Dienstag, 30. Oktober 2012

Atomenergie in den USA

AKW Three Mile Island

















Die USA hat 104 aktive Atomreaktoren an 65 Standorten und ist damit weltweit der grösste Atomstromproduzent. Es werden etwa 20% des Strombedarfs mit Atomkraftwerken abgedeckt. 28 AKWs wurden von den USA bisher stillgelegt.
Nach dem Unfall im AKW Three Mile Island wurde dort kein neues AKW mehr gebaut. Daher stammen die jüngsten US-amerikanischen AKWs aus den 1970er Jahren. Etwa 35% sind Siedewasserreaktoren die nur über einen Kühlkreislauf verfügen.
Ex-Präsident George W. Bush wollte die Atomenergie stark ausbauen, während seiner Amtszeit wurde jedoch kein einziges Atomkraftwerk neu gebaut. Präsident Obama will um den CO2 Ausstoss zu reduzieren auch auf diese Technik zurückgreifen und hat zur Finanzierung 36 Milliarden US-Dollar an Krediten im Haushalt des Landes eingeplant.
Bis 2020 will man 8 neue AKWs bauen. Bis 2030 sollen 30 neue Atomkraftwerke gebaut werden. Nach der Katastrophe von Fukushima mehren sich jedoch auch in den USA die kritischen Stimmen. Nach einer repräsentativen Umfrage vom 22. März 2011 lehnen 50% der US-Amerikaner den Bau neuer AKWs ab, 43% stimmen ihm zu.
In Tennessee wird seit 1973 ein Atomreaktor gebaut, in Georgia wurde mit den Vorarbeiten von zwei weiteren Reaktoren begonnen. Die Restlichen wurden  trotz Obamas Kreditzusagen wegen der hohen Kosten zurückgestellt (Tagesschau, Sueddeutsche, Wikipedia).

30.10.2012. Wegen dem Wirbelsturm "Sandy ", der gegen 1 Uhr MEZ im Süden von New Yersey auf das Festland getroffen ist, wurde das Atomkraftwerk Oyster Creek heruntergefahren und Alarm ausgelöst. Zunächst wurde gegen 19 Uhr Ortszeit die niedrigste der vier Stufen "ungewöhnliches Ereignis" verzeichnet. Etwa um 21 Uhr wurde sie auf "Alarm" hochgesetzt. Der Wasserspiegel ist auf mehr als 6 Fuß (ca. 1,83 Meter) bedrohlich angestiegen. Ab einer Höhe von mehr als 7 Fuß (2,13 Meter) kann es seine Abklingbecken nicht mehr in gewohnter Weise kühlen. Im Ernstfall müssen Arbeiter mit Schläuchen Extra-Wasser in die Becken pumpen um die Brennstäbe zu kühlen (Sueddeutsche, DiePresse).

10.02.2012. In den USA werden vom NRC zum ersten Mal seit dem Unfall im AKW Three Mile Island bei Harrisburg wieder neue Atomreaktoren genehmigt (Nixblog - 2 neue Atomreaktoren im US-amerikanischen AKW Vogtle genehmigt).

02.09.2011. Die AKWs in den USA sind laut einer Analyse von vorläufigen Regierungsdaten bis zu 24 Mal höher als bisher angenommen. Mindestens 27 Atomreaktoren müssen laut einem vorläufigen Bericht der NRC nachgerüstet werden (Focus).

31.08.2011. Das AKW North Anna muss nach dem Erdbeben länger vom Netz bleiben. In der Anlage wurden durch das Beben siebenundzwanzig 53 Tonnen schwere Betoncontainer mit radioaktiven Abfällen um bis zu 11,4 Zentimeter verschoben. Sie sollen jedoch "intakt" sein (taz, Focus).

