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| Flagge von Somalia |

03. Mai 2013. Während der Hungerkatastrophe zwischen Oktober 2010 und April 2012 sind laut einer neuen Schätzung der UN mehr als 250.000 Menschen, vor allem Kleinkinder, verhungert. In der Zwischenzeit hat sich die Situation in Somalia jedoch etwas verbessert. 2012 gab es kräftige Regenfälle und es soll zu Rekordernten gekommen sein. Dennoch ist immer noch etwa ein Drittel der Bevölkeurng Somalias auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Auch die Islamisten der Al Shabaab Miliz haben an Boden verloren. Aus der Hauptstadt Mogadischu haben sie sich zurückgezogen. Humanitäre Hilfe kann daher auch besser geleistet werden (Tagesschau).
Ende 2012. Hassan Sheikh Mohamud, der sich als "liberaler Muslim" bezeichnet, wird Präsident. Er will für ein Somalia ohne Clan-Politik und Konflikte eintreten.
23. Februar 2012. Die EU-Verteidigungsminister haben beschlossen den Einsatz der "Atlanta-Mission auf die Küste von Somalia auszuweiten und damit auch an Land zu kämpfen. Deutschland ist dort seit Dezember 2008 im Einsatz. Derzeit mit einer Fregatte mit ca. 270 Soldaten Besatzung. Im letzten Jahr gab es dort etwa 230 Angriffe von Piraten (Die Zeit).
03. Februar 2012. In Somalia hat offenbar Regen eingesetzt und die Ernte ist relativ gut ausgefallen. Die Lage soll sich daher laut den Vereinten Nationen verbessert haben, aber prekär bleiben. 2,3 Mio. Menschen sind immer noch auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen (Focus, Sueddeutsche).
29. November 2011. Die al-Shabaab-Miliz hat 16 internationalen Hilfsorganisation die Arbeit in Somalia verboten. Ihre Ausrüstung wurde beschlagnahmt. Laut UN sind in dem Land immer noch 250.000 Menschen vom Hungertod bedroht (Spiegel).
16. November 2011. Im Flüchtlingslager Dadaab in Kenia ist die Cholera ausgebrochen. Ein Flüchtling ist offenbar bereits an der Krankheit gestorben. 10 Fälle wurden durch Laboruntersuchungen bestätigt. Es gibt 50 Verdachtsfälle. Im Moment leben dort 400.000 Flüchtlinge. Fast alle aus Somalia (Tagesschau, Sueddeutsche).
18. Oktober 2011. Truppen aus Kenia rücken mit Panzern und Hubschraubern, offenbar mit Unterstützung der somalischen Übergangsregierung, in das Grenzgebiet Somalias ein und bewegt sich auf die Ortschaft Qoqani zu die als Hochburg der El-Schabaab-Miliz gilt. In den vergangen Wochen sollen mehrere Europäerinnen von der El-Schabab-Miliz aus Kenia entführt worden sein (Focus).
4. Oktober 2011. In den etablierten Medien herrscht in den letzten Wochen eine gruselige Stille des Schweigens zum Hungertod in Somalia (Focus). Bei einem Anschlag der Al-Schabaab-Miliz durch einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in Mogadischu vor einem Gelände mit Regierungsgebäuden kommen mindestens 60 Menschen ums Leben (Tagesschau).
5. September 2011. Die Katastrophe weitet sich weiter aus. In der Zwischenzeit droht 750.000 Menschen der Hungertod. In Somalia sind in der Zwischenzeit 6 Regionen betroffen. Im Moment sterben dort täglich 2 von 10.000 Menschen an Hunger (Sueddeutsche).
4. August 2011. In den letzten 3 Monaten sind 29.000 somalische Kinder an Hunger gestorben. Laut UNO ist das jedoch nur ein Anfang und die Katastrophe wird sich weiter ausbreiten. Demnach benötigen 3,2 Mio von 7,5 Mio Somaliern dringend Soforthilfe zum Überleben. Die deutsche Marine will ab Ende August den EU-Einsatz "Atalanta" vor der Küste Somalias mit einer zweiten Fregatte verstärken um die Hilfslieferungen vor Piraten zu schützen (Spiegel).
30. Juli 2011. Während in Ostafrika viele Millionen Menschen wegen der Dürre vom Hungertod bedroht sind verkaufen die Regierungen der betroffenen Länder immer noch mehr fruchtbares Ackerland an ausländische Investoren (Sueddeutsche).
