei wird offenbar so viel Gas eingesetzt dass auf dem Feld kaum noch etwas zu sehen ist. Die AKW-Gegner tragen jedoch weiße Schutzanzüge und Atemmasken. Überwacht und koordiniert wird der Polizeieinsatz offenbar durch einen Hubschrauber. Die Demonstranten haben scheinbar Steine entfernt und versucht Gleise zu verbiegen. Etwa 7 Demonstranten wurden bisher verhaftet.
11 Uhr 45, MEZ. Atomkraftgegnern soll es laut Greenpeace in der Nähe des Bahnhofs Valognes gelungen sein, die Gleise zu beschädigen. Ausserdem wurden große Metallteile und Steine als symbolische Hindernisse auf dem Gleisbett zurückgelassen. Im Moment deutet offensichtlich alles auf eine Verzögerung hin. Nun untersuchen anscheinend Arbeiter die Gleise.
15 Uhr 30, MEZ. In Valognes soll ein Polizeiauto in Brand gesetzt worden sein. Auf Brandstiftung deutet jedoch nichts hin. Es handelt sich dabei um einen Kleinbus der als Kantine diente und dazu mit einem Gasbrenner ausgestattet war.
Die Demonstranten liefern sich heftige Gefechte mit der Polizei und versuchen weiterhin auf die Gleise zu gelangen. Der Castor-Zug wurde an die Diesel-Lokomotiven gehängt und ist offensichtlich fahrbereit. Er besteht nun aus 2 Lokomotiven an der Spitze, zwei Waggons mit Ordnungspolizei der CRS, 11 Waggons mit Castor-Behältern, noch einem Waggon mit Polizei und am Schluss hängt noch eine Lokomotive. Der Transport soll sich allerdings wegen einem Stromausfall verzögern. Die Ursache dafür soll eine Brandstiftung in einem Trafohäuschen bei Valognes sein.
Ein Polizist und ein Demonstrant wurden bisher leicht verletzt.
16 Uhr 05, MEZ. Der Castor-Transport hat sich in Richtung Deutschland auf den Weg gemacht.
16 Uhr 30, MEZ. Demonstranten die auf dem Weg in ihr Camp zurück wollten wurden von der Polizei in einen Steinbruch getrieben und mit dort Tränengas und Gummigeschossen angegriffen. 2 Personen sollen durch die Geschosse verletzt worden sein.
In Quickborn, im Landkreis Lüchow-Dannenberg wurde an der Transportstrecke von der deutschen Polizei derweil an einem Gullydeckel etwas Auffälliges entdeckt. Sprengstoffhunde sollen angeschlagen haben. Wegen Verdacht auf Sprengstoff wurden Wohnhäuser geräumt und der Bereich weiträumig abgesperrt. Es handelte sich jedoch "nur" um eine Attrappe, einen Pappkarton mit der Aufschrift "Peng!". Es handelt sich nach einem Fund am Dienstag bereits um die zweite Bombenattrappe in dem Ort.
16 Uhr 36, MEZ. Auf Grund von Warnsignalen musste der Zug nach wenigen hundert Metern wieder anhalten.
16 Uhr 50, MEZ. Es wird vermutet dass der Zug bei Forbach/Saarbrücken die deutsch-französische Grenze überqueren wird. Bei Neuenkirchen/Saar soll es einen längeren Aufenthalt geben. Unter anderem weil die Verfügung gegen Demonstrationen im Wendland erst ab Sonntagnacht um 0 Uhr in Kraft tritt.
Der Castor-Transport soll heute Richtung Deutschland in Bewegung gesetzt werden. Französische Atomkraftgegner wollen am Vorabend des Starts eine Großkundgebung in Valognes veranstalten. An der Verladestation verhandeln Aktivisten von Greenpeace mit der Polizei um die Möglichkeit für Thermographie-Aufnahmen machen zu dürfen. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt. In Frankreich sind mindestens 21 Kundgebungen an den drei möglichen Routen geplant. Darunter in Caen, Rouen, Amiens, Reims, Carleville-Mézières, Straßburg, Metz, Nancy, nördlich von Paris.
Eine der Routen führt in den Norden und könnte morgen um 10 Uhr 43 in Forbach sein, oder um 12 Uhr 32 in Kehl oder um 13.07 Uhr in Lauterburg die Grenze nach Deutschland passieren.
Der französische Staat erwartet mehr Widerstand und setzt daher ca. 3000 Polizisten ein die den Zug bis zur Grenze nach Deutschland begleiten sollen. Entlang einer 70 Kilometer langen Strecke wurden alle Demos verboten. In Valognes wurden drei Schulen geschlossen. Zwanzig Strassen und zwei Landstrassen sollen gesperrt werden. Der Zugverkehr in der Region eingestellt.
Erstmals wappnet sich auch der französische Staat vor mehr Widerstand in der Bevölkerung. Die Schulen in Valognes sind geschlossen, der Zugverkehr in der Region wird eingestellt. Zwanzig Straßen in Valognes und zwei Landstraßen wollen die Behörden am Mittwoch für den Verkehr sperren. Hunderte französische Polizisten sollen die zwölf Waggons bis zur deutschen Grenze begleiten Den Demonstranten wurde verboten, näher als 500 Metern an die Gleise heranzukommen.
| Valogness - Platz "Vicq d'Azir" - Blick auf die Kirche Saint Malo |
09 Uhr 08, MEZ. Bereits vor dem Transport kommt es in Frankreich in Lieusaint, südlich von Valognes, nahe von La Hague zu ersten Zusammenstössen zwischen Polizei und Demonstranten. Die französischen Polizisten gehen sehr brutal vor und setzen Tränengas und ohrenbetäubende Handgranaten ein um etwa 400 AKW-Gegner von den Bahngleisen, die sie erreicht haben sollen, zu vertreiben. Dabei wird offenbar so viel Gas eingesetzt dass auf dem Feld kaum noch etwas zu sehen ist. Die AKW-Gegner tragen jedoch weiße Schutzanzüge und Atemmasken. Überwacht und koordiniert wird der Polizeieinsatz offenbar durch einen Hubschrauber. Die Demonstranten haben scheinbar Steine entfernt und versucht Gleise zu verbiegen. Etwa 7 Demonstranten wurden bisher verhaftet.
11 Uhr 45, MEZ. Atomkraftgegnern soll es laut Greenpeace in der Nähe des Bahnhofs Valognes gelungen sein, die Gleise zu beschädigen. Ausserdem wurden große Metallteile und Steine als symbolische Hindernisse auf dem Gleisbett zurückgelassen. Im Moment deutet offensichtlich alles auf eine Verzögerung hin. Nun untersuchen anscheinend Arbeiter die Gleise.