28.08.2011. Der Wirbelsturm Irene schatete das AKW Calvert Cliffs der Betreiberfirma Constellation Energy Nuclear Group und der EdF im US-Bundesstaat Maryland ab. Zwei Millionen Menschen sind daher ohne Strom.
Der Haupttransformator war vom Sturm mit einer Aluminiumverkleidung beworfen worden, danach hat die automatische Schnellabschaltung begriffen.. Die Lage im AKW soll sischä sein. Angestellte und die Umgebung sollen nicht zu Schaden gekommen sein. Das ist bereits das zweite Windchen nach dem Tornado im April in diesem Jahr dass für die Abschaltung eines AKWs in den USA gesorgt hat.
Bereits gestern wurde das AKW Oyster Creek in New Jersey vom Netz genommen. In den 14 AKWs und dem Kernnbrennstoffwerk in North Caroline zwischen Maryland und New Hampshire sollen in den nächsten Tagen laut NRC zusätzliche Mitarbeiter eingesetzt werden. Im Millstone-AKW in Connecticut und im Brunswick-AKW in North Carolina soll die Leistung etwas heruntergefahren werden bis der Sturm komplett vorüber ist (n-tv, Deutsch-Türkische-Nachrichten, RP-Online).

23.08.2011. An der Ostküste der USA gibt es gaanz unerwartet ein Erdbeben der Stärke 5,8 das in 22 der Bundesstaaten zu spüren ist. Gleich 12 AKWs die auf Erdbeben der Stärke 5,9 bis 6,1 ausgelegt waren mussten ein "ungewöhnliches Ereingnis" melden. Das AKW von North Anna mit 2 Druckreaktoren hat danach erhebliche Probleme. Es kam zu einem Ausfall der externen Stromversorgung. Die Notstromaggregate sind angesprungen wobei es bei mindestens einem davon Probleme gab. Die Situation konnte offenbar wieder einmal gerade noch unter Kontrolle gebracht werden. Die externe Stromversorgung  wurde am Abend wieder hergestellt (Spiegel).

10.08.2011. Das AKW Browns Ferry musste alle 3 Reaktoren herunterfahren weil der Tennessee River wegen der Hitzewelle zu warm geworden ist. Währenddessen hat das AKW Calhoun immer noch nasse Füsse die dafür sorgen könnten dass das AKW erst im Frühjahr 2012 wieder ans Netz gehen kann (Telepolis)

09.08.2011. Der AKW-Bauer Toshiba lässt in den USA gerade das Genehmigungsverfahren für den Mini-Reaktor "4S" durchlaufen. Es soll 10 MW Strom liefern und zum Großteil im Boden vergraben sein. Zuerst soll er in Galena in Alaska eingesetzt werden (Spiegel).

22.07.2011. Die Nuklear Regulatory Commission (NRC) hat festgestellt das 24 der US-amerikanischen AKWs in Erdbebengebieten liegen. In einem 90 Seiten umfassenden Bericht weden 12 umfassende Empfehlungen gegeben bei denen innerhalb von 90 Tagen Vorschläge zur Umsetzung folgen sollen. Die Arbeiten sollen in 5 Jahren abgeschlossen werden und 1 Mrd. US-Dollar kosten. US-Präsident Brack Obama hält weiterhin am Ausbau der Atomenergie fest (taz).

16.07.2011. Den beiden AKWs steht das Wasser auch jetzt noch bis zum Hals, auch wenn sich die Lage am AKW Cooper Nuclear Station etwas entspannt hat.Ohama Public Power District (OPPD), der Betreiber des AKW Fort Calhoun musste alleine im Juni 26 Mio US-Dollar für Schutzmaßnahmen und Ersatzstrom bezahlen. Die OPPD hat auch Hochwasserprobleme mit mehreren Kohlekraftwerken (Telepolis).

