
19.03.2010. Weltweit wird laut Unicef die Zahl der sexuell missbrauchten Kinder auf 150 Millionen Mädchen und 73 Millionen Jungen geschätzt. 400 Millionen Minderjährige sind häusslicher Gewalt ausgesetzt.
In Deutschland gibt es etwa 250 Internate in denen 40.000 Schüler untergebracht sind. Die Preise liegen zwischen 300 und 2800 Euro/Monat. Zu den Problemen die alle Internate beschäftigen gehören, Gewalt, schwierige sexuelle Beiziehungen und Drogenmissbrauch.
Die meisten der jetzt bekanntgewordenen Vorfälle beziehen sich auf katholische Einrichtungen. Aber auch die Reformpädagogik sitzt im Moment auf der Anklagebank (Sueddeutsche). Etwa 300 Patienten sollen laut einer Studie der Uni Köln Opfer sexuellen Missbrauchs in der Therapie werden. Jeder zehnte männliche Therapeut soll schon einmal Sex mit einer Patientin gehabt haben (Welt).
Die Fälle an der katholischen Kirche betrifft statistisch gesehen jedoch nur 3 Promille (Sueddeutsche). Berechtigt ist aber die Aufregung durchaus da 1,5 bis 5% aller katholischen Geistlichen in den letzten 50 Jahren in Missbrauchsfälle verwickelt waren (Telepolis). Aus beinahe allen Bistümern sind Missbrauchsfälle bekannt geworden. In den letzten 10 Jahren seit 2001 hat man in der katholischen Kirche in Deutschland von etwa 3000 Missbrauchsfällen aus den vergangenen 50 Jahren erfahren. In 60% der Beschwerden ging es um Homosexualität, 30% beinhalteten heterosexuelle Kontakte und in 10% der Fälle (300) waren pädophile Übergriffe von Geistlichen. Bei den meisten Sexualstraftätern die Kinder missbraucht haben dienten diese nur als Ersatz weil sie Angst vor Frauen haben (Focus).
5.000 Missbrauchsfälle von Kindern insgesamt werden in Deutschland pro Jahr angezeigt. bei denen 80% Mädchen betrifft und 20% Jungen (Focus). Man geht aber von einer hohen Dunkelziffer aus. Es wird geschätzt dass in Deutschland jedes Jahr 80.000 bis 300.000 Kinder missbraucht werden. Die Folgen der Gewalt verschwinden nie.
Die Autoren der von vielen gelesenen "Kinsey-Reports" gingen davon aus dass ein merklicher Schaden bei Kindern nach einem Missbrauch nur auftreten würde wenn sich die Eltern danach irritiert zeigen würden. Vorher wurde von Wissenschaftlern vermutet dass Kinder die Erwachsenen zum Sex verführen würden und "unbewußten Begehren" folgen würden. Erst in den letzten Jahren wuchs das Bewustsein für die hohe Anzahl der Missbrauchsfälle und die massiven Schäden die durch sexuellen Missbrauch entstehen. Fachleute sprechen von "Seelenmord". 2009 wurde von kanadischen Wissenschaftlern eine Untersuchung veröffentlicht bei der die Spuren der Gewalt bis in die Gene des Gehirns verfolgt werden konnten. Auch die Lebenserwartung von Misshandelten und sexuell Missbrauchten soll sich verkürzen (Focus).
In Deutschland sind die Fristen für die Verjährung von Straftaten im Strafgesetzbuch (StGB) definiert und richten sich nach dem jeweiligen Höchstmaß der im Gesetz angedrohten Freiheitsstrafe. Sexueller Missbrauch von Kindern verjährt laut Gesetz nach zehn Jahren (Paragraf 176 StGB). Die Verjährungsfrist für Vergewaltigung beträgt 20 Jahre (Paragraf 177 StGB). Die Verjährungsfrist beginnt erst, wenn das Opfer volljährig ist, also das 18. Lebensjahr vollendet hat.
In Hessen wird die Meldepflicht für Verdachtfälle eingeführt (Spiegel). Die Missbrauchsfälle in Deutschland insgesamt sollen zurückgehen da heute das Risiko von den Opfern angezeigt zu werden für die Täter viel grösser als früher ist wo vieles aus Scham verschwiegen wurde. 1997 gab es 16.888 registrierte Fälle, im Jahr 2008 noch 12.052 Fälle wobei die Aufklärungsquote auf 82% angestiegen sein soll. Innerhalb von Familien hat die Gewalt während der letzten Jahrzehnte deutlich abgenommen. (Heute).
In Büchern und Literatur gibt es eine auffällige Häufung über unglückliche Kindheit und Jugend (Sueddeutsche).
Das Verbot von einfacher Pornografie im Internet zum Schutz von Jugendlichen ist wissenschaftlich nicht haltbar. Es soll Jugendlichen teilweise sogar schaden weil sie den Konsum nicht verhindern können aber für Schuldgefühle sorgen (Heise).
Wie legt man den Missbrauchssumpf trocken? (Telepolis). Früherkennung für pädophile Männer (Welt). Was ist sexueller Missbrauch? (Sueddeutsche). Wie beweist man eine Vergewaltigung? (Stern).
14.07.2010. Misshandlung von Kindern in der Gefahrenzone Familie (Sueddeutsche).
15.06.2010. Bis jetzt sollen Christine Bergmann (Beauftragte zur Aufarbeitung sexuellen Kindermissbrauchs) mehr als 1000 Meldungen über sexuelle Übergriffe in Deutschland bekommen haben. Zwei Drittel davon sollen in Institutionen begangen worden sein. Ungefähr die Hälfte davon in kirchlichen Einrichtungen (Spiegel).
07.05.2010. Massenvergewaltigungen in Berlin am Ende des Zweiten Weltkriegs (Welt).
05.05.2010. Schändungen und Missbrauch durch US-amerikanische und französische Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg (Sueddeutsche).
27.04.2010. Auch Frauen missbrauchen Kinder. Bis zu 15% der Missbrauchsfälle sollen von weiblichen Tätern begangen worden sein (Stern).
22.04.2010. Nein, mein Körper gehört mir (Spiegel).
20.04.2010. Missbrauchsdoku (Spiegel).
11.04.2010. Gewalt in der Erziehung - Gestern und Heute (Sueddeutsche). Oswald Kolle fordert neue Sexualmoral (Focus). Journalist mit Undercover-Recherche in der Pädophilenszene als Hilfspolizist (taz, Sueddeutsche).
10.04.2010. Lehrerverbände wehren sich gegen sogenannten Aktionismus der daraus bestehen soll dass in Zukunft Kindermissbrauch im sogenannten Erweiterten Führungszeugniss eingetragen werden soll welches dann bei einer Bewerbung vorgezeigt werden soll. Mir ist allerdings schleierhaft was daran Aktionismus sein soll (Focus, Spiegel).
28.03.2010. Tabuthema "Häusliche Gewalt (Welt).
27.03.2010. Das Schweigen zum Missbrauch (Sueddeutsche).
24.03.2010. Will man einen runden Tisch um eine kritische Debatte über Misshandlungen und sexuellen Missbrauch verhindern? (Spiegel). Die Mövenpickpartei (Nixblog) will staatliche Beratungsstellen für pädophile Männer und Therapiepflicht vorschlagen (Heute). Trauma-Verarbeitung (Welt).
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