15 Uhr 30, MEZ. In Valognes soll ein Polizeiauto in Brand gesetzt worden sein. Auf Brandstiftung deutet jedoch nichts hin. Es handelt sich dabei um einen Kleinbus der als Kantine diente und dazu mit einem Gasbrenner ausgestattet war.
Die Demonstranten liefern sich heftige Gefechte mit der Polizei und versuchen weiterhin auf die Gleise zu gelangen. Der Castor-Zug wurde an die Diesel-Lokomotiven gehängt und ist offensichtlich fahrbereit. Er besteht nun aus 2 Lokomotiven an der Spitze, zwei Waggons mit Ordnungspolizei der CRS, 11 Waggons mit Castor-Behältern, noch einem Waggon mit Polizei und am Schluss hängt noch eine Lokomotive. Der Transport soll sich allerdings wegen einem Stromausfall verzögern. Die Ursache dafür soll eine Brandstiftung in einem Trafohäuschen bei Valognes sein.
Ein Polizist und ein Demonstrant wurden bisher leicht verletzt.
16 Uhr 05, MEZ. Der Castor-Transport hat sich in Richtung Deutschland auf den Weg gemacht.
16 Uhr 30, MEZ. Demonstranten die auf dem Weg in ihr Camp zurück wollten wurden von der Polizei in einen Steinbruch getrieben und mit dort Tränengas und Gummigeschossen angegriffen. 2 Personen sollen durch die Geschosse verletzt worden sein.
In Quickborn, im Landkreis Lüchow-Dannenberg wurde an der Transportstrecke von der deutschen Polizei derweil an einem Gullydeckel etwas Auffälliges entdeckt. Sprengstoffhunde sollen angeschlagen haben. Wegen Verdacht auf Sprengstoff wurden Wohnhäuser geräumt und der Bereich weiträumig abgesperrt. Es handelte sich jedoch "nur" um eine Attrappe, einen Pappkarton mit der Aufschrift "Peng!". Es handelt sich nach einem Fund am Dienstag bereits um die zweite Bombenattrappe in dem Ort.
16 Uhr 36, MEZ. Auf Grund von Warnsignalen musste der Zug nach wenigen hundert Metern wieder anhalten.
16 Uhr 50, MEZ. Es wird vermutet dass der Zug bei Forbach/Saarbrücken die deutsch-französische Grenze überqueren wird. Bei Neuenkirchen/Saar soll es einen längeren Aufenthalt geben. Unter anderem weil die Verfügung gegen Demonstrationen im Wendland erst ab Sonntagnacht um 0 Uhr in Kraft tritt.
Heute Abend will die Greenpeace-Jugend am Hauptbahnhof von Manheim demonstrieren und mit Grablichtern ein großes X auslegen.
17 Uhr 16, MEZ. Der Zug soll nun in einem zweiten Anlauf Valognes verlassen und den Ort Flottemanville passiert haben.
20 Uhr 00, MEZ. Demonstranten erwarten den Zug in Caen. Dort kreist über dem Bahnhof ein Hubschrauber. Vor einem Jahr konnten dort gewaltlose Aktivisten der Gruppe GANVA den Zug zum Stillstand bringen indem sie sich an Schienen gekettet haben. Sie wurden dann mit äußerster Brutalität von der Polizei entfernt. Das Camp der AKW-Gegner bei Valognes wird von der Polizei durchsucht. Insgesamt sollen heute mindestens 16 Demonstranten festgenommen worden sein. Es gab 2 leicht verletzte Demonstranten und einen leicht verletzten Polizisten.
20 Uhr 10, MEZ. Norbert Röttgen (CDU - Bundesumweltminister) blubbert was davon dass sich die Demonstranten gewaltfrei verhalten sollten. Ich hoffe das hat er den "Sicherheitskräften" auch gesagt. Ausserdem fordert er eine konstruktive Diskussion über einen Standort für eine Endlagerung. Da möchte Gar Nix dann erst einmal die Dokumente die das Bundeskanzleramt über Gorleben und Asse zurückhält sehen. Das wäre Transparenz. TransIn Metzingen in Richtung Tollendorf und auf der B216 ziehen sich Polizeikräfte zusammen.parenz ist im übrigen auch nicht bei den derzeitigen Vorgängen in Gorleben wo man Tatsachen schafft und in ASSE wo man auf Zeit spielt zu sehen. Ausserdem hat Gar Nix keinen Dreck gemacht von dem er, was gegen jedes Gesetz verstößt, nicht weiß wohin damit.
20 Uhr 00, MEZ. Demonstranten erwarten den Zug in Caen. Dort kreist über dem Bahnhof ein Hubschrauber. Vor einem Jahr konnten dort gewaltlose Aktivisten der Gruppe GANVA den Zug zum Stillstand bringen indem sie sich an Schienen gekettet haben. Sie wurden dann mit äußerster Brutalität von der Polizei entfernt. Das Camp der AKW-Gegner bei Valognes wird von der Polizei durchsucht. Insgesamt sollen heute mindestens 16 Demonstranten festgenommen worden sein. Es gab 2 leicht verletzte Demonstranten und einen leicht verletzten Polizisten.
20 Uhr 10, MEZ. Norbert Röttgen (CDU - Bundesumweltminister) blubbert was davon dass sich die Demonstranten gewaltfrei verhalten sollten. Ich hoffe das hat er den "Sicherheitskräften" auch gesagt. Ausserdem fordert er eine konstruktive Diskussion über einen Standort für eine Endlagerung. Da möchte Gar Nix dann erst einmal die Dokumente die das Bundeskanzleramt über Gorleben und Asse zurückhält sehen. Das wäre Transparenz. TransIn Metzingen in Richtung Tollendorf und auf der B216 ziehen sich Polizeikräfte zusammen.parenz ist im übrigen auch nicht bei den derzeitigen Vorgängen in Gorleben wo man Tatsachen schafft und in ASSE wo man auf Zeit spielt zu sehen. Ausserdem hat Gar Nix keinen Dreck gemacht von dem er, was gegen jedes Gesetz verstößt, nicht weiß wohin damit.
Dienstag, 22. November 2011
In Volognes protestieren rund 150 Menschen gegen die Atomindustrie.
Ulla Jelpke (Die Linke - Bundestagsabgeordnete) wurde offenbar mit einer Verbotsverfügung die Durchführung eines von ihr angemeldeten Protestcamps in der Nähe der Transportstrecke bei Dumstorf untersagt. Sie Polizei sieht die Durchführung des Transports gefährdet weil sich dort Aktivisten "aus dem linksradikalen Spektrum sammeln könnten". Der Polizei soll es demnach nicht möglich sein das Gelände zwischen dem geplanten Camp und der Gleisanlage effektiv zu kontrollieren. Das Camp Dumstorf würde bis zu 1000 AKW-Gegnern Platz bieten. Ulla Jeplpe geht gegen das Verbot juristisch vor.