07.07.2011. In der Zwischenzeit ist bereits Wasser in einen Teil der Gebäude des AKW Calhoun eingedrungen. Laut russischen Atomexperten sollen Informationen der IAEA zeigen dass die US-amerikanische Regierung eine Nachrichtensperre erlassen hat. Auch das AKW Couper ist immer noch gefährdet.
In North Dakota müssen in der Zwischenzeit wegen der selben Überschwemmungen unterridische Silos mit atomaren Interkontinentalraketen mit Sandsackbarrieren und Wasserpumpen geschützt werden (Telepolis, Sueddeutsche).

30.06.2011. Ein Sicherheitsbericht der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde NRC, der nach der Katastrophe von Fukushima erstellt wurde hat offenbar Defizite bei der Ausrüstung für Notfälle in 60 AKWs festgestellt. Personal ist schlecht ausgebildet. Ausrüstungen fehlen oder sind defekt. Bauten sind nicht durchdacht (Telepolis).

28.06.2011. Hochwasser und Feuer wüten weiterhin. Auf dem Gelände des AKWs Fort Calhoun befinden sich bis zu 360 Tonnen  hochradioaktives Material (Tagesschau).

27.06.2011. Die AKWs Fort Calhoun und Cooper werden immer noch von steigenden Fluten umspült  (Telepolis). Das Atomforschungszentrum in Los Alamos, wo die erste Atombombe entwickelt wurde, im Bundesstaat Mexiko musste derweil wegen (Nixblog - Atomforschungszentrum "Los Alamos National Laboratory" (LANL) ).

26.06.2011. Am AKW Fort Calhoun durchbricht die Flut einen temporären Schutzdamm des AKWs so dass der Wasserstand um die Gebäude auf einen halben Meter angestiegen ist und die Transformatoren umspült wurden. Die Kühlssysteme sollen laut Atomaufsichtsbehörde nicht beeinträchtigt worden sein. Vorübergehend mussten jedoch Notstromgeneratoren angestellt und das AKW vom Netz genommen werden (Telepolis).

23.06.2011. Der Energieversorger Tenessee Valley Authority (TVA) will vom Reaktorhersteller Babcock & Wilcox am Clinch River, einem Nebenfluss des Tennessee, die weltweit ersten sechs Mini-Kernreaktoren vom Typ B&W mPower mit einer Leistung von je 125 Megawatt bauen lassen. Das Containement und  der Reaktor, der auf dem Prinzip gewöhnlicher Druckwasserreaktoren arbeiten soll, würde dabei unter der Erde liegen. Die Brennstäbe sollen in Abklingbecken für 60 Jahre aufbewahrt werden. Die Bauzeit eines derartigen Reaktors soll "nur" 3 Jahre betragen. Ausserdem soll so ein Reaktor einfacher ins Stromnetz integriert werden können.  Babcock & Wilcox haben ihr Know How beim Bau kleiner AKWs für Kriegsschiffe erworben. Im Moment laufen dafür die Genehmigungsverfahren in den USA (Technology Review).

22.06.2011. In der Zwischenzeit ist das Wasserniveau 50 Zentimeter höher als der Boden des AKW Calhoun (taz, Sueddeutsche, Telepolis).

AKW Calhoun - Überschwemmung im Juni 2011
19.06.2011. Das US-amerikanische AKW Fort Calhoun ist weiterhin stark vom Hochwasser des Missouri bedroht. Auch das AKW Cooper Nuclear Station ist vom Hochwasser bedroht (Sonnenseite, Greenpeace, Telepolis).

16.06.2011. Im AKW Calhoun ist ein Loch und man strengt sich an dieses abzudichten (taz).

14.06.2011. In den USA steht das AKW Fort Calhoun unter Hochwasser. Der Reaktor ist wegen einer Revision abgeschaltet. 2010 war von der NRC festgestellt worden dass das AKW nicht genügend gegen Hochwasser gesichert war. Die Mängel sind angeblich behoben worden (AntiAtomPiraten).

