
Richard Nelson Williamson ist einer der vier Bischöfe der Piusbruderschaft. Weil seine Exkommunikation von Papst Benedikt XVI. aufgehoben wurde gab es diverse Kontroversen. Er leugnet bis heute [April 2010] den Holocaust (Wikipedia).
18. April 2010. Bischof Williamson akzeptiert das Urteil nicht und will Berufung einlegen (Tagesschau).
16. April 2010. Das Amtsgericht Regensburg untersucht den Fall Richard Williamson wegen dem Vorwurf der Volksverhetzung. Williamson wird nicht selbst vor Gericht erscheinen. Zunächst war ein Strafbefehl in Höhe von 12.000 Euro gegen ihn ergangen. Gegen diesen hatte er Widerspruch eingelegt. Heute als Geburtstagsgeschenk für Papst Benedikt XVI. der 83 Jahre alt wird kommt es daher zur öffentlichen Verhandlung (Stern). Er wird wegen Volksverhetzung zu einer Zahlung von 10.000 Euro verurteilt (Sueddeutsche).
02. März 2010. Bischof Williamson äußert sich weder zu den Christen aus Indien welche wegen einer Karrikatur randaliert haben (siehe 22. Februar), noch zu den Kindermisshandlungen durch seine Kollegen (Nixblog). Er meint er dürfte anderen Vorwürfe machen. Muslime unterwandern demnach Europa und der Islam soll die "Geißel Gottes" sein. Es soll seiner Aussage nach ein "Blutbad" geben (Sueddeutsche).
30. Januar 2010. Bischof Williamson ist immer noch der Meinung dass die 6 Millionen die im Zweiten Weltkrieg vergasst wurden eine Lüge sind (Spiegel).
26. Oktober 2009. Das Amtsgericht Regensburg hat einen Strafbefehl wegen der Holocausleugung gegen Bischof Williamson erlassen (Sueddeutsche).
17. Oktober 2009. Bischof Williamson wehrt sich gegen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Regensburg (Tagesschau).
25. September 2009. Darío Castrillón Hoyos, eine Schlüsselfigur um den Skandal des Holocaust-Leugners Williamson gibt ein Interview (Sueddeutsche).
23. September 2009. Dem Vatikan war die Holocaust-Leugnung von Bischof Williamson bereits seit November 2008 bekannt (Spiegel).
27. Februar 2009. Vatikan genügt Entschuldigung nicht unter anderem weil sie keinen "Widerruf der Verleugnung des Holocaust" enthält (Sueddeutsche).
26. Februar 2009. Von einer katholischen Nachrichtenagentur in Rom wird berichtet dass Williamson sich entschuldigt habe (Welt).
25. Februar 2009. Williamson ist in London eingetroffen (Stern) und hat den Flughafen London-Heathrow ohne Kommentar mit unbekanntem Ziel verlassen.
24. Februar 2009. Williamson hat Ende letzter Woche Argentinien mit unbekanntem Ziel verlassen (Tagesschau). Das wurde als "Ente" verbreitet damit er heute wohl unerkannt einen Flug von Buenos Aires nach London nehmen kann (Sueddeutsche). Er wurde jedoch von einem Journalisten erkannt und zeigte ihm die Faust.
20. Februar 2009. Williamsson wird nahegelegt innerhalb von 10 Tagen Argentinien zu verlassen, ansonsten wird er ausgewiesen (Tagesschau). Als Grund wird vom argentinischen Innenministerium die Leugnung des Holocausts genannt. Damit würde er "die Argentinier, das jüdische Volk und die Menschheit beleidigen". Es soll auch Unregelmäßigkeiten in seinen Aufenthaltspapieren geben (Heute). Bei der Ausländerbehörde hat er wohl angegeben als Verwaltungsangestellter der Piusbruderschaft zu arbeiten. Tatsächlich ist er aber als Direktor und Priester eines Seminars in La Reja in der Nähe von Buenos Aires tätig.
17. Februar 2009. Die katholische Kirche fischt am rechten Rand (Spiegel). Wegen Kritik an dem Umgang des Vatikans mit den Piusbrüdern droht der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller (Tagesschau) drei Theologieprofessoren mit dem Entzug der Lehrerlaubnis. Sie hatten eine kritische Petition gegen Papst Benedikt XVI. unterzeichnet.