Zum Wochenende wird mit Temperaturen nur noch knapp über dem Gefrierpunkt gerechnet.
Sonntag, 20. November 2011
AKW-Gegner errichten in der Nähe von La Hague ein Camp.
In Volognes protestieren rund 150 Menschen gegen die Atomindustrie.
Ulla Jelpke (Die Linke - Bundestagsabgeordnete) wurde offenbar mit einer Verbotsverfügung die Durchführung eines von ihr angemeldeten Protestcamps in der Nähe der Transportstrecke bei Dumstorf untersagt. Sie Polizei sieht die Durchführung des Transports gefährdet weil sich dort Aktivisten "aus dem linksradikalen Spektrum sammeln könnten". Der Polizei soll es demnach nicht möglich sein das Gelände zwischen dem geplanten Camp und der Gleisanlage effektiv zu kontrollieren. Das Camp Dumstorf würde bis zu 1000 AKW-Gegnern Platz bieten. Ulla Jeplpe geht gegen das Verbot juristisch vor.
Zum Wochenende wird mit Temperaturen nur noch knapp über dem Gefrierpunkt gerechnet.
Sonntag, 20. November 2011
AKW-Gegner errichten in der Nähe von La Hague ein Camp.
Weil die Betreiber der Plutoniumfabrik in La Hague und die französische Bahngesellschaft speziell in Frankreich grössere Proteste befürchten soll der Castor Transport offenbar bereits 24 Stunden früher als bisher bekannt, also am 23. November 2011 starten. Er wird durch längere Pausen warscheinlich dennoch erst am 27. November in Gorleben eintreffen. Die Wiederstandsgruppen haben sich "gefasst und flexibel" auf die neue Situation eingestellt. Die Quelle für die Informationen soll beim französischen Netzwerk Atomausstieg (Réseau du Nuclaire) liegen.
Wo der Zug die Grenze von Frankreich nach Deutschland passiert ist bisher noch unbekannt. Für Freitag (25.11.2011) wurde von der Bahn jedoch die Sperrung zwischen Lauterburg und Wörth in Rheinland-Pfalz angekündigt. Dort verkehren dann Busse statt Regionalzügen. Daher ist ein Grenzübertritt dort im Moment am wahrscheinlichsten.
Donnerstag, 17. November 2011
Anti-Atomkraft-Aktivisten wollen den Castor-Transport im südwestdeutschen Raum gleich nach dem Grenzübergang stoppen. Andreas Raschke (Sprecher der Südwestdeutschen Anto-Atom-Initiativen) ruft zur Beteiligung an Schienenblockaden auf.
Wo der Zug die Grenze von Frankreich nach Deutschland passiert ist bisher noch unbekannt. Für Freitag (25.11.2011) wurde von der Bahn jedoch die Sperrung zwischen Lauterburg und Wörth in Rheinland-Pfalz angekündigt. Dort verkehren dann Busse statt Regionalzügen. Daher ist ein Grenzübertritt dort im Moment am wahrscheinlichsten.
Donnerstag, 17. November 2011
Anti-Atomkraft-Aktivisten wollen den Castor-Transport im südwestdeutschen Raum gleich nach dem Grenzübergang stoppen. Andreas Raschke (Sprecher der Südwestdeutschen Anto-Atom-Initiativen) ruft zur Beteiligung an Schienenblockaden auf.
Mittwoch, 16. November 2011
In Hannover übten die Protestanten derweil mit einer Castor-Attrappe auf einem Tieflader. Bei einer Abschlusskundgebung auf dem Opernplatz haben sie ein etwa 10 Meter hohes aufblasbares X errichtet und Unterschriften gegen ein Endlager in Gorleben gesammelt.
In Hannover übten die Protestanten derweil mit einer Castor-Attrappe auf einem Tieflader. Bei einer Abschlusskundgebung auf dem Opernplatz haben sie ein etwa 10 Meter hohes aufblasbares X errichtet und Unterschriften gegen ein Endlager in Gorleben gesammelt.
Zur Großdemo in Dannenberg wurden von Atomkraftgegnern offenbar bereits mehr als 170 Busse gechartert.
Dienstag, 15. November 2011
Laut Greenpeace hat die Betreiberfirma die ersten 3 Castor-Behälter von La Hague zu dem 25 Kilometer entfernten Verladebahnhof in Valognes gebracht. Der Zug soll am nächsten Wochenende beladen werden. Am 24. wird er voraussichtlich in La Hague abfahren und am Verladebahnhof im Wendland voraussichtlich am 27. November eintreffen. Dort werden die Castor-Behälter auf Tieflader umgeladen und die letzten Kilometer per LKW in das Zwischenlager nach Gorleben transportiert.
Laut Greenpeace hat die Betreiberfirma die ersten 3 Castor-Behälter von La Hague zu dem 25 Kilometer entfernten Verladebahnhof in Valognes gebracht. Der Zug soll am nächsten Wochenende beladen werden. Am 24. wird er voraussichtlich in La Hague abfahren und am Verladebahnhof im Wendland voraussichtlich am 27. November eintreffen. Dort werden die Castor-Behälter auf Tieflader umgeladen und die letzten Kilometer per LKW in das Zwischenlager nach Gorleben transportiert.
Samstag, 29. Oktober 2011
Heute ist bundesweiter Anti-Atom-Protesttag um Atomkraftgegner zu Aktionen gegen den Castor-Transport zu aktivieren.
Heute ist bundesweiter Anti-Atom-Protesttag um Atomkraftgegner zu Aktionen gegen den Castor-Transport zu aktivieren.
Castor-Transport 2010
Nach der schwarzgelden Laufzeitverlängerung für AKWs 2010 sorgten bis zu 50.000 Demonstranten dass der Transport 5 statt 4 Tage dauerte. 20.000 Polizisten wurden benötigt um die Situation unter Kontrolle zu halten. Der Castoreinsatz hat die Rekordsumme von rund 33,5 Mio. Euro gekostet.
16.11.2011
Von den Ermittlungsverfahren wegen der Proteste von 2010 sind etwa zur Hälfte eingestellt. Laut Innenministerium gab es nur in einem Fall eine Verurteilung wobei es sich um eine Geldstrafe wegen Beleidigung handelt. Von 1.500 Ermittlungsverfahren gegen die Unterzeichner der "Castor Schottern"-Kampagner sind 330 eingestellt. Gegen knapp 900 wird noch von der Staatsanwaltschaft ermittelt. Diese wertet das Unterzeichnen einer derartigen Kampagne im Internet als "öffentliche Aufforderung zu einer Straftat".