09.06.2011. Das AKW Cooper kann wegen der Überflutung des Missouri keinen Schlamm mehr in den Fluss leiten und das Schlammbecken auf dem AKW-Gelände ist überfüllt. Es läuft trotzdem auf voller Kraft weiter. Zur Abdichtung gegen das Wasser des Missouri wurde mit 5000 Tonnen Sand ein  Deich aus Sandsäcken gebaut (taz).

08.06.2011. Die US-amerikanische Geowissenschaftlerin Jihyde Park, von der Ohio State University (OSU), hat einen Algorithmus entwickelt, durch den in GPD-Signalen Muster festgestellt werden können mit denen die Schockwellen die durch Atomwaffentests entstehen nachgewiesen werden können (Golem).
China hat die USA nun als weltgrößter Energieverbraucher überholt (Tagesschau).

07.06.2011. Im AKW Fort Calhoun bricht ein Feuer aus und die Kühlung des Abklingbeckens wird von 90 Minuten unterbrochen weil zwei Pumpen versagt haben. Das AKW ist seit April wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet. Im Abklingbecken lagern jedoch deutlich mehr Brennstäbe als ursprünglich vorgesehen. Der Flugverkehr wurde eingeschränkt (taz).

02.06.2011. Die USA hinken beim Abbau der Atomwaffen den Russen hinterher (Welt).

28.05.2011. Die USA wollen die Atombomben in Europa gegen eine neue Version mit der Bezeichnung B61-12, auf Basis des Modells B61-4, mit längerer Lebensdauer, besserer Steuerung und veränderter Sprengkraft austauschen. 10 bis 20 Atombomben lagern nach der Schätzung von  Experten in Deutschland auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Die technische Entwicklung der Atombombe soll 2012 beginnen. 2017 soll die erste Bombe fertig sein. Danach will die USA mit der Serienfertigung anfangen (Spiegel).

19.05.2011.  Die Renaissance der Atomenergie fndet nicht statt. Die Erneuerbaren Energien geben Gas. Laut der US-amerikanischen Energy Information Agency (EIA) kostet bei einem neuen Reaktor, der im Jahr 2016 ans Netz geht die Megawattstunde 114 US-Dollar. Ein Preis der von Windkraft, Geothermie und Biomasse laut den Berechnungen der EIA unterboten werden soll.  In den USA werden von den ersten Unternehmen die Investitionen in Kernenergie abgeschrieben. NRG Energy hat im April das Engagement in Höhe von 481 Mio US-Dollar für 2 Atomreaktoren in Texas abgesagt. Die US-amerikanische Tochter von Areva cancelte Anfang Mai den Bau einer Fertigungsstätte für Reaktorbauteile in Virginia. In North Carolina wurde ein Gesetzentwuf zu einer schnelleren Finanzierung von neuen Atomreaktoren abgelehnt. (Technology Review).

18.05.2011.  In etwa zwei dutzend AKWs in den USA sind die selben Sicherheitssysteme wie im AKW Fukushima verbaut. Dort war offenbar einer der entscheidenden Faktoren für die Katastrophe Probleme bei der Druckentlastung. Bisher wurde von den Verantwortlichen dagegen immer behauptet dass die Druckentlastungssysteme in den USA denen in Japan überlegen seien (Spiegel).

13.05.2011. Ein Drittel der 104 US-amerikanischen Atomanlagen weist laut einem Untersuchungsbericht Schwachstellen auf. Sie sind aber laut NRC trotzdem sischä (Spiegel).

