USA / Pazifischer Ozean / Bikini-Atoll: An den 23 Kernwaffenversuchen waren zwischen 1946 und 1958 mehr als 42.000 Personen beteiligt. Wasserstoffbomben. Insgesamt fielen auf die Marshall Islands bis die Tests Ende der fünfziger Jahre eingestellt wurden eine tägliche Sprengkraft von im Schnitt etwa 1,6 Hiroshima-Bomben.
In der Zwischenzeit sind die Bikini-Inseln kein Sperrgebiet mehr. Der Aufenthalt ist laut Internationaler Atomenergieorganisation unbedenklich. Dennoch gelten die Inseln als unbewohnt. Es gibt oder gab eine Tauchbasis betrieben von Jack Niedenthal der vor einigen Jahren als Mitglied des Friedenscorps auf die Inseln kam und heute die Hilfsgelder verwaltet. Jeder der 3500 Bikinianer bekommt 800 US-Dollar im Jahr. Insgesamt haben die USA bisher mehr als 1 Mrd. US-Dollar an Wiedergutmachung und Aufbauhilfen für die Marshall-Inseln bezahlt.
Heute reisen dort beinahe nur Wissenschaftler und Touristen hin. Lebensmittel müssen mitgebracht werden und man kann sich nur eine begrenzte Zeit dort aufhalten. Lokal erzeugte Nahrungsmittel sollten jedoch nicht regelmäßig verzehrt werden.
Heute reisen dort beinahe nur Wissenschaftler und Touristen hin. Lebensmittel müssen mitgebracht werden und man kann sich nur eine begrenzte Zeit dort aufhalten. Lokal erzeugte Nahrungsmittel sollten jedoch nicht regelmäßig verzehrt werden.
Nach einer jahrelangen Odyssee die über mehrere Inseln und Atolle führten leben die meisten Bikinianer heute auf den kleinen Inseln Kili und Ejit. Weit weg von Zuhause. Kili kann man bei einem gemütlichen Spaziergang am Nachmittag umrunden. Es gibt keinen Hafen und keine Lagune. Nur in 6 Monaten des Jahres in denen es windstill ist kann im offenen Meer gefischt werden. Auf der Insel wachsen nur ein paar Kokosnüsse, Brotfrüchte und Pandanussbäume. Es gibt ein Inselkraftwerk welches mit 60 Tonnen Diesel in 3 Monaten betrieben wird. Fast alles muss eingeflogen oder per Schiff auf die Inseln gebracht werden. Das Eiland war früher eine Gefängnisinsel der Japaner . Die Bikinianer sind der Meinung dass sie das heute noch ist.
14.07.2009. Der Fond zur Entschädigung von Opfern der Atomwaffentests im Westpazifik hat seine Zahlungen eingestellt (n-tv).
20.02.2009. Die Regierung der Marshall-Inseln beantragt die Erklärung des Bikini-Atolls als Weltkulturerbe (taz).
1978. Wegen starker Gesundheitsprobleme aufgrund der atomaren Strahlung müssen die Inseln wieder verlassen werden. In den Brunnen waren zuvor stark überhöhte Strontium-90-Werte nachgewiesen worden. Ausserdem sollen die Werte von Cäsium 137 stark angestiegen sein.
1972. Einige Bewohner kehren auf die Inseln zurück nachdem Wissenschaftler Entwarnung gegeben hatten. Bereits Jahre vorher vom US-amerikanischen Präsidenten Lyndon B. Johnson auf der ersten Seite der "Washington Post" behauptet hatte dass die Bikini-Inseln sicher sein würden.
26. Oktober 1962. Während der Kubakrise wird über dem Johnston Atoll wird im Rahmen der Operation Dominic der Test "Bluegill Triple Prime" durchgeführt (Wikipedia, Nixblog).
1958, Eniwetok Insel. Die Bombe Magnolia mit 75 Kilotonnen wird gezündet.26. Oktober 1962. Während der Kubakrise wird über dem Johnston Atoll wird im Rahmen der Operation Dominic der Test "Bluegill Triple Prime" durchgeführt (Wikipedia, Nixblog).
1954. Mit der Wasserstoffbombe Bravo wird die größte Explosion auf den Inseln erzeugt. Sie pulverisierte 3 der Inseln die man jetzt nur noch als schwarze Sterne auf der Flagge des Landes zu sehen sind.
26.03.1954. Romeo Shot.
1952. Die Wasserstoffbombe Mike mit einer Sprengkraft von 10 Megatonnen wird gezündet.
1946. Der Stammesführer der Bikinianer reist mit einigen US-Amerikanern auf die Heimatinsel und verkündet glücklich nach seiner Rückkehr ins Exil auf dem Atoll Rongerik dass die Inseln in Ordnung seien und noch genau so wie vorher aussehen würden. Bald könnte man nach Hause gehen.
25. Juli 1946. Die USA zünden bei der Operation "Crossroad" die Atombombe "Baker" am Bikini Atoll, 27 Meter unter dem Wasser (Focus).
25. Juli 1946. Die USA zünden bei der Operation "Crossroad" die Atombombe "Baker" am Bikini Atoll, 27 Meter unter dem Wasser (Focus).
30. Juni 1946. Vor dem Bikini-Atoll versammelt sich eine Armada von Schiffen und Flugzeugen mit Strahlenmessgeräten. Um festzustellen wie schnell und umfänglich lebendes Material verglühlt wurden als vierbeinige Testgeräte Ratten, Ziegen und Schweine benützt.
Gegen 23 Uhr wird unter der Operation mit dem Codenamen "Crossroad" die erste Mk3-Atombombe mit dem biblischen Namen Able (Abel, der Bruder von Kain) von dem B-29-Bomber "Dave's Dream" abgeworfen und gezündet. Sie erreichte eine Sprengkraft von 23 Kilotonnen und war damit etwa eben so stark wie die Atombombe mit der etwa ein Jahr vorher Nagasaki zerstört worden war. Sie löschte alles Leben in der unmittelbaren Umgebung aus. Able beinhaltete den sogenannten "Demon Core", 6,2 Kilogramm Plutonium die in Los Alamos bereits zu mehreren tödlichen Unfällen geführt hatte.
Zur Dokumentation des Geschehens hatte man beinahe 20 Tonnen Filmausrüstung vor Ort gebracht. Auf den Schiffen von denen aus man der Explosion zuschauen konnte wurden Sonnenbrillen und eisgekühlte Martinis gereicht (Focus, (Nixblog - Atomforschungszentrum "Los Alamos National Laboratory" (LANL)).
Zur Dokumentation des Geschehens hatte man beinahe 20 Tonnen Filmausrüstung vor Ort gebracht. Auf den Schiffen von denen aus man der Explosion zuschauen konnte wurden Sonnenbrillen und eisgekühlte Martinis gereicht (Focus, (Nixblog - Atomforschungszentrum "Los Alamos National Laboratory" (LANL)).
Februar 1946. An einem Sonntag nach dem Kirchgang versammelt der US-amerikanische Militärgouverneur der Marshall Inseln die Bikinianer und bittet um ihre Inseln. Nur "vorrübergehend" sollte es sein und "zum Wohle der Menschheit". Die etwa 167 Bewohner verlassen dann mehrere Wochen vor den Tests die Inseln.
Quellen: Wikipedia, Spiegel
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