Von den Ermittlungsverfahren wegen der Proteste von 2010 sind etwa zur Hälfte eingestellt. Laut Innenministerium gab es nur in einem Fall eine Verurteilung wobei es sich um eine Geldstrafe wegen Beleidigung handelt. Von 1.500 Ermittlungsverfahren gegen die Unterzeichner der "Castor Schottern"-Kampagner sind 330 eingestellt. Gegen knapp 900 wird noch von der Staatsanwaltschaft ermittelt. Diese wertet das Unterzeichnen einer derartigen Kampagne im Internet als "öffentliche Aufforderung zu einer Straftat".
Das Ermittlungsverfahren wegen Amtsanmaßung gegen einen französischen Polizisten ist noch nicht abgeschlossen. Von 27 Verfahren gegen deutsche Polizisten werden noch 8 bearbeitet. Die restlichen 19 Verfahren wurden eingestellt.
08.02.2011
Die Vorbereitungen der Demonstranten gegen den Castortransport nach Lubmin laufen auch Hochtouren (taz). Der dreizehnte und möglicherweise letzte Castor-Transport von La Hague nach Gorleben wird voraussichtlich 2011 fahren (Welt).
Die Vorbereitungen der Demonstranten gegen den Castortransport nach Lubmin laufen auch Hochtouren (taz). Der dreizehnte und möglicherweise letzte Castor-Transport von La Hague nach Gorleben wird voraussichtlich 2011 fahren (Welt).
04.02.2011
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Amtsanmaßung gegen einen französischen Polizisten der während des Castor Transports nach Gorleben Anfang November 2010 bei einer gewaltsamen Räumung einer Gleisblockade mitgeholfen hat. Der Beamte der französischen Eliteeinheit CRS ging laut Augenzeugenberichten und Bilderstrecken massiv gegen Demonstranten vor und zerrte - mit Schutzhelm, Pistole und Schlagstock ausgestattet - im Beisein deutscher Polizisten, Demonstrationsteilnehmer von der Schiene (taz).
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Amtsanmaßung gegen einen französischen Polizisten der während des Castor Transports nach Gorleben Anfang November 2010 bei einer gewaltsamen Räumung einer Gleisblockade mitgeholfen hat. Der Beamte der französischen Eliteeinheit CRS ging laut Augenzeugenberichten und Bilderstrecken massiv gegen Demonstranten vor und zerrte - mit Schutzhelm, Pistole und Schlagstock ausgestattet - im Beisein deutscher Polizisten, Demonstrationsteilnehmer von der Schiene (taz).
27.01.2011
Das französische Landgericht von Caen hat einen deutschen und sechs französische Atomkraftgegner wegen der Blockade des Castortransports im letzten Herbst zu jeweils 1 Monat Haft auf Bewährung und Geldbußen zwischen 1000 und 1500 Euro verurteilt. Ausserdem müssen sie gemeinsam für eine Entschädigung in Höhe von 21.000 Euro zu Gunsten der französischen Staatsbahn aufkommen. Sie waren an einer gewaltlosen Aktion der Gruppe Ganva beteiligt und 5 von ihnen hatten sich an die Schienen gekettet so dass der Castortransport mehrere Stunden aufgehalten wurde.
16.11.2010
Beim diesjährigen Castor-Transport wurde von der Polizei erstmals eine 47.000 Euro teure Aufklärungsdrohne eingesetzt. Sie wurde insgesamt viermal für einen Test- und drei Aufklärungsflüge gestartet (Heise).
Das französische Landgericht von Caen hat einen deutschen und sechs französische Atomkraftgegner wegen der Blockade des Castortransports im letzten Herbst zu jeweils 1 Monat Haft auf Bewährung und Geldbußen zwischen 1000 und 1500 Euro verurteilt. Ausserdem müssen sie gemeinsam für eine Entschädigung in Höhe von 21.000 Euro zu Gunsten der französischen Staatsbahn aufkommen. Sie waren an einer gewaltlosen Aktion der Gruppe Ganva beteiligt und 5 von ihnen hatten sich an die Schienen gekettet so dass der Castortransport mehrere Stunden aufgehalten wurde.
16.11.2010
Beim diesjährigen Castor-Transport wurde von der Polizei erstmals eine 47.000 Euro teure Aufklärungsdrohne eingesetzt. Sie wurde insgesamt viermal für einen Test- und drei Aufklärungsflüge gestartet (Heise).
09.11.2010
Nach 92 Stunden ist der Castor Transport in Gorleben am Ziel angekommen. Er hat damit am bisher längsten von allen Transporten gedauert und am meisten Proteste hervorgerufen (Focus).
Nach 92 Stunden ist der Castor Transport in Gorleben am Ziel angekommen. Er hat damit am bisher längsten von allen Transporten gedauert und am meisten Proteste hervorgerufen (Focus).
05.11.2010
In Frankreich starten 11 Castorbehälter mit 123 Tonnen hochradioaktivem Müll, aus deutschen Brennstäben die seit 1979 in La Hague wiederaufbereitet werden, Richtung Gorleben. Mit dabei sind etwa 20.000 Polizisten und 50.000 Demonstranten.
Deutschland hat sich vertraglich verpflichtet den Müll zurückzunehmen. Neuer Müll kommt vorraussichtlich nicht mehr dazu. 2005 wurde ein Wiederaufbereitungsverbot beschlossen das bisher von der Schwarzgeldregierung noch nicht gebrochen wurde. Demnach wäre 2017 Schluss mit diesen Transporten.
Mit dabei sind neben finnischen, polnischen, kroatischen, niederländischen und französischen Polizisten offenbar auch weißrussische Sicherheitskräfte die von der deutschen Polizei geschult werden sollen. Sie dürfen die deutschen Einsatzkräfte beobachten. Wie bekannt ist wurden dort Wasserwerfer, Reizgas und Schlagstöcke eingesetzt. Das Ziel war den "weissrussischen Kollegen das transparente und bürgernahe Verhalten der Polizei" nahezubringen. Die Zusammenarbeit ging auch nach der brutalen Niederschlagung der weißrussischen Oppositionsbewegung weiter und soll erst Ende 2011 eingestellt worden sein. Insgesamt wurden zwischen 2008 und 2011 etwa 500 Beamte aus Weißrussland geschult.
Umstritten war der Besuch aus Frankreich. Auf Fotos ist ein Polizist der französischen Eliteeinheit CRS in voller Montur zu sehen wie er mit einem Schlagstock gegen Demonstranten vorgeht. Das Verfahren wegen Amtsanmaßung wurde in der Zwischenzeit von der Staatsanwaltschaft Lüneburg eingestellt. Zuständig dafür war offenbar die Bundespolizei (taz).
In Frankreich starten 11 Castorbehälter mit 123 Tonnen hochradioaktivem Müll, aus deutschen Brennstäben die seit 1979 in La Hague wiederaufbereitet werden, Richtung Gorleben. Mit dabei sind etwa 20.000 Polizisten und 50.000 Demonstranten.
Deutschland hat sich vertraglich verpflichtet den Müll zurückzunehmen. Neuer Müll kommt vorraussichtlich nicht mehr dazu. 2005 wurde ein Wiederaufbereitungsverbot beschlossen das bisher von der Schwarzgeldregierung noch nicht gebrochen wurde. Demnach wäre 2017 Schluss mit diesen Transporten.
Mit dabei sind neben finnischen, polnischen, kroatischen, niederländischen und französischen Polizisten offenbar auch weißrussische Sicherheitskräfte die von der deutschen Polizei geschult werden sollen. Sie dürfen die deutschen Einsatzkräfte beobachten. Wie bekannt ist wurden dort Wasserwerfer, Reizgas und Schlagstöcke eingesetzt. Das Ziel war den "weissrussischen Kollegen das transparente und bürgernahe Verhalten der Polizei" nahezubringen. Die Zusammenarbeit ging auch nach der brutalen Niederschlagung der weißrussischen Oppositionsbewegung weiter und soll erst Ende 2011 eingestellt worden sein. Insgesamt wurden zwischen 2008 und 2011 etwa 500 Beamte aus Weißrussland geschult.
Umstritten war der Besuch aus Frankreich. Auf Fotos ist ein Polizist der französischen Eliteeinheit CRS in voller Montur zu sehen wie er mit einem Schlagstock gegen Demonstranten vorgeht. Das Verfahren wegen Amtsanmaßung wurde in der Zwischenzeit von der Staatsanwaltschaft Lüneburg eingestellt. Zuständig dafür war offenbar die Bundespolizei (taz).
16.09.2010
Am 5. November soll der nächste Castor Transport von La Hague Richtung Wendland starten. Dort ist für den 6. November eine Demo angesagt. Für den ersten Oktober ist die Wiederaufnahmme der Erkundung Gorlebens geplant.
26.03.2010
SPD, Grüne und Linke setzen im Bundestag einen Gorleben-Untersuchungsausschuss durch. Es soll geklärt werden warum Gorleben als Endlager ausgewählt wurde und ob Gutachten manipuliert wurden.
30.08.2009
Ein mehrtägiger Anti-Atom-Treck startet nach Berlin.
01.11.2000
Zur Klärung sicherheitstechnischer und konzeptioneller Fragen verhängt die rot-grüne Bundesregierung für 10 Jahre einen Stopp der Erkundungsarbeiten im Bergwerk.
25. April 1995
Von dem bisher größten Polizeieinsatz in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland beschützt findet der erste Transport mit radioaktivem Atommüll nach Gorleben statt.
23.03.1995
Angela Merkel (CDU - Bundesumweltministerin) besichtigt Gorleben und gibt angesichts der Pannen beim Verladen der Castorbehälter in Philippsburg den denkwürdigen Satz "Wenn Sie einen Kuchen backen, geht auch nicht alles nach Rezept. Da fällt schon mal ein Mehlstäubchen daneben. Na und? Der Kuchen schmeckt trotzdem köstlich" von sich. Sie setzt sich für den ersten Castor-Transport nach Gorleben ein.
Sommer 1990
14 AKW-Gegner besetzen die Fördertürme von Gorleben. Es beginnt ein langer Prozess bei dem der Bund von den Turmbesetzern für den Stillstand der Arbeiten einen Schadensersatz in einer Höhe von 126.901,10 DM fordert. Nach 10 Jahren ordnet Jürgen Trittin (Die Grünen - Bundesumweltminister) an dass die Klage zurückgenommen wird.
Oktober 1984
Der erste schwach radioaktive Müll wird im Zwischenlager Gorleben eingelagert.
31.12.1983
Nach einer Bauzeit von 2 Jahren ist das Zwischenlager fertiggestellt. Die Idee dazu kam 1979 auf. 1980 halt der Kreistag von Lüchow-Dannenberg dafür grünes Licht gegeben. Die Zustimmung war gekoppelt an die Absage zur Wiederaufbereitungsanlage.
03.05.1980
Von ca. 5000 Atomkraftgegnern wird aus Protest die "Freie Republik Wendland" ausgerufen. Am Bohrloch 1004, 5 Kilometer von Gorleben weg gründen sie ein Hüttenlager. Nach einem Monat lässt die Politik das Lager von 10.000 Polizisten räumen und die Hütten zerstören.
31.03.1979
Aktivisten starten mit 350 Traktoren einen Treck in die Landeshauptstadt Hannover um ihrem Ärger über das geplante atomare Entsorgungszentrum Luft zu machen. In der Innenstadt hält der Bauer Heinrich Pothmer vor 100.000 Demonstranten eine berühmte Rede: "Mein lieber Herr Albrecht, wier wüllt den Schiet nicht hem". Kurz darauf wird der Plan zu einer Wiederaufbereitungsanlage zurückgenommen.
März 1977
Wütende Anwohner gründen die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.
22.02.1977
Ernst Albrecht (CDU - Ministerpräsident von Niedersachsen) gibt auf einer Pressekonferenz in Hannover die Entscheidung für Gorleben als möglichem Standort für ein atomares Entsorgungszentrum bekannt. Neben einer Atommüll-Deponie soll dort auch eine Wiederaufbereitungsanlage errichtet werden. Am gleichen Tag noch beginnt in der Region der Widerstand.
26.03.2010
SPD, Grüne und Linke setzen im Bundestag einen Gorleben-Untersuchungsausschuss durch. Es soll geklärt werden warum Gorleben als Endlager ausgewählt wurde und ob Gutachten manipuliert wurden.
30.08.2009
Ein mehrtägiger Anti-Atom-Treck startet nach Berlin.
01.11.2000
Zur Klärung sicherheitstechnischer und konzeptioneller Fragen verhängt die rot-grüne Bundesregierung für 10 Jahre einen Stopp der Erkundungsarbeiten im Bergwerk.
25. April 1995
Von dem bisher größten Polizeieinsatz in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland beschützt findet der erste Transport mit radioaktivem Atommüll nach Gorleben statt.
23.03.1995
Angela Merkel (CDU - Bundesumweltministerin) besichtigt Gorleben und gibt angesichts der Pannen beim Verladen der Castorbehälter in Philippsburg den denkwürdigen Satz "Wenn Sie einen Kuchen backen, geht auch nicht alles nach Rezept. Da fällt schon mal ein Mehlstäubchen daneben. Na und? Der Kuchen schmeckt trotzdem köstlich" von sich. Sie setzt sich für den ersten Castor-Transport nach Gorleben ein.