29.04.2011. Es fällt auch in den USA langsam auf: "Endlagerung ungelöst" (Technologie Review).

28.04.2011. Das AKW Browns Ferry wird von einem Tornado abgeschaltet (Nixblog).

07.04.2011. Das AKW Cooper wird zur Revision heruntergefahren (Welt).

22.03.2011. Die US-amerikanische Atomregulierungsbehörde (NRC) hat die Lizenz für das knapp 40 Jahre alte, unfallträchtige AKW Yankee im US-BundesstaatVermont um 20 Jahre verlängert. Es hat einen ähnlichen Bauplan wie das Katastrophen-AKW in Fukushima in dem es in den letzten Jahren immer wieder Zwischenfälle gegeben hat.
Der US-amerikanische Energiekonzern NRG Energy Inc. zieht sich offenbar aus einem 10 Mrd. schweren Reaktorprojekt in Texas zurück. er hatte offenbar bei der Entwicklung der Reaktoren eng mit Tepco zusammengearbeitet.
Bereits 1971 wurden von der US-amerikanischen Atomaufsicht gravierende Fehler am Notkühlsystem der Siedewasserreaktoren vom selben Typ wie Fukushima I festgestellt. Konsequenzen wurden keine gezogen
Nach einer repräsentativen Umfrage lehnen 50 % (2008: 34 %) der befragten US-Amerikaner den Bau neuer Atomkraftwerke in den USA ab, 43 % (2008: 57 %) stimmten ihm zu (Telepolis, Wikipedia).

20.03.2011. Die Standorte für neue AKWs in den USA werden überprüft. Die Bauorde zukünftiger AKWs sollen andere als bisher sein. Ausserdem woll man überprüfen ob laufende AKWs wie Indian Point im Bundesstaat New York weiter betrieben werden sollen.

17.03.2011.  Der US-amerikanische Präsident Barack Obama hat aus der Katastrophe von Fukushima nix gelernt und bezeichnet Atomkraft immer noch als wichtigen Teil der zukünftigen Energieversorgung der USA. Die Behörden wurden gebeten die einheimischen AKWs zu untersuchen.
In den USA schwindet bei der Bevölkerung der USA die Unterstützung für Atomkraft. Vor zwei Wochen gaben bei einer Umfrage 57% an dass sie die Nutzung der Kernergie mit Sorge betrachten. Bei einer Umfrage für die Zeitung "USA Today" ist die Zahl auf etwa 70% gestiegen.

16.03.2011.  US-Präsident Barack Obama kündigt Sicherheitsnachbesserungen an den AKWs in den USA an.

15.03.2011. Die Regierung der USA will trotz der Katastrophe von Fukushima den Bau 30 neuer AKWs wie geplant weiterführen. Der Energieminister Chu spricht sich gegen einen Aufschub der Baugenehmigung durch die Atomaufsichtsbehörde aus. Er meint dass die AKWs der USA so konstruiert sind dass sich auch Erdbeben standhalten können. Das dachten die Japaner auch. Bis am Freitag letzter Woche.
Selbst bei Befürwortern in den USA regen sich jedoch Zweifel an der Renaissance der Atomenergie. Besonders schwere Sorgen macht man sich um die beiden AKWs in Kalifornien die nahe der Küste in Erdbebengebieten am San-Andreas-Graben stehen (n-tv).

13.03.2011. Joe Lieberman (Senator in den USA) fordert nach der Katastrophe von Fukushima beim Bau neuer AKW in den USA eine "Pause" will Kernenergie aber weiterhin nutzen weil "sie nicht importiert ist, uns gehört und" seiner Meinung nach "sauber ist".

01.10.2010. US-Präsident Barack Obama fordert für das beginnende Haushaltsjahr 2011 eine Verdreifachung der Bürgschaften für AKWs auf mehr als 54 Mrd. US-Dollar (Wikipedia).
11.07.2010. In Handford lagert ungefähr dreimal soviel Plutonium wie bisher aus den Zahlen des Energieministeriums herauszulesen war (Telepolis).

