
05.08.2011. In einem von Shell finanzierten Bericht der UN wurden als Folge der Ölunfälle in Niger-Delta weitreichende Umweltschäden festgestellt. Im Ogoniland mit einer Fläche von der Größe Portugals sind die Kommunen demnach jeden Tag durch dickes, schwarzes Öl in den Wasserläufen Kohlenwasserstoffen ausgesetzt. Mit katastrophalen Auswirkungen auf Fischereigebiete und Pflanzenwelt. Im Trinkwasser eines Dorfes wurden offensichtlich Benzolverschmutzungen nachgewiesen die 900 Mal über dem internationalen Grenzwert liegen. Laut Einschätzung der UN-Experten wäre hier eine der größten Aufräumaktion der Welt mit Kosten in Höhe von ungefähr 1 Mrd. US-Dollar notwendig. Die UN schlägt vor dass die Ölindustrie und Nigerias Regierung für die Kosten aufkommen soll. Shell und NNPC wollen anscheinend die Schäden ohne Rücksicht auf die Ursache beseitigen (Tagesschau).
04.06.2011. Chinesische und US-amerikanische Wissenschaftler kritisieren die Elektronikmüllverklappung in China. Die Länder sollen ihren Schrott gefälligst selbst entsorgen (Heise).
15.05.2011. Plastikmüllplanet Erde (Sueddeutsche).
27.04.2011. Das deutsche Bundeswirtschaftsministerium unter Rainer Brüderle (Mövenpickpartei) deckt in Uganda die Vertreibung von 2000 Kleinbauern mit ihren Angehörigen zugunsten einer Plantage eines Kaffeeunternehmens (taz).
03.02.2011. Vom EU Parlament wurde eine Richtlinie beschlossen laut der Elektrogeräte in Zukunft ohne Probleme in jedem Fachgeschäft zurückgenommen werden müssen. Damit sollen wertvolle Rohstoffe wiederverwertet werden. Bisher werden von den 20 Kilogramm die jeder Europäer durchschnittlich an Elektroschrott verursacht nur 4 Kilogramm wieder verwertet. In Zukunft soll das auf 85% und damit 17 Kg ansteigen.
Jetzt kommt aber leider noch die Runde im Rat der Mitgliedsstaaten der keine so hochgesteckten Ziele hat und das Vorhaben mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zur Unkenntlichkeit verwässern wird (Tagesschau).
07.10.2010. Sklavenhändler in Afrika. Ein Kind welches aus Mali oder anderen Staaten entführt wird kostet in der Elfenbeinküste 230 Euro. Viele dieser Kinder werden auf Kakaoplantagen eingesetzt. Die Elfenbeinküste liefert 42% der weltweiten Kakaoproduktion (Spiegel).
30.08.2010. Ölverseuchung im Nigerdelta. Eine Ölkataastophe von mehr als dem doppelten Ausmass der Ölpest im Golf von Mexiko (Stern).
22.08.2010. Blut-Coltan und Blut-Tantal für die Elektronikindustrie stammen hauptsächlich aus dem Kongo wo Männer und Kinder wie Sklaven dafür schuften (Tagesschau).
13.06.2010. Ölpest im Nigerdelta wo jedes Jahr unzählige Liter Öl aus den 6.000 Kilometern Pipelines sickern (Tagesschau).
30.05.2010. Zehntausende von Tonnen Elektronikschrott werden jährlich illegal unter anderem aus Europa nach Indien gebracht. In Säurebädern wird er zersetzt und herausgeätzt was sich zu Geld machen lässt. Die Tätigkeit ist für die Arbeiter extrem gesundheitsschädlich. Die Säure verätzt die gesamte Umgebung.(Tagesschau).
04.01.2010. Jährlich wandern 155.000 Tonnen Elektronikmüll ins Ausland, vor allem nach Asien und Afrika und vergiften dort die Umwelt (Heise, Sueddeutsche).
03.01.2010. Der illegale Handel mit Edelsteinen aus Krisengebieten nimmt trotz Kimberly-Abkommen wieder zu (Sueddeutsche).
19.10.2009. Hochsubventioniertes EU Milchpulver macht in Afrika die Märkte kaputt (Tagesschau).
10.04.2009. Abfallentsorgung in Afrika. Händler verdienen Milliarden mit der Schwermetallverseuchung (Spiegel).
01.04.2009. Im Zeitalter des Neokolonialismus sichern sich Reiche Nationen mit dubiosen Methoden Ackerflächen in armen Ländern (Sueddeutsche).
18.02.2009. Greenpeace deckt illegalen Export von Elektroschrott von Europa nach Afrika auf (Heise).
11.11.2008. Hinter der Eskalation des Krieges im Kongo steht unter anderem die steigende Nachfrage nach Ressourcen - auch aus Deutschland. (Nixblog-Kongo, Telepolis)
1998. Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, der Präsident Äquatorialguineas, erteilt dem britischen Buckinghamshire-Konzern die Erlaubnis, rund zehn Millionen Tonnen Giftmüll auf der Insel Annobón im Golf von Guinea zu entsorgen.
Noch im selben Jahr erhält die amerikanische Axim Consortium Group eine Lizenz, rund sieben Millionen Tonnen Nuklearmüll zu vergraben. Bis heute kommen jedes Jahr rund zwei Millionen Tonnen Müll hinzu. Obiang nimmt dafür jährlich etwa 200 Mio US-Dollar ein. Die Bevölkerung sieht von diesem Geld nichts und lebt in bitterer Armut. Die Insel steht vor dem ökologischen Kollaps - die Pflanzen können die Giftkonzentration im Grundwasser nicht bewältigen und sterben ab. Jedes zweite auf der Insel geborene Kind leidet an Unterernährung, Anämie oder anderen Krankheiten (Wikipedia).
Zitat aus Atommülldeponie Afrika
"Massimo Scalia, der Vorsitzende einer Untersuchungskommission des italienischen Parlaments, sagte der Agentur Inter Press Service, dass Italien allein am Handel mit Atommüll jährlich sieben Milliarden US-Dollar verdiene. Allein im Jahr 2001 wurden 600 000 Tonnen nuklearer Abfall nach Afrika verschifft." (2006 - Zeitschrift Gorleben Rundschau / Nixblog-Atomkraft nein Danke!)
Bilder:
- Handyschrott, Wikimedia Commons, MikroLogika, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported License
19.10.2009. Hochsubventioniertes EU Milchpulver macht in Afrika die Märkte kaputt (Tagesschau).
10.04.2009. Abfallentsorgung in Afrika. Händler verdienen Milliarden mit der Schwermetallverseuchung (Spiegel).
01.04.2009. Im Zeitalter des Neokolonialismus sichern sich Reiche Nationen mit dubiosen Methoden Ackerflächen in armen Ländern (Sueddeutsche).
18.02.2009. Greenpeace deckt illegalen Export von Elektroschrott von Europa nach Afrika auf (Heise).
11.11.2008. Hinter der Eskalation des Krieges im Kongo steht unter anderem die steigende Nachfrage nach Ressourcen - auch aus Deutschland. (Nixblog-Kongo, Telepolis)
1998. Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, der Präsident Äquatorialguineas, erteilt dem britischen Buckinghamshire-Konzern die Erlaubnis, rund zehn Millionen Tonnen Giftmüll auf der Insel Annobón im Golf von Guinea zu entsorgen.
Noch im selben Jahr erhält die amerikanische Axim Consortium Group eine Lizenz, rund sieben Millionen Tonnen Nuklearmüll zu vergraben. Bis heute kommen jedes Jahr rund zwei Millionen Tonnen Müll hinzu. Obiang nimmt dafür jährlich etwa 200 Mio US-Dollar ein. Die Bevölkerung sieht von diesem Geld nichts und lebt in bitterer Armut. Die Insel steht vor dem ökologischen Kollaps - die Pflanzen können die Giftkonzentration im Grundwasser nicht bewältigen und sterben ab. Jedes zweite auf der Insel geborene Kind leidet an Unterernährung, Anämie oder anderen Krankheiten (Wikipedia).
Zitat aus Atommülldeponie Afrika
"Massimo Scalia, der Vorsitzende einer Untersuchungskommission des italienischen Parlaments, sagte der Agentur Inter Press Service, dass Italien allein am Handel mit Atommüll jährlich sieben Milliarden US-Dollar verdiene. Allein im Jahr 2001 wurden 600 000 Tonnen nuklearer Abfall nach Afrika verschifft." (2006 - Zeitschrift Gorleben Rundschau / Nixblog-Atomkraft nein Danke!)
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