Sommer 1990
14 AKW-Gegner besetzen die Fördertürme von Gorleben. Es beginnt ein langer Prozess bei dem der Bund von den Turmbesetzern für den Stillstand der Arbeiten einen Schadensersatz in einer Höhe von 126.901,10 DM fordert. Nach 10 Jahren ordnet Jürgen Trittin (Die Grünen - Bundesumweltminister) an dass die Klage zurückgenommen wird.
Oktober 1984
Der erste schwach radioaktive Müll wird im Zwischenlager Gorleben eingelagert.
31.12.1983
Nach einer Bauzeit von 2 Jahren ist das Zwischenlager fertiggestellt. Die Idee dazu kam 1979 auf. 1980 halt der Kreistag von Lüchow-Dannenberg dafür grünes Licht gegeben. Die Zustimmung war gekoppelt an die Absage zur Wiederaufbereitungsanlage.
03.05.1980
| Republik Freies Wendland |
31.03.1979
Aktivisten starten mit 350 Traktoren einen Treck in die Landeshauptstadt Hannover um ihrem Ärger über das geplante atomare Entsorgungszentrum Luft zu machen. In der Innenstadt hält der Bauer Heinrich Pothmer vor 100.000 Demonstranten eine berühmte Rede: "Mein lieber Herr Albrecht, wier wüllt den Schiet nicht hem". Kurz darauf wird der Plan zu einer Wiederaufbereitungsanlage zurückgenommen.
März 1977
Wütende Anwohner gründen die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.
22.02.1977
Ernst Albrecht (CDU - Ministerpräsident von Niedersachsen) gibt auf einer Pressekonferenz in Hannover die Entscheidung für Gorleben als möglichem Standort für ein atomares Entsorgungszentrum bekannt. Neben einer Atommüll-Deponie soll dort auch eine Wiederaufbereitungsanlage errichtet werden. Am gleichen Tag noch beginnt in der Region der Widerstand.
Bilder aus Wikimedia Commons
- CASTOR-Behälter, GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder später, Dennis140 (photo), Regi51 (derivative work)
- CASTOR-Zug, gemeinfrei, Atomnix
- Plutoniumfabrik La Hague, Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert) u.a., Morpheus2309
- 8. Mai 1996, Ausschreitungen bei Gorleben-Demo, GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder später, Hendrike
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- Dixi-Toilette, GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder später, Kira Nerys
- Metz - Pont Moyen, GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder später, Sebcaen
- Marktplatz, Ratskeller und historisches Rathaus der Stadt Lüchow, GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder später, Torsten Bätge
- Ulla Jelpke, GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder später, Alex1011
- Ein Castor des Transports 2011, GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder später,
KaiMartin
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Bilder aus Wikipedia
- Mischwald bei Göhrde, „Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen Deutschland“ in Version 2.0 (abgekürzt „CC-by-sa 2.0/de“), Startx
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Quellen
- 23.08.2011, Tagesschau, Zusammenarbeit mit Weißrussland, Deutsche Polizei schulte Lukaschenkos Sicherheitskräfte
- 05.12.2011, taz, Polizeikonfliktmanager über Castor-Blockade, Wir sind das mildeste Einsatzmittel
- 30.11.2011, Telepolis, Beschleuniger für die Energiewende
- 29.11.2011, taz, Proteste gegen Endlager ignoriert, Röttgen hält an Endlager fest
- 29.11.2011, Welt, Atommüll, Man sollte wissen, wohin mit dem Zeugs
- 29.11.2011, Focus, Ministerium, Gorleben wird weiter erkundet
- 29.11.2011, Focus, Castor-Transport, Der letzte, längste und teuerste Transport nach Gorleben
- 29.11.2011, Telepolis, Gorleben, Castor am Ziel, Sanitäter verurteilen Polizeigewalt
- 29.11.2011, Focus, Castor-Proteste, Polizei beklagt beispiellose Gewalt
- 29.11.2011, Welt, Längster und wohl teuerster Castor-Transport beendet
- 29.11.2011, Spiegel, Bilanz des Anti-Atom-Protests, Castor-Gegner und Polizei beklagen Brutalität
- 29.11.2011, Sueddeutsche, Proteste gegen Atommülltransport, Castor-Transport in Gorleben angekommen
- 29.11.2011, NDR, Castor am Ziel - Streit geht weiter
- 28.11.2011, taz, Polizeieinsatz bei Castor, Der freundliche Polizist
- 28.11.2011, Focus, Atommüll im Zwischenlager, Um 22.06 Uhr rollt der Castor in Gorleben ein
- 28.11.2011, taz, Blockaden gegen den Castortransport, Das Comeback der Antiatombewegung
- 28.11.2011, Stern, Atommüll am Ziel, Castortransport erreicht Gorleben
- 28.11.2011, taz, Die nächsten Castoren warten schon, Neue Wende für Endlager gefordert
- 28.11.2011, Welt, Radioaktiver Müll, Castor-Behälter erreichen nach 126 Stunden ihr Ziel
- 28.11.2011, Focus Vier Kilometer vor Gorleben, Atommüll-Gegner entern Castor-Transport
- 28.11.2011, taz, Der Beschluss, die AKWs abzuschalten hat die Proteste verändert, Gorleben rückt ins Zentrum
- 28.11.2011, Spiegel, Zwischenlager, Castor-Transport erreicht Gorleben
- 28.11.2011, NDR, Castor-Gegner blockieren letzte Etappe
- 28.11.2011, taz, Die nächsten Castoren warten schon, Neue Wende für Atomlager gefordert
- 28.11.2011, Focus, Castor-Transport, Grüne sollen sich von Atom-Gegnern distanzieren
- 28.11.2011, Focus, Castor-Transport, Betonblocks versperren die Straße
- 28.11.2011, Sueddeutsche, Atommüll-Zug nach Gorleben, Greanpeace-Aktivisten blockieren Castor-Strecke
- 28.11.2011, taz, Berichterstattung über den Castor, Beim Wald-und-Wiesen-Fernsehen
- 28.11.2011, NDR, Castoren 20 Kilometer vor Gorleben
- 28.11.2011, Gorleben, Atommüll wird durchgeboxt
- 28.11.2011, taz, Castorzug Richtung Dannenberg, Die längste Reise
- 28.11.2011, Focus, Dannenberg, Castor nach 109 Stunden kurz vor dem Ziel
- 28.11.2011, Stern, Atommülltransport, Castoren werden auf LKW verladen
- 28.11.2011, Welt, Auf dem Weg nach Gorleben - 109 Stunden - Castor-Transport erreicht Dannenberg
- 28.11.2011, Spiegel, Castor-Transport vor letzter Etappe, Noch 20 Kilometer bis Gorleben
- 28.11.2011, Sueddeutsche, Atommüll-Zug nach Gorleben, Castor-Transport erreicht Verladebahnhof Dannenberg
- 28.11.2011, NDR, Castor-Zug erreicht Verladebahnhof Dannenberg
- 28.11.2011. taz, Polizei und Journalisten im Wendland, Presse auf die Fresse
- 28.11.2011, Spiegel, 15 Stunden Castor-Protest, Vier Bauern in Beton
- 27.11.2011, taz, Reportage von der Castor-Strecke, Routine und Rempeleien
- 27.11.2011, Focus, Hunderte Aktivisten besetzen Gleise, Amateurfilme zeigen Gewalt an der Castor-Strecke
- 27.11.2011, Stern, Atommülltransport nach Gorleben, Drei Tage gegen den Castor
- 27.11.2011, Welt, Atommüll-Transport, 600 Kilo-Betonpyramide sorgt für Castor-Rekord
- 27.11.2011, Spiegel, Gewalt gegen Castor-Gegner, Härter als die Polizei erlaubt
- 27.11.2011, Sueddeutsche, Atommüll-Transport rollt weiter, Autonome greifen Polizei an
- 27.11.2011, NDR, Vier Bauern bremsen den Castor aus
- 27.11.2011, Telepolis, Wendland, Hartnäckiger Widerstand gegen Castor-Transport
- 27.11.2011, Focus, Hunderte Aktivisten besetzen die Gleise, Castor-Transport kurz vor der nächsten Blockade
- 27.11.2011, Welt, Atommüll, Castor-Transport ist der langsamste aller Zeiten
- 27.11.2011, Sueddeutsche, Castor-Transport nach Gorleben, Atommülltransport rollt weiter Richtung Dannenberg
- 27.11.2011, NDR, Längster Castor-Transport aller Zeiten
- 27.11.2011, Focus, Castor-Transport nach Gorleben, Atommüll-Gegner ketten sich an Gleise
- 27.11.2011, Welt, Castor steckt fest, Polizei holt Gegner mit Presslufthammer vom Gleis
- 27.11.2011, Spiegel, Widerstand im Wendland, Castor Gegner ketten sich an Beton-Pyramide
- 27.11.2011, Sueddeutsche, Atommüll-Transport nach Gorleben, Angekettete Castor-Gegner blockieren die Strecke
- 27.11.2011, Focus, Zwischenlager Gorleben, Erkundungsfahrt in den Stollen
- 27.11.2011, Focus, Hunderte Blockierer auf den Gleisen, Kein Durchkommen für den Castor-Transport
- 27.11.2011, Stern, Atommülltransport nach Gorleben, Warten auf die Castoren
- 27.11.2011, Welt, Castor-Transport, Polizisten holen Tausende Blockierer von den Schienen
- 27.11.2011, Spiegel, Protest-Nacht im Wendland, Blockieren, Räumen, Blockieren
- 27.11.2011, Sueddeutsche, Atommüll-Transport nach Gorleben, Castor-Transport hängt 100 Kilometer vor Gorleben fest
- 27.11.2011, NDR, Blockaden und Wetter nagen am Castor-Zeitplan
- 26.11.2011, taz, Castor-Transport nach Gorleben, Warten auf's Finale
- 26.11.2011, taz, Suche nach dem Endlager, Ton, Salz, Granit
- 26.11.2011, Focus, Castor-Transport auf schwierigster Etappe, Fast 150 Verletzte bei Zusammenstößen mit der Polizei
- 26.11.2011, Spiegel, Castor-Widerstand im Wendland, Katz-und-Maus-Spiel um den Schotter
- 26.11.2011, NDR, Blockaden auf dem Gleis, Castor-Zug in Maschen
- 26.11.2011, Stern, Widerstand gegen Castor-Transport, Fukushima meets Wendland
- 26.11.2011, Welt, Castor-Transport, Gummiknüppel, Reizgas und 5000 Demonstranten
- 26.11.2011, Spiegel, Castor-Transport nach Gorleben, Schottern, jagen, prügeln, demonstrieren
- 26.11.2011, Sueddeutsche, Atommüll-Transport nach Gorleben, Mehr als 1000 Castor-Gegner blockieren die Gleise
- 26.11.2011, NDR, Polizei und Protestierer vor langer Castor-Nacht
- 26.11.2011. Focus, Zerstörte Kabel, Brandanschlag auf Strecke Berlin-Hamburg
- 26.11.2011. Stern, Castortransport ins Wendland, Gerangel ums Widerstandsnest Metzingen
- 26.11.2011, Welt, Atommüll: Menschen auf Gleisen halten Castor-Transport auf
- 26.11.2011, NDR, Castor-Gegner rücken zu Aktionen aus
- 26.11.2011, Spiegel, Castor-Transport, Gegner rüsten sich zum Widerstand auf der letzten Etappe
- 26.11.2011, taz, Offener Brief an einen Wendland-Polizisten, "Ich will es wissen"
- 26.11.2011, Focus, Castor-Transport nach Gorleben, Polizei rechnet mit Rekord-Protest
- 26.11.2011, Stern, Castortransport ins Wendland, Gerangel um das Widerstandsnest Metzingen
- 26.11.2011, Welt, Atommüll: Demonstranten stoppen den Castor-Transport
- 26.11.2011, Tagesschau, Zahlreiche Proteste gegen Atommülltransport, Castor-Zug erreicht Niedersachsen
- 26.11.2011, Welt, Atommüll-Transport: Sturmböen gefährden das Umladen der Castor-Behälter
- 26.11.2011, Tagesschau, Castor Transport von Protesten begleitet, Stop and Go Richtung Gorleben
- 25.11.2011, Focus, Trotz Protesten und Gewalt im Wendland, Der Castor-Transport rollt weiter durch Deuschland
- 25.11.2011, Stern, Castor-Transport nach Gorleben, Heiße Nacht im Wendland
- 25.11.2011, Spiegel, Widerstand gegen Atommüll-Transport, Castor unterwegs, Krawalle im Wendland
- 25.11.2011, Sueddeutsche, Proteste gegen Castor-Transport, Entlang der Strecke wächst der Winderstand
- 25.11.2011, taz, Gorleben muste funktionieren um Atomkraft zu legitimieren, Die Moral des Protests
- 25.11.2011, taz, Strahlenschutzamt-Chef über Endlagersuche, "Gorleben belastet die Glaubwürdigkeit"
- 25.11.2011, taz, Ein schnellerer Atomausstieg ist machbar, Nichts ist gut in Gorleben