09.04.2010. In den USA, im Bundestaat New Jersey tritt aus unterirdischen Rohren des AKW Oyster Creek radioaktiv verseuchtes Wasser aus und erreicht das Grundwasser. Es soll sich bei der Verunreinigung um das radioaktive Wasserstoffisotop Tritium mit einer Halbwertszeit von 12,32 Jahren handeln.
Von dort aus wird der größte Teil des südlichen Jersey mit Trinkwasser versorgt.Man befürchtet jetzt dass die Verseuchung den Brunnen erreichen könnte. Der Betreiber soll jetzt eventuell durch Abpumpen des Grundwassers oder durch pressen von sauberem Wasser in den Untergrund die Verschmutzung von den Brunnen wegdrücken.
Es handelt sich um das älteste AKW in den USA und liegt etwa 120 Kilometer südlich von New York City. Der Austritt des kontaminierten Wassers ist einen Tag nach der Verlängerung der Lizenz von 40 Jahren um weitere 20 Jahre auf 60 Jahre geschehen. Der Betreiber ist die Firma Exelon. Sie hat mit dem AKW und andren Beteiligungen im Jahr 2009 einen Gewinn von ca. 750 Millionen US-Dollar gemacht (Telepolis).

23.03.2010. Bill Gates ist einer der Finanziers der Firma Terrapower die zusammen mit Toshiba den Bau von Mini-Atomkraftwerk untersucht. Der Laufwellenreaktor (Traveling Wave Reaktor) soll jahrzehntelang mit einer Ladung Brennelementen auskommen und kaum Wartung benötigen. Ausserdem soll er kompakter und sicherer sein. Das Konzept stammt jedoch aus den 1950er Jahren und wurde ursprünglich für den Einsatz in Atom-U-Booten konzipiert (Spiegel).

Lage von New Jersey
17.02.2010. Wie immer in den letzten 60 Jahren wird auch bei den neu geplanten AKWs in den USA die Endmüllagerung ausgepart (Telepolis) wobei das mit den AKWs eventuell auch nur ein Zugeständnis Obamas an die Republikaner sein könnte um sein Energiegesetz durchzubringen (taz).

15.02.2010. Obama will acht Milliarden Euro investieren um neue AKWs zu bauen (Welt, Sueddeutsche).

30.01.2010. US-Präsident Barack Obama spricht sich für Atomenergie aus und will die staatlichen Kreditgarantien auf 54 Mrd. Euro anheben (Heute, Sueddeutsche).
22.11.2009. Im US-amerikanischen AKW auf Three Mile Island bei Harrisburg ist in einem Gebäude erhöhte Radioaktivität festgestellt worden. 150 Mitarbeiter wurden nach Hause geschickt. Das Leck wird noch gesucht (Spiegel, Sueddeutsche, Welt, Stern, Focus).

20.10.2009. Die NASA will ab 2020 den Mond radioaktiv verseuchen indem dort ein AKW aufgebaut wird (Welt).

11.09.2009. In den USA wird für das 40 Jahre alte AKW Oyster Creek Nuclear Generating Station die Laufzeit und 20 Jahre verlängert obwohl es immer mehr Störfälle gibt. Kurz nach der Lizensvergabe trat aus einem Leck radioaktiives Wasser aus. Im Moment gibt es in den USA 104 aktive Atomkraftwerke (taz).

22.07.2009. Apple möchte bis 2010 in der Ortschaft Maiden, im Bundestaat North Carolina im Catawba County, ein Rechenzentrum mit einer Fläche von 4,6 Hektar bauen. Die Regierung des Bundesstaats wird das Projekt im "Catawba Data Park", nahe dem Highway 321, im Laufe der nächsten 9 Jahre mit 46 Mio US-Dollar fördern. Bei der Entscheidung hat offenbar auch der Strompreis eine Rolle gespielt. In der Nähe stehen die drei alten AKWs McGuire (am Lake Norman), Oconee (am Lake Keowee) und Catawba (am Lake Wylie). Der Lake Wylie kühlt auch ein Kohlekraftwerk und wird als Stausee benützt. Der Strompreis dort liegt bei 0,05 US-Dollar (0,04 Euro) (Heise).