28. Juli 2011. Somalia ist Lebensmittelexporteur. 2010 wurden mehr als 4 Millionen Tiere in den arabischen Raum verkauft. Der Süden indem Menschen verhungern liefert immer noch Zucker und Reis in die Nachbarländer (taz). Bürokraten verhindern in Kenia die Öffnung eines weiteren Lagers in der Nähe des Camps Dadaab wo 400.000 Menschen auf einem Platz der für 90.000 Menschen konzipiert ist drängeln (Spiegel).
20. Juli 2011. Die UNO befürchtet Millionen Hungertote und hat für 2 Regionen Somalias die Hungersnot ausgerufen. Es sind bereits mehrere Zehntausend Menschen verhungert. In einigen Gegenden sind wegen der Dürre bereits bis zu 90% der Viehherden verendet (Tagesschau, Sueddeutsche, Spiegel).
19. Juli 2011. Im äthiopischen Flüchtlingslager Dolo Ado wo im Moment mehr als 100.000 Flüchtlinge vor allem aus Somalia leben sterben im Moment durchschnittlich mehr als 70 Menschen täglich. Etwa 4.000 Menschen fliehen im Moment täglich aus Somalia um dem Hunger zu entgehen (Spiegel).
11. Juli 2011. Am Horn von Afrika drohen wegen einer Dürre schwere Hungersnöte. Besonders betroffen Somalia wo bereits 2,5 Millionen Menschen extrem unterernährt sind. Die Nahrungsmittelpreise sind durch Spekulanten bereits um bis zu 270% angestiegen (Tagesschau, Spiegel).
28.03.2011. Laut Amnesty International wurden 2010 in Somalia 8 Menschen hingerichtet (Nixblog - Todesstrafe).
2011. Im jährlichen "Failed States Index" vom Forschungsinstitut "Fund for Peace" belegt Somalia den ersten Platz als "gescheiteterter Staat, ein Staat ohne Staatlichkeit.
16.06.2010. In Somalia ist im Bereich der islamistischen Rebellen Fußball gucken bei Todesstrafe verboten. Es gab offensichtlich bereits 2 Hinrichtungen obwohl die Fußballweltmeisterschaft 2010 noch nicht einmal eine Woche läuft (taz).
22.05.2010. Die deutsche Firma "Asgaard German Security Group" mit Sitz in Telgte bei Münster hat Ende 2009 einen Vertrag mit dem somalischen Politiker Galadid Abdinur Ahmad Darman geschlosssen von dem die international anerkannte Übergangsregierung nicht akzeptiert wird. Das Unternehmen will demnach mehr 100 Söldner nach Somalia schicken die den Politiker an die Macht bringen sollen.
Da in Uganda durch die EU unter Beteiligung der Bundeswehr somalische Sicherheitskräfte für die Übergangsregierung ausgebildet werden stellt sich diese Firma damit gegen die Interessen der Politik in Deutschland (Tagesschau, Focus).
25.04.2010. Die EU bildet Piraten aus (Spiegel).
28.02.2010. Von den Islamisten werden die Hilflieferungen gestoppt und bis auf Weiteres verboten (Telepolis).
22.01.2010. Traumjob Seeräuber (Focus).
14.01.2010. Mit 406 Piratenüberfällen registriert das internationale Schiffahrsbüro für 2009 einen neuen Höchststand. 2008 waren es "nur" 293 Überfälle (Stern).
04.01.2010. Die radikalislamistische al-Shabaab-Miliz hat die somalische Stadt Dhusamreb erobert (Spiegel).
02.01.2010. Vor Somalia wurden von Piraten zwei Schiffe gekapert (Focus).
01.06.2009. Soll man militärisch eingreifen? (taz). Die EU erwägt eine Intervention (Telepolis).
28.05.2009. Die Lage in Somalia destabilisiert die Region (taz).
25.05.2009. Der Sumpf von Somalia (taz).
06.05.2009. Im Golf von Aden wird 120 Seemeilen nördlich der somalischen Hafenstadt Boosaaso das Frachtschiff "MV Victoria" von Piraten gekapert. Das Schiff der deutschen Reederei Intersee fuhr unter der Flagge von Antigua und Barbuda und hatte 11 rumänische Besatzungsmitglieder. Geladen hatte das Schuff 10.000 Tonnen Reis (Heute, Spiegel).
28.04.2009. Neue Version der Kaperung der "Melody". Passagiere haben die Piraten mit Stühlen und Tischen vor dem Entern abgehalten. Es gab 2 Verletzte. Erst nach 6 bis 8 Minuten kamen bewaffnete Sicherheitsleute (Spiegel).
14.01.2010. Mit 406 Piratenüberfällen registriert das internationale Schiffahrsbüro für 2009 einen neuen Höchststand. 2008 waren es "nur" 293 Überfälle (Stern).
04.01.2010. Die radikalislamistische al-Shabaab-Miliz hat die somalische Stadt Dhusamreb erobert (Spiegel).
02.01.2010. Vor Somalia wurden von Piraten zwei Schiffe gekapert (Focus).
01.06.2009. Soll man militärisch eingreifen? (taz). Die EU erwägt eine Intervention (Telepolis).
28.05.2009. Die Lage in Somalia destabilisiert die Region (taz).
25.05.2009. Der Sumpf von Somalia (taz).
06.05.2009. Im Golf von Aden wird 120 Seemeilen nördlich der somalischen Hafenstadt Boosaaso das Frachtschiff "MV Victoria" von Piraten gekapert. Das Schiff der deutschen Reederei Intersee fuhr unter der Flagge von Antigua und Barbuda und hatte 11 rumänische Besatzungsmitglieder. Geladen hatte das Schuff 10.000 Tonnen Reis (Heute, Spiegel).
28.04.2009. Neue Version der Kaperung der "Melody". Passagiere haben die Piraten mit Stühlen und Tischen vor dem Entern abgehalten. Es gab 2 Verletzte. Erst nach 6 bis 8 Minuten kamen bewaffnete Sicherheitsleute (Spiegel).
26.04.2009. Piraten greifen in der Nähe der Seychellen, etwa 1000 Kilometer von Somalia entfernt nach Sonnenuntergang das italienische Kreuzfahrtschiff "Melody" an. Die Attake wurde von Sicherheitsleuten zurückgeschlagen. Es gab keine Verletzten (Tagesschau, Heute, Somalia).
25.04.2009. Auf der Geberkonferenz in Brüssel werden 213 Millionen US-Dollar (160 Millionen Euro) versprochen (Tagesschau).
24.04.2009. Viele gute Absichten. Der Taten leider wenig (Tagesschau).
23.04.2009. Ein Land in dem Krieg, Gewalt und Anarchie herrscht (Tagesschau). Der letzte Staatschef Siad Barre ist vor 18 Jahren geflüchtet. Im Moment versucht die 15. Übergangsregierung unter Präsident Sharif Sheikh Achmed mit nur knapp 3000 Soldaten unter einem Mandat der Afrikanischen Union ein wenig Ordnung aufrecht zu erhalten.
Im Untergrund herrscht ein Krieg zwischen radikalen Islamisten und gemäßigteren Kräften. Gesetze und Behörden funktionieren nicht.
Die Piratenangriffe welche von Somalia ausgehen sollen von London aus gelenkt werden. Die Hintermänner sind sehr reiche Leute die von Europa, Amerika oder von der arabischen Halbinsel aus operieren. Die Lösegeldverhandlungen laufen über Telefon. Etwa 100 Millionen US-Dollar wurden von den Piraten in der Zwischenzeit erpresst (Tagesschau).
In den Hafenstädten von Somalia wie Harardere und Bosasso werden grosse Villen gebaut. Um das Piratengeschäft herum gibt es eine richtige Dienstleistungsindustrie mit Köchen, Boten, Wachen ...).
Für die jungen Piraten ist das ausgleichende Gerechtigkeit weil sie vom Fischfang nicht mehr leben können sehen sie es als eine Art Steuern an. Mehr als 42% der Bevölkerung, 3,2 Millionen Menschen sind auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Viele können sich nicht einmal eine Mahlzeit am Tag leisten. Immer öfter werden Entwicklungshelfer umgebracht oder entführt. Somalia ist im Moment nur ein Paradies für Kriminelle.
2009. Im Dschibuti Abkommen einigt man sich mit Zustimmung des Westens um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden auf einen neuen Präsidenten: Sheikh Sharif Ahmed.
2007. Von der Afrikanischen Union werden 5000 Friedenssoldaten nach Somalia geschickt. Die reichen jedoch gerade dazu aus um die Hauptstadt Mogadischu, dabei hauptsächlich den internationalen Flughafen, den Hafen und den Palast des Präsidenten zu suchern.
2007. Aus dem radikalen und militanten Flügel der ICU entsteht die Al-Schabaab-Miliz die mit Terror und drakonischen Strafen einen Gottesstaat errichten will und grosse Teile des Landes beherrscht. Sie soll Kontakte zu Al Kaida haben und wird daher von den westlichen Staaten als Terrororganisation eingestuft. ICU hat die Kontrolle über den Hafen Kismayu der eine wichtige Einnahmequelle ist. Die UNO schätzt dass die Einnahmen der Organisation durch Steuern und Erpressung bei mehr als 100 Mio US-Dollar pro Jahr liegen. Damit wird der Kampf gegen die Regierung finanziert.