- 25.11.2011, taz, Castortransport nach Gorleben, Mit Polizeigewalt gegen Bürgerproteste
- 25.11.2011, Stern, Atommüll-Transport nach Gorleben, Castor-Gegner attackieren Polizisten
- 25.11.2011, Sueddeutsche, Proteste gegen Castor-Transport, Kritik am harten Vorgehen der Polizei
- 25.11.2011, Spiegel, Widerstand im Wendland: Castor-Gegner starten die Abwehrschlacht
- 25.11.2011, Focus, Castor-Transport: Aktivisten zünden Polizeifahrzeuge an
- 25.11.2011, Sueddeutsche, Proteste gegen Atommüll-Transport, Wendland rüstet sich zum letzten Castor-Widerstand
- 25.11.2011, Focus, Transport und Herkunft, Castor-Transport nach Gorleben
- 25.11.2011, Sueddeutsche, Porteste gegen Atommüll-Transport, Castor-Konvoi in Deutschland
- 25.11.2011, Focus, Krawall um Transport nach Gorleben, Der nächste Castor-Krieg hat begonnen
- 25.11.2011, Stern, Atommüll-Transport nach Gorleben, Castor-Zug erreicht Deutschland
- 25.11.2011, Spiegel, Atommüll-Transport: Castor erreicht Deutschland
- 25.11.2011, taz, Castor-Proteste im Wendland, Darum blockieren sie wieder
- 25.11.2011, Focus, Krawall um Castor-Transport, "Schottern bis die Gleise schweben"
- 25.11.2011, Stern, Castor-Zug in Deutschland erwartet, Polizei kündigt "beherztes Vorgehen" an
- 25.11.2011, Welt, Castor-Transport: Böller, Rauchbomben und Hassparolen im Wendland
- 25.11.2011, Castor-Proteste - Kretschmann gegen Castor-Proteste, Grauer Weiser statt grüner Eifer
- 25.11.2011, NDR, Noch kein Castor - aber Randale im Wendland
- 25.11.2011, Telepolis, Atommüll auf dem Weg ins Wendland
- 24.11.2011, Spiegel, Krawalle im Wendland: Erstes Scharmützel zwischenCastor-Gegnern und Polizei
- 24.11.2011. Sueddeutsche, Proteste im Wendland - Polizei geht mit Wasserwerfern gegen Castor-Gegner vor
- 24.11.2011, Focus, Atommüll: Castor-Transport kommt in Lothringen zum Stillstand
- 24.11.2011, Stern, Atommüll-Transport nach Gorleben, Castor Zug nähert sich Deutschland
- 24.11.2011, Focus, Castor-Transport kurz vor Deutschland, Demonstranten messen deutlich höhere Strahlenwerte
- 24.11.2011, Welt, Atommüll-Transport: Polizei findet Bombenattrappe an Castor-Strecke
- 24.11.2011, Focus, Castor-Transport auf dem Weg, Deutsche Atomkraftgegner planen "Südblockade"
- 24.11.2011, Spiegel, Castor-Proteste: Wut-Schottern im Wendland
- 24.11.2011, NDR, Der Castor rollt - nach einiger Verzögerung
- 24.11.2011, taz, Unterwegs nach Gorleben, Es ist wieder Castorzeit
- 24.11.2011, Tagesschau, Atommüll rollt durch Europa, Castor-Transport wird in Deutschland erwartet
- 23.11.2011, Focus, Proteste gegen den Castor-Transport, Erstes Polizeiauto brennt
- 23.11.2011, Welt, Trotz Protesten - Castor rollt nach Gorleben
- 23.11.2011, taz, Castor-Ticker, Erste Proteste in Frankreich
- 23.11.2011, Focus, Castor-Transport: TV berichtet über brennendes Polizeiauto
- 23.11.2011, Stern, Castor-Transport nach Gorleben, Widerstandsparty im Wendland
- 23.11.2011, Focus, Atom: Französische Aktivisten sabotieren Castor-Transport
- 23.11.2011, Spiegel, Atommüll-Transport: Französische Demonstranten blockieren Castor-Gleise
- 23.11.2011, Sueddeutsche, Castor-Transport nach Gorleben, Französische Atomkraftgegner legen sich mit Polizei an
- 23.11.2011, Welt, Demonstranten behindern laut Greenpeace Abfahrt von Atomtransport
- 23.11.2011, Focus, XXL-Dixis bei Castor-Transport, Extra grosse Klos für die Einsatzpolizei
- 23.11.2011, Focus, Atommülltransport, Polizisten stoppen Castor-Gegner mit Tränengas
- 23.11.2011, Tagesschau, Atom wird nach Gorleben gebracht
- 23.11.2011, taz, Blockaden wie in Deutschland, Frankreich lernt Anti-Atom-Protest
- 23.11.2011, Welt, Castor-Transport, Polizisten verteidigen Bahngleise mit Tränengas
- 23.11.2011, Focus, Atom: Castor-Transport: Ausnahmezustand in Gorleben
- 23.11.2011, Tagesschau, Franzosen protestieren gegen Castor-Transport
- 22.11.2011, taz, Castor-Protestcamp verboten, Zu nah an der Strecke, zu viele Linke
- 22.11.2011, Stern, Atommülltransporte: "Klo to go" für Castorpolizisten
- 22.11.2011, Welt, Gorleben: Letzte Fuhre Strahlemüll im düsteren Nadelwald
- 22.11.2011, NDR, Wer schützt die Polizisten vor Strahlung?
- 22.11.2011, taz, Castor-Transport ins Wendland, "Shit-Boxes" für die Polizei
- 21.11.2011, NDR, Castor-Zug soll in Frankreich früher losfahren
- 20.11.2011, taz, Start des Castor-Transports, Atommüllzug soll früher fahren
- 17.11.2011, taz, Infrastruktur der Castorgegner, Anwaltsnotdienst und heißer Tee
- 17.11.2011, Focus, Atomkraft: Aktivisten wollen Castor-Transport stoppen
- 16.11.2011, Focus, Castor-Transport nach Gorleben, 19.000 Polizisten sollen Transport schützen
- 16.11.2011, taz, Kriminalisierung im Vorfeld ist unnötig, Einfach mal locker bleiben
- 16.11.2011, taz, Anti-Atom-Aktionen, Schroff gegen Schotterer
- 15.11.2011, Stern, Das Wendland rüstet sich, Castor wird rollfertig gemacht
- 15.11.2011, Telepolis, Der Castor kommt, Wendländer und ihre Freunde planen wieder massive Proteste gegen Atommülltransport
- 13.11.2011, taz, Castortransport, Demoverbot an der Strecke
- 09.11.2011, NDR, Müll als Sellafield muss nicht nach Gorleben
- 29.10.2011, Stern, Bundesweite Anti-Atom-Proteste, "Schotter-Training" mit der Polizei
- Nixblog - Atomendlager Gorleben
- Nixblog - Atomtransporte
- Wikipedia - Castor (Kerntechnik)
- Castorticker


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