12.06.2009.
Im AKW Oyster Creek ereignet sich ein Störfall. Wegen einem Blitzschlag in einer externen Stromverteilung ist der sogenannte Notsromfall eingetreten. Die internen Diesek-Notstromgeneratoren liefen an. Einer davon hatte jedoch Probleme beim Anlaufen. Vorübergehend musste man deshalb die wohl so ziemlich letzte Möglichkeit ausnützen und einen sogenannten Notkondensator in Betrieb nehmen (Wikipedia).

04.05.2009. AKW Indian Point 2 ist verrostet (Telepolis). Durch ein verrostetes Kühlwasserrohr welches seit 1973 nicht mehr inspiziert wurde treten etwa 400.000 Liter Wasser aus.

03.03.2009. Die zweitälteste Plutoniumprobe der Welt wird '"am schmutzigsten Ort der Welt" auf einem Gelände im US-Bundesstaat Washington in Hanford von Arbeitern in einem verrosteten Panzerschrank mit einer Innenverkleidung aus Beton gefunden. Dabei handelte es sich um einen Glaskrug mit einer Gallone Inhalt in welcher sich eine weissliche Flüsigkeit befand. Auf dem Gelände wurden von den US-Amerikanern nach dem Zweiten Weltkrieg Atomwaffen produziert und die Rückstände einfach verscharrt. Auf dem Gelände das wohl saniert werden sollte wurden ausserdem verstrahlte Gabelstapler gefunden (Sueddeutsche).

22.01.2009. Der neue US-amerikanische Präsident Barack Obama (Nixblog) ist leider der Ansicht Kernenergie wäre CO2 frei und will neben der Nutzung neuer Energien auch neue AKWs bauen (Zeit) lassen.

06.06.2008. Das US-amerikanische AKW Hatch in Georgia schaltet nach einem Software-Update selbständig ab (Heise).

2008. Wissenschaftler der Columbia University in Palisates im Bundesstaat New York zeigen auf dass das AKW Indian Point etwa 40 Kilometer nördlich von New York City durch starke Erdbeben bedroht ist weil es in der Nähe von zwei alten Nahtzonen liegt. Die Stadt wurde demnach in den Jahren 1737, 1783 und 1884 mit Beben stärker als 5 erschüttert (Spiegel).

15.10.2007. Der Weiterbau von Reaktor 2 des AKW Watts Bar unter Leitung der Bechtel Corporation beginnt.

01.08.2006. Der Energieversorger Tenessee Valley Authority (TVA) beschliesst den Weiterbau von Reaktor 2 des AKW Watts Bar.

2006. US-Präsident George W. Bush fordert einen "energischen" Ausbau der Atomenergie um die Abhängigkeit von ausländischen Ölquellen zu verringern (n-tv).

Frühjahr 2005.  Die Brennstäbe zur Tritiumproduktion werden entfernt und zur Extraktion zur Savannah River Site in South Carolina gebracht.

2005. Erstmals nach Harrisburg werden bei den Behörden wieder Anträge auf Bewilligung von AKWs gestellt (taz).
Oktober 2003. Im AKW Watts Bar beginnt die Bestrahlung der Brennstäbe  zur Tritiumproduktion.

September 2002. Die NRC erweitert die Lizenz für das AKW Watts Bar zum Einsatz von speziellen Brennstäben zur Tritiumproduktion.

1996. Reaktor I des AKW Watts  Bar geht nach zahlreichen Verzögerungen und Investitionen von 8 Millarden US-Dollar ans Stromnetz und produziert Strom für die 250.000 Einwohner des Tennessee Tals.

1990er Jahre. In der Umgebung der AKWs werden aus Kostengründen die Erdbebensensoren abmontiert (Spiegel).

27. Oktober 1986. Das Fortune-Magazin berichtet über kritische Berichte zur Sicherheit des AKW Watts Bar die unterdrückt wurden. Unter anderem wurden Ingenieure die Probleme fanden auf andere Posten versetzt. Die anderen 5 Reaktoren des selben Typs TVA wurden stillgelegt. Alleine  im AKW Watts Bar wurden 1700 Mängel festgestellt (Wikipedia).