Die Häfen Berbera und Bosasso befinden sich dagegen unter Kontrolle der nicht als eigenständige Staaten anerkannten Teilprovinzen Somaliland und Puntland. Weil Somalia wenig herstellt und auf den Aussenhandel angewiesen ist stellen sie einen großen wirtschaftspolitischen Machtfaktor dar. Somalia bleibt gespalten ohne die Aussicht auf eine zentrale Verwaltung.
2006. Im Kampf um die Macht im Land erscheint als neuer Akteur die Union der Islamischen Gerichtshöfte (ICU). Es gelingt ihr unter Sheikh Sharif Ahmed die Kontrolle über die Hauptstadt Mogadischu zu übernehmen und für kurze Zeit für geordnete Verhältnisse zu sorgen was jedoch der restlichen Welt missfallen hat. Der Westen fürchtete nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 die Ausbreitung des Islamismus in Somalia. Äthiopien setzte das Militär ein, zerschlug die ICU und installierte mit wenig Erfolg Präsident Abdullahi Yussuf.
2000. Die Clanführer verständigen sich auf eine Übergangsregierung. Obwohl diese international anerkannt wird schafft sie es jedoch nicht das Land zu vereinen und auf Dauer Frieden zu schaffen.
1995. Die letzten UN-Truppen verlassen Somalia.
1993. Die USA zieht ihre Truppen von der UN-Mission UNOSOM die unter der Führung der USA die Lieferung von Nahrungsmittelhilfe sichern und den Frieden wieder herstellen sollte ab weil in diesem Jahr 19 US-amerikanische Soldaten von somalischen Milizen getötet worden waren.
1991. Im Flüchtlingslager Dadaab leben rund 70.000 Menschen.
1991. In Somalia wird die Militärdiktatur durch einen Zusammenschluss mehrerer Clan-Fürsten gestürzt. Danach herrscht Bürgerkrieg. Die Landesteile stehen unter der Herrschaft verschiedener Kriegsherren und ihrer meist islamischen Milizen. Somaliland und später auch Puntland spalten sich ab. Die Clanführer treffen sich immer wieder zu Friedenskonfernzen, finden jedoch keine Möglichkeit das Machtvakuum, welches durch den Sturz Barres entstanden ist, mit einer stabilen Zentralregierung zu füllen.
1969. Siad Barre errichtet unterstützt durch die Sowjetunion eine sozialistische Militärdiktatur. Mit Hilfe repressiver staatlicher Strukturen gelingt es ihm die durch ein ausgeprägtes Clanwesen geteilte Gesellschaft Somalias zu unterdrücken und zusammenzuhalten.
1960. Die beiden Protektorate vereinigen sich zur Republik Somalia.
1880er Jahre. Großbritannien und Italien errichten auf dem Gebiet des späteren Somalia zwei Protektorate.
Mittelalter. Das Gebiet von Somalia wird durch mächtige Handelsreiche kontrolliert.
Quellen: Tagesschau
Bilder aus Wikimedia Commons:
- Flagge von Somalia
24.04.2009. Viele gute Absichten. Der Taten leider wenig (Tagesschau).
23.04.2009. Ein Land in dem Krieg, Gewalt und Anarchie herrscht (Tagesschau). Der letzte Staatschef Siad Barre ist vor 18 Jahren geflüchtet. Im Moment versucht die 15. Übergangsregierung unter Präsident Sharif Sheikh Achmed mit nur knapp 3000 Soldaten unter einem Mandat der Afrikanischen Union ein wenig Ordnung aufrecht zu erhalten.
Im Untergrund herrscht ein Krieg zwischen radikalen Islamisten und gemäßigteren Kräften. Gesetze und Behörden funktionieren nicht.
Die Piratenangriffe welche von Somalia ausgehen sollen von London aus gelenkt werden. Die Hintermänner sind sehr reiche Leute die von Europa, Amerika oder von der arabischen Halbinsel aus operieren. Die Lösegeldverhandlungen laufen über Telefon. Etwa 100 Millionen US-Dollar wurden von den Piraten in der Zwischenzeit erpresst (Tagesschau).
In den Hafenstädten von Somalia wie Harardere und Bosasso werden grosse Villen gebaut. Um das Piratengeschäft herum gibt es eine richtige Dienstleistungsindustrie mit Köchen, Boten, Wachen ...).
Für die jungen Piraten ist das ausgleichende Gerechtigkeit weil sie vom Fischfang nicht mehr leben können sehen sie es als eine Art Steuern an. Mehr als 42% der Bevölkerung, 3,2 Millionen Menschen sind auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Viele können sich nicht einmal eine Mahlzeit am Tag leisten. Immer öfter werden Entwicklungshelfer umgebracht oder entführt. Somalia ist im Moment nur ein Paradies für Kriminelle.
2009. Im Dschibuti Abkommen einigt man sich mit Zustimmung des Westens um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden auf einen neuen Präsidenten: Sheikh Sharif Ahmed.
2007. Von der Afrikanischen Union werden 5000 Friedenssoldaten nach Somalia geschickt. Die reichen jedoch gerade dazu aus um die Hauptstadt Mogadischu, dabei hauptsächlich den internationalen Flughafen, den Hafen und den Palast des Präsidenten zu suchern.
2007. Aus dem radikalen und militanten Flügel der ICU entsteht die Al-Schabaab-Miliz die mit Terror und drakonischen Strafen einen Gottesstaat errichten will und grosse Teile des Landes beherrscht. Sie soll Kontakte zu Al Kaida haben und wird daher von den westlichen Staaten als Terrororganisation eingestuft. ICU hat die Kontrolle über den Hafen Kismayu der eine wichtige Einnahmequelle ist. Die UNO schätzt dass die Einnahmen der Organisation durch Steuern und Erpressung bei mehr als 100 Mio US-Dollar pro Jahr liegen. Damit wird der Kampf gegen die Regierung finanziert.
Die Häfen Berbera und Bosasso befinden sich dagegen unter Kontrolle der nicht als eigenständige Staaten anerkannten Teilprovinzen Somaliland und Puntland. Weil Somalia wenig herstellt und auf den Aussenhandel angewiesen ist stellen sie einen großen wirtschaftspolitischen Machtfaktor dar. Somalia bleibt gespalten ohne die Aussicht auf eine zentrale Verwaltung.
2006. Im Kampf um die Macht im Land erscheint als neuer Akteur die Union der Islamischen Gerichtshöfte (ICU). Es gelingt ihr unter Sheikh Sharif Ahmed die Kontrolle über die Hauptstadt Mogadischu zu übernehmen und für kurze Zeit für geordnete Verhältnisse zu sorgen was jedoch der restlichen Welt missfallen hat. Der Westen fürchtete nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 die Ausbreitung des Islamismus in Somalia. Äthiopien setzte das Militär ein, zerschlug die ICU und installierte mit wenig Erfolg Präsident Abdullahi Yussuf.
2000. Die Clanführer verständigen sich auf eine Übergangsregierung. Obwohl diese international anerkannt wird schafft sie es jedoch nicht das Land zu vereinen und auf Dauer Frieden zu schaffen.
1995. Die letzten UN-Truppen verlassen Somalia.
1993. Die USA zieht ihre Truppen von der UN-Mission UNOSOM die unter der Führung der USA die Lieferung von Nahrungsmittelhilfe sichern und den Frieden wieder herstellen sollte ab weil in diesem Jahr 19 US-amerikanische Soldaten von somalischen Milizen getötet worden waren.
1991. Im Flüchtlingslager Dadaab leben rund 70.000 Menschen.
1991. In Somalia wird die Militärdiktatur durch einen Zusammenschluss mehrerer Clan-Fürsten gestürzt. Danach herrscht Bürgerkrieg. Die Landesteile stehen unter der Herrschaft verschiedener Kriegsherren und ihrer meist islamischen Milizen. Somaliland und später auch Puntland spalten sich ab. Die Clanführer treffen sich immer wieder zu Friedenskonfernzen, finden jedoch keine Möglichkeit das Machtvakuum, welches durch den Sturz Barres entstanden ist, mit einer stabilen Zentralregierung zu füllen.
1969. Siad Barre errichtet unterstützt durch die Sowjetunion eine sozialistische Militärdiktatur. Mit Hilfe repressiver staatlicher Strukturen gelingt es ihm die durch ein ausgeprägtes Clanwesen geteilte Gesellschaft Somalias zu unterdrücken und zusammenzuhalten.
1960. Die beiden Protektorate vereinigen sich zur Republik Somalia.
1880er Jahre. Großbritannien und Italien errichten auf dem Gebiet des späteren Somalia zwei Protektorate.
Mittelalter. Das Gebiet von Somalia wird durch mächtige Handelsreiche kontrolliert.
Quellen: Tagesschau
Bilder aus Wikimedia Commons:
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