16. Februar 2009. Österreich: Der umstrittene österreichische Priester Gerhard Maria Wagner verzichtet nach den Protesten auf das Amt als Linzer Weihbischof (Tagesschau).
12. Februar 2009. Im österreichischen Bistum Linz verweigert die Mehrheit der Dechanten (Sueddeutsche) ihre Zustimmung zur Weihe des ultrakonservativen Windischgarstener Pfarrers Gerhard Wagner. Der Papst bequemt sich heute nach fast zwei Wochen (Spiegel) dazu Stellung zu beziehen und die Leugnung des Holocausts inakzeptabel zu nennen nachdem die Schäfchen den Vertrag mit der Kirche reihenweise kündigen.
10. Februar 2009. Die Piusbrüderschaft ist der Meinung dass die Schändung eines Kreuzes schlimmer ist als Terroranschläge vom 11. September 2001 (Tagesschau).
09. Februar 2009. Die Pius Bruderschaft distanziert sich von Williamson (Tagesschau) er wird als Leiter des Priesterseminars in Argentinien abgesetzt da "seine Äußerungen nicht der Haltung der Gemeinschaft" entsprächen. Derweil fangen die Katholischen Studenten an am Papst zu zweifeln (Spiegel). Williamson will nicht nach Ausschwitz fahren (Spiegel).
08. Februar 2009. Die Deutsche Bischofskonferenz verlangt den erneuten Ausschluss Williamsons aus der Katholischen Kirche (Spiegel).
07. Februar 2009. Williamson will vorerst nicht widerrufen (Tagesschau) sondern erst historische Beweise prüfen.
06. Februar 2009. Der Vatikan versucht es mit der Ausrede (Heute) "man habe den Papst ins Messer laufen lassen" und weiss über sich selbst nicht Bescheid (Spiegel). Daneben streitet man darum inwieweit sich Politik in Angelegenheiten der Kirche (ZDF) einmischen darf. Was ich nicht begreife da sich umgekehrt die Kirche regelmäßig erdreistet auf die Politik Einfluss zu nehmen. Päpste können auch zurücktreten (Tagesschau) und man kann aus der Kirche austreten (Taz) und Abweichler, Ketzer oder Revolutionär (Focus) spielen.
Die Piusbruderschaft verbreitet derweil rechtsextremes Gedankengut (Spiegel) wie wissenschaftlich äußerst umstrittene Thesen über Mohammed und dass man Juden bekehren muss. Die Rücknahme der Exkommunikation war nach Ansicht der Piusbrüderschaft sehr notwendig weil "wir in einer Neuheidnischen Gesellschaft" (Sueddeutsche) leben. Ab sofort will sich die Bruderschaft im Schweigen üben weil die Medien so böse sind (Sueddeutsche).
05. Februar 2009. Der Vatikan ist entsetzt über die Kritik aus Deutschland (Tagesschau). Unionspolitiker und Bischöfe gehen auf Fr. Merkel los (Spiegel). Während Fr. Merkel den Aufruf zur Entschuldigung von Williamson begrüsst (Zeit) sprechen die Piusbrüder ihr das Urteilsvermögen ab weil sie nicht katholisch ist (Welt).
04. Februar 2009. Der Vatikan weist die Einmischung von Fr. Merkel als "empörend und unbegreiflich" zurück (Sueddeutsche). Der Papst habe keinen Fehler gemacht und soll nichts genaues nicht über Williamson gewusst haben. Ein Komplott gegen den Papst wird vermutet (Welt). Währenddessen bekommt Fr. Merkel Lob vom Zentralrat der Juden. Schließlich fordert der Vatikan Richard Williamson zum Widerruf auf (Spiegel). Ansonsten könne er nicht wieder voll in die Kirche aufgenommen werden. Seit einigen Tagen kommt es vermehrt zu Kirchenaustritten (Tagesschau).
03. Februar 2009. Die Piusbrüderschaft die der Papst in die katholische Kirche zurückholen will verbreitet türken- und islamfeindliche Parolen (Tagesschau). Währenddessen versteckt sich der Holocaustleugner Richard Williamson in Argentinien (Heute). Fr. Merkel fordert vom Papst eine Klarstellung (Spiegel) bezüglich der Holocaustleugnung und wird vom Vatikan zurückgewiesen (Welt).
Bilder: Bischof Williamson, Wikimedia Commons, jcapaldi, Creative Commons-Lizenz Namensnennung 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert)
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