1981. US-Präsident Ronald Reagan ordnet den Bau der Neutronenbombe an (Welt).

28.03.1979, 4 Uhr 36. In dem US-amerikanischen Kernkraftwerk Three Miles Island bei Harrisburg kommt es durch eine Panne zu einer Störung im Kühlsystem und einer Kernschmelze (Wikipedia). Dabei sind ein Viertel der Brennelemente geschmolzen. Radioaktives Gas und verseuchtes Wasser treten aus dem Reaktorkern aus und entweichen in die Umwelt. 10 Jahre wurden benötigt um die Anlage zu entseuchen wobei viele Arbeiter radioaktiv verstrahlt wurden (Tagesschau). Insgesamt dauerten die Aufräumarbeiten etwa 14 Jahre. Sie sollen etwa 1 Milliar5de Euro gkostet haben (Spiegel). Offizielle Stellen verneinen eine erhöhte Krebshäufigkeit in der Umgebung eine Studie belegt jedoch dass die Krebsrate sechs Jahre nach dem Unfall in den radioaktiv kontaminierten Gebieten um bis zu 150 % Über dem Durchschnitt lag (Spiegel, Planten.de).

22.01.1979. Der 31jährige US-Amerikaner Amory Bloch Lovins prophezeit das Ende der bisher "harten" Energie-Technik die mit ihrem hochgradig zentralisierten, expansiven, komplizierten und sehr anfälligen Produktions- und Verteilungssystemen längst in einer technischen und wirtschaftlichen Sackgasse steckt, aus der ihr auch die Atomkraft nicht heraushelfen kann (Spiegel).


1974. Das AKW Cooper geht ans Netz. Die Laufzeit wurde auf 40 Jahre ausgelegt, später aber auf 60 Jahre bis 2034 verlängert.

1973. Der Bau des AKW Watts Barr wird begonnen. Es soll neben der Stromerzeugung der Tritiumproduktion für Atomwaffen dienen. Reaktor 1 geht erst 1996 ans Stromnetz. Reaktor 2 soll 2013 in Betrieb genommen werden.

1973. In den USA, in Nebraska geht das AKW Calhoun mit einer Leistung von 500 MW ans Netz. Es liegt nur etwa 50 Kilometer von der Stadt Omaha mit 400.000 Einwohnern entfernt. Die Laufzeit wurde ursprünglich auf 40 Jahre ausgelegt, später aber auf 60 Jahre bis 2033 verlängert.

01.12.1969. In den USA gehen die AKWs Nine Mile Point in der Nähe von Oswego im Staat New York und Oyster Creek rund 95 Kilometer östlich von Philadelphia und 120 Kilometer südlich von New York City ans Netz. Oyster Creek liefert 636 Megawatt Stom für etwa 600.000 Haushalte. Das entspricht 9% der Strommenge von New Jersey (taz).

1957. Erstmals wird in Kalifornien Atomstrom ins Stromnetz eingespeist (n-tv).

02.02.1947. Der Tagesspiegel meldet: "Der US-amerikanische Atomenergie-Ausschuss gab in seinem ersten offiziellen Bericht an den Kongress bekannt, dass er seine Hauptaufgabe darin sehe, die Entwicklung der Atomenergie voranzutreiben, um bessere Atomwaffen für die USA herzustellen." (Friedenskooperative).
Bilder:
- Position von New Jersey, Wikimedia Commons, Rub1615, GNU Free Documentation License Version 1,2 oder später
- AKW Calhoun - Überschwemmung im Juni 2011, Wikimedia Commons, U.S. Army Corps of Engineer, Public Domain
- AKW Three Mile Island, Wikimedia Commons, DOE Photo, Public Domain

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