
30.01.2010. Bei der Kernfusion (Wikipedia) verschmelzen in einer Kettenreaktion zwei Atomkerne zu einem neuen Atomkern. Dieser Vorgang versetzt die Sterne wie unsere Sonne in die Lage sehr viel Energie über eine lange Zeit abzustrahlen.
Bei den Versuchen zur Kernfusion und beim Bau von Versuchsreaktoren (Wikipedia) werden viele Millarden Euros verbraten und man verspricht seit Jahrzehnten dass man damit irgendwann mal in einigen Jahrzehnten sehr zuverlässig so viel Strom erzeugen könnte dass man keine Energiesorgen mehr haben müsste. Ausserdem sprechen die Befürworter dieser Technik davon dass sie sehr sauber wäre. Vom dritten Punkt spricht niemand. Von der militärischen Bedeutung dieser Tests (Nixblog).
07.05.2011. Kernfusion - eine gigantische Geldvernichtungsmaschine (taz).
19.04.2011. Die Forschung für Kernfusion soll zurückgefahren werden (Welt).
07.05.2011. Kernfusion - eine gigantische Geldvernichtungsmaschine (taz).
19.04.2011. Die Forschung für Kernfusion soll zurückgefahren werden (Welt).
10.02.2011. Das teure Spielzeug Kernfusion (Telepolis).
10.08.2010. Georges Chapak (Physiknobelpreisträger 1992 - Erfindung und Entwicklung von Teilchendetektoren) der 32 Jahre am Kernforschungszentrum CERN in Genf geforscht hat und weitere namhafte Wissenschaftler wie Heinz Smital (Kernphysiker) fordern den Stopp von ITER weil die Verdreifachung der Ausgaben dafür andere wichtige Forschungsprojekte gefährdet. ITER ist unerschwinglich und funktionsunfähig. Das Projekt ist nicht umsetzbar und immer noch meilenweit davon entfernt von einem Prototypen für ein Fusionskraftwerk. Die Technologie wird demnach mit großer Warscheinlichkeit niemals zur konventionellen Stromerzeugung nutzbar sein (Euractiv.de).
08.07.2010. Die EU-Kosten für ITER sollen auf 6,6 Mrd. Euro begrenzt werden. Vertraglich sind 45% der Kosten festgelegt. Im Moment sieht es so aus als ob die Kosten für die EU auf 7,2 Mrd. Euro steigen könnten (Heise).
27.05.2010. Italien und Russland planen zusammen in der Nähe von Moskau den Bau einen Forschungsreaktors vom Typ "Alcator" der auf dem sogenannten Ignitor-Prinzip basiert welches auch auf der Tokamak-Konstuktion entwickelt wurde. Dabei pressen starke Magnetfelder superheißes Wasserstoffplasman in einem torusförmigen Behälter zusammen. Das Plasma kann entweder elektrisch oder mit hochfrequenten Radiowellen erhitzt werden. Wenn die Temperatur und der Druck bestimmte Werte überschreitet sollen sich aus den Wasserstoffkernen Heliumkerne bilden. Dabei würden sehr viel Energie frei werden. Mit einem Teil davon will man einen Generator zur Stormerzeugung antreiben, mit dem anderen will man die hohe Arbeitstemperatur halten (Heise).
21.04.2010. Die Baukosten für ITER explodieren u.a. wegen höherer Rohstoffpreise und neuer Sicherheitsanforderungen auf 15 Mrd. Euro. Damit steht das Projekt auf der Kippe (Spiegel, Golem).
22.02.2010. Grossbritannien soll nach einem Bericht der Research Councils die Planung für den Bau eines Trägheisteinschluss-Fusionsreaktors welcher mit Lasern arbeitet aufnehmen (Telepolis).
30.01.2009. Bei Experimenten an der National Ignition Facility (NIF) des 3,5 Milliarden Euro teuren Lawrence Livermore National Laboratory wollen Forscher einem Fusionsreaktor näher gekommen sein. Es wurde bei den Versuchen offensichtlich mit der Trägheitsfusion (Inertial Confinement Fusion, ICF) mehr Energie freigesetzt als per Laser zugeführt wurde. Auf eine mit den Wasserstoff-Isotopen Deuterium und Tritium gefüllte Kapsel wurde mit 192 Laserstrahlen Energie geworfen und wurde dabei auf 3,3 Millionen Grad Celsius erhitzt. Dabei wurde das Vielfache der Energie freigesetzt die zuvor per Laser zugeführt worden war (Golem, Big Screen).
05.03.2008. Beim US-amerikanischen Militär werden Milliarden US-Dollar in Experimente mit Kernfusionen investiert. Die Eergebnisse könnten zur Weiterentwicklung von Fusionssprenköpfen dienen. 2010 sollen zum ersten Mal im NIF Wasserstoffatome durch den Beschuss mit 192 Lasern zu Heliumkernen verschmolzen werden. Die Daten aus den Fusionsexperimenten lassen sich nutzen um die Computersimulationen von Kernfusionsbomben zu verfeinern. Da keine Tests mit Wasserstoffbomben durchgeführt werden können haben die Militärs dadurch wieder eine Möglichkeit Kernfusionstests im Miniformat durchzuführen (Spiegel).
28.06.2005. Der Startschuss für den Bau des Versuchsreaktors für Kernfusion "International Thermonuclear Experimental Reactor" (ITER) im südfranzösischen Cadarache ist gegeben (Wikipedia). Der Bau hat 2009 begonnen und soll bis 2018 in Betrieb genommen werden. Es soll zunächst mit normalem Wasserstoff gearbeitet werden. Erst 2026 will man auf Deuterium und Tritium umstellen. Man geht im Moment (Anfang 2010) von Kosten in Höhe von 6 Milliarden Euro aus. Projektträger sind die USA, EU, China, Russland, Japan, Indien und Südkorea.
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen