
Nordkorea gibt selbst vor eine Atommacht zu sein. Experten gehen davon aus dass Nordkorea über 5 bis 8 Atomsprengsätze verfügt. Das Wort Atomwaffen vermeidet man um dem Land nicht den Status einer Atommacht zuzugestehen.
Die letzte UN-Resolution verbietet jeglichen Waffenhandel mit Nordkorea. Deshalb ist das Risiko stark gestiegen und der Erlös der bisher bei etwa 75 Millionen Euro gelegen haben soll ist wahrscheinlich zurückgegangen. Beim Waffenhandel mit Nordkorea wurden bisher Waffen im Wert von etwa 1 Mrd. US-Dollar umgeschlagen. Da die Regierung des Landes jedoch dringend ausländische Devisen benötigt um an der Macht zu bleiben steigt eventuell die Bereitschaft atomares Material an Terroristen zu verkaufen.
Laut der neuen Atomstrategie der USA gilt Nordkorea als ein Land das nach Atomwaffen strebt und deshalb mit einem atomaren Erstschlag rechnen muss. Dem soll Nordkorea dadurch entgegen können wenn es sein Atomprogramm aufgibt und dem Atomwaffensperrvertrag wieder beitritt.
Nordkorea soll im Moment technisch noch nicht in der Lage sein atomare Sprengköpfe auf Raketen zu montieren. Die Raketen des Landes sollen auch noch nicht sehr treffsicher sein.
Das Land besitzt grosse Uranvorkommen. Wie weit man in dem Land mit der Anreicherung ist darüber ist man sich uneinig. Die Militärs des Landes sollen bis zu 24 Spezialzentrifugen angeschafft und derartige Produktionsstätten in Pakistan besucht haben. Von einem russischen Händler wurden spezielle Rohre aus Aluminium gekauft die zur Produktion von Bomben genutzt werden können. An der Stelle kommt auch die Frage auf ob eventuell der Iran bereit ist Nordkorea zu unterstützen. Dann könnte Nordkorea weit schneller zur Anreicherung bereit sein.
29.02.2012. Laut den USA hat sich Nordkorea zu einem Moratorium bei Urananreicherung, Atom- und Raketentests bereiterklärt.
19.12.2011. Kim Jong Il (Staatschef von Nordkorea) ist am Samstag um 8 Uhr 30 während einer Zugfahrt gestorben, Zum Nachfolger wurde sein Sohn Kim Jong Un ernannt (taz). Das explosive Erbe des schwächelnden Riesen mit atomarer Keule verschafft Kim Jong Un eine starke Position (Sueddeutsche, Spiegel). Nur wenige Stunden nach dem Tod Kim Jong Ils wurde anscheinend eine Mittelstreckenrakete getestet (Welt). Die bettelarme Atommacht steht am Abgrund (Stern).
24.10.2011. Die USA und Nordkorea unterhalten sich über das Atomprogramm (Spiegel).
24.08.2011. Bei einem Treffen mit Russlands Präsidenten Medwedjew zeigt sich Koreas Machthaber Kim Jong II bereit zur Prüfung einer Gaspipeline durch Nord- und Südkorea. Ausserdem signalisiert er Offenheit ohne Vorbedingungen bezüglich Gesprächen über sein Atomprogramm. Er hat sich offenbar dazu bereit erklärt Vorschläge zu einem Stopp der Produktion von atomarem Material und Atomwaffentests vorzulegen (Tagesschau).
08.08.2011. Laut New York Times soll Nordkorea hinter einer Armee aus Programmierern und Hackern stecken die Geld mit Goldfarming bei Onlinespielen verdienen. Anfang August sollen demnach mehrere Personen in Südkorea festgenommen worden sein die wiederum hinter den Aktivitäten von etwa 30 Computerspielern steckten. Gemeinsam sollen sie sich mit Hilfe einer eigens dazu programmierten Software Zugang zu MMORPGs wie Lineage und Dungeon and Fighter verschafft und mit Bots automatisch Erfahrungspunkte gesammelt haben die dann über Internetforen verkauft wurden. Ein Großteil der Festgenommenen sollen Südkoreaner sein die an Eliteuniversitäten in Nordkorea ausgebildet wurden. Von den Spielern soll auf diese Weise innerhalb weniger als 2 Jahren mehr als 6 Mio US-Dollar eingenommen worden sein. Das Geld wandert dann offenbar in Nordkorea über einen Ableger des Geheimdienstes mit dem Namen "Office 39" in einen Fond mit dem Nordkorea das Atomprogramm finanziert (Golem).
08.07.2011. Laut Abdul Qadir Khan soll Nordkorea in den 1990er Jahren technisches Know How zur Urananreicherung bekommen haben. Die beiden damaligen pakistanischen Generäle Jehangir Karamat (Chef der pakistanischen Armee) und Zufilqar Khan sollen laut einem Brief von Jong Byong Ho (Generalsekretär der nordkoreanischen Arbeiterpartei) dafür insgesamt 5 Millionen US-Dollar bekommen haben (Spiegel).
13.06.2011. Der US-amerikanische Zerstörer "McCampbell" hat anscheinend das unter der Fahne von Belize fahrende Schiff "M/V Light" das sich von Nordkorea aus auf dem Weg nach Burma befand zur Rückkehr nach Nordkorea gezwungen. Es stand offenbar im Verdacht dass damit Raketentechnologie nach Burma transportiert werden sollte (Spiegel).
14.05.2011. Laut einem Bericht der UN wird zwischen dem Iran und Nordkorea Raketentechnik ausgetauscht und die UN-Sanktionen unterlaufen. Als Drittland bei den Transfers kommt offenbar China ins Spiel (Spiegel, Welt).
22.11.2010. Nordkorea soll an einem unbekannten Ort eine neue ausgeklügelte Urananreicherungsanlagen mit bereits jetzt 2000 Zentrifugen im Einsatz und einem hochmodernen Kontrollraum gebaut haben. Im Atomkomplex von Yongbyon soll bis 2012 auch ein neuer Leichtwasserreaktor gebaut werden mit dem die Herstellung von waffenfähigem Plutonium möglich ist (Stern).
12.05.2010. Nordkorea soll eine Kernfusion geglückt sein (Welt).06.04.2010. Die USA will sich dazu verpflichten keine Atomwaffen gegen Nicht-Atommächte einzusetzen. Auch wenn sie die USA mit biologischen und chemischen Waffen angreifen. Ausnahmen sollen Länder wie der Iran und Nordkorea sein die den Atomwaffensperrvertrag nicht eingehalten haben (Focus).
17.01.2010. Mit Sanktionen stärkt man das System (Spiegel).
03.01.2010. Nordkorea untersagt den Besitz aller Devisen. Ausländische Währungen dürfen ab sofort nicht mehr verwendet werden (Sueddeutsche).
19.12.2009. Die Entwicklung der Bombe Massive Ordnance Penetrator (MOP) soll sich um 6 Monate auf Ende Dezember verzögern. Sie soll möglicherweise gegen unterirdische Nuklearanlagen im Iran und Nordkorea eingesetzt werden. Die Super-Bombe wiegt 14 Tonnen und soll vor der Detonation bis zu 60 Meter in die Erde eindringen können. Die Vorgängerin war die BLU-109 mit ca. 900 kg Sprengstoff (Spiegel).
06.10.2009. Staatschef Kim zeigt bei Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen die Bereitschaft zur Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche bezüglich des Atomprogramms (Tagesschau, Spiegel, Sueddeutsche).
04.09.2009. Nordkorea vor neuen Bomben? (Tagesschau).
16.08.2009. Südkorea und die USA beginnen morgen die alljährliche Militärübung. Nordkorea droht mit einem Atomschlag (n-tv, Stern).
06.08.2009. Gedenken an den Atombombenabwurf in Hiroshima vor 64 Jahren (Tagesschau). Nordkorea wird aufgefordert das Atomprogramm zu beenden (Heute, Sueddeutsche, Spiegel).
25.05.2009. Der zweite unterirdische nordkoreanische Test einer Atombombe erfolgt. Sie soll eine Sprengkraft von 4 Kilotonnen gehabt haben. Es gibt Vermutungen dass der Test misslungen ist (Tagesschau, taz).
25.05.2009. Nordkorea testet eine Atombombe (Tagesschau, taz).
25.05.2009. Nordkorea testet eine Atombombe (Tagesschau, taz).
25.04.2009. Nordkorea hat mit der Wiederaufbereitung von Atombrennstäben zur Gewinnung von waffenfähigem Plutonium begonnen (Tagesschau). Kurz davor hatte der türkische UN-Botschafter Baki Ilkin in New York mitgeteilt dass die Vermögenswerte folgender Unternehmen im Ausland eingefroren werden sollen: Korea Mining Development Trading Corp. (KOMID), die Korea Ryongbong General Corp. und die Tanchon Commercial Bank.
16.04.2009. Die Inspektoren der UN haben Nordkorea verlassen (Tagesschau). Derweil will man den Atomreaktor in Jongbjon mit dem waffentaugliches Plutonium hergestellt werden kann wieder anfahren.
15.04.2009. Nordkorea weist in dem Streit um den Start einer Rakete indessen alle Atominspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde aus und nimmt die abgeschalteten AKWs wieder in Betrieb.
05.04.2009. Nordkorea startet Rakete vom Typ Unha 2 (Nixblog).
07.02.2009. Abdul Qadeer Khan, der pakistanische "Vater der Atombombe" ist nach fünf Jahren "Hausarrest" wieder frei (Tagesschau). Er hatte 2004 gestanden Know How zum Bau von Atomwaffen an den Iran, Libyien und Nordkorea verraten zu haben.
September 2008. Weil die USA das Land nicht von der Liste der "Schurkenstaaten" streicht droht Nordkorea mit der Wiederinbetriebnahme des Reaktors von Yongbyon.
Sommer 2007. Von der israelischen Luftwaffe wird ein Atomreaktor bombardiert bei welchem Syrien und Nordkorea kooperiert haben sollen.
Juli 2007. Der Reaktor von Yongbyon wird mit drei Monaten Verspätung abgeschaltet.
Februar 2007. Nordkorea sagt die Schließung der Anlage in Yongbyon innerhalb der nächsten 60 Tage im Gegenzug zu Energie- und Wirtschaftshilfen zu.
09.10.2006. Nordkorea testet unterirdisch eine erste Atombombe mit einer Sprenkraft von weniger als einer Kilotonne.
September 2005. Nordkorea verpflichtet sich zur Aufgabe seines Atomprogramms, stellt die Vereinbarung jedoch kurze Zeit später wieder in Frage.
2004. Abdul Qadir Khan hat laut eigener Aussage offenbar Nordkorea, den Iran und Libyen mit Atomtechnologie versorgt (Spiegel).
2003. Nordkorea tritt aus dem Atomwaffensperrvertrag aus. In den sogenannten Sechser-Gesprächen (China, Japan, Nordkorea, Russland, Südkorea, USA) versucht man eine Einigung zur Aufgabe des Plutonium-Reaktors zu finden und die Offenlegung des Atombombenprogramms zu erreichen.
Auf Druck der USA mussten nordkoreanische Unterhändler zugeben dass Nordkorea versucht Uran anzureichern. Danach mussten die Inspekteure der Internationalen Atomenergiebehörde das Land verlassen. Nordkorea begann mit der Vorbereitung der etwa 8000 Plutoniumbrennstäbe aus dem Atomreaktor in Yongbyon zur Produktion von Atombomben.
Auf Druck der USA mussten nordkoreanische Unterhändler zugeben dass Nordkorea versucht Uran anzureichern. Danach mussten die Inspekteure der Internationalen Atomenergiebehörde das Land verlassen. Nordkorea begann mit der Vorbereitung der etwa 8000 Plutoniumbrennstäbe aus dem Atomreaktor in Yongbyon zur Produktion von Atombomben.
2002. Nordkorea begründet den Aufbau seines Atomprogramms mit der Angst vor einer Invasion der USA.
1994. Nordkorea erklärt den Austritt aus der IAEO, bleibt jedoch seinen Verpflichtungen durch den Atomwaffensperrvertrrag unterworfen. Im Oktober unterzeichnen die USA und Nordkorea ein Abkommen in dem sich das Land zum Stopp seines Atomprogramms verpflichtet.
1977. Zum ersten Mal dürfen Inspekteure der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) nach Nordkorea einreisen.
1965. In Nordkorea in Yongbyon, 90 Kilometer von der Hauptstadt Pjöngjang entfernt, wird mit sowjetischer Hilfe ein Forschungsreaktor errichtet.
1950er Jahre. Nordkorea beginnt mit der Arbeit am Atomprogramm.
Quellen: Tagesschau, Spiegel
Bilder: Der 5 MW Forschungsreaktor in Yongbyon, Wikipedia Commons, Keith Luse, Senior Professional Staff Member, U.S. Senate, Gemeinfrei
Artikel zum Thema Energie im Nixblog

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